Die US-Regierung lässt Anthropics neue KI-Modelle sperren
Für alle Nicht-US-Bürger. Also auch für uns Europäer.

Für alle Nicht-US-Bürger.
Also auch für uns Europäer.
Diese Nachricht hat es in sich…
Per Exportkontroll-Anordnung wurde der Zugang zu Claude Fable 5 und Mythos 5 für ausländische Staatsangehörige untersagt. Doch sauber trennen lässt sich das nicht — also musste Anthropic beide Modelle für alle Kunden weltweit abschalten.
Offiziell geht es um nationale Sicherheit. Die Sorge ist groß, dass sich die Modelle zu unerlaubten Zwecken missbrauchen lassen, beispielsweise um Cyberangriffe (gegen die USA) vorzubereiten.
Die Antwort darauf: alle Nicht-US-Bürger aussperren. Das kann man als staatliche Schutzmaßnahme rahmen, oder auch als etwas anderes. Darüber wird es heute mit Sicherheit viele Diskussionen geben.
Mit Blick auf unsere eigenen Anstrengungen bei digitaler Resilienz und digitaler Souveränität ist das in jedem Fall ein Weckruf. Denn diesmal trifft die technische Sperre alle Kunden weltweit — egal ob US-Bürger oder nicht.
Beim nächsten Mal funktioniert sie vielleicht wie gewünscht und dann arbeitet die US-Konkurrenz weiter, während europäische Unternehmen und Nutzer draußen stehen.
Es zeigt, wie real IKT-Drittparteien- und Konzentrationsrisiko sind: Wir stützen unsere Prozesse auf KI-Modelle, die wir nicht kontrollieren und über deren Verfügbarkeit eine fremde Regierung entscheidet.
Die Bewertung von Konzentrationsrisiken und die Erstellung von Exitstrategien bekommen damit eine ganz andere Bedeutung, denn sie sind Voraussetzungen für echte digitale operationale Resilienz.