Deep Dive: Asset Management
Das Kapitel zum IKT-Asset-Management ist in der DORA-Verordnung nur eines von vielen, jedoch ist es meiner Ansicht nach eines der zentralsten Elemente, wenn es um die Sicherstellung digitaler operativer Resilienz geht. In meinem aktuellen Deep Dive gebe ich daher gerne einen ausführlichen Einblick in die relevanten Anforderungen.
Das Kapitel zum IKT-Asset-Management ist in der DORA-Verordnung nur eines von vielen, jedoch ist es meiner Ansicht nach eines der zentralsten Elemente, wenn es um die Sicherstellung digitaler operativer Resilienz geht. In meinem aktuellen Deep Dive gebe ich daher gerne einen ausführlichen Einblick in die relevanten Anforderungen.

Ein entscheidender Punkt ist, dass der Begriff „IKT“ (Informations- und Kommunikationstechnik) im Zusammenhang mit dem IKT-Asset-Management eigentlich irreführend ist. Denn es geht nicht nur darum, Inventare klassischer IKT-Assets zu pflegen, sondern um sämtliche Assets, die in irgendeiner Weise mit Informations- und Kommunikationstechnik verknüpft sind. Das schließt praktisch alles ein: IKT-relevante Geschäftsprozesse, Informationen bzw. Daten, Rollen- und Verantwortlichkeiten, IKT-Dienstleister, und auch physische Infrastrukturen (z.B. Geschäftsgebäude und Rechenzentren).
Alle Assets müssen hinsichtlich ihrer Kritikalität bewertet und klassifiziert werden – eine Vorgehensweise, die uns allen als „Schutzbedarfsfeststellung“ bekannt ist. Zusätzlich müssen sämtliche Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Assets erfasst und dokumentiert werden – ein Prozess, der unter dem Begriff „Strukturanalyse“ bekannt ist. Im Kern geht es darum, die gesamte Unternehmensarchitektur detailliert abzubilden, und auch wenn DORA diesen Begriff nicht explizit verwendet, führt dies letztlich zur Erstellung des sogenannten Informationsverbunds.

Auf diesem Überblick über die Unternehmensarchitektur bauen alle weiteren Arbeitspakete zur Herstellung der digitalen operationalen Resilienz auf. Also, Ärmel hochkrempeln, Inventare zusammentragen und den Informationsverbund modellieren. Viel Erfolg dabei und bis bald! 🙂
