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CRA-Cockpit

Cyberresilienz-Verordnung (EU) 2024/2847 mit der Durchführungsverordnung zu den Produktkategorien
184 Sollmaßnahmen · Katalog V1.0

Die abgebildeten Rechtstexte

2 Rechtsakte · Rechtsstand Juli 2026
RechtstextAmtliche QuelleBerichtigung
CRA (EU 2024/2847)EUR-Lex · CELEX 32024R2847R(02) eingearbeitet R(04) eingearbeitet R(07) eingearbeitet
DVO Produktkategorien (2025/2392)EUR-Lex · CELEX 32025R2392—
Bewusst nicht eingebettet2 DokumenteZwei weitere CRA-Sekundärakte stehen bewusst nicht im Navigator, da sie nichts regeln, was Wirtschaftsakteure tun müssen: die eine nimmt Fahrzeugkomponenten vom CRA aus, die andere sagt den CSIRTs, wann sie eine Meldung zurückhalten dürfen.
RechtstextAmtliche QuelleBerichtigung
DelVO (EU) 2025/1535Ausnahme für Komponenten von Zwei- und Dreirädern mit EU-Typgenehmigung (Art. 2 Abs. 5 CRA)EUR-Lex · CELEX 32025R1535—
DelVO (EU) 2026/881Bedingungen, unter denen ein CSIRT die Weiterverbreitung einer Meldung aufschieben darf (Art. 14 Abs. 9 CRA)EUR-Lex · CELEX 32026R0881—
© Europäische Union, https://eur-lex.europa.eu, 1998–2026 — Wiedergabe gemäß Beschluss 2011/833/EU; nur die im Amtsblatt der EU veröffentlichten Texte sind verbindlich.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).

Compliance-Hinweise

Nutzungsrechte · Autorenschaft · Quellen · Aktualisierung
Nutzungsrechte, Autorenschaft, rechtliche Einordnung und Aktualisierungsstand dieses Werks — bitte vor der Nutzung zur Kenntnis nehmen.
Urheberrechtshinweis zum Sollmaßnahmenkatalog und dem interaktiven Handbuch

Der Sollmaßnahmenkatalog mit seinen Sollmaßnahmen, Titeln, Anforderungstexten und Einordnungen sowie das interaktive Handbuch als solches, also die Auswahl, Anordnung und Verknüpfung der Inhalte in dieser Datei (nachfolgend: „das Werk“), sind zu Gunsten von Frau Dr. Marlen Hofmann urheberrechtlich geschützt, sie ist alleinige Urheberin.

Nicht zum Werk gehören die eingebetteten Rechtstexte, Gesetzesbegründungen, Leitlinien, Auslegungshinweise und Umsetzungshinweise der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und der Behörden. Sie stammen von diesen Stellen, sind dort veröffentlicht und werden in diesem Werk unter den im Abschnitt „Quellen und Nutzungsbedingungen“ genannten Bedingungen wiedergegeben. An ihnen besteht kein Urheberrecht von Frau Dr. Marlen Hofmann; die nachfolgenden Bestimmungen gelten für sie nicht.

Die Nutzungsrechte an diesem Werk werden wie nachfolgend dargestellt dem jeweiligen Nutzer eingeräumt, dies gegen Zahlung des vereinbarten Lizenzentgeltes.

Es wird ein einfaches, zeitlich unbegrenztes Nutzungsrecht eingeräumt. Die Nutzung des Werks ist ausschließlich für eigene interne Zwecke des erwerbenden Unternehmens gestattet. Eine Vervielfältigung ist in diesem internen Rahmen gestattet, etwa zur Verteilung an interne Fachabteilungen. Die Einbindung in interne IT-Systeme (etwa ISMS-Tools, GRC-Tools oder vergleichbare interne Anwendungen) des erwerbenden Unternehmens ist ebenfalls gestattet. Sollte diesbezüglich auf Grund technischer Gegebenheiten eine Bearbeitung des Werkes erforderlich sein (etwa im Sinne des Komprimierens oder einer Formatänderung) ist ein Bearbeitungsrecht genehmigt, was über diese technischen Erfordernisse jedoch nicht hinausgeht. Insbesondere darf eine inhaltliche Bearbeitung des Werkes nicht vorgenommen werden, wozu auch Übersetzungen gehören.

Die Übertragung der eingeräumten Nutzungsrechte an Dritte ist nicht gestattet. Davon erfasst sind ebenfalls in Verbindung mit dem erwerbenden Unternehmen stehenden Gesellschaften, wie Tochter- oder Mutterunternehmen oder Beteiligungsgesellschaften. Solche Drittunternehmen haben eine eigenständige Lizenz zu erwerben, wobei eine umfangreiche Konzernlizenz bei Frau Dr. Marlen Hofmann angefragt werden kann.

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Ein Verbreitungs-, Ausstellungs-, Vortrags-, Aufführungsrecht wird ebenso wenig eingeräumt wie das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung. Es wird bestätigt, dass Frau Dr. Marlen Hofmann ausschließliche Urheberin des Werkes ist und ihr keine Rechte Dritter an dem Werk bekannt sind. Eine Gewährleistung für das Nichtbestehen solcher Rechte ist jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Gleichzeitig übernimmt Frau Dr. Marlen Hofmann keine Haftung für Ansprüche Dritter, welche sich aus einer unsachgemäßen und insbesondere nicht von der Rechteeinräumung umfassten Nutzung des Werkes ergeben.

Ebenso wird darauf hingewiesen, dass lediglich ein Nutzungsrecht an der hier angebotenen Version des Werkes eingeräumt wird. Ein Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit des Inhalts besteht nicht. Ebenso entsteht kein Anspruch auf Weiterentwicklung, Ergänzung oder Aktualisierung des Werkes seitens Frau Dr. Marlen Hofmann.

Für die Einräumung etwaiger weitergehender Nutzungsrechte möchte bitte eine Anfrage an Dr. Marlen Hofmann direkt gestellt werden.

Hinweis zur Autorenschaft und Nebentätigkeit

Das Werk wurde im Rahmen einer privaten Nebentätigkeit erstellt. Sämtliche Analysen, Interpretationen und Einschätzungen in diesem Werk spiegeln ausschließlich die persönliche fachliche Sichtweise der Autorin wider. Sie stehen in keinem Zusammenhang mit den Ansichten, Richtlinien oder Vorgaben ihres Arbeitgebers und stellen keine offizielle Stellungnahme ihres Arbeitgebers dar.

Erstellung mit KI-Unterstützung

Für die Erstellung des CRA-Navigators hat die Autorin KI eingesetzt:

Technische Umsetzung: Der HTML-, CSS- und JavaScript-Code wurde überwiegend mit KI erzeugt, unter Anleitung und Prüfung der Autorin.

Aufbereitung der Rechtstexte: Die im Navigator dargestellten Rechtstexte wurden maschinell ausgelesen und aufbereitet. Verbindlich ist allein der amtlich veröffentlichte Wortlaut (Amtsblatt der Europäischen Union bzw. Bundesgesetzblatt).

Bilder und Visualisierungen: Die Kopfmotive des Navigators wurden unter Anleitung der Autorin mit einem KI-Bildgenerator erstellt.

Kompakt-Fassungen: Die deutschen Kompakt-Fassungen der Kommissions-FAQ und -Leitlinien sind mit KI-Unterstützung erstellte Zusammenfassungen, nicht amtlich; maßgeblich ist das englische Original.

Fachliche Inhalte: Die Sollmaßnahmen stammen von der Autorin und beruhen auf ihrer fachlichen Herleitung. KI wurde zur sprachlichen Überarbeitung und bei der Konsolidierung des Sollmaßnahmenkatalogs 2.0 zum Zusammenführen und Neuordnen der Sollmaßnahmen eingesetzt. Jede daraus übernommene Änderung wurde von der Autorin einzeln geprüft.

Hinweis zur Verwendung und rechtlichen Einordnung

Die dargestellten Sollmaßnahmen basieren auf einer intensiven fachlichen Auseinandersetzung der Autorin mit den zugrunde liegenden Rechtsakten und den dazugehörigen Regulierungsstandards. Das Werk dient ausschließlich als fachliche Orientierungshilfe für die praktische Umsetzung der regulatorischen Anforderungen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder rechtliche Verbindlichkeit.

Die Inhalte dieses Werks stellen keine Rechtsberatung dar und können eine solche nicht ersetzen. Für die konkrete Umsetzung regulatorischer Anforderungen im jeweiligen Einzelfall sollten bei Bedarf qualifizierte rechtliche oder fachliche Beratungen eingeholt werden. Die Herausgeberin übernimmt keine Haftung für Entscheidungen, Maßnahmen, Schäden oder Verluste, die unmittelbar oder mittelbar aus der Nutzung oder Interpretation dieses Werks entstehen.

Quellen und Nutzungsbedingungen

Dieses Werk bettet fremde, öffentlich zugängliche Rechts- und Aufsichtstexte ein und nutzt sie im Rahmen der jeweils geltenden Nutzungsbedingungen. Für die einzelnen Quellen gelten folgende Grundlagen und Bedingungen:

EU-Rechtsakte (EUR-Lex): Die eingebetteten EU-Rechtsakte werden gemäß dem Beschluss 2011/833/EU über die Weiterverwendung von Kommissionsdokumenten wiedergegeben; die kommerzielle Nutzung ist danach zulässig. Quelle: © Europäische Union, eur-lex.europa.eu. Verbindlich sind allein die im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlichten Fassungen.

Kommissionsdokumente: Die eingebetteten Leitlinien der Europäischen Kommission zur Anwendung des CRA (C(2026) 5252 final vom 27.07.2026, Art. 26 CRA) werden gemäß dem Beschluss 2011/833/EU über die Weiterverwendung von Kommissionsdokumenten wiedergegeben; die kommerzielle Nutzung ist danach zulässig. Quelle: © Europäische Union, digital-strategy.ec.europa.eu. ENTWURF: Die Leitlinien gelten erst nach förmlicher Annahme aller Sprachfassungen; verbindlich ist das englische Original. Sie sind kein Rechtsakt; im Amtsblatt veröffentlicht ist allein der CRA selbst.

Schriften: Das Werk bettet die Schriftarten Kanit (Copyright 2020 The Kanit Project Authors) und Open Sans (Copyright 2020 The Open Sans Project Authors) als Schriftdateien ein. Beide stehen unter der SIL Open Font License 1.1 (openfontlicense.org) und werden unverändert weitergegeben. Der Lizenztext ist im folgenden Abschnitt im Wortlaut wiedergegeben. Die Lizenz erfasst allein die Schriftdateien, nicht das Werk im Übrigen.

Verweise auf marlen-hofmann.de: Die Website enthält eigene Fachbeiträge und Hilfsmittel der Autorin sowie Links zu Behördenseiten. Für verlinkte Inhalte ist allein die Fassung am verlinkten Ort maßgeblich. Die Behörden befürworten dieses Werk nicht.

Lizenztext der eingebetteten Schriften (SIL Open Font License 1.1)

Die beiden im Werk eingebetteten Schriften stehen unter der nachfolgend im Wortlaut wiedergegebenen SIL Open Font License, Version 1.1. Der Lizenztext ist die englische Originalfassung und wird unverändert wiedergegeben; er gilt allein für die Schriftdateien, nicht für das Werk im Übrigen.

Copyright 2020 The Kanit Project Authors (https://github.com/cadsondemak/kanit)

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This Font Software is licensed under the SIL Open Font License, Version 1.1. This license is copied below, and is also available with a FAQ at: https://openfontlicense.org

SIL OPEN FONT LICENSE Version 1.1 - 26 February 2007

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TERMINATION

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THE FONT SOFTWARE IS PROVIDED "AS IS", WITHOUT WARRANTY OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO ANY WARRANTIES OF MERCHANTABILITY, FITNESS FOR A PARTICULAR PURPOSE AND NONINFRINGEMENT OF COPYRIGHT, PATENT, TRADEMARK, OR OTHER RIGHT. IN NO EVENT SHALL THE COPYRIGHT HOLDER BE LIABLE FOR ANY CLAIM, DAMAGES OR OTHER LIABILITY, INCLUDING ANY GENERAL, SPECIAL, INDIRECT, INCIDENTAL, OR CONSEQUENTIAL DAMAGES, WHETHER IN AN ACTION OF CONTRACT, TORT OR OTHERWISE, ARISING FROM, OUT OF THE USE OR INABILITY TO USE THE FONT SOFTWARE OR FROM OTHER DEALINGS IN THE FONT SOFTWARE.

Hinweis zur Aktualisierung

Für die Erstellung der Anforderungen in diesem Werk wurden die im Überblick aufgeführten Rechtsquellen herangezogen.

Da sich regulatorische Anforderungen sowie technische und aufsichtsrechtliche Standards kontinuierlich weiterentwickeln, kann eine regelmäßige Aktualisierung erforderlich sein. Das Werk erhebt daher keinen Anspruch auf dauerhafte Vollständigkeit oder Aktualität.

Es liegt in der Verantwortung der Nutzerinnen und Nutzer, sich eigenständig über Änderungen relevanter Rechtsvorschriften, regulatorischer Vorgaben und technischer Standards zu informieren und diese bei der Umsetzung entsprechend zu berücksichtigen.

Sollmaßnahmen-Überblick

Alle 184 Sollmaßnahmen als Tabelle
In der Vorschau nicht enthalten. Die vollständige Tabelle aller Sollmaßnahmen ist Teil der Vollversion; zur Auslieferung gehört eine Excel-Arbeitsmappe mit Arbeitsspalten für Ihre Umsetzungsdokumentation.

Dieselben Sollmaßnahmen liegen in der beigelegten Excel-Arbeitsmappe, in der Sie filtern, sortieren und weiterarbeiten können.

CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 1
Artikel 1

Gegenstand

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
Mit dieser Verordnung wird Folgendes festgelegt:
a)
Vorschriften für die Bereitstellung auf dem Markt von Produkten mit digitalen Elementen, um die Cybersicherheit solcher Produkte zu gewährleisten;
b)
grundlegende Cybersicherheitsanforderungen an die Konzeption, Entwicklung und Herstellung von Produkten mit digitalen Elementen sowie Pflichten der Wirtschaftsakteure in Bezug auf diese Produkte hinsichtlich der Cybersicherheit;
c)
grundlegende Cybersicherheitsanforderungen an die von den Herstellern festgelegten Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen, um die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen während der erwarteten Nutzungsdauer der Produkte zu gewährleisten, sowie Pflichten der Wirtschaftsakteure in Bezug auf diese Verfahren;
d)
Vorschriften für die Marktüberwachung, einschließlich Überwachung, und die Durchsetzung der in diesem Artikel genannten Vorschriften und Anforderungen.
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 1.1Die Cyberresilienz-VerordnungG
Die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen ist in der EU einheitlich geregelt, nicht nur beim Inverkehrbringen, sondern über den gesamten Lebenszyklus des Produkts. Das regelt der CRA, seit dem 10.12.2024 in Kraft. Kontrolle und Durchsetzung liegen bei den nationalen Marktüberwachungsbehörden. Für Produkte im Anwendungsbereich des CRA gilt die Marktüberwachungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/1020). Praxistipp: In Deutschland soll das BSI Marktüberwachungsbehörde werden, so der Entwurf des CRA-Durchführungsgesetzes (Bundestags-Drucksache 21/6134, erste Lesung am 11.06.2026).

The Cyber Resilience Act

1

Regulation (EU) 2024/2847 of the European Parliament and of the Council of 23 October 2024 on horizontal cybersecurity requirements for products with digital elements and amending Regulations (EU) No 168/2013 and (EU) 2019/1020 and Directive (EU) 2020/1828 (the Cyber Resilience Act) 1 entered into force on 10 December 2024. The Regulation aims to strengthen the EU’s approach to cybersecurity, address cyber resilience at EU level and improve the functioning of the internal market by laying down a uniform legal framework for essential cybersecurity requirements for placing products with digital elements on the EU market, as well as during the lifecycle of a product with digital elements.

2

The Cyber Resilience Act (CRA) is built upon the EU’s New Legislative Framework (NLF) set out in Regulation (EC) No 765/2008 of the European Parliament and of the Council of 9 July 2008 setting out the requirements for accreditation and market surveillance relating to the marketing of products and repealing Regulation (EEC) No 339/93 and Decision No 768/2008/EC of the European Parliament and of the Council of 9 July 2008 on a common framework for the marketing of products, and repealing Council Decision 93/465/EEC 2 .

3

Market surveillance and enforcement is carried out by national market surveillance authorities. Products with digital elements that fall within the scope of the CRA are covered by Regulation (EU) 2019/1020 of the European Parliament and of the Council of 20 June 2019 on market surveillance and compliance of products and amending Directive 2004/42/EC and Regulations (EC) No 765/2008 and (EU) No 305/2011. The Commission and the European Union Agency for Cybersecurity (ENISA) support economic operators and Member States in the application of the CRA.

Vgl. Abschnitt 1.1 · Rn. 1–3 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
Luftfahrt
FAQ 2.1.1Fallen Produkte im Anwendungsbereich der EASA-Grundverordnung (Zivilluftfahrt) auch unter den CRA?Q
Nein, wenn sie nach der Verordnung über gemeinsame Vorschriften für die Zivilluftfahrt (Verordnung (EU) 2018/1139) zertifiziert sind. Diese Verordnung stellt für Luftfahrtprodukte eigene Anforderungen an die Informationssicherheit und verlangt dafür eine Zertifizierung durch die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA). Das betrifft zum Beispiel zertifizierte Luftfahrzeuge und zugehörige Erzeugnisse. Produkte, die zwar von der Zivilluftfahrt-Verordnung erfasst, aber nicht nach ihr zertifiziert sind, können unter den CRA fallen. Das betrifft zum Beispiel Drohnen der offenen Kategorie, zu der die meisten Freizeitdrohnen und gewerblichen Drohnen mit geringem Risiko gehören. Auch nicht zertifizierte Komponenten, die in ein zertifiziertes Luftfahrzeug eingebaut werden sollen, können unter den CRA fallen. Voraussetzung ist, dass sie Produkte mit digitalen Elementen sind und auf dem Markt bereitgestellt werden.

Are products falling within the scope of Regulation (EU) 2018/1139 also covered by the CRA?

Both the CRA and Regulation (EU) 2018/1139 (also known as the 'EASA Basic Regulation') establish rules for placing products on the market. The CRA applies to products with digital elements, while the EASA Basic Regulation applies to aeronautical products, parts, and equipment (including software).

The EASA Basic Regulation sets out essential requirements, including those for protection against information security threats, and mandates EASA certification of civil aircraft and related products in accordance with Implementing Regulation (EU) 748/2012, Part 21.

Since 2020, the European Union Aviation Safety Agency (EASA) has explicitly integrated information security aspects into its certification rules by amending several Certification Specifications and issuing new guidance.

On that basis, Article 2(3) of the CRA exempts products certified under Regulation (EU) 2018/1139 from its applicability.

However, products that fall within scope of Regulation (EU) 2018/1139 but that are not certified under that Regulation, such as drones in the open category (the majority of leisure drone activities and low-risk commercial activities), may be covered by the CRA (if they are products with digital elements and are made available on the market).

Also, where components are intended for integration into products certified under Regulation (EU) 2018/1139 but those components are not certified under that Regulation, those components may be covered by the CRA (if they are products with digital elements and made available on the market).

Vgl. FAQ 2.1.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Schiffsausrüstung
FAQ 2.2.1Fallen Produkte im Anwendungsbereich der Schiffsausrüstungsrichtlinie auch unter den CRA?Q
Nein. Schiffsausrüstung, für die die Schiffsausrüstungsrichtlinie (Richtlinie 2014/90/EU) gilt, fällt nicht unter den CRA. Welche Ausrüstung das ist, steht in der EU-Liste der Schiffsausrüstung (Durchführungsverordnung (EU) 2026/1434). Komponenten dafür, die selbst nicht unter die Richtlinie fallen, können unter den CRA fallen, wenn sie auf dem Markt bereitgestellt werden. Praxistipp: Die Liste wird regelmäßig neu gefasst. Maßgeblich ist jetzt die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1434. Die FAQ nennt noch die Vorgängerin, die inzwischen aufgehobene Durchführungsverordnung (EU) 2025/1533.

Are products falling within the scope of Directive (EU) 2014/90 also covered by the CRA?

The CRA and Directive (EU) 2014/90 both provide for rules for making available on the market certain products: for products with digital elements, and for marine equipment, respectively.

According to Article 2(4), the CRA does not apply to equipment that falls within the scope of Directive (EU) 2014/90.

Equipment that falls within the scope of Directive (EU) 2014/90 is listed in the annex to Commission Implementing Regulation (EU) 2025/1533 as regards design, construction and performance requirements and testing standards for marine equipment.

However, where components are intended for integration into equipment within the scope of Directive (EU) 2014/90 but those components do not fall within the scope of that Directive, those components may be covered by the CRA (if they are products with digital elements and made available on the market).

Vgl. FAQ 2.2.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Produkthaftungsrichtlinie
FAQ 2.3.1Wie greifen der CRA und die Produkthaftungsrichtlinie ineinander?Q
Die Produkthaftungsrichtlinie (Richtlinie (EU) 2024/2853) regelt, wann Geschädigte Schadensersatz bekommen, wenn ein fehlerhaftes Produkt einen Schaden verursacht. Sie ergänzt den CRA, überschneidet sich rechtlich aber nicht mit ihm. Der Hersteller haftet für solche Schäden auch ohne eigenes Verschulden. Fehlerhaft ist ein Produkt, wenn es nicht die Sicherheit bietet, die man erwarten kann oder die das Recht vorschreibt. Dabei zählen alle Umstände, auch Cybersicherheitsanforderungen wie die Pflichten des CRA zu Sicherheitsupdates (). Die Produkthaftungsrichtlinie selbst verpflichtet nicht zu Updates oder Upgrades. Der Hersteller haftet aber für Fehler, die ein späteres Update oder Upgrade verursacht. Er haftet auch für Fehler, die entstehen, wenn ein Update oder Upgrade fehlt.

What is the interplay between the CRA and the Product Liability Directive?

The CRA and the Product Liability Directive (PLD) are of a different nature and, while they complement each other, there is no legal overlap.

The PLD sets out liability rules for defective products so that injured persons can claim compensation when a damage has been caused by defective products. It establishes the principle that the manufacturer of a product is liable for damages caused by a defect in their product irrespective of fault or negligence (strict liability).

The defectiveness of the product is assessed based on whether the product provided the safety that one can expect, or that is required under Union or national law. The defectiveness must be assessed taking into consideration all circumstances, including cybersecurity requirements.

For example, the CRA provides for specific obligations for manufacturers regarding security updates for products with digital elements (Annex I).

Whilst the PLD does not impose any substantive obligation for manufacturers to update or upgrade the product, under the PLD the manufacturer remains liable for any defects introduced through an update or upgrade of the product after it has been placed on the market. Or, for any defects that arise after the product has been placed on the market due to the lack of an update or upgrade.

Vgl. FAQ 2.3.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Maschinenverordnung
FAQ 2.4.1Wie greifen der CRA und die Maschinenverordnung ineinander?Q
Die Maschinenverordnung (Verordnung (EU) 2023/1230) gilt ab dem 20.01.2027 für Maschinen. Ihre Anforderungen an Sicherheit und Gesundheitsschutz erfassen auch Cyberrisiken, die die Sicherheit gefährden können, vor allem Manipulation und unsichere oder unzuverlässige Steuerungen. Eine Maschine mit Hard- und Software kann zugleich Produkt mit digitalen Elementen sein, zum Beispiel eine Verpackungsmaschine für Gemüse. Dann muss der Hersteller die Anforderungen beider Verordnungen erfüllen und beide Konformitätsbewertungen durchlaufen. Wo beide ähnliche Cyberrisiken betreffen, kann die Erfüllung des CRA aber auch bei der Maschinenverordnung helfen. Das muss der Hersteller nachweisen, mit einer Risikobewertung und, soweit vorhanden, mit harmonisierten Normen oder anderen technischen Spezifikationen. Die Kommission soll betroffene Hersteller mit Leitlinien unterstützen.

What is the interplay between the CRA and the Machinery Regulation?

Manufacturers of products falling within the scope of Regulation (EU) 2023/1230 of the European Parliament and of the Council which are also products with digital elements as defined in this Regulation should comply with both the essential cybersecurity requirements set out in this Regulation and the essential health and safety requirements set out in Regulation (EU) 2023/1230. The essential cybersecurity requirements set out in this Regulation and certain essential requirements set out in Regulation (EU) 2023/1230 might address similar cybersecurity risks. Therefore, the compliance with the essential cybersecurity requirements set out in this Regulation could facilitate the compliance with the essential requirements that also cover certain cybersecurity risks as set out in Regulation (EU) 2023/1230, and in particular those regarding the protection against corruption and safety and reliability of control systems set out in sections 1.1.9 and 1.2.1 of Annex III to that Regulation. Such synergies have to be demonstrated by the manufacturer, for instance by applying, where available, harmonised standards or other technical specifications covering relevant essential cybersecurity requirements following a risk assessment covering those cybersecurity risks. The manufacturer should also follow the applicable conformity assessment procedures set out in this Regulation and in Regulation (EU) 2023/1230. The Commission and the European standardisation organisations, in the preparatory work supporting the implementation of this Regulation and of Regulation (EU) 2023/1230 and the related standardisation processes, should promote consistency in how the cybersecurity risks are to be assessed and in how those risks are to be covered by harmonised standards with regard to the relevant essential requirements. In particular, the Commission and the European standardisation organisations should take into account this Regulation in the preparation and development of harmonised standards to facilitate the implementation of Regulation (EU) 2023/1230 as regards in particular the cybersecurity aspects related to the protection against corruption and safety and reliability of control systems set out in sections 1.1.9 and 1.2.1 of Annex III to that Regulation. The Commission should provide guidance to support manufacturers subject to this Regulation that are also subject to Regulation (EU) 2023/1230, in particular to facilitate the demonstration of compliance with relevant essential requirements set out in this Regulation and in Regulation (EU) 2023/1230 ( of the CRA).

The Machinery Regulation (MR) will apply from 20 January 2027. It sets out, in its Annex III, essential requirements on health and safety, addressing also cybersecurity risks that may have an impact on safety.

Both the CRA and the MR provide for rules for making available on the market certain products. While the CRA covers products with digital elements, the MR covers machinery and related products, subject to certain exceptions.

The CRA sets out essential cybersecurity requirements for products with digital elements in its Annex I. The MR sets out for machinery and related products, in its Annex III, essential health and safety requirements, addressing also cybersecurity risks that may have an impact on safety (i.e. Annex III, sections 1.1.9 and 1.2.1).

A product may be a product with digital elements within the meaning of the CRA as well as machinery or a related product within the meaning of the MR, at the same time. In those cases, there may be an interplay, as described in of the CRA, between the CRA and the MR with regards to the cybersecurity requirements, as mentioned above, and the conformity assessment procedures, as set out individually in both the CRA and the MR.

For example: a certain type of machinery within the meaning of the MR that can be used to e.g. package vegetables for supermarkets, may contain hardware and software to ensure its functioning. In that sense, the food packing machinery may also be a product with digital elements within the meaning of the CRA.

Vgl. FAQ 2.4.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 2.4.2Muss ein Produkt sowohl die Cybersicherheitsanforderungen des CRA als auch die der Maschinenverordnung erfüllen?Q
Ja. Eine Maschine, die zugleich Produkt mit digitalen Elementen ist, muss die Cybersicherheitsanforderungen des CRA und der Maschinenverordnung (Verordnung (EU) 2023/1230) erfüllen. Die Erfüllung der einen deckt die andere nicht automatisch ab. Soweit beide ähnliche Risiken betreffen, kann der CRA die Erfüllung der Maschinenverordnung erleichtern. Der Hersteller weist das auf Grundlage einer Risikobewertung nach, zum Beispiel mit harmonisierten Normen.

Should a product comply with both the CRA and MR cybersecurity requirements?

A product with digital elements within the meaning of the CRA, may be also machinery or a related product, within the meaning of the MR, at the same time. In such cases, such product will need to comply with the cybersecurity requirements of the CRA as well as those of the MR. The cybersecurity requirements set out in the CRA and the MR are of such a nature that compliance with the cybersecurity requirements of only one of the Regulations cannot be automatically considered to also fully satisfy those of the other Regulation.

However, as the cybersecurity requirements set out in the CRA and the MR may for some aspects address similar risks, compliance with the CRA could facilitate compliance with the requirements set out in the MR. Nevertheless, manufacturers of products falling within scope of both the CRA and the MR would have to demonstrate such potential synergies on the basis of a risk assessment and e.g. by relying, where available, on harmonised standards or other relevant technical specifications.

Vgl. FAQ 2.4.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 2.4.3Muss ein Hersteller die Konformitätsbewertung eines Produkts nach den Verfahren sowohl des CRA als auch der Maschinenverordnung sicherstellen?Q
Ja. Eine Maschine, die zugleich Produkt mit digitalen Elementen ist, muss beide Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen, das des CRA und das der Maschinenverordnung (Verordnung (EU) 2023/1230). Das Verfahren nach der einen Verordnung ersetzt nicht automatisch das nach der anderen.

Should a manufacturer ensure the assessment of conformity for a product through the procedures set out in both the CRA and the MR?

Both the CRA and the MR provide for conformity assessment procedures for relevant products with digital elements (in Article 32 of the CRA) and machinery and related products (in Article 25 of the MR) respectively.

For a product with digital elements, within the meaning of the CRA, which is also a machine or related product, within the meaning of the MR, manufacturers will need to ensure the assessment of conformity through the procedures set out individually in both the CRA and the MR. The conformity assessment procedures set out in the CRA and the MR are of such a nature that the assessment of conformity on the basis of the procedure in one instrument cannot automatically be considered as sufficient to also satisfy the procedure that is required to be followed as per the other instrument (see also of the CRA).

Vgl. FAQ 2.4.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
FAQ 2.5.1Wie greifen der CRA und die Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit ineinander?Q
CRA und Produktsicherheitsverordnung (Verordnung (EU) 2023/988) regeln Verschiedenes: der CRA die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, die Produktsicherheitsverordnung die Sicherheit aller Verbraucherprodukte. Die Produktsicherheitsverordnung greift nur, soweit keine spezielleren Unionsvorschriften mit demselben Ziel die Sicherheit regeln.

What is the interplay between the CRA and the General Product Safety Regulation?

The CRA and the General Product Safety Regulation (GPSR) both provide for rules for the making available on the market of products, but they have a different scope in terms of the products and aspects that they apply to and the requirements that they set. In terms of products in scope of the Regulations, while the CRA only applies to products with digital elements, the GPSR applies to all consumer products to the extent that there are no specific provisions with the same objective under Union law that regulate the safety of the products concerned. In terms of the requirements set by the Regulations, the CRA provides for cybersecurity requirements, while the GPSR provides safety requirements for products.

Vgl. FAQ 2.5.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 2.5.2Muss ein Produkt mit digitalen Elementen die Anforderungen sowohl des CRA als auch der GPSR erfüllen?Q
Ja, wenn es Risiken außerhalb der Cybersicherheit birgt und keine produktspezifische Vorschrift diese Risiken regelt. Dann gilt für sie zusätzlich zum CRA die Produktsicherheitsverordnung (Verordnung (EU) 2023/988).

Does a product with digital elements need to comply with the requirements of both the CRA and the GPSR?

A product with digital elements may need to comply with both the requirements of the CRA and the GPSR. When a product with digital elements also poses other risks beyond cybersecurity risks that are covered by the CRA, those other risks may be regulated by other EU legislation such as the GPSR. As long as there is no product-specific regulation that regulates those other risks of the product with digital elements in question, the GPSR applies to the safety aspects of those risks (Article 11 CRA).

Vgl. FAQ 2.5.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Funkanlagenrichtlinie (RED)
FAQ 2.6.1Wie greifen der CRA und die Funkanlagenrichtlinie ineinander?Q
Für Funkanlagen, die die Delegierte Verordnung zur Funkanlagenrichtlinie (Delegierte Verordnung (EU) 2022/30) erfasst, gelten je nach Tag des Inverkehrbringens (erstmals auf dem EU-Markt):
  1. 01.08.2025 bis 10.12.2027: die Cybersicherheitsanforderungen der Funkanlagenrichtlinie (Richtlinie 2014/53/EU). Dafür ist die Normenreihe EN 18031 im Amtsblatt genannt.
  2. Ab 11.12.2027: die Anforderungen des CRA. Er deckt die Cybersicherheitsanforderungen der Funkanlagenrichtlinie ab.
Die FAQ nennt die Aufhebung der Delegierten Verordnung zum 11.12.2027 als Ziel der Kommission. Funkanlagen, die vom 01.08.2025 bis 10.12.2027 in Verkehr kamen, überwachen die Behörden weiter nach der Funkanlagenrichtlinie. Praxistipp: Die Aufhebung ist beschlossen: Die Delegierte Verordnung (EU) 2026/339 hebt die Delegierte Verordnung zur Funkanlagenrichtlinie mit Wirkung vom 11.12.2027 auf.

What is the interplay between the CRA and the Radio Equipment Directive?

The CRA applies to the categories of radio equipment in scope of the Delegated Regulation (EU) 2022/30 adopted under the Radio Equipment Directive 2014/53/EU ('RED Delegated Regulation'). The CRA covers the essential requirements of the RED on Cybersecurity, which were rendered applicable via the RED Delegated Regulation as of 1 August 2025 and apply to the categories of radio equipment covered by the RED Delegated Regulation if placed on the market on or after 1 August 2025.

Technical standards have been requested for the purposes of the RED Delegated Regulation and are cited in the Official Journal of the European Union, in support of the corresponding essential requirements of the RED (EN 18031 series). To ensure legal clarity, the Commission aims to repeal the RED Delegated Regulation as of 11 December 2027 [Fn. 5].

In such a case, the categories of radio equipment specified in the RED Delegated Regulation, if placed on the market between 1 August 2025 and 10 December 2027, will be subject to the essential requirements of the RED on cybersecurity, which were rendered applicable via the RED Delegated Regulation. Conversely, if those products are placed on the market on 11 December 2027, or later, once the CRA has started to apply, those products will be subject to the essential requirements of the CRA.

A repeal of the RED Delegated Regulation, with effect from 11 December 2027, will not affect the Union market surveillance and control, under the Radio Equipment Directive 2014/53/EU, of the compliance of radio equipment with the essential requirements of the RED on cybersecurity, if that radio equipment was or is placed on the EU market between 1 August 2025 and 10 December 2027, and was subject to any of those essential requirements.

Fn. 5: https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/14766-Cybersecurity-repeal-of-Delegated-Regulation-supplementing-the-Radio-Equipment-Directive_en

Vgl. FAQ 2.6.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Europäischer Gesundheitsdatenraum (EHDS)
FAQ 2.7.1Wie greifen der CRA und die Verordnung über den europäischen Gesundheitsdatenraum ineinander?Q
Die Verordnung über den europäischen Gesundheitsdatenraum (Verordnung (EU) 2025/327) stellt Anforderungen an Systeme für elektronische Patientenakten (EHR-Systeme), unter anderem an Interoperabilität und Protokollierung. Ein Produkt kann zugleich EHR-System und Produkt mit digitalen Elementen sein. Das kann zum Beispiel ein Computer oder eine Software sein, die ein Krankenhaus zum Speichern und Anzeigen von Patientenkurzakten beschafft.

What is the interplay between the CRA and the European Health Data Space Regulation?

The CRA and the European Health Data Space (EHDS) Regulation both provide rules for the making available on the market of products: the CRA provides for essential cybersecurity requirements for products with digital elements, while the EHDS Regulation provides, amongst other things, essential requirements, including interoperability and logging requirements, and further obligations to be complied with for Electronic Health Record (EHR) systems.

A product may be a product with a digital element within the meaning of the CRA and an EHR system within the meaning of the EHDS Regulation at the same time.

Example: A computer or a software that has been marketed and procured by a hospital designed for storing and viewing patient summaries while delivering healthcare services, could be a product with digital elements within the meaning of the CRA that is also an EHR system, within the meaning of the EHDS Regulation.

Vgl. FAQ 2.7.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 2.7.2Muss ein Produkt sowohl die Anforderungen des CRA als auch die der EHDS-Verordnung erfüllen?Q
Ja. Ein System für elektronische Patientenakten (EHR-System), das zugleich Produkt mit digitalen Elementen ist, muss den CRA und die Verordnung über den europäischen Gesundheitsdatenraum (Verordnung (EU) 2025/327) erfüllen. Die Erfüllung der einen genügt nicht für die andere. Die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken nach dem CRA kann aber Teil der Risikobewertung nach der Gesundheitsdatenraum-Verordnung sein. Praxistipp: Die Regel steht ab dem 26.03.2027 im CRA: Die Gesundheitsdatenraum-Verordnung ergänzt dann . Der Navigator zeigt die künftige Fassung am Artikel.

Should a product comply with both the CRA and EHDS Regulation requirements?

A product may be a product with digital elements within the meaning of the CRA and an EHR system within the meaning of the EHDS Regulation at the same time. In such cases, a product will need to comply with the requirements set out in both the CRA and the EHDS Regulation (Recital 112 EHDS Regulation). The cybersecurity requirements set out in the CRA and the EHDS Regulation are of such a nature that compliance with the requirements of either the CRA or the EHDS Regulation alone will not fully satisfy those of the other Regulation.

However, the CRA (Article 13(4) CRA) determines that for products with digital elements that are also EHR systems, the cybersecurity risk assessment required by the CRA may be part of the risk assessment required by the EHDS Regulation.

Vgl. FAQ 2.7.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 2.7.3Muss ein Hersteller die Konformitätsbewertung eines Produkts nach den Verfahren sowohl des CRA als auch der EHDS-Verordnung sicherstellen?Q
Nein. Für ein System für elektronische Patientenakten (EHR-System), das zugleich Produkt mit digitalen Elementen ist, genügt ein Verfahren: Für seine Cybersicherheit gilt die Konformitätsbewertung nach der Verordnung über den europäischen Gesundheitsdatenraum (Verordnung (EU) 2025/327) anstelle der nach dem CRA. Die Gesundheitsdatenraum-Verordnung sieht dieses Verfahren für die harmonisierten Softwarekomponenten von EHR-Systemen vor. Praxistipp: Die Regel steht ab dem 26.03.2027 im CRA: Die Gesundheitsdatenraum-Verordnung fügt dann ein. Der Navigator zeigt die künftige Fassung am Artikel.

Should a manufacturer ensure the assessment of conformity for a product through the procedures set out in both the CRA and EHDS Regulation?

Both the CRA and the EHDS Regulation provide for conformity assessment procedures for relevant products. In the case of the CRA this applies to products with digital elements, whereas under the EHDS Regulation this applies to the harmonised software components of EHR systems (as defined in Article 25(1) EHDS Regulation).

However, this does not mean that manufacturers need to ensure the assessment of conformity of the cybersecurity of a product through the procedures set out in both the CRA and the EHDS Regulation in cases where a product is a product with digital elements within the meaning of the CRA and an EHR system within the meaning of the EHDS Regulation at the same time. The CRA (Article 32(5a), which was introduced by the EHDS Regulation) determines that in such cases the conformity assessment procedure of the EHDS Regulation should apply instead of the procedure of the CRA.

Vgl. FAQ 2.7.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 2.7.4Muss der Hersteller für jeden Rechtsakt der Union eine gesonderte EU-Konformitätserklärung ausstellen?Q
Nein. Es wird eine einzige EU-Konformitätserklärung ausgestellt: Wie der CRA sieht auch die Verordnung über den europäischen Gesundheitsdatenraum (Verordnung (EU) 2025/327) für Systeme für elektronische Patientenakten eine gemeinsame Erklärung vor, die alle anwendbaren Rechtsakte nennt.

Should the manufacturer draw up separate EU declarations of conformity per Union legal act?

Concerning the drawing up of the EU declaration of conformity by the manufacturer, Article 39(2) of the EHDS Regulation provides for a single EU declaration of conformity to be drawn up in respect of all Union legal acts applicable to the EHR system. That EU declaration of conformity shall contain all the information required for the identification of the Union legal acts to which it relates. The CRA provides the same for products with digital elements in Article 28(3).

Vgl. FAQ 2.7.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei,
Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
FAQ 2.8.1Wie greifen der CRA und die Datenschutz-Grundverordnung ineinander?Q
Die Datenschutz-Grundverordnung (Verordnung (EU) 2016/679) regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten und verpflichtet Verantwortliche und Auftragsverarbeiter. Der CRA verpflichtet die Wirtschaftsakteure, die Produkte bereitstellen. Rechtlich überschneiden sich beide nicht, sie können sich aber ergänzen:
  • Anforderungen des CRA können auch personenbezogene Daten schützen, zum Beispiel Vertraulichkeit und Integrität der Daten, Datenminimierung, Secure by Default, Behandlung von Schwachstellen und Begrenzung der Folgen erheblicher Sicherheitsvorfälle.
  • Pflichten der DSGVO können die Cybersicherheit der Produkte stärken, zum Beispiel Datenminimierung, Integrität und Vertraulichkeit, Datenschutz durch Technikgestaltung, Sicherheit der Verarbeitung und Meldung von Datenschutzverletzungen.
Erfüllt der Hersteller den CRA, ändert das formal nichts an den Nachweisen, mit denen Verantwortliche und Auftragsverarbeiter die Einhaltung der DSGVO belegen. Beispiele sind Verhaltensregeln und Zertifizierungen.

What is the interplay between the CRA and the General Data Protection Regulation?

The CRA and the General Data Protection Regulation (GDPR) are of a different nature and there is no legal overlap. The CRA sets out obligations for economic operators making available products with digital elements on the market while the GDPR provides for rules, including obligations, for natural and legal persons acting as controllers or processors of personal data processing.

While of a different nature, these regulations may complement each other. The CRA provides for cybersecurity requirements for products with digital elements that may contribute to the protection of personal data of natural persons. These include amongst other things the confidentiality and integrity of personal and other data, data minimisation, a secure by default configuration as well as requirements relating to vulnerabilities handling and minimising the impact of significant incidents (Annex I). Similarly, the GDPR provides for requirements for personal data processing activities, such as data minimisation and data integrity and confidentiality principles (Article 5 GDPR), the obligation for data protection by design (Article 25 GDPR), data security (Article 32 GDPR), and the notification of personal data breaches (Article 33 GDPR), which may contribute to the cybersecurity of products with digital elements.

However, the manufacturer's compliance for a product with digital elements with the requirements of the CRA does not have any formal impact on the tools used by controllers or processors under the GDPR to demonstrate compliance of the processing of personal data with the GDPR (such as by means of codes of conduct (Article 40 GDPR) or certification schemes (Article 42 GDPR)).

Vgl. FAQ 2.8.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Datenverordnung (Data Act)
FAQ 2.9.1Wie greifen der CRA und die Datenverordnung ineinander?Q
Die Datenverordnung (Verordnung (EU) 2023/2854) regelt unter anderem, wie Produktdaten und Daten verbundener Dienste an andere weitergegeben werden. Im Grundsatz regelt sie etwas anderes als der CRA. In bestimmten Fällen kann ein Produkt aber unter beide fallen. Ein Beispiel ist ein smarter Kühlschrank, der für seine Funktion mit dem Internet verbunden ist und Daten zu seiner Nutzung übermitteln kann.

What is the interplay between the CRA and the Data Act?

The CRA and the Data Act (DA) are essentially of a different nature, with the former setting rules for the making available of products with digital elements on the market, while the latter lays down rules for (amongst other things) the making available of product data and related services data to other entities.

However, in certain cases the requirements of the CRA and the DA may be applicable to similar products. In certain cases, a product with digital elements within the meaning of the CRA may also be a connected product or a related service within the meaning of the DA.

For example, home appliances that contain hardware and software and can be connected to the internet for their functionality, such as a 'smart' refrigerator, may also collect data concerning their use and be able to communicate that product data via the Internet. In that sense, the smart refrigerator may be a product with digital elements within the meaning of the CRA and a connected product within the meaning of the DA at the same time.

Vgl. FAQ 2.9.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 2.9.2Wie berücksichtigen die Anforderungen an Produkte mit digitalen Elementen nach dem CRA die Pflichten nach der Datenverordnung, Nutzern oder Dritten Daten bereitzustellen?Q
Muss ein Hersteller nach der Datenverordnung (Verordnung (EU) 2023/2854) Nutzern oder Dritten Daten bereitstellen, gehören diese Pflichten in seine Bewertung der Cybersicherheitsrisiken nach dem CRA. Er sollte dabei beachten, dass die Datenverordnung dem Dateninhaber auch erlaubt, die Weitergabe in bestimmten Fällen einzuschränken oder zu verweigern. Das gilt zum Beispiel zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen oder aus Gründen der Sicherheit.

How do the requirements for products with digital elements under the CRA take account of the obligations to make data available to users or third parties under the Data Act?

The CRA determines inter alia that products with digital elements shall be made available on the market only where they meet certain cybersecurity requirements (Article 6). Manufacturers have to ensure that when placing products with digital elements on the market, they are designed, developed and produced in accordance with those requirements (Article 13). Manufacturers will have to carry out a risk assessment comprising an analysis of cybersecurity risks based on the intended purpose and reasonably foreseeable use of the product.

Where a product with digital elements within the meaning of the CRA may also be subject to the requirements of the DA to make data available to users or third parties (Articles 4 and 5 DA), the manufacturer will need to ensure that relevant requirements under the DA are also considered as part of the risk assessment. Manufacturers should keep in mind that while the DA obliges access to product and related service data to users and third parties, it also establishes measures for data holders to restrict or refuse data sharing in certain cases (e.g. using the so-called 'trade secret' and 'safety and security' handbrakes (Articles 4(8) and 5(11), and 4(2), DA respectively).

Vgl. FAQ 2.9.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 2.9.3Muss ein Hersteller seine Produkte umgestalten, um die Anforderungen der Datenverordnung und des CRA zu erfüllen?Q
Nein, nicht nach der Datenverordnung (Verordnung (EU) 2023/2854): Hersteller gestalten Produkte frei, solange sie die Pflichten zur Datenbereitstellung erfüllen. Für vor dem 11.12.2027 in Verkehr gebrachte Produkte gilt der CRA erst nach einer wesentlichen Änderung. Die Meldepflichten gelten für alle.

Should a manufacturer redesign their products to comply with the requirements of the DA and the CRA?

Under the DA, there is no strict (re)design product obligation. Rather, manufacturers remain free to design products as they see fit, as long as the obligations related to making data available are complied with.

Whilst the CRA is set to apply fully by 11 December 2027, products with digital elements placed on the market before that date are only subject to the CRA's cybersecurity requirements if, from that date, they are subject to a substantial modification (Article 69(2) CRA). Reporting obligations, e.g. for actively exploited vulnerabilities, apply for all products with digital elements (Article 14). See also 1.4 Does the CRA apply to products with digital elements placed on the market before 11 December 2027?

Vgl. FAQ 2.9.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 2
Artikel 2

Anwendungsbereich

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
(1)
Diese Verordnung gilt für auf dem Markt bereitgestellte Produkte mit digitalen Elementen, deren bestimmungsgemäßer Zweck oder vernünftigerweise vorhersehbare Verwendung eine direkte oder indirekte logische oder physische Datenverbindung mit einem Gerät oder Netz einschließt.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.012Prüfen, ob ein Produkt unter den CRA fälltalle WirtschaftsakteureS
Der Wirtschaftsakteur sollte für die Produkte, die er herstellt, einführt oder vertreibt, prüfen und festhalten, ob sie unter die Verordnung fallen und damit CRA-relevant sind. Dabei sollte er diese Fragen beantworten:
  1. Ist das Produkt Software oder enthält es Software? Eine Cloud- oder Serverfunktion, ohne die das Produkt nicht funktioniert, zählt dazu ( und CRA).
  2. Soll oder wird das Produkt Daten mit anderen Geräten oder Netzen austauschen?
  3. Stellt er es geschäftlich auf dem Markt bereit ( CRA)?
  4. Greift eine Ausnahme, zum Beispiel für Medizinprodukte, Kraftfahrzeuge, Zwei- und Dreiräder, Luftfahrtprodukte, Schiffsausrüstung, baugleiche Ersatzteile oder Produkte nur für nationale Sicherheit, Verteidigung oder Verschlusssachen ( bis CRA)?
ISO/IEC 27001ISMS-4.1 Verstehen der Organisation und ihres Kontextes
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
Adressatalle Wirtschaftsakteure
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 2.5DatenverbindungG
Unter den CRA fällt ein Produkt nur, wenn es Daten mit anderen Geräten oder Netzen austauschen kann. Dass es Elektronik enthält, genügt nicht. Eine Datenverbindung setzt voraus:
  1. Ein Sender verschickt gezielt Informationen in digitaler Form.
  2. Ein Empfänger kann sie als Daten lesen.
Ein Gerät, das nur ein- und ausgeschaltet oder mit Strom versorgt wird, tauscht keine Daten aus und fällt nicht unter den CRA. Auch ein Ein-Aus-Signal ist keine Datenverbindung, wenn es keine Daten darstellen soll oder kein digitaler Eingang es als Daten liest.

Data connection

26

Article 2(1) states that the CRA ‘applies to products with digital elements made available on the market, the intended purpose or reasonably foreseeable use of which includes a direct or indirect logical or physical data connection to a device or network’. The scope of the CRA is therefore anchored not in the mere presence of electronics, but in the capacity of a product with digital elements to exchange digital information.

27

While the terms ‘logical connection’ and ‘physical connection’ are defined in Article 3, the CRA does not define ‘data connection’ or ‘digital data’. It is therefore useful to set out an interpretation of what a data connection is, in order to clarify the boundary of the CRA’s scope. This boundary is particularly important to distinguish products with digital elements that merely use electrical signals from those that participate in digital communication and are therefore exposed to cybersecurity risks.

28

At its most basic level, a data connection involves transmitting information in binary form, i.e. as a sequence of 0s and 1s. Simply switching an output on and off (i.e. 0/1) does not by itself constitute a data connection if those states are not intended to represent data or are not read by a digital input. For a data connection to exist, the binary states must be deliberately encoded as information by a source and must be capable of being decoded as information at the destination. In other words, there must be a sender that deliberately generates digital symbols according to a defined scheme, and a receiver capable of interpreting those symbols as data. Where electrical or electronic signals are used solely to trigger or power a function, without conveying digitally encoded information, no data connection exists for the purposes of the CRA and therefore the product with digital elements does not fall within the scope of Article 2(1).

Vgl. Abschnitt 2.5 · Rn. 26–28 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 1.1Wann fällt ein Produkt mit digitalen Elementen in den Anwendungsbereich der Cyberresilienz-Verordnung?Q
Ein Produkt fällt unter den CRA, wenn drei Voraussetzungen zugleich zutreffen:
  1. Es ist ein Produkt mit digitalen Elementen.
  2. Es wird auf dem Markt bereitgestellt.
  3. Es verbindet sich laut Hersteller oder vernünftigerweise vorhersehbar direkt oder indirekt, über Software oder physisch, mit einem Gerät oder Netz.
Ausgenommen sind die Produkte, die bis nennen.

When is a product with digital elements in scope of the Cyber Resilience Act?

The CRA applies to "products with digital elements made available on the market, the intended purpose or reasonably foreseeable use of which includes a direct or indirect logical or physical data connection to a device or network" (Article 2(1)), with the exception of products with digital elements that are exempted from its scope, as set out in Article 2(2), 2(3) and 2(4).

Three cumulative elements help to understand if a product with digital elements is subject to the CRA:

  • Whether it meets the definition of a product with digital elements (see also entry 1.2 What is a product with digital elements? Are stand-alone software or firmware products with digital elements?);
  • Whether it is made available on the market;
  • Whether its intended purpose or reasonably foreseeable use include a direct or indirect logical or physical data connection to a device or network (see also 1.3 What is a direct or indirect logical or physical data connection to a device or network? and 4.1.4 What are intended purpose and reasonably foreseeable use, and how do they affect the cybersecurity risk assessment?).
Vgl. FAQ 1.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 1.3Was ist eine direkte oder indirekte logische oder physische Datenverbindung mit einem Gerät oder Netz?Q
Eine Datenverbindung hat ein Produkt, wenn es nach seiner Zweckbestimmung oder vernünftigerweise vorhersehbar mit anderen Geräten oder Netzen Daten austauscht. Nur dann fällt es unter den CRA. Die Verbindung kann physisch oder logisch sein und jeweils direkt oder indirekt; ein Produkt kann mehrere Verbindungen zugleich haben:
  • Physisch: Das Produkt hängt per Kabel oder Funk an einem anderen Gerät oder Netz. Per Kabel verbunden sind zum Beispiel ein Drucker per USB am Laptop, ein PC per Ethernet am Router oder ein Glasfaser-Router am Netz des Providers. Dazu zählt auch ein Sensor, der per Feldbus (PROFIBUS) an der Steuerung hängt. Per Funk verbunden sind zum Beispiel ein Kassenterminal im WLAN des Geschäfts, ein Headset per Bluetooth am Smartphone oder ein Türschloss mit NFC-Tag.
  • Logisch: Die Verbindung läuft über Software, zum Beispiel über Netzwerk-Sockets, Pipes, Dateien oder Programmierschnittstellen (APIs). Direkt ist sie, wenn das Produkt die Kommunikation selbst einleitet, wie ein Browser, der eine Website aufruft, oder ein E-Mail-Programm, das Mails abholt und sendet.
  • Indirekt: Das Produkt stellt selbst keine Verbindung her, läuft aber als Teil eines Systems, das verbunden ist. Beispiele sind ein Offline-Texteditor oder eine Taschenrechner-App auf einem vernetzten Laptop.
Nicht erfasst sind Geräte, die zwar Software enthalten, deren Daten aber im Gerät bleiben. Die Kommission nennt:
  • Geschirrspüler: Die Firmware steuert die Spülprogramme. Eine Verbindung zu anderen Geräten oder Netzen gibt es nicht.
  • Taschenrechner: Die Firmware rechnet, das Gerät tauscht keine Daten aus.
  • Elektronikspielzeug: Die Firmware spielt gespeicherte Licht- und Toneffekte ab, ohne Verbindung nach außen.
  • Kaffeemaschine: Brühzeit und Stärke stellt man am Bedienfeld ein. Das Gerät verbindet sich mit nichts.
  • Elektrische Zahnbürste mit kabelloser Ladestation: Sie wird kabellos geladen, verbindet sich aber mit keinem anderen Gerät.
Das sind Produkte mit digitalen Elementen, aber nicht vernetzt. Die Firmware solcher Geräte kann unter den CRA fallen, wenn sie getrennt vom Gerät angeboten wird.

What is a direct or indirect logical or physical data connection to a device or network?

A physical connection is defined as "a connection between electronic information systems or components implemented using physical means, including through electrical, optical or mechanical interfaces, wires or radio waves" (Article 3(9)).

A logical connection is defined as "a virtual representation of a data connection implemented through a software interface" (Article 3(8)).

An indirect connection is defined as "a connection to a device or network, which does not take place directly but rather as part of a larger system that is directly connectable to such device or network" (Article 3(10)).

Under certain conditions, all products with digital elements integrated in or connected to a larger electronic information system can serve as an attack vector for malicious actors. As a result, even hardware and software considered to be less critical can facilitate the initial compromise of a device or network, enabling malicious actors to gain privileged access to a system or to move laterally across systems. Manufacturers should therefore ensure that all products with digital elements are designed and developed in accordance with the essential cybersecurity requirements laid down in this Regulation. That obligation relates to both products that can be connected physically via hardware interfaces and products that are connected logically, such as via network sockets, pipes, files, application programming interfaces or any other types of software interface. As cyber threats can propagate through various products with digital elements before reaching a certain target, for example by chaining together multiple vulnerability exploits, manufacturers should also ensure the cybersecurity of products with digital elements that are only indirectly connected to other devices or networks ().

A physical connection can be direct, for example, when a product with digital elements connects via a USB cable (e.g. a printer connecting to a laptop); via an Ethernet cable (e.g. a PC connecting to a router); via a fibre optic cable (e.g. a fibre-optic router connecting to the internet service provider's network) or a copper cable (e.g. an industrial fieldbus such as PROFIBUS connecting a sensor to a programmable logic controller); via radio waves, such as via Wi-Fi (e.g. a point-of-sale (POS) terminal that connects to a shop's network), Bluetooth (e.g. a Bluetooth headset connecting to a smartphone), near-field communication technology (e.g. a door lock connecting to an NFC tag).

A logical connection can be direct, for example, when a product with digital elements initiates or manages communication with other devices or networks (e.g. a browser establishing an HTTPS session to access a website, or an email client initiating an IMAP or SMTP exchange); or it can be indirect, when a product with digital elements does not itself initiate the communication but runs on a host system that does (e.g. an offline text editor or a calculator that are indirectly connected via the operating system).

Products with digital elements can simultaneously have more than one form of data connection to other devices or networks.

On the other hand, a product with digital elements does not have a direct or indirect data connection when its intended purpose or reasonably foreseeable use do not include such connection to other devices or networks. Some examples of products that would not fall in scope of the CRA include:

  • a dishwasher with embedded firmware controlling dishwashing cycles, but with no capability to connect to other devices or networks;
  • a basic calculator with embedded firmware performing arithmetic operations, but with no capability to connect to other devices or networks;
  • an electronic toy with embedded firmware playing pre-recorded light and sound effects, but with no capability to connect to other devices or networks;
  • a coffee machine with embedded firmware that sets brew times or coffee strength via a control panel, but with no capability to connect to other devices or networks
  • an electric toothbrush with a wireless charging station, but with no capability to connect to other devices or networks. [Fn. 2]

Fn. 2: Firmware referred to in these examples may, however, fall in scope of the CRA when placed on the market separately.

Vgl. FAQ 1.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 1.5Fallen Produkte, die ausschließlich für den Eigenbedarf hergestellt werden, in den Anwendungsbereich des CRA?Q
Nein. Ein Produkt, das nur für den eigenen Gebrauch hergestellt wird, fällt nicht unter den CRA: Es wird nicht in Verkehr gebracht. Das gilt zum Beispiel für Entwicklungs- und Konfigurationswerkzeuge, die ein Hersteller für sich selbst baut, solange er sie nicht als eigene Produkte in Verkehr bringt.

Are products that are manufacturer only for one's own use in scope of the CRA?

"Placing on the market is considered not to take place where a product is manufactured for one's own use" (The 'Blue Guide' on the implementation of EU product rules 2022 [Fn. 3], section 2.3).

The CRA applies when a product with digital elements is placed on the market (and subsequent instances of making that product available). The Blue Guide on the implementation of EU product rules 2022 (henceforth, the Blue Guide) clarifies that placing on the market is not considered to take place when a product is manufactured for one's own use. [Fn. 4]

For example, development and configuration tools developed by the manufacturer of a product with digital elements for its own use are not in scope of the CRA, unless they are placed on the market as separate products.

Fn. 3: Commission notice - The 'Blue Guide' on the implementation of EU product rules 2022 (2022/C 247/01), https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=OJ:C:2022:247:FULL

Fn. 4: This is not the case where Union harmonisation legislation covers products manufactured for own use in its scope. The CRA, however, does not cover products manufactured for own use in its scope.

Vgl. FAQ 1.5 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
(2)
Diese Verordnung gilt nicht für Produkte mit digitalen Elementen, auf die folgende Rechtsakte der Union Anwendung finden:
Kommissions-FAQ
FAQ 1.9Gibt es Produkte mit digitalen Elementen, die unter andere Rechtsvorschriften der Union fallen und vom CRA ausgenommen sind?Q
Ja. Vom CRA ausgenommen sind Produkte, für die einer dieser Rechtsakte gilt:

Are there products with digital elements covered by other Union legislation that are exempted from the CRA?

The CRA does not apply to products with digital elements:

  • to which Regulation (EU) 2017/745 on medical devices and Regulation (EU) 2017/746 on in vitro diagnostic medical devices apply;
  • to which Regulation (EU) 2019/2144 on type-approval requirements for motor vehicles and their trailers, and systems, components and separate technical units intended for such vehicles, as regards their general safety and the protection of vehicle occupants and vulnerable road users applies;
  • certified in accordance with Regulation (EU) 2018/1139 on common rules in the field of civil aviation and establishing a European Union Aviation Safety Agency; see also section 2.1 Regulation (EU) 2018/1139 on common rules in the field of civil aviation_._

The CRA also does not apply to equipment that falls within the scope of Directive 2014/90/EU on marine equipment; see also section 2.2 Directive (EU) 2014/90 on marine equipment_._

Delegated Regulation (EU) 2025/1535 also excludes from the application of the CRA products with digital elements that fall within the scope of Regulation (EU) No 168/2013 on the approval and market surveillance of two- or three-wheel vehicles and quadricycles, with the exception of L1e category vehicles designed to pedal.

Vgl. FAQ 1.9 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 9.3.1Kfz-Typgenehmigungsverordnung und Typgenehmigung für Zwei- und Dreiräder (L-Fahrzeuge)G
Fahrzeuge im Anwendungsbereich der EU-Typgenehmigungsvorschriften sind vom CRA ausgenommen. Ihre Komponenten sind es nur, wenn sie ausschließlich für den Einbau in solche Fahrzeuge bestimmt und geeignet sind. Das betrifft Pkw, Busse, Lkw und Anhänger nach der Kfz-Typgenehmigungsverordnung (Verordnung (EU) 2019/2144). Ebenso betrifft es Zwei- und Dreiräder und Leichtfahrzeuge (L-Fahrzeuge) nach der Typgenehmigung für Zwei- und Dreiräder (Verordnung (EU) Nr. 168/2013). Die Ausnahme für L-Fahrzeuge regelt die Delegierte Verordnung (EU) 2025/1535. Ob der Komponentenhersteller direkt an den Fahrzeughersteller liefert oder an einen anderen Akteur der Automobil-Lieferkette, spielt keine Rolle. Generische Komponenten, die sich auch in andere Produkte einbauen lassen, fallen unter den CRA. Maßgeblich sind die objektiven Umstände der Bereitstellung: Eignung und Vertriebsweg. Ist eine Komponente nicht nur für Fahrzeuge geeignet und wird im Einzelhandel oder in Onlineshops für jedermann angeboten, fällt sie unter den CRA. Die Angabe zum Verwendungszweck zählt dann nicht. Vertrieb nur an die Automobil-Lieferkette spricht für die Ausnahme.

Regulation (EU) 2019/2144 and Regulation (EU) No 168/2013

241

Point (c) of Article 2(2) of the CRA establishes that the Regulation does not apply to products with digital elements to which Regulation (EU) 2019/2144 applies. Regulation (EU) 2019/2144 applies to ‘vehicles of categories M, N and O, as defined in Article 4 of Regulation (EU) 2018/858, and to systems, components and separate technical units designed and constructed for such vehicles’.

242

Similarly, products with digital elements falling within the scope of Regulation (EU) No 168/2013 have been excluded from the scope of the CRA by Commission Delegated Regulation (EU) 2025/1535. Regulation (EU) 168/2013 applies to L- category vehicles and ‘to systems, components and separate technical units, as well as parts and equipment, designed and constructed for such vehicles’ (Article 2(1)).

243

Vehicles to which those Regulations apply are not subject to the CRA. Furthermore, additional clarifications are necessary as regards the scope of the exemption for systems, components, separate technical units, parts and equipment (for the sake of this section, ‘components’) designed and constructed for such vehicles that are deemed to be products with digital elements within the meaning of the CRA.

244

It is considered that such components are not subject to the CRA, provided that they are exclusively designed and constructed for integration into vehicles covered by Regulations (EU) 2019/2144 and No 168/2013. This is the case regardless of whether the manufacturer of that component sells it directly to the vehicle manufacturer or to another economic operator in the automotive supply chain, as long as the component is clearly intended and suitable only for ultimate integration within those vehicles.

245

By contrast, a manufacturer that sells generic components that are products with digital elements that can be integrated into different types of products, and not exclusively into vehicles covered by those Regulations, is subject to the CRA.

246

The assessment of whether a component is placed on the market within the meaning of the CRA must be based on the objective conditions under which it is made available. Where a manufacturer offers a component that is not exclusively suitable for ultimate integration within those vehicles through distribution channels that are open to customers outside the automotive supply chain, such as general retail outlets or online sales channels accepting orders from the general public, that component falls within the scope of the CRA, irrespective of any statements concerning its intended use. In such circumstances, the component cannot be considered as being designed and constructed exclusively for integration into vehicles covered by Regulations (EU) 2019/2144 and No 168/2013, and the manufacturer is required to comply with the CRA. By contrast, the use of restricted, business-to-business distribution channels limited to the automotive supply chain may indicate that it is designed and constructed exclusively for such integration.

Vgl. Abschnitt 9.3.1 · Rn. 241–246 · C(2026) 5252
(3)
Diese Verordnung gilt nicht für Produkte mit digitalen Elementen, die nach der Verordnung (EU) 2018/1139 zertifiziert worden sind.
Kommissions-FAQ
FAQ 2.1.1Fallen Produkte im Anwendungsbereich der EASA-Grundverordnung (Zivilluftfahrt) auch unter den CRA?Q
Nein, wenn sie nach der Verordnung über gemeinsame Vorschriften für die Zivilluftfahrt (Verordnung (EU) 2018/1139) zertifiziert sind. Diese Verordnung stellt für Luftfahrtprodukte eigene Anforderungen an die Informationssicherheit und verlangt dafür eine Zertifizierung durch die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA). Das betrifft zum Beispiel zertifizierte Luftfahrzeuge und zugehörige Erzeugnisse. Produkte, die zwar von der Zivilluftfahrt-Verordnung erfasst, aber nicht nach ihr zertifiziert sind, können unter den CRA fallen. Das betrifft zum Beispiel Drohnen der offenen Kategorie, zu der die meisten Freizeitdrohnen und gewerblichen Drohnen mit geringem Risiko gehören. Auch nicht zertifizierte Komponenten, die in ein zertifiziertes Luftfahrzeug eingebaut werden sollen, können unter den CRA fallen. Voraussetzung ist, dass sie Produkte mit digitalen Elementen sind und auf dem Markt bereitgestellt werden.

Are products falling within the scope of Regulation (EU) 2018/1139 also covered by the CRA?

Both the CRA and Regulation (EU) 2018/1139 (also known as the 'EASA Basic Regulation') establish rules for placing products on the market. The CRA applies to products with digital elements, while the EASA Basic Regulation applies to aeronautical products, parts, and equipment (including software).

The EASA Basic Regulation sets out essential requirements, including those for protection against information security threats, and mandates EASA certification of civil aircraft and related products in accordance with Implementing Regulation (EU) 748/2012, Part 21.

Since 2020, the European Union Aviation Safety Agency (EASA) has explicitly integrated information security aspects into its certification rules by amending several Certification Specifications and issuing new guidance.

On that basis, Article 2(3) of the CRA exempts products certified under Regulation (EU) 2018/1139 from its applicability.

However, products that fall within scope of Regulation (EU) 2018/1139 but that are not certified under that Regulation, such as drones in the open category (the majority of leisure drone activities and low-risk commercial activities), may be covered by the CRA (if they are products with digital elements and are made available on the market).

Also, where components are intended for integration into products certified under Regulation (EU) 2018/1139 but those components are not certified under that Regulation, those components may be covered by the CRA (if they are products with digital elements and made available on the market).

Vgl. FAQ 2.1.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
(4)
Diese Verordnung gilt nicht für Geräte, die in den Anwendungsbereich der Richtlinie 2014/90/EU des Europäischen Parlaments und des Rates (36) fallen.
Kommissions-FAQ
FAQ 2.2.1Fallen Produkte im Anwendungsbereich der Schiffsausrüstungsrichtlinie auch unter den CRA?Q
Nein. Schiffsausrüstung, für die die Schiffsausrüstungsrichtlinie (Richtlinie 2014/90/EU) gilt, fällt nicht unter den CRA. Welche Ausrüstung das ist, steht in der EU-Liste der Schiffsausrüstung (Durchführungsverordnung (EU) 2026/1434). Komponenten dafür, die selbst nicht unter die Richtlinie fallen, können unter den CRA fallen, wenn sie auf dem Markt bereitgestellt werden. Praxistipp: Die Liste wird regelmäßig neu gefasst. Maßgeblich ist jetzt die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1434. Die FAQ nennt noch die Vorgängerin, die inzwischen aufgehobene Durchführungsverordnung (EU) 2025/1533.

Are products falling within the scope of Directive (EU) 2014/90 also covered by the CRA?

The CRA and Directive (EU) 2014/90 both provide for rules for making available on the market certain products: for products with digital elements, and for marine equipment, respectively.

According to Article 2(4), the CRA does not apply to equipment that falls within the scope of Directive (EU) 2014/90.

Equipment that falls within the scope of Directive (EU) 2014/90 is listed in the annex to Commission Implementing Regulation (EU) 2025/1533 as regards design, construction and performance requirements and testing standards for marine equipment.

However, where components are intended for integration into equipment within the scope of Directive (EU) 2014/90 but those components do not fall within the scope of that Directive, those components may be covered by the CRA (if they are products with digital elements and made available on the market).

Vgl. FAQ 2.2.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
(5)
Die Anwendung dieser Verordnung auf Produkte mit digitalen Elementen, die unter andere Rechtsvorschriften der Union mit Anforderungen für alle oder einige der von den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in abgedeckten Risiken fallen, kann eingeschränkt oder ausgeschlossen werden, wenn
a)
eine solche Einschränkung oder ein solcher Ausschluss mit dem für diese Produkte geltenden allgemeinen Rechtsrahmen vereinbar ist und
b)
mit den sektorspezifischen Vorschriften dasselbe Schutzniveau erreicht wird, wie es diese Verordnung gewährleistet, oder ein höheres.
Der Kommission wird die Befugnis übertragen, gemäß zur Ergänzung dieser Verordnung delegierte Rechtsakte zu erlassen, in denen sie die Notwendigkeit einer solchen Einschränkung oder eines solchen Ausschlusses feststellt und gegebenenfalls die betreffenden Produkte und Vorschriften sowie den Umfang der Einschränkung festlegt.
(6)
Diese Verordnung gilt nicht für Ersatzteile, die auf dem Markt bereitgestellt werden, um identische Komponenten in Produkten mit digitalen Elementen zu ersetzen, und die nach denselben Spezifikationen hergestellt werden wie die Bauteile, die sie ersetzen sollen.
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 4.2ErsatzteileG
Ein Ersatzteil ist vom CRA ausgenommen, wenn drei Bedingungen zutreffen:
  1. Es gleicht dem Originalteil in Funktion und Sicherheitseigenschaften.
  2. Es wird eigens zur Reparatur oder Wartung geliefert, erkennbar zum Beispiel an Bestellung oder Kundendienst. Belege hält der Hersteller für die Marktüberwachung bereit.
  3. Das reparierte Gerät kam vor dem 11.12.2027 oder CRA-konform auf den Markt.
Ob ein Teil identisch ist, entscheidet der Einzelfall. Anderer Chipsatz oder neue Firmware schaden nicht, solange Funktion, Protokolle und Sicherheitsmechanismen gleich bleiben. Andere Algorithmen, Protokolle, Zugangskontrollen, Kryptografie oder neuer Secure Boot können das ausschließen. Die Ausnahme deckt auch eine ganze Steuerung (SPS). Ein nicht identisches Ersatzteil ist ein eigenes Produkt und muss den CRA erfüllen. Was wegen des Altgeräts oder technisch nicht erfüllbar ist, bildet der Hersteller in der Risikobewertung ab und gleicht es aus. Grenzen, Risiken und Maßnahmen stehen in technischer Dokumentation und Nutzerinformation. Ein leistungsfähigeres Ersatzteil ist für sich keine wesentliche Änderung.

Spare parts

96

Article 2(6) of the CRA establishes that spare parts intended to replace identical components and manufactured according to the same specifications as those components are not subject to the CRA. further states that the exemption covers both spare parts for products with digital elements made available before the CRA entered into application, and spare parts that have already undergone a conformity assessment procedure as laid down in the Regulation.

97

The exemption in Article 2(6) of the CRA should be understood as applying only where the spare part is specifically supplied to repair or extend the durability of a product with digital elements already placed on the market (before or after 11 December 2027). Where a product with digital elements is supplied as a standalone product, without any connection to the maintenance or repair of a pre-existing product with digital elements, it is placed on the market within the meaning of the CRA and should not be considered a spare part falling within the scope of Article 2(6). The maintenance or repair purpose should be apparent from the context of the supply, for example through identification of the product with digital elements or product family in the order or commercial offer, or through supply via after-sales or service channels. Supporting evidence to that effect should also be kept available to market surveillance authorities. The fact that a product with digital elements could technically be used to replace a component is not, in itself, sufficient to bring it within the scope of the exemption in the absence of such elements.

98

Accordingly, where a spare part is identical to a component already included in a product with digital elements either placed on the market before the CRA’s date of application or that has been placed on the market in compliance with the CRA, that spare part is not itself subject to the CRA.

99

The assessment of whether a spare part should be considered identical to a component should focus on its functional role in the product with digital elements and the characteristics that may be relevant to cybersecurity. While a case-by-case assessment is always needed, differences that do not affect the security characteristics or the cybersecurity risk profile of the component do not, in themselves, prevent that spare part from falling within the scope of Article 2(6) of the CRA.

100

By contrast, differences in characteristics relevant to the cybersecurity of the component, such as algorithms, protocols, cryptographic mechanisms, access control features or other security-relevant characteristics, may mean that the new part cannot be considered identical to the component it is intended to replace.

101

Where a spare part is not identical to the original component, that spare part constitutes a product with digital elements in its own right and is therefore subject to the CRA. In such cases, compliance with the essential requirements must be assessed in light of the replacement component’s intended purpose. Of particular relevance is the replacement component’s function of ensuring compatibility or interoperability with an existing product with digital elements, including where that product is a product with digital elements placed on the market before the CRA entered into application. Where certain essential requirements cannot reasonably be met due to that intended purpose or technical constraints, the manufacturer must reflect this in the cybersecurity risk assessment and implement appropriate alternative or compensatory risk-mitigation measures, in order not to undermine the security of the product with digital elements. As also discussed in Section 2.6 Complex systems , both the technical documentation and the information and instructions to the user play a key role in transparently describing the identified constraints, the associated cybersecurity risks and the risk-mitigation measures implemented. As explained in Section 4.1 Physical repairs , replacing defective parts or worn items by parts that perform better does not in itself trigger a substantial modification of the repaired product with digital elements.

Example 36: A manufacturer has placed connected controllers on the EU market. In one case, the controller was placed on the market in 2026, before the date of application of the CRA. In another case, the controller was placed on the market in 2028, in compliance with the CRA. In 2028, a digital communication module in both types of controllers fails. The manufacturer supplies as a spare part a replacement module that is identical and manufactured according to the same specifications as the original. In both cases, the replacement module falls within the scope of the exemption in Article 2(6). The spare part is not itself subject to the CRA, even though it is a product with digital elements, because it replaces an identical component in a product with digital elements. The repair does not constitute a substantial modification of the product with digital elements.

Example 37: A manufacturer placed a connected industrial controller on the EU market in 2026, before the date of application of the CRA. In 2028, a communication chip in that controller fails. As the manufacturer no longer manufactures that chip, it supplies as a spare part a newer chip with equivalent functionality, but with a different cryptographic implementation and updated secure boot mechanism, in order to maintain compatibility and continued operation. In this case, the replacement chip cannot be considered identical, as the differences in the cryptographic implementation and secure boot mechanism affect the chip’s cybersecurity properties. It therefore does not benefit from the exemption in Article 2(6) and constitutes a product with digital elements subject to the CRA. Compliance of the replacement part must be assessed in light of its intended purpose, including its role in ensuring interoperability with the product with digital elements placed on the market before the CRA entered into application.

Example 38: A manufacturer places on the market a smart building controller in 2028 in compliance with the CRA. In 2029, the wireless module in that controller fails. As the manufacturer no longer manufactures that module, it supplies as a spare part a new module that performs the same function using the same communication protocols and security mechanisms, but is based on a different chipset and has updated firmware that does not alter characteristics that may be relevant to cybersecurity. In this case, the replacement module can be considered identical. The module therefore benefits from the exemption in Article 2(6) and is not subject to the CRA.

102

The exemption for spare parts applies regardless of whether the spare part replaces a component within a product with digital elements or whether it replaces a complete product with digital elements that itself forms part of a larger product, including where that larger product with digital elements is composed of several integrated components, provided that the replacement part is specifically supplied as a spare part, as explained in the preceding paragraphs.

Example 39: In 2027, a manufacturer places on the market an industrial automation system that incorporates a programmable logic controller (PLC) as one of its components. In 2031, the PLC’s central processing unit (CPU) fails. The manufacturer offers two repair options: (i) the supply of a replacement CPU unit, which can be considered identical to the CPU originally installed; or (ii) the supply of a complete replacement PLC, which can be considered identical to the PLC originally installed. In each case, the replacement is supplied through the manufacturer’s after- sales service channel as a spare part, and the industrial automation system for which the replacement is intended is clearly identified. In both cases, the replacement falls within the scope of the exemption in Article 2(6), whether the replacement concerns a component within the PLC, or the PLC as a whole.

Vgl. Abschnitt 4.2 · Rn. 96–102 · C(2026) 5252
(7)
Diese Verordnung gilt nicht für Produkte mit digitalen Elementen, die ausschließlich für Zwecke der nationalen Sicherheit oder für Verteidigungszwecke entwickelt oder geändert wurden, und auch nicht für Produkte, die speziell für die Verarbeitung von Verschlusssachen konzipiert sind.
Kommissions-FAQ
FAQ 1.8Sind Produkte, die für Zwecke der nationalen Sicherheit oder der Verteidigung verwendet werden sollen, vom CRA ausgenommen?Q
Nein, außer sie werden ausschließlich für Zwecke der nationalen Sicherheit oder der Verteidigung entwickelt oder geändert. Ebenso ausgenommen sind Produkte, die speziell für die Verarbeitung von Verschlusssachen konzipiert sind. Dual-Use-Produkte mit zivilem und militärischem Einsatz fallen deshalb unter den CRA, wenn sie auf dem Markt bereitgestellt werden. Das gilt nicht, wenn sie ausschließlich für diese Zwecke geändert werden. Mitgliedstaaten dürfen an CRA-Produkte zusätzliche Cybersicherheitsanforderungen stellen. Das gilt für die Beschaffung oder Nutzung zu bestimmten Zwecken, auch für nationale Sicherheit oder Verteidigung. Voraussetzung ist, dass die Anforderungen mit dem Unionsrecht vereinbar und für diese Zwecke notwendig und verhältnismäßig sind.

Are products meant to be used for national security or defence purposes excluded from the CRA?

The CRA "does not apply to products with digital elements developed or modified exclusively for national security or defence purposes or to products specifically designed to process classified information" (Article 2.7).

If a product with digital elements is not specifically and exclusively developed or modified for national security or defence purposes, or not specifically designed to process classified information, it falls under the scope of the CRA. So-called "dual-use" products that have both civilian and defence applications are therefore subject to the CRA when made available on the market, unless they are modified exclusively for national security or defence purposes.

Member States may subject products with digital elements that are in scope of the CRA to additional cybersecurity requirements for their procurement or use for specific purposes, provided that such requirements are consistent with Member States' obligations laid down in Union law and that they are necessary and proportionate for the achievement of those purposes, as foreseen by Article 5(1).

Vgl. FAQ 1.8 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(8)
Die in dieser Verordnung festgelegten Verpflichtungen umfassen nicht die Bereitstellung von Informationen, deren Offenlegung wesentlichen Interessen der Mitgliedstaaten im Bereich der nationalen Sicherheit, der öffentlichen Sicherheit oder der Verteidigung zuwiderlaufen würde.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 3
Artikel 3

Begriffsbestimmungen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
Für die Zwecke dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck
1.
„Produkt mit digitalen Elementen“ ein Software- oder Hardwareprodukt und dessen Datenfernverarbeitungslösungen, einschließlich Software- oder Hardwarekomponenten, die getrennt in den Verkehr gebracht werden;
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 2.2Software als Produkt mit digitalen ElementenG
Software ist nur dann selbst ein Produkt nach dem CRA, wenn sie beim Nutzer ankommt und in seiner IT läuft: auf Gerät, Server oder anderem System des Nutzers. Egal ist, ob sie heruntergeladen, installiert oder auf Datenträger geliefert wird. Software, die beim Anbieter läuft und die der Nutzer nur aufruft, ist ein Dienst, kein Produkt. Produkte mit digitalen Elementen sind zum Beispiel:
  • Mobile App: Der Nutzer lädt sie aus dem App Store und installiert sie auf seinem Smartphone.
  • Desktop-Anwendung auf Webtechnik: Sie ist mit Webtechnologien gebaut, wird aber zur lokalen Installation ausgeliefert. Entscheidend ist, wo sie läuft, nicht womit sie gebaut ist.
  • Lokal installierter Client einer Webanwendung: Er läuft auf dem Gerät des Nutzers. Braucht er für seine Funktionen eine Verarbeitung beim Anbieter, gehört diese als Datenfernverarbeitung zum Produkt.
  • Browsererweiterung: Sie wird geliefert und läuft im Browser des Nutzers.
  • Hardware: IoT-Geräte, Laptops und Tablets mit eingebetteter Software, integrierte Schaltkreise und Hauptplatinen, auch getrennt gelieferte Hardware und Software für gemeinsamen Betrieb.
Unter den CRA fallen sie, wenn alle drei Bedingungen zutreffen:
  1. Sie kommen im Rahmen einer Geschäftstätigkeit auf den Markt.
  2. Eine Datenverbindung zu Geräten oder Netzen ist vorgesehen.
  3. Keine Ausnahme greift.
Kein Produkt sind zum Beispiel:
  • Webanwendung im Browser: Der Nutzer greift nur über den Browser zu, die Software läuft beim Anbieter. Das gilt auch für Progressive Web Apps.
  • Website mit Informationen: Sie stellt nur Inhalte dar. Dass Teile davon im Browser des Nutzers laufen, macht sie nicht zum Produkt.
Webanwendungen und Websites fallen nur dann unter den CRA, wenn ein Produkt sie für seine Funktionen braucht. Dann sind sie als Datenfernverarbeitung Teil dieses Produkts.

Software as a product with digital elements

17

Article 3(1) of the CRA defines a product with digital elements as ‘a software or hardware product and its remote data processing solutions, including software or hardware components being placed on the market separately’. Such products with digital elements fall within the scope of the CRA where their intended purpose or reasonably foreseeable use includes a direct or indirect logical or physical data connection to a device or network.

18

The CRA therefore can cover a range of products with digital elements, including: (i) standalone software, such as apps and computer programs, whether digitally or physically distributed; (ii) hardware with embedded software (e.g. Internet-of-Things devices, laptops, tablets); (iii) standalone hardware (e.g. integrated circuits, motherboards); and (iv) any combination of hardware and software supplied separately but intended to operate together.

19

Standalone software therefore falls in scope of the CRA where it is placed on the market as a product with digital elements. It is helpful to distinguish between software products with digital elements that are subject to the CRA and the remote provision of services that do not fall in scope of the CRA.

20

For software to fall within the scope of the CRA, a software product with digital elements must be provided to a user, obtained by that user and operated on, or as part of, an electronic information system on the user’s side. Software that is downloaded, installed or otherwise supplied to the user and that executes on the user’s electronic information system meets these criteria, including for example where it takes the form of a browser extension or an application developed using web technologies but supplied for local execution.

21

By contrast, software that executes remotely and is merely accessed by the user is not, on that basis alone, a product with digital elements. and of the CRA, in fact, draw this distinction, by explaining that processing or storage at a distance is subject to the CRA only to the extent that it is necessary for a product with digital elements to perform its functions (i.e. through the concept of remote data processing as defined in Article 3(2)), and not themselves as products with digital elements. This is typically the case for web applications, including progressive web apps, where they are accessed exclusively through a web browser. The same applies to websites: whilst websites may, to a limited extent, technically run and execute on the user’s device, it follows from of the CRA that websites are not themselves to be considered as products with digital elements, and fall within the scope of the CRA only where they support the functionality of a product with digital elements, i.e. to the extent that they qualify as remote data processing (as further explained in Section 8 and notably 8.1.2 Would the absence of such data processing prevent the product with digital elements from performing one of its functions?).

Example 3: a mobile application that a user downloads from an app store and installs on their smartphone is supplied to the user and executes on the user’s device and is therefore a product with digital elements. Where it is placed on the market in the course of a commercial activity, it may fall within the scope of the CRA.

Example 4: a desktop application built using web technologies but packaged for local installation is supplied to the user and executes on the user's device, and is therefore a product with digital elements. Where it is placed on the market in the course of a commercial activity, it may fall within the scope of the CRA.

Example 5: a web application accessed by the user exclusively through a web browser is not a product with digital elements. Unless it supports the functionality of a product with digital elements, it does not fall within the scope of the CRA. By contrast, an application supplied to the user as a locally installed client that executes on the user's device is a product with digital elements. Where it is placed on the market in the course of a commercial activity, it may fall within the scope of the CRA. If that client relies, in order to perform one or more of its functions, on data processing at a distance which meets the definition of remote data processing, that data processing at a distance is also part of the product with digital elements.

Example 6: a website that merely presents information to its visitors and does not support the functionality of a product with digital elements is not itself a product with digital elements. It therefore does not fall within the scope of the CRA.

Vgl. Abschnitt 2.2 · Rn. 17–21 · C(2026) 5252
Guidance 2.4Kombination von Hardware und Software, die ein Produkt mit digitalen Elementen bildenG
Zum Produkt gehört auch die Software des Herstellers, ohne die die Hardware ihre Funktionen nicht erfüllt. Sie gilt mit dem Gerät als in Verkehr gebracht, auch wenn sie getrennt kommt, zum Beispiel über einen App Store oder einen Download-Link.
  • Netzwerkdrucker: Ohne die Treiber von der Hersteller-Website druckt er nicht und lässt sich nicht konfigurieren.
  • Fitness-Wearable: Ohne die App aus dem App Store zeigt es keine Messwerte an und lässt sich nicht einrichten.
Praxistipp: Apps oder Erweiterungen, die der Nutzer selbst nachinstalliert, gehören nicht zum Produkt. Ist das Nachinstallieren vorgesehen oder absehbar, gehören ihre Risiken aber in die Risikobewertung, und die Schnittstellen dafür sind Teil des Produkts (BSI TR-03183-1, Kapitel 4.2).

Combination of hardware and software forming a product with digital elements

25

Whether software forms part of a product with digital elements should be determined not by how or when that software is delivered to the user, but by whether, in light of the product’s intended purpose and reasonably foreseeable use, the software is necessary for the product with digital elements to perform its intended functions. Where a hardware product with digital elements is designed to work together with a specific software provided by the same manufacturer in order to perform its functions, the hardware and that software together constitute the product with digital elements. Software that is necessary to operate, configure, control or use a product with digital elements in accordance with its intended purpose is therefore part of the product with digital elements, even if it is obtained through a separate channel (e.g. an app store, a download link or another digital channel after the hardware product with digital elements has been placed on the market). Its placing on the market thus occurs at the same point in time as units of the hardware products with digital elements are placed on the market.

Example 8: A network printer is placed on the market as a hardware product with digital elements, while the software drivers required to send print jobs, configure the device and manage its operation are made available for download from the manufacturer’s website. Although the printer and the drivers are supplied through different channels, they together constitute a single product with digital elements, because the printer cannot fulfil its intended purpose without the drivers.

Example 9: A fitness wearable is placed on the market to measure a user’s heart rate and activity, while a smartphone application provided by the manufacturer is required to display the measurements, show history and allow configuration of the device. Although the application is downloaded separately through an app store, the wearable and the application together constitute a single product with digital elements, because they are designed and intended to operate together to deliver the functionality of the product with digital elements.

Vgl. Abschnitt 2.4 · Rn. 25 · C(2026) 5252
Guidance 2.6Komplexe SystemeG
Ein komplexes System aus vielen Hardware- und Softwareteilen ist ein Produkt mit digitalen Elementen, wenn es als eines in Verkehr gebracht wird. Ältere Komponenten, Altverträge oder etablierte Standards nehmen es nicht aus. Manche Anforderung lässt sich deshalb nicht erfüllen, zum Beispiel wegen vorgeschriebener Interoperabilität oder wenn sie den Betrieb stören würde. Dann legt der Hersteller die Einschränkung in technischer Dokumentation und Nutzerinformationen offen. Er bewertet das Risiko und mindert es anders. Im Supportzeitraum behebt oder verringert er die Einschränkung, sobald möglich. Das kann jedes Produkt betreffen.
  • Älteres Netzwerkprotokoll: Es ist erlaubt, soweit Bestandssysteme es verlangen und die Risiken anders gemindert sind. Ist beides technisch machbar, ist das sichere Protokoll voreingestellt.
  • Vor dem CRA gekaufte Mikrocontroller: Der Einbau ist zulässig, wenn die Risikobewertung keine besonderen Risiken ergibt und das System als Ganzes die Anforderungen erfüllt.

Complex systems

29

Products with digital elements within the scope of the CRA may consist not only of single devices or software components, but also of complex systems, including systems composed of multiple hardware and software elements that operate together to perform a certain function. Where such a system is placed on the market as a single product with digital elements, it constitutes a product with digital elements within the meaning of the CRA.

30

Such complex systems are often characterised by long design and development cycles, with contracts that may have been signed before the CRA applies, extended operational lifetimes and a high degree of technical and organisational complexity. Such systems, to be placed on the market after the CRA enters into application, may rely on components placed on the market before the CRA entered into application, on established architectures or on widely used interoperability standards, including standards referred to in other EU legislation or sector-specific frameworks. As a result, certain technical characteristics of those systems may be difficult or disproportionate to modify without affecting their intended purpose, safety, reliability or interoperability with existing infrastructure.

31

These characteristics do not in themselves exclude complex systems from the CRA’s scope. Rather, they illustrate the application of the CRA’s risk-based approach, which allows compliance to be demonstrated in different ways depending on the characteristics and constraints of the product with digital elements, in accordance with Article 13(3) of the CRA. Those characteristics form part of its intended purpose and operating context and are therefore relevant when assessing compliance with the essential cybersecurity requirements (the ‘essential requirements’). In particular, explicitly recognises that certain essential requirements may not be fully compatible with the nature of a product with digital elements. For example, this may be the case where compliance would undermine mandatory interoperability requirements or the system’s proper functioning.

32

Accordingly, manufacturers are required to address cybersecurity risks on the basis of the cybersecurity risk assessment referred to in Article 13(2). As also explained in , in some cases, specific essential requirements are not applicable or cannot be fulfilled via the implementation of state-of-the-art security measures due to, for example, the system’s intended purpose, which requires the product with digital elements to interact with existing dependencies or to follow certain interoperability requirements. In such cases, manufacturers should identify and document those specific constraints, assess the associated risks, and implement appropriate alternative or compensatory risk-mitigation measures, so as to not undermine the security of the product with digital elements. For these purposes, both the technical documentation referred to in Article 31 and the information and instructions to the user referred to in Annex II play a key role in transparently describing the identified constraints, the associated cybersecurity risks and the risk- mitigation measures implemented. In accordance with the obligation to keep the risk assessment updated during the support period, manufacturers should also periodically reassess whether such constraints continue to exist. Where such constraints can be lifted or reduced over time, manufacturers should update the product with digital elements accordingly so that it can move towards an appropriate level of cybersecurity 10 .

Example 10: A manufacturer places on the market a product with digital elements that communicates with external systems using a network protocol. As part of the application of the essential requirements, the manufacturer determines, on the basis of the cybersecurity risk assessment, that the use of a secure communication protocol is necessary to ensure the confidentiality and integrity of data exchanged by the product with digital elements. However, its intended purpose includes interoperability with existing systems that only support an older or less secure protocol. In such cases, the manufacturer may implement that protocol where this is necessary to achieve interoperability, provided that the associated cybersecurity risks are identified and mitigated through other means. Where it is technically feasible for the product with digital elements to support both the secure protocol and the less secure protocol, the manufacturer is expected to implement the secure protocol and to enable its use by default. The less secure protocol would be allowed only where required for interoperability.

Example 11: A manufacturer of an industrial automation system purchases some microcontrollers before the CRA enters into application. The manufacturer undertakes the cybersecurity risk assessment for its industrial automation system to be placed on the market after the CRA enters into application. On the basis of that cybersecurity risk assessment, the manufacturer does not identify specific cybersecurity risks associated with using one of those microcontrollers. The manufacturer integrates it into its industrial automation system and ensures that the product with digital elements as a whole (the industrial automation system) meets the essential requirements.

Fn. 10 It should be noted that the considerations laid down in this paragraph may be applicable, as appropriate, to all products with digital elements in scope of the CRA, and not just ‘complex systems’.

Vgl. Abschnitt 2.6 · Rn. 29–32 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 1.2Was ist ein Produkt mit digitalen Elementen? Sind eigenständige Software oder Firmware Produkte mit digitalen Elementen?Q
Ja, auch Software allein ist ein Produkt mit digitalen Elementen, Firmware dann, wenn sie separat in Verkehr gebracht wird. Zum Produkt gehört die Datenfernverarbeitung, die es für seine Funktionen braucht. Typische Formen:
  • Stand-alone-Software zum Download, zum Beispiel Apps oder Programme,
  • Firmware und Software zum Einbau in Hardware, wenn sie separat in Verkehr gebracht wird,
  • mitgelieferte Software, vorinstalliert oder nicht, zum Beispiel Treiber, ohne die ein Drucker nicht funktioniert, das Betriebssystem eines Laptops oder die Werkzeuge, mit denen FPGAs entworfen und programmiert werden,
  • Hardware vom Chip, der Hauptplatine oder dem Sensor über Verbrauchergeräte wie Smartphones, Laptops oder smarte Kühlschränke bis zu Industrie-IoT-Geräten und Maschinen.
Websites, die keine Produktfunktion unterstützen, und SaaS- oder Cloud-Dienste, die außerhalb der Verantwortung eines Herstellers entwickelt wurden, sind keine Produkte mit digitalen Elementen. Unter den CRA fallen sie nur, soweit sie als Datenfernverarbeitung eine Funktion eines Produkts ermöglichen.

What is a product with digital elements? Are stand-alone software or firmware products with digital elements?

A product with digital elements is defined as "a software or hardware product and its remote data processing solutions, including software or hardware components being placed on the market separately" (Article 3(1)).

Remote data processing is defined as "data processing at a distance for which the software is designed and developed by the manufacturer, or under the responsibility of the manufacturer, and the absence of which would prevent the product with digital elements from performing one of its functions" (Article 3(2)).

Software is defined as "the part of an electronic information system which consists of computer code" (Article 3(4)).

Hardware is defined as "a physical electronic information system, or parts thereof capable of processing, storing or transmitting digital data" (Article 3(5)).

Electronic information system is defined as "a system, including electrical or electronic equipment, capable of processing, storing or transmitting digital data" (Article 3(7)).

A product with digital elements can take many forms, for example:

  • Standalone software that can be downloaded and installed on a device, e.g. a mobile app that can be downloaded via an app store, or a program that can be downloaded via a website;
  • Software intended for integration into an electronic information system, when placed separately on the market, e.g. firmware or software meant to be embedded into hardware devices;
  • Software that is placed on the market together with a hardware product, whether pre-loaded on the hardware or not, e.g. the drivers that are necessary for a printer to work properly, the operating system in a laptop, or the tools used to design and program FPGAs;
  • Various types of hardware, such as more foundational components (e.g. integrated circuits, motherboards; sensors); consumer devices (e.g. smartphones, laptops, smart fridges); complex devices (e.g. industrial IoT devices, machinery).

A product with digital elements also includes its remote data processing solutions.

As stated in , websites that do not support the functionality of a product with digital elements are not themselves products with digital elements. Websites that support the functionality of a product with digital elements may fall in scope of the CRA to the extent that they meet the definition of remote data processing (Article 3(2)).

Similarly, services, such as standalone Software-as-a-Service (SaaS) or other cloud solutions designed and developed outside the responsibility of a manufacturer of a product with digital elements are not themselves products with digital elements. Where, on the other hand, such services meet the definition of remote data processing, they fall within the scope of the CRA.

The concept of remote data processing will be part of separate guidance.

Vgl. FAQ 1.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
2.
„Datenfernverarbeitung“ entfernt stattfindende Datenverarbeitung, für die eine Software vom Hersteller selbst oder unter dessen Verantwortung konzipiert und entwickelt wird und ohne die das Produkt mit digitalen Elementen eine seiner Funktionen nicht erfüllen könnte;
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 8DatenfernverarbeitungG
Ein Produkt ist nicht nur das Gerät oder die App beim Kunden. Dazu gehört auch die Software im Backend, die das Produkt für seine Funktionen braucht und die der Hersteller selbst oder unter seiner Verantwortung entwickelt hat (Datenfernverarbeitung, Remote Data Processing Solution). Für diesen Teil gelten dieselben Pflichten wie für das Gerät: Risikobewertung, grundlegende Anforderungen und Meldepflichten. Die gesamte IT des Herstellers erfasst der CRA nicht. Nicht dazu gehören zum Beispiel:
  • Hardware: Zum Produkt zählt die Software des Backends, nicht die Hardware, auf der sie läuft.
  • Interne Systeme des Herstellers: Personalverwaltung, Gehaltsabrechnung, CRM, CI/CD-Pipelines und die Verteilung von Sicherheitsupdates an Edge-Standorte sind keine Datenfernverarbeitung.
  • Audit- und Testsysteme: Penetrationstests, Threat Hunting und Red Teaming liegen außerhalb des Produkts. Dass regelmäßige Sicherheitstests selbst eine grundlegende Anforderung sind, ändert daran nichts.
Cloud-Dienste als solche regelt die NIS-2-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2022/2555).

Remote data processing

178

Article 3(1) of the CRA defines a product with digital elements as ‘a software or hardware product and its remote data processing solutions, including software or hardware components being placed on the market separately’. In this light, the manufacturer must consider the product with digital elements as a whole, including its remote data processing solutions (RDPS). For instance, when demonstrating that the product with digital elements complies with the essential requirements laid out in Annex I, RDPS must be taken into account, starting with the risk assessment (Article 13(2)). The same is valid when considering lifecycle obligations, such as reporting of actively exploited vulnerabilities and severe incidents (Article 14).

179

The purpose of this guidance is to provide further support to manufacturers in determining whether their product with digital elements has RDPS as defined in the CRA and how to fulfil their compliance obligations in this regard. After an initial analysis of the definitions and recitals laid down in the CRA, this guidance will provide questions to guide manufacturers in clarifying if their product with digital elements includes RDPS (see Section 8.1 What is considered a remote data processing solution for a product with digital elements? ). Subsequently, it will elaborate on the technical implications of RDPS and how to assess compliance with the CRA (see Section 8.2 Practical and technical implications of remote data processing solutions and reliance on third-party solutions ).

180

In fact, Article 3(2) defines the concept of ‘remote data processing’ as ‘data processing at a distance for which the software is designed and developed by the manufacturer, or under the responsibility of the manufacturer, and the absence of which would prevent the product with digital elements from performing one of its functions’. RDPS is therefore defined as the software elements (‘the part of an electronic information system which consists of computer code’, as defined in Article 3(4)) of data processing at a distance. It is not meant to include, as part of the scope of the product with digital elements, the hardware that remote data processing may rely upon.

181

and give further explanations on how this concept should be interpreted. clarifies that the goal of covering remote data processing solution is that ‘products are adequately secured in their entirety by their manufacturers, irrespective of whether data is processed or stored locally on the user’s device or remotely by the manufacturer’. It also states that ‘requirements concerning the remote data processing solutions falling within the scope of this Regulation do therefore not entail technical, operational or organisational measures aiming to manage the risks posed to the security of a manufacturer’s network and information systems as a whole.’

182

Therefore, it results from that the intent is not for the CRA requirements to cover the whole IT infrastructure of an organisation, but only software components that allow for the execution of the data processing solution. For example, internal systems relating to the manufacturer’s own human resources, payrolls, customer relationship management, continuous integration/continuous delivery (CI/CD) pipelines, the distribution of security updates to edge locations, should not be considered as RDPS. Likewise, systems linked to auditing and testing activities, such as penetration testing, threat hunting and red teaming are outside the scope of a product with digital elements as covered by the CRA. It is important to note that while applying effective and regular tests and reviews of the security of the product with digital elements is an essential requirement laid down in point (3) of Part II of Annex I to the CRA, this does not mean that such activities are to be considered RDPS for the product with digital elements.

183

focuses on cloud services and elaborates on the circumstances under which cloud services might be considered RDPS. The recital concludes by recalling that cloud computing services and cloud service models fall within the scope of Directive (EU) 2022/2555 (NIS 2) 28 , which establishes cybersecurity risk-management requirements for cloud computing service providers. Those requirements are further specified by Commission Implementing Regulation (EU) 2024/2690 29 .

Vgl. Abschnitt 8 · Rn. 178–183 · C(2026) 5252
Guidance 8.1Wann liegt Datenfernverarbeitung vor?G
Backend-Software gehört als Datenfernverarbeitung zum Produkt, wenn drei Kriterien zusammen erfüllt sind:
  1. Remote: Die Verarbeitung läuft typischerweise außerhalb der Umgebung des Nutzers. Ob sie remote ist, prüft der Hersteller im Einzelfall.
  2. Funktionsrelevant: Das Produkt braucht sie für eine seiner Funktionen, auch für unterstützende.
  3. Eigenentwicklung: Der Hersteller hat die Software selbst entwickelt oder nach seinen Vorgaben entwickeln lassen.
Fehlt nur die Eigenentwicklung, behandelt der Hersteller die Lösung wie eine Drittkomponente. Er bewertet die Risiken der Integration und begegnet ihnen mit den wesentlichen Anforderungen am Produkt selbst. Wo relevant, kann er dafür Sicherheitsfunktionen des Cloud-Anbieters nutzen (Shared Responsibility). Er übt Due Diligence aus, verhältnismäßig zum Risiko für das Produkt. Braucht das Produkt die Verarbeitung nicht, ist sie keine Datenfernverarbeitung. Ihre Risiken soll der Hersteller trotzdem in der Risikobewertung bewerten und, wo nötig, am Produkt mindern. Betreibt ein Dritter die Lösung des Herstellers, bleibt dieser verantwortlich. Zur Datenfernverarbeitung kann zum Beispiel gehören, wenn die übrigen Kriterien erfüllt sind:
  • Cloud, Edge oder eigene Server: Remote ist die Cloud-Funktion hinter einer App. Remote ist ebenso eine Verarbeitung am Edge oder On-Premises beim Hersteller, angebunden per Ethernet, WLAN oder Bluetooth.
  • Unterstützende Funktionen: Befehle an ein Gerät, Dateisynchronisation, Onboarding, Konfiguration, automatische Updates und Patches, Identitäts- und Zugriffsverwaltung.
  • Glühbirne per App: Die Fernsteuerung zählt, auch wenn sie sich von Hand schalten lässt.
  • Authentifizierungsportal: Die Website stellt Anmeldedaten oder Token aus, die das Produkt für den Betrieb braucht.
  • Eigene Software auf IaaS oder PaaS: Sie ist Entwicklung des Herstellers, auch wenn Infrastruktur oder Plattform gemietet sind.
Nicht dazu gehört zum Beispiel:
  • Telemetrie nur für Statistik oder künftige Produktentwicklung: Ohne sie fehlt dem Produkt keine Funktion.
  • Informations-Website: Infos und Anleitungen zum Produkt reichen nicht, auch wenn das Produkt dorthin weiterleitet.
  • Fertige SaaS-Anwendung eines Drittanbieters: Sie ist auch leicht angepasst keine Eigenentwicklung. Der Hersteller behandelt sie wie eine Drittkomponente, soweit sie die Sicherheit des Produkts beeinflusst. Dasselbe gilt für den Hypervisor bei IaaS und das Betriebssystem bei PaaS.

What is considered a remote data processing solution for a product with digital elements?

184

The definition of remote data processing laid down in Article 3(2), thus, relies on three elements: (i) whether data processing is ‘at a distance’; (ii) whether the absence of such data processing would prevent the product with digital elements from performing one of its functions; and (iii) whether the software is designed and developed by the manufacturer, or under its responsibility. The next three subsections address each of these elements in more detail.

8.1.1 The notion of ‘at a distance’

185

The notion of ‘at a distance’ referred to in Article 3(2) is relevant but not sufficient to determine whether a product with digital elements includes RDPS. Furthermore, given the variety of solutions that might fall under this concept, it is not possible to provide an exhaustive definition of ‘at a distance’. A case-by-case assessment by the manufacturer is needed.

186

of the CRA mentions data processed or stored ‘remotely by the manufacturer’ as opposed to data processed or stored ‘locally on the user’s device’. Remote data processing typically takes place outside the user environment of a product with digital elements or an organisation’s operational environment (for a professional user). This, however, does not prevent processing from also taking place close to the device (‘at the edge’). The transmission of data may be wired (e.g. ethernet cable) or wireless (e.g. Wi-Fi, Bluetooth). Cloud computing, including edge computing, is a typical example of data processing taking place ‘at a distance’. For instance, in the case of a cloud-based function accessed by the user from a mobile application, part of the data processing takes place on the cloud, outside of the user’s environment.

187

It is important to note that RDPS are not necessarily operated on third-party cloud infrastructure. Remote data processing running on local servers on the manufacturer’s premises can also constitute RDPS. In other words, a solution run on- premises and on a private cloud is just as likely to qualify as RDPS as a solution run on a public cloud and off-premises.

188

The two decisive and cumulative questions that determine whether data processing is covered by CRA as remote data processing solution are set out below, in Sections 8.1.2 and 8.2 . If both questions are answered in the affirmative, the remote data processing qualifies as RDPS.

Fn. 28 Directive (EU) 2022/2555 of the European Parliament and of the Council of 14 December 2022 on measures for a high common level of cybersecurity across the Union, amending Regulation (EU) No 910/2014 and Directive (EU) 2018/1972, and repealing Directive (EU) 2016/1148 (NIS 2 Directive), OJ L 333, 27.12.2022, p. 80, ELI: http://data.europa.eu/eli/dir/2022/2555/2022-12-27 . 29 Commission Implementing Regulation (EU) 2024/2690 of 17 October 2024 laying down rules for the application of Directive (EU) 2022/2555 as regards technical and methodological requirements of cybersecurity risk-management measures and further specification of the cases in which an incident is considered to be significant with regard to DNS service providers, TLD name registries, cloud computing service providers, data centre service providers, content delivery network providers, managed service providers, managed security service providers, providers of online market places, of online search engines and of social networking services platforms, and trust service providers, OJ L, 2024/2690, 18.10.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg_impl/2024/2690/oj .

8.1.2 Would the absence of such data processing prevent the product with digital elements from performing one of its functions?

189

As laid down in the definition of ‘remote data processing’ included in Article 3(2), for data processing at a distance to qualify as an RDPS, its absence would need to prevent the product with digital elements from performing one of its functions. The notion of ‘functions’ included in this definition is not limited to the ‘core functionality’ or ‘intended purpose’ of the product with digital elements, as the CRA does not impose such a limitation. The functions within the scope of the CRA are both functions that directly fulfil the intended purpose of the product with digital elements as experienced by users and functions that support the product’s overall performance.

190

Examples of functions where data processing at a distance may happen and that would prevent a product with digital elements from performing one of its functions would include: (i) sending commands to a device; (ii) synchronising files; (iii) onboarding the user; (iv) configuration (personalisation of the product with digital elements); (v) automated distribution of updates, including feature update and security patching; (vi) identity and access management.

191

In some cases, the user can use a function both remotely and manually (e.g. switching a light bulb with an app or manually). Having this option does not exclude qualification as RDPS of the data processing associated with the remote performance of the function. Performing this function remotely is also considered part of the functions the product with digital elements offers.

192

By contrast, where the absence of a certain data processing does not prevent the product with digital elements from performing one of its functions, such processing is not considered as an RDPS within the meaning of the CRA. This includes, for example, remote analysis of telemetry data collected purely for statistical purposes or future product development.

193

Nevertheless, even when data processing does not support a function of a product with digital elements, manufacturers may need to consider if those remote components introduce risks to the product with digital elements as part of their cybersecurity risk assessment (e.g. in light of the product’s operational environment), and mitigate such risks accordingly (e.g. through product-level mitigations).

194

Websites are a specific case that deserves further clarification, as also explained in Section 2.1 Placing on the market . Websites are not within the scope of RDPS if they do not support a function of a product with digital elements, as explained in of the CRA. It is not sufficient for a website to contain information about a product with digital elements to be considered within the scope of RDPS, even if the product redirects to such website. For example, redirecting users to an external webpage that provides information and instructions to users is not an RDPS. By contrast, a website may be within the scope of RDPS if it enables or supports a function of a product with digital elements. For example, an authentication portal that issues credentials or tokens required for the product with digital elements to operate would be considered RDPS (provided that the other criteria of the definition are also met).

8.1.3 Has the software been designed and developed by the manufacturer, or under its responsibility?

195

The definition of ‘remote data processing’ of Article 3(2) of the CRA further specifies that the software of such data processing at a distance needs to be designed and developed by the manufacturer, or under its responsibility. Remote data processing entirely developed and designed by the manufacturer (in-house) would naturally qualify as RDPS. This would also be the case if manufacturers rely on an external service provider for the development and design of a solution (i.e. ‘under its responsibility’). The phrase ‘under the responsibility of the manufacturer’ refers to remote processing solutions that are tailor-made for the manufacturer. These are cases where the manufacturer is not merely licensing an existing product with digital elements or service that a service provider offers to its customers or slightly modified versions thereof. ‘[U]nder the responsibility of the manufacturer’ entails that the software is built solely by or on behalf of the manufacturer, based on designs and specifications provided by it.

196

In understanding RDPS, the notion of ‘who operates the solution’ is not a decisive factor, as the CRA definition only refers to the design and development of the RDPS. This is consistent with the CRA approach whereby requirements and obligations are on manufacturers, and not on the operation of the product with digital elements. If manufacturers design and develop solutions, which are then operated by a third party, they remain responsible for compliance with the CRA’s essential requirements for the product with digital elements that they place on the market.

197

It is necessary to differentiate between the cases where design and development are done by manufacturers (or under their responsibility) and cases of reliance on third- party solutions not designed and developed by manufacturers (or under their responsibility). As an example, it is helpful to consider the most common cloud service models that provide different degrees of user control and that are also cited in of the CRA, namely Software as a Service (SaaS), Platform as a Service (PaaS) and Infrastructure as a Service (IaaS).

198

In the case of a third-party IaaS solution, the manufacturer does not manage or control the underlying physical and virtual resources (such as the underlying hardware and the cloud service provider’s hypervisor), but is able to deploy and run arbitrary software using such resources, such as operating systems and applications. Such software is designed and developed by the manufacturer, or under its responsibility, and may therefore qualify as RDPS (if it fulfils the other elements of the definition).

199

In the case of a third-party PaaS solution, the manufacturer deploys its own (created or acquired) application using programming languages and execution environments provided by the cloud service provider and integrates the application into its product with digital elements. The manufacturer has control over the application and possibly over configuration settings for the execution environment. The application is therefore designed and developed by the manufacturer, or under its responsibility, and may therefore qualify as RDPS (if it fulfils the other elements of the definition).

200

In the case of a third-party SaaS solution, the SaaS provider offers the manufacturer a fully developed application to be integrated into the manufacturer’s product with digital elements. The manufacturer has limited ability to manage user-specific application configuration settings. The application is therefore not designed and developed by the manufacturer, or under its responsibility.

201

Nonetheless, where certain elements do not qualify as RDPS (e.g. the hypervisor in the case of a third-party IaaS infrastructure, the operating system in the case of a third-party PaaS solution, or the third-party SaaS application) but are integrated into the product with digital elements in a manner that affects its security, such solutions should be considered similar to third-party components. The manufacturer is required to identify and assess risks linked to the integration of those elements and to address them by implementing the essential requirements on the product with digital elements itself. This can, where relevant, be supported by the security functions made available by the cloud service provider through its shared responsibility model, where the manufacturer uses or configures those functions to address the identified risks. Additionally, the manufacturer is expected to exercise a similar obligation to the obligation to perform due diligence referred to in Article 13(5) related to the security of these components, in a manner that is proportionate to the risk that the remote solution poses to the security of the product with digital elements.

202

Therefore, it can be summarised that:

a. For data processing to qualify as RDPS, the answer to both questions posed in

Sections 8.1.2 Would the absence of such data processing prevent the product with digital elements from performing one of its functions? and 8.1.3 Has the software been designed and developed by the manufacturer, or under its responsibility? needs to be affirmative.

b. If the answer to the question in Section 8.1.2 Would the absence of such data processing prevent the product with digital elements from performing one of its functions? is negative, manufacturers should assess the risks stemming from the existence of such data processing as part of their risk assessment.

c. If the answer to the question in Section 8.1.2 Would the absence of such data processing prevent the product with digital elements from performing one of its functions? is affirmative but the answer to the question in 8.1.3 Has the software been designed and developed by the manufacturer, or under its responsibility? is negative, manufacturers should treat the third-party solution as a component. As part of the risk assessment, manufacturers should assess the risks stemming from the integration of such solution and mitigate them accordingly. Additionally, manufacturers should exercise due diligence.

Figure 9: Stylised flowchart to determine if a product with digital elements contains RDPS

Vgl. Abschnitt 8.1–8.1.3 · Rn. 184–202 · C(2026) 5252
Guidance 8.2Praktische und technische Auswirkungen von Datenfernverarbeitungslösungen und des Rückgriffs auf Lösungen DritterG
Hat ein Produkt ein eigenes Backend (Datenfernverarbeitung) oder nutzt es Cloud-Dienste Dritter, beschreibt der Hersteller das in der technischen Dokumentation und behandelt die Risiken im Produkt. Dient ein Backend mehreren Produkten, steht es in jeder Dokumentation, die Unterlagen dürfen wiederverwendet werden. Zur Datenfernverarbeitung zählen nur die Softwaremodule für Produktfunktionen und ihre Schnittstellen. Nachgelagerte Backend-Systeme ohne direkten Kontakt zum Produkt gehören nicht dazu, ihre Risiken aber in die Risikobewertung, ebenso die der Produktumgebung wie der zugrunde liegenden Hardware. Die Sicherheitsmaßnahmen der Anbieter überprüft der Hersteller (Due Diligence), wo passend gestützt auf ihr Shared Responsibility Model. Wiederverwenden lassen sich unter anderem Belege, dass der Anbieter diese Vorgaben erfüllt:Sicherheitszusagen in Service-Level-Vereinbarungen (SLAs) können helfen, auch zum Umgang mit Schwachstellen. Ändert der Anbieter seinen Dienst erheblich, ist das keine wesentliche Änderung des Produkts. Die Kommission empfiehlt, sich vom Anbieter über Änderungen informieren zu lassen. Danach muss der Hersteller gegebenenfalls die Risikobewertung überarbeiten. Sie soll klären, ob der Anbieter noch ausreichende Sicherheitsgarantien bietet und ob die Kontrollen im Produkt noch genügen. Unter Umständen muss der Hersteller die Kontrollen ändern oder den Anbieter wechseln.

Practical and technical implications of remote data processing solutions and reliance on third-party solutions

203

The CRA follows a risk-based approach, which is enshrined in Article 13(2) and (3), as well as in the first essential requirement of Part I of Annex I, whereby ‘products with digital elements shall be designed, developed and produced in such a way that they ensure an appropriate level of cybersecurity based on the risks’. Consequently, a risk-based approach should be considered when applying the CRA requirements to the RDPS and the treatment of risks stemming from third-party services integrated into the product with digital elements.

204

First, manufacturers should (i) indicate in the technical documentation that their product with digital elements has RDPS or relies on third-party remote solutions and (ii) describe such solutions. If the same RDPS supports several products with digital elements, the RDPS needs to be declared in each product’s technical documentation. The documentation concerning RDPS serving several products with digital elements may be re-used from one product conformity assessment to another.

205

As indicated in , the RDPS that are part of the product with digital elements and therefore subject to the product’s conformity assessment should be limited to those software modules that are responsible for the functionality of the product with digital elements, and to the interfaces those modules use with external services. Further back-end systems that carry out subsequent processing, and with which the product with digital elements does not directly interact, are not considered RDPS.

206

Nonetheless, those back-end systems remain external dependencies that must be assessed as part of the cybersecurity risk assessment and mitigated through product-level measures. In fact, the risk assessment performed by the manufacturer should consider: (i) risks related to RDPS; (ii) risks related to reliance on third-party remote solutions (similar to third-party components); and (iii) risks related to the product environment (e.g. underlying hardware). Manufacturers should implement security controls on the product with digital elements itself to mitigate those risks.

207

Furthermore, as part of the conformity assessment and/or the fulfilment of due diligence obligations related to third-party remote services, the following non- exhaustive list of assurance artefacts can be re-used in support of the manufacturer’s assessment:

a. evidence of fulfilment of obligations under Commission Implementing Regulation (EU) 2024/2690;

b. evidence of fulfilment of obligations under Regulation (EU) 2022/2554 (DORA);

c. statement of conformity or certificate obtained under a European cybersecurity certification scheme (adopted under Regulation (EU) 2019/881 ─ the Cybersecurity Act);

d. evidence of conformity with ISO/IEC 27017:2015 or ISO/IEC 27001:2022.

208

Finally, in their interactions with third-party remote service providers, manufacturers need to implement the most appropriate security measures based on their risk assessment (and, where appropriate, supported by the provider’s shared responsibility model). Those mitigation measures should include security controls for their products with digital elements and the verification of security measures provided by the third-party providers themselves (due diligence). A tool to mitigate such risks can be to embed security guarantees in their service level agreements (SLAs) with third-party providers, including assurances that providers adequately handle vulnerabilities. A major change in the solutions provided by the third-party remote services providers should not qualify as a substantial modification of the product with digital elements, as these elements are not under the manufacturer’s responsibility. However, as part of their due diligence obligations and to correctly mitigate risks stemming from the use of third-party providers, manufacturers are encouraged to ensure that their third-party cloud service providers keep them adequately informed about changes they implement on their solutions. Based on such information, manufacturers may need to revise their risk assessment. The updated risk assessment should consider whether the third-party service providers still provide sufficient guarantees in terms of cybersecurity and whether the product- level security controls are still adequate. In some cases, manufacturers may need to modify such controls or change third-party service providers.

Vgl. Abschnitt 8.2 · Rn. 203–208 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Guidance 8.3Anwendungsfälle für DatenfernverarbeitungG
Ob Backend-Software als Datenfernverarbeitung zum Produkt gehört, hängt an drei Kriterien:
  1. Die Verarbeitung läuft remote.
  2. Das Produkt braucht sie für eine seiner Funktionen.
  3. Der Hersteller hat die Software selbst entwickelt oder entwickeln lassen.
Die Beispiele der Kommission:
  • Mobile-Banking-App: Das selbst entwickelte Backend ist Datenfernverarbeitung. Kontoverwaltung, Buchungssystem, Abwicklung und Clearing dahinter sind es nicht, die App spricht nicht direkt mit ihnen. Ihre Risiken behandelt der Hersteller trotzdem, zum Beispiel falsche Ergebnisse aus einem kompromittierten Buchungssystem, mit starker Authentifizierung, Integritätsschutz und Prüfung der Antworten.
  • Support-Chat der Banking-App (SaaS): keine Datenfernverarbeitung, sondern eine Drittkomponente. Gegen einen Angreifer, der sich im Chat als Bank ausgibt, helfen ein vom Kernbanking getrennter Chat und geprüfte Inhalte.
  • Smartes Thermostat: Das eigene Backend für Steuerung und Nutzervorlieben auf gemieteter Cloud-Infrastruktur (IaaS) ist Datenfernverarbeitung. Die Cloud-Abhängigkeit gehört in technische Dokumentation und Risikobewertung. Der Hersteller prüft die Maßnahmen des Anbieters, zum Beispiel über Nachweise nach der NIS-2-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2022/2555), oder sichert die Infrastruktur selbst ab, oder beides.
  • Industrieroboter: ebenso. Das Backend berechnet aus Kamerabildern den Greifbefehl, ohne es nimmt der Roboter keine Teile auf.
  • E-Reader mit zugekauftem Cloud-Speicher (SaaS): keine Datenfernverarbeitung, aber eine Drittkomponente. Der Hersteller sichert die Anbindung mit Authentifizierung und Verschlüsselung und wählt den Anbieter mit Due Diligence aus.
  • Mobilfunknetz: keine Datenfernverarbeitung, nur Übertragungsweg, ebenso Ethernet, Router oder WLAN. Due Diligence gegenüber dem Netzbetreiber ist nicht nötig.
Praxistipp für Finanzunternehmen: Der Chat-Anbieter der Banking-App ist zugleich IKT-Drittdienstleister nach DORA (Verordnung (EU) 2022/2554). Es bietet sich an, die Due Diligence nach CRA mit der Prüfung nach DORA in einem Verfahren zu verbinden.

Use cases for remote data processing solutions

In order to provide additional practical guidance for manufacturers, this section introduces a series of fictional use cases, describing archetypal products with digital elements that rely on remote data processing and illustrating whether such processing qualifies as remote data processing solutions within the meaning of the CRA.

8.3.1 Mobile banking application

A financial entity places a mobile banking application on the market. The app’s back-end systems support, among others, authentication, authorisation, account management, and payments. The financial entity uses a hybrid strategy relying on in-house infrastructure as well as third-party remote solutions to support the app’s functionalities. These include:

Self-hosted infrastructure developed by the financial entity:

  • The customer opens the mobile banking application and is authenticated through the banking interface, a self-hosted solution developed by the financial entity that receives the app’s requests and returns the corresponding responses. The banking interface verifies the customer’s identity by querying the account management system and grants access to the application.
  • The customer initiates a transfer via the app. The app transmits the instruction to the banking interface, which submits a corresponding request to the ledger system.
  • The account-management system and ledger system, both self-hosted but logically segregated from the banking interface, record the transaction.
  • The ledger system returns the transaction status to the banking interface, which presents the result to the customer.

Implications for RDPS:

  • The banking interface is necessary for the app to perform its functions, namely authenticating the customer, submitting the customer's instructions, including payment and transfer instructions, and returning the resulting status. The banking interface is designed and developed under the responsibility of the manufacturer. As the answer to both questions presented in earlier sections is affirmative, the banking interface is to be considered an RDPS. It must therefore be included in the cybersecurity risk assessment and in the implementation of the essential requirements for the product with digital elements as a whole. The subsequent processing of an instruction once submitted, in particular the recording of the transaction in the account-management and ledger systems, settlement and clearing, is carried out by systems with which the app does not interact directly and does not, on that basis, constitute an RDPS.
  • The account-management system and the ledger system do not qualify as RDPS for the banking application. The app does not interact directly with them (interacting instead with the banking interface, which in turn relies upon them). Although their availability may be necessary for a function to be completed, the CRA covers only those parts of the system that interact directly with the product with digital elements. They therefore fall outside the definition of RDPS for the purposes of the CRA. However, those systems remain external dependencies that may give rise to significant cybersecurity risks for the product with digital elements. For example, compromise of the ledger system could allow an attacker to influence transaction results that are subsequently displayed in the application. The manufacturer is therefore required to identify and assess those risks as part of the cybersecurity risk assessment and to mitigate them through product-level measures, such as strong authentication of back-end interfaces, integrity protection of transaction data, secure communication channels and verification of responses received by the app.

Figure 10: Stylised representation of a banking app relying on RDPS

Third-party SaaS for customer support:

  • The financial entity integrates into its app a customer support chat solution developed and operated by a third-party provider; the third-party provider has written the chat server code, built the user interface and operates the infrastructure where the chat is deployed (i.e. SaaS model).
  • When the customer initiates a request for support, the app connects the customer to the third-party service to establish a chat session and handle the messaging flow, without providing the third party with access to core banking systems.

Implications for RDPS:

  • The support chat solution is necessary for the product with digital elements to perform one of its functions, but is not designed and developed by the financial entity, or under its responsibility; it therefore is not an RDPS. However, it should be treated like a third-party component. The reliance on that third-party service may create cybersecurity risks for the banking application, for example if an attacker were to use the chat channel to impersonate the bank or to deliver malicious content to users. The financial entity must take those risks into account in its cybersecurity risk assessment and mitigate them through product-level measures, such as isolating the chat function from core banking features, controlling data flows and validating content. Due diligence on the SaaS should also be exercised.

8.3.2 Smart thermostat

A smart thermostat enables users to control the temperature of their homes via a mobile application. The mobile application and the smart thermostat rely on remote data processing to exchange data (e.g. request to increase the temperature) and store data (e.g. user preferences). These functions were developed and designed under the responsibility of the manufacturer but run on an underlying physical and virtual infrastructure provided by a third party (third-party IaaS).

As the smart thermostat would not be able to perform its smart functionalities without this remote data processing, its absence would prevent the product with digital elements from performing one or more of its functions. Additionally, the software was developed and designed under the responsibility of the smart thermostat manufacturer. Therefore, the remote data processing qualifies as RDPS as defined in the CRA.

For the purpose of CRA compliance, the manufacturer of the smart thermostat needs to document the RDPS as well as the reliance on the third-party IaaS in the technical documentation of the product with digital elements, including details of the contracted service. The manufacturer needs to consider those elements in the risk assessment, which includes the intended purpose and reasonably foreseeable use of the product with digital elements. The manufacturer implements the CRA’s essential requirements based on the risks on the RDPS. For the third-party IaaS, the manufacturer needs to ensure that the security measures provided by the third-party provider are appropriate and/or take relevant measures vis-à-vis the infrastructure. For the former, the manufacturer could, for example, ask for evidence that NIS 2 obligations have been met.

8.3.3 e-Reader

The manufacturer of an e-Reader software uses a third-party SaaS storage service to store electronic books purchased by customers and enable them to access their books. The absence of this storage service would prevent the product with digital elements from performing one of its functions, but the third-party SaaS storage service is not developed by or under the responsibility of the manufacturer; the SaaS provider makes it available to customers for any use case.

The SaaS storage service does not meet the definition of RDPS. However, the e-Reader manufacturer relies on that external service for the functioning of its product with digital elements and must therefore take the associated risks into account in its cybersecurity risk assessment. The e-Reader manufacturer should treat the SaaS like a component. The manufacturer must implement appropriate product-level security measures, such as secure authentication, encryption and integrity protection of communications with the storage service. Due diligence when selecting and integrating the SaaS provider will also support the manufacturer’s obligations, so that the product with digital elements as a whole can comply with the essential requirements.

8.3.4 Industrial robot

An industrial robot has the task of picking up parts. The robot sends information collected via cameras to a remote service designed and developed by the manufacturer. This service runs on an underlying physical and virtual infrastructure provided by a third-party service provider (third- party IaaS). The cloud service calculates the position of a part based on the camera feeds and sends commands back to the robot to pick up the parts.

The absence of this data processing would prevent the industrial robot from picking up parts, hence from performing one of its functions. Furthermore, the software running on top of the infrastructure has been designed and developed by the manufacturer. The software designed and developed by the manufacturer meets the definition of RDPS.

The manufacturer of the industrial robot needs to document the RDPS as well as the reliance on the third-party IaaS in the technical documentation of the product with digital elements (including details of the contracted service). The manufacturer also needs to consider those elements in the risk assessment, which includes the intended purpose and reasonably foreseeable use of the product with digital elements. The manufacturer implements the CRA’s essential requirements on the product with digital elements, including its RDPS, on the basis of the risks. Due diligence when selecting the IaaS provider will also support the manufacturer’s obligations. For example, the manufacturer could ask for evidence that NIS 2 obligations have been met.

8.3.5 Cellular network

A smartphone relies on a 5G network to provide internet connection, phone calls and messages to its users (mobile connectivity). The cellular network is developed and designed by telecommunication operators. The network comprises small cells and cell towers, and other network equipment.

The product with digital elements should be able to connect to a network correctly; this is one of its functions. However, whether that network is in operation or not is not relevant to ascertain if the product with digital elements is working correctly. The network is only a communication channel and is not necessary for the product with digital elements to perform its function of ‘connecting to a network correctly’. Likewise, an ethernet cable, a router or Wi-Fi signal is not considered data processing whose absence would prevent the product with digital elements from performing one of its functions, but rather an enabler of communication/connectivity.

Consequently, the cellular network does not meet the definition of RDPS. The network should not be considered like a third-party component, as there is no software integrated into the product with digital elements, the product instead merely relying on this network. As such, it is not necessary for the manufacturer to exercise due diligence obligations towards the network provider.

Vgl. Abschnitt 8.3–8.3.5 · C(2026) 5252
3.
„Cybersicherheit“ Cybersicherheit im Sinne des Artikels 2 Nummer 1 der Verordnung (EU) 2019/881;
4.
„Software“ den Teil eines elektronischen Informationssystems, der aus Computercode besteht;
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 2.3ComputercodeG
Software im Sinne des CRA ist nicht nur das ausführbare Programm (Maschinencode), sondern auch der Quellcode. Auch Quellcode kann ein Produkt mit digitalen Elementen sein.

Computer code

22

It is also useful to clarify whether source code can constitute a software product with digital elements. The CRA defines software as ‘the part of an electronic information system which consists of computer code’ (Article 3(4)). C omputer code can take the form of (i) machine code, which is the set of instructions directly executed by a computer’s processor, written in binary format; or (ii) source code, i.e. the set of instructions and statements written in a programming language, which must be compiled or interpreted to be executed by a computer. The definition of software laid down in the CRA covers both.

Vgl. Abschnitt 2.3 · Rn. 22 · C(2026) 5252
5.
„Hardware“ ein physisches elektronisches Informationssystem, das digitale Daten verarbeiten, speichern oder übertragen kann, oder Teile eines solchen Systems;
6.
„Komponente“ Software oder Hardware, die für die Integration in ein elektronisches Informationssystem bestimmt ist;
7.
„elektronisches Informationssystem“ ein System, einschließlich elektrischer oder elektronischer Ausrüstung, das digitale Daten verarbeiten, speichern oder übertragen kann;
8.
„logische Verbindung“ eine virtuelle Darstellung einer Datenverbindung, die über eine Softwareschnittstelle hergestellt wird;
Kommissions-FAQ
FAQ 1.3Was ist eine direkte oder indirekte logische oder physische Datenverbindung mit einem Gerät oder Netz?Q
Eine Datenverbindung hat ein Produkt, wenn es nach seiner Zweckbestimmung oder vernünftigerweise vorhersehbar mit anderen Geräten oder Netzen Daten austauscht. Nur dann fällt es unter den CRA. Die Verbindung kann physisch oder logisch sein und jeweils direkt oder indirekt; ein Produkt kann mehrere Verbindungen zugleich haben:
  • Physisch: Das Produkt hängt per Kabel oder Funk an einem anderen Gerät oder Netz. Per Kabel verbunden sind zum Beispiel ein Drucker per USB am Laptop, ein PC per Ethernet am Router oder ein Glasfaser-Router am Netz des Providers. Dazu zählt auch ein Sensor, der per Feldbus (PROFIBUS) an der Steuerung hängt. Per Funk verbunden sind zum Beispiel ein Kassenterminal im WLAN des Geschäfts, ein Headset per Bluetooth am Smartphone oder ein Türschloss mit NFC-Tag.
  • Logisch: Die Verbindung läuft über Software, zum Beispiel über Netzwerk-Sockets, Pipes, Dateien oder Programmierschnittstellen (APIs). Direkt ist sie, wenn das Produkt die Kommunikation selbst einleitet, wie ein Browser, der eine Website aufruft, oder ein E-Mail-Programm, das Mails abholt und sendet.
  • Indirekt: Das Produkt stellt selbst keine Verbindung her, läuft aber als Teil eines Systems, das verbunden ist. Beispiele sind ein Offline-Texteditor oder eine Taschenrechner-App auf einem vernetzten Laptop.
Nicht erfasst sind Geräte, die zwar Software enthalten, deren Daten aber im Gerät bleiben. Die Kommission nennt:
  • Geschirrspüler: Die Firmware steuert die Spülprogramme. Eine Verbindung zu anderen Geräten oder Netzen gibt es nicht.
  • Taschenrechner: Die Firmware rechnet, das Gerät tauscht keine Daten aus.
  • Elektronikspielzeug: Die Firmware spielt gespeicherte Licht- und Toneffekte ab, ohne Verbindung nach außen.
  • Kaffeemaschine: Brühzeit und Stärke stellt man am Bedienfeld ein. Das Gerät verbindet sich mit nichts.
  • Elektrische Zahnbürste mit kabelloser Ladestation: Sie wird kabellos geladen, verbindet sich aber mit keinem anderen Gerät.
Das sind Produkte mit digitalen Elementen, aber nicht vernetzt. Die Firmware solcher Geräte kann unter den CRA fallen, wenn sie getrennt vom Gerät angeboten wird.

What is a direct or indirect logical or physical data connection to a device or network?

A physical connection is defined as "a connection between electronic information systems or components implemented using physical means, including through electrical, optical or mechanical interfaces, wires or radio waves" (Article 3(9)).

A logical connection is defined as "a virtual representation of a data connection implemented through a software interface" (Article 3(8)).

An indirect connection is defined as "a connection to a device or network, which does not take place directly but rather as part of a larger system that is directly connectable to such device or network" (Article 3(10)).

Under certain conditions, all products with digital elements integrated in or connected to a larger electronic information system can serve as an attack vector for malicious actors. As a result, even hardware and software considered to be less critical can facilitate the initial compromise of a device or network, enabling malicious actors to gain privileged access to a system or to move laterally across systems. Manufacturers should therefore ensure that all products with digital elements are designed and developed in accordance with the essential cybersecurity requirements laid down in this Regulation. That obligation relates to both products that can be connected physically via hardware interfaces and products that are connected logically, such as via network sockets, pipes, files, application programming interfaces or any other types of software interface. As cyber threats can propagate through various products with digital elements before reaching a certain target, for example by chaining together multiple vulnerability exploits, manufacturers should also ensure the cybersecurity of products with digital elements that are only indirectly connected to other devices or networks ().

A physical connection can be direct, for example, when a product with digital elements connects via a USB cable (e.g. a printer connecting to a laptop); via an Ethernet cable (e.g. a PC connecting to a router); via a fibre optic cable (e.g. a fibre-optic router connecting to the internet service provider's network) or a copper cable (e.g. an industrial fieldbus such as PROFIBUS connecting a sensor to a programmable logic controller); via radio waves, such as via Wi-Fi (e.g. a point-of-sale (POS) terminal that connects to a shop's network), Bluetooth (e.g. a Bluetooth headset connecting to a smartphone), near-field communication technology (e.g. a door lock connecting to an NFC tag).

A logical connection can be direct, for example, when a product with digital elements initiates or manages communication with other devices or networks (e.g. a browser establishing an HTTPS session to access a website, or an email client initiating an IMAP or SMTP exchange); or it can be indirect, when a product with digital elements does not itself initiate the communication but runs on a host system that does (e.g. an offline text editor or a calculator that are indirectly connected via the operating system).

Products with digital elements can simultaneously have more than one form of data connection to other devices or networks.

On the other hand, a product with digital elements does not have a direct or indirect data connection when its intended purpose or reasonably foreseeable use do not include such connection to other devices or networks. Some examples of products that would not fall in scope of the CRA include:

  • a dishwasher with embedded firmware controlling dishwashing cycles, but with no capability to connect to other devices or networks;
  • a basic calculator with embedded firmware performing arithmetic operations, but with no capability to connect to other devices or networks;
  • an electronic toy with embedded firmware playing pre-recorded light and sound effects, but with no capability to connect to other devices or networks;
  • a coffee machine with embedded firmware that sets brew times or coffee strength via a control panel, but with no capability to connect to other devices or networks
  • an electric toothbrush with a wireless charging station, but with no capability to connect to other devices or networks. [Fn. 2]

Fn. 2: Firmware referred to in these examples may, however, fall in scope of the CRA when placed on the market separately.

Vgl. FAQ 1.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
9.
„physische Verbindung“ eine Verbindung zwischen elektronischen Informationssystemen oder Komponenten, die mit physikalischen Mitteln wie elektrischen, optischen oder mechanischen Schnittstellen, Drähten oder Funkwellen hergestellt wird;
10.
„indirekte Verbindung“ eine Verbindung zu einem Gerät oder Netz, die nicht direkt erfolgt, sondern als Teil eines größeren Systems, das seinerseits direkt mit diesem Gerät oder Netz verbunden werden kann;
11.
„Endpunkt“ ein Gerät, das an ein Netz angeschlossen ist und als Zugangspunkt zu diesem Netz dient;
12.
„Wirtschaftsakteur“ den Hersteller, den Bevollmächtigten, den Einführer, den Händler oder jede andere natürliche oder juristische Person, die Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Herstellung von Produkten mit digitalen Elementen oder der Bereitstellung auf dem Markt von Produkten mit digitalen Elementen im Einklang mit dieser Verordnung unterliegt;
13.
„Hersteller“ eine natürliche oder juristische Person, die Produkte mit digitalen Elementen entwickelt oder herstellt oder die Produkte mit digitalen Elementen konzipieren, entwickeln oder herstellen lässt und sie unter ihrem Namen oder ihrer Marke vermarktet, sei es gegen Bezahlung, zur Monetarisierung oder unentgeltlich;
14.
„Verwalter quelloffener Software“ eine juristische Person, bei der es sich nicht um einen Hersteller handelt, die den Zweck oder das Ziel hat, die Entwicklung spezifischer Produkte mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Software gelten und für kommerzielle Tätigkeiten bestimmt sind, systematisch und nachhaltig zu unterstützen, und die die Brauchbarkeit dieser Produkte sicherstellt;
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 3.3Wer ist Verwalter quelloffener Software?G
Eine juristische Person ist je Software Hersteller, Verwalter quelloffener Software oder keines von beidem. Bringt sie die Software in Verkehr, zum Beispiel durch Monetarisierung, ist sie Hersteller. Sonst ist sie Verwalter, wenn beides zutrifft:
  1. Die Software ist für geschäftliche Nutzung bestimmt, zum Beispiel zum Einbau in bezahlte Produkte oder Dienste.
  2. Die juristische Person unterstützt die Software dauerhaft und hält sie brauchbar.
Fehlt eines davon, ist sie weder Hersteller noch Verwalter und hat keine Pflichten nach dem CRA. Dieselbe Organisation kann für verschiedene Software beides sein. Sie kann zum Beispiel Verwalter der Community-Version und Hersteller der Bezahlversion sein. Ebenso kann ein Betriebssystem-Hersteller Verwalter der Referenzbibliotheken sein, die er kostenlos zum Einbau anbietet. Verwalter ist auch:
  • ein gemeinnütziger Browser-Herausgeber, der alle Überschüsse aus Suchmaschinen-Partnerschaften gemeinnützig verwendet,
  • ein Unternehmen, das eine UI-Bibliothek kostenlos veröffentlicht und selbst in ein verkauftes Produkt einbaut.

Open-source software stewards

69

The CRA introduces the novel legal category of ‘open-source software steward’ in light of ‘the importance for cybersecurity of many products with digital elements qualifying as free and open-source software that are published, but not made available on the market within the meaning of the [CRA]’ ( of the CRA).

70

In some cases, a FOSS is published but not made available on the market within the meaning of the CRA by a legal person who ‘has the purpose or objective of systematically providing support on a sustained basis for the development of [FOSS] […] intended for commercial activities, and that ensures the viability of those products’ (Article 3(14) of the CRA). In such cases, that legal person is subject to the obligations of stewards.

71

A steward is defined as ‘a legal person, other than a manufacturer’ because a manufacturer, by definition, is the natural or legal person who places products with digital elements on the market (‘markets them’) under its own name or trademark. A legal person can be a steward only to products with digital elements qualifying as FOSS that are published, but not made available on the market within the meaning of the CRA. The concept of steward, therefore, applies to specific instances of FOSS that ‘are ultimately intended for commercial activities, such as for integration into commercial services or into monetised products with digital elements’ ( of the CRA 13 ) but not made available on the market within the meaning of the CRA, and for which the legal person publishing that FOSS ensures systematic support.

72

Being a steward for one specific FOSS does not mean that that legal person is necessarily also a steward for other FOSS that it publishes. Similarly, being a manufacturer for one specific FOSS does not mean that the legal person may not be a steward for other FOSS. This includes providing ‘community’ versions of the same FOSS, as described in Section 3.2.1 Charging a price .

73

A legal person may therefore simultaneously be a steward for one specific FOSS (where the steward systematically provides support on a sustained basis and ensures the software’s viability) and a manufacturer for another specific FOSS (where it places it on the market). In other words, the same legal entity can be required to fulfil different roles for different FOSS projects.

74

For each specific FOSS that it publishes, the legal person will need to ascertain whether that FOSS is considered to be placed on the market within the meaning of the CRA. If so, that makes the legal entity the software’s manufacturer. If the FOSS is not considered to be placed on the market, the legal person may be the steward to it, if the software is intended for commercial activities and if the legal person is sustaining it in line with the definition of steward 14 .

3.2.6 Not-for-profit entities set up to achieve not-for-profit objectives

66

Where a legal person publishing a FOSS is a not-for-profit organisation ‘set up in such a way that ensures that all earnings after costs are used to achieve not-for-profit objectives’ ( of the CRA), the FOSS it publishes is not considered to be placed on the market. Where that legal person meets the definition of ‘steward’, it is subject to the corresponding obligations (Article 24 of the CRA).

Example 24: A legal person publishes a free and open-source browser that is directly monetised via search engine partnerships, but all its earnings after costs are used for not-for-profit objectives. The browser is not considered to be placed on the market within the meaning of the CRA. The legal person publishing it is subject to the obligations applicable to stewards.

3.2.7 Integration by other manufacturers

67

In some cases, a FOSS is published by a clearly identifiable natural or legal person, but that FOSS is ‘intended for integration by other manufacturers into their own products with digital elements’. In such cases, that FOSS is not considered to be placed on the EU market, unless it is also monetised by the person that publishes it (i.e. the original manufacturer), in line with previous sections of this guidance.

68

Where that FOSS is not placed on the market, the legal person publishing it would be subject to the obligations of stewards, if it provides support on a sustained basis, in line with the definition of ‘steward’.

Example 25: A legal person publishes a FOSS library for building user interfaces. It does not monetise the supply of that library, but integrates it into one of its products with digital elements (which is in turn placed on the market). The library is not considered placed on the market within the meaning of the CRA, but it is intended for integration into products with digital elements. The legal person that publishes it is its steward.

Example 26: A legal person places an operating system on the market, and also publishes FOSS libraries to serve as reference implementations for users of that operating system. The legal person does not monetise the FOSS libraries, which are intended for integration into other products with digital elements. The legal person that publishes them is a steward to those FOSS libraries.

Vgl. Abschnitt 3.3–3.2.7 · Rn. 69–74, 66–68 · C(2026) 5252
Guidance 3.3.1Dauerhafte Unterstützung von Open-Source-SoftwareG
Verwalter quelloffener Software ist eine Organisation immer nur für eine bestimmte Software und nur, wenn vier Bedingungen zusammen erfüllt sind:
  1. Sie ist eine juristische Person und bringt die Software nicht selbst in Verkehr; sonst ist sie Hersteller. Eine gemeinnützige Einrichtung bleibt Verwalter, wenn sie Einnahmen nach Abzug der Kosten gemeinnützig verwendet.
  2. Die Software ist für geschäftliche Nutzung bestimmt.
  3. Die Organisation unterstützt sie systematisch und dauerhaft, zum Beispiel durch Entwicklungsplattformen, Hosting, Governance oder Steuerung der Entwicklung.
  4. Sie sichert den Fortbestand der Software.
Das können Unternehmen sein, die Software für eigene Produkte veröffentlichen, ohne sie in Verkehr zu bringen. Ebenso gemeinnützige Organisationen oder Stiftungen mit Kollaborationsplattform, nur für die Software, die sie dauerhaft unterstützen. Veröffentlicht eine juristische Person eine kostenlose Community-Version und eine monetarisierte Version derselben Software, ist sie Verwalter der Community-Version und Hersteller der monetarisierten Version. Cybersicherheitsstrategie und Zusammenarbeit mit den Behörden gelten für jeden Verwalter. Die Meldepflichten hängen an der Art der Unterstützung: nicht-technisch (Marke, Governance, Spenden), IT-Infrastruktur (Repositorys, Signaturschlüssel) oder eigene Entwicklung (Code-Review, Releases, Patches). Endet die Unterstützung, kann die Rolle entfallen. Die Kommission empfiehlt, den geänderten Status dann klar mitzuteilen. Monetarisiert der Verwalter die Software, ist er ab dem Inverkehrbringen Hersteller, nicht aber für frühere Versionen.

Sustained support and ensuring viability of FOSS

75

explains that the provision of sustained support to the development of a product with digital elements may include (but is not limited to): (i) the hosting and managing of software development collaboration platforms; (ii) hosting source code or software; (iii) governing or managing products with digital elements qualifying as FOSS; and (iv) steering the development of such products with digital elements.

76

This may be the case, for example, for a legal entity that develops FOSS for integration into its own products with digital elements and then publishes it without placing it on the market. This is also discussed in Section 3.2.7 Integration by other manufacturers . In this case, the legal entity is not a manufacturer of the software, but may be a steward to it. Additionally, as also explained in previous sections, a legal entity that publishes a free (or community) version and a monetised version of the same FOSS, is deemed a steward to the free (or community) version, and a manufacturer to the monetised version.

77

Similarly, a legal entity that monetises a FOSS but is a not-for-profit entity whose earnings after costs are used to achieve not-for-profit objectives (and therefore its FOSS is not placed on the market within the meaning of the CRA, as discussed in Section 3.2.6 Not-for-profit entities ) is a steward to the FOSS it publishes .

78

Furthermore, certain foundations offer collaboration platforms with various forms of governance that enable manufacturers to contribute regularly to the development of FOSS and/or that are regularly financed by manufacturers. Such foundations are to be considered stewards in relation to specific FOSS which are intended for commercial activities and for which the foundation offers sustained support. However, as explained in Section 3.3 Open-source software stewards , such a foundation may not be subject to any obligations under the CRA for other specific FOSS that it hosts, in cases where it does not provide systematic support for a specific FOSS, it does not ensure its viability, and/or that specific software is not intended for commercial activities.

79

The type of ‘sustained support’ that foundations and similar organisations provide to specific FOSS projects can vary greatly. For example, certain legal entities only provide non-technical support, such as managing the branding of projects, laying down governance rules, organising community events or collecting donations. Other entities also provide the underlying IT infrastructure necessary to run the project, such as hosting source code repositories, providing version control systems, or generating signing keys. Others go further in the type of support they provide by actively contributing engineering resources to the project, for example by employing developers, coordinating development work, reviewing or merging code, managing releases, or handling vulnerability reports and security patches. While all legal entities that qualify as stewards under the CRA are required to comply with the obligations in Article 24(1) and (2), how far the obligations laid down in Article 14(1), (3) and (8) apply to those legal entities varies depending on the type of support they provide, in accordance with Article 24(3).

83

Where an entity ceases to provide systematic support on a sustained basis for a specific FOSS, it may no longer meet the definition of steward and may therefore no longer be subject to the corresponding obligations. In such cases, that entity is encouraged to communicate clearly the change in its status for that specific FOSS.

84

In certain situations, an entity that was a steward to a specific project may decide to monetise that project directly, thereby placing the product with digital elements on the market and triggering the manufacturer’s obligations under the CRA. In such circumstances, that entity qualifies as the manufacturer of the product with digital elements from the date on which it places it on the market (but not in respect of earlier versions for which it acted as a steward).

Fn. 13 This notion is also contained in the formulation ‘intended for commercial activities’ included in the definition of ‘open-source software steward’ set out in Article 3(14) of the CRA. 14 The legal person may also not be subject to any obligations under the CRA, in cases where: (i) a specific FOSS is not placed on the market within the meaning of the CRA; and (ii) the legal entity does not meet the definition of steward in relation to that specific FOSS.

Vgl. Abschnitt 3.3.1 · Rn. 75–79, 83–84 · C(2026) 5252
Steht auch bei
15.
„Bevollmächtigter“ eine in der Union ansässige oder niedergelassene natürliche oder juristische Person, die von einem Hersteller schriftlich beauftragt wurde, in seinem Namen bestimmte Aufgaben wahrzunehmen;
16.
„Einführer“ eine in der Union ansässige oder niedergelassene natürliche oder juristische Person, die ein Produkt mit digitalen Elementen unter dem Namen oder der Marke einer außerhalb der Union ansässigen oder niedergelassenen natürlichen oder juristischen Person in der Union in den Verkehr bringt;
17.
„Händler“ eine natürliche oder juristische Person in der Lieferkette, die ein Produkt mit digitalen Elementen ohne Änderung seiner Eigenschaften auf dem Unionsmarkt bereitstellt, mit Ausnahme des Herstellers oder des Einführers;
18.
„Verbraucher“ eine natürliche Person, die zu Zwecken handelt, die nicht ihrer gewerblichen, geschäftlichen, handwerklichen oder beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können;
19.
„Kleinstunternehmen“, „kleine Unternehmen“ und „mittlere Unternehmen“ Kleinstunternehmen, kleine Unternehmen bzw. mittlere Unternehmen im Sinne des Anhangs der Empfehlung 2003/361/EG;
20.
„Unterstützungszeitraum“ den Zeitraum, in dem der Hersteller sicherstellen muss, dass die Schwachstellen des Produkts mit digitalen Elementen wirksam und im Einklang mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in behandelt werden;
21.
„Inverkehrbringen“ bzw. „in den Verkehr bringen“ die erstmalige Bereitstellung eines Produkts mit digitalen Elementen auf dem Unionsmarkt;
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 2.1InverkehrbringenG
Eigenständige Software gilt einmal als in Verkehr gebracht: am Tag, an dem sie nach Abschluss der Entwicklung erstmals in der EU geschäftlich angeboten wird. Spätere Downloads derselben Software sind nur Bereitstellung auf dem Markt. In Verkehr gebracht wird nach dem Blue Guide der Kommission jedes einzelne Produkt, nicht ein Produkttyp. Jede Kopie der Software bleibt ein eigenes Produkt, alle Kopien gelten aber als zugleich in Verkehr gebracht. Updates ohne wesentliche Änderung ändern weder den Zeitpunkt noch verlangen sie eine neue Konformitätsbewertung; erst eine wesentliche Änderung führt zu einem neuen Inverkehrbringen. Varianten mit anderen Komponenten, Konfigurationen oder Funktionen sind eigene Produkte, zum Beispiel Builds für verschiedene Betriebssysteme oder Pakete mit unterschiedlichem Funktionsumfang.
  • Verkauf an verschiedenen Tagen: Version 1.0.0 ist ab 1. Januar im Angebot. Käufe am 1. und am 15. Januar gelten beide als am 1. Januar in Verkehr gebracht.
  • Kleines Update: Wer am 30. Januar die Version 1.0.1 kauft, bekommt ebenfalls ein am 1. Januar in Verkehr gebrachtes Produkt.
Das gilt nur für eigenständige Software, nicht für Software, die mit Hardware ein Produkt bildet. Für Hardware wie Maschinen oder Funkanlagen klärt der Blue Guide, wann sie in Verkehr gebracht ist. Ältere Versionen darf der Hersteller in einem öffentlichen Softwarearchiv anbieten. Dann müssen die Nutzer klar und leicht zugänglich erfahren, welche Risiken nicht mehr unterstützte Software mit sich bringt.

Placing on the market

10

The CRA applies to products with digital elements that are made available on the EU market. The concept of making available on the market is defined in Article 3(22) of the CRA as ‘the supply of a product with digital elements for distribution or use on the Union market in the course of a commercial activity, whether in return for payment or free of charge’. In accordance with Article 3(21), a product with digital elements is placed on the EU market the first time it is made available.

11

The latest edition of the ‘Blue Guide on the implementation of EU product rules’ published in 2022 (henceforth, ‘the Blue Guide’) 6 , provides guidance facilitating the understanding of the EU product rules and their uniform application across the different sectorial legal frameworks aligned to the new legislative framework (NLF), such as the CRA. The Blue Guide indicates that the concepts of ‘placing on the market’ and of ‘making available’ are to be understood as referring ‘to each individual product, not to a type of product, and whether it was manufactured as an individual unit or in series’ (Section 2.3).

12

For more ‘traditional’ products with digital elements covered by the NLF, such as hardware in the form of machinery or radio equipment products with digital elements, the concept of ‘placement on the market’ is well established, and the Blue Guide provides further guidance to clarify when such products are considered to be placed on the market. The ‘summary examples’ contained in the Blue Guide’s Section 2.12 provide further examples of the concept of ‘placing on the market’.

13

However, given the nature of intangible products with digital elements such as standalone software, further guidance is needed on when such products with digital elements are considered placed on the market. Once the software’s manufacturing phase is complete and the product with digital elements is offered to prospective users in the EU market, its manufacturer can be regarded as having manufactured multiple copies of the same software product with digital elements and having supplied them for distribution or use. In fact, unlike tangible products with digital elements, standalone software is not subject to physical production or stock limitations: each act of making the software available for download or distribution results in a new identical copy being created for the user. As long as this version of the software is not modified in a way that affects compliance with the CRA, the placing on the EU market is to be considered to have occurred at the moment of the first offering for distribution or use. The possibility of subsequent download or distribution of this version of the software product with digital elements is therefore to be regarded as an instance where this software product with digital elements is made available 7 .

14

Therefore, a standalone software product with digital elements should be considered to have been placed on the market when its manufacturing phase is complete and that software is first supplied for distribution or use on the EU market in the course of a commercial activity. The manufacturer should be considered to have placed on the market multiple copies of the same software product with digital elements at the same time. Therefore, while multiple copies of the same software remain individual products with digital elements, they are considered to be placed on the market at the same time, regardless of when possession or use of each individual copy is transferred to another natural or legal person. At the same time, where the manufacturer makes software available in different variants that differ in their included components, configurations or enabled functionalities (for example, builds for different operating systems or bundles with differing feature sets), those variants cannot be regarded as multiple copies of the same software product with digital elements. Therefore, they should be treated as distinct products with digital elements for the purposes of placing on the market.

Example 1: On 1 January 2028, company A first supplies for distribution via its website version 1.0.0 of its software X. On the same day, customer 1 purchases a copy of version 1.0.0 of software X. On 15 January 2028, customer 2 purchases a copy of version 1.0.0 of software X. Both copies of version 1.0.0 of software X are placed on the market on 1 January 2028.

15

Given the iterative nature of software development, it should be further clarified that subsequent iterations of a software product with digital elements are considered as newly placed on the market when those iterations qualify as a ‘substantial modification’ of a software product with digital elements already placed on the market, as indicated in of the CRA. Iterations that do not qualify as substantial modifications do not require the manufacturer to perform a new conformity assessment procedure and therefore do not modify that software’s date of placement on the market. For more guidance on the concept of substantial modifications see Section 4 Substantial modifications .

Example 2: On 1 January 2028, company A first supplies for distribution via its website version 1.0.0 of software X. On the same day, customer 1 purchases a copy of version 1.0.0 of software X. On 15 January 2028, company A issues an updated version 1.0.1 of software X that does not constitute a substantial modification. On 30 January 2028, customer 2 purchases a copy of version 1.0.1 of software X. Both copies of version 1.0.0 and 1.0.1 of software X are considered to be placed on the market on 1 January 2028.

16

The guidance laid down in points 13, 14 and 15 applies exclusively insofar as the product with digital elements is standalone software. This is not the case, for example, when the software is combined with hardware, as discussed in Section 2.4 Combination of hardware and software forming a product .

Fn. 6 Commission notice - The ‘Blue Guide’ on the implementation of EU product rules 2022 (Text with EEA relevance) 2022/C 247/01, OJ C 247, 29.6.2022, pp. 1–152.

Fn. 7 In accordance with Article 13(11), manufacturers may maintain public software archives enhancing user access to historical versions. In such cases, users shall be informed clearly and in an easily accessible manner about risks associated with using unsupported software.

Vgl. Abschnitt 2.1 · Rn. 10–16 · C(2026) 5252
Guidance 2.3ComputercodeG
Code weiterzugeben bedeutet nicht automatisch, ihn in Verkehr zu bringen. Das setzt eine Lieferung im Rahmen einer Geschäftstätigkeit voraus. Stellt ein Hersteller Kunden Code als Produkt bereit, bringt er ihn in Verkehr, gleich ob Maschinen- oder Quellcode. Nicht in Verkehr gebracht sind zum Beispiel:
  • Open-Source-Code in öffentlichen Repositorien (in der Regel)
  • unfertiger Code zum Testen oder für Reviews
  • Beispielcode in Tutorials und Schulungen
Unfertige Software (Alpha, Beta, Release Candidate) darf ohne CRA-Konformität auf den Markt, nur für die Testdauer und mit sichtbarem Hinweis darauf. In Verkehr gebracht ist zum Beispiel:
  • Lizenzierter Quellcode: Unternehmen A liefert B Quellcode, den B anpasst und kompiliert. A bringt ihn in Verkehr, ist aber nicht für die Anpassungen von B verantwortlich.
Für die Produkthaftung ist Code selbst kein Produkt. Ein Hersteller, der Code in Verkehr bringt, haftet dafür nicht nach der Produkthaftungsrichtlinie (Richtlinie (EU) 2024/2853). Er kann aber nach nationalem Haftungsrecht haften.

Computer code

23

A separate question is whether a given supply of computer code amounts to placing a product with digital elements on the EU market, which requires a supply in the course of a commercial activity. This may often not be the case for source code. For example, a natural or legal person that shares free and open-source computer code on publicly accessible repositories is generally not considered to be placing that code on the EU market for the purposes of the CRA (as discussed in more detail in Section 3 Free and open-source software ). Unfinished code shared during the design and development phase of a product with digital elements (e.g. for testing or review) is also not considered to be placed on the market for the purposes of the CRA, as its manufacturing phase is not completed. Similarly, sample or demo code provided as part of tutorials or training materials is also not considered placed on the market for the purposes of the CRA 8 .

24

On the other hand, where a manufacturer provides its customers with computer code as a product with digital elements, that code is considered to be placed on the market, regardless of whether it is machine code or source code 9 .

Example 7: Company A licences source code to company B for a customisable internal platform, and provides that source code in a text file. Even if that source code requires further adaptation and compilation by company B before being used, company A is placing that source code on the market and is therefore subject to the CRA. Company A is not responsible for the compliance with the CRA of company B’s subsequent adaptations and compilation of that code.

Fn. 8 It should also be recalled that Article 4(3) allows manufacturers to make available on the market unfinished software which does not comply with the Regulation, such as alpha versions, beta versions or release candidates, provided that the unfinished software is made available only for the time necessary to test it and gather feedback. 9 On the other hand, it should be noted that for the purposes of product liability law, computer code itself does not constitute a product and therefore manufacturers that place such code on the market cannot be held liable under Directive (EU) 2024/2853 (the Product Liability Directive). Recital 13 of that Directive states that ‘information is not, however, to be considered a product, and product liability rules should therefore not apply to the content of digital files, such as media files or e-books or the mere source code of software’. This does not preclude that manufacturers may be liable under national tort law .

Vgl. Abschnitt 2.3 · Rn. 23–24 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 1.5Fallen Produkte, die ausschließlich für den Eigenbedarf hergestellt werden, in den Anwendungsbereich des CRA?Q
Nein. Ein Produkt, das nur für den eigenen Gebrauch hergestellt wird, fällt nicht unter den CRA: Es wird nicht in Verkehr gebracht. Das gilt zum Beispiel für Entwicklungs- und Konfigurationswerkzeuge, die ein Hersteller für sich selbst baut, solange er sie nicht als eigene Produkte in Verkehr bringt.

Are products that are manufacturer only for one's own use in scope of the CRA?

"Placing on the market is considered not to take place where a product is manufactured for one's own use" (The 'Blue Guide' on the implementation of EU product rules 2022 [Fn. 3], section 2.3).

The CRA applies when a product with digital elements is placed on the market (and subsequent instances of making that product available). The Blue Guide on the implementation of EU product rules 2022 (henceforth, the Blue Guide) clarifies that placing on the market is not considered to take place when a product is manufactured for one's own use. [Fn. 4]

For example, development and configuration tools developed by the manufacturer of a product with digital elements for its own use are not in scope of the CRA, unless they are placed on the market as separate products.

Fn. 3: Commission notice - The 'Blue Guide' on the implementation of EU product rules 2022 (2022/C 247/01), https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=OJ:C:2022:247:FULL

Fn. 4: This is not the case where Union harmonisation legislation covers products manufactured for own use in its scope. The CRA, however, does not cover products manufactured for own use in its scope.

Vgl. FAQ 1.5 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
22.
„Bereitstellung auf dem Markt“ die entgeltliche oder unentgeltliche Abgabe eines Produkts mit digitalen Elementen zum Vertrieb oder zur Verwendung auf dem Unionsmarkt im Rahmen einer Geschäftstätigkeit;
23.
„Zweckbestimmung“ die Verwendung, für die ein Produkt mit digitalen Elementen laut Hersteller bestimmt ist, einschließlich der besonderen Nutzungsumstände und Nutzungsbedingungen entsprechend den Angaben des Herstellers in der Gebrauchsanleitung, im Werbe- oder Verkaufsmaterial und in Erklärungen sowie in der technischen Dokumentation;
Kommissions-FAQ
FAQ 4.1.4Was sind Zweckbestimmung und vernünftigerweise vorhersehbare Verwendung, und wie wirken sie sich auf die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken aus?Q
Die Risikobewertung folgt mindestens zwei Maßstäben. Erstens: wofür der Hersteller sein Produkt in Anleitung, Werbung und technischer Dokumentation vorsieht (Zweckbestimmung). Zweitens: wie Nutzer es vernünftigerweise einsetzen und welche technischen Wechselwirkungen absehbar sind (vernünftigerweise vorhersehbare Verwendung). Dazu kommen Einsatzbedingungen wie Betriebsumgebung und zu schützende Werte sowie die erwartete Nutzungsdauer. Wo relevant, berücksichtigt der Hersteller auch, wie die Integration in andere Produkte und die Endnutzung die Risiken beeinflussen. Alle Nutzer, von Integratoren bis Verbrauchern, informiert er über Annahmen oder Voraussetzungen für sichere Installation, Betrieb und Nutzung. In der Praxis:
  • Profi-Produkte bei Laien: Ein Industrie-IoT-Sensor oder ein VPN kann bei Verbrauchern landen. Gestaltung und Anleitungen berücksichtigen das. Installationshinweise sind für die Zielgruppe verständlich, die installiert.
  • Professionelles Umfeld: Nicht jedes Risiko lässt sich durch die Gestaltung vermeiden. Wo relevant, berücksichtigt die Risikobewertung deshalb Maßnahmen, die die vorgesehene Nutzergruppe treffen kann, zum Beispiel Fachleute. In einer Industrieanlage zählen Beaufsichtigung und Unterstützung der Nutzer dazu. Vermietet ein Dritter eine Werkzeugmaschine für Fachkräfte an ungeschulte Verbraucher, ist dafür nicht der Hersteller verantwortlich.
  • Abschaltbare Sicherheit: In manchen Fällen ist es vertretbar, dass Nutzer Sicherheitsfunktionen für Altsysteme abschalten oder herabsetzen können. Dann nimmt der Hersteller die Risiken in die Risikobewertung auf und behandelt sie mit eigenen Maßnahmen. Dazu gibt er Anleitungen für einen sicheren Einsatz. Bei erheblichen Risiken weist er in der Anwenderdokumentation ausdrücklich darauf hin.

What are intended purpose and reasonably foreseeable use, and how do they affect the cybersecurity risk assessment?

In accordance with Article 13(2), the assessment of cybersecurity risks shall be carried out with a view to minimising such risks, preventing incidents and minimising their impact, including in relation to the health and safety of users. Furthermore, Article 13(3) clarifies that the analysis of cybersecurity risks shall consider at least the intended purpose and reasonably foreseeable use, as well as the conditions of use of the product with digital elements, such as the operational environment or the assets to be protected, taking into account the length of time the product is expected to be in use. As an example, manufacturers of hardware or software components used by many other products downstream may consider when the intended purpose and reasonably foreseeable use includes integration of those components. In those cases, the manufacturer must ensure relevant risks are duly treated (Article 13(1) and (2)), and communicate to the users clear, understandable, intelligible and legible instructions that allow for the secure installation, operation and use of the product with digital elements (as per Article 13(8)).

Article 3(23) defines 'intended purpose' as the use for which a product with digital elements is intended by the manufacturer, including the specific context and conditions of use, as specified in the information supplied by the manufacturer in the instructions for use, promotional or sales materials and statements, as well as in the technical documentation. Furthermore, 'reasonably foreseeable use' is defined in Article 3(24) as use that is not necessarily the intended purpose supplied by the manufacturer in the instructions for use, promotional or sales materials and statements, as well as in the technical documentation, but which is likely to result from reasonably foreseeable human behaviour or technical operations or interactions.

Where relevant to the intended purpose and reasonably foreseeable use, the manufacturer should also consider how downstream integration and end-use can affect the cybersecurity risk assessment (i.e. the specific context and conditions of use). Furthermore, manufacturers should inform their users, be they integrators, professional owners, or operators, consumers or others, through the information and instructions to the user about any assumptions or requirements that are needed for the secure installation, operation and use of the product with digital elements, in accordance with Article 13(18).

As stated in section 2.8 of the Blue Guide, manufacturers have to consider the conditions of use which can be reasonably foreseen prior to placing a product on the market, notably when such use could result from lawful and readily predictable human behaviour. This means manufacturers have to look beyond what they consider the intended use of a product and place themselves in the position of the average user of a particular product and envisage in what way they would reasonably consider using the product. For instance, as stated in section 3.1 of the Blue Guide, a tool designed and intended to be used by professionals only (such as an industrial IoT sensor or virtual private network), might eventually also be used by non-professionals; consequently, the design and instructions accompanied must take this possibility into account. Similarly, information necessary for the secure installation should still be provided in a way which is clear, understandable, intelligible and legible given the intended audience who is expected to carry out the installation, in accordance with Article 13(18). If the product can be easily accessible and is likely to be used by consumers, the manufacturer should consider the needs and risks of those consumers, such as through appropriate information and instructions to the users, including instructions for the secure installation, operation and use of the product with digital elements).

However, as set out in section 2.8 of the Blue Guide, not all risks can be prevented by product design, so intended or foreseeable deployment conditions should also be considered. Where relevant, the cybersecurity risk assessment should take into account other measures that may be put in place by intended or foreseeable category of user (e.g. professional). For instance, the supervision and assistance of the intended users should be considered as part of the conditions which can be reasonably foreseen for products to be installed and used within certain professional settings, such as an industrial plant. As another example, some professional machine tools are intended for use by averagely skilled and trained workers under the supervision of their employer; the responsibility of the manufacturer cannot be engaged if such machine tools are rented by a distributor or third-party service-provider for use by unskilled and untrained consumers. Furthermore, it may in some cases be reasonable for the manufacturer to allow through the design of the product that the user can alter the product's configurations, removing security functionality or downgrading security measures to ensure legacy compatibility. In such cases, the manufacturer should include the relevant cybersecurity risks in their cybersecurity risk assessment, implement specific treatment measures covering those risks, and accompany those usage possibilities with appropriate information and instructions to the user to ensure secure deployment and that required security outcomes can be achieved. In addition, where this circumstance may lead to significant cybersecurity risks, the manufacturer should explicitly mention those risks in accordance with point 5 of Annex II of the CRA.

Vgl. FAQ 4.1.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
24.
„vernünftigerweise vorhersehbare Verwendung“ eine Verwendung, die nicht unbedingt der vom Hersteller in der Gebrauchsanleitung, im Werbe- oder Verkaufsmaterial und in Erklärungen und der technischen Dokumentation angegebenen Zweckbestimmung entspricht, die sich aber aus einem vernünftigerweise vorhersehbaren menschlichen Verhalten oder aus technischen Vorgängen oder Wechselwirkungen wahrscheinlich ergibt;
25.
„vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung“ die Verwendung eines Produkts mit digitalen Elementen in einer Weise, die nicht seiner Zweckbestimmung entspricht, die sich aber aus einem vernünftigerweise vorhersehbaren menschlichen Verhalten oder einer vernünftigerweise vorhersehbaren Interaktion mit anderen Systemen ergeben kann;
Kommissions-FAQ
FAQ 4.1.5Was ist eine vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung, und wie wirkt sie sich auf die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken aus?Q
Eine vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung ist eine Nutzung, die nicht der Zweckbestimmung entspricht. Mit ihr muss der Hersteller aber rechnen, auch durch Interaktion mit anderen Systemen. Kann sie zu erheblichen Cybersicherheitsrisiken führen, weist er in der Anwenderdokumentation darauf hin. Ein Beispiel: Die Anleitung verlangt ein sicheres Netz. Dann kann der Betrieb in einem unsicheren Netz eine vorhersehbare Fehlanwendung sein. Drohen daraus erhebliche Risiken, benennt der Hersteller sie. Das Hacken des eigenen Geräts aus Spaß oder zur Sicherheitsforschung entspricht nicht unbedingt der Zweckbestimmung. Insoweit ist es eine Form der Fehlanwendung. Außerdem informiert der Hersteller die Nutzer, unter welchen Bedingungen das Produkt sicher in Betrieb genommen und eingebunden wird. Umgekehrt sollen Nutzer die Nutzungsbedingungen des Herstellers beachten, soweit sie angemessen sind, gemessen auch an wenig versierten oder schutzbedürftigen Nutzern.

What is reasonably foreseeable misuse, and how does it affect the cybersecurity risk assessment?

In accordance with Article 13(18), the manufacturer should provide information to the users regarding the expected conditions for secure deployment and integration of the product. On their part, user should take into consideration the lawful conditions of use of the product defined by the manufacturer, provided these are reasonable and appropriate to the intended purpose and reasonably foreseeable use, in particular where low-skilled or vulnerable users are concerned. Article 3(24) defines 'reasonably foreseeable misuse' as the use of a product with digital elements in a way that is not in accordance with its intended purpose, but which may result from reasonably foreseeable human behaviour or interaction with other systems. For instance, if the information and instructions to the user mentions that the product must be deployed on a secure network, deploying it on an insecure network might constitute a reasonably foreseeable misuse. Similarly, although some users might be hacking their devices for fun (or for security research), this use is not necessarily in line with the manufacturer's stated intended purpose and reasonably foreseeable use, and therefore would constitute a form of misuse. [Fn. 7]

Furthermore, manufacturers shall ensure that products with digital elements are accompanied by the information and instructions to the user set out in Annex II, including any known or foreseeable circumstance, related to the use of the product with digital elements in accordance with its intended purpose or under conditions of reasonably foreseeable misuse, which may lead to significant cybersecurity risks. Risks concerning reasonably foreseeable misuse must also be communicated in the information and instructions to the user. For instance, where the information and instructions to the user mentions that the product must be deployed on a secure network, this implies that the manufacturer may not have covered certain risks emerging from use on insecure networks. The manufacturer should therefore inform the user wherever such reasonably foreseeable misuse may still lead to significant cybersecurity risks.

Fn. 7: As stated in , Member States should aim to address, to the extent possible, the challenges faced by vulnerability researchers, including their potential exposure to criminal liability, in accordance with national law. Given that natural and legal persons researching vulnerabilities could in some Member States be exposed to criminal and civil liability, Member States are encouraged to adopt guidelines as regards the non-prosecution of information security researchers and an exemption from civil liability for their activities.

Vgl. FAQ 4.1.5 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
26.
„notifizierende Behörde“ die nationale Behörde, die für die Einrichtung und Durchführung der erforderlichen Verfahren für die Bewertung, Benennung und Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen und für deren Überwachung zuständig ist;
27.
„Konformitätsbewertung“ das Verfahren, mit dem überprüft wird, ob die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erfüllt werden;
28.
„Konformitätsbewertungsstelle“ eine Konformitätsbewertungsstelle im Sinne von Artikel 2 Nummer 13 der Verordnung (EG) Nr. 765/2008.
29.
„notifizierte Stelle“ eine Konformitätsbewertungsstelle, die nach dieser Verordnung und anderen einschlägigen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union benannt wurde;
Kommissions-FAQ
FAQ 6.9Was sind notifizierte Stellen?Q
Als notifizierte Stellen prüfen private oder öffentliche Einrichtungen, ob Produkte dem CRA entsprechen. Ihre Kompetenz bewerten die notifizierenden Behörden der Mitgliedstaaten, die Liste steht in der Datenbank der Kommission. Von Herstellern und Marktüberwachungsbehörden müssen sie unabhängig sein. Praxistipp: Die notifizierten Stellen stehen in der Datenbank der Kommission (Single Market Compliance Space, Nachfolger von NANDO). Die in Deutschland notifizierten Stellen lassen sich dort nach Land filtern; ob eine Stelle für den CRA notifiziert ist, zeigt ihr Eintrag.

What are notified bodies?

Notified bodies are private or public entities that examine products to ensure that they comply with the CRA. Their competence is assessed by notifying authorities of Member States and the list is available on the NANDO (https://webgate.ec.europa.eu/single-market-compliance-space/notified-bodies) system.

Notified bodies have to be independent vis-à-vis the manufacturers and the market surveillance authorities, to avoid any conflict of interest.

Vgl. FAQ 6.9 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
30.
„wesentliche Änderung“ eine Änderung des Produkts mit digitalen Elementen nach dessen Inverkehrbringen, die sich auf die Konformität des Produkts mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in auswirkt oder zu einer Änderung des bestimmungsgemäßen Zwecks, für den das Produkt geprüft wurde, führt;
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 4Wesentliche Änderung und ReparaturG
Wesentlich ist eine Änderung nach dem Inverkehrbringen, wenn sie die Erfüllung der grundlegenden Anforderungen berührt oder den Zweck ändert, für den das Produkt geprüft wurde. Wer ein Produkt wesentlich ändert und bereitstellt, gilt als Hersteller, auch als Einführer oder Händler. Das gilt auch für Produkte, die vor dem 11.12.2027 in Verkehr gebracht und danach wesentlich geändert werden. Bei später in Verkehr gebrachten Produkten löst eine wesentliche Änderung eine neue Konformitätsbewertung aus. Überholung, Wartung und Reparatur sind nicht automatisch wesentlich, auch nicht mit leistungsfähigeren Teilen, solange Zweck und Konformität unberührt bleiben. Bei physischen Änderungen entscheidet der Einzelfall. Eine Aufrüstung durch den Hersteller kann dagegen wesentlich sein. Nach dem Blue Guide der Kommission ist ein überholtes Produkt neu, wenn alles zutrifft:
  1. Leistung, Zweck oder Art ändern sich, ohne dass die Risikobewertung das vorsah.
  2. Die Gefährdung ändert sich oder das Risiko steigt.
  3. Das Produkt wird bereitgestellt.

Substantial modifications and spare parts

90

Article 3(30) of the CRA defines a ‘substantial modification’ as a change to the product with digital elements following its placing on the market, which (i) affects the compliance of the product with digital elements with the essential requirements set out in Part I of Annex I; or (ii) results in a modification to the intended purpose for which the product with digital elements has been assessed.

91

The notion of substantial modification is relevant for ascertaining CRA obligations in a number of cases, including the following:

a. in accordance with Article 21, an importer or distributor that carries out a substantial modification of a product with digital elements already placed on the market is considered to be its manufacturer;

b. in accordance with Article 22, any natural or legal person that carries out a substantial modification of a product with digital elements and makes it available on the market is considered to be its manufacturer;

c. in accordance with Article 69(2), any natural or legal person that carries out a substantial modification after 11 December 2027 of a product with digital elements placed on the market before 11 December 2027 and places it on the market is considered to be its manufacturer;

d. for manufacturers of products with digital elements placed on the market after 11

December 2027, in order to determine whether a product with digital elements is required to undergo a new conformity assessment procedure due to changes made after that date, particularly in light of the iterative nature of software development.

92

Therefore, it is important to provide guidance to help economic operators understand when hardware or software modifications qualify as substantial modifications.

4.1 Physical repairs

93

As stated in of the CRA, ‘where a product with digital elements is subject to ‘refurbishment’, ‘maintenance’ and ‘repair’ as defined in Article 2, points (18), (19) and (20), of Regulation (EU) 2024/1781 of the European Parliament and of the Council, this does not necessarily lead to a substantial modification of the product, for instance if the intended purpose and functionalities are not changed and the level of risk remains unaffected. However, an upgrade of a product with digital elements by the manufacturer might lead to changes in the design and development of that product and might therefore affect its intended purpose and compliance with the requirements set out in this Regulation’. This is consistent with Section 2.1 of the Blue Guide, which recalls that ‘a product subject to important changes or overhaul after it has been put into service must be considered as a new product if: i) its original performance, purpose or type is modified, without this being foreseen in the initial risk assessment; ii) the nature of the hazard has changed or the level of risk has increased in relation to the relevant Union harmonisation legislation; and iii) the product is made available (or put into service if the applicable legislation also covers putting into service within its scope). This has to be assessed on a case-by-case basis and, in particular, in view of the objective of the legislation and the type of products covered by the legislation in question’.

94

Operations of refurbishment, maintenance or repair which result in physical modifications of products with digital elements already placed on the market do not necessarily amount to substantial modifications. A case-by-case assessment should therefore be performed, to ascertain whether such physical modification affects the compliance of the product with digital elements with the essential requirements of Part I of Annex I, or results in a change to the product’s intended purpose covered by the cybersecurity risk assessment.

95

Replacing defective parts or worn items by parts that perform better (e.g. because of technical progress or because the old part is no longer produced) does not in itself trigger a substantial modification of the repaired product with digital elements. It only does so if the performance change or the way the repaired product with digital elements operates (i) affects its compliance with the essential requirements or (ii) results in a change to the intended purpose that was not covered by the risk assessment.

Example 35: The manufacturer of a computer server performs a repair operation, switching out a defective RAM with a new, better performing one. The server’s compliance with the essential requirements is not affected. The server performs better, but its new performance remains within the server’s intended use as considered in the cybersecurity risk assessment. The computer server is not considered to be substantially modified.

Vgl. Abschnitt 4–4.1 · Rn. 90–95 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Guidance 4.3Software-Updates als wesentliche ÄnderungG
Ob ein Update eine wesentliche Änderung ist, hängt nicht am Umfang, sondern am Risiko: Auch eine kleine neue Funktion kann wesentlich sein. Wesentlich ist ein Update in der Regel, wenn es die Zweckbestimmung ändert oder Risiken bringt, die die Risikobewertung nicht abdeckt. Im Einzelfall kann der Hersteller unter anderem prüfen, ob das Update
  1. neue Angriffsvektoren schafft, zum Beispiel neue Schnittstellen, Kommunikationskanäle, Ausführungsumgebungen oder externe Abhängigkeiten,
  2. neue Angriffsszenarien ermöglicht,
  3. bekannte Angriffe wahrscheinlicher macht, zum Beispiel durch geringeren Aufwand, mehr Erreichbarkeit für Unbefugte oder geschwächte Schutzmaßnahmen,
  4. die Auswirkungen bekannter Angriffe vergrößert.
Trifft nichts davon zu und gelten die Annahmen und Maßnahmen der Risikobewertung weiter, ist das Update wahrscheinlich nicht wesentlich. Trifft etwas davon zu, bewertet der Hersteller die Risiken neu. Er prüft, ob das Produkt die grundlegenden Anforderungen weiter erfüllt. Sicherheitsupdates sind in der Regel nicht wesentlich, auch wenn sie technisch viel ändern oder Funktionen einschränken, um Schwachstellen zu schließen. Für die Sicherheit seiner Updates bleibt der Hersteller im Supportzeitraum in jedem Fall verantwortlich; Risikobewertung und technische Dokumentation hält er aktuell. Wesentlich ist zum Beispiel:
  • Dashboard steuert jetzt Maschinen: Aus dem Anzeigewerkzeug wird eines zur Steuerung.
  • App entscheidet selbst: Sie erstellt Verhaltensprofile und unterdrückt oder empfiehlt Inhalte.
  • „Angemeldet bleiben“: Lokal gespeicherte Login-Tokens bringen nicht bewertete Risiken.
  • Export von Diagnoseprotokollen: Sensible Betriebsdaten liegen unverschlüsselt vor.
  • Sicherheitsupdate mit Cloud-Verschlüsselung: Alle Dateien gehen jetzt zum Dienst des Herstellers.
  • Sicherheitsupdate mit externem Schlüsseldienst: Neue Schnittstellen und Abhängigkeiten waren nicht bewertet.
Nicht wesentlich ist zum Beispiel:
  • Vorab bewertete Funktionen: Gruppenchat oder Steuerung standen schon in der Risikobewertung. Die Steuerung wird mit den dort vorgesehenen Schutzmechanismen freigeschaltet.
  • Behobene Programmierfehler: Das Update korrigiert eine fehlerhafte Eingabe- oder Token-Prüfung.
  • Strengere Sicherheitseinstellungen: Firewall-Regeln, geschlossene Ports, geänderte Passwortregeln oder eine Pflicht zur Multi-Faktor-Authentifizierung, sofern diese Funktion schon vorhanden oder vorgesehen war.
  • Stärkerer Algorithmus: Ein bereits unterstützter ersetzt einen abgekündigten.

Software updates as substantial modifications

103

Software development is iterative in nature, with software products with digital elements already placed on the market being frequently and continuously updated. In this context, it is useful to provide more guidance to ascertain when software is to be considered substantially modified. Such guidance is intended in particular to help manufacturers of software products with digital elements who make changes to their own products determine whether those changes amount to a substantial modification.

104

indicates that a product with digital elements is substantially modified where a change alters the level of cybersecurity risk, and where such altered or additional risk has not been considered by the manufacturer in its risk assessment and, consequently, in its implementation of the essential requirements. A manufacturer should therefore assess, on a case-by-case basis, whether a software update introduces new or increased cybersecurity risks, and whether such risks were already addressed in its risk assessment.

105

Where a manufacturer introduces new functionalities in a product with digital elements that result in a change to the product’s intended purpose as a whole, it is likely that the manufacturer did not consider such changes in its risk assessment. In such circumstances, the change would generally qualify as a substantial modification.

Example 40: A manufacturer places on the market a dashboard that collects data from machines and displays trends and alerts, without having the ability to control such machines. The manufacturer subsequently develops a new version of that dashboard, introducing functionalities that enable it to control the machines, including by adjusting operating parameters and restarting machines following fault conditions. As a result of these changes, the dashboard’s intended purpose has evolved beyond what was envisaged in the risk assessment, shifting from a situational awareness tool to a product with digital elements intended to exercise operational control over other devices. The dashboard has therefore been substantially modified.

Example 41: A manufacturer places on the market a consumer software application intended to organise and display personal data, such as emails, messages, or documents, and to support basic search and filtering functions. The manufacturer subsequently introduces an update that enables the application to automatically analyse user content in order to generate behavioural profiles and make automated decisions affecting the prioritisation, suppression, or recommendation of content without user intervention. As a result of this change, the software’s intended purpose shifts from a user-controlled information management tool to an automated decision-making system, which was not envisaged in the risk assessment. The application has therefore been substantially modified.

106

At the same time, however, it is possible that a manufacturer progressively introduces new functionalities already included in its risk assessment or that do not, in themselves, alter the cybersecurity risk profile of the product with digital elements. This may be the case, for example, where the manufacturer has anticipated the development of those functionalities, has already described and assessed the associated risks, and has implemented appropriate mitigation measures to ensure continued compliance with the essential requirements. This may also be the case where the new functionalities do not implement changes that introduce new or increased risks. Updates of this nature should therefore not be regarded as substantial modifications, as they do not increase the cybersecurity risk and consequently do not change the implementation of the essential requirements.

Example 42: A messaging application is initially released with functionality limited to one-to-one messaging. The manufacturer’s risk assessment covers the later introduction of group messaging, including for example the increased complexity of message routing. In a subsequent update, the manufacturer adds a group chat functionality together with administrator controls and moderation tools that were already foreseen and assessed in the original design. The update implements functionalities that fall within the scope of the original intended purpose and risk assessment. The messaging application has therefore not been substantially modified.

Example 43: A production monitoring system is placed on the market with read-only dashboards enabled, while automated control features are present in the system architecture but remain disabled. The manufacturer’s risk assessment explicitly covers the future activation of automated control loops, including the cybersecurity risks associated with closed-loop control, as well as safeguards such as operator override mechanisms and fail-safe states. In a later update, the manufacturer enables the automated control features and activates the safeguards as originally assessed. The production monitoring system has therefore not been substantially modified.

107

Conversely, even limited or seemingly minor new functionalities may introduce significant cybersecurity risks that impact compliance with the essential requirements. The assessment of substantial modification should therefore not be based on the scale or complexity of the change, but on its potential adverse impact on the cybersecurity risk profile of the product with digital elements and consequently the implementation of the essential requirements.

Example 44: A manufacturer introduces an update to a software application adding a ‘remember me’ or persistent login feature that stores authentication tokens locally to improve user convenience. Although the functionality is limited in scope, it introduces new risks related to token theft, unauthorised access, and session hijacking that were not considered in the risk assessment. The update therefore affects compliance with the essential requirements. The software application has been substantially modified.

Example 45: A manufacturer adds a new logging and diagnostics feature to an existing software product with digital elements, enabling detailed system logs to be exported for troubleshooting purposes. While the functionality appears minor, it results in the collection and storage of sensitive operational data in an unencrypted format, introducing risks of data exposure that were not previously assessed or mitigated. The change may therefore have a significant impact on the cybersecurity risk profile of the product with digital elements. The software product with digital elements has been substantially modified.

108

In line with of the CRA, security updates are generally not to be regarded as substantial modifications, as their primary purpose is to reduce the level of cybersecurity risk associated with the product with digital elements. A security update that does not modify that product’s intended purpose and does not introduce new cybersecurity risks should therefore not be considered a substantial modification, even where that update may introduce significant technical changes. This includes where certain functionalities are modified or constrained solely for the purpose of mitigating identified vulnerabilities and ensuring continued compliance with the essential requirements.

Example 46: A manufacturer deploys a security update to address a vulnerability in the codebase of a product with digital elements by correcting an input validation error that could lead to a buffer overflow, or by fixing a logic flaw allowing authentication bypass through improper session token validation. The update modifies the internal implementation of the software without affecting that product’s intended purpose or introducing new exposure. Such an update is intended exclusively to reduce the cybersecurity risk. The security update should not be considered a substantial modification.

Example 47: A manufacturer introduces a security update that strengthens existing security configurations, such as tightening firewall rules, disabling unused network ports, changing default administrator password policies, or making multi-factor authentication mandatory where such functionality was already available or foreseen. Although the update may affect how users configure or access the product with digital elements, it does not alter its intended purpose and serves solely to enhance its security posture. The security update should not be considered a substantial modification.

Example 48: A manufacturer places on the market a software product with digital elements that secures communications using a configurable encryption framework supporting multiple cryptographic algorithms and key sizes, as described in the product’s technical documentation and risk assessment. The risk assessment covers all the cryptographic options provided in the product with digital elements and anticipates the future deprecation of certain algorithms. The risk assessment also includes mitigation measures, such as cryptographic agility, internal key management, and compatibility testing. In response to emerging cryptographic guidance, the manufacturer deploys a security update that disables a deprecated algorithm and activates a stronger, already supported alternative, without introducing new external dependencies or altering data flows. As the update implements a security measure that was foreseen and assessed as part of the original design, and it does not introduce new cybersecurity risks, the security update should not be considered a substantial modification.

109

By contrast, a security update may qualify as a substantial modification where, notwithstanding its security objective, the update results in the intended purpose of the product with digital elements being modified beyond what was originally foreseen or introduces new or increased cybersecurity risks. This may be the case, for example, where an update materially changes that product’s boundaries or dependency structure in a way not foreseen in the risk assessment, e.g. by materially altering data flows, or adding new externally reachable interfaces.

Example 49: A manufacturer places on the market a software product with digital elements intended to provide local file encryption for data stored on a user’s device, enabling users to encrypt and decrypt files on demand. Following the discovery of a vulnerability in the encryption workflow, the manufacturer deploys a security update that removes local encryption functionality and instead requires all files to be uploaded to, stored in, and processed by a remote encryption service operated by the manufacturer. As a result of this change, the product with digital elements no longer performs local encryption as originally intended, instead functioning as a remote encryption and data processing service. Although the update is introduced for security reasons, it fundamentally alters that product’s intended purpose in a manner not foreseen in the risk assessment and therefore qualifies as a substantial modification.

Example 50: A manufacturer places on the market a software product with digital elements that relies on an established encryption protocol and an internally managed key lifecycle to secure communications between components of the product with digital elements. In response to newly identified cryptographic weaknesses, the manufacturer introduces a security update that replaces the existing encryption mechanism with a different protocol requiring the use of an external key management service operated by a third party. As a result of this change, the dependencies and data flows of the product with digital elements are materially altered, introducing new external interfaces and reliance on third-party services not considered in the risk assessment. Although the update is security-driven, it introduces new cybersecurity risks, and therefore qualifies as a substantial modification.

110

As stated in point 104 above, whether a software update constitutes a substantial modification should be assessed on a case-by-case basis. When performing this assessment, manufacturers may consider, in a non-exhaustive manner, whether the software update:

a. introduces new threat vectors, such as additional interfaces, communication channels, execution environments, or external dependencies through which threats could materialise;

b. enables new attack scenarios, including for example new ways in which unauthorised access, manipulation, interference or misuse of the product with digital elements, or of data processed by it, could plausibly occur;

c. changes the likelihood of previously identified attack scenarios, for example by lowering the effort or expertise required to exploit them, increasing exposure to untrusted actors, or weakening existing safeguards;

d. changes the potential impact of previously identified attack scenarios, including for example the scope of affected data or functions, the severity of operational, safety or economic consequences, or the ability to detect, contain or recover from an incident.

111

In some cases, a software update does not introduce new threat vectors, does not enable new attack scenarios, and does not materially alter the likelihood or impact of previously identified attack scenarios. This may indicate that the update does not introduce new or increased cybersecurity risks, provided that the assumptions and mitigation measures relied upon in the risk assessment remain valid and effective. It is therefore likely that the update does not qualify as a substantial modification.

112

Conversely, a software update may introduce new threat vectors, enable new attack scenarios, or materially alter the likelihood or impact of existing attack scenarios. In such cases, the manufacturer should reassess the cybersecurity risks of the product with digital elements and determine whether the essential requirements continue to be met, including whether the update introduces new or increased risks not foreseen in the risk assessment.

113

Whether a software update qualifies as a substantial modification is relevant when determining whether certain obligations under the CRA apply, as set out in point 91. However, irrespective of that qualification, manufacturers remain responsible for ensuring the security of software updates and of their product with digital elements during its support period, in accordance with the vulnerability handling requirements set out in Part II of Annex I to the CRA. Furthermore, regardless of whether software updates qualify as substantial modifications or not, manufacturers are required to keep the risk assessment and the technical documentation accurate, complete and continuously up to date, in accordance with Articles 13(7) and 31(2).

Vgl. Abschnitt 4.3 · Rn. 103–113 · C(2026) 5252
Guidance 4.4Folgen einer wesentlichen ÄnderungG
Ein wesentlich geändertes Produkt ist für den CRA ein neues Produkt. Wird es auf dem Markt bereitgestellt, gilt das als neues Inverkehrbringen. Dabei ist gleich, wer es geändert hat: der ursprüngliche Hersteller, ein Einführer, ein Händler oder eine andere Person. Für Einführer und Händler folgt das aus , für alle anderen aus . Für den ursprünglichen Hersteller gilt der allgemeine Maßstab des EU-Produktrechts. Sein Produkt ist neu, wenn
  1. Leistung, Zweck oder Bauart verändert sind,
  2. sich die Art der Gefährdung geändert oder das Risiko erhöht hat und
  3. er es auf dem Markt bereitstellt.

Consequences of a substantial modification

114

The consequences of a substantial modification carried out by an actor other than the original manufacturer of a product with digital elements already placed on the market are addressed in Articles 21 and 22 of the CRA. Article 21 concerns importers and distributors, while Article 22 concerns any natural or legal person other than the manufacturer, importer or distributor.

115

Where the substantial modification is carried out by the original manufacturer of the product with digital elements, the consequences derive from the generally established concept of substantial modification referred to in of the CRA and are further elaborated in Section 2.1 of the Blue Guide. That section states that a product that has been subject to significant changes or an overhaul after being placed on the market is to be considered a new product where its original performance, purpose or type has been modified, the nature of the hazard has changed or the level of risk has increased, and the product with digital elements is made available on the market.

116

The generally established consequence is therefore that, where a modification of a product with digital elements qualifies as a substantial modification and the modified product with digital elements is made available on the market, it is to be treated as a new product with digital elements for the purposes of the CRA. As a result, the act of making the substantially modified product available on the market constitutes a new placing on the market. This applies whether the substantial modification is carried out by the original manufacturer or by another person. In order to ensure that the CRA is applied in a uniform and proportionate manner across the different categories of actor that may carry out a substantial modification, the following subsections address the resulting obligations of the person carrying out the substantial modification when the substantially modified product with digital elements is placed on the market. The consequences for the support period of the product with digital elements are addressed in Section 5 Support period .

Vgl. Abschnitt 4.4 · Rn. 114–116 · C(2026) 5252
Steht auch bei,
Guidance 4.4.1Wesentliche Änderungen durch eine andere Person als den ursprünglichen HerstellerG
Wer ein fremdes Produkt wesentlich ändert und bereitstellt, wird Hersteller. Schadet die Änderung der Cybersicherheit des Ganzen nicht, gelten seine Pflichten nur für den geänderten Teil. Tests und Dokumentation für unberührte Teile muss er nicht wiederholen. Er muss aber belegen, dass sie unberührt sind. Für die unveränderten Teile bleibt der ursprüngliche Hersteller zuständig. Schadet die Änderung dem Ganzen, gilt das Produkt als neu und alle Pflichten gelten für das Ganze. Das ist zum Beispiel so, wenn sie nicht auf eine Komponente oder ein Teilsystem beschränkt bleibt. Wer Komponenten zu einem eigenen Produkt zusammenbaut, ändert kein fremdes Produkt, sondern ist Hersteller des ganzen neuen Produkts. Für Komponenten, die selbst unter den CRA fallen, kann er sich auf die Konformitätsarbeit ihrer Hersteller stützen.
  • Gerät zur landwirtschaftlichen Überwachung: Ein Unternehmen kombiniert zugekaufte Module mit eigener Firmware und eigenen Sensoren. Es ändert kein fremdes Produkt, sondern bringt ein neues in Verkehr.

Substantial modifications carried out by a person other than the original manufacturer

117

In accordance with Articles 21 and 22, where a substantial modification of a product with digital elements already placed on the market is carried out by a natural or legal person other than the manufacturer of the product with digital elements, the person who carries out the substantial modification and makes the modified product with digital elements available on the market is to be regarded as the manufacturer of the modified product with digital elements, irrespective of whether that person was involved in the original design or placing on the market of that product.

118

Article 22 further clarifies that the person carrying out the modification is subject to the obligations laid down in Articles 13 and 14 only in respect of the part of the product with digital elements affected by the substantial modification, where that modification does not have an impact on the cybersecurity of the product with digital elements as a whole.

119

Where a substantial modification affects compliance with the essential requirements but does not negatively affect the cybersecurity of the product with digital elements as a whole, the person carrying out the modification is subject to Articles 13 (including the obligation to ensure compliance with the essential requirements and to carry out a conformity assessment procedure) and 14 (reporting obligations) only in relation to the part of the product with digital elements that has been substantially modified 16 . Furthermore, the original manufacturer’s obligations under the CRA continue to apply to the original product with digital elements placed on the market, ensuring continuity in vulnerability handling and compliance for the unchanged parts.

120

A case of substantial modification should not be confused with cases of integration, in which a person assembles components (including, where appropriate, by modifying them) into a new product with digital elements that they themselves place on the market. In such cases, the integrator is not modifying a product with digital elements already placed on the market by another manufacturer; rather, it is placing a new product with digital elements of its own on the market. The integrator is the manufacturer of that new product with digital elements for the purposes of the CRA and is required to comply with the Regulation in its entirety in respect of the product with digital elements as a whole. Where the manufacturer integrates components that are subject to the CRA, it may rely on the compliance activities of the components’ manufacturers to facilitate its own compliance with the CRA.

Example 51: A company purchases off-the-shelf microcontroller modules and connectivity components from third-party suppliers, develops proprietary firmware and a sensor package, and assembles them into a connected agricultural monitoring product with digital elements that it places on the market under its own name. Although the company has modified the underlying microcontroller modules and combined them with other components, it is not substantially modifying a product with digital elements already placed on the market; rather, it is placing a new product with digital elements on the market. The company is the manufacturer of the agricultural monitor for the purposes of the CRA and is required to comply with the Regulation in respect of the agricultural monitor as a whole.

121

Where a substantial modification carried out by a person other than the original manufacturer negatively affects the cybersecurity of the product with digital elements as a whole, for example because the modification is no longer targeted or limited to a specific component or subsystem, the modified product with digital elements made available on the market should be treated as a new product with digital elements subject to the CRA in its entirety. In such cases, that product’s overall cybersecurity risk profile has changed, and the modification cannot be assessed without considering the product with digital elements as a whole. The person carrying out the modification is subject to the obligations of a manufacturer laid down in Articles 13 and 14 in respect of the modified product with digital elements as a whole.

Fn. 16 In line with Section 2.1 of the Blue Guide, ‘it is not necessary to repeat tests and produce new documentation in relation to aspects not impacted by the modification. It is up to the natural or legal person who carries out changes or has changes carried out to the product to demonstrate that not all elements of the technical documentation need to be updated. The natural or legal person who carries out changes or has changes carried out to the product shall be responsible for the conformity of the modified product and draw a declaration of conformity, even if they use existing tests and technical documentation’.

Vgl. Abschnitt 4.4.1 · Rn. 117–121 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Guidance 4.4.2Wesentliche Änderungen durch den ursprünglichen HerstellerG
Ändert der ursprüngliche Hersteller sein Produkt wesentlich, zum Beispiel bei laufender Softwareentwicklung, gilt es als neu in Verkehr gebracht. Er bleibt Hersteller und muss nicht alles neu prüfen: Unterlagen und Tests für nicht betroffene Teile darf er wiederverwenden. Die Konformitätsbewertung, auch durch eine notifizierte Stelle, konzentriert sich auf die geänderten Teile.

Substantial modifications carried out by the original manufacturer

122

Where the substantial modification is carried out by the original manufacturer, including in the context of iterative development of software products with digital elements, that manufacturer remains the manufacturer for the purposes of the CRA. However, the substantially modified product with digital elements is to be considered as newly placed on the market.

123

In accordance with Section 2.1 of the Blue Guide, the original manufacturer placing the substantially modified product with digital elements on the market may reuse existing documentation and tests for aspects of the product with digital elements that are not impacted by the substantial modification. Particularly where the manufacturer places substantially modified versions of the same product with digital elements on the market, the conformity assessment procedure should focus on the substantially modified parts of the product with digital elements. Similarly, where a third-party conformity assessment is performed, the conformity assessment body should focus its assessment on the substantially modified parts. For unchanged parts of the product with digital elements, it may reuse existing documentation and test results.

Vgl. Abschnitt 4.4.2 · Rn. 122–123 · C(2026) 5252
31.
„CE-Kennzeichnung“ eine Kennzeichnung, durch die ein Hersteller erklärt, dass ein Produkt mit digitalen Elementen und die vom Hersteller festgelegten Verfahren den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in und anderen geltenden Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union über ihre Anbringung genügen;
Kommissions-FAQ
FAQ 6.7Was ist die CE-Kennzeichnung?Q
Mit der CE-Kennzeichnung erklärt der Hersteller, dass sein Produkt allen anwendbaren EU-Produktvorschriften entspricht, besonders dem CRA. Er darf sie nur nach positiver Konformitätsbewertung anbringen. Sie ist sichtbar, lesbar und dauerhaft, an gut sichtbarer Stelle und in der Regel mindestens 5 mm groß. Kleiner nur bei zu kleinem Produkt und wenn sie sichtbar bleibt, nie aus Designgründen. Software trägt sie auf der EU-Konformitätserklärung oder leicht und direkt erreichbar auf ihrer Website.

What is the CE marking?

The CE marking is a simple visual self-declaration of the manufacturer that the product is compliant with all the applicable NLF pieces of legislation and, in particular, with the CRA. It is addressed to consumers and market surveillance authorities. It is regulated in Articles 29 and 30. Further information can also be found in section 4.5.1. of the Blue Guide.

Products must bear the CE marking in a visible, legible and indelible way. As a general rule, it has to be larger than 5 mm. Exceptions can be accepted when the size of the product does not allow it, provided that it remains visible. The CE marking cannot have a size less than 5 mm on the grounds of aesthetic reasons.

The CE marking cannot be affixed in a part of the product that is not easily visible according to its intended use.

Software products also need to bear the CE marking. In accordance with Article 30(1), for software products the CE marking shall be affixed either to the EU declaration of conformity or on the website accompanying the software product. In the latter case, the relevant section of the website shall be easily and directly accessible to consumers.

The CE marking cannot be affixed if the manufacturer has not performed a conformity assessment procedure, with a positive result.

Vgl. FAQ 6.7 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
32.
„Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union“ die in Anhang I der Verordnung (EU) 2019/1020 aufgeführten Rechtsvorschriften der Union sowie alle sonstigen Rechtsvorschriften der Union zur Harmonisierung der Bedingungen für die Vermarktung von Produkten, auf welche die genannte Verordnung Anwendung findet;
33.
„Marktüberwachungsbehörde“ eine Marktüberwachungsbehörde gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 3 Nummer 4 der Verordnung (EU) 2019/1020;
34.
„internationale Norm“ eine internationale Norm gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012;
35.
„europäische Norm“ eine europäische Norm gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 2 Nummer 1 Buchstabe b der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012;
36.
„harmonisierte Norm“ eine harmonisierte Norm gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 2 Nummer 1 Buchstabe c der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012;
37.
„Cybersicherheitsrisiko“ das Potenzial für Verluste oder Störungen, die durch einen Sicherheitsvorfall verursacht werden, das als eine Kombination des Ausmaßes eines solchen Verlusts oder einer solchen Störung und der Wahrscheinlichkeit des Eintretens des Sicherheitsvorfalls zum Ausdruck gebracht wird;
38.
„erhebliches Cybersicherheitsrisiko“ ein Cybersicherheitsrisiko, bei dem aufgrund seiner technischen Merkmale davon auszugehen ist, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Sicherheitsvorfall führen wird, der schwerwiegende negative Auswirkungen haben und erhebliche materielle oder immaterielle Verluste oder Störungen verursachen könnte;
39.
„Software-Stückliste“ eine formale Aufzeichnung der Einzelheiten und Lieferkettenbeziehungen der Komponenten, die in den Softwareelementen eines Produkts mit digitalen Elementen enthalten sind;
40.
„Schwachstelle“ eine Schwäche, Anfälligkeit oder Fehlfunktion eines Produkts mit digitalen Elementen, die bei einer Cyberbedrohung ausgenutzt werden kann;
41.
„ausnutzbare Schwachstelle“ eine Schwachstelle, die von einem unbefugten Dritten unter praktischen Betriebsbedingungen wirksam genutzt werden kann;
42.
„aktiv ausgenutzte Schwachstelle“ eine Schwachstelle, zu der verlässliche Nachweise dafür vorliegen, dass ein böswilliger Akteur sie in einem System ohne Zustimmung des Systemeigners ausgenutzt hat;
Kommissions-FAQ
FAQ 5.2Muss ein Hersteller Zero-Day-Schwachstellen melden?Q
Ja, wenn der Hersteller verlässliche Belege hat, dass ein böswilliger Akteur sie ausgenutzt hat. Das kann zum Beispiel eine Schwäche bei Identifizierung oder Authentifizierung sein. Eine Zero-Day-Schwachstelle ist eine Schwachstelle, für die es noch keinen Patch gibt. Nicht meldepflichtig sind Schwachstellen ohne solche Belege, die in guter Absicht gefunden wurden, zum Beispiel:
  • von ethischen Hackern im Bug-Bounty-Programm des Herstellers,
  • von einem Prüflabor, das im Auftrag des Herstellers testet.
Solche Schwachstellen kann der Hersteller freiwillig melden. Praxistipp: Die Meldepflicht gilt seit dem 11.09.2026. Gemeldet wird über die einheitliche Meldeplattform der ENISA. Für Hersteller mit Hauptniederlassung in Deutschland geht sie an das BSI als koordinierendes CSIRT.

Does a manufacturer need to report zero-day vulnerabilities?

'actively exploited vulnerability' means a vulnerability for which there is reliable evidence that a malicious actor has exploited it in a system without permission of the system owner (Article 3(42))

Actively exploited vulnerabilities concern instances where a manufacturer establishes that a security breach affecting its users or any other natural or legal persons has resulted from a malicious actor making use of a flaw in one of the products with digital elements made available on the market by the manufacturer. Examples of such vulnerabilities could be weaknesses in a product's identification and authentication functions. Vulnerabilities that are discovered with no malicious intent for purposes of good faith testing, investigation, correction or disclosure to promote the security or safety of the system owner and its users should not be subject to mandatory notification ()

Vulnerabilities for which a patch or a security update is not yet available (so-called 'zero-day vulnerabilities') are subject to reporting in accordance with Article 14, when the manufacturer has reliable evidence that a malicious actor has exploited that vulnerability.

For example, a zero-day vulnerability discovered by ethical hackers, for which there is no evidence of previous malicious exploitation, and which is disclosed to the product's manufacturer as part of its bug-bounty programme (see ) is not an actively exploited vulnerability subject to mandatory reporting. Similarly, a zero-day vulnerability discovered by a cybersecurity assessment laboratory performing tests on behalf of the manufacturer, and for which there is no evidence of previous malicious exploitation, is not an actively exploited vulnerability subject to mandatory reporting. Manufacturers may still notify those vulnerabilities on a voluntary basis, in accordance with Article 15.

Vgl. FAQ 5.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
43.
„Sicherheitsvorfall“ einen Sicherheitsvorfall gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 6 Nummer 6 der Richtlinie (EU) 2022/2555;
44.
„Sicherheitsvorfall mit Auswirkungen auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen“ einen Sicherheitsvorfall, der sich negativ auf die Fähigkeit eines Produkts mit digitalen Elementen auswirkt oder auswirken kann, die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität oder Vertraulichkeit von Daten oder Funktionen zu schützen;
45.
„Beinahe-Vorfall“ einen Beinahe-Vorfall gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 6 Nummer 5 der Richtlinie (EU) 2022/2555;
46.
„Cyberbedrohung“ ist eine Cyberbedrohung gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 2 Nummer 8 der Verordnung (EU) 2019/881;
47.
„personenbezogene Daten“ personenbezogene Daten gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 4 Nummer 1 der Verordnung (EU) 2016/679;
48.
„freie und quelloffene Software“ eine Software, deren Quellcode offen geteilt wird und die im Rahmen einer kostenlosen Open-Source-Lizenz zur Verfügung gestellt wird, die alle Rechte vorsieht, um sie frei zugänglich, nutzbar, veränderbar und weiterverteilbar zu machen;
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 3Open-Source-SoftwareG
Wird Open-Source-Software veröffentlicht, aber nicht in Verkehr gebracht, fällt sie nicht unter den CRA. Ausnahme: Veröffentlicht sie ein Verwalter quelloffener Software, gelten für ihn nur die Pflichten aus (Cybersicherheitsstrategie, Behördenzusammenarbeit, je nach Unterstützung Meldungen). Open-Source-Software im Sinne des CRA liegt nur vor, wenn beides zutrifft:
  1. Sie steht unter einer freien Open-Source-Lizenz mit allen Rechten zu Zugang, Nutzung, Änderung und Weitergabe. Eine Lizenzliste nennt die Kommission nicht.
  2. Ihr Quellcode ist öffentlich, im eigenen oder in einem nachgelagerten Projekt.
Steht der Quellcode nur Zahlenden oder einem begrenzten Kreis offen, ist sie keine Open-Source-Software. Dasselbe gilt, wenn er nur so geteilt werden darf. Auf die Lizenz kommt es dann nicht an.

Free and open-source software

43

It is therefore useful to (i) clarify what FOSS is; (ii) when it is deemed to fall under the responsibility of a natural or legal person; and (iii) to provide examples to help stakeholders understand when the distribution of FOSS constitutes a placement on the market. Where FOSS is not placed on the market, it falls outside the scope of the CRA, unless the entity publishing it is a legal person that meets the definition of ‘open- source software steward’ (henceforth, ‘steward’) under Article 3(14). In that case, it is subject only to the obligations laid down in Article 24.

44

Article 3(48) defines FOSS as ‘software the source code of which is openly shared and which is made available under a free and open-source licence which provides for all rights to make it freely accessible, usable, modifiable and redistributable’. While this guidance does not identify specific free and open-source licences that are compatible with the definition laid down in Article 3(48), it follows from the wording of that provision that only software that cumulatively fulfils two conditions qualifies as FOSS for the purposes of the CRA: (i) the software must be made available under a free and open-source licence granting the full set of rights referred to in Article 3(48); and (ii) its source code must be openly shared.

45

The requirement that the licence provide for the software to be ‘freely accessible, usable, modifiable and redistributable’ reflects the traditional understanding of FOSS, namely that users must be able to access the source code, use it without undue restriction, modify it and redistribute original or modified versions. Access to the source code is therefore a necessary precondition for the exercise of the other rights: without access to the source code, it is not practically possible to modify or meaningfully reuse the software.

46

However, Article 3(48) goes beyond referring only to the licence terms, as it expressly requires that the source code ‘is openly shared’. The notion of ‘openly shared’ indicates that the source code must be made publicly available (either ‘upstream’ or ‘downstream’), and not merely provided on a restricted or conditional basis. Accordingly, software distributed under a free and open-source licence but whose source code is only shared (or allowed to be shared) with paying customers or a limited group of users is not to be considered FOSS within the meaning of Article 3(48). For the purposes of the CRA, only software whose source code is publicly available and licensed under a free and open-source licence granting the full set of rights referred to in Article 3(48) should therefore be considered to qualify as FOSS.

Vgl. Abschnitt 3 · Rn. 43–46 · C(2026) 5252
Guidance 3.1Feststellung, ob Open-Source-Software der eigenen Verantwortung unterliegtG
Verantwortlich für Open-Source-Software sind die Maintainer, die über Entwicklung, Releases und Vertrieb entscheiden. Contributors tragen nur Code bei und unterliegen dafür nicht dem CRA, auch nicht mit Commit-Rechten.
  • Pull Request mit Sicherheitspatch: Ein Entwickler reicht einen Patch ein, die Maintainer übernehmen ihn ins nächste Release. Der Entwickler bleibt Contributor ohne Pflichten.
Wer die Software verantwortet und geschäftlich liefert, ist Hersteller. Liefert eine juristische Person sie ohne Inverkehrbringen für geschäftliche Nutzung, kann sie Verwalter quelloffener Software sein.

Determining if free and open-source software is under one’s responsibility

47

The CRA places key responsibilities on economic operators that supply products with digital elements in the EU market. It defines the manufacturer as the natural or legal person that supplies a product with digital elements under its name or trademark, and that does so in the course of a commercial activity (thereby placing it on the market). Similarly, an importer is the natural or legal person established in the EU that supplies the product with digital elements of a person established outside of the EU, and that does so in the course of a commercial activity (thereby placing it on the market). The obligations of stewards apply to the legal person that supplies a FOSS intended for commercial activities 12 , but does not place it on the market within the meaning of the CRA.

48

Therefore, to determine whether a natural or legal person is placing FOSS on the EU market, first it needs to be clarified whether that natural or legal person is actually supplying the FOSS. To correctly establish the applicable obligations under the CRA, it is essential to determine whether the natural or legal person is indeed performing the action of supplying a FOSS. In fact, as recalled in , the CRA does not apply to natural or legal persons who contribute source code to products with digital elements qualifying as FOSS that are not under their responsibility.

49

Given the specificities of the development of FOSS, which often involves multiple contributors, decentralised collaboration models and a separation between contribution and decision-making, it is useful to clarify that FOSS is considered to be 'under the responsibility' of natural or legal persons who publish it and exercise primary control over its development, releases, and distribution decisions (often referred to as ‘maintainers’). Persons who contribute source code but do not control releases, roadmaps, or governance decisions are considered ‘contributors’; in such cases, the FOSS is not under their responsibility, even though they contributed code to it. The mere existence of technical permissions, such as commit access, is not sufficient to establish that the FOSS is under that person’s responsibility; responsibility lies with those who publish and control the FOSS.

Example 13: An individual developer or an employee of a company submits a ‘pull’ or ‘merge’ request containing a security patch or a new feature to a FOSS project. The project’s maintainers review, accept and merge the code into the main repository, subsequently including it in a new release. In this scenario, the person who submitted the pull request is a ‘contributor’ and is not subject to the CRA. Although that person contributed source code, they do not exercise primary control over the development, releases or distribution decisions.

Fn. 12 This is a necessary but not sufficient condition for a legal person to qualify as an open-source software steward, as the definition set out in Article 3(14) lays down additional conditions for a legal person to qualify as steward.

Vgl. Abschnitt 3.1 · Rn. 47–49 · C(2026) 5252
Guidance 3.2Wann ist Open-Source-Software in Verkehr gebracht?G
Open-Source-Software ist erst in Verkehr gebracht, wenn sie monetarisiert wird. Das ist der Fall, wenn der Herausgeber einen Preis für die Software selbst verlangt. In Verkehr gebracht sein kann sie auch in zwei weiteren Fällen:
  • Der Herausgeber monetarisiert über sie andere Produkte oder Dienste.
  • Er verlangt als Nutzungsbedingung personenbezogene Daten für andere Zwecke als Sicherheit, Kompatibilität oder Interoperabilität.
Spenden über den Kosten nennt die Kommission mit als Merkmal einer Geschäftstätigkeit. In einem bloßen Spendenlink sieht sie aber keine Gewinnabsicht, auch wenn die Spenden die Kosten übersteigen. Open-Source-Software, die sich nur über Spenden trägt, gilt wahrscheinlich nicht als in Verkehr gebracht. In Verkehr gebracht sein kann sie aber, wenn Spenden faktisch ein Preis sind. Das ist vor allem möglich, wenn Zugang, wesentliche Funktionen oder Updates von Spenden abhängen. Dasselbe gilt, wenn Spender vertragliche oder exklusive Vorteile über Community-Vergünstigungen hinaus erhalten. Eine kostenlose Community-Version neben einer Bezahlversion ist ein eigenes Produkt und nicht in Verkehr gebracht, auch bei freiem Kern mit bezahlter Erweiterung (Open Core). Liefert sie eine juristische Person, gelten für diese die Pflichten eines Verwalters quelloffener Software. In Verkehr gebracht sind zum Beispiel:
  • Bezahlte Binaries: Vorkompilierte Binaries kosten Geld.
  • Marktplatz-App: Kostenlos, der Herausgeber verdient an Werbung, Provisionen oder Abos.
  • VPN: Kostenlose App, zusätzliche Server kosten extra.
  • Fitness-App: Kostenlos, aber nur mit Datennutzung für Werbung.
  • Betriebssystem: Die Bezahl- oder Enterprise-Version mit Support, auch neben einer freien Version.
  • Nur für Spender: Releases, Binaries oder Updates gibt es nur gegen Spende.
Nicht in Verkehr gebracht sind zum Beispiel:
  • Kommandozeilenwerkzeug: Frei verfügbar, Schulung und Hilfe optional gegen Geld.
  • Einzelentwickler mit Support: Der Preis deckt nur Kosten und angemessenen Lebensunterhalt.
  • Installation durch Dienstleister: Er installiert fremde Open-Source-Software ohne wesentliche Änderung beim Kunden.
  • Spendenlink: Software und Updates bekommt jeder, auch ohne Spende.
  • Finanzierte Zusatzfunktion: Ein Hersteller bezahlt eine neue Funktion, der Entwickler teilt sie mit allen. Der Hersteller prüft die Software beim Einbau mit gebotener Sorgfalt.
  • Fördergeld und Sponsoring: Zuschüsse, Bug Bounties oder bezahlte Entwicklungsarbeit allein.

Determining if free and open-source software is placed on the EU market

3 Free and open-source software

40

As recalled in Section 2.1 Placing on the market , the CRA applies to products with digital elements that are made available on the EU market in the course of a commercial activity for the first time (i.e. ‘placed on the market’), as well as to any subsequent instance that constitutes making that same product with digital elements available on the market. The Blue Guide (Section 2.2) clarifies that ‘commercial activity’ is to be understood as providing goods, in return for payment or free of charge, in a business-related context and can only be appreciated on a case- by-case basis, taking into account the regularity of the supplies, the characteristics of the product, the intentions of the supplier, etc.

41

Supply in the course of a commercial activity is characterised by a range of circumstances, amply documented in the Blue Guide and recalled in of the CRA. These can include directly charging a price, as well as ‘charging a price for technical support services where this does not serve only the recuperation of actual costs, by an intention to monetise, for instance by providing a software platform through which the manufacturer monetises other services, by requiring as a condition for use the processing of personal data for reasons other than exclusively for improving the security, compatibility or interoperability of the software, or by accepting donations exceeding the costs associated with the design, development and provision of a product with digital elements’ () 11 .

42

The CRA, however, recognises the specificities in the different ways of developing and publishing ‘free and open-source software’ (FOSS) and offers some guidance to help identify whether a FOSS is a product with digital elements placed on the market (i.e. in the course of a commercial activity) within the meaning of the CRA. As explained in , ‘the mere circumstances under which the product with digital elements has been developed, or how the development has been financed, should […] not be taken into account when determining the commercial or non-commercial nature of that activity’. More specifically, ‘to ensure that there is a clear distinction between the development and supply phases, the provision of products with digital elements qualifying as free and open-source software that are not monetised by their manufacturers should not be considered to be a commercial activity’.

Fn. 11 It should also be recalled that, while often products with digital elements are monetised (also) via the processing of personal data, protection of personal data is a fundamental right and therefore personal data cannot be considered as a commodity, as indicated in recital 24 of Directive 2019/770 of the European Parliament and of the Council of 20 May 2019 on certain aspects concerning contracts for the supply of digital content and digital services, OJ L 136, 22.5.2019, pp. 1–27, ELI: http://data.europa.eu/eli/dir/2019/770/oj .

3.2 Determining if free and open-source software is placed on the EU market

50

Once it is established that a FOSS is under the responsibility of a natural or legal person, it needs to be established whether that person supplies it in the course of a commercial activity, thereby constituting a placement on the market.

3.2.1 Charging a price

51

Where the natural or legal person that supplies a FOSS charges a price for the software itself (e.g. by charging a price for the pre-compiled binaries), that person is placing a product with digital elements on the market. The person that places a FOSS on the market is therefore a manufacturer under the CRA.

52

Often, manufacturers of FOSS supply versions for free of that software (often called ‘community’ versions), whose codebase is (almost) identical to the paid version. Those products with digital elements, however, are different products: the paid version is monetised in some way (e.g. either by charging a price or via other means as discussed in this section) and therefore considered to be placed on the market, triggering the manufacturer’s obligations. The version provided for free (or community version) is not monetised and therefore is not considered to be placed on the market for the purposes of the CRA. This is also the case where the paid version is an ‘enhanced’ commercial version, which extends the codebase of the version provided for free, or incorporates that version into a broader product with digital elements (e.g. as in the case of the ‘open-core’ model).

53

If the person supplying the community version is a legal person, that legal person is also subject to the obligations on stewards for the version it supplies for free (the community version). If the entity is a natural person, the version provided for free (the community version) is not within the scope of the CRA.

3.2.2 Monetisation of other services or requiring the processing of personal data

54

A natural or legal person publishing a FOSS may also be placing it on the market (i.e. supplying it in the course of a commercial activity) where it provides the software through which it monetises other products with digital elements or services, or where it requires as a condition for use the processing of personal data for reasons other than exclusively for improving the security, compatibility or interoperability of the software.

Example 14: A natural or legal person publishes a free and open-source marketplace application. The application is available free of charge and enables users to purchase goods or services through it. The app allows the person that published it to monetise other products with digital elements and services offered through it (e.g. through advertisements, commission fees or subscription fees). Therefore, the application is considered placed on the market in the course of a commercial activity.

Example 15: A natural or legal person publishes a free and open-source VPN. The application is available free of charge, but it enables users to pay to access additional servers or dedicated IP addresses. That application allows that person to monetise other services offered through it, therefore it is considered placed on the market in the course of a commercial activity.

Example 16: A natural or legal person publishes a free and open-source fitness tracking application. The application is available free of charge, but its use is conditional upon the processing of users’ personal data for purposes such as targeted advertising or analytics unrelated to the security, compatibility or interoperability of the software. By requiring such data processing as a condition for use, the application is therefore considered placed on the market in the course of a commercial activity.

3.2.3 Support services

55

The mere fact that a natural or legal person publishing a FOSS also offers paid support services related to it does not, as such, mean that the product with digital elements is supplied in the course of a commercial activity. Support services may include activities such as consultancy, training or professional services related to the use, documentation, configuration and deployment of the software by a customer.

56

The decisive factor is whether access to the FOSS itself (i.e. the provision of the product with digital elements), including its maintenance, is conditioned on remuneration, rather than the mere offering of professional services around a freely available product with digital elements, as indicated in of the CRA (‘the provision of products with digital elements qualifying as free and open-source software that are not monetised by their manufacturers should not be considered to be a commercial activity’). Where the FOSS can be downloaded and installed freely, and users can optionally choose to purchase professional services separately, that FOSS is not considered to be placed on the market.

57

By contrast, in some cases access to a specific version of the product with digital elements including certain benefits such as technical assistance or performance optimisation, is conditioned on remuneration. In such cases, that provision constitutes a monetised provision of a product with digital elements supplied in the course of a commercial activity and is therefore considered placed on the market. This includes cases where a paid edition or enterprise version is made available under a commercial agreement, irrespective of whether functionally equivalent software is also available free of charge under a free and open-source licence.

Example 17: A natural or legal person publishes a free and open-source operating system, offering a paid version of that operating system which includes support services, such as technical assistance or performance optimisation. The paid version of the operating system is considered placed on the market in the course of a commercial activity.

Example 18: A natural or legal person publishes a free and open-source command line tool. The tool is freely accessible and anyone can download and install it. That natural or legal person separately offers professional services, such as optional consultancy services to train users and support them in installing and using the tool. That FOSS is not considered placed on the market within the meaning of the CRA.

58

Particularly in the case of natural persons publishing FOSS, offering technical assistance directly bundled with access to the product with digital elements would still not qualify as a commercial activity if, as indicated by of the CRA, the price charged serves only the recuperation of actual costs. Such actual costs include a variety of costs related to that software’s design, development and maintenance, including the person’s reasonable living expenses. Therefore, a natural person publishing a FOSS and offering technical assistance to cover their costs and obtain fair remuneration is not to be considered, on that basis alone, as placing that software on the EU market.

59

A natural or legal person offering technical assistance related to a FOSS not under its responsibility is not considered to be placing that software on the market, unless that person substantially modifies the FOSS, in accordance with Article 22, as part of their delivery of such assistance.

Example 19: A service provider does not publish a FOSS, but helps a customer install it on the customer’s on-premises server. It does so without performing a substantial modification of that FOSS. The service provider is therefore not considered to be placing the FOSS on the market.

3.2.4 Donations

60

Natural or legal persons publishing FOSS projects routinely include ways for users of that software to voluntarily donate money to thank the project’s publisher(s) and also to ensure that the project remains actively maintained.

61

As indicated in of the CRA ‘accepting donations without the intention of making a profit should not be considered to be a commercial activity’. The mere fact of including a link to a donation platform or similar tools to collect donations should not be viewed as an intention to make a profit, even where the amount collected via donations exceeds the mere costs associated with the design, development and provision of a product with digital elements. This includes reasonable compensation for the contributors hired by a legal person, and/or a natural person’s reasonable living expenses. Donations, by their very nature, fluctuate over time, and therefore a degree of flexibility is to be exercised when assessing whether a FOSS monetised exclusively through donations is considered to be placed on the market. A FOSS supported only through donations is therefore unlikely to be considered to be placed on the market within the meaning of the CRA.

Example 20: A natural or legal person publishes a FOSS tool in a public online repository, allowing anyone to download, use, modify and redistribute it under a free and open-source licence. The publisher invites users to make voluntary donations via a donation platform to support the project’s continued development and maintenance. Access to the software, its source code and its updates is not conditional on making a donation. That FOSS is not considered to be supplied in the course of a commercial activity and is not considered to be placed on the market within the meaning of the CRA.

62

Nonetheless, there are instances where a FOSS supported through donations may be considered to be placed on the market. This is the case where, based on an overall assessment of the circumstances, the donations are de facto equivalent to charging a price to access the product with digital elements or certain of its functionalities. This may be the case, in particular, where access to the FOSS, to essential functionalities or to updates is conditioned in practice on making a donation, or where donations are associated with contractual benefits or exclusive advantages that go beyond community perks.

Example 21: A natural or legal person publishes a software product with digital elements under a free and open-source licence, but provides downloadable releases and security updates only to users who make a donation. Users who do not make a donation do not have access to the software’s current version. In this case, the donations are de facto a condition for access to the product with digital elements and therefore amount to charging a price. That FOSS is therefore considered to be placed on the market within the meaning of the CRA.

Example 22: A natural or legal person makes the source code of a FOSS publicly available, but provides pre-compiled binaries, regular updates and guaranteed security fixes only to donors. In this case, the donations are linked to access to essential aspects of the product with digital elements and constitute remuneration for that product’s supply. That FOSS is therefore considered to be placed on the market in the course of a commercial activity.

3.2.5 Financing of free and open-source software

63

The mere fact that a third party has paid for, sponsored or otherwise financed the development of a FOSS does not in itself determine whether that FOSS is placed on the market. It is common practice in the FOSS ecosystem for individual developers, foundations or communities to receive funding from companies, public bodies or other sponsors in order to work on specific features, fix bugs or maintain critical components. This funding may take many forms, including grants, bug bounties, sponsorships, service contracts or paid development work.

64

As already recalled, of the CRA, clarifies that the mere circumstances under which the product with digital elements has been developed, or how the development has been financed, should not be taken into account when determining the commercial nature of that activity.

65

Therefore, where the FOSS is openly shared and made freely available for all to access, use, modify and redistribute, the fact that a commercial entity may have paid for that project should not contribute to determining whether the software is placed on the market. In fact, if that FOSS is not otherwise monetised, it is not to be considered as placed on the market. Where the company that funded the FOSS’s development (as well as any other company) integrates it into its product with digital elements, that company is to exercise due diligence in accordance with Article 13(5) of the CRA.

Example 23: An individual developer publishes a FOSS project and actively maintains it. Manufacturer A requests that the individual developer add a specific feature for that FOSS, and funds that development. The developer adds the feature to the FOSS codebase, openly sharing it and making it freely available for all to access, use, modify and redistribute. The individual developer is not considered to have placed that FOSS on the market. If the manufacturer integrates the FOSS into its product with digital elements, it needs to exercise due diligence in accordance with Article 13(5).

Vgl. Abschnitt 3–3.2.5 · Rn. 40–42, 50–65 · C(2026) 5252
Guidance 3.4Beitragende und nachgelagerte NutzungenG
Wer Open-Source-Komponenten einbaut oder Code zu fremder Open-Source-Software beiträgt, wird nicht für deren Konformität mit dem CRA verantwortlich, auch nicht durch Mitarbeit an der Wartung. Ob der CRA für eine Komponente gilt, hängt allein davon ab, ob ihr Herausgeber sie in Verkehr bringt, nicht vom Einbau in monetarisierte Produkte. Maintainer nicht in Verkehr gebrachter Komponenten haben gegenüber Einbauenden keine Pflichten. Für sein eigenes Produkt bleibt der Hersteller voll verantwortlich: Er prüft eingebaute Komponenten mit Due Diligence, meldet Schwachstellen darin an ihre Maintainer und teilt seine Sicherheitsfixes.

Contributors and downstream uses

85

As already mentioned in Section 3.1 Determining if free and open-source software is under one’s responsibility, the CRA clarifies that it does not apply ‘to natural or legal persons who contribute with source code to products with digital elements qualifying as free and open-source software that are not under their responsibility’ ().

86

Manufacturers of products with digital elements that integrate FOSS components into their own products with digital elements also do not become responsible for such components’ individual compliance with the CRA, even where the manufacturers contribute source code to their maintenance.

87

Similarly, the mere fact that manufacturers integrate FOSS components into their own (monetised) products with digital elements has no impact on the status of that FOSS component under the CRA. Maintainers of FOSS components that are not placed on the market do not bear obligations in relation to other entities that may integrate such components into their products with digital elements. Whether the CRA applies to a given FOSS component depends solely on whether the natural or legal person that publishes it places it on the market.

88

Nonetheless, manufacturers of products with digital elements that integrate FOSS components are required to comply with the CRA for their own products with digital elements. They also have a due diligence obligation, in accordance with Article 13(5), towards the FOSS components that they integrate. In addition, they are required to report vulnerabilities in integrated components and share security fixes in accordance with Article 13(6). For more guidance on this topic, see Section 9.2.1 Reporting upstream and sharing security fixes .

Vgl. Abschnitt 3.4 · Rn. 85–88 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Guidance 3.5Veranschaulichende SzenarienG
Welche Pflichten bei Open-Source-Software entstehen, hängt am Herausgeber: Bringt er sie in Verkehr? Unterstützt er sie als juristische Person dauerhaft (dann Verwalter quelloffener Software)? Ist er gemeinnützig? Spenden, Fördermittel oder Mitarbeit anderer ändern daran nichts. Wer nur mitentwickelt, wird weder Hersteller noch Verwalter. Wer die Software in ein eigenes Produkt einbaut, prüft sie immer mit gebotener Sorgfalt. Keine Pflichten hat zum Beispiel:
  • Einzelentwickler mit Spendenlink: Unternehmen spenden freiwillig für die Pflege seiner Software.
  • Einzelentwickler im Paket-Repository: Er bittet in der Dokumentation um Spenden. Auch das Repository hat keine Pflichten.
  • Mitentwickelndes Unternehmen mit eigenem Support: Es trägt Code und Entwicklerzeit bei und verkauft Support unabhängig von der Software.
Verwalter ist zum Beispiel:
  • Gemeinnützige Stiftung: Sie pflegt eine Komponente für kommerzielle Produkte, Unternehmen stellen Entwicklerzeit.
  • Gemeinnützige Einrichtung mit Fördermitteln: Zuschüsse, Spenden und Projekte mit Herstellern finanzieren die Arbeit.
  • Gemeinnützige Einrichtung mit Mitgliedsbeiträgen: Die Mitglieder zahlen und steuern Code zum SDK bei.
  • Unternehmen mit eigener Komponente: Es veröffentlicht sie zusätzlich unter eigenem Namen, ohne sie zu monetarisieren.
  • Unternehmen ohne Einnahmen aus der Software: Es verlangt kein Geld, nutzt keine Daten und verkauft keinen Support.
Hersteller ist zum Beispiel:
  • Unternehmen mit Bezahlversion: Es verkauft eine Version mit Support oder Leistungsoptimierung. Wäre es gemeinnützig, wäre es Verwalter.

Illustrative scenarios

89

The examples listed below are completely hypothetical and only meant to illustrate different cases as explained in the sections above.

Example 27: Individual developer A has developed a FOSS. Developer A publishes that FOSS under its own name or trademark, but does not charge a price for its use. The software is openly shared and freely available for all to access, use, modify and redistribute. Developer A also includes a link to a platform to collect voluntary donations. Companies B, C and D integrate that FOSS into their own products with digital elements. To support ongoing maintenance, companies B, C and D make voluntary donations to developer A. These donations enable developer A to keep the project actively maintained. That FOSS is not placed on the market within the meaning of the CRA. Developer A has no obligations under the CRA. Companies B, C, and D are to exercise due diligence in accordance with Article 13(5) when integrating that FOSS into their own products with digital elements.

Example 28: Not-for-profit foundation F publishes a FOSS component for integration into other commercial products with digital elements. Foundation F commits to providing sustained support to that FOSS, to ensure its viability and uptake. Companies A, B and C integrate that FOSS into their own products with digital elements. Companies A and B voluntarily contribute some of their developers’ time to development and maintenance of FOSS projects within foundation F, including for that FOSS . As foundation F is a not-for-profit entity set up in such a way that its earnings after costs are used to achieve not-for-profit objectives, the FOSS is not considered to be placed on the market within the meaning of the CRA. Foundation F is the FOSS steward and is subject to the corresponding obligations laid down in Article 24. Companies A, B and C are to exercise due diligence in accordance with Article 13(5) when integrating that FOSS into their own products with digital elements.

Example 29: Company A has developed a FOSS component for integration into its own products with digital elements. It also publishes that FOSS separately under its own name or trademark and actively maintains it. However, it does not charge for its use or monetise in other ways. Companies B, C and D integrate that FOSS into their own products with digital elements, and voluntarily contribute some of their developers’ time to its maintenance. That FOSS is not considered to be placed on the market within the meaning of the CRA. Company A is not its manufacturer, but is its steward. Companies B, C, and D are to exercise due diligence in accordance with Article 13(5) when integrating the FOSS into their own products with digital elements.

Example 30: Company A publishes a FOSS under its own name or trademark and offers it as a paid version, which includes certain benefits such as technical assistance or performance optimisation. Developers from companies B, C and D contribute to the FOSS’s maintenance, but it remains under the control of company A. Company A is considered a manufacturer to that FOSS 15 . Companies B, C and D are not subject to obligations under the CRA for that specific FOSS. If they integrate that FOSS into their own products with digital elements, they are required to exercise due diligence in accordance with Article 13(5).

Example 31: Company A publishes a FOSS under its own name or trademark and provides ongoing maintenance to ensure its long-term viability, to enable that software to be integrated into other companies’ products with digital elements. Company A does not charge for its use, process personal data it collects through the product with digital elements, or sell support services associated with publishing the FOSS. Company B contributes code and developers’ time to the FOSS’s maintenance, but does not distribute it commercially. Company B offers technical support services independently from the FOSS’s distribution. Company A is deemed to be the steward for that FOSS, whereas company B has no obligations under the CRA for that FOSS.

Example 32: A FOSS component is published by a not-for-profit entity set up in such a way that ensures that all earnings after costs are used to achieve not-for-profit objectives. The entity provides sustained support to ensure the project’s long-term viability. Maintenance is financed through public funding, such as research grants. Additional developments, including new features, are funded through donations and specific projects, carried out in partnership with manufacturers that integrate that FOSS into their products with digital elements. Such features are incorporated into the FOSS’s codebase. The not-for-profit entity that publishes the FOSS is deemed the steward for that FOSS component. A manufacturer that has contributed to the development of certain features does not become the manufacturer of that FOSS component. Where the manufacturer integrates that FOSS component into its own product with digital elements, it needs to exercise due diligence in accordance with Article 13(5).

Example 33: A not-for-profit entity set up in such a way that ensures that all earnings after costs are used to achieve not-for-profit objectives publishes a FOSS software development kit (SDK) and ensures its ongoing maintenance. The SDK is openly shared and is freely available for all to access, use, modify and redistribute. Funding is provided through membership fees paid to the not-for-profit entity, and developers employed by member organisations contribute code and other resources to the SDK’s development. Manufacturers use the SDK as a component to build other products with digital elements. The not-for-profit entity that publishes that SDK is the steward for it. The foundation’s members are not responsible for the SDK’s compliance with the CRA. Where manufacturers use the SDK to build their own product with digital elements, they need to exercise due diligence in accordance with Article 13(5).

Example 34: An individual developer publishes a FOSS library on a public package repository for a given programming language and actively maintains it. In the package documentation, the developer adds a link to collect donations. A manufacturer downloads that library from the repository for free and integrates it into its own product with digital elements. The individual developer and the package repository do not have any obligations under the CRA. The manufacturer that integrates the library needs to exercise due diligence in accordance with Article 13(5).

Figure 1: Stylised flowchart for CRA coverage of free and open-source software

Fn. 15 Unless company A is a not-for-profit entity set up in such a way that ensures that all earnings after costs are used to achieve not-for-profit objectives, in which case it would be the steward to that FOSS.

Vgl. Abschnitt 3.5 · Rn. 89 · C(2026) 5252
49.
„Rückruf“ einen Rückruf gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 3 Nummer 22 der Verordnung (EU) 2019/1020;
50.
„Rücknahme vom Markt“ eine Rücknahme vom Markt gemäß der Begriffsbestimmung in Artikel 3 Nummer 23 der Verordnung (EU) 2019/1020;
51.
„als Koordinator benanntes CSIRT“ ein CSIRT, das gemäß Artikel 12 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 als Koordinator benannt wurde.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 4
Artikel 4

Freier Verkehr

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
(1)
Die Mitgliedstaaten behindern in den von dieser Verordnung erfassten Aspekten nicht die Bereitstellung auf dem Markt von Produkten mit digitalen Elementen, die dieser Verordnung entsprechen.
(2)
Die Mitgliedstaaten verhindern nicht die Präsentation oder Verwendung eines Produkts mit digitalen Elementen, das dieser Verordnung nicht entspricht, bei Messen, Ausstellungen, Vorführungen oder ähnlichen Veranstaltungen, einschließlich Prototypen, sofern das Produkt mit eine sichtbare Kennzeichnung aufweist, die deutlich darauf hinweist, dass es dieser Verordnung nicht entspricht und erst auf dem Markt bereitgestellt werden darf, wenn es dies tut.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.001Noch nicht konforme Produkte auf Messen nur mit deutlichem Hinweis zeigenalle WirtschaftsakteureS
Der Wirtschaftsakteur kann ein Produkt mit digitalen Elementen, das unter den CRA fällt (CRA-relevantes Produkt), oder einen Prototyp zeigen oder vorführen, auch wenn es die Verordnung noch nicht erfüllt. Das gilt für Messen, Ausstellungen, Vorführungen oder ähnliche Veranstaltungen. Dafür braucht das Exponat einen deutlich sichtbaren Hinweis: Das Produkt ist nicht konform und wird erst auf dem Markt bereitgestellt, wenn es den CRA erfüllt.
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
Adressatalle Wirtschaftsakteure
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
(3)
Die Mitgliedstaaten verhindern nicht die Bereitstellung auf dem Markt von unfertiger Software, die dieser Verordnung nicht entspricht, sofern die Software nur für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt wird, der für Testzwecke erforderlich ist, und mit einer sichtbaren Kennzeichnung deutlich darauf hinweist, dass sie dieser Verordnung nicht entspricht und außer zu Testzwecken nicht auf dem Markt verfügbar sein wird.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.002Testversionen (Alpha, Beta) nur befristet und mit Hinweis bereitstellenalle WirtschaftsakteureS
Der Wirtschaftsakteur kann unfertige Software eines CRA-relevanten Produkts zu Testzwecken bereitstellen, auch wenn sie die Verordnung noch nicht erfüllt. Gemeint sind zum Beispiel Alpha-, Beta- oder Vorabversionen (). Dafür gelten zwei Bedingungen:
  • Sie ist nur so lange verfügbar, wie die Tests es erfordern.
  • Sie trägt einen sichtbaren Hinweis, dass sie den CRA nicht erfüllt und nur zu Testzwecken verfügbar sein wird.
Das gilt nicht für Software, die nach anderen EU-Produktvorschriften ein Sicherheitsbauteil ist ( CRA). Der Hersteller sollte Testversionen ():
  • erst nach einer Risikobewertung bereitstellen
  • so weit wie möglich nach den Sicherheitsanforderungen an die Produkteigenschaften () gestalten
  • die Anforderungen an die Behandlung von Schwachstellen () so weit wie möglich umsetzen
  • keinen Nutzer zwingen, auf sie umzusteigen
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
Adressatalle Wirtschaftsakteure
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Kommissions-FAQ
FAQ 1.6Dürfen Hersteller nicht konforme Softwareversionen zu Testzwecken freigeben?Q
Ja, unfertige Software (Alpha, Beta, Release Candidate) darf ohne CRA-Konformität zum Testen bereitgestellt werden, wenn beides zutrifft:
  1. Sie ist nur für die Testdauer verfügbar.
  2. Ein sichtbarer Hinweis nennt die fehlende Konformität und den reinen Testzweck.
Die Begründung des CRA () empfiehlt: erst nach einer Risikobewertung freigeben, Sicherheitsanforderungen und Schwachstellenbehandlung so weit wie möglich umsetzen, Nutzer nicht zu Testversionen zwingen.

Can manufacturers release non-compliant versions of software for testing?

"Member States shall not prevent the making available on the market of unfinished software which does not comply with this Regulation, provided that the software is made available only for a limited period required for testing purposes with a visible sign clearly indicating that it does not comply with this Regulation and that it will not be available on the market for purposes other than testing" (Article 4(3)).

Manufacturers can release non-compliant unfinished software for testing purposes, such as alpha versions, beta versions or release candidates, provided that that software is made available only for the time necessary to test it and gather feedback and that it is accompanied by a visible sign indicating its non-compliance.

further clarifies that "manufacturers should ensure that software made available under those conditions is released only following a risk assessment and that it complies to the extent possible with the security requirements relating to the properties of products with digital elements laid down in this Regulation. Manufacturers should also implement the vulnerability handling requirements to the extent possible. Manufacturers should not force users to upgrade to versions only released for testing purposes".

Vgl. FAQ 1.6 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(4)
gilt nicht für Sicherheitsbauteile im Sinne von anderen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union als dieser Verordnung.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 5
Artikel 5

Beschaffung oder Nutzung von Produkten mit digitalen Elementen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
(1)
Diese Verordnung hindert die Mitgliedstaaten nicht daran, Produkte mit digitalen Elementen bei der Beschaffung oder Verwendung dieser Produkte für bestimmte Zwecke zusätzlichen Cybersicherheitsanforderungen zu unterwerfen, auch wenn diese Produkte für Zwecke der nationalen Sicherheit oder Verteidigung beschafft oder verwendet werden, sofern diese Anforderungen mit den im Unionsrecht festgelegten Verpflichtungen der Mitgliedstaaten im Einklang stehen und für die Erreichung dieser Zwecke notwendig und verhältnismäßig sind.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.014Zusätzliche Anforderungen öffentlicher Auftraggeber einplanenalle WirtschaftsakteureS
Für bestimmte Zwecke können öffentliche Auftraggeber im Rahmen des nationalen Rechts mehr verlangen als der CRA, zum Beispiel für nationale Sicherheit oder Verteidigung. Der Wirtschaftsakteur sollte solche zusätzlichen Cybersicherheitsanforderungen einplanen und vertraglich klären, wenn er CRA-relevante Produkte an öffentliche Auftraggeber liefert.
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
Adressatalle Wirtschaftsakteure
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
(2)
Unbeschadet der Richtlinien 2014/24/EU und 2014/25/EU stellen die Mitgliedstaaten bei der Beschaffung von Produkten mit digitalen Elementen, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen, sicher, dass die Einhaltung der grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen gemäß dieser Verordnung, einschließlich der Fähigkeit der Hersteller, Schwachstellen wirksam zu bewältigen, im Vergabeverfahren berücksichtigt wird.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.013Nachweise für öffentliche Ausschreibungen bereithaltenalle WirtschaftsakteureS
Liefert der Wirtschaftsakteur CRA-relevante Produkte an öffentliche Auftraggeber, sollte er Nachweise bereithalten, dass sie die Cybersicherheitsanforderungen aus erfüllen. Dazu gehört, dass der Hersteller Schwachstellen wirksam behandelt. Als Nachweis eignen sich zum Beispiel die EU-Konformitätserklärung, die Richtlinie zur Offenlegung von Schwachstellen und die Angabe des Supportzeitraums, in dem der Hersteller Schwachstellen behebt (siehe Sollmaßnahmen , und ).
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
Adressatalle Wirtschaftsakteure
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 6
Artikel 6

Anforderungen an Produkte mit digitalen Elementen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
Produkte mit digitalen Elementen werden nur dann auf dem Markt bereitgestellt, wenn
a)
sie den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in genügen und unter der Bedingung, dass sie ordnungsgemäß installiert, gewartet und bestimmungsgemäß oder unter vernünftigerweise vorhersehbaren Umständen verwendet werden sowie gegebenenfalls die erforderlichen Sicherheitsaktualisierungen installiert wurden; und
b)
die vom Hersteller festgelegten Verfahren den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in entsprechen.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.010Nur konforme Produkte bereitstellenalle WirtschaftsakteureS
Der Wirtschaftsakteur soll seine Produkte nur dann auf dem Markt bereitstellen, wenn sie die beiden Grundanforderungen erfüllen. Das gilt für Standardprodukte, wichtige und kritische Produkte gleichermaßen. Die Grundanforderungen sind:
  • Das Produkt erfüllt die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen ().
  • Der Hersteller hat Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen festgelegt und wendet sie an ().
Praxisnahe Auslegung: Wie weit die Pflicht reicht, hängt von der Rolle ab:
  • Der Hersteller stellt sicher, dass das Produkt die Sicherheitsanforderungen erfüllt und Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen festgelegt sind (siehe Sollmaßnahmen und ).
  • Der Einführer stellt sicher, dass er nur konforme Produkte in Verkehr bringt, und prüft dafür, ob der Hersteller seine Pflichten erfüllt hat: Konformitätsbewertung, technische Dokumentation, Kennzeichnung und Unterlagen (siehe Sollmaßnahmen und ).
  • Der Händler prüft vor der Bereitstellung, ob Kennzeichnung und Unterlagen vorliegen (siehe Sollmaßnahme ).
ISO/IEC 27001A-5.21 Umgang mit der Informationssicherheit in der Lieferkette der IKT
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
Adressatalle Wirtschaftsakteure
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 7
Artikel 7

Wichtige Produkte mit digitalen Elementen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
(1)
Produkte mit digitalen Elementen, die die Kernfunktionen einer in aufgeführten Produktkategorie aufweisen, gelten als wichtige Produkte mit digitalen Elementen und unterliegen den in genannten Konformitätsbewertungsverfahren. Die Integration eines Produkts mit digitalen Elementen, das die Kernfunktionen einer in aufgeführten Produktkategorie aufweist, führt für sich genommen nicht dazu, dass das Produkt, in das es integriert ist, den Konformitätsbewertungsverfahren gemäß unterliegt.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.003Produkt als Standardprodukt, wichtig oder kritisch einstufenHerstellerS
Der Hersteller soll seine Produkte vor dem Inverkehrbringen jeweils in eine der folgenden Klassen einstufen und das Ergebnis dokumentieren:
  • Standardprodukt
  • wichtiges Produkt der Klasse I
  • wichtiges Produkt der Klasse II
  • kritisches Produkt
Von der Einstufung hängt ab, welches Konformitätsbewertungsverfahren er durchführen darf und ob eine notifizierte Stelle mitprüft (siehe Sollmaßnahme ). Maßgeblich für die Einstufung ist die Kernfunktion des Produkts. Ein eingebautes Bauteil ordnet das Gesamtprodukt nicht automatisch in dessen Klasse ein. Praxistipp: Die Kernfunktion ist nach Auffassung der Kommission das, ohne das ein Produkt seinen Zweck nicht erfüllt. Sie ergibt sich aus Anleitung, Werbung und technischer Dokumentation, die sich nicht widersprechen dürfen; der Hersteller benennt sie in der technischen Dokumentation. Zusatzfunktionen ändern sie nicht, eingebaute wichtige oder kritische Bauteile ebenso wenig. Umgekehrt genügt es nicht, dass ein Produkt eine Funktion aus den Listen auch ausführen könnte (Kommissions-Guidance , Kommissions-FAQ und ).
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
AdressatHersteller
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Kommt auch aus
C01.040Prüfen, ob das Produkt ein wichtiges Produkt (Klasse I oder II) istHerstellerS
Der Hersteller soll sein Produkt als wichtiges Produkt einstufen, wenn seine Kernfunktion einer dieser Kategorien aus entspricht:
KlasseKategorien nach (Stand: Juli 2026)
Klasse I
  • Identitätsmanagement und Verwaltung privilegierter Zugänge samt Lesegeräten
  • Browser
  • Passwort-Manager
  • Virenschutz
  • VPN
  • Netzmanagement
  • SIEM
  • Bootmanager
  • PKI und Zertifikatssoftware
  • Netzschnittstellen
  • Betriebssysteme
  • Router, Modems und Switches
  • Mikroprozessoren und Mikrocontroller mit Sicherheitsfunktionen
  • ASIC und FPGA mit Sicherheitsfunktionen
  • virtuelle Assistenten fürs Smart Home mit allgemeinem Zweck
  • Smart-Home-Produkte mit Sicherheitsfunktion (Türschlösser, Kameras, Babyphones, Alarmanlagen)
  • vernetztes Spielzeug mit Interaktions- oder Ortungsfunktion
  • Wearables zur Gesundheitsüberwachung oder für Kinder
Klasse II
  • Hypervisoren und Container-Runtimes
  • Firewalls sowie Systeme zur Angriffserkennung und -abwehr
  • manipulationssichere Mikroprozessoren
  • manipulationssichere Mikrocontroller
Was genau zu einer Kategorie gehört, konkretisiert die Durchführungsverordnung zu den Produktkategorien (; CRA) mit technischen Beschreibungen. Von der Klasse hängt ab, ob der Hersteller die Konformität selbst bewerten darf oder eine notifizierte Stelle mitprüft (siehe Sollmaßnahme ).
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
AdressatHersteller
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 6Wichtige und kritische Produkte mit digitalen ElementenG
Welches Konformitätsbewertungsverfahren ein Produkt vor dem Inverkehrbringen durchlaufen muss, hängt an seiner Einstufung. Maßgeblich ist allein die Kernfunktion, Nebenfunktionen ändern die Einstufung nicht. Der CRA definiert die Kernfunktion nicht, die Kategorien beschreibt die Produktkategorien-Durchführungsverordnung () technisch. Es gibt drei Stufen:
  1. Standardkategorie: Die Kernfunktion steht weder in noch IV. Es genügt immer die interne Kontrolle nach Modul (Selbstbewertung).
  2. Wichtige Produkte der Klassen I und II (): strengere Verfahren. Open-Source-Software mit öffentlicher technischer Dokumentation darf wie die Standardkategorie verfahren.
  3. Kritische Produkte (): strengere Verfahren.
Ein strengeres Verfahren ist immer erlaubt.

Important and critical products with digital elements

136

Article 7(1) of the CRA establishes that products with digital elements that have the core functionality of a product category set out in Annex III to the Regulation are considered to be ‘important products with digital elements’. Annex III further divides important products with digital elements into class I and class II. Similarly, Article 8(1) establishes that products with digital elements that have the core functionality of a product category set out in Annex IV to the CRA are considered to be ‘critical products with digital elements’ 21 .

137

The classification of a product with digital elements as important or critical or, conversely, as belonging to the ‘default’ category 22 , is of relevance when determining the conformity assessment procedure the manufacturer needs to follow, in accordance with Article 32, before it can place that product with digital elements on the market. Notably, products with digital elements in the default category can always rely on the internal control procedure based on module A (‘self-assessment’)

138

The concept of core functionality is therefore essential for the manufacturer to determine the applicable conformity assessment regime. However, this concept is not explicitly defined in the CRA. Products with digital elements can perform a range of functions, some of which may be ancillary to that product’s core functionality, and should not impact the product’s classification as default/important class I/important class II/critical. It is therefore useful to provide more guidance to help manufacturers correctly perform the relevant conformity assessment procedures, and to assist market surveillance authorities in ensuring the harmonised enforcement of the CRA across the EU.

Fn. 21 Commission Implementing Regulation (EU) 2025/2392 sets out the technical description of the categories of important and critical products.

Fn. 22 The term ‘default’ category is not a term defined in the CRA. The use of the term in this document refers to products with digital elements that do not have the core functionality of a product category set out in Annexes III or IV to the CRA, and that consequently are subject to the conformity assessment regime set out in Article 32(1). 23 The manufacturer can nonetheless always choose to apply a more stringent conformity assessment procedure, as set out in Article 32(1).

Fn. 23 Important products with digital elements of class I or II and critical products with digital elements are subject to more stringent conformity assessment procedures. This does not include important products with digital elements of class I or II qualifying as free and open-source software that are placed on the market, for which, in accordance with Article 32(5), manufacturers are allowed to follow the procedures of the default category.

Vgl. Abschnitt 6 · Rn. 136–138 · C(2026) 5252
Steht auch bei, ,
Guidance 6.1KernfunktionG
Eingestuft wird nach der Kernfunktion: den Hauptmerkmalen und technischen Fähigkeiten, ohne die das Produkt seinen Zweck nicht erfüllt. Maßgeblich sind die tatsächlichen technischen Merkmale, erkennbar aus Anleitung, Werbung und technischer Dokumentation. Vermarktung, die den Merkmalen widerspricht, zählt nicht. Die Kernfunktion darf der Hersteller nicht verzerren, zum Beispiel indem er einzelne Funktionen über- oder unterbetont. Darauf deuten deutliche Widersprüche zwischen Werbung, Anleitung und Dokumentation hin. Zusatzfunktionen und eingebaute wichtige Komponenten ändern die Einstufung nicht. Module, die der Hersteller auch einzeln verkauft, lizenziert oder im Abonnement anbietet, werden je für sich eingestuft; nur als Teil des Gesamtprodukts gelieferte Module nicht. Jedes Produkt hat für die Einstufung genau eine Kernfunktion, die der Hersteller in der technischen Dokumentation benennt. Verstöße gegen die Pflichten aus können Geldbußen nach auslösen. In eine Kategorie fallen zum Beispiel:
  • Betriebssystem: Es verwaltet Hardware, Prozesse und Speicher: seine Kernfunktion.
  • Module einer Sicherheitssuite: Das SIEM-Modul ist Klasse I, das Intrusion-Detection-System Klasse II, das Analysemodul ist Standardkategorie.
In der Regel nicht in die Kategorie fallen zum Beispiel:
  • Smartphone: Es enthält ein Betriebssystem, seine Kernfunktion ist aber Kommunikation.
  • SOAR-Software: Sie geht mit der Reaktion auf Vorfälle deutlich über ein SIEM hinaus.
  • Log-Dashboard: Es korreliert nicht und bleibt hinter einem SIEM zurück.

Core functionality

139

The core functionality of a product with digital elements refers to that product’s main features and technical capabilities, without which it would not be able to meet its intended purpose. It can be assessed in light of that product’s specific context and conditions of use, taking into account, among others, the information the manufacturer supplies in the instructions for use, promotional or sales materials and statements, as well as in the technical documentation.

Example 57: A software product with digital elements provides an abstraction layer over the underlying hardware and manages the execution of software components. Its main features include hardware and peripheral initialisation, process and memory management, input–output control, scheduling, resource allocation, and the exposure of system services and application programming interfaces (APIs) through which applications interact with the device’s hardware and software resources. The technical documentation indicates that the product with digital elements orchestrates computing resources, enforces system configurations, and provides standardised interfaces for software modules and connected peripherals. The manufacturer highlights these capabilities as enabling the platform to serve as the central software environment on which applications can reliably run. The product with digital elements has the core functionality of an operating system, as described in Annex I, point 11, to Implementing Regulation (EU) 2025/2392.

140

The functionality of a product with digital elements is rarely restricted exclusively to its core functionality, as products with digital elements often – if not always – perform additional functions that do not contribute to the product’s core functionality. This may also include incorporating components that have themselves the functionality of another important or critical product with digital elements. However, the fact that a product with digital elements performs functions other than or additional to those detailed in the technical descriptions of important or critical products with digital elements does not in itself prevent the product from having one such core functionality.

Figure 2: Illustration of how core functionality, and not ancillary functionalities, determine the applicable conformity assessment procedure

141

A product with digital elements may have the ability to perform the functions of an important or critical product category, but nonetheless have a core functionality different from that of such a product category. In those cases, that product with digital elements would not qualify as an important or critical product with digital elements. As stated explicitly in Article 7(1) of the CRA for important products with digital elements (and applying the same logic for critical products with digital elements), the mere integration of an important or critical product with digital elements does not in itself render the product with digital elements an important or critical product with digital elements.

Example 58: A smartphone integrates an operating system that provides the functionalities described in Annex I, point 11, to Implementing Regulation (EU) 2025/2392. While the operating system enables the management of hardware resources and execution of software applications, the smartphone as a whole has a different core functionality (e.g. that of enabling users to communicate and access information and services). The mere integration of an operating system does not mean that the smartphone has the core functionality of an operating system.

142

Some products with digital elements may be similar to an important or critical product category, or belong to the same general product family, yet their core functionality may substantially exceed or fall substantially short of the core functionality of that category. This is not the case where a product with digital elements includes additional functionalities that merely complement or enhance the core functionality, which itself corresponds to that of an important or critical product category; in such cases, the product with digital elements retains the core functionality of that category and is classified accordingly. This assessment should be based on that product’s main features and technical capabilities, considered objectively in light of its intended purpose, and not on the way in which the product with digital elements is described or marketed, where that description does not reflect the product's actual technical characteristics.

Example 59: A security orchestration, automation and response (SOAR) software often has the ability to perform the functions of products with digital elements in the category of ‘security information and event management (SIEM) systems’, i.e. collect data from multiple sources, analyse and correlate that data and present it as actionable information for security-related purposes. However, the software’s core functionality substantially exceeds that of a SIEM, including services such as incident response as core elements of its technical capabilities. Therefore, SOAR software is generally not considered to have the core functionality of SIEM systems.

Figure 3: Illustration of the core functionality of a product with digital elements substantially exceeding the definition of an important or critical product category

Example 60: Certain log collection and visualisation tools have the ability to ingest log data and present basic dashboards showing system events. While these tools can support security monitoring activities, their core functionality falls short of that of

SIEM systems, as they do not perform data correlation, nor do they provide actionable security insights. Therefore, such tools are generally not to be considered to have the core functionality of SIEM systems.

Figure 4: Illustration of the core functionality of a product with digital elements substantially falling short of the definition of an important or critical product category

143

A manufacturer may not misrepresent the core functionality of its product with digital elements in such a way as to escape the conformity assessment regime applicable to important or critical products with digital elements, e.g. by overly emphasising or downplaying the role of certain functionalities, so that the product substantially exceeds or falls short of a given core functionality. This would be the case, for example, where there are clear inconsistencies between promotional materials, instructions for use, and technical documentation.

144

A product with digital elements may not have more than one core functionality for the purposes of determining the applicable conformity assessment regime. In accordance with Annex VII of the CRA, as part of a product’s technical documentation, manufacturers are required to describe the intended purpose of their product with digital elements and the conformity assessment procedure they have followed. The product’s core functionality should therefore be clearly identified. This enables the correct identification of the applicable conformity assessment regime and allows market surveillance authorities to supervise and check that the Regulation is being applied correctly.

Figure 5: Illustration of how the core functionality a specific product with digital elements determines the product class and therefore the applicable conformity assessment procedure

145

Some products with digital elements are placed on the market as single products with digital elements but are composed of distinct modules with separate functionalities. Where a manufacturer also makes those modules available on the market separately, such as in the case where they are offered for separate purchase, licensing or subscription, those modules constitute standalone products with digital elements in their own right. As such, they are to be classified on the basis of their respective core functionalities (and therefore subject to the appropriate conformity assessment regime on the basis of each module’s core functionality). This is without prejudice to modules supplied solely as components of an integrated product with digital elements and not made available separately; in such cases, the core functionality is determined at the level of the integrated product with digital elements.

Example 61: a manufacturer places on the market a unified security suite combining multiple modules, including a SIEM, an intrusion detection system, and an analytics module. The manufacturer also offers those modules for separate subscriptions. In this scenario, each module is a distinct product with digital elements and is classified on the basis of its own core functionality. The SIEM module is subject to the conformity assessment regime for important products with digital elements of class I, as its core functionality is that of ‘Security information and event management (SIEM) systems’. The intrusion detection system is subject to the conformity assessment regime for important products with digital elements of class II, as its core functionality is that of ‘Firewalls, intrusion detection and prevention systems’. The analytics module is subject to the conformity assessment regime for ‘default’ products with digital elements, as its core functionality is not that of an important or critical product category.

146

Non-compliance with the obligations set out in Article 32 of the CRA may trigger administrative fines in accordance with Article 64(3).

Vgl. Abschnitt 6.1 · Rn. 139–146 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Kommissions-FAQ
FAQ 3.1Wonach bestimmt sich, ob ein Produkt mit digitalen Elementen ein wichtiges oder kritisches Produkt ist?Q
Ob ein Produkt wichtig oder kritisch ist und welches Konformitätsbewertungsverfahren gilt, entscheidet die Kernfunktion. Die Kategorien beschreibt die Produktkategorien-Durchführungsverordnung ().

What determines if a product with digital elements is an important or critical product?

In accordance with Articles 7(1) and 8(1), a manufacturer should look at the core functionality of its product with digital elements to determine whether that product is an important or critical product with digital elements and is therefore subject to the corresponding conformity assessment procedures.

The technical descriptions of the categories of important and critical products with digital elements are laid down in Commission Implementing Regulation (EU) 2025/2392 of 28 November 2025 on the technical description of the categories of important and critical products with digital elements.

Vgl. FAQ 3.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei, ,
FAQ 3.2Wird ein Produkt mit digitalen Elementen dadurch zu einem wichtigen oder kritischen Produkt, dass ein wichtiges oder kritisches Produkt mit digitalen Elementen darin integriert wird?Q
Nein, ein eingebautes wichtiges oder kritisches Produkt macht das aufnehmende Produkt nicht automatisch wichtig oder kritisch. Maßgeblich ist die Kernfunktion des aufnehmenden Produkts: Eine Nachrichten-App mit eingebettetem Browser unterliegt nicht dem Verfahren für Browser, ein Laptop mit Sicherheitselement (Secure Element) nicht dem für Smartcards und Sicherheitselemente.

Does integrating an important or critical product with digital elements into another product with digital elements render that product important or critical?

As specified in Article 7(1), integrating an important or critical product with digital elements into another product with digital elements does not automatically render that product subject to the conformity assessment procedures applicable to important and critical products. For example, integrating an embedded browser as a component of a news app for use in smartphones does not in itself render the news app subject to the conformity assessment procedure applicable to products with digital elements that have the core functionality of "standalone and embedded browsers". Similarly, integrating a secure element into a laptop does not in itself render the laptop subject to the conformity assessment procedure applicable to products with digital elements that have the core functionality of "smartcards and similar devices, including secure elements".

As stated in 3.1 What determines if a product with digital elements is an important or critical product?, the core functionality of the product with digital elements into which other components are integrated determines whether that product is an important or critical product with digital elements.

Vgl. FAQ 3.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 3.4Bedeutet das Vorhandensein mehrerer Funktionen, dass ein Produkt nicht die Kernfunktion eines wichtigen oder kritischen Produkts aufweist?Q
Nein, zusätzliche Funktionen nehmen einem Produkt nicht schon allein die Kernfunktion eines wichtigen oder kritischen Produkts. Umgekehrt genügt es nicht, dass ein Produkt die Funktion einer solchen Kategorie ausführen kann. Es zählt die eigene Kernfunktion.
  • Bleibt in der Kategorie: ein Betriebssystem mit Taschenrechner, einfachem Grafikprogramm oder Browserfunktion, ein Router mit eingebauter Firewall.
  • In der Regel nicht in der Kategorie: eine SOAR-Software, die auch SIEM-Funktionen ausführen kann, ein Smartphone mit Betriebssystem und Passwortmanager.

Does the presence of multiple functions mean that a product does not have the core functionality of an important or critical product?

As explained in of Commission Implementing Regulation (EU) 2025/2392 of 28 November 2025 on the technical description of the categories of important and critical products with digital elements, the fact that a product with digital elements performs functions other than or additional to its core functionality does not in itself mean that the product with digital elements does not have the core functionality of an important or critical product. For example, products that have the core functionality of "operating systems" (an important product with digital elements of Class I) often include software that performs ancillary functions not included in the technical description of that product category, such as calculators or simple graphics editors. Products with digital elements often also incorporate components that have the functionality of another important or critical product with digital elements, such as an operating system integrating browser functionality, or a router integrating firewall functionality. This, however, does not in itself mean that such products with digital elements do not have the core functionality of "operating systems" or "routers, modems intended for the connection to the internet, and switches" (also important products with digital elements of Class I), respectively.

On the other hand, a product that has the ability to perform the function(s) of an important or critical product category but whose core functionality itself is different from that of such product category is not to be considered to have that core functionality. For example, a security orchestration, automation and response (SOAR) software often has the ability to perform the functions of "security information and event management (SIEM) systems". However, as the SOAR's core functionality is different from that of a SIEM, SOAR software is generally not to be considered to have the core functionality of "security information and event management (SIEM) systems". Similarly, a smartphone typically integrates components that perform the functions of several important or critical products, such as an operating system or an integrated password manager. However, as a smartphone's core functionality is not that of an operating system or of a password manager, it is generally not to be considered to have the core functionality of an operating system or of a password manager.

Vgl. FAQ 3.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
(2)
Die in dieses Artikels genannten Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen, die gemäß in die Klassen I und II unterteilt sind, erfüllen mindestens eines der folgenden Kriterien:
a)
Das Produkt mit digitalen Elementen erfüllt in erster Linie Funktionen, die für die Cybersicherheit anderer Produkte, Netze oder Dienste von entscheidender Bedeutung sind, einschließlich der Sicherung der Authentifizierung und des Zugangs, der Prävention und Erkennung von Eindringen, der Endpunktsicherheit oder des Netzschutzes;
b)
das Produkt mit digitalen Elementen erfüllt eine Funktion, die ein erhebliches Risiko nachteiliger Auswirkungen birgt in Bezug auf deren Intensität und Fähigkeit, eine große Zahl anderer Produkte oder die Gesundheit oder Sicherheit seiner Nutzer durch direkte Manipulation zu stören, zu steuern oder zu schädigen, wie z. B. eine zentrale Systemfunktion, einschließlich Netzmanagement, Konfigurationskontrolle, Virtualisierung oder Verarbeitung personenbezogener Daten.
(3)
Der Kommission wird die Befugnis übertragen, gemäß delegierte Rechtsakte zur Änderung des zu erlassen, um innerhalb jeder Klasse der Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen eine neue Kategorie in die Liste aufzunehmen und ihre Definition zu präzisieren, eine Produktkategorie von einer Klasse in die andere zu verschieben oder eine bestehende Kategorie von dieser Liste zu streichen. Bei der Bewertung der Notwendigkeit einer Änderung der Liste in berücksichtigt die Kommission die cybersicherheitsbezogenen Funktionen oder die Funktion und die Höhe des von Produkten mit digitalen Elementen ausgehenden Cybersicherheitsrisikos gemäß den in genannten Kriterien des vorliegenden Artikels.
Die in Unterabsatz 1 genannten delegierten Rechtsakte sehen gegebenenfalls einen Übergangszeitraum von mindestens 12 Monaten vor, insbesondere wenn eine neue Kategorie wichtiger Produkte mit digitalen Elementen der Klasse I oder II gemäß hinzugefügt oder von der Klasse I in die Klasse II verschoben wird, bevor die einschlägigen Konformitätsbewertungsverfahren gemäß zur Anwendung kommen, es sei denn, ein kürzerer Übergangszeitraum ist aus Gründen äußerster Dringlichkeit gerechtfertigt.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.010Einstufung prüfen, wenn die EU die Liste wichtiger Produkte ändertHerstellerS
Ändert die Kommission die Liste der wichtigen Produkte (), sollte der Hersteller prüfen, ob eines seiner Produkte neu erfasst ist, die Klasse wechselt oder herausfällt. Ist das so, sollte er Einstufung und Konformitätsbewertungsverfahren anpassen (siehe Sollmaßnahmen und ). Welche Übergangsfrist gilt, steht im Änderungsrechtsakt. Sieht er eine vor, beträgt sie mindestens zwölf Monate, außer bei äußerster Dringlichkeit.
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
AdressatHersteller
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
(4)
Bis zum 11. Dezember 2025 erlässt die Kommission einen Durchführungsrechtsakt, in dem sie die technische Beschreibung der nach zu den Klassen I und II gehörigen Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen und die technische Beschreibung der Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen gemäß festlegt. Dieser Durchführungsrechtsakt wird nach dem Prüfverfahren gemäß erlassen.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 8
Artikel 8

Kritische Produkte mit digitalen Elementen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
(1)
Der Kommission wird die Befugnis übertragen, gemäß delegierte Rechtsakte zur Ergänzung dieser Verordnung zu erlassen, um festzulegen, welche Produkte mit digitalen Elementen, die die Kernfunktionen einer in dieser Verordnung aufgeführten Produktkategorie aufweisen, ein europäisches Cybersicherheitszertifikat mindestens der Vertrauenswürdigkeitsstufe „mittel“ im Rahmen eines gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 erlassenen europäischen Schemas für die Cybersicherheitszertifizierung erhalten müssen, um die Konformität mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in der vorliegenden Verordnung oder Teilen davon nachzuweisen, sofern ein europäisches Schema für die Cybersicherheitszertifizierung für diese Produktkategorien mit digitalen Elementen gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 angenommen wurde und den Herstellern zur Verfügung steht. In diesen delegierten Rechtsakten wird die erforderliche Vertrauenswürdigkeitsstufe festgelegt, die in einem angemessenen Verhältnis zum Niveau des Cybersicherheitsrisikos stehen muss, das mit Produkten mit digitalen Elementen verbunden ist, und deren Zweckbestimmung, einschließlich der kritischen Abhängigkeit davon seitens wesentlicher Einrichtungen gemäß Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555, berücksichtigen muss.
Vor dem Erlass solcher delegierten Rechtsakte führt die Kommission eine Bewertung der potenziellen Auswirkungen der geplanten Maßnahmen auf den Markt durch und konsultiert die einschlägigen Interessenträger, einschließlich der mit der Verordnung (EU) 2019/881 eingerichteten Europäischen Gruppe für die Cybersicherheitszertifizierung. Bei der Bewertung werden die Bereitschaft und die Kapazität der Mitgliedstaaten für die Umsetzung des einschlägigen europäischen Schemas für die Cybersicherheitszertifizierung berücksichtigt. Wurden keine delegierten Rechtsakte gemäß Unterabsatz 1 erlassen, so unterliegen Produkte mit digitalen Elementen, die Kernfunktionen einer Produktkategorie gemäß aufweisen, den Konformitätsbewertungsverfahren gemäß .
Die in Unterabsatz 1 genannten delegierten Rechtsakte müssen einen Übergangszeitraum von mindestens sechs Monaten vorsehen, es sei denn, ein kürzerer Übergangszeitraum ist aus Gründen äußerster Dringlichkeit gerechtfertigt.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.006Prüfen, ob das Produkt ein kritisches Produkt istHerstellerS
Der Hersteller soll sein Produkt als kritisches Produkt einstufen, wenn seine Kernfunktion einer dieser Kategorien aus entspricht (Stand: Juli 2026):
  • Hardwaregeräte mit Sicherheitsboxen
  • Smart-Meter-Gateways sowie andere Geräte für fortgeschrittene Sicherheitszwecke, einschließlich der sicheren Kryptoverarbeitung
  • Chipkarten und ähnliche Geräte, einschließlich Sicherheitselementen
Bei der Konformitätsbewertung gilt für ein kritisches Produkt vorerst dasselbe wie für ein wichtiges Produkt der Klasse II (Stand: Oktober 2026): Bis die Kommission für die Kategorie ein europäisches Cybersicherheitszertifikat vorschreibt, prüft eine notifizierte Stelle, oder der Hersteller nutzt ein europäisches Zertifizierungsschema mindestens der Stufe „mittel“ (siehe Sollmaßnahme ).
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
AdressatHersteller
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Kommt auch aus
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 6Wichtige und kritische Produkte mit digitalen ElementenG
Welches Konformitätsbewertungsverfahren ein Produkt vor dem Inverkehrbringen durchlaufen muss, hängt an seiner Einstufung. Maßgeblich ist allein die Kernfunktion, Nebenfunktionen ändern die Einstufung nicht. Der CRA definiert die Kernfunktion nicht, die Kategorien beschreibt die Produktkategorien-Durchführungsverordnung () technisch. Es gibt drei Stufen:
  1. Standardkategorie: Die Kernfunktion steht weder in noch IV. Es genügt immer die interne Kontrolle nach Modul (Selbstbewertung).
  2. Wichtige Produkte der Klassen I und II (): strengere Verfahren. Open-Source-Software mit öffentlicher technischer Dokumentation darf wie die Standardkategorie verfahren.
  3. Kritische Produkte (): strengere Verfahren.
Ein strengeres Verfahren ist immer erlaubt.

Important and critical products with digital elements

136

Article 7(1) of the CRA establishes that products with digital elements that have the core functionality of a product category set out in Annex III to the Regulation are considered to be ‘important products with digital elements’. Annex III further divides important products with digital elements into class I and class II. Similarly, Article 8(1) establishes that products with digital elements that have the core functionality of a product category set out in Annex IV to the CRA are considered to be ‘critical products with digital elements’ 21 .

137

The classification of a product with digital elements as important or critical or, conversely, as belonging to the ‘default’ category 22 , is of relevance when determining the conformity assessment procedure the manufacturer needs to follow, in accordance with Article 32, before it can place that product with digital elements on the market. Notably, products with digital elements in the default category can always rely on the internal control procedure based on module A (‘self-assessment’)

138

The concept of core functionality is therefore essential for the manufacturer to determine the applicable conformity assessment regime. However, this concept is not explicitly defined in the CRA. Products with digital elements can perform a range of functions, some of which may be ancillary to that product’s core functionality, and should not impact the product’s classification as default/important class I/important class II/critical. It is therefore useful to provide more guidance to help manufacturers correctly perform the relevant conformity assessment procedures, and to assist market surveillance authorities in ensuring the harmonised enforcement of the CRA across the EU.

Fn. 21 Commission Implementing Regulation (EU) 2025/2392 sets out the technical description of the categories of important and critical products.

Fn. 22 The term ‘default’ category is not a term defined in the CRA. The use of the term in this document refers to products with digital elements that do not have the core functionality of a product category set out in Annexes III or IV to the CRA, and that consequently are subject to the conformity assessment regime set out in Article 32(1). 23 The manufacturer can nonetheless always choose to apply a more stringent conformity assessment procedure, as set out in Article 32(1).

Fn. 23 Important products with digital elements of class I or II and critical products with digital elements are subject to more stringent conformity assessment procedures. This does not include important products with digital elements of class I or II qualifying as free and open-source software that are placed on the market, for which, in accordance with Article 32(5), manufacturers are allowed to follow the procedures of the default category.

Vgl. Abschnitt 6 · Rn. 136–138 · C(2026) 5252
Steht auch bei, ,
Kommissions-FAQ
FAQ 3.1Wonach bestimmt sich, ob ein Produkt mit digitalen Elementen ein wichtiges oder kritisches Produkt ist?Q
Ob ein Produkt wichtig oder kritisch ist und welches Konformitätsbewertungsverfahren gilt, entscheidet die Kernfunktion. Die Kategorien beschreibt die Produktkategorien-Durchführungsverordnung ().

What determines if a product with digital elements is an important or critical product?

In accordance with Articles 7(1) and 8(1), a manufacturer should look at the core functionality of its product with digital elements to determine whether that product is an important or critical product with digital elements and is therefore subject to the corresponding conformity assessment procedures.

The technical descriptions of the categories of important and critical products with digital elements are laid down in Commission Implementing Regulation (EU) 2025/2392 of 28 November 2025 on the technical description of the categories of important and critical products with digital elements.

Vgl. FAQ 3.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei, ,
(2)
Der Kommission wird die Befugnis übertragen, gemäß delegierte Rechtsakte zur Änderung von zu erlassen, um Kategorien kritischer Produkte mit digitalen Elementen hinzuzufügen oder zu streichen. Bei der Festlegung solcher Kategorien kritischer Produkte mit digitalen Elementen und der erforderlichen Vertrauenswürdigkeitsstufe gemäß berücksichtigt die Kommission die in genannten Kriterien und stellt sicher, dass die Kategorie von Produkten mit digitalen Elementen mindestens einem der folgenden Kriterien entspricht:
a)
Es besteht eine kritische Abhängigkeit wesentlicher Einrichtungen gemäß Artikel 3 der Richtlinie (EU) 2022/2555 von der Kategorie der Produkte mit digitalen Elementen;
b)
Sicherheitsvorfälle und ausgenutzte Schwachstellen in Bezug auf die Kategorie von Produkten mit digitalen Elementen könnten zu schwerwiegenden Störungen kritischer Lieferketten im gesamten Binnenmarkt führen.
Vor dem Erlass solcher delegierten Rechtsakte führt die Kommission eine Bewertung der in genannten Art durch.
Die in Unterabsatz 1 genannten delegierten Rechtsakte müssen einen Übergangszeitraum von mindestens sechs Monaten vorsehen, es sei denn, ein kürzerer Übergangszeitraum ist aus Gründen äußerster Dringlichkeit gerechtfertigt.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.011Einstufung prüfen, wenn die EU die Liste kritischer Produkte ändertHerstellerS
Ändert die Kommission die Liste der kritischen Produkte (), sollte der Hersteller prüfen, ob eines seiner Produkte neu erfasst ist oder herausfällt. Ist das so, sollte er Einstufung und Konformitätsbewertungsverfahren anpassen (siehe Sollmaßnahmen und ). Die Übergangsfrist beträgt mindestens sechs Monate, außer bei äußerster Dringlichkeit.
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
AdressatHersteller
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 9
Artikel 9

Konsultation der Interessenträger

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
(1)
Bei der Vorbereitung von Maßnahmen für die Durchführung dieser Verordnung konsultiert die Kommission die einschlägigen Interessenträger, wie die einschlägigen Behörden der Mitgliedstaaten, Unternehmen des Privatsektors, einschließlich Kleinstunternehmen und kleiner und mittlerer Unternehmen, die Open-Source-Software-Gemeinschaft, Verbraucherverbände, Hochschulen und einschlägige Agenturen und Einrichtungen der Union sowie auf Unionsebene eingerichtete Expertengruppen, und berücksichtigt deren Ansichten. Insbesondere konsultiert die Kommission in folgenden Fällen gegebenenfalls in folgender strukturierter Weise diese Interessenträger und holt deren Ansichten ein:
a)
bei der Erstellung der in genannten Leitlinien;
b)
unbeschadet bei der Ausarbeitung der technischen Beschreibungen der in aufgeführten Produktkategorien gemäß , bei der Bewertung, ob die Liste der Produktkategorien gemäß und aktualisiert werden muss, oder bei der Durchführung der Bewertung der potenziellen Auswirkungen auf den Markt gemäß ;
c)
bei der Durchführung von Vorbereitungsarbeiten für die Bewertung und Überprüfung dieser Verordnung.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.041An Konsultationen der EU-Kommission zum CRA teilnehmenalle WirtschaftsakteureS
Die Kommission konsultiert regelmäßig Unternehmen und andere Interessenträger, wenn sie den CRA weiterentwickeln will: zum Beispiel bei Leitlinien zur Anwendung des CRA, bei den Listen der wichtigen und kritischen Produkte oder bei den technischen Beschreibungen der Kategorien. Der Wirtschaftsakteur kann sich dort einbringen, wenn er möchte, zum Beispiel zur Einstufung seiner Produkte.
ISO/IEC 27001A-5.6 Kontakt mit speziellen Interessensgruppen
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
Adressatalle Wirtschaftsakteure
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Kommt auch aus
(2)
Die Kommission organisiert regelmäßig, mindestens einmal jährlich, Konsultations- und Informationssitzungen, um die Ansichten der in genannten Interessenträger zur Durchführung dieser Verordnung einzuholen.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 9 Abs. 1: .

Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 10
Artikel 10

Ausbau der Kompetenzen in einem digitalen Umfeld mit Cyberabwehrfähigkeit

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
Für die Zwecke dieser Verordnung und um den Bedürfnissen der Fachkräfte bei der Unterstützung der Durchführung dieser Verordnung gerecht zu werden, fördern die Mitgliedstaaten — gegebenenfalls mit Unterstützung der Kommission, des Europäischen Kompetenzzentrums für Cybersicherheit und der ENISA — unter uneingeschränkter Achtung der Verantwortung der Mitgliedstaaten im Bildungsbereich Maßnahmen und Strategien, die auf Folgendes abzielen:
a)
Entwicklung von Cybersicherheitskompetenzen und Schaffung organisatorischer und technologischer Instrumente, um eine ausreichende Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte sicherzustellen, um die Tätigkeiten der Marktüberwachungsbehörden und Konformitätsbewertungsstellen zu unterstützen;
b)
Stärkung der Zusammenarbeit zwischen dem Privatsektor und den Wirtschaftsakteuren, unter anderem durch Umschulung oder Weiterbildung der Beschäftigten der Hersteller, den Verbrauchern, den Ausbildungseinrichtungen sowie den öffentlichen Verwaltungen, um jungen Menschen so mehr Möglichkeiten für den Zugang zu Arbeitsplätzen im Cybersicherheitssektor zu eröffnen.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.042Förderung für Cybersicherheits-Weiterbildung nutzenalle WirtschaftsakteureS
Die Mitgliedstaaten fördern Angebote zum Aufbau von Cybersicherheitskompetenzen, zum Beispiel Umschulung und Weiterbildung der Beschäftigten von Herstellern. Der Wirtschaftsakteur kann solche Angebote nutzen, um die Fachkenntnisse seiner Beschäftigten für den CRA und seine Produkte aufzubauen.
ISO/IEC 27001A-6.3 Informationssicherheitsbewusstsein, -ausbildung und -schulung
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
Adressatalle Wirtschaftsakteure
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 11
Artikel 11

Allgemeine Produktsicherheit

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
Abweichend von Artikel 2 Absatz 1 Unterabsatz 3 Buchstabe b der Verordnung (EU) 2023/988 finden Kapitel III Abschnitt 1, Kapitel V und VII sowie die Kapitel IX bis XI der genannten Verordnung Anwendung auf Produkte mit digitalen Elementen in Bezug auf Aspekte und Risiken oder Risikokategorien, die nicht unter die vorliegende Verordnung fallen, sofern diese Produkte keinen besonderen Sicherheitsanforderungen unterliegen, die in anderen „Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union“ im Sinne von Artikel 3 Nummer 27 der Verordnung (EU) 2023/988 festgelegt sind.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.011Neben dem CRA die allgemeine Produktsicherheit beachtenalle WirtschaftsakteureS
Der CRA regelt nur die Cybersicherheit. Für alle anderen Sicherheitsrisiken eines Verbraucherprodukts gilt weiter die Produktsicherheitsverordnung (Verordnung (EU) 2023/988) mit allen ihren Pflichten. Der Wirtschaftsakteur soll deshalb bei seinen Produkten, die Verbraucherprodukte sind, beide Regelwerke erfüllen. Gilt für die Sicherheitsrisiken außerhalb der Cybersicherheit ein spezielles EU-Produktgesetz, zum Beispiel die Maschinenverordnung (Verordnung (EU) 2023/1230), dann ersetzt es die Produktsicherheitsverordnung.
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
Adressatalle Wirtschaftsakteure
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Kommissions-FAQ
FAQ 2.5.1Wie greifen der CRA und die Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit ineinander?Q
CRA und Produktsicherheitsverordnung (Verordnung (EU) 2023/988) regeln Verschiedenes: der CRA die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, die Produktsicherheitsverordnung die Sicherheit aller Verbraucherprodukte. Die Produktsicherheitsverordnung greift nur, soweit keine spezielleren Unionsvorschriften mit demselben Ziel die Sicherheit regeln.

What is the interplay between the CRA and the General Product Safety Regulation?

The CRA and the General Product Safety Regulation (GPSR) both provide for rules for the making available on the market of products, but they have a different scope in terms of the products and aspects that they apply to and the requirements that they set. In terms of products in scope of the Regulations, while the CRA only applies to products with digital elements, the GPSR applies to all consumer products to the extent that there are no specific provisions with the same objective under Union law that regulate the safety of the products concerned. In terms of the requirements set by the Regulations, the CRA provides for cybersecurity requirements, while the GPSR provides safety requirements for products.

Vgl. FAQ 2.5.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 2.5.2Muss ein Produkt mit digitalen Elementen die Anforderungen sowohl des CRA als auch der GPSR erfüllen?Q
Ja, wenn es Risiken außerhalb der Cybersicherheit birgt und keine produktspezifische Vorschrift diese Risiken regelt. Dann gilt für sie zusätzlich zum CRA die Produktsicherheitsverordnung (Verordnung (EU) 2023/988).

Does a product with digital elements need to comply with the requirements of both the CRA and the GPSR?

A product with digital elements may need to comply with both the requirements of the CRA and the GPSR. When a product with digital elements also poses other risks beyond cybersecurity risks that are covered by the CRA, those other risks may be regulated by other EU legislation such as the GPSR. As long as there is no product-specific regulation that regulates those other risks of the product with digital elements in question, the GPSR applies to the safety aspects of those risks (Article 11 CRA).

Vgl. FAQ 2.5.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel I›Art. 12
Artikel 12

Hochrisiko-KI-Systeme

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel I: Allgemeine Bestimmungen
(1)
Unbeschadet der Anforderungen in Bezug auf Genauigkeit und Robustheit gemäß Artikel 15 der Verordnung (EU) 2024/1689 gelten Produkte mit digitalen Elementen, die in den Anwendungsbereich der vorliegenden Verordnung fallen und die gemäß Artikel 6 der genannten Verordnung als Hochrisiko-KI-Systeme eingestuft werden, als mit den Cybersicherheitsanforderungen gemäß Artikel 15 der genannten Verordnung konform, wenn
a)
diese Produkte die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen gemäß erfüllen;
b)
die vom Hersteller festgelegten Verfahren den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in entsprechen, und
c)
die Verwirklichung des gemäß Artikel 15 der Verordnung (EU) 2024/1689 erforderlichen Cybersicherheitsniveaus in der gemäß dieser Verordnung ausgestellten EU-Konformitätserklärung nachgewiesen wird.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.004Bei Hochrisiko-KI die CRA-Anforderungen im KI-Konformitätsverfahren mitprüfen lassenHerstellerS
Der Hersteller soll für seine Produkte prüfen, ob sie zugleich Hochrisiko-KI-Systeme nach der KI-Verordnung sind. Ist das so, muss das Produkt die Sicherheitsanforderungen an die Produkteigenschaften () und an die Behandlung von Schwachstellen () erfüllen. Geprüft wird das grundsätzlich im Konformitätsbewertungsverfahren der KI-Verordnung. Eine zusätzliche, gleichartige Cybersicherheitsprüfung nach der KI-Verordnung entfällt. Die EU-Konformitätserklärung nach dem CRA soll festhalten, dass das Produkt das geforderte Cybersicherheitsniveau erreicht. Die Anforderungen der KI-Verordnung an die Genauigkeit und Robustheit des KI-Systems bleiben bestehen und werden gesondert nachgewiesen. Wird das Hochrisiko-KI-System nach der KI-Verordnung nur in interner Kontrolle geprüft, gilt für den Cybersicherheitsteil trotzdem das Konformitätsbewertungsverfahren des CRA, wenn das Produkt nach dem CRA nicht in interner Kontrolle geprüft werden darf (siehe Sollmaßnahme ).
ISO/IEC 27001A-5.36 Einhaltung von Richtlinien, Vorschriften und Normen für die Informationssicherheit
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance09 · Cyber-Risikomanagement
AdressatHersteller
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Kommt auch aus
(2)
Für die in genannten Produkte mit digitalen Elementen und Cybersicherheitsanforderungen gilt das einschlägige in Artikel 43 der Verordnung (EU) 2024/1689 vorgesehene Konformitätsbewertungsverfahren. Für die Zwecke dieser Bewertung sind die notifizierten Stellen, die gemäß der Verordnung (EU) 2024/1689 dafür zuständig sind, die Konformität der Hochrisiko-KI-Systeme zu kontrollieren, auch dafür zuständig, im Rahmen der vorliegenden Verordnung die Konformität der Hochrisiko-KI-Systeme mit den Anforderungen in der vorliegenden Verordnung zu kontrollieren, sofern in dem nach der Verordnung (EU) 2024/1689 durchgeführten Notifizierungsverfahren geprüft wurde, ob diese notifizierten Stellen die in der vorliegenden Verordnung festgelegten Anforderungen erfüllen.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 12 Abs. 1: .

(3)
Abweichend von des vorliegenden Artikels unterliegen die in der vorliegenden Verordnung aufgeführten wichtigen Produkte mit digitalen Elementen, die den Konformitätsbewertungsverfahren gemäß und der vorliegenden Verordnung unterliegen, sowie in der vorliegenden Verordnung aufgeführte kritische Produkte mit digitalen Elementen, die gemäß der vorliegenden Verordnung ein europäisches Cybersicherheitszertifikat erhalten müssen oder — in Ermangelung eines solchen Zertifikats — die den Konformitätsbewertungsverfahren gemäß der vorliegenden Verordnung unterliegen, und auch nach Artikel 6 der Verordnung (EU) 2024/1689 als Hochrisiko-KI-Systeme eingestuft sind und für die das Konformitätsbewertungsverfahren auf der Grundlage einer internen Kontrolle gemäß Anhang VI der Verordnung (EU) 2024/1689 gilt, den in der vorliegenden Verordnung vorgesehenen Konformitätsbewertungsverfahren, soweit dies die in der vorliegenden Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen betrifft.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 12 Abs. 1: .

(4)
Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen gemäß können an den KI-Reallaboren gemäß Artikel 57 der Verordnung (EU) 2024/1689 teilnehmen.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.043KI-Produkt im KI-Reallabor testenHerstellerS
Ist sein Produkt zugleich ein Hochrisiko-KI-System, kann der Hersteller damit an einem KI-Reallabor nach Artikel 57 der KI-Verordnung teilnehmen. Dort kann er das System vor dem Inverkehrbringen in einer kontrollierten Umgebung entwickeln und erproben. Für die Cybersicherheit gibt es daneben das Reallabor für Cyberresilienz (siehe Sollmaßnahme ).
ISO/IEC 27001A-5.5 Kontakt mit Behörden
CRA-Deep-Dive01 · Produkt-Compliance
AdressatHersteller
AnforderungstypUmsetzungsanforderung
Produktklassealle
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 13
Artikel 13

Pflichten der Hersteller

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Wenn sie ein Produkt mit digitalen Elementen in den Verkehr bringen, gewährleisten die Hersteller, dass dieses Produkt gemäß den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in konzipiert, entwickelt und hergestellt worden ist.
CRA-Sollmaßnahmen
C03.001Produkt nach den Sicherheitsanforderungen des CRA entwickelnHerstellerS
(2)
Für die Zwecke der Erfüllung von führen die Hersteller eine Bewertung der Cybersicherheitsrisiken durch, die ein Produkt mit digitalen Elementen birgt, und berücksichtigen das Ergebnis dieser Bewertung in der Planungs-, Konzeptions-, Entwicklungs-, Herstellungs-, Liefer- und Wartungsphase des Produkts mit digitalen Elementen, um die Cybersicherheitsrisiken zu minimieren, Sicherheitsvorfälle zu verhindern und die Auswirkungen solcher Sicherheitsvorfälle, auch in Bezug auf die Gesundheit und Sicherheit der Nutzer, so gering wie möglich zu halten.
CRA-Sollmaßnahmen
C02.001Cybersicherheitsrisiken je Produkt bewerten und über den ganzen Lebenszyklus berücksichtigenHerstellerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 7.1Zur Bewertung und Behandlung von CybersicherheitsrisikenG

On the evaluation and treatment of cybersecurity risks

156

The cybersecurity risk assessment provided for in Article 13(2) of the CRA requires manufacturers to identify relevant risks and assess their potential impact on the product with digital elements. Manufacturers also need to implement appropriate measures to address those risks, in accordance with the essential requirements of Annex I.

157

In organisational risk management, risks are commonly evaluated against acceptance criteria derived from the organisation’s internal objectives or risk appetite. By contrast, under the CRA, residual cybersecurity risk should be assessed in light of the requirement that the product with digital elements placed on the market ensures an appropriate level of cybersecurity based on the risks, taking into account its intended purpose and reasonably foreseeable use.

158

Accordingly, the manufacturer’s internal risk tolerance, commercial strategy or mere cost considerations are not relevant in determining whether risks have been addressed. For the purposes of Articles 13(2) and (3), manufacturers must be in a position to determine whether identified cybersecurity risks have been sufficiently addressed through the implementation of the essential requirements of Part I of Annex I, in light of the intended purpose, reasonably foreseeable use and conditions of use, including, where relevant, the operational environment (for example the intended users of the product with digital elements) and the assets to be protected, taking into account the length of time the product with digital elements is expected to be in use.

159

Residual cybersecurity risk is an inherent outcome of risk assessment and risk treatment. It is recognised that cybersecurity risks cannot, in practice, be entirely eliminated. However, the existence of residual risk does not imply that any risk may be accepted at the manufacturer’s discretion. A product with digital elements may only be placed on the market where the residual risks, once appropriate measures have been taken, have been sufficiently addressed through the implementation of the essential requirements, taking into account the intended purpose and reasonably foreseeable use of the product with digital elements.

160

In accordance with Article 13(3), where cybersecurity risks are identified, manufacturers are required to address them through appropriate measures, including at product level. Depending on the circumstances, this may involve for example reducing the attack surface, implementing technical safeguards, limiting or adapting functionality, or defining the intended purpose of the product with digital elements more precisely. Manufacturers may also take steps to shape the reasonably foreseeable use of the product with digital elements, for instance through risk communication, user guidance, or user interface design, in order to steer user behaviour toward secure use patterns.

161

The CRA does not provide for the transfer of cybersecurity risk or responsibility to users or third parties to compensate for shortcomings in product design or to justify leaving cybersecurity risks unaddressed. The obligation to place a secure product with digital elements on the market and to demonstrate conformity with the essential requirements remains with the manufacturer.

162

Information and instructions provided to users may be used to support the secure deployment and operation of the product with digital elements, including where the manufacturer has chosen to restrict the intended purpose of that product to trusted environments, and to inform users of residual risks, in a manner that is appropriate to the nature of the product with digital elements and its intended users.

Example 66: A manufacturer develops an industrial sensor for use in trusted environments. For the sensor to perform its functionality correctly, the manufacturer does not implement measures to protect against physical attacks on the sensor itself. To mitigate the associated risks identified in the risk assessment, the manufacturer limits the sensor’s intended purpose to use only in trusted environments where unauthorised physical access to the product with digital elements is prevented. Information and instructions to the users provide clear information on these limitations on the sensor’s use, in a manner that is appropriate to the nature of the product with digital elements and its intended users.

Example 67: A manufacturer develops a software application for professional use on managed desktop and mobile devices. The application processes locally stored sensitive data and user-generated content. During the risk assessment, the manufacturer identifies the risk of unauthorised access to such data if they are stored in clear text on the device. Rather than designing and implementing a proprietary encryption mechanism within the application itself, the manufacturer chooses to rely on the encryption and key management functions provided natively by the operating system on which the application is intended to run, as the operating system’s built-in cryptographic services are mature and regularly maintained.

163

Where the cybersecurity risk assessment identifies risks that cannot be adequately addressed through appropriate measures, compliance with the CRA may require changes to the design, functionality or intended purpose of the product with digital elements. Considerations relating solely to cost or commercial feasibility do not constitute sufficient grounds for leaving such risks untreated where this would prevent the product with digital elements from meeting the essential requirements.

Vgl. Abschnitt 7.1 · Rn. 156–163 · C(2026) 5252
Guidance 7.3Risikobewertung und gebotene Sorgfalt in Bezug auf externe Abhängigkeiten und integrierte KomponentenG

Risk assessment and due diligence in relation to external dependencies and integrated components

167

The CRA establishes two distinct but complementary obligations for manufacturers in relation to cybersecurity risk management. First, Article 13(2) requires manufacturers to carry out a cybersecurity risk assessment for the product with digital elements itself. Second, Article 13(5) imposes the obligation to exercise due diligence with respect to integrated components. Together, these two obligations are designed to ensure that the product with digital elements remains secure, including where it relies on remote data processing solutions, remote services, or third-party software or hardware components.

168

The cybersecurity risk assessment concerns the identification and management of relevant risks that may affect the product with digital elements, including risks that originate outside the product itself, such as external networks, environmental factors, or other external aspects which might affect the product with digital elements or on which the product relies. For such external risks, the CRA does not require manufacturers to control or govern the external environment. Rather, manufacturers are required to identify such risks and to mitigate them through the design and development of the product with digital elements itself. This will involve implementing the appropriate essential requirements set out in Part I of Annex I and, where necessary, providing information and instructions to users on integration or deployment risks.

169

For example, a manufacturer may identify a risk that unauthorised persons may gain access to back-end systems that are not part of the product with digital elements itself while the product is in operation, and attempt to send malicious commands to the product with digital elements. Such back-end systems, where they are not designed and developed by the manufacturer or under its responsibility, or where they do not support one of the functions of the product with digital elements, do not constitute remote data processing solutions and therefore fall outside the scope of the product with digital elements for the purposes of the CRA. Nonetheless, the CRA requires the manufacturer to address the risk they may pose through product-level measures, such as by requiring cryptographic authentication of remote commands, verifying the integrity of configuration changes, or generating security-relevant logs or alerts when abnormal behaviour is detected. Similarly, where a manufacturer identifies a risk resulting from such an external service becoming unavailable, for example due to power outages or failures of the infrastructure, the CRA may require product-level mitigation measures against such cybersecurity risks, e.g. ensuring that the outage does not cause the product with digital elements to enter into insecure states. In such cases, the CRA regulates how the product with digital elements responds to those external risks; it does not impose obligations on how the back-end infrastructure is organised, staffed or operated, nor does it treat that infrastructure as part of the product with digital elements.

170

Due diligence relates to elements that form part of the product with digital elements itself, in particular integrated software or hardware components provided by a third party. Manufacturers are required to take appropriate measures to ensure that such components do not undermine the compliance of the product with digital elements with the essential requirements. This can only be achieved by determining what the product with digital elements requires from its components in order to meet its cybersecurity objectives, and verifying, in a risk-based manner, that those components are in line with the product’s needs, as also indicated in .

171

In alignment with its cybersecurity risk assessment, the manufacturer has to identify the requirements that the integrated component should satisfy. For example, if the product with digital elements relies on cryptographic functions, update mechanisms or secure communications provided by a component, the manufacturer must, as part of its due diligence, identify those needs and verify that the component satisfies them. Evidence for this purpose may consist of documentation obtained from the component manufacturer, such as technical specifications, security documentation or relevant conformity or assurance documentation. Where appropriate, the manufacturer may also carry out tests to verify that those components adequately perform the relevant functions. While due diligence is a separate legal obligation, it supports and underpins the manufacturer’s ability to demonstrate compliance with the essential requirements for the product with digital elements as a whole.

172

When assessing the risks to the product with digital elements as a whole, elements outside of the product, such as environmental elements, external infrastructure, other systems or networks, must be considered in the cybersecurity risk assessment and, where relevant, addressed through product-level measures to ensure compliance of the product with digital elements with the essential requirements. Components that are physically or logically integrated into the product with digital elements but sourced from a third party must also be considered as part of the risk assessment. However, for compliance purposes, the manufacturer should treat those as externally supplied components whose properties are verified through due diligence upon integration, as the manufacturer may not have redesigned or redeveloped them.

173

The same logic applies during the development and integration of components. Where the manufacturer develops functionalities itself, it must directly implement the essential requirements. Where the manufacturer integrates components developed by others, it must ensure through due diligence, that those components can be used in a way that enables the product with digital elements as a whole to comply. In both cases, the objective remains the same: that the product with digital elements, as placed on the market, achieves an appropriate level of cybersecurity as required by the CRA, taking into account the risks identified in the cybersecurity risk assessment.

Vgl. Abschnitt 7.3 · Rn. 167–173 · C(2026) 5252
Guidance 7.4Wiederverwendung von Risikobewertungen und Konformitätsunterlagen für Familien von Produkten mit digitalen ElementenG

Reuse of risk assessments and conformity documentation for families of products with digital elements

174

Manufacturers may place on the market products with digital elements that are similar, for example different variants, models or configurations of the same product family. Where such products with digital elements share the same architecture, security-relevant design and intended purpose, and are exposed to the same cybersecurity risks, the CRA does not require manufacturers to treat each variant as an entirely separate product with digital elements for the purposes of risk assessment and conformity assessment.

175

In such cases, provided that all variants concerned are adequately covered in terms of relevant risks and essential requirements, manufacturers may rely on: (i) a single cybersecurity risk assessment carried out in accordance with Article 13(2) of the CRA; (ii) a single set of technical documentation; and (iii) a single conformity assessment procedure. This also allows a single EU declaration of conformity to be issued for the group of products with digital elements, as long as it clearly identifies the product variants to which it applies.

176

The decisive factor is whether the differences between the variants are relevant to cybersecurity. Variations that do not affect the cybersecurity properties of the product with digital elements, such as differences in colour, form factor, memory size, or other non-security-relevant characteristics, do not require separate risk assessments or conformity assessments. Conversely, in some cases variants may differ in ways that affect the implementation of essential requirements, for example through different communication interfaces, software stacks, update mechanisms or remote connectivity. In such cases, those differences must be reflected in the risk assessment and, where necessary, in the conformity assessment and technical documentation.

177

Manufacturers remain responsible for ensuring that the risk assessment and the related documentation accurately reflect the products with digital elements placed on the market. Where a new variant introduces new cybersecurity risks or changes the way essential requirements are implemented, the existing risk assessment and conformity documentation must be updated accordingly. Reliance on a single conformity assessment is only possible to the extent that the products with digital elements do not present differences with regards to their cybersecurity properties.

Vgl. Abschnitt 7.4 · Rn. 174–177 · C(2026) 5252
Guidance 8.2Praktische und technische Auswirkungen von Datenfernverarbeitungslösungen und des Rückgriffs auf Lösungen DritterG

Practical and technical implications of remote data processing solutions and reliance on third-party solutions

203

The CRA follows a risk-based approach, which is enshrined in Article 13(2) and (3), as well as in the first essential requirement of Part I of Annex I, whereby ‘products with digital elements shall be designed, developed and produced in such a way that they ensure an appropriate level of cybersecurity based on the risks’. Consequently, a risk-based approach should be considered when applying the CRA requirements to the RDPS and the treatment of risks stemming from third-party services integrated into the product with digital elements.

204

First, manufacturers should (i) indicate in the technical documentation that their product with digital elements has RDPS or relies on third-party remote solutions and (ii) describe such solutions. If the same RDPS supports several products with digital elements, the RDPS needs to be declared in each product’s technical documentation. The documentation concerning RDPS serving several products with digital elements may be re-used from one product conformity assessment to another.

205

As indicated in , the RDPS that are part of the product with digital elements and therefore subject to the product’s conformity assessment should be limited to those software modules that are responsible for the functionality of the product with digital elements, and to the interfaces those modules use with external services. Further back-end systems that carry out subsequent processing, and with which the product with digital elements does not directly interact, are not considered RDPS.

206

Nonetheless, those back-end systems remain external dependencies that must be assessed as part of the cybersecurity risk assessment and mitigated through product-level measures. In fact, the risk assessment performed by the manufacturer should consider: (i) risks related to RDPS; (ii) risks related to reliance on third-party remote solutions (similar to third-party components); and (iii) risks related to the product environment (e.g. underlying hardware). Manufacturers should implement security controls on the product with digital elements itself to mitigate those risks.

207

Furthermore, as part of the conformity assessment and/or the fulfilment of due diligence obligations related to third-party remote services, the following non- exhaustive list of assurance artefacts can be re-used in support of the manufacturer’s assessment:

a. evidence of fulfilment of obligations under Commission Implementing Regulation (EU) 2024/2690;

b. evidence of fulfilment of obligations under Regulation (EU) 2022/2554 (DORA);

c. statement of conformity or certificate obtained under a European cybersecurity certification scheme (adopted under Regulation (EU) 2019/881 ─ the Cybersecurity Act);

d. evidence of conformity with ISO/IEC 27017:2015 or ISO/IEC 27001:2022.

208

Finally, in their interactions with third-party remote service providers, manufacturers need to implement the most appropriate security measures based on their risk assessment (and, where appropriate, supported by the provider’s shared responsibility model). Those mitigation measures should include security controls for their products with digital elements and the verification of security measures provided by the third-party providers themselves (due diligence). A tool to mitigate such risks can be to embed security guarantees in their service level agreements (SLAs) with third-party providers, including assurances that providers adequately handle vulnerabilities. A major change in the solutions provided by the third-party remote services providers should not qualify as a substantial modification of the product with digital elements, as these elements are not under the manufacturer’s responsibility. However, as part of their due diligence obligations and to correctly mitigate risks stemming from the use of third-party providers, manufacturers are encouraged to ensure that their third-party cloud service providers keep them adequately informed about changes they implement on their solutions. Based on such information, manufacturers may need to revise their risk assessment. The updated risk assessment should consider whether the third-party service providers still provide sufficient guarantees in terms of cybersecurity and whether the product- level security controls are still adequate. In some cases, manufacturers may need to modify such controls or change third-party service providers.

Vgl. Abschnitt 8.2 · Rn. 203–208 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Kommissions-FAQ
Datenverordnung (Data Act)
FAQ 2.9.2Wie berücksichtigen die Anforderungen an Produkte mit digitalen Elementen nach dem CRA die Pflichten nach der Datenverordnung, Nutzern oder Dritten Daten bereitzustellen?Q

How do the requirements for products with digital elements under the CRA take account of the obligations to make data available to users or third parties under the Data Act?

The CRA determines inter alia that products with digital elements shall be made available on the market only where they meet certain cybersecurity requirements (Article 6). Manufacturers have to ensure that when placing products with digital elements on the market, they are designed, developed and produced in accordance with those requirements (Article 13). Manufacturers will have to carry out a risk assessment comprising an analysis of cybersecurity risks based on the intended purpose and reasonably foreseeable use of the product.

Where a product with digital elements within the meaning of the CRA may also be subject to the requirements of the DA to make data available to users or third parties (Articles 4 and 5 DA), the manufacturer will need to ensure that relevant requirements under the DA are also considered as part of the risk assessment. Manufacturers should keep in mind that while the DA obliges access to product and related service data to users and third parties, it also establishes measures for data holders to restrict or refuse data sharing in certain cases (e.g. using the so-called 'trade secret' and 'safety and security' handbrakes (Articles 4(8) and 5(11), and 4(2), DA respectively).

Vgl. FAQ 2.9.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 3.3Wirkt sich die Einstufung eines Produkts als wichtig oder kritisch auf die Risikobewertung des Herstellers aus?Q

Does the classification of a product as important or critical impact the manufacturer's risk assessment?

In accordance with paragraphs (1) to (3) of Article 13, the CRA establishes that manufacturers of products with digital elements are to implement the essential cybersecurity requirements in a way that is proportionate to the risks of the product with digital elements, based on the intended purpose and reasonably foreseeable use as well as the conditions of use of the product with digital elements, taking into account the length of time the product is expected to be in use. Irrespective of whether the product with digital elements is considered to be an important or critical product with digital elements, manufacturers are to carry out a comprehensive cybersecurity risk assessment and indicate how the essential cybersecurity requirements are implemented as informed by the risk assessment, including their testing and assurance.

For example, a manufacturer wishes to place on the market two different versions of a VPN. In accordance with its risk assessment, the manufacturer determines that one of the two VPNs presents more substantial risks, for example because that VPN is intended to be deployed in a critical infrastructure environment, while the other VPN presents fewer risks, for example because it is intended only for use in a residential setting. Consequently, the manufacturer is expected to implement the essential requirements for both products in such a way that it ensures that the respective risks are mitigated accordingly.

Vgl. FAQ 3.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Risikobewertung
FAQ 4.1.1Was verlangt der CRA von der Bewertung der Cybersicherheitsrisiken durch den Hersteller?Q

What does the CRA require of the manufacturer's cybersecurity risk assessment?

Union harmonisation legislation related to products made available on the internal market and based on the New Legislative Framework (NLF) [Fn. 6] typically requires manufacturers to carry out a risk assessment, on the basis of which they need to implement the relevant essential requirements defined in the relevant legislation (see for instance section 4.1.1 of the Blue Guide). Those risk assessments are important documentation for the manufacturers to demonstrate (i.e. to market surveillance authorities) that they have implemented adequate requirements. Manufacturers may carry out a single risk assessment covering the needs of different legislations, or they may carry out individual risk assessments for each legislation separately. While it is up to the manufacturer to structure their risk assessment activities, they must be in a position to demonstrate compliance with each individual legislation. In accordance with the definition of product with digital elements (Article 3(1)), the manufacturer's cybersecurity risk assessment needs to cover the entire product with digital elements, including remote data processing when in scope and any supporting functions that may form part of the product with digital elements to be placed on the market.

Article 13(2) requires manufacturers to undertake an assessment of the cybersecurity risks associated with a product with digital elements and take the outcome of that assessment into account during the planning, design, development, production, delivery and maintenance phases of the product with digital elements with a view to minimising cybersecurity risks, preventing incidents and minimising their impact, including in relation to the health and safety of users. Thus, it is important to note that the cybersecurity risk assessment covers not only the initial stages of risk identification, risk analysis and risk evaluation during the design and development phases, but also the risk treatment measures implemented through the production, delivery and maintenance phases. Furthermore, this obligation applies to manufacturers of all products with digital elements within the meaning of the CRA, irrespective of whether the product with digital elements is in the "default category", an important or a critical product.

In accordance with Article 13(3), the cybersecurity risk assessment shall indicate whether and, if so in what manner, the security requirements relating to the properties of products (set out in Part I, point (2), of Annex I) are applicable to the relevant product with digital elements, and how those requirements are implemented as informed by the cybersecurity risk assessment. It shall also indicate how the manufacturer has planned, designed, developed, produced, delivered and maintained the product with digital elements in such a way that they ensure an appropriate level of cybersecurity based on the risks (Part I, point (1), of Annex I) and the vulnerability handling requirements (set out in Part II of Annex I).

Fn. 6: The New Legislative Framework consists of Regulation (EC) 765/2008 setting out the requirements for accreditation and the market surveillance of products; Decision 768/2008 on a common framework for the marketing of products; and Regulation (EU) 2019/1020 on market surveillance and compliance of products.

Vgl. FAQ 4.1.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(3)
Die Bewertung des Cybersicherheitsrisikos wird während eines gemäß festzulegenden Unterstützungszeitraums dokumentiert und gegebenenfalls aktualisiert. Diese Bewertung des Cybersicherheitsrisikos umfasst mindestens eine Analyse der Cybersicherheitsrisiken auf der Grundlage der Zweckbestimmung und der vernünftigerweise vorhersehbaren Verwendung des Produkts mit digitalen Elementen, wie der Betriebsumgebung oder der zu schützenden Anlagen, wobei die voraussichtliche Nutzungsdauer des Produkts berücksichtigt wird. In der Bewertung des Cybersicherheitsrisikos wird angegeben, ob und gegebenenfalls in welcher Weise die Sicherheitsanforderungen gemäß Nummer 2 auf das einschlägige Produkt mit digitalen Elementen anwendbar sind und wie diese Anforderungen auf der Grundlage der Bewertung des Cybersicherheitsrisikos umgesetzt werden. Ferner ist anzugeben, wie der Hersteller Nummer 1 anzuwenden hat und welche Anforderungen an die Behandlung von Schwachstellen in festgelegt sind.
CRA-Sollmaßnahmen
C02.005Risikobewertung: Mindestinhalte aufnehmenHerstellerS
C02.008Risikobewertung schriftlich festhalten und aktuell haltenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 4.1.2Schreibt der CRA eine bestimmte Methodik für die Risikobewertung vor?Q

Does the CRA mandate a specific risk assessment methodology?

The CRA does not mandate a specific cybersecurity risk assessment methodology. The manufacturers can decide on the methodology they use to identify and treat the relevant risks. Manufacturers need to address all relevant risks emerging from the cybersecurity risk assessment, and the risk assessment methodology should therefore support manufacturers in documenting that this has been done (in accordance with Article 13(3)), allowing market surveillance authorities to verify how risks have been identified, evaluated and mitigated.

When modelling threat scenarios, manufacturers should ensure the use of a threat modelling methodology that appropriately reflects the threats and resulting risks associated to the product's intended purpose and reasonably foreseeable use. For instance, whereas products intended for use in critical infrastructure may be required to treat risks related to nation-state actors and advanced persistent threats, products intended for private consumer use typically have a lower risk profile and may use a different threat model. In this way, manufacturers can cover all relevant risks to a product in their risk assessment.

Vgl. FAQ 4.1.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 4.1.6Wie wirkt sich die voraussichtliche Nutzungsdauer des Produkts auf die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken durch den Hersteller aus?Q

How does the length of time the product is expected to be in use affect the manufacturer's cybersecurity risk assessment?

For the purpose of ensuring the security of products with digital elements after their placing on the market, manufacturers should determine the support period, which should reflect the time the product with digital elements is expected to be in use. Thus, in accordance with Article 13(3), the analysis of cybersecurity risks by the manufacturer shall take into account the length of time the product is expected to be in use (Article 13(8)). The manufacturer should also consider the product's lifetime in the design and development stage, and in particular should prepare the product to ensure that throughout the support period vulnerabilities of that product, including its components, are handled effectively and in accordance with the essential cybersecurity requirements set out in Part II of Annex I. Furthermore, according to Article 13(7) the risk assessment shall be documented and updated as appropriate during the product's support period. Where the risk assessment relies on the information and instructions to the users to address certain risks, such information and instructions to the users should be updated accordingly.

As an example, the manufacturer may consider reasonable projections about changes in the threat landscape and how these might impact the risk assessment throughout the product lifetime.

Vgl. FAQ 4.1.6 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(4)
Wenn er ein Produkt mit digitalen Elementen in den Verkehr bringt, nimmt der Hersteller die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken gemäß in die gemäß und vorgeschriebene technische Dokumentation auf. Bei Produkten mit digitalen Elementen gemäß , die auch anderen Unionsrechtsvorschriften unterliegen, kann die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken auch Teil der in den betreffenden Unionsrechtsvorschriften geforderten Risikobewertungen sein. Sind bestimmte grundlegende Cybersicherheitsanforderungen nicht auf das Produkt mit digitalen Elementen anwendbar, so nimmt der Hersteller eine klare Begründung hierfür in diese technische Dokumentation auf.
CRA-Sollmaßnahmen
C02.009Risikobewertung in die technische Dokumentation aufnehmenHerstellerS
Kommissions-FAQ
Europäischer Gesundheitsdatenraum (EHDS)
FAQ 2.7.2Muss ein Produkt sowohl die Anforderungen des CRA als auch die der EHDS-Verordnung erfüllen?Q

Should a product comply with both the CRA and EHDS Regulation requirements?

A product may be a product with digital elements within the meaning of the CRA and an EHR system within the meaning of the EHDS Regulation at the same time. In such cases, a product will need to comply with the requirements set out in both the CRA and the EHDS Regulation (Recital 112 EHDS Regulation). The cybersecurity requirements set out in the CRA and the EHDS Regulation are of such a nature that compliance with the requirements of either the CRA or the EHDS Regulation alone will not fully satisfy those of the other Regulation.

However, the CRA (Article 13(4) CRA) determines that for products with digital elements that are also EHR systems, the cybersecurity risk assessment required by the CRA may be part of the risk assessment required by the EHDS Regulation.

Vgl. FAQ 2.7.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Risikobewertung
FAQ 4.1.3Muss ein Hersteller alle grundlegenden Anforderungen umsetzen?Q

Does a manufacturer need to implement all the essential requirements?

Manufacturers need to comply with all essential cybersecurity requirements related to vulnerability handling (set out in Part II of Annex I) throughout the product's support period. However, with regards to essential cybersecurity requirements related to the product properties (set out in Part I of Annex I), manufacturers need to determine on the basis of the cybersecurity risk assessment which of those requirements are relevant for the type of product with digital elements concerned. In accordance with Article 13(4), where certain essential cybersecurity requirements are not applicable to a product with digital elements, the manufacturer should include a clear justification in the cybersecurity risk assessment included in the technical documentation. This could be the case where an essential cybersecurity requirement is incompatible with the nature of a product with digital elements (see ), or where no risks exist that require a mitigation in relation to that essential requirement.

For example, a product might not need to incorporate any specific mitigation measures related to the protection of personal data if the product's intended purpose and reasonably foreseeable use do not include the processing of any kind of personal data. In such cases, the product might still have the technical capability to process some kinds of personal data, but such use would not be included in the intended purpose and reasonably foreseeable use declared by the manufacturer. Where the product's technical capability to process personal data may lead to significant cybersecurity risks in the case of reasonably foreseeable misuse, the information and instructions to the user may need to include this information, in accordance with point 5 of Annex II of the CRA.

For example, as stated in , the intended purpose of a product with digital elements may require the manufacturer to follow widely recognised interoperability standards even if its security features are no longer considered to be state of the art. Similarly, other Union law requires manufacturers to apply specific interoperability requirements. Where this is the case, having the effect that an essential cybersecurity requirement is not applicable to a product with digital elements, but the manufacturer has identified cybersecurity risks in relation to that essential cybersecurity requirement, it should take measures to address those risks by other means, for instance by limiting the intended purpose of the product to trusted environments and/or by informing the users about those risks.

Vgl. FAQ 4.1.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
(5)
Für die Zwecke der Erfüllung der in festgelegten Pflicht lassen die Hersteller die gebotene Sorgfalt walten, wenn sie von Dritten bezogene Komponenten in ihre Produkte mit digitalen Elementen integrieren, sodass solche Komponenten die Cybersicherheit des Produkts mit digitalen Elementen nicht beeinträchtigen, auch nicht bei der Integration von freier und quelloffener Software, die nicht im Rahmen einer Geschäftstätigkeit auf dem Markt bereitgestellt wurde.
CRA-Sollmaßnahmen
C04.005Fremdkomponenten sorgfältig auswählen und prüfenHerstellerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 3.4Beitragende und nachgelagerte NutzungenG

Contributors and downstream uses

85

As already mentioned in Section 3.1 Determining if free and open-source software is under one’s responsibility, the CRA clarifies that it does not apply ‘to natural or legal persons who contribute with source code to products with digital elements qualifying as free and open-source software that are not under their responsibility’ ().

86

Manufacturers of products with digital elements that integrate FOSS components into their own products with digital elements also do not become responsible for such components’ individual compliance with the CRA, even where the manufacturers contribute source code to their maintenance.

87

Similarly, the mere fact that manufacturers integrate FOSS components into their own (monetised) products with digital elements has no impact on the status of that FOSS component under the CRA. Maintainers of FOSS components that are not placed on the market do not bear obligations in relation to other entities that may integrate such components into their products with digital elements. Whether the CRA applies to a given FOSS component depends solely on whether the natural or legal person that publishes it places it on the market.

88

Nonetheless, manufacturers of products with digital elements that integrate FOSS components are required to comply with the CRA for their own products with digital elements. They also have a due diligence obligation, in accordance with Article 13(5), towards the FOSS components that they integrate. In addition, they are required to report vulnerabilities in integrated components and share security fixes in accordance with Article 13(6). For more guidance on this topic, see Section 9.2.1 Reporting upstream and sharing security fixes .

Vgl. Abschnitt 3.4 · Rn. 85–88 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Kommissions-FAQ
FAQ 4.4.1Was schreibt der CRA für die Integration von Komponenten vor?Q

What does the CRA prescribe when integrating components?

When placing a product with digital elements on the market, manufacturers shall ensure that it has been designed, developed and produced in accordance with the essential cybersecurity requirements set out in Part I of Annex I (Article 13(1))

For the purpose of complying with paragraph 1, manufacturers shall exercise due diligence when integrating components sourced from third parties so that those components do not compromise the cybersecurity of the product with digital elements, including when integrating components of free and open-source software that have not been made available on the market in the course of a commercial activity (Article 13(5))

When integrating components sourced from third parties in products with digital elements during the design and development phase, manufacturers should, in order to ensure that the products are designed, developed and produced in accordance with the essential cybersecurity requirements set out in this Regulation, exercise due diligence with regard to those components, including free and open-source software components that have not been made available on the market. The appropriate level of due diligence depends on the nature and the level of cybersecurity risk associated with a given component, and should, for that purpose, take into account one or more of the following actions: verifying, as applicable, that the manufacturer of a component has demonstrated conformity with this Regulation, including by checking if the component already bears the CE marking; verifying that a component receives regular security updates, such as by checking its security updates history; verifying that a component is free from vulnerabilities registered in the European vulnerability database established pursuant to Article 12(2) of Directive (EU) 2022/2555 or other publicly accessible vulnerability databases; or carrying out additional security tests […] ()

Immediately after the transitional period for the application of this Regulation, a manufacturer of a product with digital elements that integrates one or several components sourced from third parties which are also subject to this Regulation may not be able to verify, as part of its due diligence obligation, that the manufacturers of those components have demonstrated conformity with this Regulation by checking, for instance, if the components already bear the CE marking. This may be the case where the components have been integrated before this Regulation becomes applicable to the manufacturers of those components. In such a case, a manufacturer integrating such components should exercise due diligence through other means ()

In order to ensure that their product with digital elements meets the essential requirements of the CRA, manufacturers are to exercise due diligence when they integrate third-party components in their products.

Manufacturers can integrate different types of components, including those that do not bear the CE marking (e.g. free and open-source components that do not fall in the scope of the CRA, components placed on the market before the CRA applies, or components that have not been placed on the market), but they must ensure that such components do not compromise the cybersecurity of their products with digital elements.

When integrating components that bear the CE marking, manufacturers are able to rely on the component's EU declaration of conformity and accompanying documentation to support their own compliance with the CRA.

The appropriate level of due diligence depends on the nature and level of cybersecurity risk of a given component – see also entry on 4.4.2 What is the appropriate level of due diligence?

Vgl. FAQ 4.4.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 4.4.2Was ist der angemessene Umfang der Sorgfaltspflicht?Q

What is the appropriate level of due diligence?

The appropriate level of due diligence depends on the nature and level of cybersecurity risk of a given component and is aimed at ensuring that the components that are integrated do not compromise the cybersecurity of the manufacturer's product with digital elements. The risk assessment of the product with digital elements also informs the appropriate level of due diligence. Where a component or a product is associated with more risks, the actions that a manufacturer should put in place while exercising due diligence should be more extensive than for a component or product associated with fewer risks. In line with , examples of one or more actions that manufacturers may undertake include:

  • checking if the component already bears the CE marking;
  • verifying that a component receives regular security updates, such as by checking its security updates history;
  • verifying in the European vulnerability database established pursuant to Article 12(2) of Directive (EU) 2022/2555 or other publicly accessible vulnerability databases the vulnerabilities applicable to a component and designing, developing and manufacturing the product with digital elements integrating the component in such a way that these vulnerabilities do not compromise the cybersecurity of the product with digital elements;
  • carrying out additional security tests, such as fuzz testing, penetration testing, firmware analysis, side-channel analysis, red-team exercises, network traffic analysis, sensor spoofing.

Additional examples of actions that manufacturers may undertake include:

  • performing software composition analysis on components;
  • sandboxing or isolating highly-critical components;
  • when available, reviewing the SBOM of that component;
  • checking the support period of the component;
  • verifying that the intended purpose of the component fits the integrating manufacturer's use;
  • assessing the security posture of the component's manufacturer.
Vgl. FAQ 4.4.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 4.4.3Sollte ein Hersteller, um die gebotene Sorgfalt walten zu lassen, nur Komponenten integrieren, die mit der CE-Kennzeichnung versehen sind?Q

In order to exercise due diligence, should a manufacturer only integrate components that bear the CE marking?

In line with Article 13(5), manufacturers can integrate various types of components, including components that have not been placed on the market or that have been placed on the market before the CRA applies, provided that it exercises due diligence to ensure that the component does not compromise the cybersecurity of its own product with digital elements.

The manufacturer does not need to bring such components into compliance with the essential requirements set out in Annex I, part I, before integrating them. [Fn. 9]

Nonetheless, the manufacturer needs to ensure that its own products with digital elements are secure and meet the CRA essential requirements, and due diligence is a key obligation to meet those requirements. The manufacturer is also required to comply with the vulnerability handling obligations of Annex I, Part II, for the duration of the support period, for their products in their entirety.

Integration of components that bear the CE marking may simplify certain obligations (e.g. see entry 4.3.6 How should vulnerabilities in integrated components be addressed and remediated?) but is not required by the CRA.

Fn. 9: Manufacturers of such components are required to ensure they are compliant with the CRA, if they place them on the market.

Vgl. FAQ 4.4.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 4.4.4Wie sollten Hersteller die gebotene Sorgfalt in Bezug auf Open-Source-Komponenten walten lassen, die nicht dem CRA unterliegen?Q

How should manufacturers exercise due diligence with regards to open-source components that are not subject to the CRA?

Manufacturers are allowed to integrate open-source components that are not in scope of the CRA (i.e. because they are not made available on the market in the course of a commercial activity), as well as open-source components that are published by an open-source software steward.

As explained in 4.4.2 What is the appropriate level of due diligence?, the appropriate level of due diligence is dependent on the nature and level of cybersecurity risk of a given open-source component.

The Commission is empowered to establish voluntary security attestations programmes that can be used to assess the conformity of free and open-source components with the CRA. Where available, such attestation programmes would facilitate manufacturers' due diligence obligation.

Vgl. FAQ 4.4.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 7.3Darf ein Hersteller Produkte mit digitalen Elementen in Verkehr bringen, die während des Übergangszeitraums entwickelt wurden und Komponenten integrieren, die nicht mit der CE-Kennzeichnung versehen sind?Q

Can a manufacturer place on the market products with digital elements developed during the transition period, and that integrate components that do not bear the CE marking?

For the purpose of complying with paragraph 1, manufacturers shall exercise due diligence when integrating components sourced from third parties so that those components do not compromise the cybersecurity of the product with digital elements, including when integrating components of free and open-source software that have not been made available on the market in the course of a commercial activity (Article 13(5)).

Immediately after the transitional period for the application of this Regulation, a manufacturer of a product with digital elements that integrates one or several components sourced from third parties which are also subject to this Regulation may not be able to verify, as part of its due diligence obligation, that the manufacturers of those components have demonstrated conformity with this Regulation by checking, for instance, if the components already bear the CE marking. This may be the case where the components have been integrated before this Regulation becomes applicable to the manufacturers of those components. In such a case, a manufacturer integrating such components should exercise due diligence through other means ().

As explained in the entries 4.4.1 What does the CRA prescribe when integrating components? and 4.4.3 In order to exercise due diligence, should a manufacturer only integrate components that bear the CE marking?, a manufacturer can integrate components that do not bear the CE marking, but is required to exercise due diligence to ensure that those components do not compromise the cybersecurity of its product with digital elements.

During the transition period before the CRA applies, manufacturers will not be able to check whether third-party components are compliant with the CRA. This does not prevent manufacturers from integrating such components, and they should exercise due diligence through other means (see also entry 4.4.2 What is the appropriate level of due diligence?).

Vgl. FAQ 7.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 7.4Darf ein Hersteller Komponenten integrieren, die wichtige oder kritische Produkte mit digitalen Elementen sind und nicht harmonisierten Normen folgen?Q

Is a manufacturer allowed to integrate components that are important or critical products with digital elements that do not follow harmonised standards?

Yes, manufacturers are free to integrate components that are important or critical products that have not been designed in accordance with harmonised standards – regardless of whether such harmonised standards are available or not.

The application of harmonised standards is a means to demonstrate compliance, but is not the only means to do so.

Furthermore, as discussed in entries 4.4.1 What does the CRA prescribe when integrating components? and 4.4.3 In order to exercise due diligence, should a manufacturer only integrate components that bear the CE marking?, the manufacturer is not required to integrate only components that bear the CE marking.

Vgl. FAQ 7.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(6)
Sobald der Hersteller eine Schwachstelle in einer in das Produkt mit digitalen Elementen integrierten Komponente, einschließlich einer quelloffenen Komponente, feststellt, meldet er die Schwachstelle der Person oder Einrichtung, die diese Komponente herstellt oder wartet, und behandelt und behebt die Schwachstelle gemäß den in festgelegten Anforderungen an die Behandlung von Schwachstellen. Haben Hersteller eine Software- oder Hardware-Änderung entwickelt, um die Schwachstelle in dieser Komponente zu beheben, teilen sie den betreffenden Code oder die einschlägigen Unterlagen der Person oder Stelle, die die Komponente herstellt oder wartet, gegebenenfalls in einem maschinenlesbaren Format mit.
CRA-Sollmaßnahmen
C05.009Schwachstellen in Fremdkomponenten an deren Hersteller meldenHerstellerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 9.2.1Upstream-Meldung und Weitergabe von SicherheitskorrekturenG

Reporting upstream and sharing security fixes

222

Article 13(6) of the CRA requires manufacturers to report vulnerabilities in integrated components to the person or entity manufacturing or maintaining that component (‘reporting upstream’).

223

Manufacturers are required to report upstream only in respect of the version of the component that they integrate. Where the person or entity manufacturing or maintaining the component has established security policies, coordinated vulnerability disclosure processes or designated channels for reporting vulnerabilities, manufacturers should report in accordance with them, particularly where premature disclosure of unpatched vulnerabilities could increase cybersecurity risks. Furthermore, in order to reduce the burden on upstream maintainers, particularly in open-source projects, manufacturers are not required to report upstream where they can confirm that the person or entity manufacturing or maintaining a component is aware of the existence of a vulnerability. Manufacturers are encouraged to take reasonable steps to avoid the submission of duplicate reports, for example by checking publicly accessible vulnerability databases, project-specific security advisories, or established issue trackers before reporting upstream.

224

Manufacturers are required to report upstream only those vulnerabilities that exist in the integrated component itself, and not vulnerabilities that exist as a result of the integration between the component and other code developed by the manufacturer or by the integration of other components. Nonetheless, there may be situations in which a component’s integration into a specific product with digital elements reveals certain behaviours, interactions or security-relevant characteristics of that component that were not apparent, or not readily identifiable, in isolation. In such cases, manufacturers are encouraged to communicate this information to the person or entity manufacturing or maintaining the component, in order to foster good vulnerability-handling practices aimed at facilitating effective remediation and improving the overall security of the component ecosystem.

225

Finally, manufacturers are also not required to report the vulnerability upstream where the component no longer has a maintainer, or when the manufacturer no longer relies on the original maintainer for new versions or security fixes. In such cases, the manufacturer is nonetheless encouraged to inform users of that component via reasonable alternative measures, e.g. through existing community mechanisms (such as mailing lists or issue tickets) or through public vulnerability records.

226

Furthermore, under Article 13(6) manufacturers that have developed a software modification to address a vulnerability in an integrated component are required to share that software modification (‘security fix’) with the person or entity manufacturing or maintaining the component (‘sharing upstream’).

227

Where manufacturers are required to share a security fix under Article 13(6), the fix should, where appropriate, be provided in a machine-readable format, in a manner that can be easily verified and, where appropriate, integrated by the person or entity manufacturing or maintaining the component. Where the component is a free and open-source component, the security fix should be shared in a manner compatible with that component’s licence, for example by sharing it under the same licence or under a licence that allows the maintainer to distribute the fix under its own licence. Where the maintainer of that component has guidelines on how security fixes should be shared, the manufacturer should follow those guidelines.

228

However, manufacturers are not required by the CRA to ensure that their security fixes are necessarily accepted by the person or entity manufacturing or maintaining the component. Nor are they required to ensure that those fixes are necessarily integrated into the component’s code repository, for instance where the maintainer may prefer a different option to fix the issue. Similarly, manufacturers are not required to accept a proposed fix developed by the component maintainer, and may prefer to mitigate the issue in other suitable ways.

229

In some cases, the person or entity manufacturing or maintaining the component may have already provided a security fix to address the vulnerability, but a manufacturer implements a different mitigation strategy (for example by changing a different configuration). In such cases, the CRA does not require the manufacturer to share the modification of another part of the system upstream. The manufacturer is nonetheless encouraged to do so where this can support the person or entity maintaining the component.

Vgl. Abschnitt 9.2.1 · Rn. 222–229 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 4.3.6Wie sollten Schwachstellen in integrierten Komponenten behandelt und behoben werden?Q

How should vulnerabilities in integrated components be addressed and remediated?

The vulnerability handling obligations set out in this Regulation, which manufacturers have to comply with when placing a product with digital elements on the market and for the support period, apply to products with digital elements in their entirety, including to all integrated components. Where, in the exercise of due diligence, the manufacturer of the product with digital elements identifies a vulnerability in a component, including in a free and open-source component, it should inform the person or entity manufacturing or maintaining the component, address and remediate the vulnerability, and, where applicable, provide the person or entity with the applied security fix ().

Manufacturers need to comply with the vulnerability handling obligations for the duration of the support period, for their products in their entirety, including by handling vulnerabilities affecting their products that are contained in integrated components. See also 4.3.1 Are manufacturers required to patch all vulnerabilities that are discovered during the support period?

Where the manufacturer of a product has integrated a component that has been placed on the market after CRA applies (i.e. the component is itself a product under the CRA), that manufacturer is able to rely on the actions that the component manufacturer is required to undertake to comply with its own vulnerability handling obligations. For example, the component manufacturer may be required to develop a security update to fix a vulnerability in the component. The integrating manufacturer is still required to fulfil its vulnerability handling obligations for its product, for example by keeping users informed, providing mitigating measures, updating documentation; but its vulnerability handling obligations are facilitated by the corresponding obligations of the component manufacturer.

Where the manufacturer has integrated a component that has not been placed on the market (or that has been placed on the market before the CRA applies), the person or entity that has developed the component is not subject to the CRA vulnerability handling obligations. The integrating manufacturer is nonetheless required to ensure that its product complies in its entirety with the vulnerability handling requirements. Where the person or entity that has developed the component is not supporting the manufacturer in addressing and remediating vulnerabilities, the integrating manufacturer is expected to address the vulnerability via other means, for example by disabling compromised functions; switching out the affected component; developing by itself a patch (for example, where the component is open source component).

In accordance with Article 13(6), where the integrating manufacturer develops a patch for a component, it is required to share it with the person or entity maintaining the component.

Vgl. FAQ 4.3.6 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(7)
Der Hersteller dokumentiert systematisch und in einer der Art der Cybersicherheitsrisiken angemessenen Weise alle relevanten Cybersicherheitsaspekte des Produkts mit digitalen Elementen, einschließlich der Schwachstellen, von denen er Kenntnis erlangt, und aller von Dritten bereitgestellten einschlägigen Informationen und aktualisiert gegebenenfalls die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken des Produkts.
CRA-Sollmaßnahmen
C05.008Schwachstellen und Sicherheitshinweise laufend dokumentierenHerstellerS
(8)
Wenn sie ein Produkt mit digitalen Elementen in den Verkehr bringen und während des Unterstützungszeitraums stellen die Hersteller sicher, dass Schwachstellen dieses Produkts, einschließlich seiner Komponenten, wirksam und im Einklang mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in behandelt werden.
Die Hersteller legen den Unterstützungszeitraum so fest, dass er die Dauer der voraussichtlichen Nutzung des Produkts widerspiegelt, wobei sie insbesondere angemessenen Erwartungen der Nutzer, der Art des Produkts, einschließlich seiner Zweckbestimmung, sowie den einschlägigen Rechtsvorschriften der Union zur Festlegung der Lebensdauer von Produkten mit digitalen Elementen Rechnung tragen. Bei der Festlegung des Unterstützungszeitraums können die Hersteller auch die Unterstützungszeiträume für Produkte mit digitalen Elementen mit einer ähnlichen Funktion, die von anderen Herstellern in den Verkehr gebracht werden, die Verfügbarkeit der Betriebsumgebung, die Unterstützungszeiträume für integrierte Komponenten, die Kernfunktionen erbringen und von Dritten bezogen werden, sowie die einschlägigen Leitlinien der gemäß eingesetzten besondere Gruppe zur administrativen Zusammenarbeit (ADCO) und der Kommission berücksichtigen. Die zur Bestimmung des Unterstützungszeitraums zu berücksichtigenden Aspekte werden in einer Weise berücksichtigt, die die Verhältnismäßigkeit gewährleistet.
Unbeschadet Unterabsatz 2 beträgt der Unterstützungszeitraum mindestens fünf Jahre. Wird davon ausgegangen, dass das Produkt mit digitalen Elementen weniger als fünf Jahre im Betrieb ist, muss der Unterstützungszeitraum der voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechen.
Unter Berücksichtigung der ADCO-Empfehlungen gemäß kann die Kommission gemäß delegierte Rechtsakte erlassen, um diese Verordnung durch die Festlegung des Mindestunterstützungszeitraums für bestimmte Produktkategorien zu ergänzen, wenn die Marktüberwachungsdaten auf unangemessene Unterstützungszeiträume hindeuten.
Die Hersteller nehmen die Informationen, die bei der Bestimmung des Unterstützungszeitraums eines Produkts mit digitalen Elementen berücksichtigt wurden, in die technische Dokumentation gemäß auf.
Die Hersteller haben geeignete Strategien und Verfahren, darunter eine Strategie für die koordinierte Offenlegung von Schwachstellen gemäß Nummer 5, um potenzielle Schwachstellen in dem Produkt mit digitalen Elementen, die von internen oder externen Quellen gemeldet werden, zu bearbeiten und zu beheben.
CRA-Sollmaßnahmen
C05.001Schwachstellenmanagement für den Supportzeitraum einrichtenHerstellerS
C06.003Supportzeitraum für Sicherheitsupdates festlegenHerstellerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 5.1SupportzeitraumG

Substantial modifications and the support period

5 Support period

125

Article 13(8) of the CRA requires manufacturers to determine the support period during which the vulnerabilities of the product with digital elements, including its components, are handled effectively and in accordance with the essential requirements set out in Part II of Annex I. The support period reflects the period of time during which the product with digital elements is expected to be in use (the expected use time), and should be determined in light of the criteria set out in Article 13(8), in particular reasonable user expectations, the nature of the product with digital elements, including its intended purpose, as well as relevant Union law determining the lifetime of products with digital elements 17 . Overall, such criteria are to be taken into account in a manner that ensures proportionality in determining the support period.

126

Article 13(8) further requires that the support period be at least five years, unless the product with digital elements is expected to be in use for less than five years, in which case the support period shall correspond to the expected use time. The minimum support period therefore operates only as a safeguard, ensuring that vulnerabilities are handled for a sufficiently long period, while allowing manufacturers to take into account products with digital elements with genuinely shorter expected use times. provides more guidance in this respect, clarifying that products with digital elements reasonably expected to be in use for longer than five years should accordingly have longer support periods. A support period of five years is therefore not to be considered as the default for all products with digital elements. Instead, the manufacturer should determine the appropriate support period in light of the criteria referred to in Article 13(8).

128

In the case of software products with digital elements, which are often developed and released iteratively and where substantially modified versions may be placed on the market frequently over time, the support period must be understood in light of this development model. Each substantially modified version of a software product with digital elements placed on the market has to have a declared support period that complies with Article 13(8). This includes the minimum support period of at least five years, unless the expected use time of that version is demonstrably shorter, as also clarified in . Section 5.1 Substantial modifications and the support period further clarifies that, where the substantial modification does not lead to changes in the factors that originally determined the expected use time of the product with digital elements, the original support period is unaffected (i.e. including in cases where the remaining support period is less than five years).

131

For continuously evolving software products with digital elements, manufacturers may place successive substantially modified versions on the market over relatively short intervals and expect users to upgrade regularly. In such cases the declared support period for each substantially modified version must comply with Article 13(8) at the time it is placed on the market. In other words, the manufacturer must declare a new support period for that substantially modified version. However, manufacturers may rely on Article 13(10) to discontinue addressing and remediating vulnerabilities for earlier versions once users are able to upgrade to a later version free of charge and without incurring additional costs as referred to above, even if this results in a shorter effective support period for those earlier versions 18 . The manufacturer remains subject to the other vulnerability-handling requirements of Part II of Annex I, as well as to the reporting obligations of Article 14. As also explained in , these requirements include, among others, for all subsequent substantially modified versions of the software product with digital elements placed on the market: (i) maintaining a policy on coordinated vulnerability disclosure; and (ii) measures to facilitate the sharing of information about potential vulnerabilities 19 .

Example 52: A manufacturer places a smartphone model on the EU market and declares a support period of X years from the date of placement on the market, during which it will provide security updates addressing vulnerabilities. During that period, the manufacturer releases regular software updates and substantially modified versions of the operating system, which users can install free of charge without requiring new hardware. The manufacturer may, in accordance with Article 13(10), address and remediate vulnerabilities for the latest version of the operating system made available for that smartphone model, provided that earlier versions can be upgraded free of charge and without additional costs. For the duration of the support period, the manufacturer remains subject to the other vulnerability handling requirements, such as coordinated vulnerability disclosure and information-sharing measures.

Example 53: A manufacturer places an enterprise software product with digital elements on the market and releases substantially modified versions every few months, reflecting security improvements, new features and compatibility with updated operating systems and platforms. Each version is placed on the market with a declared support period in accordance with Article 13(8). The manufacturer expects users to upgrade regularly as part of normal operation and provides access to the latest version free of charge. Applying upgrades may require reasonable operational effort, such as testing or configuration adjustments, but does not require additional costs, such as the purchase of new hardware or fundamental infrastructure changes. In this context, the manufacturer may rely on Article 13(10) to discontinue addressing and remediating vulnerabilities for earlier versions once users can upgrade to the latest version, while continuing to comply with the other vulnerability-handling requirements for all subsequent substantially modified versions.

Fn. 17 Additional criteria that may be taken into account, in accordance with Article 13(8), include the support periods of products with digital elements offering a similar functionality placed on the market by other manufacturers, the availability of the operating environment, the support periods of integrated components that provide core functions and are sourced from third parties as well as relevant guidance provided by the CRA administrative cooperation group (ADCO) and the Commission.

Fn. 19 It should be noted that, where users can upgrade to the latest version of the software without additional costs, manufacturers may nevertheless choose to continue addressing and remediating vulnerabilities in earlier versions of that software, including on a paid basis or under other commercial arrangements. The CRA does not require manufacturers to provide security updates for such earlier versions free of charge.

5.1 Substantial modifications and the support period

132

As set out in Section 4.4 Consequences of a substantial modification, where a modification of a product with digital elements qualifies as a substantial modification and the modified product with digital elements is made available on the market, it is to be treated as a new product for the purposes of the CRA, and the act of making the substantially modified product with digital elements available on the market constitutes a new placing on the market. It is therefore useful to clarify the effect that this new placing on the market has on the support period of the substantially modified product with digital elements.

133

The support period of a substantially modified product with digital elements should be determined by reference to that product’s expected use time, in light of the criteria set out in Article 13(8) of the CRA. A substantial modification should therefore require a reassessment against those criteria, but does not automatically result in the support period being reset, or even extended. The relevant question is whether the substantial modification affects the factors that originally determined that product’s expected use time and, therefore, the original support period.

134

Where the substantial modification does not affect those factors, the criteria set out in Article 13(8) continue to indicate the same expected use time as originally determined, and the support period of the modified product with digital elements should align with the remaining expected use time of the product as originally placed on the market. This will typically be the case where the expected use time was determined primarily by factors that the modification does not alter, such as the physical durability of hardware components, where the substantial modification concerns only software functionality or back-end services.

Example 54: A manufacturer places on the market a robot vacuum cleaner with an expected use time of X years, determined on the basis of the nature of the product with digital elements, including the physical durability and wear characteristics of the hardware components, and taking into account reasonable user expectations as to that product’s lifetime. The manufacturer sets a support period of X years. After Y years, the manufacturer releases a software update that qualifies as a substantial modification, adding new cleaning modes and navigation features. The software update does not affect the physical durability of the hardware and does not alter reasonable user expectations as to that product’s lifetime. The Article 13(8) criteria therefore continue to indicate the same expected use time. The support period of the modified product with digital elements aligns with the remaining expected use time as originally determined.

Example 55: A manufacturer places on the market a complex industrial machinery product with digital elements, with a cloud back-end that constitutes a remote data processing solution. The expected use time is X years, determined in light of reasonable user expectations and the nature of the product with digital elements, such as the physical durability of the machinery hardware and expected wear and tear. The support period is set to align with that expected use time at X years. After Y years, the manufacturer rearchitects the cloud back-end (the remote data processing solution), introducing new APIs and data flows, in a manner that qualifies as a substantial modification of the product with digital elements but does not alter the nature of that product or affect user expectations. The Article 13(8) criteria therefore continue to indicate the same expected use time. The support period of the modified product with digital elements aligns with the remaining expected use time as originally determined.

135

Where the substantial modification affects the factors that originally determined the expected use time of the product with digital elements, the manufacturer should recalculate the support period to reflect the new expected use time, applying the Article 13(8) criteria accordingly. This may be the case, for example, of revitalising hardware modifications that extend that product’s operational life, or of a substantial reprogramming or rewrite of that product’s core software that materially changes its expected use time 20 .

Example 56: A manufacturer places on the market a programmable logic controller (PLC) with an expected use time of X years, determined primarily on the basis of the nature of the product with digital elements and the durability of the underlying hardware. The support period is set accordingly. Several years after the initial placing on the market, the manufacturer carries out a substantial modification consisting of the replacement of the PLC’s embedded computing platform, including the processor, memory and runtime environment, with a new generation of components designed for a significantly longer operational lifetime. As a result of the modification, reasonable user expectations and the nature of the product with digital elements change: the PLC’s user may now reasonably expect the PLC to remain in productive use beyond its originally declared expected use time, supported by the new computing platform. The Article 13(8) criteria therefore indicate a longer expected use time, and the manufacturer recalculates the support period for that specific PLC accordingly.

Fn. 20 It should be recalled that, as indicated in Section 4.1 Physical repairs, operations of refurbishment, maintenance or repair are generally not considered to amount to substantial modifications.

Vgl. Abschnitt 5–5.1 · Rn. 125–126, 128, 131–135 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
Behandlung von Schwachstellen (Anhang I Teil II)
FAQ 4.3.7Wie wirkt sich das Ende des Supportzeitraums einer integrierten Komponente auf die Einhaltung des CRA durch ein Produkt aus?Q

How does the end of the support period in an integrated component impact a product's compliance with the CRA?

When determining the support period, manufacturers may also take into account the support periods of products with digital elements offering a similar functionality placed on the market by other manufacturers, the availability of the operating environment, the support periods of integrated components that provide core functions and are sourced from third parties […] (Article 13.8)

Manufacturers need to comply with the vulnerability handling obligations for the duration of the support period, for their products in their entirety, including all integrated components, but are able to rely on the vulnerability handling obligations to which component manufacturers are also subject, as discussed in entry 4.3.6 How should vulnerabilities in integrated components be addressed and remediated?

The support period of integrated components is a consideration that manufacturers may take into account when determining their product's support period, to ensure that they are able to leverage the support period of key components to address and remediate the product's vulnerabilities. See also section 4.5 Support period.

Nonetheless, it can occur that a product with an active support period contains a vulnerability in an integrated component that is no longer covered by that component's support period, and that vulnerability cannot be addressed and remediated adequately via various forms of mitigation measures (see also entry 4.3.1 Are manufacturers required to patch all vulnerabilities that are discovered during the support period?). In that case, the manufacturer of the product is required to remediate the vulnerability via other means, for example by switching out the integrated component or developing a patch autonomously.

Vgl. FAQ 4.3.7 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Supportzeitraum
FAQ 4.5.1Welche Kriterien sollte der Hersteller bei der Festlegung des Supportzeitraums eines Produkts berücksichtigen?Q

Which criteria should the manufacturer take into account when determining a product's support period?

Manufacturers shall determine the support period so that it reflects the length of time during which the product is expected to be in use, taking into account, in particular, reasonable user expectations, the nature of the product, including its intended purpose, as well as relevant Union law determining the lifetime of products with digital elements. When determining the support period, manufacturers may also take into account the support periods of products with digital elements offering a similar functionality placed on the market by other manufacturers, the availability of the operating environment, the support periods of integrated components that provide core functions and are sourced from third parties as well as relevant guidance provided by the dedicated administrative cooperation group (ADCO) established pursuant to Article 52(15) and the Commission. The matters to be taken into account in order to determine the support period shall be considered in a manner that ensures proportionality (Article 13(8), second subparagraph).

Manufacturers are required to determine the support period so that it reflects the length of time during which it is expected to be in use, taking into account, in particular:

  • reasonable user expectations;
  • the nature of the product, including its intended purpose;
  • other Union law determining the lifetime of products with digital elements.

Other relevant factors that manufacturers may take into account include:

  • the support period of similar products placed on the market by other manufactures;
  • the availability of the operating environment;
  • the support period of third-party integrated components providing core functions;
  • relevant guidance provided by the CRA ADCO.

All these factors should be taken into account in a manner that ensures proportionality in the determination of the support period.

Therefore, manufacturers are not expected to simply set support periods that correspond to the expected use time (unless the expected use time is less than five years, as discussed in entry 4.5.2 Is there a minimum support period?).

In accordance with Article 13(8), a manufacturer should include in its technical documentation the information that was taken into account to determine the support period of a product with digital elements.

Vgl. FAQ 4.5.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 4.5.2Gibt es einen Mindestunterstützungszeitraum?Q

Is there a minimum support period?

Without prejudice to the second subparagraph, the support period shall be at least five years. Where the product with digital elements is expected to be in use for less than five years, the support period shall correspond to the expected use time (Article 13(8), third subparagraph).

The support period for which the manufacturer ensures the effective handling of vulnerabilities should be no less than five years, unless the lifetime of the product with digital elements is less than five years, in which case the manufacturer should ensure the vulnerability handling for that lifetime. Where the time the product with digital elements is reasonably expected to be in use is longer than five years, as is often the case for hardware components such as motherboards or microprocessors, network devices such as routers, modems or switches, as well as software, such as operating systems or video-editing tools, manufacturers should accordingly ensure longer support periods. In particular, products with digital elements intended for use in industrial settings, such as industrial control systems, are often in use for significantly longer periods of time. A manufacturer should be able to define a support period of less than five years only where this is justified by the nature of the product with digital elements concerned and where that product is expected to be in use for less than five years, in which case the support period should correspond to the expected use time. For instance, the lifetime of a contact tracing application intended for use during a pandemic could be limited to the duration of the pandemic. Moreover, some software applications can by nature only be made available on the basis of a subscription model, in particular where the application becomes unavailable to the user and is consequently not in use anymore once the subscription expires ()

The support period needs to be set to at least five years, but that is not sufficient where products with digital elements are reasonably expected to be in use for longer than five years. In such circumstances, manufacturers should consider all relevant factors (see entry 4.5.1 Which criteria should the manufacturer take into account when determining a product's support period?) which may result in a need to provide for a support period longer than five years.

A support period of less than five years is only justified in situations where the lifetime of the product with digital elements is less than five years. In these cases, the support period shall correspond to the expected use time, without further consideration for the other criteria listed in Article 13(8). This is the case for products that fulfil a very specific purpose (e.g. a contact tracing app to be used during a pandemic), but also for some software applications that can, by nature, only be made available on the basis of a subscription model, particularly where the application becomes unavailable to the user once the subscription expires. For example, some enterprise antivirus software only works for users with an active subscription, as users rely on the availability of up-to-date antivirus definitions, and is no longer accessible when that subscription expires. Similarly, some free and open-source software that is placed on the market can be monetised by its manufacturer only through the sale of paid support services offered on a subscription basis. Therefore, due to its nature of being free and open-source, that software may remain in use after its user stops paying for the support services; in such circumstance, the manufacturer is required to ensure a support period that is equal to the duration of the active subscription.

Vgl. FAQ 4.5.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 4.5.3Kann ein Hersteller Produkte ohne Supportzeitraum weiter verkaufen?Q

Can a manufacturer continue to sell products without a support period?

Manufacturers need to set the support period for all products with digital elements that have been placed on the market after 11 December 2027. Those products can continue to be made available on the market after their support period expires. However, for units of that product that are newly placed on the market, manufacturers are required to set the support period.

For example, a manufacturer produces 10 000 identical units of the same hardware product model or series and places them on the market in January 2028, with a support period of five years (i.e. until January 2033). A distributor manages to sell only a part of those units before the end of the support period. The distributor can continue to make those units available even after January 2033.

On 1 January 2030, the same manufacturer produces an additional 5 000 identical units of that same hardware product model or series and places them on the market. The manufacturer is required to set a support period for those units, in accordance with Article 13(8) of the CRA.

Vgl. FAQ 4.5.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(9)
Die Hersteller gewährleisten, dass jede Sicherheitsaktualisierung gemäß Nummer 8, die den Nutzern während des Unterstützungszeitraums zur Verfügung gestellt wurde, nach ihrer Bereitstellung für mindestens zehn Jahre oder für die verbleibende Dauer des Unterstützungszeitraums, je nachdem, welcher Zeitraum länger ist, verfügbar bleibt.
CRA-Sollmaßnahmen
C06.004Sicherheitsupdates mindestens zehn Jahre verfügbar haltenHerstellerS
(10)
Hat ein Hersteller nachfolgende wesentlich geänderte Versionen eines Softwareprodukts in den Verkehr gebracht, so kann er die Sicherstellung der Einhaltung der in Nummer 2 festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderung auf die Version beschränken, die der Hersteller zuletzt in den Verkehr gebracht hat, sofern die Nutzer der zuvor in den Verkehr gebrachten Version kostenlos Zugang zu der zuletzt in den Verkehr gebrachten Version haben und ihnen keine zusätzlichen Kosten für die Anpassung der Hardware- und Softwareumgebung entstehen, in der sie die Originalversion dieses Produkts verwenden.
CRA-Sollmaßnahmen
C06.005Sicherheitsupdates nur für die neueste Version liefernHerstellerS
C06.011Nutzer: kostenloses Upgrade auf die neueste Version verlangenNutzerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 5SupportzeitraumG

Support period

129

Article 13(10) provides flexibility for software products with digital elements by allowing manufacturers, under certain conditions, to ensure compliance with the vulnerability handling requirement set out in point (2) of Part II of Annex I (addressing and remediating vulnerabilities) only for the version of the software product with digital elements last placed on the market. This is permitted where users of previously placed versions have access to the version last placed on the market free of charge and do not incur additional costs to adjust the hardware and software environment in which they use that product’s original version.

130

For the purposes of Article 13(10), the concept of ‘additional costs’ should be interpreted in a practical and proportionate manner, taking into account normal and expected practices in software maintenance and operation. It does not encompass reasonable operational effort that is inherent to applying software updates or maintaining a secure operating environment, such as personnel time, routine testing, configuration adjustments or upgrades of underlying software dependencies that are necessary to address end-of-life components or known security vulnerabilities. By contrast, ‘additional costs’ refers to burdens that go beyond what can normally be expected in the context of software updates, such as mandatory purchases of new hardware, infrastructure replacement or fundamental changes to the operating environment.

Vgl. Abschnitt 5 · Rn. 129–130 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 4.3.2Muss der Hersteller Schwachstellen für alle Versionen eines Softwareprodukts behandeln und beheben?Q

Does the manufacturer need to address and remediate vulnerabilities for all versions of a software product?

Where a manufacturer has placed subsequent substantially modified versions of a software product on the market, that manufacturer may ensure compliance with the essential cybersecurity requirement set out in Part II, point (2), of Annex I only for the version that it has last placed on the market, provided that the users of the versions that were previously placed on the market have access to the version last placed on the market free of charge and do not incur additional costs to adjust the hardware and software environment in which they use the original version of that product (Article 13.10).

explains in detail the provision of Article 13.10, clarifying that manufacturers are not required to address and remediate vulnerabilities for all versions of a software product, if certain criteria are met.

Specifically, "taking into account the iterative nature of software development, manufacturers that have placed subsequent versions of a software product on the market as a result of a subsequent substantial modification of that product should be able to provide security updates for the support period only for the version of the software product that they have last placed on the market. They should be able to do so only if the users of the relevant previous product versions have access to the product version last placed on the market free of charge and do not incur additional costs to adjust the hardware or software environment in which they operate the product. This could, for instance, be the case where a desktop operating system upgrade does not require new hardware, such as a faster central processing unit or more memory. Nonetheless, the manufacturer should continue to comply, for the support period, with other vulnerability-handling requirements, such as having a policy on coordinated vulnerability disclosure or measures in place to facilitate the sharing of information about potential vulnerabilities for all subsequent substantially modified versions of the software product placed on the market. Manufacturers should be able to provide minor security or functionality updates that do not constitute a substantial modification only for the latest version or sub-version of a software product that has not been substantially modified. At the same time, where a hardware product, such as a smartphone, is not compatible with the latest version of the operating system it was originally delivered with, the manufacturer should continue to provide security updates at least for the latest compatible version of the operating system for the support period" ().

Vgl. FAQ 4.3.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(11)
Die Hersteller können öffentliche Softwarearchive unterhalten, die den Nutzern den Zugang zu historischen Versionen erleichtern. In diesen Fällen werden die Nutzer klar und in leicht zugänglicher Form über die Risiken im Zusammenhang mit der Verwendung nicht unterstützter Software informiert.
CRA-Sollmaßnahmen
C06.006Archive alter Softwareversionen mit Risikohinweis versehenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 1.7Dürfen Hersteller öffentlich zugängliche Softwarearchive unterhalten?Q

Can manufacturers maintain publicly accessible software archives?

"Manufacturers may maintain public software archives enhancing user access to historical versions. In those cases, users shall be clearly informed in an easily accessible manner about risks associated with using unsupported software" (Article 13(11)).

Manufacturers are allowed to maintain public software archives for historical versions of their products with digital elements that are no longer made available on the market. Users should be clearly informed of the risks that may stem from using software that is no longer supported.

Vgl. FAQ 1.7 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(12)
Bevor sie ein Produkt mit digitalen Elementen in den Verkehr bringen, erstellen die Hersteller die in genannte technische Dokumentation.
Sie führen die gewählten Konformitätsbewertungsverfahren gemäß durch oder lassen sie durchführen.
Ist mit diesem Konformitätsbewertungsverfahren nachgewiesen worden, dass das Produkt mit digitalen Elementen den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in genügt und die vom Hersteller festgelegten Verfahren den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in genügen, so stellen die Hersteller die EU-Konformitätserklärung gemäß aus und bringen die CE-Kennzeichnung gemäß an.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.008Vor dem Inverkehrbringen Dokumentation, Bewertung, Erklärung und CE-Kennzeichnung erledigenHerstellerS
(13)
Die Hersteller bewahren die technische Dokumentation und die EU-Konformitätserklärung nach dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen mindestens zehn Jahre lang oder für die Dauer des Unterstützungszeitraums, je nachdem, welcher Zeitraum länger ist, für die Marktüberwachungsbehörden auf.
CRA-Sollmaßnahmen
C08.005Technische Dokumentation und Konformitätserklärung zehn Jahre aufbewahrenHerstellerS
(14)
Die Hersteller gewährleisten durch geeignete Verfahren, dass die Konformität von Produkten mit digitalen Elementen mit dieser Verordnung bei einer Serienherstellung sichergestellt bleibt. Die Hersteller berücksichtigen in angemessener Weise etwaige Änderungen am Entwicklungs- und Herstellungsverfahren oder an der Konzeption oder den Merkmalen des Produkts mit digitalen Elementen sowie Änderungen der harmonisierten Normen, der europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung oder der in genannten gemeinsamen Spezifikationen, die bei der Erklärung der Konformität des Produkts mit digitalen Elementen zugrunde gelegt oder bei der Überprüfung seiner Konformität angewandt wurden.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.001Konformität in der Serienfertigung sicherstellenHerstellerS
(15)
Die Hersteller gewährleisten, dass ihre Produkte mit digitalen Elementen eine Typen-, Chargen- oder Seriennummer oder ein anderes Kennzeichen zu ihrer Identifikation tragen, oder, falls dies nicht möglich ist, dass diese Informationen auf der Verpackung oder in den dem Produkt mit digitalen Elementen beigefügten Unterlagen angegeben werden.
CRA-Sollmaßnahmen
C10.003Typ-, Chargen- oder Seriennummer am Produkt anbringenHerstellerS
(16)
Die Hersteller geben den Namen, den eingetragenen Handelsnamen oder die eingetragene Handelsmarke des Herstellers, die Postanschrift, die E-Mail-Adresse oder andere digitale Kontaktangaben sowie, soweit vorhanden, die Website, unter der der Hersteller zu erreichen ist, entweder auf dem Produkt mit digitalen Elementen selbst oder, wenn dies nicht möglich ist, auf der Verpackung oder in den dem Produkt mit digitalen Elementen beigefügten Unterlagen an. Diese Informationen werden auch in die in Informationen und Anleitungen für den Nutzer gemäß aufgenommen. Die Kontaktangaben sind in einer Sprache abzufassen, die von den Nutzern und den Marktüberwachungsbehörden leicht verstanden werden kann.
CRA-Sollmaßnahmen
C10.004Name und Kontaktdaten des Herstellers am Produkt angebenHerstellerS
(17)
Für die Zwecke dieser Verordnung benennen die Hersteller eine zentrale Anlaufstelle, die es den Nutzern ermöglicht, direkt und schnell mit ihnen zu kommunizieren, auch um die Meldung von Schwachstellen des Produkts mit digitalen Elementen zu erleichtern.
Die Hersteller stellen sicher, dass die zentrale Anlaufstelle von den Nutzern leicht ermittelt werden kann. Sie nehmen die zentrale Anlaufstelle auch in die Informationen und Anleitungen für die Nutzer gemäß auf.
Die zentrale Anlaufstelle ermöglicht es den Nutzern, ihr bevorzugtes Kommunikationsmittel zu wählen, wobei diese Mittel nicht auf automatisierte Instrumente beschränkt werden dürfen.
CRA-Sollmaßnahmen
C10.005Zentrale Anlaufstelle für Nutzer einrichtenHerstellerS
C10.007Nutzer: zentrale Anlaufstelle des Herstellers nutzenNutzerS
(18)
Die Hersteller gewährleisten, dass den Produkten mit digitalen Elementen die in genannten Informationen und Anleitungen für den Nutzer in Papierform oder elektronischer Form beigefügt sind. Diese Informationen und Anleitungen müssen in einer Sprache bereitgestellt werden, die von den Nutzern und den Marktüberwachungsbehörden leicht verstanden werden kann. Sie müssen klar, verständlich, deutlich und lesbar sein. Sie müssen die sichere Installation, den sicheren Betrieb und die sichere Verwendung der Produkte mit digitalen Elementen ermöglichen. Die Hersteller stellen die Informationen und Anleitungen für den Nutzer gemäß nach dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen mindestens zehn Jahre lang oder für die Dauer des Unterstützungszeitraums, je nachdem, welcher Zeitraum länger ist, den Nutzern zur Verfügung. Werden diese Informationen und Anleitungen online bereitgestellt, so stellen die Hersteller sicher, dass sie zugänglich, benutzerfreundlich und mindestens zehn Jahre lang nach dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen oder während des Unterstützungszeitraums, je nachdem, welcher Zeitraum länger ist, online verfügbar sind.
CRA-Sollmaßnahmen
C10.006Verständliche Anwenderdokumentation beilegen und verfügbar haltenHerstellerS
(19)
Die Hersteller stellen sicher, dass das Enddatum des in genannten Unterstützungszeitraums, zum Zeitpunkt des Kaufs in leicht zugänglicher Weise und sofern zutreffend auf dem Produkt mit digitalen Elementen, seiner Verpackung oder mit digitalen Mitteln klar und verständlich angegeben wird, wobei mindestens der Monat und das Jahr anzugeben sind.
Sofern dies angesichts der Art des Produkts mit digitalen Elementen technisch machbar ist, zeigen die Hersteller den Nutzern eine Mitteilung an, um sie darüber zu unterrichten, dass das Ende des Unterstützungszeitraums ihres Produkts mit digitalen Elementen erreicht ist.
CRA-Sollmaßnahmen
C06.007Ende des Supportzeitraums beim Kauf angebenHerstellerS
C06.012Nutzer: vor dem Kauf das Supportende prüfen und einplanenNutzerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 5SupportzeitraumG

Support period

127

Article 13(19) requires manufacturers to indicate at the time of purchase, in a clear and understandable manner, the end date of the support period (at least the month and year). It also requires manufacturers to display a notification to users once the support period expires, where this is technically feasible in light of the nature of the product with digital elements. This obligation is intended to provide transparency to users as regards the duration for which security support can be expected.

Fn. 18 It should be recalled that Article 13(19) requires manufacturers, where technically feasible in light of the nature of the product with digital elements, to display a notification to users informing them that their product with digital elements has reached the end of its support period. Therefore, where addressing and remediating vulnerabilities for earlier versions is discontinued, it is expected that users who have not upgraded to the newest version are informed, if technically feasible.

Vgl. Abschnitt 5 · Rn. 127 · C(2026) 5252
(20)
Die Hersteller fügen dem Produkt mit digitalen Elementen entweder eine Kopie der EU-Konformitätserklärung oder eine vereinfachte EU-Konformitätserklärung bei. Wird nur eine vereinfachte EU-Konformitätserklärung bereitgestellt, muss darin die genaue Internetadresse angegeben sein, unter der die vollständige EU-Konformitätserklärung eingesehen werden kann.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.010EU-Konformitätserklärung dem Produkt beilegenHerstellerS
(21)
Ab dem Inverkehrbringen und während des Unterstützungszeitraums ergreifen die Hersteller, denen bekannt ist oder die Grund zu der Annahme haben, dass das Produkt mit digitalen Elementen oder die vom Hersteller festgelegten Verfahren den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in nicht genügen, unverzüglich die erforderlichen Korrekturmaßnahmen, um die Konformität dieses Produkts mit digitalen Elementen oder der Prozesse des Herstellers herzustellen oder um gegebenenfalls das Produkt vom Markt zu nehmen oder zurückzurufen.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.001Mängel beheben, Produkt notfalls zurücknehmen oder zurückrufenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 4.3.4Muss der Hersteller das Produkt zurückrufen, wenn er eine Schwachstelle nicht beheben kann?Q

Does the manufacturer need to recall the product if it cannot fix a vulnerability?

From the placing on the market and for the support period, manufacturers who know or have reason to believe that the product with digital elements or the processes put in place by the manufacturer are not in conformity with the essential cybersecurity requirements set out in Annex I shall immediately take the corrective measures necessary to bring that product with digital elements or the manufacturer's processes into conformity, or to withdraw or recall the product, as appropriate (Article 13(21)).

As explained in 4.3.1 Are manufacturers required to patch all vulnerabilities that are discovered during the support period?, the manufacturer is required, in relation to the risks posed, to address and remediate vulnerabilities during the support period. Appropriate remedies can take different forms, including mitigation measures.

In some circumstances, however, it is possible that a vulnerability that presents a very significant risk of compromise, particularly in a hardware product with digital elements, cannot be addressed and remediated adequately and the product cannot be brought back into conformity. In such cases, which are likely to be exceptional cases, the manufacturer may be required to withdraw or recall the product, as appropriate.

It is likely that, in such circumstances, the relevant market surveillance authorities are involved and that the relevant procedures laid down in Articles 54-58 of the CRA are activated.

Vgl. FAQ 4.3.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(22)
Die Hersteller übermitteln der Marktüberwachungsbehörde auf deren begründetes Verlangen in Papierform oder in elektronischer Form in einer für diese Behörde leicht verständlichen Sprache alle Informationen und Unterlagen, die für den Nachweis der Konformität des Produkts mit digitalen Elementen und der vom Hersteller festgelegten Verfahren mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erforderlich sind. Die Hersteller arbeiten mit dieser Behörde auf deren Verlangen bei allen Maßnahmen zur Abwendung der Cybersicherheitsrisiken zusammen, die mit dem von ihnen in den Verkehr gebrachten Produkt mit digitalen Elementen verbunden sind.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.002Marktüberwachung auf Verlangen Nachweise liefernHerstellerS
(23)
Ein Hersteller, der seine Betriebstätigkeit einstellt und infolgedessen nicht in der Lage ist, diese Verordnung zu erfüllen, unterrichtet vor dem Wirksamwerden der Betriebseinstellung die einschlägigen Marktüberwachungsbehörden sowie — mit allen verfügbaren Mitteln und soweit möglich — die Nutzer der einschlägigen in den Verkehr gebrachten Produkte mit digitalen Elementen über die bevorstehende Einstellung der Betriebstätigkeit.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.003Geschäftsaufgabe vorab Behörden und Nutzern mitteilenHerstellerS
(24)
Die Kommission kann im Wege von Durchführungsrechtsakten unter Berücksichtigung europäischer oder internationaler Normen und bewährter Verfahren das Format und die Elemente der Software-Stückliste gemäß Nummer 1 festlegen. Diese Durchführungsrechtsakte werden gemäß dem in genannten Prüfverfahren erlassen.
(25)
Um die Abhängigkeit der Mitgliedstaaten und der Union insgesamt von Softwarekomponenten und insbesondere von Komponenten, die als freie und quelloffene Software gelten, zu bewerten, kann die ADCO beschließen, für bestimmte Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen eine unionsweite Bewertung der Abhängigkeit durchzuführen. Zu diesem Zweck können die Marktüberwachungsbehörden die Hersteller solcher Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen auffordern, die entsprechenden Software-Stücklisten gemäß Nummer 1 vorzulegen. Auf der Grundlage dieser Informationen können die Marktüberwachungsbehörden der ADCO anonymisierte und aggregierte Informationen über Softwareabhängigkeiten zur Verfügung stellen. Die ADCO legt der gemäß Artikel 14 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingesetzten Kooperationsgruppe einen Bericht über die Ergebnisse der Abhängigkeitsbewertung vor.
CRA-Sollmaßnahmen
C05.016Software-Stückliste (SBOM) der Behörde auf Verlangen vorlegenHerstellerS
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 14
Artikel 14

Meldepflichten der Hersteller

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Ein Hersteller meldet jede aktiv ausgenutzte Schwachstelle, die in dem Produkt mit digitalen Elementen enthalten ist und von der er Kenntnis erlangt, gleichzeitig dem gemäß als Koordinator benannten CSIRT und der ENISA. Der Hersteller meldet diese aktiv ausgenutzte Schwachstelle über die gemäß eingerichtete einheitliche Meldeplattform.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.003Aktiv ausgenutzte Schwachstellen über die EU-Meldeplattform meldenHerstellerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 9.1MeldepflichtenG

Reporting obligations

209

Under Article 14(1) and (3) of the CRA, a manufacturer is required to notify simultaneously to the CSIRT designated as coordinator and to ENISA of (i) any actively exploited vulnerability contained in its product with digital elements that it becomes aware of; and (ii) any severe incident having an impact on the security of the product with digital elements that it becomes aware of.

210

In accordance with Article 69(3) and 71(2), second sentence, the obligation to comply with Article 14 applies from 11 September 2026 to all products with digital elements that fall within the scope of the CRA, including products with digital elements placed on the market before 11 December 2027. Furthermore, unlike the vulnerability handling obligations, which continue only for the length of a product’s support period, the reporting obligations continue to apply after a product with digital elements is no longer supported. Where a product with digital elements was placed on the market before 11 December 2027, or where its support period has ended, the manufacturer is not required to comply with the vulnerability handling obligations set out in Part II of Annex I.

211

It should be recalled that the obligation to notify such events applies once the manufacturer becomes aware that a vulnerability is being actively exploited or that a severe incident has occurred and has led to the security of its product with digital elements being compromised. Therefore, guidance on when a manufacturer is deemed to have become aware should help manufacturers determine the moment when the applicable reporting deadlines start.

212

Manufacturers may be subject to comparable reporting obligations under different EU acts. To ensure the concept of ‘becoming aware’ is interpreted consistently and to facilitate manufacturers’ compliance with those obligations, this guidance is aligned with recital 31 of Commission Implementing Regulation (EU) 2024/2690 and Section II(A) of the Guidelines 9/2022 on personal data breach notification under the GDPR.

213

In some cases, a manufacturer will detect a suspicious event, or a third party, such as an individual, a customer, an entity, an authority, a media organisation or other source will bring a potential incident or vulnerability to its attention. In such cases, the manufacturer should assess the suspicious event immediately to determine whether it constitutes an actively exploited vulnerability or a severe incident having an impact on the security of the product with digital elements. The manufacturer is therefore to be regarded as having become aware when, after such an initial assessment, it has a reasonable degree of certainty that: (i) a vulnerability contained in its product with digital elements is being actively exploited; or (ii) a severe incident has occurred and has led to the security of its product with digital elements being compromised.

214

Therefore, the point in time at which a manufacturer can be considered to be aware will depend on the circumstances of the specific actively exploited vulnerability or severe incident. In some cases, it will be relatively clear from the outset that a vulnerability is being actively exploited or that a severe incident is impacting the security of a product with digital elements. In others, it may take some time to establish whether a product with digital elements is affected by a vulnerability and whether that vulnerability is being exploited by a malicious actor, or whether an incident is impacting the security of a product with digital elements. However, the emphasis should be on prompt action to carry out the initial assessment to determine whether such conditions are indeed met, particularly where the vulnerability may pose a significant risk, and if so, to take remedial action and notify in accordance with the CRA.

215

Furthermore, the structure of the reporting obligations requires manufacturers to update their notifications progressively, as their internal investigations advance and their knowledge of the actively exploited vulnerability or incident becomes more detailed. In particular, manufacturers are required to submit an early warning notification containing limited information without undue delay and in any event within 24 hours of becoming aware. Additional information is subsequently required as part of the notification to be submitted without undue delay and in any event within 72 hours of becoming aware (‘72-hour notification’). The complete report needs to be submitted within 14 days after a corrective or mitigating measure is available for actively exploited vulnerabilities, or within one month after the 72-hour notification for severe incidents.

216

As also recalled in Section 3.3.1 Sustained support and ensuring viability of FOSS, open-source software stewards are also required to report actively exploited vulnerabilities in accordance with Article 24(3) 30 . That obligation applies upon becoming aware of an actively exploited vulnerability, and not merely where a vulnerability exists in the codebase of a FOSS for which that entity is a steward. In practice, because FOSS components are typically integrated downstream into other products with digital elements, a steward is likely to become aware of active exploitation via reports from third parties, which identify exploitation in FOSS components as integrated into other products with digital elements. This may be the case, for example, where a manufacturer of a product with digital elements detects active exploitation in a FOSS component integrated into its own product and reports it to that component’s steward; or when a user or a security researcher finds evidence of exploitation of a FOSS component integrated in a product with digital elements and reports that active exploitation to the component’s steward.

217

It should also be clarified that, because the obligation to report actively exploited vulnerabilities applies when the manufacturer becomes aware of active exploitation, the manufacturer is not required to report vulnerabilities of whose active exploitation it had already become aware before 11 September 2026 (the date on which the reporting obligation starts to apply). The CRA, therefore, does not require the retroactive reporting of such vulnerabilities. By contrast, the obligation does apply where the manufacturer was aware of a vulnerability before 11 September 2026 but was not, at that time, aware of any active exploitation of it (either because none had yet occurred or because the manufacturer had not become aware of it). If, after 11 September 2026, active exploitation subsequently occurs or the manufacturer becomes aware of it, the vulnerability is deemed an actively exploited one subject to the reporting obligation.

218

Similarly, a manufacturer is only required to report actively exploited vulnerabilities contained in their product with digital elements. Where a product with digital elements contains an actively exploited vulnerability originating from a third-party component, the manufacturer of the product with digital elements is required to notify that actively exploited vulnerability. However, if a manufacturer is aware that a third-party component contains a vulnerability, but that vulnerability either (i) cannot be exploited in its product with digital elements (e.g. because the vulnerable code is not reachable) or (ii) has not been exploited in its product with digital elements, that vulnerability does not qualify as an actively exploited vulnerability contained in its product with digital elements, and therefore it is not subject to mandatory reporting for that manufacturer. That manufacturer can still notify that vulnerability on a voluntary basis, in accordance with Article 15 of the CRA. It is also required to comply with the vulnerability handling requirements of Part II of Annex I to the CRA, as well as to report the vulnerability to the person or entity manufacturing or maintaining the component, in accordance with Article 13(6), and as further explained in Section 9.2.1 Reporting upstream and sharing security fixes.

Fn. 30 To the extent that the steward is involved in the development of a product with digital elements.

Vgl. Abschnitt 9.1 · Rn. 209–218 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 5.1Wie kann ein Hersteller Kenntnis von einer aktiv ausgenutzten Schwachstelle oder einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall erlangen?Q

How can a manufacturer become aware of an actively exploited vulnerability or a severe incident?

The CRA does not specify how a manufacturer is to become aware of an actively exploited vulnerability or a severe incident, but rather imposes the obligation to notify in accordance with Articles 14 once it does.

The paragraphs below provide some examples on how a manufacturer may become aware of such vulnerabilities or incidents, via a variety of activities and channels. It should be noted that this does not imply that the manufacturer is required to carry out such activities or monitor such channels to comply with the reporting obligations. [Fn. 10]

For example, a manufacturer may become aware because a customer or a partner organisation inform it of unusual activity or compromise, providing the manufacturer with reliable evidence that an actively exploited vulnerability is contained in its product (or the manufacturer gathers reliable evidence confirming its existence).

A manufacturer may also become aware via threat intelligence reports, e.g. security researchers or cybersecurity firms publish reports detailing a zero-day vulnerability (i.e. a vulnerability for which a patch or a security update is not yet available) in the manufacturer's product being used in targeted attacks. Governmental cybersecurity agencies may also notify the manufacturer, having detected exploitation of a vulnerability through their monitoring systems. Ethical hackers may also report a vulnerability that is already being exploited in the wild.

Furthermore, the manufacturer may also become aware via internal monitoring, scanning activities or telemetry. For example, the manufacturer's telemetry system or honeypot (i.e. a security mechanism used to lure cybercriminals away from legitimate targets) indicates exploitation of a previously unknown vulnerability in the manufacturer's product, or the manufacturer's security team monitors dark web forums and finds evidence that hackers have successfully exploited a vulnerability in the manufacturer's product.

Fn. 10: Nonetheless, Annex I, Part II does require the manufacturer to have, inter alia, a single point of contact where vulnerabilities can be reported, to put in place and enforce a coordinated vulnerability disclosure policy and take measures to facilitate the sharing of information about potential vulnerabilities.

Vgl. FAQ 5.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 5.2Muss ein Hersteller Zero-Day-Schwachstellen melden?Q

Does a manufacturer need to report zero-day vulnerabilities?

'actively exploited vulnerability' means a vulnerability for which there is reliable evidence that a malicious actor has exploited it in a system without permission of the system owner (Article 3(42))

Actively exploited vulnerabilities concern instances where a manufacturer establishes that a security breach affecting its users or any other natural or legal persons has resulted from a malicious actor making use of a flaw in one of the products with digital elements made available on the market by the manufacturer. Examples of such vulnerabilities could be weaknesses in a product's identification and authentication functions. Vulnerabilities that are discovered with no malicious intent for purposes of good faith testing, investigation, correction or disclosure to promote the security or safety of the system owner and its users should not be subject to mandatory notification ()

Vulnerabilities for which a patch or a security update is not yet available (so-called 'zero-day vulnerabilities') are subject to reporting in accordance with Article 14, when the manufacturer has reliable evidence that a malicious actor has exploited that vulnerability.

For example, a zero-day vulnerability discovered by ethical hackers, for which there is no evidence of previous malicious exploitation, and which is disclosed to the product's manufacturer as part of its bug-bounty programme (see ) is not an actively exploited vulnerability subject to mandatory reporting. Similarly, a zero-day vulnerability discovered by a cybersecurity assessment laboratory performing tests on behalf of the manufacturer, and for which there is no evidence of previous malicious exploitation, is not an actively exploited vulnerability subject to mandatory reporting. Manufacturers may still notify those vulnerabilities on a voluntary basis, in accordance with Article 15.

Vgl. FAQ 5.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 5.4Wenn eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle in einer Komponente eines Dritten enthalten ist, müssen dann alle Hersteller, die diese Komponente integrieren, sie melden?Q

If an actively exploited vulnerability is contained in a third-party component, are all manufacturers integrating that component required to notify it?

'Product with digital elements' means a software or hardware product and its remote data processing solutions, including software or hardware components being placed on the market separately (Article 3(10))

A manufacturer shall notify any actively exploited vulnerability contained in the product with digital elements that it becomes aware of (Article 14(1))

Manufacturers should notify actively exploited vulnerabilities to ensure that the CSIRTs designated as coordinators, and ENISA, have an adequate overview of such vulnerabilities and are provided with the information necessary to fulfil their tasks as set out in Directive (EU) 2022/2555 and raise the overall level of cybersecurity of essential and important entities as referred to in Article 3 of that Directive, as well as to ensure the effective functioning of market surveillance authorities. As most products with digital elements are marketed across the entire internal market, any exploited vulnerability in a product with digital elements should be considered to be a threat to the functioning of the internal market ()

Manufacturers are required to notify any actively exploited vulnerability contained in their product with digital elements. Where the product with digital elements contains an actively exploited vulnerability originating from an integrated component, the manufacturer of the product with digital elements is required to notify that vulnerability. The manufacturer of the integrated component is also required to notify it, if that component has been placed on the market.

If the manufacturer of a product with digital elements is aware that an integrated component contains a vulnerability, but that vulnerability cannot be exploited in its product with digital elements, that vulnerability is not actively exploited, and therefore it is not subject to mandatory reporting. Manufacturers can still notify that vulnerability on a voluntary basis, in accordance with Article 15, and are required to report the vulnerability to the person or entity manufacturing or maintaining the component, in accordance with Article 13(6).

This enables the CSIRTs receiving the notification and ENISA to have an overview of the security landscape in the internal market and to assess the level of criticality and market penetration of actively exploited vulnerabilities.

Vgl. FAQ 5.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(2)
Für die Zwecke der Mitteilung gemäß legt der Hersteller Folgendes vor:
a)
unverzüglich, in jedem Fall aber innerhalb von 24 Stunden, nachdem der Hersteller davon Kenntnis erlangt hat, eine Frühwarnung über eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle unter Angabe der Mitgliedstaaten, in deren Hoheitsgebiet das Produkt mit digitalen Elementen des Herstellers seiner Kenntnis nach bereitgestellt wurde;
CRA-Sollmaßnahmen
C07.004Ausgenutzte Schwachstelle: Frühwarnmeldung binnen 24 Stunden abgebenHerstellerS
b)
sofern die einschlägigen Informationen nicht bereits vorgelegt wurden, unverzüglich, in jedem Fall aber innerhalb von 72 Stunden, nachdem der Hersteller Kenntnis von der aktiv ausgenutzten Schwachstelle erlangt hat, eine Meldung von Schwachstellen, die allgemeine Informationen, soweit verfügbar, über das betreffende Produkt mit digitalen Elementen, über die allgemeine Art der Ausnutzung und der betreffenden Schwachstelle sowie über alle ergriffenen Korrektur- oder Risikominderungsmaßnahmen sowie Korrektur- oder Abhilfemaßnahmen, die Nutzer ergreifen können, enthält und in der gegebenenfalls auch angegeben wird, als wie sensibel der Hersteller die gemeldeten Informationen ansieht;
CRA-Sollmaßnahmen
C07.005Ausgenutzte Schwachstelle: Meldung binnen 72 Stunden abgebenHerstellerS
c)
sofern die einschlägigen Informationen nicht bereits vorgelegt wurden, spätestens 14 Tage, nachdem eine Korrektur- oder Risikominderungsmaßnahme zur Verfügung steht, einen Abschlussbericht, der mindestens Folgendes enthält: i) eine Beschreibung der Schwachstelle, einschließlich ihres Schweregrads und ihrer Auswirkungen, ii) falls verfügbar, Informationen über jeden böswilligen Akteur, der die Schwachstelle ausgenutzt hat oder ausnutzt, iii) Informationen über die Sicherheitsaktualisierung oder andere Korrekturmaßnahmen, die zur Behebung der Schwachstelle zur Verfügung gestellt wurden.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.006Ausgenutzte Schwachstelle: Abschlussbericht binnen 14 Tagen nach der Korrektur abgebenHerstellerS
(3)
Ein Hersteller meldet jeden schwerwiegenden Sicherheitsvorfall, der sich auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen auswirkt und von der er Kenntnis erlangt, gleichzeitig dem gemäß als Koordinator benannten CSIRT und der ENISA. Der Hersteller meldet diesen Sicherheitsvorfall über die gemäß eingerichtete einheitliche Meldeplattform.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.007Schwerwiegende Sicherheitsvorfälle über die EU-Meldeplattform meldenHerstellerS
(4)
Für die Zwecke der Mitteilung gemäß legt der Hersteller Folgendes vor:
a)
unverzüglich und in jedem Fall innerhalb von 24 Stunden, nachdem der Hersteller davon Kenntnis erlangt hat, eine Frühwarnung über einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall, der sich auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen auswirkt, wobei zumindest anzugeben ist, ob der Verdacht besteht, dass der Sicherheitsvorfall auf rechtswidrige oder böswillige Handlungen zurückzuführen ist, wobei gegebenenfalls auch die Mitgliedstaaten anzugeben sind, in deren Hoheitsgebiet das Produkt mit digitalen Elementen des Herstellers seiner Kenntnis nach bereitgestellt wurde;
CRA-Sollmaßnahmen
C07.008Schwerwiegender Vorfall: Frühwarnmeldung binnen 24 Stunden abgebenHerstellerS
b)
sofern die einschlägigen Informationen nicht bereits übermittelt wurden, unverzüglich, in jedem Fall aber innerhalb von 72 Stunden, nachdem der Hersteller von dem Sicherheitsvorfall Kenntnis erlangt hat, eine Meldung des Sicherheitsvorfalls, die allgemeine Informationen, soweit verfügbar, über die Art des Sicherheitsvorfalls, eine erste Bewertung des Sicherheitsvorfalls sowie ergriffene Korrektur- oder Risikominderungsmaßnahmen und Korrektur- oder Abhilfemaßnahmen, die Nutzer ergreifen können, enthält und in der gegebenenfalls auch angegeben wird, als wie sensibel der Hersteller die gemeldeten Informationen ansieht;
CRA-Sollmaßnahmen
C07.009Schwerwiegender Vorfall: Meldung binnen 72 Stunden abgebenHerstellerS
c)
sofern die einschlägigen Informationen nicht bereits übermittelt wurden, innerhalb eines Monats nach Übermittlung der Meldung des Sicherheitsvorfalls gemäß Buchstabe b einen Abschlussbericht, der mindestens Folgendes enthält: i) eine ausführliche Beschreibung des Sicherheitsvorfalls, einschließlich seines Schweregrads und seiner Auswirkungen; ii) Angaben zur Art der Bedrohung bzw. zugrunde liegenden Ursache, die wahrscheinlich den Sicherheitsvorfall ausgelöst hat; iii) Angaben zu den getroffenen und laufenden Abhilfemaßnahmen.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.010Schwerwiegender Vorfall: Abschlussbericht binnen eines Monats abgebenHerstellerS
(5)
Für die Zwecke von gilt ein Sicherheitsvorfall, der Auswirkungen auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen hat, als schwerwiegend, wenn
a)
er sich negativ auf die Fähigkeit eines Produkts mit digitalen Elementen auswirkt oder auswirken kann, die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität oder Vertraulichkeit von sensiblen oder wichtigen Daten oder Funktionen zu schützen, oder
b)
er zur Einführung oder Ausführung eines böswilligen Codes in einem Produkt mit digitalen Elementen oder im Netzwerk und Informationssystem eines Nutzers des Produkts mit digitalen Elementen geführt hat oder dazu führen kann.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 14 Abs. 3: .

(6)
Erforderlichenfalls kann das als Koordinator benannte CSIRT, dass ursprünglich die Meldung erhält, die Hersteller auffordern, einen Zwischenbericht über relevante Statusaktualisierungen über die aktiv genutzte Schwachstelle oder den schwerwiegenden Sicherheitsvorfall, der sich auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen auswirkt, vorzulegen.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.011Zwischenbericht abgeben, wenn die Meldestelle ihn anfordertHerstellerS
(7)
Die Meldungen gemäß den des vorliegenden Artikels werden über die in genannte einheitliche Meldeplattform unter Verwendung eines der in genannten Endpunkte für die elektronische Meldung übermittelt. Die Meldung wird über den Endpunkt für die elektronische Meldung des CSIRT übermittelt, der als Koordinator des Mitgliedstaats benannt wurde, in dem die Hersteller ihre Hauptniederlassung in der Union haben, und ist gleichzeitig für die ENISA zugänglich.
Für die Zwecke dieser Verordnung wird davon ausgegangen, dass ein Hersteller seine Hauptniederlassung in der Union in dem Mitgliedstaat hat, in dem die Entscheidungen im Zusammenhang mit der Cybersicherheit seiner Produkte mit digitalen Elementen überwiegend getroffen werden. Kann ein solcher Mitgliedstaat nicht bestimmt werden, so gilt als Mitgliedstaat der Hauptniederlassung der Mitgliedstaat, in dem der betreffende Hersteller die Niederlassung mit der höchsten Beschäftigtenzahl in der Union hat.
Hat ein Hersteller keine Hauptniederlassung in der Union, so übermittelt er die in den genannten Meldungen unter Verwendung des Endpunkts für die elektronische Meldung des in dem Mitgliedstaat als Koordinator benannten CSIRT, der gemäß folgender Reihenfolge und auf der Grundlage der dem Hersteller zur Verfügung stehenden Informationen bestimmt wurde:
a)
der Mitgliedstaat, in dem der Bevollmächtigte niedergelassen ist, der für die meisten Produkte mit digitalen Elementen des Herstellers im Namen des Herstellers handelt;
b)
der Mitgliedstaat, in dem der Einführer niedergelassen ist, der die meisten Produkte mit digitalen Elementen dieses Herstellers in den Verkehr bringt;
c)
der Mitgliedstaat, in dem der Händler niedergelassen ist, der die meisten Produkte mit digitalen Elementen dieses Herstellers auf dem Markt bereitstellt;
d)
der Mitgliedstaat, in dem sich die meisten Nutzer von Produkten mit digitalen Elementen dieses Herstellers befinden.
In Bezug auf Unterabsatz 3 Buchstabe d kann ein Hersteller Meldungen im Zusammenhang mit späteren aktiv ausgenutzten Schwachstellen oder schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen, die sich auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen auswirken, an dasselbe CSIRT richten, das als Koordinator benannt wurde und dem er zuerst Meldung erstattet hat.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.012Zuständige nationale Meldestelle (CSIRT) bestimmenHerstellerS
(8)
Nachdem der Hersteller Kenntnis von einer aktiv ausgenutzten Schwachstelle oder einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall, der sich auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen auswirkt, erlangt hat, informiert er die betroffenen Nutzer des Produkts mit digitalen Elementen und gegebenenfalls alle Nutzer über diese Schwachstelle oder diesen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall und erforderlichenfalls über jegliche Risikominderungsmaßnahmen und Korrekturmaßnahmen, die die Nutzer ergreifen können, um die Auswirkungen dieser Schwachstellen oder Sicherheitsvorfälle zu mindern, gegebenenfalls in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format, das leicht automatisch zu verarbeiten ist. Versäumt es der Hersteller, die Nutzer des Produkts mit digitalen Elementen rechtzeitig zu informieren, können die als Koordinatoren benannten CSIRTs diese Informationen den Nutzern zur Verfügung stellen, wenn sie dies für verhältnismäßig und erforderlich halten, um die Auswirkungen dieser Schwachstellen oder Sicherheitsvorfälle zu verhindern oder abzumildern.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.013Nutzer über ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Vorfälle informierenHerstellerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 9.1MeldepflichtenG

Reporting obligations

219

After becoming aware of an actively exploited vulnerability or a severe incident, manufacturers are also required, in accordance with Article 14(8), to inform impacted users and, where appropriate, all users. Where they fail to do so in a timely manner, the CSIRTs that received the notification may provide such information to users when this is considered proportionate and necessary to prevent or mitigate the impact of that vulnerability or incident.

220

In line with the CRA’s risk-based approach, the obligation to inform users laid down in Article 14(8) is to be applied in a risk-based and proportionate manner. In particular, the provision of information about an actively exploited vulnerability or a severe incident does not imply that such information must be made public or disclosed indiscriminately. Where appropriate, and in light of the nature of the product with digital elements, the affected users and the vulnerability or incident’s potential impact, manufacturers may limit the disclosure of detailed information to the relevant users or customers concerned. This is particularly the case for products with digital elements used in sensitive or essential environments, where public disclosure of technical details could itself increase cybersecurity risks or facilitate further exploitation.

221

Once the vulnerability has been adequately addressed or mitigated, broader disclosure may be appropriate. This would be the case, for example, where disclosure contributes to raising general awareness or enables users to verify that their products with digital elements are no longer affected. In such cases, the level of detail and the timing of any broader disclosure should remain proportionate and take into account the residual risks of exploitation, the nature of the product with digital elements and the interests of the users concerned. Furthermore, point (4) of Part II of Annex I requires manufacturers to publicly disclose information about fixed vulnerabilities once a security update has been made available.

Vgl. Abschnitt 9.1 · Rn. 219–221 · C(2026) 5252
(9)
Bis zum 11. Dezember 2025 erlässt die Kommission einen delegierten Rechtsakt gemäß der vorliegenden Verordnung zur Ergänzung dieser Verordnung durch Festlegung der Modalitäten und Bedingungen für die Anwendung der Cybersicherheitsgründe im Zusammenhang mit der Verzögerung der Verbreitung von Meldungen gemäß der vorliegenden Verordnung. Die Kommission arbeitet bei der Ausarbeitung des Entwurfs des delegierten Rechtsakts mit dem gemäß Artikel 15 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingerichteten CSIRTs-Netzwerk und der ENISA zusammen.
(10)
Die Kommission kann im Wege von Durchführungsrechtsakten das Format und die Verfahren für die in diesem Artikel sowie in den Artikeln und genannten Meldungen präzisieren. Diese Durchführungsrechtsakte werden gemäß dem in genannten Prüfverfahren erlassen. Die Kommission arbeitet bei der Ausarbeitung der Entwürfe von Durchführungsrechtsakten mit dem CSIRTs-Netzwerk und der ENISA zusammen.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 15
Artikel 15

Freiwillige Meldungen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Hersteller sowie andere natürliche oder juristische Personen können jede in einem Produkt mit digitalen Elementen enthaltene Schwachstelle sowie Cyberbedrohungen, die sich auf das Risikoprofil eines Produkts mit digitalen Elementen auswirken könnten, freiwillig einem als Koordinator benannten CSIRT oder der ENISA melden.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.014Schwachstellen, Bedrohungen und Vorfälle freiwillig meldenalle WirtschaftsakteureS
(2)
Hersteller sowie andere natürliche oder juristische Personen können jeden Sicherheitsvorfall, der sich auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen auswirkt, sowie Beinahe-Vorfälle, die zu einem solchen Sicherheitsvorfall hätten führen können, auf freiwilliger Basis einem als Koordinator benannten CSIRT oder der ENISA melden.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 15 Abs. 1: .

(3)
Das als Koordinator benannte CSIRT oder die ENISA bearbeitet die in den genannten Meldungen nach dem in vorgesehenen Verfahren.
Das als Koordinator benannte CSIRT kann verpflichtende Meldungen vorrangig vor freiwilligen Meldungen bearbeiten.
(4)
Meldet eine andere natürliche oder juristische Person als der Hersteller gemäß eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle oder einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall mit Auswirkungen auf die Sicherheit eines Produkts mit digitalen Elementen, so unterrichtet das als Koordinator benannte CSIRT den Hersteller unverzüglich.
(5)
Die als Koordinator benannten CSIRTs und die ENISA stellen die Vertraulichkeit und den angemessenen Schutz der von einer meldenden natürlichen oder juristischen Person übermittelten Informationen sicher. Unbeschadet der Verhütung, Ermittlung, Aufdeckung und Verfolgung von Straftaten dürfen die freiwilligen Meldungen nicht dazu führen, dass der meldenden natürlichen oder juristischen Person zusätzliche Pflichten auferlegt werden, die nicht für sie gegolten hätten, wenn sie die Meldung nicht übermittelt hätte.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 16
Artikel 16

Einrichtung einer einheitlichen Meldeplattform

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Für die Zwecke der Meldungen gemäß und Absätze1 und 2 und zur Vereinfachung der Meldepflichten der Hersteller richtet die ENISA eine einheitliche Meldeplattform ein. Der laufende Betrieb dieser einheitlichen Meldeplattform wird von der ENISA gesteuert und aufrechterhalten. Die Architektur der einheitlichen Meldeplattform muss es den Mitgliedstaaten und der ENISA ermöglichen, ihre eigenen Endpunkte für die elektronische Meldung einzurichten.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.018Vorab auf der EU-Meldeplattform registrierenHerstellerS
(2)
Nach Erhalt einer Meldung leitet das als Koordinator benannte CSIRT, das die Meldung ursprünglich erhält, die Meldung über die einheitliche Meldeplattform unverzüglich an die als Koordinatoren benannten CSIRT weiter, in deren Hoheitsgebiet das Produkt mit digitalen Elementen nach Angaben des Herstellers bereitgestellt wurde.
Unter außergewöhnlichen Umständen und insbesondere auf Antrag des Herstellers und angesichts des vom Hersteller gemäß der vorliegenden Verordnung angegebenen Grades der Sensibilität der gemeldeten Informationen kann die Verbreitung der Meldung aus berechtigten Gründen im Zusammenhang mit der Cybersicherheit so lange, wie unbedingt erforderlich, hinausgeschoben werden, auch wenn eine Schwachstelle einem koordinierten Verfahren zur Offenlegung von Schwachstellen gemäß Artikel 12 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 unterliegt. Beschließt ein CSIRT, eine Meldung zurückzuhalten, so unterrichtet es die ENISA unverzüglich über die Entscheidung und legt sowohl eine Begründung für die Zurückhaltung der Meldung als auch eine Angabe dazu vor, wann es die Meldung gemäß dem in diesem Absatz festgelegten Verfahren verbreiten wird. Die ENISA kann das CSIRT bei der Anwendung von Cybersicherheitsgründen im Zusammenhang mit der Verzögerung der Verbreitung der Meldung unterstützen.
Unter besonderen außergewöhnlichen Umständen, wenn der Hersteller in der Mitteilung gemäß Folgendes angibt:
a)
dass die gemeldete Schwachstelle von einem böswilligen Akteur aktiv ausgenutzt wurde und den verfügbaren Informationen zufolge in keinem anderen Mitgliedstaat als dem der als Koordinator benannten CSIRT, der der Hersteller die Schwachstelle gemeldet hat, ausgenutzt wurde;
b)
dass eine sofortige weitere Verbreitung der gemeldeten Schwachstelle wahrscheinlich zur Bereitstellung von Informationen führen würde, deren Offenlegung den wesentlichen Interessen des betreffenden Mitgliedstaats zuwiderlaufen würde; oder
c)
dass die gemeldete Schwachstelle ein unmittelbares hohes Cybersicherheitsrisiko darstellt, das sich aus der weiteren Verbreitung ergibt,
werden nur die Informationen darüber, dass der Hersteller eine Meldung vorgenommen hat, die allgemeinen Informationen über das Produkt, die Informationen über die allgemeine Art der Ausnutzung und die Informationen, dass Sicherheitsgründe geltend gemacht wurden, gleichzeitig der ENISA zur Verfügung gestellt, bis die vollständige Meldung an die betreffenden CSIRTs und die ENISA weitergeleitet wird. Ist die ENISA auf der Grundlage dieser Informationen der Auffassung, dass ein Systemrisiko für die Sicherheit des Binnenmarkts besteht, empfiehlt sie dem CSIRT, bei dem die Meldung eingegangen ist, die vollständige Meldung an die anderen als Koordinatoren benannten CSIRTs und an die ENISA selbst weiterzuleiten.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.016Weitergabe der Meldung an andere EU-Staaten aufschieben lassenHerstellerS
(3)
Nach Erhalt einer Meldung über eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle in einem Produkt mit digitalen Elementen oder über einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall, der sich auf die Sicherheit eines Produkts mit digitalen Elementen auswirkt, stellen die als Koordinatoren benannten CSIRTs den Marktüberwachungsbehörden ihres jeweiligen Mitgliedstaats die gemeldeten Informationen zur Verfügung, die diese benötigen, damit sie ihren Verpflichtungen gemäß dieser Verordnung nachkommen können.
(4)
Die ENISA ergreift geeignete und verhältnismäßige technische, operative und organisatorische Maßnahmen, um die Risiken für die Sicherheit der einheitlichen Meldeplattform und der über die einheitliche Meldeplattform übermittelten oder verbreiteten Informationen zu bewältigen. Sie meldet dem CSIRTs-Netzwerk und der Kommission unverzüglich jeden Sicherheitsvorfall, der die einheitliche Meldeplattform betrifft.
(5)
Die ENISA stellt in Zusammenarbeit mit dem CSIRTs-Netzwerk Spezifikationen für die technischen, operativen und organisatorischen Maßnahmen für die Einrichtung, die Pflege und den sicheren Betrieb der einheitlichen Meldeplattform gemäß bereit und setzt sie um, einschließlich zumindest der Sicherheitsvorkehrungen im Zusammenhang mit der Einrichtung, dem Betrieb und der Wartung der einheitlichen Meldeplattform sowie der von den als Koordinatoren auf nationaler Ebene benannten CSIRTs und der ENISA auf Unionsebene eingerichteten Endpunkte für die elektronische Meldung, einschließlich Verfahrensaspekten, um sicherzustellen, dass Informationen über diese Schwachstellen im Einklang mit strengen Sicherheitsprotokollen und nach dem Grundsatz „Kenntnis nur, wenn nötig“ weitergegeben werden, wenn für eine gemeldete Schwachstelle keine Korrektur- oder Risikominderungsmaßnahmen verfügbar sind.
(6)
Wurde ein CSIRT, das als Koordinator benannt wurde, im Rahmen eines koordinierten Verfahrens zur Offenlegung von Schwachstellen gemäß Artikel 12 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 auf eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle aufmerksam gemacht, so kann das als Koordinator benannte CSIRT, das die Meldung ursprünglich erhalten hat, die Verbreitung der betreffenden Meldung über die einheitliche Meldeplattform aus berechtigten Gründen im Zusammenhang mit der Cybersicherheit um einen Zeitraum aufschieben, der nicht länger als unbedingt erforderlich ist, bis die beteiligten Parteien der koordinierten Offenlegung von Schwachstellen ihre Zustimmung zur Offenlegung erteilt haben. Diese Anforderung hindert die Hersteller nicht daran, eine solche Schwachstelle freiwillig nach dem in diesem Artikel festgelegten Verfahren zu melden.
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CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 17
Artikel 17

Sonstige Bestimmungen im Zusammenhang mit der Berichterstattung

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Die ENISA kann dem Europäischen Netzwerk der Verbindungsorganisationen für Cyberkrisen (EU-CyCLONe), das durch Artikel 16 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingerichtet wurde, die gemäß und der vorliegenden Verordnung gemeldeten Informationen übermitteln, sofern diese Informationen für das koordinierte Management massiver Cybersicherheitsvorfälle und -krisen auf operativer Ebene von Bedeutung sind. Für die Zwecke der Bestimmung dieser Bedeutung kann die ENISA gegebenenfalls technische Analysen des CSIRTs-Netzwerks berücksichtigen.
(2)
Ist eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit erforderlich, um einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall mit Auswirkungen auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen zu verhindern oder zu mindern oder um einen laufenden Sicherheitsvorfall zu bewältigen, oder liegt die Offenlegung des Sicherheitsvorfalls anderweitig im öffentlichen Interesse, so kann das als Koordinator des betreffenden Mitgliedstaats benannte CSIRT nach Konsultation des betreffenden Herstellers und gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit der ENISA die Öffentlichkeit über den Sicherheitsvorfall informieren oder den Hersteller auffordern, dies zu tun.
CRA-Sollmaßnahmen
C07.015Öffentlichkeit informieren, wenn die Meldestelle es verlangtHerstellerS
(3)
Die ENISA erstellt auf der Grundlage der nach und der vorliegenden Verordnung eingegangenen Meldungen alle 24 Monate einen technischen Bericht über aufkommende Trends der Cybersicherheitsrisiken bei Produkten mit digitalen Elementen und legt ihn der gemäß Artikel 14 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingerichteten Kooperationsgruppe vor. Der erste solche Bericht wird innerhalb von 24 Monaten nach Beginn der Geltung der in festgelegten Pflichten vorgelegt. Die ENISA nimmt einschlägige Informationen aus ihren technischen Berichten in ihren Bericht über den Stand der Cybersicherheit in der Union gemäß Artikel 18 der Richtlinie (EU) 2022/2555 auf.
(4)
Die bloße Meldung gemäß und begründet keine höhere Haftung der meldenden natürlichen oder juristischen Person.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 15 Abs. 1: .

(5)
Sobald eine Sicherheitsaktualisierung oder eine andere Form von Korrektur- oder Risikominderungsmaßnahme verfügbar ist, nimmt die ENISA im Einvernehmen mit dem Hersteller des betreffenden Produkts mit digitalen Elementen die gemäß oder der vorliegenden Verordnung gemeldete öffentlich bekannte Schwachstelle in die gemäß Artikel 12 Absatz 2 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingerichtete europäische Schwachstellendatenbank auf.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Anhang I Teil II Nr. 4: .

(6)
Die als Koordinatoren benannten CSIRTs bieten Helpdesk-Unterstützung für Hersteller und insbesondere Hersteller, die als Kleinstunternehmen oder als kleine oder mittlere Unternehmen gelten, in Bezug auf die Meldepflichten gemäß .
CRA-Sollmaßnahmen
C07.019Helpdesk der Meldestelle bei Fragen zur Meldepflicht nutzenHerstellerS
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CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 18
Artikel 18

Bevollmächtigte

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Ein Hersteller kann schriftlich einen Bevollmächtigten benennen.
CRA-Sollmaßnahmen
C14.001Bevollmächtigten in der EU schriftlich beauftragenHerstellerS
(2)
Die in , und festgelegten Pflichten sind nicht Teil des Auftrags des Bevollmächtigten.
CRA-Sollmaßnahmen
C14.006Nicht übertragbare Herstellerpflichten selbst erfüllenHerstellerS
(3)
Ein Bevollmächtigter nimmt die Aufgaben wahr, die in dem vom Hersteller erteilten Auftrag festgelegt sind. Der Bevollmächtigte legt den Marktüberwachungsbehörden auf Verlangen eine Kopie des Auftrags vor. Der Auftrag muss es dem Bevollmächtigten ermöglichen, mindestens folgende Aufgaben wahrzunehmen:
a)
Bereithaltung der in genannten EU-Konformitätserklärung und der in genannten technischen Dokumentation für die Marktüberwachungsbehörden mindestens zehn Jahre lang ab dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen oder für den Unterstützungszeitraum, je nachdem, welcher Zeitraum länger ist;
b)
Übermittlung aller zum Nachweis der Konformität des Produkts mit digitalen Elementen erforderlichen Informationen und Unterlagen an eine Marktüberwachungsbehörde auf deren begründetes Verlangen;
c)
Zusammenarbeit mit den Marktüberwachungsbehörden auf deren Verlangen bei allen Maßnahmen zur Abwendung der Risiken, die von einem Produkt mit digitalen Elementen ausgehen, das zum Aufgabenbereich des Bevollmächtigten gehört.
CRA-Sollmaßnahmen
C14.003Bevollmächtigter: Aufgaben aus dem Auftrag erfüllenBevollmächtigterS
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 19
Artikel 19

Pflichten der Einführer

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Die Einführer bringen nur Produkte mit digitalen Elementen in den Verkehr, die den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in genügen und bei denen die vom Hersteller festgelegten Verfahren den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in genügen.
CRA-Sollmaßnahmen
C12.001Einführer: nur konforme Produkte in die EU einführenEinführerS
(2)
Bevor sie ein Produkt mit digitalen Elementen in den Verkehr bringen, stellen die Einführer sicher, dass
a)
der Hersteller die geeigneten Konformitätsbewertungsverfahren nach durchgeführt hat;
b)
der Hersteller die technische Dokumentation erstellt hat;
c)
das Produkt mit digitalen Elementen mit der in genannten CE-Kennzeichnung versehen ist und ihm die EU-Konformitätserklärung gemäß sowie die Informationen und Anleitungen für den Nutzer gemäß in einer Sprache, die von den Nutzern und den Marktüberwachungsbehörden leicht verstanden werden kann, beigefügt sind;
d)
der Hersteller die in genannten Anforderungen erfüllt.
Für die Zwecke dieses Absatzes müssen die Einführer in der Lage sein, die erforderlichen Unterlagen zum Nachweis der Erfüllung der in diesem Artikel festgelegten Anforderungen vorzulegen.
CRA-Sollmaßnahmen
C12.002Einführer: Unterlagen und Kennzeichnung vor dem Inverkehrbringen prüfenEinführerS
(3)
Ist ein Einführer der Auffassung oder hat er Grund zu der Annahme, dass ein Produkt mit digitalen Elementen oder die vom Hersteller festgelegten Verfahren dieser Verordnung nicht genügen, bringt er das Produkt erst dann in den Verkehr, wenn die Konformität dieses Produkts und der vom Hersteller festgelegten Verfahren mit dieser Verordnung hergestellt ist. Wenn das Produkt mit digitalen Elementen ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko birgt, unterrichtet der Einführer zudem den Hersteller und die Marktüberwachungsbehörden hiervon.
Hat ein Einführer Grund zu der Annahme, dass ein Produkt mit digitalen Elementen angesichts nichttechnischer Risikofaktoren ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko darstellen könnte, so unterrichtet er die Marktüberwachungsbehörden hiervon. Nach Erhalt dieser Informationen befolgen die Marktüberwachungsbehörden die in genannten Verfahren.
CRA-Sollmaßnahmen
C12.007Einführer: zweifelhafte Produkte zurückhalten und meldenEinführerS
(4)
Die Einführer geben ihren Namen, ihren eingetragenen Handelsnamen oder ihre eingetragene Handelsmarke, ihre Postanschrift, ihre E-Mail-Adresse oder andere digitale Kontaktmöglichkeiten sowie gegebenenfalls die Website, unter der sie zu erreichen sind, entweder auf dem Produkt mit digitalen Elementen selbst oder auf der Verpackung oder in den dem Produkt mit digitalen Elementen beigefügten Unterlagen an. Die Kontaktangaben sind in einer Sprache abzufassen, die von den Nutzern und den Marktüberwachungsbehörden leicht verstanden werden kann.
CRA-Sollmaßnahmen
C12.009Einführer: eigene Kontaktdaten am Produkt angebenEinführerS
(5)
Einführer, denen bekannt ist oder die Grund zu der Annahme haben, dass ein Produkt mit digitalen Elementen, das sie in den Verkehr gebracht haben, dieser Verordnung nicht entspricht, ergreifen unverzüglich die erforderlichen Korrekturmaßnahmen, um sicherzustellen, dass die Konformität dieses Produkts mit digitalen Elementen mit dieser Verordnung hergestellt wird oder um gegebenenfalls das Produkt vom Markt zu nehmen oder zurückzurufen
Sobald die Einführer von einer Schwachstelle in dem Produkt mit digitalen Elementen Kenntnis erhalten, informieren sie den Hersteller unverzüglich über diese Schwachstelle. Wenn das Produkt mit digitalen Elementen ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko birgt, unterrichten die Einführer zudem unverzüglich die Marktüberwachungsbehörden der Mitgliedstaaten, in denen sie das Produkt mit digitalen Elementen auf dem Markt bereitgestellt haben, und machen dabei genaue Angaben insbesondere über die Nichtkonformität und ergriffene Korrekturmaßnahmen.
CRA-Sollmaßnahmen
C12.010Einführer: Mängel korrigieren und Schwachstellen dem Hersteller meldenEinführerS
(6)
Die Einführer halten ab dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen mindestens zehn Jahre lang oder für den Unterstützungszeitraum, je nachdem, welcher Zeitraum länger ist, ein Exemplar der EU-Konformitätserklärung für die Marktüberwachungsbehörden bereit und sorgen dafür, dass sie diesen die technische Dokumentation auf Verlangen vorlegen können.
CRA-Sollmaßnahmen
C12.013Einführer: Konformitätserklärung und technische Dokumentation zehn Jahre bereithaltenEinführerS
(7)
Die Einführer übermitteln der Marktüberwachungsbehörde auf deren begründetes Verlangen in Papierform oder in elektronischer Form in einer Sprache, die von der Behörde leicht verstanden werden kann, alle Informationen und Unterlagen, die für den Nachweis der Konformität des Produkts mit digitalen Elementen mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in und der vom Hersteller festgelegten Verfahren mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erforderlich sind. Sie arbeiten mit dieser Behörde auf deren Verlangen bei allen Maßnahmen zur Abwendung der Cybersicherheitsrisiken zusammen, die mit einem von ihnen in den Verkehr gebrachten Produkt mit digitalen Elementen verbunden sind.
CRA-Sollmaßnahmen
C12.014Einführer: Marktüberwachung Nachweise liefern und mitwirkenEinführerS
(8)
Wird dem Einführer eines Produkts mit digitalen Elementen bekannt, dass der Hersteller dieses Produkts seine Betriebstätigkeit eingestellt hat und infolgedessen nicht in der Lage ist, die in dieser Verordnung festgelegten Pflichten zu erfüllen, unterrichtet er hiervon die einschlägigen Marktüberwachungsbehörden sowie — mit allen verfügbaren Mitteln und soweit möglich — die Nutzer der in den Verkehr gebrachten Produkte mit digitalen Elementen.
CRA-Sollmaßnahmen
C12.015Einführer: bei Geschäftsaufgabe des Herstellers Behörden und Nutzer informierenEinführerS
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 20
Artikel 20

Pflichten der Händler

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Wenn sie ein Produkt mit digitalen Elementen auf dem Markt bereitstellen, befolgen die Händler die Vorschriften dieser Verordnung mit der gebührenden Sorgfalt.
CRA-Sollmaßnahmen
C13.001Händler: CRA-Anforderungen mit Sorgfalt beachtenHändlerS
(2)
Bevor sie ein Produkt mit digitalen Elementen auf dem Markt bereitstellen, überprüfen die Händler, ob
a)
das Produkt mit digitalen Elementen mit der CE-Kennzeichnung versehen ist;
b)
der Hersteller und der Einführer die Anforderungen nach sowie erfüllt haben und dem Händler alle erforderlichen Dokumente zur Verfügung gestellt haben.
CRA-Sollmaßnahmen
C13.002Händler: CE-Kennzeichnung und Unterlagen vor dem Verkauf prüfenHändlerS
(3)
Ist ein Händler der Auffassung oder hat er ausgehend von den ihm vorliegenden Informationen Grund zu der Annahme, dass ein Produkt mit digitalen Elementen oder die vom Hersteller festgelegten Verfahren den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in nicht genügen, stellt er das Produkt mit digitalen Elementen erst dann auf dem Markt bereit, wenn die Konformität dieses Produkts und der vom Hersteller festgelegten Verfahren mit dieser Verordnung hergestellt ist. Wenn das Produkt mit digitalen Elementen ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko birgt, unterrichtet der Händler zudem unverzüglich den Hersteller und die Marktüberwachungsbehörden hiervon.
CRA-Sollmaßnahmen
C13.004Händler: zweifelhafte Produkte zurückhalten und meldenHändlerS
(4)
Händler, denen bekannt ist oder die ausgehend von den ihnen vorliegenden Informationen Grund zu der Annahme haben, dass ein Produkt mit digitalen Elementen, das sie auf dem Markt bereitgestellt haben, oder die von dessen Hersteller festgelegten Verfahren dieser Verordnung nicht entsprechen, sorgen dafür, dass die erforderlichen Korrekturmaßnahmen ergriffen werden, um die Konformität dieses Produkts mit digitalen Elementen und der vom Hersteller festgelegten Verfahren herzustellen oder um gegebenenfalls das Produkt vom Markt zu nehmen oder zurückzurufen.
Sobald die Händler von einer Schwachstelle in dem Produkt mit digitalen Elementen Kenntnis erhalten, informieren sie den Hersteller unverzüglich über diese Schwachstelle. Wenn das Produkt mit digitalen Elementen ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko birgt, unterrichten die Händler zudem unverzüglich die Marktüberwachungsbehörden der Mitgliedstaaten, in denen sie das Produkt mit digitalen Elementen auf dem Markt bereitgestellt haben, und machen dabei genaue Angaben insbesondere über die Nichtkonformität und ergriffene Korrekturmaßnahmen.
CRA-Sollmaßnahmen
C13.005Händler: für Korrekturen sorgen und Schwachstellen dem Hersteller meldenHändlerS
(5)
Die Händler übermitteln der Marktüberwachungsbehörde auf deren begründetes Verlangen in Papierform oder in elektronischer Form in einer Sprache, die von der Behörde leicht verstanden werden kann, alle Informationen und Unterlagen, die für den Nachweis der Konformität des Produkts mit digitalen Elementen und der vom Hersteller festgelegten Verfahren dieser Verordnung erforderlich sind. Sie arbeiten mit dieser Behörde auf deren Verlangen bei allen Maßnahmen zur Abwendung der Cybersicherheitsrisiken zusammen, die mit einem von ihnen auf dem Markt bereitgestellten Produkt mit digitalen Elementen verbunden sind.
CRA-Sollmaßnahmen
C13.008Händler: Marktüberwachung Nachweise liefern und mitwirkenHändlerS
(6)
Wird dem Händler eines Produkts mit digitalen Elementen ausgehend von den ihm vorliegenden Informationenbekannt, dass der Hersteller dieses Produkts seine Betriebstätigkeit eingestellt hat und infolgedessen nicht in der Lage ist, die in dieser Verordnung festgelegten Pflichten zu erfüllen, unterrichtet er hiervon unverzüglich die einschlägigen Marktüberwachungsbehörden sowie — mit allen verfügbaren Mitteln und soweit möglich — die Nutzer der in den Verkehr gebrachten Produkte mit digitalen Elementen.
CRA-Sollmaßnahmen
C13.009Händler: bei Geschäftsaufgabe des Herstellers Behörden und Nutzer informierenHändlerS
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 21
Artikel 21

Fälle, in denen die Pflichten der Hersteller auch für Einführer und Händler gelten

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
Ein Einführer oder Händler gilt für die Zwecke dieser Verordnung als Hersteller und unterliegt den in den Artikeln und genannten Pflichten, wenn dieser Einführer oder Händler ein Produkt mit digitalen Elementen unter seinem eigenen Namen oder seiner eigenen Marke in den Verkehr bringt oder eine wesentliche Änderung an einem bereits in den Verkehr gebrachten Produkt mit digitalen Elementen vornimmt.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.002Eigene Rolle je Produkt bestimmen (Hersteller, Einführer, Händler und andere)alle WirtschaftsakteureS
C16.003Herstellerpflichten bei Eigenmarke oder wesentlicher Änderung übernehmenEinführerHändlerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 4.4Folgen einer wesentlichen ÄnderungG

Consequences of a substantial modification

114

The consequences of a substantial modification carried out by an actor other than the original manufacturer of a product with digital elements already placed on the market are addressed in Articles 21 and 22 of the CRA. Article 21 concerns importers and distributors, while Article 22 concerns any natural or legal person other than the manufacturer, importer or distributor.

115

Where the substantial modification is carried out by the original manufacturer of the product with digital elements, the consequences derive from the generally established concept of substantial modification referred to in of the CRA and are further elaborated in Section 2.1 of the Blue Guide. That section states that a product that has been subject to significant changes or an overhaul after being placed on the market is to be considered a new product where its original performance, purpose or type has been modified, the nature of the hazard has changed or the level of risk has increased, and the product with digital elements is made available on the market.

116

The generally established consequence is therefore that, where a modification of a product with digital elements qualifies as a substantial modification and the modified product with digital elements is made available on the market, it is to be treated as a new product with digital elements for the purposes of the CRA. As a result, the act of making the substantially modified product available on the market constitutes a new placing on the market. This applies whether the substantial modification is carried out by the original manufacturer or by another person. In order to ensure that the CRA is applied in a uniform and proportionate manner across the different categories of actor that may carry out a substantial modification, the following subsections address the resulting obligations of the person carrying out the substantial modification when the substantially modified product with digital elements is placed on the market. The consequences for the support period of the product with digital elements are addressed in Section 5 Support period .

Vgl. Abschnitt 4.4 · Rn. 114–116 · C(2026) 5252
Steht auch bei,
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 22
Artikel 22

Sonstige Fälle, in denen die Pflichten der Hersteller gelten

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Eine natürliche oder juristische Person, bei der es sich nicht um den Hersteller, Einführer oder Händler handelt und die eine wesentliche Änderung an dem Produkt mit digitalen Elementen vornimmt und dieses Produkt auf dem Markt bereitstellt, gilt für die Zwecke dieser Verordnung als Hersteller.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.004Änderungen an fremden Produkten auf Wesentlichkeit prüfenalle WirtschaftsakteureS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 4.4Folgen einer wesentlichen ÄnderungG

Consequences of a substantial modification

114

The consequences of a substantial modification carried out by an actor other than the original manufacturer of a product with digital elements already placed on the market are addressed in Articles 21 and 22 of the CRA. Article 21 concerns importers and distributors, while Article 22 concerns any natural or legal person other than the manufacturer, importer or distributor.

115

Where the substantial modification is carried out by the original manufacturer of the product with digital elements, the consequences derive from the generally established concept of substantial modification referred to in of the CRA and are further elaborated in Section 2.1 of the Blue Guide. That section states that a product that has been subject to significant changes or an overhaul after being placed on the market is to be considered a new product where its original performance, purpose or type has been modified, the nature of the hazard has changed or the level of risk has increased, and the product with digital elements is made available on the market.

116

The generally established consequence is therefore that, where a modification of a product with digital elements qualifies as a substantial modification and the modified product with digital elements is made available on the market, it is to be treated as a new product with digital elements for the purposes of the CRA. As a result, the act of making the substantially modified product available on the market constitutes a new placing on the market. This applies whether the substantial modification is carried out by the original manufacturer or by another person. In order to ensure that the CRA is applied in a uniform and proportionate manner across the different categories of actor that may carry out a substantial modification, the following subsections address the resulting obligations of the person carrying out the substantial modification when the substantially modified product with digital elements is placed on the market. The consequences for the support period of the product with digital elements are addressed in Section 5 Support period .

Vgl. Abschnitt 4.4 · Rn. 114–116 · C(2026) 5252
Steht auch bei,
(2)
Die in des vorliegenden Artikels genannte Person unterliegt den in den Artikeln und festgelegten Pflichten für den Teil des Produkts mit digitalen Elementen, der von der wesentlichen Änderung betroffen ist, oder, wenn sich die wesentliche Änderung auf die Cybersicherheit des Produkts mit digitalen Elementen insgesamt auswirkt, für das gesamte Produkt.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.005Nach wesentlicher Änderung die Herstellerpflichten übernehmenalle WirtschaftsakteureS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 4.4.1Wesentliche Änderungen durch eine andere Person als den ursprünglichen HerstellerG

Substantial modifications carried out by a person other than the original manufacturer

117

In accordance with Articles 21 and 22, where a substantial modification of a product with digital elements already placed on the market is carried out by a natural or legal person other than the manufacturer of the product with digital elements, the person who carries out the substantial modification and makes the modified product with digital elements available on the market is to be regarded as the manufacturer of the modified product with digital elements, irrespective of whether that person was involved in the original design or placing on the market of that product.

118

Article 22 further clarifies that the person carrying out the modification is subject to the obligations laid down in Articles 13 and 14 only in respect of the part of the product with digital elements affected by the substantial modification, where that modification does not have an impact on the cybersecurity of the product with digital elements as a whole.

119

Where a substantial modification affects compliance with the essential requirements but does not negatively affect the cybersecurity of the product with digital elements as a whole, the person carrying out the modification is subject to Articles 13 (including the obligation to ensure compliance with the essential requirements and to carry out a conformity assessment procedure) and 14 (reporting obligations) only in relation to the part of the product with digital elements that has been substantially modified 16 . Furthermore, the original manufacturer’s obligations under the CRA continue to apply to the original product with digital elements placed on the market, ensuring continuity in vulnerability handling and compliance for the unchanged parts.

120

A case of substantial modification should not be confused with cases of integration, in which a person assembles components (including, where appropriate, by modifying them) into a new product with digital elements that they themselves place on the market. In such cases, the integrator is not modifying a product with digital elements already placed on the market by another manufacturer; rather, it is placing a new product with digital elements of its own on the market. The integrator is the manufacturer of that new product with digital elements for the purposes of the CRA and is required to comply with the Regulation in its entirety in respect of the product with digital elements as a whole. Where the manufacturer integrates components that are subject to the CRA, it may rely on the compliance activities of the components’ manufacturers to facilitate its own compliance with the CRA.

Example 51: A company purchases off-the-shelf microcontroller modules and connectivity components from third-party suppliers, develops proprietary firmware and a sensor package, and assembles them into a connected agricultural monitoring product with digital elements that it places on the market under its own name. Although the company has modified the underlying microcontroller modules and combined them with other components, it is not substantially modifying a product with digital elements already placed on the market; rather, it is placing a new product with digital elements on the market. The company is the manufacturer of the agricultural monitor for the purposes of the CRA and is required to comply with the Regulation in respect of the agricultural monitor as a whole.

121

Where a substantial modification carried out by a person other than the original manufacturer negatively affects the cybersecurity of the product with digital elements as a whole, for example because the modification is no longer targeted or limited to a specific component or subsystem, the modified product with digital elements made available on the market should be treated as a new product with digital elements subject to the CRA in its entirety. In such cases, that product’s overall cybersecurity risk profile has changed, and the modification cannot be assessed without considering the product with digital elements as a whole. The person carrying out the modification is subject to the obligations of a manufacturer laid down in Articles 13 and 14 in respect of the modified product with digital elements as a whole.

Fn. 16 In line with Section 2.1 of the Blue Guide, ‘it is not necessary to repeat tests and produce new documentation in relation to aspects not impacted by the modification. It is up to the natural or legal person who carries out changes or has changes carried out to the product to demonstrate that not all elements of the technical documentation need to be updated. The natural or legal person who carries out changes or has changes carried out to the product shall be responsible for the conformity of the modified product and draw a declaration of conformity, even if they use existing tests and technical documentation’.

Vgl. Abschnitt 4.4.1 · Rn. 117–121 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 23
Artikel 23

Identifizierung der Wirtschaftsakteure

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Die Wirtschaftsakteure übermitteln den Marktüberwachungsbehörden auf Anfrage folgende Informationen:
a)
Name und Anschrift aller Wirtschaftsakteure, von denen sie Produkte mit digitalen Elementen bezogen haben,
b)
sofern verfügbar, Name und Anschrift aller Wirtschaftsakteure, an die sie Produkte mit digitalen Elementen abgegeben haben.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.001Lieferanten und Abnehmer zehn Jahre lang benennen könnenalle WirtschaftsakteureS
(2)
Die Wirtschaftsakteure müssen diese in genannten Informationen zehn Jahre nach dem Bezug des Produkts mit digitalen Elementen sowie zehn Jahre nach der Abgabe des Produkts mit digitalen Elementen vorlegen können.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 23 Abs. 1: .

Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 24
Artikel 24

Pflichten der Verwalter quelloffener Software

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Verwalter quelloffener Software entwickeln und dokumentieren auf überprüfbare Weise eine Cybersicherheitsstrategie, um die Entwicklung eines sicheren Produkts mit digitalen Elementen sowie einen wirksamen Umgang mit Schwachstellen durch die Entwickler dieses Produkts zu fördern. Diese Strategie fördert auch die freiwillige Meldung von Schwachstellen gemäß durch die Entwickler dieses Produkts und trägt den Besonderheiten des Verwalters quelloffener Software und den rechtlichen und organisatorischen Vorkehrungen, denen er unterliegt, Rechnung. Diese Strategie umfasst insbesondere Aspekte im Zusammenhang mit der Dokumentation, Behebung und Beseitigung von Schwachstellen und fördert den Austausch von Informationen über aufgedeckte Schwachstellen innerhalb der Open-Source-Gemeinschaft.
CRA-Sollmaßnahmen
C15.001Verwalter quelloffener Software: Cybersicherheitsleitlinie festlegenVerwalter quelloffener SoftwareS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 3.3.1Dauerhafte Unterstützung von Open-Source-SoftwareG

Sustained support and ensuring viability of FOSS

75

explains that the provision of sustained support to the development of a product with digital elements may include (but is not limited to): (i) the hosting and managing of software development collaboration platforms; (ii) hosting source code or software; (iii) governing or managing products with digital elements qualifying as FOSS; and (iv) steering the development of such products with digital elements.

76

This may be the case, for example, for a legal entity that develops FOSS for integration into its own products with digital elements and then publishes it without placing it on the market. This is also discussed in Section 3.2.7 Integration by other manufacturers . In this case, the legal entity is not a manufacturer of the software, but may be a steward to it. Additionally, as also explained in previous sections, a legal entity that publishes a free (or community) version and a monetised version of the same FOSS, is deemed a steward to the free (or community) version, and a manufacturer to the monetised version.

77

Similarly, a legal entity that monetises a FOSS but is a not-for-profit entity whose earnings after costs are used to achieve not-for-profit objectives (and therefore its FOSS is not placed on the market within the meaning of the CRA, as discussed in Section 3.2.6 Not-for-profit entities ) is a steward to the FOSS it publishes .

78

Furthermore, certain foundations offer collaboration platforms with various forms of governance that enable manufacturers to contribute regularly to the development of FOSS and/or that are regularly financed by manufacturers. Such foundations are to be considered stewards in relation to specific FOSS which are intended for commercial activities and for which the foundation offers sustained support. However, as explained in Section 3.3 Open-source software stewards , such a foundation may not be subject to any obligations under the CRA for other specific FOSS that it hosts, in cases where it does not provide systematic support for a specific FOSS, it does not ensure its viability, and/or that specific software is not intended for commercial activities.

79

The type of ‘sustained support’ that foundations and similar organisations provide to specific FOSS projects can vary greatly. For example, certain legal entities only provide non-technical support, such as managing the branding of projects, laying down governance rules, organising community events or collecting donations. Other entities also provide the underlying IT infrastructure necessary to run the project, such as hosting source code repositories, providing version control systems, or generating signing keys. Others go further in the type of support they provide by actively contributing engineering resources to the project, for example by employing developers, coordinating development work, reviewing or merging code, managing releases, or handling vulnerability reports and security patches. While all legal entities that qualify as stewards under the CRA are required to comply with the obligations in Article 24(1) and (2), how far the obligations laid down in Article 14(1), (3) and (8) apply to those legal entities varies depending on the type of support they provide, in accordance with Article 24(3).

83

Where an entity ceases to provide systematic support on a sustained basis for a specific FOSS, it may no longer meet the definition of steward and may therefore no longer be subject to the corresponding obligations. In such cases, that entity is encouraged to communicate clearly the change in its status for that specific FOSS.

84

In certain situations, an entity that was a steward to a specific project may decide to monetise that project directly, thereby placing the product with digital elements on the market and triggering the manufacturer’s obligations under the CRA. In such circumstances, that entity qualifies as the manufacturer of the product with digital elements from the date on which it places it on the market (but not in respect of earlier versions for which it acted as a steward).

Fn. 13 This notion is also contained in the formulation ‘intended for commercial activities’ included in the definition of ‘open-source software steward’ set out in Article 3(14) of the CRA. 14 The legal person may also not be subject to any obligations under the CRA, in cases where: (i) a specific FOSS is not placed on the market within the meaning of the CRA; and (ii) the legal entity does not meet the definition of steward in relation to that specific FOSS.

Vgl. Abschnitt 3.3.1 · Rn. 75–79, 83–84 · C(2026) 5252
Steht auch bei
(2)
Verwalter quelloffener Software arbeiten auf deren Verlangen mit den Marktüberwachungsbehörden zusammen, um die Cybersicherheitsrisiken zu mindern, die von einem Produkt mit digitalen Elementen ausgehen, das als freie und quelloffene Software gilt.
Auf begründetes Verlangen einer Marktüberwachungsbehörde übermitteln Verwalter quelloffener Software dieser Behörde in einer für diese Behörde leicht verständlichen Sprache die in genannten Unterlagen in Papierform oder in elektronischer Form.
CRA-Sollmaßnahmen
C15.003Verwalter quelloffener Software: mit der Marktüberwachung zusammenarbeitenVerwalter quelloffener SoftwareS
(3)
Die in festgelegten Verpflichtungen gelten für Verwalter quelloffener Software, soweit sie an der Entwicklung der Produkte mit digitalen Elementen beteiligt sind. Die in festgelegten Verpflichtungen gelten für Verwalter quelloffener Software, soweit schwerwiegende Sicherheitsvorfälle, die sich auf die Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen auswirken, Netz- und Informationssysteme beeinträchtigen, die von den Verwaltern quelloffener Software für die Entwicklung solcher Produkte bereitgestellt werden.
CRA-Sollmaßnahmen
C15.004Verwalter quelloffener Software: aktiv ausgenutzte Schwachstellen meldenVerwalter quelloffener SoftwareS
C15.005Verwalter quelloffener Software: schwere Vorfälle an Entwicklungssystemen meldenVerwalter quelloffener SoftwareS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 3.3.1Meldepflichten des Verwalters quelloffener SoftwareG

Sustained support and ensuring viability of FOSS

80

For example, a steward that only provides non-technical support is, by definition, not involved in development of the product with digital elements, and is therefore not required to report actively exploited vulnerabilities. That steward also does not provide any network and information systems for the development of such products with digital elements, and therefore is not required to report severe incidents to ENISA and the CSIRTs or to impacted users. Nonetheless, where the steward becomes aware of an actively exploited vulnerability (e.g. via a report from external sources, such as security researchers), it should share the information with the maintainers of the product with digital elements, in accordance with its cybersecurity policy. The maintainers of the products with digital elements and/or the stewards should also consider reporting the vulnerability on a voluntary basis, in accordance with Article 15.

81

On the other hand, where a steward provides the underlying IT infrastructure for certain products with digital elements, it is required to notify ENISA and the CSIRTs, in accordance with Article 14(3) of any severe incidents related to that infrastructure that have an impact on the security of products with digital elements. It is also required, where appropriate, to inform all users (e.g. via a general announcement). As indicated in the previous point, while the steward is not required to report actively exploited vulnerabilities it becomes aware of, it should foster the correct handling of vulnerabilities and should consider voluntary reporting in accordance with Article 15.

82

Finally, where a steward also provides engineering resources to specific products with digital elements, it is required to: (i) notify, in accordance with Article 14(1), of actively exploited vulnerabilities that it becomes aware of; and (ii) where appropriate, to inform all users. To the extent that the steward also has a direct relationship with impacted users, it is also required to inform them directly, in accordance with Article 14(8).

Vgl. Abschnitt 3.3.1 · Rn. 80–82 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 5.5Unterliegen Verwalter quelloffener Software Meldepflichten nach dem CRA?Q

Are open-source software stewards subject to reporting obligations under the CRA?

Article 24(3) of the CRA establishes that reporting obligations laid down in Article 14, paragraphs (1), (3) and (8), apply to open-source software stewards under certain circumstances.

In accordance with Article 71(2) of the CRA, Article 24(3) shall apply from 11 December 2027.

Vgl. FAQ 5.5 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 25
Artikel 25

Sicherheitsbescheinigung für freie und quelloffene Software

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
Um die in festgelegte Sorgfaltspflicht zu erleichtern, insbesondere in Bezug auf Hersteller, die freie und quelloffene Softwarekomponenten in ihre Produkte mit digitalen Elementen integrieren, wird der Kommission die Befugnis übertragen, gemäß delegierte Rechtsakte zu erlassen, um diese Verordnung durch die Einführung freiwilliger Programme zur Bescheinigung der Sicherheit zu ergänzen, die es den Entwicklern oder Nutzern von Produkten mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Software gelten, sowie anderen Dritten ermöglichen, die Konformität dieser Produkte mit allen oder bestimmten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen oder sonstigen in dieser Verordnung festgelegten Verpflichtungen zu bewerten.
CRA-Sollmaßnahmen
C15.006Freiwillige Sicherheitsbescheinigung für Open-Source-Komponenten nutzenHerstellerS
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel II›Art. 26
Artikel 26

Leitlinien

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel II: Pflichten der Wirtschaftsakteure und Bestimmungen in Bezug auf freie und quelloffene Software
(1)
Um die Durchführung zu erleichtern und ihre Kohärenz sicherzustellen, veröffentlicht die Kommission Leitlinien, um die Wirtschaftsakteure bei der Anwendung dieser Verordnung zu unterstützen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Erleichterung der Einhaltung durch Kleinstunternehmen und kleine und mittlere Unternehmen liegt.
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 1.2Zweck der LeitlinienG

Purpose of the guidance

4

Article 26(1) of the CRA requires the Commission to publish guidance to assist economic operators in applying the Regulation, with a particular focus on facilitating compliance by microenterprises and small and medium-sized enterprises (SMEs). Article 26(2) sets out minimum aspects that should be addressed in the guidance. These include: (i) the scope of the CRA (particularly remote data processing solutions and free and open-source software); (ii) the notion of ‘support periods’; (iii) the interplay between the CRA and other EU legislation; and (iv) the concept of ‘substantial modification’.

5

On 3 December 2025, the Commission published a series of frequently asked questions (FAQs), which are intended to help economic operators prepare for the implementation of the CRA 3 .

6

This guidance is intended to help economic operators comply with the CRA and to support the activities of market surveillance authorities, notifying authorities and notified bodies, with a view to ensuring the harmonised enforcement of the CRA across the Union. This guidance is not intended to cover the CRA in its entire scope, but rather to provide clarifications on the rationale of certain key provisions and how they could be implemented in practice. This guidance concerns the CRA and is not applicable to other EU laws.

7

Stakeholders were extensively consulted in the preparation of this guidance, including the Expert Group on Cybersecurity of products with digital elements 4 and through a public consultation held between 3 March and 13 April 2026 5 .

8

This guidance is not binding for economic operators or other actors subject to the CRA. An authoritative interpretation of the CRA may only be given by the Court of Justice of the European Union. Nevertheless, these guidelines set out the Commission’s interpretation of the CRA, with a view to supporting compliance and contributing to the effective implementation of the Regulation. Furthermore, the guidance contains a number of examples to illustrate the application of specific provisions. However, these examples are not intended to replace a case-by-case assessment, which will always be necessary to account for the specifics of each individual case.

9

In line with Article 26 of the CRA, the Commission may consider issuing further guidance, including guidance targeted at manufacturers subject to the CRA and other Union harmonisation legislation or to other related Union legal acts. This guidance may, for example, address questions on interplay between the CRA and Regulation (EU) 2024/1689 laying down harmonised rules on artificial intelligence (AI Act), and Regulation (EU) 2022/2554 on digital operational resilience for the financial sector (DORA).

Fn. 1 OJ L, 2024/2847, 20.11.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2024/2847/oj 2 The Commission’s 2026 work programme envisages the presentation of a ‘European Product Act’, updating the NLF and the rules on market surveillance and on standardisation: https://eur- lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX:52025DC0870

Fn. 3 The FAQs can be downloaded via the Commission’s CRA implementation website , from the dedicated FAQs webpage . 4 Expert Group on Cybersecurity of products with digital elements in the register of Commission expert groups and other similar entities . 5 Public consultation on draft Commission guidance on the Cyber Resilience Act .

Vgl. Abschnitt 1.2 · Rn. 4–9 · C(2026) 5252
(2)
Beabsichtigt die Kommission, Leitlinien gemäß bereitzustellen, so geht sie mindestens auf folgende Aspekte ein:
a)
den Anwendungsbereich dieser Verordnung mit besonderem Schwerpunkt auf Datenfernverarbeitungslösungen und freier und quelloffener Software,
b)
die Anwendung von Unterstützungszeiträumen in Bezug auf bestimmte Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen;
c)
Leitlinien für Hersteller, die dieser Verordnung unterliegen und auch anderen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union als dieser Verordnung oder anderen damit zusammenhängenden Rechtsakten der Union unterliegen;
d)
den Begriff der wesentlichen Änderung.
Die Kommission führt ferner eine leicht zugängliche Liste der gemäß dieser Verordnung erlassenen delegierten Rechtsakte und Durchführungsrechtsakte.
(3)
Bei der Ausarbeitung der Leitlinien gemäß diesem Artikel konsultiert die Kommission die einschlägigen Interessenträger.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel III›Art. 27
Artikel 27

Konformitätsvermutung

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel III: Konformität des Produkts mit digitalen Elementen
(1)
Bei Produkten mit digitalen Elementen und vom Hersteller festgelegten Verfahren, die mit harmonisierten Normen oder Teilen davon übereinstimmen, deren Fundstellen im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht worden sind, wird eine Konformität mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in vermutet, soweit diese Anforderungen von den betreffenden Normen oder Teilen davon abgedeckt sind.
Die Kommission fordert gemäß Artikel 10 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 eine oder mehrere europäische Normungsorganisationen auf, harmonisierte Normen für die in dieser Verordnung aufgeführten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen auszuarbeiten. Bei der Ausarbeitung von Normungsanträgen für diese Verordnung bemüht sich die Kommission, bestehende europäische und internationale Normen für Cybersicherheit zu berücksichtigen, die in Kraft sind oder gerade entwickelt werden, um die Entwicklung harmonisierter Normen im Einklang mit der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 zu vereinfachen.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.011Harmonisierte Normen anwenden, damit Anforderungen als erfüllt geltenHerstellerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 6.3Auswirkungen auf die KonformitätsvermutungG

Implications for presumption of conformity

153

Article 27(1) of the CRA establishes that products with digital elements and processes put in place by the manufacturer which are in conformity with harmonised standards or parts thereof, the references of which have been published in the Official Journal of the European Union (OJEU) , are presumed to be in conformity with the essential requirements of the CRA covered by those standards or parts thereof 26 . Article 27(5) extends the same presumption of conformity to products with digital elements and processes put in place by the manufacturer which are in conformity with common specifications adopted by the Commission via implementing acts, and Article 27(8) establishes the presumption of conformity for products with digital elements and processes put in place by the manufacturer for which an EU statement of conformity or certificate has been issued under a European cybersecurity certification scheme adopted pursuant to Regulation (EU) 2019/881, if this has been specified via delegated acts in accordance with Article 27(9) 27 .

154

Therefore, where the manufacturer has applied a harmonised standard whose references have been published in the OJEU, it benefits from a presumption of conformity for the risks covered by that standard. This could be the case, for example, where the referenced harmonised standard addresses all the risks associated with the core functionality of a product with digital elements and there are no additional functionalities that present cybersecurity risks. For instance, it is expected that the harmonised standard for routers will address at least the risks associated with the core functionality of these products with digital elements. If such a product does not contain any additional functionalities or if these additional functionalities do not present risks unaddressed by the standard, the product with digital elements can benefit from presumption of conformity.

155

In the cases discussed in points 151 and 152, the manufacturer is allowed to use the internal control procedure because the harmonised standard covers the risks associated with the core functionality of the product with digital elements. However, the products with digital elements described in those examples may be broader than the scope of the harmonised standards, and additional functionalities may present cybersecurity risks that are not addressed by such harmonised standard. Those products with digital elements may therefore not benefit from presumption of conformity for those additional functionalities.

Example 64: An antivirus software has the core functionality of software that searches for, removes, or quarantines malicious software, and risks associated with that core functionality are covered by the harmonised standard. That product with digital elements also includes additional functionalities, namely a disk-cleaning function and an anti-tracking functionality protecting the user when navigating on the web, whose risks are not covered by the harmonised standard. If the harmonised standard is applied, the manufacturer is allowed to make use of the internal control procedure for its conformity assessment. It will benefit from presumption of conformity for the risks associated with that product’s core functionality, but not for the risks associated with additional functionalities.

Figure 7: Harmonised standard grants presumption of conformity (PoC) for core functionality, as it addresses all risks associated with that core functionality, but not for ancillary functionalities

Example 65: In the same scenario as the previous example, the harmonised standard has now been updated to also cover risks associated with one of the additional functionalities, namely the disk-cleaning function, but not the other (i.e. the anti- tracking function). If the harmonised standard is applied, the manufacturer is allowed to make use of the internal control procedure for its conformity assessment. It will benefit from a presumption of conformity for the risks associated with that product’s core functionality and for the disk-cleaning functionality, but not for the risks related to the anti-tracking functionality.

Figure 8: Harmonised standard grants PoC for core functionality and ancillary functionality 1, as it addresses all risks associated with those two functionalities, but not for ancillary functionality 2

Fn. 26 As clearly stated in Section 4.1.2.2 of the Blue Guide, ‘in risk related harmonisation legislation [...] manufacturers always, even when using harmonised standards the references of which are published in the OJEU, remain fully responsible for assessing all the risks of their product in order to determine which essential (or other) requirements are relevant. After this assessment a manufacturer may then choose to apply technical specifications given in harmonised standards the references of which are published in the OJEU to implement ‘risk reduction measures’ which are specified by harmonised standards’. 27 As above, for brevity’s sake, the remainder of this section only refers to harmonised standards the references of which have been published in the OJEU. However, the same guidance also applies to common specifications and to European cybersecurity certification schemes.

Vgl. Abschnitt 6.3 · Rn. 153–155 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 4.1.7Wie verhalten sich harmonisierte Normen und die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken durch den Hersteller zueinander?Q

What is the relationship between harmonised standards and the manufacturer's cybersecurity risk assessment?

As stated in the Blue Guide, harmonised standards do not replace legally binding essential requirements. A technical specification given in a harmonised standard is not an alternative to a relevant essential or other legal requirement but only a possible technical means to comply with it. In risk-related harmonisation legislation this means in particular that manufacturers always, even when using harmonised standards the references of which are published in the Official Journal of the European Union ("OJ"), remain fully responsible for assessing all the risks of their product in order to determine which essential (or other) requirements are relevant. After this assessment a manufacturer may then choose to apply technical specifications given in harmonised standards the references of which are published in the OJ to implement 'risk reduction measures' which are specified by harmonised standards. In risk-related harmonisation legislation, harmonised standards the references of which are published in the OJ most commonly provide certain means to reduce or remove risks, while manufacturers remain fully responsible for the risk assessment to identify relevant risks and to identify relevant essential requirements, in order to select suitable harmonised standards the references of which are published in the OJ or other specifications.

Thus, even where the manufacturer uses a harmonised standard (where its reference is published in the OJ and which aims to cover certain risks) to satisfy essential requirements, the cybersecurity risk assessment has to be carried out and they must check whether the harmonised standard covers all risks of the product. In accordance with Article 27, where a manufacturer correctly applies a harmonised standard the reference of which is published in the OJEU which covers all the risks relevant to the product with digital elements, the product benefits from the presumption of conformity. [Fn. 8]

As stated in Article 27(1) of CRA and section 4.1.2.2 of the Blue Guide, where a harmonised standard covers only part of the essential requirements identified as relevant by manufacturers or only certain aspects thereof, they additionally have to use other relevant technical specifications or develop solutions in accordance with general engineering or scientific knowledge laid down in engineering and scientific literature in order to meet the essential requirements of the CRA. In a similar way when manufacturers choose not to apply all the provisions given in a harmonised standard, and which normally would provide presumption of conformity, they need, on the basis of their own cybersecurity risk assessment, to indicate in their technical documentation how the compliance is reached or that relevant essential requirements are not relevant for the product.

The CRA standardisation request (https://ec.europa.eu/transparency/documents-register/detail?ref=C%282025%29618&lang=en) requests the development of a set of harmonised standards that are intended to provide either horizontal or product-specific information to manufacturers to support their compliance with the CRA. See also 6.10 When will harmonised standards to support CRA compliance be ready?

Fn. 8: As stated in footnote 179 of the Blue Guide.

Vgl. FAQ 4.1.7 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 6.10Wann werden harmonisierte Normen zur Unterstützung der Einhaltung des CRA vorliegen?Q

When will harmonised standards to support CRA compliance be ready?

The Commission standardisation request (M/606) addressed to CEN, CENELC and ETSI foresees the development of a set of harmonised standards to support CRA compliance, distinguishing between horizontal (product-agnostic) standards and vertical (product-specific) standards.

Horizontal standards are meant to provide a coherent generic framework, methodology and taxonomy to support the development of further, granular vertical harmonised standards for specific products or product types, as well as to support manufacturers in defining and implementing the security requirements applicable to their respective products. The Commission requested the development of 15 horizontal standards, which the European Standardisation Organisations (ESOs) have clustered in 3 deliverables:

  • A harmonised European standard on designing, developing and producing products with digital elements in such a way that they ensure an appropriate level of cybersecurity based on the risks, to be adopted by the ESOs by 30 August 2026;
  • A harmonised European standard covering the essential cybersecurity requirements relating to the properties of products with digital elements as set out in Part I of Annex I, to be adopted by the ESOs by 30 October 2027;
  • A harmonised European standard on vulnerability handling for products with digital elements, to be adopted by the ESOs by 30 August 2026.

Vertical standards are meant to be product specific and to cover a specific set of risks appropriate to a particular intended purpose and reasonably foreseeable use. The Commission requested the development of 26 vertical standards (which the ESOs are addressing through 31 separate deliverables) to be adopted by the ESOs by 30 October 2026. The vertical standards under development cover the categories of important and critical products with digital elements set out in Annexes III and IV of CRA.

In accordance with Article 27(6), where a harmonised European standard is adopted by the ESOs, the Commission shall assess it in accordance with Regulation (EU) No 1025/2012 for the purpose of publishing its reference in the Official Journal of the European Union.

Vgl. FAQ 6.10 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(2)
Die Kommission kann Durchführungsrechtsakte annehmen, durch die gemeinsame Spezifikationen zu technischen Anforderungen festgelegt werden, deren Befolgung es ermöglicht, die in festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen an Produkte mit digitalen Elementen im Anwendungsbereich dieser Verordnung zu erfüllen.
Diese Durchführungsrechtsakte dürfen nur erlassen werden, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
a)
die Kommission hat gemäß Artikel 10 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 eine oder mehrere europäische Normungsorganisationen aufgefordert, eine harmonisierte Norm für die in aufgeführten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen zu erarbeiten, und: i) der Auftrag wurde nicht angenommen, ii) die harmonisierten Normen, die dieser Antrag betrifft, werden nicht im Rahmen der in Übereinstimmung mit Artikel 10 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 gesetzten Frist geliefert, oder iii) die harmonisierten Normen entsprechen nicht dem Auftrag, und
b)
im Amtsblatt der Europäischen Union wurde kein Verweis im Einklang mit der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 auf harmonisierte Normen, die den einschlägigen grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen nach der vorliegenden Verordnung genügen, veröffentlicht, und es ist nicht zu erwarten, dass ein solcher Verweis innerhalb eines angemessenen Zeitraums veröffentlicht wird.
Diese Durchführungsrechtsakte werden gemäß dem in genannten Prüfverfahren erlassen.
(3)
Vor der Ausarbeitung eines Entwurfs des in des vorliegenden Artikels genannten Durchführungsrechtsakts teilt die Kommission dem in Artikel 22 der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 genannten Ausschuss mit, dass sie die Bedingungen nach des vorliegenden Artikels als erfüllt erachtet.
(4)
Bei der Ausarbeitung eines Entwurfs des in genannten Durchführungsrechtsakt berücksichtigt die Kommission die Standpunkte der einschlägigen Gremien und konsultiert alle einschlägigen Interessenträger ordnungsgemäß.
(5)
Bei Produkten mit digitalen Elementen und vom Hersteller festgelegten Verfahren, die mit den gemeinsamen Spezifikationen übereinstimmen, die durch den in dieses Artikels genannten Durchführungsrechtsakt festgelegt wurden, wird eine Konformität mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in vermutet, soweit die gemeinsamen Spezifikationen oder Teile davon diese Anforderungen abdecken.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.027Gemeinsame Spezifikationen der Kommission als Normersatz anwendenHerstellerS
(6)
Wird eine harmonisierte Norm von einer europäischen Normungsorganisation angenommen und der Kommission zur Veröffentlichung ihrer Fundstelle im Amtsblatt der Europäischen Union vorgeschlagen, so bewertet die Kommission diese harmonisierte Norm gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012. Wenn eine Fundstelle einer harmonisierten Norm im Amtsblatt der Europäischen Union der Europäischen Union veröffentlicht wird, hebt die Kommission die in des vorliegenden Artikels genannten Durchführungsrechtsakte oder Teile davon auf, die dieselben grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen wie die harmonisierte Norm regeln.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.028Änderungen an gemeinsamen Spezifikationen verfolgenHerstellerS
(7)
Ist ein Mitgliedstaat der Auffassung, dass eine gemeinsame Spezifikation den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen nach nicht vollständig entspricht, so setzt er die Kommission mittels einer ausführlichen Erläuterung davon in Kenntnis. Die Kommission bewertet die ausführliche Erläuterung und kann gegebenenfalls den Durchführungsrechtsakt, durch den die betreffende gemeinsame Spezifikation festgelegt wurde, ändern.
(8)
Bei Produkten mit digitalen Elementen und vom Hersteller festgelegten Verfahren, für die eine EU-Konformitätserklärung oder ein Cybersicherheitszertifikat im Rahmen eines gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 angenommenen europäischen Schemas für die Cybersicherheitszertifizierung ausgestellt wurde, wird eine Konformität mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in vermutet, sofern die EU-Konformitätserklärung oder das europäische Cybersicherheitszertifikat oder Teile davon diese Anforderungen abdecken.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.029EU-Cybersicherheitszertifikat als Nachweis nutzenHerstellerS
(9)
Der Kommission wird die Befugnis übertragen, delegierte Rechtsakte gemäß zu erlassen, um diese Verordnung durch die Ausweisung der gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 angenommenen europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung zu ergänzen, die zum Nachweis der Konformität von Produkten mit digitalen Elementen mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in oder Teilen davon verwendet werden können. Darüber hinaus wird durch die Ausstellung eines im Rahmen eines solchen Schemas ausgestellten europäischen Cybersicherheitszertifikats mindestens der Vertrauenswürdigkeitsstufe „mittel“ die in und vorgesehene Pflicht des Herstellers, für die betreffenden Anforderungen eine Konformitätsbewertung durch Dritte durchführen zu lassen, aufgehoben.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 27 Abs. 8: .

Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel III›Art. 28
Artikel 28

EU-Konformitätserklärung

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel III: Konformität des Produkts mit digitalen Elementen
(1)
Die EU-Konformitätserklärung wird vom Hersteller gemäß ausgestellt und besagt, dass die Erfüllung der grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in nachgewiesen worden ist.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.012EU-Konformitätserklärung ausstellenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 6.8Was ist die Konformitätserklärung?Q

What is the declaration of conformity?

The declaration of conformity is a document in which the manufacturer declares that the product is compliant with the CRA, and assumes responsibility for that.

The declaration of conformity must accompany the product placed on the market. Two formats are allowed:

  • The full declaration of conformity, following the template laid down in Annex V.
  • A simplified declaration of conformity, which is a sentence whose template is laid down in Annex VI and that includes the internet address where the full declaration of conformity can be accessed.

The declaration of conformity is a document linked to the individual product and not only to the type or model. In this regard, it is not needed that it includes the unique identifier of the product. Nevertheless, a new version of the product might need a new declaration of conformity, especially when it implements a substantial modification.

The declaration of conformity cannot be signed if the manufacturer has not performed one of the relevant conformity assessment procedures, with a positive result.

In accordance with Article 28(3) and as stated in section 4.4 of the Blue Guide, where several pieces of Union harmonisation legislation apply to a product, the manufacturer or the authorised representative has to provide a single declaration of conformity in respect of all such Union acts. In order to reduce the administrative burden on economic operators and facilitate its adaptation to the modification of one of the applicable Union acts, the single declaration may be a dossier made up of relevant individual Declarations of conformity.

Vgl. FAQ 6.8 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei,
(2)
Die EU-Konformitätserklärung entspricht in ihrem Aufbau dem Muster in und enthält die in den einschlägigen Konformitätsbewertungsverfahren gemäß angegebenen Elemente. Eine solche Erklärung wird nach Bedarf aktualisiert. Sie wird in den Sprachen abgefasst, die der Mitgliedstaat vorschreibt, in dem das Produkt mit digitalen Elementen in den Verkehr gebracht oder auf dem Markt bereitgestellt wird.
Die vereinfachte EU-Konformitätserklärung nach entspricht in ihrem Aufbau dem Muster in . Sie wird in den Sprachen abgefasst, die der Mitgliedstaat vorschreibt, in dem das Produkt mit digitalen Elementen in den Verkehr gebracht oder auf dem Markt bereitgestellt wird.

Die Sollmaßnahmen zu diesem Absatz stehen bei Anhang V: und bei Anhang VI: und bei Art. 28 Abs. 1: .

(3)
Unterliegt ein Produkt mit digitalen Elementen mehreren Rechtsvorschriften der Europäischen Union, in denen jeweils eine EU-Konformitätserklärung vorgeschrieben ist, so wird eine einzige EU-Konformitätserklärung für sämtliche Unionsrechtsvorschriften ausgestellt. In dieser Erklärung sind die betreffenden Rechtsakte der Union samt ihren Fundstellen im Amtsblatt anzugeben.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.034Eine gemeinsame Konformitätserklärung für alle EU-Rechtsakte ausstellenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 2.7.4Muss der Hersteller für jeden Rechtsakt der Union eine gesonderte EU-Konformitätserklärung ausstellen?Q

Should the manufacturer draw up separate EU declarations of conformity per Union legal act?

Concerning the drawing up of the EU declaration of conformity by the manufacturer, Article 39(2) of the EHDS Regulation provides for a single EU declaration of conformity to be drawn up in respect of all Union legal acts applicable to the EHR system. That EU declaration of conformity shall contain all the information required for the identification of the Union legal acts to which it relates. The CRA provides the same for products with digital elements in Article 28(3).

Vgl. FAQ 2.7.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei,
(4)
Mit der Ausstellung der EU-Konformitätserklärung übernimmt der Hersteller die Verantwortung für die Konformität des Produkts mit digitalen Elementen.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 28 Abs. 1: .

(5)
Der Kommission wird die Befugnis übertragen, gemäß delegierte Rechtsakte zur Ergänzung dieser Verordnung zu erlassen, um angesichts der technischen Entwicklungen zu den in aufgeführten Mindestangaben für die EU-Konformitätserklärung neue Elemente hinzuzufügen.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel III›Art. 29
Artikel 29

Allgemeine Grundsätze der CE-Kennzeichnung

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel III: Konformität des Produkts mit digitalen Elementen
Für die CE-Kennzeichnung gelten die allgemeinen Grundsätze gemäß Artikel 30 der Verordnung (EG) Nr. 765/2008.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.030Grundregeln der CE-Kennzeichnung beachtenHerstellerS
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel III›Art. 30
Artikel 30

Vorschriften und Bedingungen für die Anbringung der CE-Kennzeichnung

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel III: Konformität des Produkts mit digitalen Elementen
(1)
Die CE-Kennzeichnung ist gut sichtbar, leserlich und dauerhaft auf dem Produkt mit digitalen Elementen anzubringen. Falls die Art des Produkts mit digitalen Elementen dies nicht zulässt oder nicht rechtfertigt, wird die CE-Kennzeichnung auf der Verpackung und der dem Produkt mit digitalen Elementen beigefügten EU-Konformitätserklärung gemäß angebracht. Bei Produkten mit digitalen Elementen in Form von Software wird die CE-Kennzeichnung entweder auf der EU-Konformitätserklärung gemäß oder auf der das Softwareprodukt begleitenden Website angebracht. Im letzteren Fall muss der relevante Abschnitt der Website für Verbraucher leicht und direkt zugänglich sein.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.013CE-Kennzeichnung anbringenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 6.7Was ist die CE-Kennzeichnung?Q

What is the CE marking?

The CE marking is a simple visual self-declaration of the manufacturer that the product is compliant with all the applicable NLF pieces of legislation and, in particular, with the CRA. It is addressed to consumers and market surveillance authorities. It is regulated in Articles 29 and 30. Further information can also be found in section 4.5.1. of the Blue Guide.

Products must bear the CE marking in a visible, legible and indelible way. As a general rule, it has to be larger than 5 mm. Exceptions can be accepted when the size of the product does not allow it, provided that it remains visible. The CE marking cannot have a size less than 5 mm on the grounds of aesthetic reasons.

The CE marking cannot be affixed in a part of the product that is not easily visible according to its intended use.

Software products also need to bear the CE marking. In accordance with Article 30(1), for software products the CE marking shall be affixed either to the EU declaration of conformity or on the website accompanying the software product. In the latter case, the relevant section of the website shall be easily and directly accessible to consumers.

The CE marking cannot be affixed if the manufacturer has not performed a conformity assessment procedure, with a positive result.

Vgl. FAQ 6.7 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
(2)
Aufgrund der Art des Produkts mit digitalen Elementen kann die Höhe des daran angebrachten CE-Kennzeichens kleiner als 5 mm sein, sofern es weiterhin sichtbar und lesbar ist.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 30 Abs. 1: .

(3)
Die CE-Kennzeichnung wird vor dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen angebracht. Ihr kann ein Piktogramm oder ein anderes Zeichen folgen, das auf ein besonderes Cybersicherheitsrisiko oder eine besondere Verwendung hinweist, die in den Durchführungsrechtsakten gemäß festgelegt werden.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 30 Abs. 1: .

(4)
Auf die CE-Kennzeichnung folgt die Kennnummer der notifizierten Stelle, sofern diese an dem Konformitätsbewertungsverfahren auf der Grundlage einer umfassenden Qualitätssicherung (auf der Grundlage von Modul H) gemäß beteiligt ist.
Die Kennnummer der notifizierten Stelle wird entweder von der Stelle selbst oder nach ihren Anweisungen vom Hersteller oder seinem Bevollmächtigten angebracht.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 30 Abs. 1: .

(5)
Die Mitgliedstaaten bauen auf bestehenden Mechanismen auf, um eine ordnungsgemäße Durchführung des Systems der CE-Kennzeichnung sicherzustellen, und leiten im Fall einer missbräuchlichen Verwendung dieser Kennzeichnung angemessene Maßnahmen ein. Falls das Produkt mit digitalen Elementen auch unter andere Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union als diese Verordnung fällt, in denen die CE-Kennzeichnung ebenfalls vorgesehen ist, bedeutet die CE-Kennzeichnung, dass das Produkt auch die Anforderungen dieser anderen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union erfüllt.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.031CE-Kennzeichnung erst anbringen, wenn alle EU-Rechtsakte erfüllt sindHerstellerS
(6)
Die Kommission kann im Wege von Durchführungsrechtsakten technische Spezifikationen für Etiketten, Piktogramme oder andere Kennzeichen in Bezug auf die Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, deren Unterstützungszeiträume sowie Mechanismen zur Förderung ihrer Verwendung und zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen festlegen. Bei der Ausarbeitung der Entwürfe von Durchführungsrechtsakten konsultiert die Kommission die einschlägigen Interessenträger und, falls sie bereits gemäß eingerichtet wurde, die ADCO. Diese Durchführungsrechtsakte werden gemäß dem in genannten Prüfverfahren erlassen.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel III›Art. 31
Artikel 31

Technische Dokumentation

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel III: Konformität des Produkts mit digitalen Elementen
(1)
Die technische Dokumentation enthält alle einschlägigen Daten oder Einzelheiten darüber, wie der Hersteller sicherstellt, dass das Produkt mit digitalen Elementen und die vom Hersteller festgelegten Verfahren den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in genügen. Sie enthält zumindest die in genannten Angaben.
CRA-Sollmaßnahmen
C08.001Konformität mit der technischen Dokumentation belegenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 4.1.8Was muss ein Hersteller in Bezug auf die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken in die technische Dokumentation aufnehmen, die für die Marktüberwachungsbehörden bereitzuhalten ist?Q

What does a manufacturer need to include regarding the cybersecurity risk assessment in the technical documentation to be kept at the disposal of market surveillance authorities?

Article 13(12) and Article 31 require the manufacturer to draw up technical documentation containing information to demonstrate the conformity of the product to the applicable requirements, regardless of the conformity assessment procedure. This documentation may be part of the quality system documentation where the manufacturer chooses a conformity assessment procedure based on a quality system, in line with article 32. This is the case for conformity based on full quality assurance based on module H (part IV of CRA Annex VIII). The technical documentation must be available when the product is placed on the market, whatever its geographical origin or location. In accordance with Article 13(4), when placing a product with digital elements on the market, the manufacturer shall include the cybersecurity risk assessment in the technical documentation required pursuant to Article 31 and Annex VII. After placement on the market the manufacturer shall systematically document, in a manner that is proportionate to the nature and the cybersecurity risks, relevant cybersecurity aspects concerning the products with digital elements, including vulnerabilities of which they become aware and any relevant information provided by third parties, and shall, where applicable, update the cybersecurity risk assessment of the products. In particular, as part of the vulnerability handling requirement in Annex I, part 2(3), the manufacturer must update the risk assessment after the application of regular tests and reviews, wherever relevant information pertaining to the cybersecurity of the product emerges from such tests and reviews.

According to section 4.3 of the Blue Guide, in the case where a product has been subject to re-designs and re-assessments of the conformity, the technical documentation must reflect all versions of the product; describing the changes made, how the various versions of the product can be identified and information on the various conformity assessment.

In accordance with Article 53, where necessary to assess the conformity of products with digital elements and the processes put in place by their manufacturers with the essential cybersecurity requirements set out in Annex I, the market surveillance authorities shall, upon a reasoned request, be granted access to the data, in a language easily understood by them, required to assess the design, development, production and vulnerability handling of such products, including related internal documentation of the relevant economic operator.

Vgl. FAQ 4.1.8 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 6.6Was ist die technische Dokumentation?Q

What is the technical documentation?

The technical documentation must contain the elements laid down in Annex VII of the CRA.

The manufacturer must take into consideration that the technical documentation is not only an internal deliverable but it might be requested by the market surveillance authorities. Therefore, it has to be comprehensive and clear. The manufacturer must be able to demonstrate that the product has been designed, developed and manufactured to comply with the essential requirements of the CRA. The latter includes specifications of vulnerability handling processes.

The technical documentation can be written in any language. Nevertheless, if it is required by a market surveillance authority, it needs to be provided in a language easily understood by this authority.

There is no obligation to make the technical documentation available to a manufacturer's customers or to the public, with the exception of manufacturers of free and open-source software that fall under the categories set out in Annex III (important products of class I or II) that wish to self-attest their conformity, in accordance with Article 32(5).

Vgl. FAQ 6.6 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
(2)
Die technische Dokumentation wird vor dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen erstellt und gegebenenfalls, zumindest während des Unterstützungszeitraums, laufend aktualisiert.
CRA-Sollmaßnahmen
C08.006Technische Dokumentation aktuell haltenHerstellerS
(3)
Bei Produkten mit digitalen Elementen gemäß , die auch anderen Rechtsakten der Union unterliegen, in denen eine technische Dokumentation vorgesehen ist, wird eine einzige technische Dokumentation erstellt, die die in genannten Informationen sowie die nach den anderen Rechtsakten der Union erforderlichen Informationen enthält.
CRA-Sollmaßnahmen
C08.003Eine gemeinsame technische Dokumentation für Hochrisiko-KI führenHerstellerS
(4)
Die technische Dokumentation und die Korrespondenz im Zusammenhang mit den Konformitätsbewertungsverfahren werden in einer Amtssprache des Mitgliedstaats, in dem die notifizierte Stelle ansässig ist, oder in einer von dieser Stelle zugelassenen Sprache abgefasst.
CRA-Sollmaßnahmen
C08.007Technische Dokumentation in der Sprache der notifizierten Stelle abfassenHerstellerS
(5)
Der Kommission wird die Befugnis übertragen, gemäß delegierte Rechtsakte zu erlassen, mit denen diese Verordnung durch Hinzufügung von Elementen ergänzt wird, die in die technische Dokumentation gemäß aufzunehmen sind, um den technischen Entwicklungen und den Entwicklungen bei der Durchführung dieser Verordnung Rechnung zu tragen. Zu diesem Zweck bemüht sich die Kommission, sicherzustellen, dass der Verwaltungsaufwand für Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen verhältnismäßig ist.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel III›Art. 32
Artikel 32

Konformitätsbewertungsverfahren für Produkte mit digitalen Elementen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel III: Konformität des Produkts mit digitalen Elementen
(1)
Der Hersteller führt eine Konformitätsbewertung des Produkts mit digitalen Elementen und der vom Hersteller festgelegten Verfahren durch, um festzustellen, ob die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erfüllt sind. Der Hersteller erbringt den Nachweis der Konformität mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen anhand eines der folgenden Verfahren:
a)
internes Kontrollverfahren (auf der Grundlage von Modul A) gemäß
b)
EU-Baumusterprüfverfahren (auf der Grundlage von Modul B) gemäß und anschließend Konformität mit dem EU-Baumuster auf der Grundlage der internen Fertigungskontrolle (auf der Grundlage von Modul C) gemäß
c)
Konformitätsbewertung auf der Grundlage einer umfassenden Qualitätssicherung (auf der Grundlage von Modul H) gemäß ; oder
d)
sofern verfügbar und anwendbar, ein europäisches Schema für die Cybersicherheitszertifizierung gemäß .
CRA-Sollmaßnahmen
C09.014Passendes Konformitätsbewertungsverfahren je Produktklasse wählenHerstellerS
Kommissions-FAQ
Maschinenverordnung
FAQ 2.4.3Muss ein Hersteller die Konformitätsbewertung eines Produkts nach den Verfahren sowohl des CRA als auch der Maschinenverordnung sicherstellen?Q

Should a manufacturer ensure the assessment of conformity for a product through the procedures set out in both the CRA and the MR?

Both the CRA and the MR provide for conformity assessment procedures for relevant products with digital elements (in Article 32 of the CRA) and machinery and related products (in Article 25 of the MR) respectively.

For a product with digital elements, within the meaning of the CRA, which is also a machine or related product, within the meaning of the MR, manufacturers will need to ensure the assessment of conformity through the procedures set out individually in both the CRA and the MR. The conformity assessment procedures set out in the CRA and the MR are of such a nature that the assessment of conformity on the basis of the procedure in one instrument cannot automatically be considered as sufficient to also satisfy the procedure that is required to be followed as per the other instrument (see also of the CRA).

Vgl. FAQ 2.4.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Europäischer Gesundheitsdatenraum (EHDS)
FAQ 2.7.3Muss ein Hersteller die Konformitätsbewertung eines Produkts nach den Verfahren sowohl des CRA als auch der EHDS-Verordnung sicherstellen?Q

Should a manufacturer ensure the assessment of conformity for a product through the procedures set out in both the CRA and EHDS Regulation?

Both the CRA and the EHDS Regulation provide for conformity assessment procedures for relevant products. In the case of the CRA this applies to products with digital elements, whereas under the EHDS Regulation this applies to the harmonised software components of EHR systems (as defined in Article 25(1) EHDS Regulation).

However, this does not mean that manufacturers need to ensure the assessment of conformity of the cybersecurity of a product through the procedures set out in both the CRA and the EHDS Regulation in cases where a product is a product with digital elements within the meaning of the CRA and an EHR system within the meaning of the EHDS Regulation at the same time. The CRA (Article 32(5a), which was introduced by the EHDS Regulation) determines that in such cases the conformity assessment procedure of the EHDS Regulation should apply instead of the procedure of the CRA.

Vgl. FAQ 2.7.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 6.5Welche Bewertungsmethodik sollte ein Hersteller anwenden?Q

Which evaluation methodology should a manufacturer apply?

The CRA does not mandate the use of any specific evaluation methodology, potentially including testing. However, typically the application of an appropriate harmonised standard or technical specification is common practice by manufacturers.

The manufacturer can perform the relevant tests or testing procedures in their own laboratories, if available, or in external ones. The CRA does not lay down any specific requirements on laboratories performing the tests related to the conformity assessment procedures. The manufacturer assumes the sole responsibility for the conformity assessment.

The market surveillance authorities might perform tests or evaluation procedures during the relevant inspections. In this regard, they might consider applying the same methodology as the one used by the manufacturer, especially if that methodology is part of harmonised standard in support of the CRA. This being said, the market surveillance authority may apply a different methodology, on a justified basis. It must be highlighted that cybersecurity testing is not deterministic as in other NLF-regulated fields and the results might not be unique.

Vgl. FAQ 6.5 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
(2)
Hat der Hersteller bei der Bewertung der Konformität eines wichtigen Produkts mit digitalen Elementen, das in Klasse I gemäß fällt, und der von dessen Hersteller festgelegten Verfahren mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in harmonisierte Normen, gemeinsame Spezifikationen oder europäische Systeme für die Cybersicherheitszertifizierung mindestens der Vertrauenswürdigkeitsstufe „mittel“ gemäß nicht oder nur zum Teil angewandt oder sind solche harmonisierten Normen, gemeinsamen Spezifikationen oder europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung nicht vorhanden, so sind die Produkte mit digitalen Elementen und die vom Hersteller festgelegten Verfahren im Hinblick auf die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen einem der folgenden Verfahren zu unterziehen:
a)
EU-Baumusterprüfverfahren (auf der Grundlage von Modul B) gemäß und anschließend Konformität mit dem EU-Baumuster auf der Grundlage der internen Fertigungskontrolle (auf der Grundlage von Modul C) gemäß oder
b)
eine Konformitätsbewertung auf der Grundlage einer umfassenden Qualitätssicherung (auf der Grundlage von Modul H) gemäß .
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 6.2Konformitätsbewertung für wichtige und kritische Produkte mit digitalen ElementenG

Conformity assessment for important and critical products with digital elements

147

Once the manufacturer has determined the core functionality of its product with digital elements, it needs to perform one of the applicable conformity assessment procedures. The manufacturer needs to ensure that the product with digital elements as a whole meets the essential requirements, considering, as appropriate, the security of the components or functionalities integrated into it.

148

A more stringent conformity assessment procedure, with the involvement of a thirdparty (based on module B+C, module H or cybersecurity certification schemes) is mandatory for important products with digital elements of class II (with the exception of those qualifying as free and open-source software, in accordance with Article 32(5)) and for critical products with digital elements 24 . By contrast, important products with digital elements of class I (with the exception of those qualifying as free and open-source software, in accordance with Article 32(5)) are required to undergo a third-party conformity assessment procedure only if the manufacturer has not applied or has applied only in part relevant harmonised standards the references of which have been published in the Official Journal of the European Union (henceforth, ‘harmonised standards’), common specifications or European cybersecurity certification schemes at assurance level at least ‘substantial’ 25 .

149

Therefore, for an important product with digital elements of class I to be eligible for the internal control procedure, (i) all the applicable requirements of a relevant harmonised standard need to be applied; and (ii) the standard’s scope needs to cover at least all the cybersecurity risks associated to that product’s core functionality.

150

The scope of the product with digital elements may be broader than the scope foreseen by the relevant harmonised standard, and such additional functions may present different or additional cybersecurity risks. The manufacturer is always required to carry out a risk assessment pursuant to Article 13(2) and should consequently check whether implementing a harmonised standard covers all risks associated with the product with digital elements. Where implementing the standard does not cover all risks, the manufacturer should ensure via other means that its product with digital elements is in compliance with the essential requirements.

151

Therefore, if the manufacturer of an important product with digital elements of class I has applied a relevant harmonised standard that covers the risks associated to that product’s core functionality, it can decide to make use of the internal control procedure to demonstrate its product’s conformity. As part of its conformity assessment activities, the manufacturer will still be required to demonstrate that all risks applicable to its product with digital elements are addressed. Hence, where there is a gap between the coverage of the harmonised standard and the scope of the product with digital elements as a whole, the manufacturer still needs to document which additional measures it has put in place to treat those risks.

Example 62: An antivirus software has the core functionality of software that searches for, removes, or quarantines malicious software, as described in Annex I, point 4, to Implementing Regulation (EU) 2025/2392. That product with digital elements also includes additional features, namely a disk-cleaning function and an anti-tracking function protecting the user when navigating on the web. The manufacturer carries out a risk assessment covering the product with digital elements in its entirety, including the antivirus’s core functionality, the disk-cleaning and the anti-tracking functions. It applies a harmonised standard covering the risks associated with the antivirus’s core functionality, and additional measures to deal with risks stemming from additional functions. The manufacturer is allowed to make use of the internal control procedure for its conformity assessment, covering the product with digital elements as a whole, including the disk-cleaning and the anti-tracking functions.

Figure 6: Illustration of how the use of a cited harmonised standard covering only core functionality determines the applicable conformity assessment procedure

152

This is also the case where the product with digital elements integrates an additional function that is itself that of another important or critical product with digital elements. In fact, it is the core functionality of the product with digital elements as a whole, and not the functionality of the integrated components taken in isolation, that determines whether the product with digital elements belongs to the important or critical product category (and therefore the applicable conformity assessment regime). For example, if a product with digital elements has the core functionality of an important product with digital elements of class I, that product as a whole is subject to the conformity assessment regime applicable to important products with digital elements of class I, even though it integrates a component that is itself a critical product with digital elements. In these cases, where the manufacturer applies a harmonised standard covering the risks associated to that product’s core functionality, it is allowed to make use of the internal control procedure.

Example 63: A hardware product with digital elements has the core functionality of a router, as described in Annex I, point 12, to Implementing Regulation (EU) 2025/2392. That product with digital elements also includes additional functionalities, including firewalling capabilities, as it integrates a firewall component. The manufacturer carries out a risk assessment covering the product with digital elements in its entirety, including the router's core functionality and the firewall functionality. It applies a harmonised standard covering the risks associated with the router’s core functionality, and additional measures to deal with risks stemming from additional functions. For instance, the manufacturer may apply the harmonised standard for firewalls to cover the risks associated with the firewall functionality. The manufacturer is allowed to make use of the internal control procedure for its conformity assessment, covering the product with digital elements as a whole, including the firewall functionality.

Fn. 24 This is also the case when making use of a European cybersecurity certification scheme with an assurance level at least ‘substantial’, as the involvement of a third-party certification body is required. 25 For brevity’s sake, the remainder of this section only refers to harmonised standards the references of which have been published in the Official Journal of the European Union. However, the same guidance also applies to common specifications adopted in accordance with Article 27(2) and to European cybersecurity certification schemes where specified by the Commission via delegated acts in accordance with Article 27(9).

Vgl. Abschnitt 6.2 · Rn. 147–152 · C(2026) 5252
Steht auch bei

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 32 Abs. 1: .

(3)
Handelt es sich bei dem Produkt um ein wichtiges Produkt mit digitalen Elementen, das in Klasse II gemäß fällt, so erbringt der Hersteller den Nachweis der Konformität mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in anhand eines der folgenden Verfahren:
a)
EU-Baumusterprüfverfahren (auf der Grundlage von Modul B) gemäß und anschließend Konformität mit dem EU-Baumuster auf der Grundlage der internen Fertigungskontrolle (auf der Grundlage von Modul C) gemäß ;
b)
eine Konformitätsbewertung auf der Grundlage einer umfassenden Qualitätssicherung (auf der Grundlage von Modul H) gemäß , oder
c)
sofern verfügbar und anwendbar, ein europäisches Schema für die Cybersicherheitszertifizierung gemäß der vorliegenden Verordnung mindestens auf der Vertrauenswürdigkeitsstufe „mittel“ gemäß der Verordnung (EU) 2019/881.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 32 Abs. 1: .

(4)
Bei in aufgeführten kritischen Produkten mit digitalen Elementen wird der Nachweis der Konformität mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in anhand eines der folgenden Verfahren erbracht:
a)
ein europäisches Schema für die Cybersicherheitszertifizierung gemäß oder
b)
wenn die Bedingungen des nicht erfüllt sind, eines der in genannten Verfahren.

Die Sollmaßnahmen zu diesem Absatz stehen bei Art. 8 Abs. 1: und bei Art. 32 Abs. 1: .

(5)
Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Software gelten und in die in aufgeführten Kategorien fallen, können die Konformität mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in anhand eines der in dieses Artikels genannten Verfahren nachweisen, sofern die in genannte technische Dokumentation zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens dieser Produkte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 32 Abs. 1: .

(6)
Bei der Festlegung der Gebühren für die Konformitätsbewertung werden die besonderen Interessen und Bedürfnisse von Kleinstunternehmen und kleinen und mittleren Unternehmen, einschließlich Start-up-Unternehmen, berücksichtigt, und diese Gebühren werden proportional zu deren besonderen Interessen und Bedürfnissen gesenkt.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.032Ermäßigte Prüfgebühren für Kleinstunternehmen und KMU nutzenHerstellerS
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel III›Art. 33
Artikel 33

Unterstützungsmaßnahmen für Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen, einschließlich Start-up-Unternehmen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel III: Konformität des Produkts mit digitalen Elementen
(1)
Die Mitgliedstaaten ergreifen gegebenenfalls die folgenden Maßnahmen, die auf die Bedürfnisse von Kleinst- und Kleinunternehmen zugeschnitten sind:
a)
Organisation spezifischer Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen für die Anwendung dieser Verordnung,
b)
Einrichtung eines speziellen Kommunikationskanals für Kleinst- und Kleinunternehmen sowie gegebenenfalls für lokale Behörden, um Beratung zur Durchführung dieser Verordnung zu leisten und Rückfragen zu klären,
c)
Unterstützung von Prüf- und Konformitätsbewertungstätigkeiten, bei Bedarf auch mit Unterstützung des Europäischen Kompetenzzentrums für Cybersicherheit.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.039Staatliche Unterstützung für Kleinst- und Kleinunternehmen nutzenHerstellerS
(2)
Die Mitgliedstaaten können, soweit erforderlich, Reallabore für Cyberresilienz einrichten. In solchen Reallaboren sind kontrollierte Prüfumgebungen für innovative Produkte mit digitalen Elementen vorgesehen, um deren Entwicklung, Entwurf, Validierung und Erprobung zum Zwecke der Einhaltung dieser Verordnung für einen begrenzten Zeitraum vor dem Inverkehrbringen zu erleichtern. Die Kommission und gegebenenfalls die ENISA können technische Unterstützung, Beratung und Instrumente für die Einrichtung und den Betrieb von Reallaboren bereitstellen. Die Reallabore werden unter direkter Aufsicht, Leitung und Unterstützung durch die Marktüberwachungsbehörden eingerichtet. Die Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission und die anderen Marktüberwachungsbehörden über die Einrichtung eines Reallabors über die ADCO. Die Reallabore lassen die Aufsichts- und Abhilfebefugnisse der zuständigen Behörden unberührt. Die Mitgliedstaaten stellen einen offenen, fairen und transparenten Zugang zu Reallaboren sicher und erleichtern insbesondere Kleinst- und Kleinunternehmen, einschließlich Start-up-Unternehmen, den Zugang.
CRA-Sollmaßnahmen
C01.012Produkt vor dem Marktstart im staatlichen Reallabor testenHerstellerS
(3)
Im Einklang mit stellt die Kommission Leitlinien für Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen in Bezug auf die Durchführung dieser Verordnung bereit.
(4)
Die Kommission informiert über verfügbare finanzielle Unterstützung im Rechtsrahmen bestehender Unionsprogramme, um insbesondere Kleinst- und Kleinunternehmen finanziell zu entlasten.
(5)
Kleinst- und Kleinunternehmen können alle in genannten Elemente der technischen Dokumentation in einem vereinfachten Format vorlegen. Zu diesem Zweck legt die Kommission im Wege von Durchführungsrechtsakten das vereinfachte Formular für die technische Dokumentation fest, das auf die Bedürfnisse von Kleinst- und Kleinunternehmen zugeschnitten ist, einschließlich der Art und Weise, wie die in aufgeführten Elemente vorzulegen sind. Entscheidet sich ein Kleinst- oder ein Kleinunternehmen für eine vereinfachte Bereitstellung der in vorgeschriebenen Informationen, so verwendet es das in diesem Absatz genannte Formular. Die notifizierten Stellen akzeptieren dieses Formular für die Zwecke der Konformitätsbewertung.
Diese Durchführungsrechtsakte werden gemäß dem in genannten Prüfverfahren erlassen.
CRA-Sollmaßnahmen
C08.008Vereinfachtes Formular für die technische Dokumentation nutzen (Kleinst- und Kleinunternehmen)HerstellerS
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel III›Art. 34
Artikel 34

Abkommen über die gegenseitige Anerkennung

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel III: Konformität des Produkts mit digitalen Elementen
Unter Berücksichtigung des Niveaus der technischen Entwicklung und des Konzepts für die Konformitätsbewertung eines Drittlands kann die Union im Einklang mit Artikel 218 AEUV Abkommen über die gegenseitige Anerkennung mit Drittländern schließen, um den internationalen Handel zu fördern und zu erleichtern.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 35
Artikel 35

Notifizierung

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Die Mitgliedstaaten notifizieren der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten die Stellen, die befugt sind, Konformitätsbewertungen gemäß dieser Verordnung durchzuführen.
(2)
Die Mitgliedstaaten sorgen bis zum 11. Dezember 2026 dafür, dass es in der Union eine ausreichende Zahl notifizierter Stellen gibt, die Konformitätsbewertungen durchführen können, um Engpässe und Hindernisse mit Blick auf den Marktzugang zu verhindern.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 36
Artikel 36

Notifizierende Behörden

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Jeder Mitgliedstaat benennt eine notifizierende Behörde, die für die Einrichtung und Durchführung der erforderlichen Verfahren für die Bewertung, Benennung und Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen und für deren Überwachung, einschließlich der Einhaltung des , zuständig ist.
(2)
Die Mitgliedstaaten können entscheiden, dass die Bewertung und Überwachung nach dieses Artikels von einer nationalen Akkreditierungsstelle im Sinne der und im Einklang mit der Verordnung (EG) Nr. 765/2008 erfolgt.
(3)
Falls die notifizierende Behörde die in dieses Artikels genannte Bewertung, Notifizierung oder Überwachung an eine nichtstaatliche Stelle delegiert oder ihr auf andere Weise überträgt, so muss diese Stelle eine juristische Person sein und entsprechend genügen. Außerdem muss diese Stelle Vorsorge zur Deckung von aus ihrer Tätigkeit entstehenden Haftungsansprüchen treffen.
(4)
Die notifizierende Behörde trägt die volle Verantwortung für die von der in genannten Stelle durchgeführten Tätigkeiten.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 37
Artikel 37

Anforderungen an notifizierende Behörden

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Notifizierende Behörden werden so eingerichtet, dass es zu keinerlei Interessenkonflikt mit den Konformitätsbewertungsstellen kommt.
(2)
Notifizierende Behörden gewährleisten durch ihre Organisation und Arbeitsweise, dass bei der Ausübung ihrer Tätigkeit Objektivität und Unparteilichkeit gewahrt sind.
(3)
Notifizierende Behörden werden so strukturiert, dass jede Entscheidung über die Notifizierung einer Konformitätsbewertungsstelle von kompetenten Personen getroffen wird, die nicht mit den Personen identisch sind, welche die Bewertung durchgeführt haben.
(4)
Notifizierende Behörden dürfen weder Tätigkeiten, die Konformitätsbewertungsstellen durchführen, noch Beratungsleistungen auf einer gewerblichen oder wettbewerblichen Basis anbieten oder erbringen.
(5)
Notifizierende Behörden gewährleisten die Vertraulichkeit der von ihnen erlangten Informationen.
(6)
Einer notifizierenden Behörde stehen kompetente Mitarbeiter in ausreichender Zahl zur Verfügung, sodass sie ihre Aufgaben ordnungsgemäß wahrnehmen kann.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 38
Artikel 38

Informationspflichten der notifizierenden Behörden

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Die Mitgliedstaaten unterrichten die Kommission über ihre Verfahren zur Bewertung und Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen und zur Überwachung notifizierter Stellen sowie über diesbezügliche Änderungen.
(2)
Die Kommission macht die in genannte Information der Öffentlichkeit zugänglich.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 39
Artikel 39

Anforderungen an notifizierte Stellen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Konformitätsbewertungsstellen erfüllen für die Zwecke der Notifizierung die Anforderungen der .
(2)
Eine Konformitätsbewertungsstelle ist nach nationalem Recht gegründet und ist mit Rechtspersönlichkeit ausgestattet.
(3)
Bei einer Konformitätsbewertungsstelle handelt es sich um einen unabhängigen Dritten, der von der Organisation oder dem Produkt mit digitalen Elementen, die bzw. das bewertet wird, unabhängig ist.
Eine Stelle, die einem Wirtschaftsverband oder einem Fachverband angehört und Produkte mit digitalen Elementen bewertet, an deren Konzeption, Entwicklung, Herstellung, Bereitstellung, Montage, Verwendung oder Wartung Unternehmen beteiligt sind, die von diesem Verband vertreten werden, kann als ein solcher unabhängiger Dritter gelten, sofern ihre Unabhängigkeit sowie das Fehlen jedweder Interessenkonflikte nachgewiesen sind.
(4)
Eine Konformitätsbewertungsstelle, ihre oberste Leitungsebene und die für die Erfüllung der Konformitätsbewertungsaufgaben zuständigen Mitarbeiter dürfen nicht Konstrukteur, Entwickler, Hersteller, Lieferant, Einführer, Händler, Installateur, Käufer, Eigentümer, Verwender oder Wartungsbetrieb der zu bewertenden Produkte mit digitalen Elementen oder Bevollmächtigte einer dieser Parteien sein. Dies schließt die Verwendung von bereits einer Konformitätsbewertung unterzogenen Produkten, die für die Tätigkeit der Konformitätsbewertungsstelle erforderlich sind, oder die Verwendung solcher Produkte zum persönlichen Gebrauch nicht aus.
Eine Konformitätsbewertungsstelle, ihre oberste Leitungsebene und die für die Erfüllung der Konformitätsbewertungsaufgaben zuständigen Mitarbeiter dürfen weder direkt an Konzeption, Entwicklung, Herstellung, Einfuhr, Vertrieb, Vermarktung, Installation, Verwendung oder Wartung dieser Produkte mit digitalen Elementen, die sie bewerten, beteiligt sein, noch die an diesen Tätigkeiten beteiligten Parteien vertreten. Sie dürfen sich nicht mit Tätigkeiten befassen, die ihre Unabhängigkeit bei der Beurteilung oder ihre Integrität im Zusammenhang mit den Konformitätsbewertungstätigkeiten, für die sie notifiziert sind, beeinträchtigen könnten. Dies gilt besonders für Beratungsdienstleistungen.
Die Konformitätsbewertungsstellen stellen sicher, dass Tätigkeiten ihrer Zweigstellen oder Unterauftragnehmer die Vertraulichkeit, Objektivität oder Unparteilichkeit ihrer Konformitätsbewertungstätigkeiten nicht beeinträchtigen.
(5)
Die Konformitätsbewertungsstellen und ihre Mitarbeiter führen die Konformitätsbewertungstätigkeiten mit der größtmöglichen Professionalität und der erforderlichen fachlichen Kompetenz in dem betreffenden Bereich durch; sie dürfen keinerlei Einflussnahme, insbesondere finanzieller Art, ausgesetzt sein, die sich auf ihre Beurteilung oder die Ergebnisse ihrer Konformitätsbewertungsarbeit auswirken könnte; dies gilt speziell für Einflussnahmen durch Personen oder Personengruppen, die ein Interesse am Ergebnis dieser Tätigkeiten haben.
(6)
Eine Konformitätsbewertungsstelle ist in der Lage, alle Konformitätsbewertungsaufgaben zu bewältigen, die ihr nach zufallen und für die sie notifiziert wurde, gleichgültig, ob diese Aufgaben von der Stelle selbst, in ihrem Auftrag oder unter ihrer Verantwortung ausgeführt werden.
Eine Konformitätsbewertungsstelle verfügt jederzeit, für jedes Konformitätsbewertungsverfahren und für jede Art und Kategorie von Produkten mit digitalen Elementen, für die sie notifiziert wurde, über
a)
das erforderliche Personal mit Fachkenntnis und ausreichender einschlägiger Erfahrung, um die bei der Konformitätsbewertung anfallenden Aufgaben zu erfüllen;
b)
Beschreibungen von Verfahren, nach denen die Konformitätsbewertung durchgeführt werden muss, um die Transparenz und die Wiederholbarkeit dieser Verfahren sicherzustellen. Sie verfügt über angemessene Vorgaben und geeignete Verfahren, bei denen zwischen den Aufgaben, die sie als notifizierte Stelle wahrnimmt, und anderen Tätigkeiten unterschieden wird;
c)
Verfahren zur Durchführung von Tätigkeiten unter gebührender Berücksichtigung der Größe eines Unternehmens, der Branche, in der es tätig ist, seiner Struktur, des Grads der Komplexität der jeweiligen Produkttechnologie und des Massenfertigungs- oder Seriencharakters des Fertigungsprozesses.
Eine Konformitätsbewertungsstelle verfügt über die erforderlichen Mittel zur angemessenen Erledigung der technischen und administrativen Aufgaben, die mit den Konformitätsbewertungstätigkeiten verbunden sind, und sie hat Zugang zu allen benötigten Ausrüstungen oder Einrichtungen.
(7)
Die Mitarbeiter, die für die Durchführung der Konformitätsbewertungstätigkeiten zuständig sind, müssen über Folgendes verfügen:
a)
eine solide Fach- und Berufsausbildung, die alle Konformitätsbewertungstätigkeiten in dem Bereich umfasst, für den die Konformitätsbewertungsstelle notifiziert wurde;
b)
eine ausreichende Kenntnis der Anforderungen, die mit den durchzuführenden Bewertungen verbunden sind, und die entsprechende Befugnis, solche Bewertungen durchzuführen;
c)
angemessene Kenntnisse und Verständnis der grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen gemäß , der geltenden harmonisierten Normen und gemeinsamen Spezifikationen und der einschlägigen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union sowie ihrer Durchführungsvorschriften;
d)
die Fähigkeit zur Erstellung von Bescheinigungen, Protokollen und Berichten als Nachweis für durchgeführte Bewertungen.
(8)
Die Unparteilichkeit der Konformitätsbewertungsstellen, ihrer obersten Leitungsebene und ihres bewertenden Personals muss garantiert sein.
Die Entlohnung der obersten Leitungsebene und des bewertenden Personals der Konformitätsbewertungsstelle darf sich nicht nach der Anzahl der durchgeführten Bewertungen oder deren Ergebnissen richten.
(9)
Die Konformitätsbewertungsstellen schließen eine Haftpflichtversicherung ab, sofern die Haftpflicht nicht aufgrund der nationalen Rechtsvorschriften ihres Mitgliedstaats übernommen wird oder der Mitgliedstaat selbst unmittelbar für die Konformitätsbewertung verantwortlich ist.
(10)
Informationen, welche die Mitarbeiter einer Konformitätsbewertungsstelle bei der Durchführung ihrer Aufgaben gemäß oder einer der einschlägigen nationalen Durchführungsvorschriften erhalten, fallen unter die berufliche Schweigepflicht, außer gegenüber den Marktüberwachungsbehörden des Mitgliedstaats, in dem sie ihre Tätigkeiten ausüben. Eigentumsrechte werden geschützt. Die Konformitätsbewertungsstelle verfügt über dokumentierte Verfahren, mit denen die Einhaltung dieses Absatzes sichergestellt wird.
(11)
Die Konformitätsbewertungsstellen wirken an den einschlägigen Normungstätigkeiten und den Tätigkeiten der gemäß eingerichteten Koordinierungsgruppe notifizierter Stellen mit bzw. sorgen dafür, dass ihr bewertendes Personal darüber informiert ist, und wenden die von dieser Gruppe erarbeiteten Verwaltungsentscheidungen und Dokumente als allgemeine Leitlinie an.
(12)
Die Konformitätsbewertungsstellen üben ihre Tätigkeiten im Einklang mit einer Reihe kohärenter, gerechter, verhältnismäßiger und angemessener Geschäftsbedingungen aus, wobei sie unnötige Belastungen der Wirtschaftsakteure vermeiden und insbesondere in Bezug auf Gebühren die Interessen von Kleinstunternehmen sowie von kleinen und mittleren Unternehmen berücksichtigen.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 40
Artikel 40

Vermutung der Konformität von notifizierten Stellen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
Weist eine Konformitätsbewertungsstelle nach, dass sie die Kriterien der einschlägigen harmonisierten Normen, deren Fundstellen im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden, oder von Teilen davon erfüllt, so wird davon ausgegangen, dass sie die Anforderungen nach erfüllt, soweit die geltenden Normen diese Anforderungen abdecken.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 41
Artikel 41

Zweigstellen notifizierter Stellen und Vergabe von Unteraufträgen durch notifizierte Stellen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Vergibt eine notifizierte Stelle bestimmte mit der Konformitätsbewertung verbundene Aufgaben an Unterauftragnehmer oder überträgt sie diese einer Zweigstelle, so stellt sie sicher, dass der Unterauftragnehmer oder die Zweigstelle die Anforderungen des erfüllt, und unterrichtet die notifizierende Behörde hierüber.
(2)
Die notifizierten Stellen tragen die volle Verantwortung für die Arbeiten, die von Unterauftragnehmern oder Zweigstellen ausgeführt werden, unabhängig davon, wo diese niedergelassen sind.
(3)
Arbeiten dürfen nur mit Zustimmung des Herstellers an einen Unterauftragnehmer vergeben oder einer Zweigstelle übertragen werden.
(4)
Die notifizierten Stellen halten für die notifizierende Behörde die einschlägigen Unterlagen über die Bewertung der Qualifikation des Unterauftragnehmers oder der Zweigstelle und die von ihnen gemäß dieser Verordnung ausgeführten Arbeiten bereit.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 42
Artikel 42

Antrag auf Notifizierung

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Eine Konformitätsbewertungsstelle beantragt ihre Notifizierung bei der notifizierenden Behörde des Mitgliedstaats, in dem sie niedergelassen ist.
(2)
Dem Antrag werden eine Beschreibung der Konformitätsbewertungstätigkeiten, des Konformitätsbewertungsverfahrens bzw. der Konformitätsbewertungsverfahren und des Produkts oder der Produkte mit digitalen Elementen, für die diese Stelle Kompetenz beansprucht, sowie, falls zutreffend, eine Akkreditierungsurkunde beigelegt, die von einer nationalen Akkreditierungsstelle ausgestellt wurde und in der diese bescheinigt, dass die Konformitätsbewertungsstelle die Anforderungen in erfüllt.
(3)
Kann die Konformitätsbewertungsstelle keine Akkreditierungsurkunde vorweisen, legt sie der notifizierenden Behörde als Nachweis alle Unterlagen vor, die erforderlich sind, um zu überprüfen, festzustellen und regelmäßig zu überwachen, ob sie die Anforderungen in erfüllt.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 43
Artikel 43

Notifizierungsverfahren

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Die notifizierenden Behörden notifizieren nur Konformitätsbewertungsstellen, die die Anforderungen in erfüllen.
(2)
Die notifizierende Behörde unterrichtet die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten mittels des von der Kommission entwickelten und verwalteten Informationssystems für die nach dem neuen Konzept notifizierten und benannten Organisationen.
(3)
Die Notifizierung enthält vollständige Angaben zu den Konformitätsbewertungstätigkeiten, dem bzw. den betreffenden Konformitätsbewertungsmodulen und Produkten mit digitalen Elementen sowie die einschlägige Bestätigung der Kompetenz.
(4)
Beruht eine Notifizierung nicht auf einer Akkreditierungsurkunde gemäß , legt die notifizierende Behörde der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten Unterlagen vor, mit denen die Kompetenz der Konformitätsbewertungsstelle nachgewiesen wird, sowie die Vereinbarungen, die getroffen wurden, um sicherzustellen, dass die Stelle regelmäßig überwacht wird und stets den Anforderungen in genügt.
(5)
Die betreffende Stelle darf die Aufgaben einer notifizierten Stelle nur dann wahrnehmen, wenn weder die Kommission noch die anderen Mitgliedstaaten innerhalb von zwei Wochen nach der Notifizierung, falls eine Akkreditierungsurkunde vorliegt, oder innerhalb von zwei Monaten nach der Notifizierung, falls keine Akkreditierung vorliegt, Einwände erhoben haben.
Nur eine solche Stelle gilt für die Zwecke dieser Verordnung als notifizierte Stelle.
(6)
Die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten werden über alle späteren relevanten Änderungen der Notifizierung informiert.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 44
Artikel 44

Kennnummern und Verzeichnisse notifizierter Stellen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Die Kommission weist jeder notifizierten Stelle eine Kennnummer zu.
Selbst wenn eine Stelle gemäß mehreren Rechtsakten der Union notifiziert ist, erhält sie nur eine einzige Kennnummer.
(2)
Die Kommission veröffentlicht das Verzeichnis der nach dieser Verordnung notifizierten Stellen samt den ihnen zugewiesenen Kennnummern und den Tätigkeiten, für die sie notifiziert wurden.
Die Kommission sorgt dafür, dass dieses Verzeichnis stets auf dem neuesten Stand gehalten wird.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 45
Artikel 45

Änderungen der Notifizierungen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Falls eine notifizierende Behörde feststellt oder davon unterrichtet wird, dass eine notifizierte Stelle die Anforderungen in nicht mehr erfüllt oder dass sie ihren Verpflichtungen nicht nachkommt, schränkt sie die Notifizierung gegebenenfalls ein, setzt sie aus oder widerruft sie, wobei sie das Ausmaß berücksichtigt, in dem diesen Anforderungen nicht genügt oder diesen Verpflichtungen nicht nachgekommen wurde. Sie setzt die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten unverzüglich davon in Kenntnis.
(2)
Bei Einschränkung, Aussetzung oder Aufhebung der Notifizierung oder wenn die notifizierte Stelle ihre Tätigkeit einstellt, ergreift der notifizierende Mitgliedstaat die geeigneten Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass die Akten dieser Stelle von einer anderen notifizierten Stelle weiter bearbeitet bzw. für die zuständigen notifizierenden Behörden und Marktüberwachungsbehörden auf deren Verlangen bereitgehalten werden.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 46
Artikel 46

Anfechtung der Kompetenz notifizierter Stellen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Die Kommission untersucht alle Fälle, in denen sie die Kompetenz einer notifizierten Stelle oder die dauerhafte Erfüllung der für die Stelle geltenden Anforderungen und Pflichten durch eine notifizierte Stelle anzweifelt oder ihr Zweifel daran zur Kenntnis gebracht werden.
(2)
Der notifizierende Mitgliedstaat erteilt der Kommission auf Verlangen sämtliche Auskünfte über die Grundlage der Notifizierung oder die Erhaltung der Kompetenz der betreffenden Stelle.
(3)
Die Kommission stellt sicher, dass alle im Verlauf ihrer Untersuchungen erlangten sensiblen Informationen vertraulich behandelt werden.
(4)
Stellt die Kommission fest, dass eine notifizierte Stelle die Voraussetzungen für ihre Notifizierung nicht oder nicht mehr erfüllt, setzt sie den notifizierenden Mitgliedstaat davon in Kenntnis und fordert ihn auf, die erforderlichen Korrekturmaßnahmen zu treffen, einschließlich eines Widerrufs der Notifizierung, sofern dies nötig ist.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 47
Artikel 47

Operative Pflichten der notifizierten Stellen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Die notifizierten Stellen führen die Konformitätsbewertungen im Einklang mit den Konformitätsbewertungsverfahren gemäß und durch.
(2)
Die Konformitätsbewertungen werden unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit durchgeführt, wobei unnötige Belastungen der Wirtschaftsakteure vermieden werden. Die Konformitätsbewertungsstellen üben ihre Tätigkeiten unter gebührender Berücksichtigung der Größe der Unternehmen, insbesondere in Bezug auf Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen, der Branche, in der sie tätig sind, ihrer Struktur, ihres Grads der Komplexität und des Cybersicherheitsrisikos der betroffenen Produkte mit digitalen Elementen und Technologien und des Massenfertigungs- oder Seriencharakters des Fertigungsprozesses aus.
(3)
Die notifizierten Stellen gehen hierbei jedoch so streng vor und halten ein solches Schutzniveau ein, wie dies für die Konformität der Produkte mit digitalen Elementen mit dieser Verordnung erforderlich ist.
(4)
Stellt eine notifizierte Stelle fest, dass ein Hersteller die in oder in den entsprechenden harmonisierten Normen oder gemeinsamen Spezifikationen gemäß festgelegten Anforderungen nicht erfüllt hat, fordert sie den Hersteller auf, angemessene Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, und stellt keine Konformitätsbescheinigung aus.
(5)
Hat eine notifizierte Stelle bereits eine Bescheinigung ausgestellt und stellt im Rahmen der Überwachung der Konformität fest, dass das Produkt mit digitalen Elementen die in dieser Verordnung festgelegten Anforderungen nicht mehr erfüllt, fordert sie den Hersteller auf, angemessene Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, und setzt die Bescheinigung falls nötig aus oder widerruft sie.
(6)
Werden keine Korrekturmaßnahmen ergriffen oder zeigen sie nicht die nötige Wirkung, so schränkt die notifizierte Stelle die Bescheinigungen ein, setzt sie aus bzw. widerruft sie, je nachdem, was angemessen ist.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 48
Artikel 48

Einspruch gegen Entscheidungen notifizierter Stellen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass ein Einspruchsverfahren gegen die Entscheidungen der notifizierten Stellen vorgesehen ist.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 49
Artikel 49

Meldepflichten der notifizierten Stellen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Die notifizierten Stellen melden der notifizierenden Behörde
a)
alle Verweigerungen, Einschränkungen, Aussetzungen und Aufhebung einer Bescheinigung,
b)
alle Umstände mit Auswirkungen auf den Geltungsbereich und die Bedingungen der Notifizierung,
c)
alle Auskunftsersuchen über Konformitätsbewertungstätigkeiten, die sie von den Marktüberwachungsbehörden erhalten haben,
d)
auf Anfrage die Konformitätsbewertungstätigkeiten, denen sie im Geltungsbereich ihrer Notifizierung nachgegangen sind, und sonstige Tätigkeiten, einschließlich grenzüberschreitender Tätigkeiten und Vergabe von Unteraufträgen, die sie ausgeführt haben.
(2)
Die notifizierten Stellen übermitteln den übrigen Stellen, die nach dieser Verordnung notifiziert sind und ähnlichen Konformitätsbewertungstätigkeiten für dieselben Produkte mit digitalen Elementen nachgehen, einschlägige Informationen über negative und auf Verlangen auch über positive Ergebnisse von Konformitätsbewertungen.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 50
Artikel 50

Erfahrungsaustausch

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
Die Kommission organisiert den Erfahrungsaustausch zwischen den für die Notifizierungspolitik zuständigen nationalen Behörden der Mitgliedstaaten.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel IV›Art. 51
Artikel 51

Koordinierung der notifizierten Stellen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel IV: Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen
(1)
Die Kommission sorgt dafür, dass eine angemessene Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen notifizierten Stellen in Form einer sektorübergreifenden Gruppe notifizierter Stellen eingerichtet und ordnungsgemäß weitergeführt wird.
(2)
Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass sich die von ihnen notifizierten Stellen direkt oder über benannte Vertreter an der Arbeit dieser Gruppe beteiligen.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel V›Art. 52
Artikel 52

Marktüberwachung und Kontrolle von Produkten mit digitalen Elementen auf dem Unionsmarkt

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel V: Marktüberwachung und Durchsetzung
(1)
Die Verordnung (EU) 2019/1020 gilt für die Produkte mit digitalen Elementen, die in den Anwendungsbereich der vorliegenden Verordnung fallen.
(2)
Jeder Mitgliedstaat benennt für die Zwecke der Gewährleistung der wirksamen Durchführung der vorliegenden Verordnung eine oder mehrere Marktüberwachungsbehörden. Die Mitgliedstaaten können eine bestehende oder eine neue Behörde benennen, die im Rahmen der vorliegenden Verordnung als Marktüberwachungsbehörde tätig wird.
(3)
Die gemäß dieses Artikels benannten Marktüberwachungsbehörden sind auch für die Durchführung von Marktüberwachungstätigkeiten im Zusammenhang mit den in genannten Verpflichtungen für Verwalter quelloffener Software zuständig. Stellt eine Marktüberwachungsbehörde fest, dass ein Verwalter quelloffener Software die in dem genannten Artikel festgelegten Verpflichtungen nicht erfüllt, so fordert sie den Verwalter quelloffener Software auf, sicherzustellen, dass alle geeigneten Korrekturmaßnahmen ergriffen werden. Die Verwalter quelloffener Software stellen im Rahmen ihrer Verpflichtungen gemäß dieser Verordnung sicher, dass alle geeigneten Korrekturmaßnahmen ergriffen werden.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.004Verwalter quelloffener Software: Verstöße gegen eigene Pflichten behebenVerwalter quelloffener SoftwareS
(4)
Die Marktüberwachungsbehörden arbeiten gegebenenfalls mit den nach Artikel 58 der Verordnung (EU) 2019/881 benannten nationalen Behörden für die Cybersicherheitszertifizierung zusammen und tauschen regelmäßig Informationen mit ihnen aus. Bei der Beaufsichtigung der Umsetzung der Meldepflichten nach der vorliegenden Verordnung arbeiten die benannten Marktüberwachungsbehörden mit den als Koordinatoren benannten CSIRTs und der ENISA zusammen und tauschen mit ihnen regelmäßig Informationen aus.
(5)
Die Marktaufsichtsbehörden können den als Koordinator benannten CSIRT oder die ENISA um technische Beratung in Fragen der Durchführung und Durchsetzung dieser Verordnung ersuchen. Bei der Durchführung einer Untersuchung gemäß können die Marktüberwachungsbehörden den als Koordinator benannten CSIRT oder die ENISA um eine Analyse zur Untermauerung der Konformitätsbewertung von Produkten mit digitalen Elementen ersuchen.
(6)
Die Marktüberwachungsbehörden arbeiten gegebenenfalls mit anderen Marktüberwachungsbehörden zusammen, die auf der Grundlage anderer Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union als jener dieser Verordnung für andere Produkte benannt wurden, und tauschen regelmäßig Informationen mit ihnen aus.
(7)
Die Marktüberwachungsbehörden arbeiten gegebenenfalls mit den Behörden zusammen, die die Anwendung des Datenschutzrechts der Union beaufsichtigen. Diese Zusammenarbeit umfasst die Unterrichtung dieser Behörden über alle Erkenntnisse, die für die Wahrnehmung ihrer Zuständigkeiten von Bedeutung sind, auch bezüglich der Herausgabe von Leitlinien und der Beratung nach , soweit solche Leitlinien und Ratschläge die Verarbeitung personenbezogener Daten betreffen.
Die Behörden, die die Anwendung des Datenschutzrechts der Union beaufsichtigen, sind befugt, alle im Rahmen dieser Verordnung erstellten oder geführten Unterlagen anzufordern und darauf zuzugreifen, soweit der Zugang zu diesen Unterlagen für die Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich ist. Sie unterrichten die benannten Marktüberwachungsbehörden des betreffenden Mitgliedstaats über jedes solches Ersuchen.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.013CRA-Unterlagen der Datenschutzaufsicht herausgebenalle WirtschaftsakteureS
(8)
Die Mitgliedstaaten sorgen dafür, dass die benannten Marktüberwachungsbehörden mit angemessenen finanziellen und technischen Ressourcen, gegebenenfalls auch mit Tools zur Prozessautomatisierung, sowie mit personellen Ressourcen, die über die notwendigen Cybersicherheitskompetenzen verfügen, ausgestattet werden, damit sie ihre Aufgaben im Rahmen dieser Verordnung wahrnehmen können.
(9)
Die Kommission fördert und erleichtert den Erfahrungsaustausch zwischen den benannten Marktüberwachungsbehörden.
(10)
Die Marktüberwachungsbehörden können den Wirtschaftsakteuren mit Unterstützung der Kommission und gegebenenfalls der CSIRTs und der ENISA Leitlinien und Ratschläge für die Durchführung dieser Verordnung geben.
(11)
Die Marktüberwachungsbehörden informieren die Verbraucher gemäß Artikel 11 der Verordnung (EU) 2019/1020 darüber, wo Beschwerden einzureichen sind, die auf eine Nichteinhaltung dieser Verordnung hindeuten könnten, und stellen den Verbrauchern Informationen darüber zur Verfügung, wo und wie sie Zugang zu Mechanismen haben, um die Meldung von Schwachstellen, Sicherheitsvorfällen und Cyberbedrohungen, die Produkte mit digitalen Elementen betreffen können, zu erleichtern.
(12)
Die Marktüberwachungsbehörden müssen gegebenenfalls die Zusammenarbeit mit einschlägigen Interessenträgern, darunter Wissenschafts-, Forschungs- und Verbraucherorganisationen, erleichtern.
(13)
Die Marktüberwachungsbehörden erstatten der Kommission jährlich über die Ergebnisse ihrer jeweiligen Marktüberwachungstätigkeiten Bericht. Die benannten Marktüberwachungsbehörden melden der Kommission und den einschlägigen nationalen Wettbewerbsbehörden unverzüglich alle Informationen, die sie im Verlauf ihrer Marktüberwachungstätigkeiten erlangt haben und die für die Anwendung des Wettbewerbsrechts der Union von Interesse sein könnten.
(14)
Bei Produkten mit digitalen Elementen, die in den Anwendungsbereich der vorliegenden Verordnung fallen und gemäß Artikel 6 der Verordnung (EU) 2024/1689 als Hochrisiko-KI-Systeme eingestuft sind, sind die für die Zwecke der genannten Verordnung benannten Marktüberwachungsbehörden auch für die nach der vorliegenden Verordnung erforderlichen Marktüberwachungstätigkeiten zuständig. Die nach der Verordnung (EU) 2024/1689 benannten Marktüberwachungsbehörden arbeiten gegebenenfalls mit den nach der vorliegenden Verordnung benannten Marktüberwachungsbehörden und — bezüglich der Aufsicht über die Umsetzung der Meldepflichten nach der vorliegenden Verordnung — mit den als Koordinatoren benannten CSIRTs und der ENISA zusammen. Die nach der Verordnung (EU) 2024/1689 benannten Marktüberwachungsbehörden unterrichten insbesondere die nach der vorliegenden Verordnung benannten Marktüberwachungsbehörden über alle Erkenntnisse, die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Zusammenhang mit der Durchführung der vorliegenden Verordnung von Bedeutung sind.
(15)
Im Hinblick auf die einheitliche Anwendung dieser Verordnung wird gemäß Artikel 30 Absatz 2 der Verordnung (EU) 2019/1020 die ADCO eingesetzt. Die ADCO setzt sich aus Vertretern der benannten Marktüberwachungsbehörden und gegebenenfalls Vertretern der zentralen Verbindungsstellen zusammen. Die ADCO befasst sich auch mit spezifischen Fragen zu den Marktüberwachungstätigkeiten im Zusammenhang mit den Verpflichtungen für Verwalter quelloffener Software.
(16)
Die Marktüberwachungsbehörden überwachen, wie die Hersteller bei der Festlegung des Unterstützungszeitraums für ihre Produkte mit digitalen Elementen die in genannten Kriterien angewandt haben.
Die ADCO veröffentlicht in öffentlich zugänglicher und benutzerfreundlicher Form einschlägige Statistiken über Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen, einschließlich der vom Hersteller gemäß festgelegten durchschnittlichen Unterstützungszeiträume, und stellt Leitlinien bereit, die indikative Unterstützungszeiträume für Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen enthalten.
Wenn die Daten auf unzureichende Unterstützungszeiträume für bestimmte Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen hindeuten, kann die ADCO den Marktüberwachungsbehörden empfehlen, ihre Tätigkeiten auf solche Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen zu konzentrieren.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 13 Abs. 8: .

Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel V›Art. 53
Artikel 53

Zugang zu Daten und zur Dokumentation

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel V: Marktüberwachung und Durchsetzung
Soweit dies für die Bewertung der Konformität von Produkten mit digitalen Elementen und der von deren Herstellern festgelegten Verfahren mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erforderlich ist, erhalten die Marktüberwachungsbehörden auf begründeten Antrag in einer für sie leicht verständlichen Sprache Zugang zu den Daten, die für die Bewertung der Konzeption, Entwicklung, Herstellung und die Behandlung von Schwachstellen solcher Produkte erforderlich sind, einschließlich der betreffenden internen Unterlagen des betroffenen Wirtschaftsakteurs.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.005Marktüberwachung Daten und interne Unterlagen herausgebenalle WirtschaftsakteureS
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel V›Art. 54
Artikel 54

Nationale Verfahren für Produkte mit digitalen Elementen, die ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko bergen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel V: Marktüberwachung und Durchsetzung
(1)
Hat die Marktüberwachungsbehörde eines Mitgliedstaats hinreichenden Grund zu der Annahme, dass ein Produkt mit digitalen Elementen, einschließlich der Behandlung von Schwachstellen, ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko birgt, so führt sie unverzüglich, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit dem einschlägigen CSIRT, eine Konformitätsbewertung des betreffenden Produkts im Hinblick auf die in dieser Verordnung festgelegten Anforderungen durch. Die betroffenen Wirtschaftsakteure arbeiten im erforderlichen Umfang mit der Marktüberwachungsbehörde zusammen.
Gelangt die Marktüberwachungsbehörde im Verlauf dieser Bewertung zu dem Ergebnis, dass das Produkt mit digitalen Elementen die Anforderungen dieser Verordnung nicht erfüllt, so fordert sie den betroffenen Wirtschaftsakteur unverzüglich dazu auf, innerhalb einer von der Marktüberwachungsbehörde vorgeschriebenen, der Art des Cybersicherheitsrisikos angemessenen Frist alle geeigneten Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, um die Konformität des Produkts mit digitalen Elementen mit diesen Anforderungen herzustellen oder um das Produkt vom Markt zu nehmen oder es zurückzurufen.
Die Marktüberwachungsbehörde unterrichtet die einschlägige notifizierte Stelle hierüber. Artikel 18 der Verordnung (EU) 2019/1020 gilt für die Korrekturmaßnahmen.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.006Bei Prüfungen der Marktüberwachung mitwirken und Korrekturen umsetzenalle WirtschaftsakteureS
(2)
Bei der Bestimmung der Erheblichkeit eines Cybersicherheitsrisikos gemäß berücksichtigen die Marktüberwachungsbehörden auch nichttechnische Risikofaktoren, insbesondere solche, die infolge koordinierter Risikobewertungen in Bezug auf die Sicherheit der Lieferketten auf Unionsebene gemäß Artikel 22 der Richtlinie (EU) 2022/2555 festgelegt wurden. Hat eine Marktüberwachungsbehörde hinreichenden Grund zu der Annahme, dass ein Produkt mit digitalen Elementen angesichts nichttechnischer Risikofaktoren ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko birgt, unterrichtet sie die gemäß Artikel 8 der Richtlinie (EU) 2022/2555 benannten oder eingerichteten zuständigen Behörden und arbeitet mit diesen Behörden bei Bedarf zusammen.
(3)
Gelangt die Marktüberwachungsbehörde zu der Auffassung, dass die Nichtkonformität nicht auf ihr nationales Hoheitsgebiet beschränkt ist, unterrichtet sie die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten über die Ergebnisse der Prüfung und über die Maßnahmen, zu denen sie den Wirtschaftsakteur aufgefordert hat.
(4)
Der Wirtschaftsakteur sorgt dafür, dass alle geeigneten Korrekturmaßnahmen in Bezug auf sämtliche betroffenen Produkte mit digitalen Elementen, die er in der Union auf dem Markt bereitgestellt hat, ergriffen werden.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 54 Abs. 1: .

(5)
Ergreift der Wirtschaftsakteur innerhalb der in genannten Frist keine angemessenen Korrekturmaßnahmen, so treffen die Marktüberwachungsbehörden alle geeigneten vorläufigen Maßnahmen, um die Bereitstellung des Produkts mit digitalen Elementen auf ihrem nationalen Markt zu untersagen oder einzuschränken, das Produkt vom Markt zu nehmen oder es zurückzurufen.
Diese Behörde notifiziert die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten unverzüglich über diese Maßnahmen.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 54 Abs. 1: .

(6)
Die in genannten Informationen enthalten alle verfügbaren Einzelheiten, insbesondere die notwendigen Daten für die Identifizierung des nichtkonformen Produkts mit digitalen Elementen, die Herkunft dieses Produkts mit digitalen Elementen, die Art der behaupteten Nichtkonformität und das damit verbundene Risiko sowie die Art und Dauer der getroffenen nationalen Maßnahmen und die Argumente des betreffenden Wirtschaftsakteurs. Die Marktüberwachungsbehörde gibt insbesondere an, ob die Nichtkonformität eine oder mehrere der folgenden Ursachen hat:
a)
Das Produkt mit digitalen Elementen oder die vom Hersteller festgelegten Verfahren erfüllen nicht die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in ;
b)
Mängel in den harmonisierten Normen, den europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung oder den gemeinsamen Spezifikationen gemäß .
(7)
Die Marktüberwachungsbehörden der Mitgliedstaaten, außer derjenigen, die das Verfahren eingeleitet hat, unterrichten unverzüglich die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten von jeglichen Maßnahmen und ihnen vorliegenden zusätzlichen Erkenntnissen über die Nichtkonformität des betreffenden Produkts mit digitalen Elementen sowie über ihre Einwände, falls sie die ihnen mitgeteilte nationale Maßnahme ablehnen.
(8)
Erhebt weder ein Mitgliedstaat noch die Kommission innerhalb von drei Monaten nach Eingang der in dieses Artikels genannten Notifizierung einen Einwand gegen eine vorläufige Maßnahme eines Mitgliedstaats, so gilt diese Maßnahme als gerechtfertigt. Die Verfahrensrechte des betreffenden Wirtschaftsakteurs nach Artikel 18 der Verordnung (EU) 2019/1020 bleiben hiervon unberührt.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 55 Abs. 1: .

(9)
Die Marktüberwachungsbehörden aller Mitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass unverzüglich geeignete einschränkende Maßnahmen in Bezug auf das betreffende Produkt mit digitalen Elementen ergriffen werden, indem sie beispielsweise dieses Produkt von ihrem Markt rücknehmen.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel V›Art. 55
Artikel 55

Schutzklauselverfahren der Union

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel V: Marktüberwachung und Durchsetzung
(1)
Erhebt ein Mitgliedstaat innerhalb von drei Monaten nach Eingang der in genannten Unterrichtung Einwände gegen eine von einem anderen Mitgliedstaat getroffene Maßnahme oder ist die Kommission der Ansicht, dass die Maßnahme mit dem Unionsrecht unvereinbar ist, so nimmt die Kommission unverzüglich Konsultationen mit dem betreffenden Mitgliedstaat oder Wirtschaftsakteur auf und prüft die nationale Maßnahme. Anhand der Ergebnisse dieser Prüfung entscheidet die Kommission innerhalb von neun Monaten nach Eingang der in genannten Unterrichtung, ob die nationale Maßnahme gerechtfertigt ist oder nicht und teilt dem betreffenden Mitgliedstaat diese Entscheidung mit.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.012Zu Maßnahmen gegen ein Produkt Stellung nehmenalle WirtschaftsakteureS
(2)
Hält sie die nationale Maßnahme für gerechtfertigt, so ergreifen alle Mitgliedstaaten die erforderlichen Maßnahmen, um zu gewährleisten, dass das nichtkonforme Produkt mit digitalen Elementen von ihrem Markt genommen wird, und unterrichten die Kommission darüber. Wird die nationale Maßnahme als nicht gerechtfertigt erachtet, so muss der betreffende Mitgliedstaat sie zurücknehmen.
(3)
Wird die nationale Maßnahme als gerechtfertigt erachtet und wird die Nichtkonformität des Produkts mit digitalen Elementen auf Mängel in den harmonisierten Normen zurückgeführt, so leitet die Kommission das Verfahren nach Artikel 11 der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 ein.
(4)
Wird die nationale Maßnahme als gerechtfertigt erachtet und wird die Nichtkonformität des Produkts mit digitalen Elementen auf Mängel in einem europäischen Schema für die Cybersicherheitszertifizierung gemäß zurückgeführt, so prüft die Kommission, ob ein gemäß angenommener delegierter Rechtsakt, in dem die Konformitätsvermutung in Bezug auf dieses Zertifizierungsschema festgelegt worden ist, zu ändern oder aufzuheben ist.
(5)
Wird die nationale Maßnahme als gerechtfertigt erachtet und wird die Nichtkonformität des Produkts mit digitalen Elementen auf Mängel in gemeinsamen Spezifikationen gemäß zurückgeführt, so prüft die Kommission, ob ein gemäß angenommener Durchführungsrechtsakt, in dem die gemeinsamen Spezifikationen festgelegt worden sind, zu ändern oder aufzuheben ist.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel V›Art. 56
Artikel 56

Verfahren auf Unionsebene für Produkte mit digitalen Elementen, die ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko bergen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel V: Marktüberwachung und Durchsetzung
(1)
Hat die Kommission — auch aufgrund von Informationen der ENISA — hinreichenden Grund zu der Annahme, dass ein Produkt mit digitalen Elementen, das ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko birgt, den Anforderungen dieser Verordnung nicht genügt, so informiert sie die einschlägigen Marktüberwachungsbehörden. Führen die Marktüberwachungsbehörden eine Konformitätsbewertung dieses Produkts mit digitalen Elementen, das hinsichtlich seiner Konformität mit den Anforderungen dieser Verordnung ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko bergen kann, durch, so finden die in den Artikeln und genannten Verfahren Anwendung.
(2)
Hat die Kommission hinreichenden Grund zu der Annahme, dass ein Produkt mit digitalen Elementen angesichts nichttechnischer Risikofaktoren ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko birgt, unterrichtet sie die einschlägigen Marktüberwachungsbehörden und gegebenenfalls die gemäß Artikel 8 der Richtlinie (EU) 2022/2555 benannten oder eingerichteten zuständigen Behörden und arbeitet mit diesen Behörden bei Bedarf zusammen. Die Kommission prüft auch die Relevanz der ermittelten Risiken für dieses Produkt mit digitalen Elementen im Hinblick auf ihre Aufgaben im Zusammenhang mit den koordinierten Risikobewertungen in Bezug auf die Sicherheit der Lieferketten auf Unionsebene gemäß Artikel 22 der Richtlinie (EU) 2022/2555 und konsultiert erforderlichenfalls die gemäß Artikel 14 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingesetzte Kooperationsgruppe und die ENISA.
(3)
Unter Umständen, die ein sofortiges Eingreifen rechtfertigen, um das reibungslose Funktionieren des Binnenmarkts zu bewahren, und wenn die Kommission hinreichenden Grund zu der Annahme hat, dass das in genannte Produkt mit digitalen Elementen weiterhin den Anforderungen dieser Verordnung nicht genügt und die einschlägigen Marktüberwachungsbehörden keine wirksamen Maßnahmen ergriffen haben, nimmt die Kommission eine Bewertung der Konformität vor und kann die ENISA um eine Analyse zur Untermauerung der Bewertung ersuchen. Die Kommission unterrichtet die einschlägigen Marktüberwachungsbehörden hierüber. Die betroffenen Wirtschaftsakteure arbeiten im erforderlichen Umfang mit der ENISA zusammen.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.008Mit der ENISA bei Bewertungen zusammenarbeitenalle WirtschaftsakteureS
(4)
Auf der Grundlage der Bewertung nach kann die Kommission feststellen, dass eine Korrekturmaßnahme oder eine einschränkende Maßnahme auf Unionsebene erforderlich ist. Zu diesem Zweck konsultiert sie unverzüglich die betroffenen Mitgliedstaaten und den bzw. die betroffenen Wirtschaftsakteure.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 55 Abs. 1: .

(5)
Auf der Grundlage der in dieses Artikels genannten Konsultation kann die Kommission Durchführungsrechtsakte über Korrekturmaßnahmen oder einschränkende Maßnahmen auf Unionsebene erlassen, einschließlich der Forderung der Rücknahme vom Markt oder des Rückrufs der betreffenden Produkte mit digitalen Elementen innerhalb einer der Art des Risikos angemessenen Frist. Diese Durchführungsrechtsakte werden gemäß dem in genannten Prüfverfahren erlassen.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 54 Abs. 1: .

(6)
Die Kommission unterrichtet den bzw. die betroffenen Wirtschaftsakteure unverzüglich über die in genannten Durchführungsrechtsakte. Die Mitgliedstaaten führen diese Durchführungsrechtsakte unverzüglich durch und unterrichten die Kommission hierüber.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 54 Abs. 1: .

(7)
Die gelten für die Dauer der außergewöhnlichen Umstände, die das Eingreifen der Kommission gerechtfertigt haben, solange die Konformität des betreffenden Produkts mit digitalen Elementen mit dieser Verordnung nicht hergestellt worden ist.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel V›Art. 57
Artikel 57

Konforme Produkte mit digitalen Elementen, die ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko bergen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel V: Marktüberwachung und Durchsetzung
(1)
Die Marktüberwachungsbehörde eines Mitgliedstaats fordert einen Wirtschaftsakteur auf, alle geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, wenn sie nach einer Bewertung gemäß feststellt, dass ein Produkt mit digitalen Elementen und die vom Hersteller festgelegten Verfahren zwar dieser Verordnung entsprechen, jedoch ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko sowie folgende Risiken bergen:
a)
Risiko für die Gesundheit oder Sicherheit von Personen,
b)
Risiko für die Erfüllung der Pflichten aus dem Unionsrecht oder dem nationalen Recht zum Schutz der Grundrechte,
c)
Risiko für die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität oder Vertraulichkeit von Diensten, die über ein elektronisches Informationssystem von in Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 genannten wesentlichen Einrichtungen angeboten werden oder
d)
Risiko für andere Aspekte des Schutzes öffentlicher Interessen.
Die in Unterabsatz 1 genannten Maßnahmen können Maßnahmen umfassen, mit denen sichergestellt wird, dass das betreffende Produkt mit digitalen Elementen und die vom Hersteller festgelegten Verfahren die relevanten Risiken nicht mehr bergen, wenn das betreffende Produkt mit digitalen Elementen auf dem Markt bereitgestellt, vom Markt rückgenommen oder zurückgerufen wird, und müssen der Art dieser Risiken angemessen sein.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 54 Abs. 1: .

(2)
Der Hersteller oder andere betreffende Wirtschaftsakteure sorgen dafür, dass in Bezug auf alle betroffenen Produkte mit digitalen Elementen, die sie in der Union auf dem Markt bereitgestellt haben, innerhalb der von der Marktüberwachungsbehörde des in genannten Mitgliedstaats gesetzten Frist Korrekturmaßnahmen ergriffen werden.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 54 Abs. 1: .

(3)
Der Mitgliedstaat unterrichtet die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten unverzüglich über alle gemäß ergriffenen Maßnahmen. Aus diesen Informationen gehen alle verfügbaren Einzelheiten hervor, insbesondere die Daten zur Identifizierung des betroffenen Produkts mit digitalen Elementen, dessen Herkunft und Lieferkette, die Art des damit verbundenen Risikos sowie die Art und Dauer der ergriffenen nationalen Maßnahmen.
(4)
Die Kommission konsultiert unverzüglich die Mitgliedstaaten und den betroffenen Wirtschaftsakteur und nimmt eine Prüfung der ergriffenen nationalen Maßnahmen vor. Anhand der Ergebnisse dieser Prüfung beschließt die Kommission, ob die Maßnahme gerechtfertigt ist oder nicht, und schlägt, falls erforderlich, geeignete Maßnahmen vor.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 55 Abs. 1: .

(5)
Die Kommission richtet den in genannten Beschluss an die Mitgliedstaaten.
(6)
Hat die Kommission — auch aufgrund von Informationen der ENISA — hinreichenden Grund zu der Annahme, dass ein Produkt mit digitalen Elementen, obwohl es dieser Verordnung entspricht, die in dieses Artikels genannten Risiken birgt, so unterrichtet sie die einschlägige(n) Marktüberwachungsbehörde(n) und kann sie auffordern, eine Bewertung durchzuführen und die in und in den dieses Artikels genannten Verfahren anzuwenden.
(7)
Unter Umständen, die ein sofortiges Eingreifen rechtfertigen, um das reibungslose Funktionieren des Binnenmarkts zu bewahren, und wenn die Kommission hinreichenden Grund zu der Annahme hat, dass das in genannte Produkt mit digitalen Elementen weiterhin die in genannten Risiken birgt und die einschlägigen Marktüberwachungsbehörden keine wirksamen Maßnahmen ergriffen haben, nimmt die Kommission eine Bewertung der Risiken, die dieses Produkt mit digitalen Elementen birgt, vor und kann die ENISA um eine Analyse zur Untermauerung dieser Bewertung ersuchen und unterrichtet die einschlägigen Marktüberwachungsbehörden hierüber. Die betroffenen Wirtschaftsakteure arbeiten im erforderlichen Umfang mit der ENISA zusammen.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 56 Abs. 3: .

(8)
Auf der Grundlage der Bewertung nach kann die Kommission feststellen, dass eine Korrekturmaßnahme oder eine einschränkende Maßnahme auf Unionsebene erforderlich ist. Zu diesem Zweck konsultiert sie unverzüglich die betroffenen Mitgliedstaaten und den bzw. die betroffenen Wirtschaftsakteure.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 55 Abs. 1: .

(9)
Auf der Grundlage der in des vorliegenden Artikels genannten Konsultation kann die Kommission Durchführungsrechtsakte über Korrekturmaßnahmen oder einschränkende Maßnahmen auf Unionsebene erlassen, einschließlich der Forderung der Rücknahme vom Markt oder des Rückrufs der betreffenden Produkte mit digitalen Elementen innerhalb einer der Art des Risikos angemessenen Frist. Diese Durchführungsrechtsakte werden gemäß dem in genannten Prüfverfahren erlassen.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 54 Abs. 1: .

(10)
Die Kommission unterrichtet den bzw. die betroffenen Wirtschaftsakteure unverzüglich über die in genannten Durchführungsrechtsakte. Die Mitgliedstaaten führen diese Durchführungsrechtsakte unverzüglich durch und unterrichten die Kommission hierüber.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 54 Abs. 1: .

(11)
Die gelten für die Dauer der außergewöhnlichen Umstände, die das Eingreifen der Kommission gerechtfertigt haben, und solange das betroffene Produkt mit digitalen Elementen weiterhin die in genannten Risiken birgt.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel V›Art. 58
Artikel 58

Formale Nichtkonformität

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel V: Marktüberwachung und Durchsetzung
(1)
Gelangt die Marktüberwachungsbehörde eines Mitgliedstaats zu einer der folgenden Feststellungen, fordert sie den betroffenen Hersteller auf, die betreffende Nichtkonformität zu beheben:
a)
die CE-Kennzeichnung wurde unter Nichteinhaltung der Artikel und angebracht;
b)
die CE-Kennzeichnung wurde nicht angebracht;
c)
die EU-Konformitätserklärung wurde nicht ausgestellt;
d)
die EU-Konformitätserklärung wurde nicht ordnungsgemäß ausgestellt;
e)
die Kennnummer der gegebenenfalls am Konformitätsbewertungsverfahren beteiligten notifizierten Stelle wurde nicht angebracht;
f)
die technische Dokumentation ist entweder nicht verfügbar oder nicht vollständig.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.010Formfehler bei Kennzeichnung und Unterlagen behebenHerstellerS
(2)
Besteht die in genannte Nichtkonformität weiter, so ergreift der betreffende Mitgliedstaat alle geeigneten Maßnahmen, um die Bereitstellung des Produkts mit digitalen Elementen auf dem Markt einzuschränken oder zu untersagen oder um dafür zu sorgen, dass es zurückgerufen oder vom Markt genommen wird.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel V›Art. 59
Artikel 59

Gemeinsame Tätigkeiten der Marktüberwachungsbehörden

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel V: Marktüberwachung und Durchsetzung
(1)
Die Marktüberwachungsbehörden können mit anderen einschlägigen Behörden die Durchführung gemeinsamer Tätigkeiten zur Gewährleistung der Cybersicherheit und des Verbraucherschutzes in Bezug auf bestimmte in den Verkehr gebrachte oder auf dem Markt bereitgestellte Produkte mit digitalen Elementen vereinbaren, insbesondere in Bezug auf Produkte mit digitalen Elementen, bei denen häufig Cybersicherheitsrisiken festgestellt werden.
(2)
Die Kommission oder die ENISA schlagen gemeinsame Tätigkeiten zur Überprüfung der Einhaltung dieser Verordnung vor, die von Marktüberwachungsbehörden auf der Grundlage von Hinweisen oder Informationen, wonach Produkte mit digitalen Elementen, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen, möglicherweise in mehreren Mitgliedstaaten den Anforderungen dieser Verordnung nicht entsprechen, durchgeführt werden sollen.
(3)
Die Marktüberwachungsbehörden und gegebenenfalls die Kommission tragen dafür Sorge, dass die Vereinbarung über gemeinsame Tätigkeiten weder einen unfairen Wettbewerb zwischen Wirtschaftsakteuren nach sich zieht noch die Objektivität, Unabhängigkeit oder Unparteilichkeit der Parteien der Vereinbarung beeinträchtigt.
(4)
Eine Marktüberwachungsbehörde kann alle Informationen verwenden, die sie im Rahmen gemeinsamer Tätigkeiten, die Teil einer von ihr durchgeführten Untersuchung waren, erlangt hat.
(5)
Die betreffende Marktüberwachungsbehörde und gegebenenfalls die Kommission machen die Vereinbarung über gemeinsame Tätigkeiten einschließlich der Namen der Beteiligten der Öffentlichkeit zugänglich.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel V›Art. 60
Artikel 60

Koordinierte Kontrollen (Sweeps)

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel V: Marktüberwachung und Durchsetzung
(1)
Die Marktüberwachungsbehörden führen zur Prüfung der Einhaltung dieser Verordnung oder zur Feststellung von Verstößen gegen diese Verordnung gleichzeitige koordinierte Kontrollen („Sweeps“) zu bestimmten Produkten mit digitalen Elementen durch. Diese Sweeps können auch die Inspektion von Produkten mit digitalen Elementen umfassen, die unter einer falschen Identität erworben wurden.
(2)
Sofern die betreffenden Marktüberwachungsbehörden nichts anderes vereinbaren, werden solche Sweeps von der Kommission koordiniert. Der Koordinator des Sweeps veröffentlicht die aggregierten Ergebnisse gegebenenfalls.
(3)
Bestimmt die ENISA in Wahrnehmung ihrer Aufgaben, auch aufgrund der gemäß eingegangenen Meldungen, Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen, zu denen Sweeps organisiert werden können, so legt sie dem in dieses Artikels genannten Koordinator einen Vorschlag für Sweeps zur Prüfung durch die Marktüberwachungsbehörden vor.
(4)
Bei der Durchführung von Sweeps können die beteiligten Marktüberwachungsbehörden die Ermittlungsbefugnisse nach den Artikeln bis und weitere Befugnisse, die ihnen nach nationalem Recht übertragen wurden, nutzen.
(5)
Die Marktüberwachungsbehörden können Kommissionsbeamte und weitere von der Kommission autorisierte Begleitpersonen zur Teilnahme an Sweeps einladen.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VI›Art. 61
Artikel 61

Ausübung der Befugnisübertragung

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VI: Übertragene Befugnisse und Ausschussverfahren
(1)
Die Befugnis zum Erlass delegierter Rechtsakte wird der Kommission unter den in diesem Artikel festgelegten Bedingungen übertragen.
(2)
Die Befugnis zum Erlass delegierter Rechtsakte gemäß , , , , , , , und wird der Kommission für einen Zeitraum von fünf Jahren ab dem 10. Dezember 2024 übertragen. Die Kommission erstellt spätestens neun Monate vor Ablauf des Zeitraums von fünf Jahren einen Bericht über die Befugnisübertragung. Die Befugnisübertragung verlängert sich stillschweigend um Zeiträume gleicher Länge, es sei denn, das Europäische Parlament oder der Rat widersprechen einer solchen Verlängerung spätestens drei Monate vor Ablauf des jeweiligen Zeitraums.
(3)
Die Befugnisübertragung gemäß , , , , , , , und kann vom Europäischen Parlament oder vom Rat jederzeit widerrufen werden. Der Beschluss über den Widerruf beendet die Übertragung der in diesem Beschluss angegebenen Befugnis. Er wird am Tag nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union oder zu einem im Beschluss über den Widerruf angegebenen späteren Zeitpunkt wirksam. Die Gültigkeit von delegierten Rechtsakten, die bereits in Kraft sind, wird von dem Beschluss über den Widerruf nicht berührt.
(4)
Vor dem Erlass eines delegierten Rechtsakts konsultiert die Kommission die von den einzelnen Mitgliedstaaten benannten Sachverständigen im Einklang mit den in der Interinstitutionellen Vereinbarung vom 13. April 2016 über bessere Rechtsetzung enthaltenen Grundsätzen.
(5)
Sobald die Kommission einen delegierten Rechtsakt erlässt, übermittelt sie ihn gleichzeitig dem Europäischen Parlament und dem Rat.
(6)
Ein delegierter Rechtsakt, der gemäß , , , , , , , oder erlassen wurde, tritt nur in Kraft, wenn weder das Europäische Parlament noch der Rat innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Übermittlung dieses Rechtsakts an das Europäische Parlament und den Rat Einwände erhoben haben oder wenn vor Ablauf dieser Frist das Europäische Parlament und der Rat beide der Kommission mitgeteilt haben, dass sie keine Einwände erheben werden. Auf Initiative des Europäischen Parlaments oder des Rates wird diese Frist um zwei Monate verlängert.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VI›Art. 62
Artikel 62

Ausschussverfahren

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VI: Übertragene Befugnisse und Ausschussverfahren
(1)
Die Kommission wird von einem Ausschuss unterstützt. Dieser Ausschuss ist ein Ausschuss im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 182/2011.
(2)
Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so gilt Artikel 5 der Verordnung (EU) Nr. 182/2011.
(3)
Wird die Stellungnahme des Ausschusses im schriftlichen Verfahren eingeholt, so wird das Verfahren ohne Ergebnis abgeschlossen, wenn der Vorsitz des Ausschusses dies innerhalb der Frist zur Abgabe der Stellungnahme beschließt oder ein Ausschussmitglied dies verlangt.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VII›Art. 63
Artikel 63

Vertraulichkeit

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VII: Vertraulichkeit und Sanktionen
(1)
Alle an der Anwendung dieser Verordnung beteiligten Parteien wahren die Vertraulichkeit der Informationen und Daten, von denen sie in Ausübung ihrer Aufgaben und Tätigkeiten Kenntnis erlangen, und schützen dabei insbesondere Folgendes:
a)
Rechte des geistigen Eigentums, vertrauliche Geschäftsinformationen oder Geschäftsgeheimnisse natürlicher oder juristischer Personen, auch Quellcode, mit Ausnahme der in Artikel 5 der Richtlinie (EU) 2016/943 des Europäischen Parlaments und des Rates (37) genannten Fälle,
b)
die wirksame Durchführung dieser Verordnung, insbesondere für die Zwecke von Inspektionen, Untersuchungen oder Audits,
c)
öffentliche und nationale Sicherheitsinteressen,
d)
die Integrität von Straf- oder Verwaltungsverfahren.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.009Vertrauliche Informationen anderer schützenalle WirtschaftsakteureS
(2)
Unbeschadet des werden die Informationen, die die Marktüberwachungsbehörden auf vertraulicher Basis untereinander oder mit der Kommission ausgetauscht haben, nicht ohne die vorherige Zustimmung der Marktüberwachungsbehörde, von der die Informationen stammen, weitergegeben.
(3)
Die dürfen sich weder auf die Rechte und Pflichten der Kommission, der Mitgliedstaaten und notifizierten Stellen in Bezug auf den Informationsaustausch und die Weitergabe von Warnungen noch auf die Pflichten der betroffenen Personen auswirken, Informationen auf der Grundlage des Strafrechts der Mitgliedstaaten bereitzustellen.
(4)
Die Kommission und die Mitgliedstaaten können mit einschlägigen Behörden von Drittstaaten, mit denen sie bilaterale oder multilaterale Vertraulichkeitsvereinbarungen getroffen haben und die ein angemessenes Schutzniveau gewährleisten, erforderlichenfalls sensible Informationen austauschen.
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CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VII›Art. 64
Artikel 64

Sanktionen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VII: Vertraulichkeit und Sanktionen
(1)
Die Mitgliedstaaten erlassen Vorschriften über Sanktionen, die bei Verstößen gegen diese Verordnung zu verhängen sind, und treffen alle für die Umsetzung der Sanktionen erforderlichen Maßnahmen. Die vorgesehenen Sanktionen müssen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein. Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission diese Vorschriften und Maßnahmen unverzüglich mit und melden ihr unverzüglich alle diesbezüglichen Änderungen.
(2)
Bei Nichteinhaltung der in festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen oder Verstößen gegen die in den Artikeln und festgelegten Pflichten werden Geldbußen von bis zu 15 000 000 EUR oder — im Falle von Unternehmen — von bis zu 2,5 % des gesamten weltweiten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres verhängt, je nachdem, welcher Betrag höher ist.
CRA-Sollmaßnahmen
C11.017Bußgeldrahmen kennen (bis 15 Mio. Euro oder 2,5 % des Umsatzes)alle WirtschaftsakteureS
(3)
Bei Verstößen gegen die in den Artikeln bis , , , , , und Artikeln , , , und festgelegten Pflichten werden Geldbußen von bis zu 10 000 000 EUR oder — im Falle von Unternehmen — von bis zu 2 % des gesamten weltweiten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres verhängt, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 64 Abs. 2: .

(4)
Werden gegenüber notifizierten Stellen und Marktüberwachungsbehörden auf deren Auskunftsverlangen hin falsche, unvollständige oder irreführende Angaben gemacht, so werden Geldbußen von bis zu 5 000 000 EUR oder — im Falle von Unternehmen — von bis zu 1 % des gesamten weltweiten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres verhängt, je nachdem, welcher Betrag höher ist.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 64 Abs. 2: .

(5)
Bei der Festsetzung der Geldbuße werden in jedem Einzelfall alle relevanten Umstände der konkreten Situation sowie Folgendes gebührend berücksichtigt:
a)
Art, Schwere und Dauer des Verstoßes und dessen Folgen,
b)
ob bereits dieselben oder andere Marktüberwachungsbehörden demselben Wirtschaftsakteur für einen ähnlichen Verstoß Geldbußen auferlegt haben,
c)
Größe, insbesondere im Hinblick auf Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen, einschließlich Start-up-Unternehmen, und Marktanteil des Wirtschaftsakteurs, der den Verstoß begangen hat.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 64 Abs. 2: .

(6)
Marktüberwachungsbehörden, die Geldbußen verhängen, teilen die Verhängung einer Geldbuße den Marktüberwachungsbehörden der anderen Mitgliedstaaten über das in Artikel 34 der Verordnung (EU) 2019/1020 genannte Informations- und Kommunikationssystem mit.
(7)
Jeder Mitgliedstaat erlässt Vorschriften darüber, ob und in welchem Umfang gegen Behörden und öffentliche Stellen, die in dem betreffenden Mitgliedstaat niedergelassen sind, Geldbußen verhängt werden können.
(8)
In Abhängigkeit vom Rechtssystem des betreffenden Mitgliedstaats können die Vorschriften über Geldbußen je nach den dort geltenden Regeln so angewandt werden, dass die Geldbußen entsprechend der auf nationaler Ebene in den Mitgliedstaaten festgelegten Verteilung der Zuständigkeiten von zuständigen nationalen Gerichten oder von anderen Stellen verhängt werden. Die Anwendung dieser Vorschriften in diesen Mitgliedstaaten muss eine gleichwertige Wirkung haben.
(9)
Geldbußen können je nach den Umständen des Einzelfalls zusätzlich zu anderen Korrekturmaßnahmen oder einschränkenden Maßnahmen, die Marktüberwachungsbehörden für denselben Verstoß auferlegen, verhängt werden.

Die Sollmaßnahme zu diesem Absatz steht bei Art. 64 Abs. 2: .

(10)
Abweichend von den gelten die in diesen Absätzen genannten Geldbußen nicht für
a)
Hersteller, die als Kleinst- oder Kleinunternehmen gelten, und zwar in Bezug auf die Nichteinhaltung der in oder genannten Frist,
b)
Verwalter quelloffener Software bei jedem Verstoß gegen diese Verordnung.

Die Sollmaßnahmen zu diesem Absatz stehen bei Art. 14 Abs. 2: und bei Art. 14 Abs. 4: und bei Art. 24 Abs. 3: und bei Art. 64 Abs. 2: .

Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VII›Art. 65
Artikel 65

Verbandsklagen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VII: Vertraulichkeit und Sanktionen
Richtlinie (EU) 2020/1828 findet Anwendung auf Verbandsklagen gegen Zuwiderhandlungen durch Wirtschaftsakteure gegen Bestimmungen dieser Verordnung, die die Kollektivinteressen der Verbraucher beeinträchtigen oder zu beeinträchtigen drohen.
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CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VIII›Art. 66
Artikel 66

Änderung der Verordnung (EU) 2019/1020

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VIII: Übergangs- und Schlussbestimmungen
In Anhang I der Verordnung (EU) 2019/1020 wird folgende Nummer angefügt:
„
„72.
Verordnung (EU) 2024/2847 des Europäischen Parlaments und des Rates (*1).
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VIII›Art. 67
Artikel 67

Änderung der Richtlinie (EU) 2020/1828

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VIII: Übergangs- und Schlussbestimmungen
In Anhang I der Richtlinie (EU) 2020/1828 wird folgende Nummer angefügt:
„(72)
Verordnung (EU) 2024/2847 des Europäischen Parlaments und des Rates (*2).
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VIII›Art. 68
Artikel 68

Änderungen der Verordnung (EU) Nr. 168/2013

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VIII: Übergangs- und Schlussbestimmungen
In Anhang II Teil C1 der Verordnung (EU) Nr. 168/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates (38) wird in der Tabelle folgender Eintrag angefügt:
„
1618Schutz des Fahrzeugs gegen CyberangriffexxxxxxxxxxxxxX
“
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VIII›Art. 69
Artikel 69

Übergangsbestimmungen

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VIII: Übergangs- und Schlussbestimmungen
(1)
EU-Baumusterprüfbescheinigungen und Zulassungen, die in Bezug auf Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen erteilt wurden, die anderen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union als der vorliegenden Verordnung unterliegen, bleiben bis zum 11. Juni 2028 gültig, sofern sie nicht vor diesem Zeitpunkt ablaufen oder sofern in anderen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union nichts anderes festgelegt ist; in letzterem Fall bleiben sie gemäß den letztgenannten Rechtsvorschriften gültig.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.026Vorhandene Baumusterprüfbescheinigungen bis Juni 2028 weiter nutzenHerstellerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 9.3.2Gültigkeit von EU-Baumusterprüfbescheinigungen (Artikel 69 Absatz 1)G

Validity of EU type-examination certificates (Article 69(1))

247

Article 69(1) of the CRA states that ‘EU type-examination certificates and approval decisions issued regarding cybersecurity requirements for products with digital elements that are subject to Union harmonisation legislation other than this Regulation shall remain valid until 11 June 2028, unless they expire before that date, or unless otherwise specified in such other Union harmonisation legislation, in which case they shall remain valid as referred to in that legislation’.

248

The continued validity of such certificates and approval decisions should be understood as being limited to the cybersecurity risks and corresponding requirements that are covered by the respective Union harmonisation legislation on the basis of which they were issued. For those risks, manufacturers are not required to reassess or re-demonstrate compliance solely for the purposes of the CRA during the period of validity referred to in Article 69(1) for products with digital elements they intend to place on the market on or after 11 December 2027 and until 11 June 2028 31 . This is the case for certificates and approval decisions issued where the applicable Union harmonisation legislation requires the manufacturer to perform the conformity assessment procedure via a notified body, as well as where the manufacturer has voluntarily chosen to do so.

249

Accordingly, the existence of a valid certificate or approval decision under other Union harmonisation legislation does not exempt manufacturers from carrying out a comprehensive cybersecurity risk assessment under the CRA (or from other obligations under it). Instead, it allows them to rely on existing certifications as evidence of compliance for their conformity assessment procedure, to the extent that the corresponding cybersecurity risks are already covered. Where the certificate or approval decision has validity under other Union harmonisation legislation extending beyond 11 June 2028, the manufacturer may nonetheless rely on such certificate or decision for the purposes of the CRA only until 11 June 2028.

250

Where the cybersecurity risk assessment carried out in accordance with Article 13(2) identifies additional risks not covered by the cybersecurity requirements underpinning the existing certificate or approval decision, manufacturers remain responsible for addressing those risks in accordance with the CRA. In such cases, compliance requires that the identified gaps be assessed and mitigated, irrespective of the continued validity of the existing certificate or approval decision.

251

This can be illustrated by considering the case where a product with digital elements is subject to the cybersecurity requirements laid down in Commission Delegated Regulation (EU) 2022/30 supplementing Directive 2014/53/EU (the Radio Equipment Directive (RED) Delegated Act), and where an EU type-examination certificate or approval decision has been issued on the basis of those requirements. In that case, the certificate or decision remains valid, in accordance with Article 69(1), for the cybersecurity risks that are covered by that certificate and related to the cybersecurity essential requirements of Directive 2014/53/EU (the Radio Equipment Directive, or ‘RED’).

252

In such cases, manufacturers are not required, for the purposes of the CRA, to reassess or re-demonstrate compliance in respect of those risks already addressed by those certificates, for as long as the relevant certificate or approval decision remains valid and, in any event, not beyond 11 June 2028. This includes, for example, cybersecurity risks related to network protection, protection of personal data and privacy or prevention of fraud (to the extent that those risks are covered by that certificate) related to the RED cybersecurity requirements and reflected in the conformity assessment.

253

However, where the cybersecurity risk assessment carried out in accordance with Article 13(2) of the CRA identifies additional cybersecurity risks not covered by those certificates, manufacturers remain responsible for addressing those risks in accordance with the CRA. This may include, for example, risks related to vulnerability handling processes, data minimisation, and reduction of the attack surface, or other product-specific cybersecurity aspects not addressed by those certificates or, in any case, not covered by the RED cybersecurity essential requirements.

254

Accordingly, the existence of a valid EU type-examination certificate or approval decision under the RED for its essential requirements relating to cybersecurity does not, in itself, demonstrate full compliance with the CRA. Instead, it allows manufacturers to rely on that certificate or decision as evidence of compliance for the corresponding risks, while ensuring that any remaining or newly identified risks are assessed and mitigated in accordance with the CRA.

255

Similarly, where a product with digital elements is subject to the cybersecurity- related essential health and safety requirements laid down in Regulation (EU) 2023/1230 (the Machinery Regulation), fully applicable as of 20 January 2027, and where an EU type-examination certificate or approval decision has been issued on the basis of those requirements, that certificate or approval decision remains valid, in accordance with Article 69(1) of the CRA, for the cybersecurity risks covered by the Machinery Regulation.

256

In particular, this concerns cybersecurity aspects related to the protection against corruption and the safety and reliability of control systems, as set out in Sections 1.1.9 and 1.2.1 of Annex III to the Machinery Regulation. For those risks, manufacturers are not required, for the purposes of the CRA, to reassess or re- demonstrate compliance for as long as the relevant certificate or approval decision remains valid and, in any event, not beyond 11 June 2028. This applies insofar as those risks have been addressed as part of the conformity assessment under the Machinery Regulation.

257

As with the RED cybersecurity essential requirements mentioned above, where the cybersecurity risk assessment carried out pursuant to Article 13(2) of the CRA identifies additional cybersecurity risks that are not covered by the relevant certificate issued pursuant to the Machinery Regulation and that are related to the cyber-safety requirements of that Regulation, manufacturers remain responsible for addressing those risks in accordance with the CRA.

Fn. 31 Products with digital elements placed on the market before 11 December 2027 are subject to Union legislation applicable at the time of their placing on the market and, if they were compliant, they can be sold and put into operation, unless they are, on or after 11 December 2027, subjected to substantial modifications. For the concept of ‘placing on the market’ and ‘making available on the market’, see also Section 2.1 Placing on the market of this document as well as Chapter 2 of the Blue Guide.

Vgl. Abschnitt 9.3.2 · Rn. 247–257 · C(2026) 5252
(2)
Produkte mit digitalen Elementen, die vor dem 11. Dezember 2027 in den Verkehr gebracht wurden, unterliegen den in dieser Verordnung festgelegten Anforderungen nur dann, wenn nach diesem Zeitpunkt diese Produkte einer wesentlichen Änderung unterliegen.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.007Bestandsprodukte nach wesentlicher Änderung CRA-konform machenalle WirtschaftsakteureS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 4Wesentliche Änderung und ReparaturG

Substantial modifications and spare parts

90

Article 3(30) of the CRA defines a ‘substantial modification’ as a change to the product with digital elements following its placing on the market, which (i) affects the compliance of the product with digital elements with the essential requirements set out in Part I of Annex I; or (ii) results in a modification to the intended purpose for which the product with digital elements has been assessed.

91

The notion of substantial modification is relevant for ascertaining CRA obligations in a number of cases, including the following:

a. in accordance with Article 21, an importer or distributor that carries out a substantial modification of a product with digital elements already placed on the market is considered to be its manufacturer;

b. in accordance with Article 22, any natural or legal person that carries out a substantial modification of a product with digital elements and makes it available on the market is considered to be its manufacturer;

c. in accordance with Article 69(2), any natural or legal person that carries out a substantial modification after 11 December 2027 of a product with digital elements placed on the market before 11 December 2027 and places it on the market is considered to be its manufacturer;

d. for manufacturers of products with digital elements placed on the market after 11

December 2027, in order to determine whether a product with digital elements is required to undergo a new conformity assessment procedure due to changes made after that date, particularly in light of the iterative nature of software development.

92

Therefore, it is important to provide guidance to help economic operators understand when hardware or software modifications qualify as substantial modifications.

4.1 Physical repairs

93

As stated in of the CRA, ‘where a product with digital elements is subject to ‘refurbishment’, ‘maintenance’ and ‘repair’ as defined in Article 2, points (18), (19) and (20), of Regulation (EU) 2024/1781 of the European Parliament and of the Council, this does not necessarily lead to a substantial modification of the product, for instance if the intended purpose and functionalities are not changed and the level of risk remains unaffected. However, an upgrade of a product with digital elements by the manufacturer might lead to changes in the design and development of that product and might therefore affect its intended purpose and compliance with the requirements set out in this Regulation’. This is consistent with Section 2.1 of the Blue Guide, which recalls that ‘a product subject to important changes or overhaul after it has been put into service must be considered as a new product if: i) its original performance, purpose or type is modified, without this being foreseen in the initial risk assessment; ii) the nature of the hazard has changed or the level of risk has increased in relation to the relevant Union harmonisation legislation; and iii) the product is made available (or put into service if the applicable legislation also covers putting into service within its scope). This has to be assessed on a case-by-case basis and, in particular, in view of the objective of the legislation and the type of products covered by the legislation in question’.

94

Operations of refurbishment, maintenance or repair which result in physical modifications of products with digital elements already placed on the market do not necessarily amount to substantial modifications. A case-by-case assessment should therefore be performed, to ascertain whether such physical modification affects the compliance of the product with digital elements with the essential requirements of Part I of Annex I, or results in a change to the product’s intended purpose covered by the cybersecurity risk assessment.

95

Replacing defective parts or worn items by parts that perform better (e.g. because of technical progress or because the old part is no longer produced) does not in itself trigger a substantial modification of the repaired product with digital elements. It only does so if the performance change or the way the repaired product with digital elements operates (i) affects its compliance with the essential requirements or (ii) results in a change to the intended purpose that was not covered by the risk assessment.

Example 35: The manufacturer of a computer server performs a repair operation, switching out a defective RAM with a new, better performing one. The server’s compliance with the essential requirements is not affected. The server performs better, but its new performance remains within the server’s intended use as considered in the cybersecurity risk assessment. The computer server is not considered to be substantially modified.

Vgl. Abschnitt 4–4.1 · Rn. 90–95 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Guidance 4.4.2Wesentliche Änderungen durch den ursprünglichen HerstellerG

Substantial modifications carried out by the original manufacturer

124

The proportionality considerations set out in the previous subsection apply equally to substantial modifications carried out by the original manufacturer of a product with digital elements placed on the market before 11 December 2027. Such a substantial modification carried out by the original manufacturer does not, in itself, require the manufacturer to bring the entire product with digital elements placed on the market before that date into full compliance with the CRA, unless the modification negatively affects the cybersecurity of the product with digital elements as a whole. Where the modification does not affect the cybersecurity of the product with digital elements as a whole, the original manufacturer’s obligations in respect of the modification should be limited to the substantially modified parts.

Vgl. Abschnitt 4.4.2 · Rn. 124 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 1.4Gilt der CRA für Produkte mit digitalen Elementen, die vor dem 11. Dezember 2027 in Verkehr gebracht wurden?Q

Does the CRA apply to products with digital elements placed on the market before 11 December 2027?

"Products with digital elements that have been placed on the market before 11 December 2027 are subject to the requirements of the CRA only if, from that date, they are subject to a substantial modification" (Article 69(2)).

"By way of derogation, the obligations laid down in Article 14 shall apply to all products with digital elements that fall within the scope of this Regulation, even if placed on the market before 11 December 2027" (Article 69(3)).

The CRA applies to products placed on the market before 11 December 2027 only if those products are substantially modified after that date. See also 7.1 When does the CRA start applying?

For example, a manufacturer places on the market a smart TV in mid-2027. The manufacturer is not required to comply with the CRA for this product with digital elements. In 2028, it releases a software update, which does not qualify as a substantial modification, to fix a bug that causes apps running on the TV to crash after some usage time. The manufacturer is not required to bring the smart TV in conformity with the CRA, as it would not be substantially modifying it.

In 2029, that manufacturer releases a software update that qualifies as a substantial modification, for example because it modifies the original intended functions by enabling the smart TV to control smart home systems. In that case, the manufacturer is required to bring the smart TV into compliance with the CRA.

See also 7.2 A manufacturer develops a product type before the CRA applies. Can it continue to manufacture products identical to that type after the CRA applies?

A derogation to this general rule, however, applies to reporting obligations laid down in Article 14. Manufacturers are required to notify actively exploited vulnerabilities and severe incidents having an impact on the security of the product with digital elements for all products with digital elements falling within the scope of the CRA, including products that have been placed on the market before 11 December 2027 (Article 69(3)). See for further explanation 5.3 Does a manufacturer need to report actively exploited vulnerabilities or severe incidents for products placed on the market before the CRA applies?

Vgl. FAQ 1.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 7.5Müssen Händler Produkte mit digitalen Elementen, die vor dem 11. Dezember 2027 in Verkehr gebracht wurden, in Einklang mit dem CRA bringen?Q

Are distributors required to bring into compliance products with digital elements placed on the market before 11 December 2027?

No, products with digital elements placed on the market before 11 December 2027 are not subject to the requirements of the CRA (with the exception of reporting obligations), unless they are substantially modified. Distributors are therefore not required to bring such products into compliance with the CRA on or after 11 December 2027, unless they carry out a substantial modification.

Vgl. FAQ 7.5 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(3)
Abweichend von des vorliegenden Artikels gelten die in festgelegten Pflichten für alle Produkte mit digitalen Elementen, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen und vor dem 11. Dezember 2027 in den Verkehr gebracht wurden.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.008Meldepflichten auch für Bestandsprodukte erfüllenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 5.3Muss ein Hersteller aktiv ausgenutzte Schwachstellen oder schwerwiegende Sicherheitsvorfälle für Produkte melden, die vor dem Geltungsbeginn des CRA in Verkehr gebracht wurden?Q

Does a manufacturer need to report actively exploited vulnerabilities or severe incidents for products placed on the market before the CRA applies?

By way of derogation from paragraph 2 of this Article, the obligations laid down in Article 14 shall apply to all products with digital elements that fall within the scope of this Regulation that have been placed on the market before 11 December 2027 (Article 69(3)).

Reporting obligations start applying as of 11 September 2026. Manufacturers are required to comply with Article 14, and particularly with the obligation to notify actively exploited vulnerabilities and severe incidents having an impact on the security of the product for all products with digital elements falling within the scope of the CRA, including products that have been placed on the market before 11 December 2027.

If the product has been placed on the market before 11 December 2027, manufacturers may not be able to investigate such vulnerabilities, for example because tooling to scan or run old software versions may no longer exist, build environments for old code may be impossible to recreate, dependencies may be unavailable or incompatible with modern systems, staff with knowledge of old codebases may have left. For such products, manufacturers are required to notify the vulnerability or incident but are not required by the CRA to comply with other obligations, e.g. in relation to vulnerability handling.

Furthermore, the obligation to notify applies upon becoming aware following the entry into application of the reporting requirements (see also entry 5.1 How can a manufacturer become aware of an actively exploited vulnerability or a severe incident?).

Nonetheless, Article 14(8) requires the manufacturer to inform the impacted users of the product with digital elements, and where appropriate all users, of those vulnerabilities or incidents. Where the manufacturer decides not to inform the users of the product with digital elements in a timely manner, the CSIRTs that receive the notification may provide such information to the users when considered to be proportionate and necessary for preventing or mitigating the impact of that vulnerability or incident.

Vgl. FAQ 5.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VIII›Art. 70
Artikel 70

Bewertung und Überprüfung

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VIII: Übergangs- und Schlussbestimmungen
(1)
Bis zum 11. Dezember 2030 und danach alle vier Jahre legt die Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht über die Bewertung und Überprüfung dieser Verordnung vor. Die Berichte werden veröffentlicht.
(2)
Bis zum 11. September 2028 legt die Kommission nach Konsultation der ENISA und des CSIRT-Netzes dem Europäischen Parlament und dem Rat einen Bericht vor, in dem sie die Wirksamkeit der einheitlichen Meldeplattform gemäß sowie die Auswirkungen der Geltendmachung der in genannten Gründen der Cybersicherheit durch die als Koordinatoren benannten CSIRTs auf die Wirksamkeit der einheitlichen Meldeplattform im Hinblick auf die rechtzeitige Übermittlung eingegangener Meldungen an andere einschlägige CSIRTs bewertet.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Kapitel VIII›Art. 71
Artikel 71

Inkrafttreten und Geltungsbeginn

CRA (EU 2024/2847) — Kapitel VIII: Übergangs- und Schlussbestimmungen
(1)
Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
(2)
Diese Verordnung gilt ab dem 11. Dezember 2027.
gilt jedoch ab dem 11. September 2026, und Kapitel IV (Artikel bis ) gilt ab dem 11. Juni 2026.
CRA-Sollmaßnahmen
C16.015Stichtage 11.06.2026, 11.09.2026 und 11.12.2027 einplanenalle WirtschaftsakteureS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 2.7Produkte mit digitalen Elementen, die vor dem Geltungsbeginn des CRA konzipiert wurdenG

Products with digital elements designed before the CRA entered into application

33

In some cases, a manufacturer will place on the market, after the CRA enters into application on 11 December 2027, units of a product with digital elements manufactured in accordance with a type or model designed and developed before the date of application of the CRA. In such cases, compliance with this Regulation does not necessarily require that those units of the product with digital elements be redesigned. The manufacturer is required to carry out a cybersecurity risk assessment in accordance with Article 13(2) of the CRA in order to determine, on the basis of the intended purpose and reasonably foreseeable use of the product with digital elements, which of the essential requirements set out in Part I of Annex I are applicable to that product with digital elements, and how those requirements are implemented.

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Where the outcome of that risk assessment demonstrates that the product with digital elements already incorporates appropriate and effective security measures addressing the relevant risks, the manufacturer may rely on those existing measures to demonstrate compliance with the CRA. The CRA does not in itself impose an obligation to introduce new security features or to redesign the product with digital elements where this is not necessary to address the identified risks.

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Nevertheless, the manufacturer remains subject to the obligations laid down in the CRA. These include making sure, before the product with digital elements is placed on the market, that the applicable conformity assessment procedure has been carried out, the EU declaration of conformity has been drawn up and the CE marking affixed. Compliance with those requirements is independent of whether the design of the product with digital elements required modification as a result of the risk assessment. For products with digital elements designed before the date of application of the CRA, but placed on the market after that date, when it is not possible for the manufacturer to demonstrate how the risk assessment has been taken into account during the design and development phase of the product with digital elements, the obligation of Article 13(2) should be understood as requiring manufacturers to perform a cybersecurity risk assessment and demonstrate on that basis that the product with digital elements incorporates adequate security measures with a view to minimising cybersecurity risks, preventing incidents and minimising their impact, including in relation to the health and safety of users.

36

Accordingly, products with digital elements designed before the CRA entered into application might be placed on the market under the CRA without redesign, provided that the manufacturer can demonstrate, through the cybersecurity risk assessment and the technical documentation, that the product with digital elements achieves an appropriate level of cybersecurity in light of its intended purpose and reasonably foreseeable use and complies with the cybersecurity essential requirements.

37

Furthermore, it is helpful to clarify the application of conformity assessment obligations for manufacturers of products with digital elements that are placed on the market after the CRA enters into application, but manufactured in accordance with a type or model designed and developed before that date. In accordance with Article 13(12), the manufacturer is required to demonstrate via the relevant conformity assessment procedure that its product with digital elements is in conformity with the applicable essential requirements and to include evidence to that effect in the product’s technical documentation (point 6 of Annex VII).

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However, the application of such requirements needs to be interpreted in light of the cybersecurity risk assessment and the cybersecurity risk profile of the product with digital elements. Particularly in the case of products with digital elements designed before the date of application of the CRA (but placed on the market after that date) and subject to the conformity assessment procedures of Article 32(1), where the risk assessment demonstrates that the product with digital elements already incorporates appropriate and effective security measures addressing that product’s risks, the obligation to provide evidence as part of the conformity assessment procedure should not be understood as requiring the manufacturer to provide test results covering the original design and development phases of such products with digital elements. This would not be necessary as it would not be contributing to increasing the security of the product with digital elements itself. Where tests may nonetheless be necessary, manufacturers are not expected to provide evidence of tests carried out on all product variants, but can group such tests across families of products with digital elements, as further discussed in Section 7.4 Reuse of risk assessments and conformity documentation for families of products with digital elements .

39

Nonetheless, the manufacturer should provide evidence of how it complies with the vulnerability handling processes laid down in Part II of Annex I, it should keep its risk assessment updated in line with Article 13(3), as well as fulfil all other obligations laid down in the CRA, including by providing users with information and instructions in accordance with Article 13(18).

Example 12: A manufacturer places on the market a microcontroller that was designed and developed before the date of application of the CRA. The microcontroller is intended to be integrated into a range of electronic products with digital elements, including products with digital elements with connectivity functionalities. Before placing new units of the microcontroller on the market after the CRA applies, the manufacturer carries out a cybersecurity risk assessment in accordance with Article 13(2). On the basis of the intended purpose of the microcontroller and its reasonably foreseeable use, the manufacturer identifies relevant cybersecurity risks, such as unauthorised access, manipulation of software or data, and misuse of available interfaces. The outcome of the risk assessment shows that the microcontroller, as originally designed, already incorporates appropriate and effective security measures addressing the identified risks. The manufacturer therefore concludes that the product with digital elements meets the relevant essential requirements set out in Part I of Annex I and that no redesign or introduction of additional security functionalities is necessary. Where it is not possible to demonstrate how a cybersecurity risk assessment was taken into account during the original design and development phase, the manufacturer documents a current cybersecurity risk assessment and explains how the existing design and measures mitigate the identified risks. The manufacturer is not required to recreate historical design or test documentation, as this would not contribute to enhancing the cybersecurity of the product with digital elements. Where several variants of the microcontroller are based on the same design and share the same cybersecurity risk profile, the manufacturer may also rely on representative evidence covering the relevant product family. The manufacturer also ensures compliance with the vulnerability handling requirements laid down in Part II of Annex I, including by maintaining processes to address and remediate vulnerabilities and by keeping the cybersecurity risk assessment under review in accordance with Article 13(3). In these circumstances, the microcontroller designed before the date of application of the CRA may be placed on the market without redesign, provided that the manufacturer can demonstrate, through the cybersecurity risk assessment and the technical documentation, that it achieves an appropriate level of cybersecurity in light of its intended purpose and reasonably foreseeable use and complies with the applicable essential requirements.

Vgl. Abschnitt 2.7 · Rn. 33–39 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 6.4Müssen Hersteller die Konformität ‚bestehender‘ Produkttypen sicherstellen?Q

Are manufacturers required to ensure the conformity of "existing" product types?

The CRA is applicable to products placed as individual units on the market as of its date of applicability. In other words, legacy types or models are not exempted from the application of the CRA if, after the aforementioned date, new units are placed on the market. The CRA provides a transition period between its entry into force (10 December 2024) and its date of application (11 December 2027 for the majority of the obligations) to ensure a smooth implementation. During this period, the manufacturer has to adapt the product to the CRA requirements, if needed, and perform the conformity assessment described in this chapter.

Module H might be helpful for manufacturers of important and critical products that place numerous types or models on the market since it provides a holistic system that streamlines the conformity assessment.

Vgl. FAQ 6.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 7.1Ab wann gilt der CRA?Q

When does the CRA start applying?

According to Article 71(2) Articles 35 to 51 apply from 11 June 2026. Member States are required to designate by that date notifying authorities that are responsible for setting up and carrying out the necessary procedures for the assessment, designation and notification of conformity assessment bodies.

Reporting obligations laid down in Article 14 apply from 11 September 2026. As of that date, manufacturers are required to notify actively exploited vulnerabilities and severe incidents having an impact on the security of their products with digital elements via the single reporting platform.

The obligations of manufacturers to ensure that products with digital elements are in conformity with the essential cybersecurity requirements set out in Annex I, the provisions on market surveillance and enforcement, as well as all the other provisions set out in the CRA, apply from 11 December 2027.

According to Article 69(1), EU-type examination certificates and approval decision issued regarding cybersecurity requirements for products with digital elements that are subject to other Union harmonisation legislation, such as Commission Delegated Regulation (EU) 2022/30, remain valid until 11 June 2028 (unless otherwise specified in such legislation or unless the certificate expires before that date).

Vgl. FAQ 7.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 7.2Ein Hersteller entwickelt einen Produkttyp vor dem Geltungsbeginn des CRA. Darf er nach dem Geltungsbeginn des CRA weiterhin Produkte herstellen, die mit diesem Typ identisch sind?Q

A manufacturer develops a product type before the CRA applies. Can it continue to manufacture products identical to that type after the CRA applies?

As stated in section 2.2 of the Blue Guide, Union harmonisation legislation including the CRA applies to individual products, and not product types. Therefore, only individual products that have been placed on the market before 11 December 2027 do not need to comply with the CRA.

Products that are manufactured according to a type that is not compliant with the CRA cannot be placed on the market on or after 11 December 2027, even if the first instance of that product "type" has been placed on the market before 11 December 2027.

For example, a manufacturer has produced 10 000 copies of a router according to a type that is not compliant with the CRA. It places those 10 000 copies on the market before 11 December 2027. Even if those units have not reached their final user (but have been placed on the market), the manufacturer does not need to bring them into compliance with the CRA (see also entry 1.4 Does the CRA apply to products with digital elements placed on the market before 11 December 2027?). However, that manufacturer may not produce another 5 000 copies of that router and place them on the market after 11 December 2027, as those 5 000 copies would not be compliant with the CRA.

Vgl. FAQ 7.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Erwägungsgründe
(1) bis (130)

Erwägungsgründe

CRA (EU 2024/2847) · nicht verbindlich, Auslegungshilfe zu den Artikeln
(1)
Die Cybersicherheit bedeutet eine der größten Herausforderungen für die Union. Die Zahl und Vielfalt der vernetzten Geräte wird in den kommenden Jahren exponentiell zunehmen. Cyberangriffe sind ein Thema von öffentlichem Interesse, da sie sich nicht nur auf die Wirtschaft der Union, sondern auch auf die Demokratie sowie die Sicherheit und Gesundheit der Verbraucher kritisch auswirken. Es ist deshalb nötig, das Cybersicherheitskonzept der Union zu stärken, sich mit Cyberresilienz auf Unionsebene zu befassen und das Funktionieren des Binnenmarkts zu verbessern und dazu einen einheitlichen Rechtsrahmen für grundlegende Cybersicherheitsanforderungen für das Inverkehrbringen von Produkten mit digitalen Elementen auf dem Unionsmarkt festzulegen. Dabei sollten zwei große Probleme angegangen werden, die hohe Kosten für die Nutzer und die Gesellschaft verursachen: ein geringes Maß an Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, das sich in weitverbreiteten Schwachstellen und der unzureichenden und inkohärenten Bereitstellung von Sicherheitsaktualisierungen zu deren Behebung zeigt, sowie ein unzureichendes Verständnis und ein mangelnder Informationszugang der Nutzer, wodurch sie daran gehindert werden, Produkte mit angemessenen Cybersicherheitsmerkmalen auszuwählen oder sicher zu verwenden.
(2)
Mit dieser Verordnung sollen die Rahmenbedingungen für die Entwicklung sicherer Produkte mit digitalen Elementen geschaffen werden, damit Hardware- und Softwareprodukte mit weniger Schwachstellen in den Verkehr gebracht werden und damit sich die Hersteller während des gesamten Lebenszyklus eines Produkts konsequent um die Sicherheit kümmern. Außerdem sollen Bedingungen geschaffen werden, die es den Nutzern ermöglichen, bei der Auswahl und Verwendung von Produkten mit digitalen Elementen die Cybersicherheit zu berücksichtigen, beispielsweise durch mehr Transparenz in Bezug auf den Unterstützungszeitraum für auf dem Markt bereitgestellte Produkte mit digitalen Elementen.
(3)
Das geltende einschlägige Unionsrecht umfasst mehrere horizontale Vorschriften, die bestimmte Aspekte der Cybersicherheit aus unterschiedlichen Blickwinkeln regeln, darunter auch Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit der digitalen Lieferkette. Das bestehende Unionsrecht in Bezug auf die Cybersicherheit, wozu die Verordnung (EU) 2019/881 des Europäischen Parlaments und des Rates(3) und die Richtlinie (EU) 2022/2555 des Europäischen Parlaments und des Rates(4) gehören, enthält jedoch keine unmittelbar verbindlichen Anforderungen an die Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen.
(3) Verordnung (EU) 2019/881 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. April 2019 über die ENISA (Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit) und über die Zertifizierung der Cybersicherheit von Informations- und Kommunikationstechnik und zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 526/2013 (Rechtsakt zur Cybersicherheit) (ABl. L 151 vom 7.6.2019, S. 15).
(4) Richtlinie (EU) 2022/2555 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 über Maßnahmen für ein hohes gemeinsames Cybersicherheitsniveau in der Union, zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 und der Richtlinie (EU) 2018/1972 sowie zur Aufhebung der Richtlinie (EU) 2016/1148 (NIS-2-Richtlinie) (ABl. L 333 vom 27.12.2022, S. 80).
(4)
Das bestehenden Unionsrecht gilt zwar für bestimmte Produkte mit digitalen Elementen, jedoch gibt es keinen horizontalen Rechtsrahmen der Union, der umfassende Cybersicherheitsanforderungen für alle Produkte mit digitalen Elementen festlegen würde. Die verschiedenen bisher auf Unionsebene und auf nationaler Ebene erlassenen Vorschriften und ergriffenen Initiativen befassen sich nur teilweise mit den festgestellten Problemen und Risiken im Zusammenhang mit der Cybersicherheit, wodurch ein legislativer Flickenteppich innerhalb des Binnenmarkts entstanden ist, der zu einer größeren Rechtsunsicherheit sowohl für die Hersteller als auch für die Nutzer solcher Produkte und zu einer größeren unnötigen Belastung der Unternehmen und Organisationen führt, die eine Reihe verschiedener Anforderungen und Pflichten in Bezug auf ähnliche Produktarten zu erfüllen haben. Die Cybersicherheit dieser Produkte hat eine besonders ausgeprägte grenzüberschreitende Dimension, weil die in einem Mitgliedstaat oder in einem Drittland hergestellten Produkte mit digitalen Elementen häufig von Organisationen und Verbrauchern im gesamten Binnenmarkt verwendet werden. Dies macht es notwendig, den Bereich auf Unionsebene zu regulieren, um für einen harmonisierten Rechtsrahmen und Rechtssicherheit für Nutzer, Organisationen und Unternehmen, einschließlich Kleinstunternehmen und kleinen und mittleren Unternehmen im Sinne des Anhangs der Empfehlung 2003/361/EG der Kommission(5), zu sorgen. Das Regulierungsumfeld der Union sollte durch die Einführung von horizontalen Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen harmonisiert werden. Überdies gilt es, in der gesamten Union Rechtssicherheit für die Wirtschaftsakteure und Nutzer und eine bessere Harmonisierung des Binnenmarkts sowie Verhältnismäßigkeit für Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen zu gewährleisten, wodurch auch bessere Bedingungen für Wirtschaftsakteure geschaffen würden, die in diesen Markt eintreten wollen.
(5) Empfehlung der Kommission 2003/361/EG vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (ABl. L 124 vom 20.5.2003, S. 36).
(5)
Was Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen betrifft, so sollten bei der Bestimmung der Kategorie, in die ein Unternehmen fällt, die Bestimmungen des Anhangs der Empfehlung 2003/361/EG in vollem Umfang angewandt werden. Daher sollten bei der Berechnung der Mitarbeiterzahl und der finanziellen Schwellenwerte zur Bestimmung der Unternehmenstypen auch die Bestimmungen von Artikel 6 des Anhangs der Empfehlung 2003/361/EG über die Erstellung der Daten eines Unternehmens im Hinblick auf bestimmte Arten von Unternehmen wie Partnerunternehmen oder verbundene Unternehmen angewandt werden.
(6)
Die Kommission sollte Leitlinien bereitstellen, um die Wirtschaftsakteure, insbesondere Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen, bei der Anwendung dieser Verordnung zu unterstützen. Diese Leitlinien sollten unter anderem den Anwendungsbereich dieser Verordnung, insbesondere die Datenfernverarbeitung und ihre Auswirkungen auf die Entwickler freier und quelloffener Software, die Anwendung der Kriterien zur Festlegung von Unterstützungszeiträumen für Produkte mit digitalen Elementen, das Zusammenspiel dieser Verordnung und anderer Rechtsvorschriften der Union und die Frage, was den Begriff der wesentlichen Änderung darstellt, abdecken.
(7)
Auf Unionsebene wurden in verschiedenen programmatischen und politischen Papieren wie der gemeinsamen Mitteilung der Kommission und des Hohen Vertreters der Union für Außen- und Sicherheitspolitik vom 16. Dezember 2020 mit dem Titel „Die Cybersicherheitsstrategie der EU für die digitale Dekade“, den Schlussfolgerungen des Rates zur Cybersicherheit vernetzter Geräte vom 2. Dezember 2020 und den Schlussfolgerungen des Rates zur Entwicklung der Cyberabwehr der Europäischen Union vom 23. Mai 2022 und der Entschließung des Europäischen Parlaments vom 10. Juni 2021 zu der Cybersicherheitsstrategie der EU für die digitale Dekade(6) besondere Cybersicherheitsanforderungen der Union für digitale oder vernetzte Produkte verlangt; gleichzeitig haben mehrere Drittländer Maßnahmen ergriffen, um dieses Problem auf eigene Initiative anzugehen. Im Abschlussbericht der Konferenz zur Zukunft Europas forderten die Bürgerinnen und Bürger „eine stärkere Rolle der EU bei der Abwehr von Cybersicherheitsbedrohungen“. Damit die Union international eine führende Rolle im Bereich der Cybersicherheit einnehmen kann, ist es wichtig, einen ambitionierten Rechtsrahmen zu schaffen.
(6) ABl. C 67 vom 8.2.2022, S. 81.
(8)
Um das Gesamtniveau der Cybersicherheit aller im Binnenmarkt in den Verkehr gebrachten Produkte mit digitalen Elementen zu erhöhen, müssen für diese Produkte objektive und technologieneutrale grundlegende Cybersicherheitsanforderungen eingeführt werden, die dann horizontal gelten sollen.
(9)
Alle Produkte mit digitalen Elementen, die in ein größeres elektronisches Informationssystem integriert oder mit ihm verbunden sind, können unter bestimmten Umständen böswilligen Akteuren als Angriffsvektor dienen. Folglich kann selbst eine als weniger kritisch geltende Hardware und Software eine erste Kompromittierung eines Geräts oder Netzes erleichtern und es böswilligen Akteuren ermöglichen, sich privilegierten Zugriff auf einem System zu verschaffen oder sich systemübergreifend zu bewegen. Die Hersteller sollten daher dafür sorgen, dass alle Produkte mit digitalen Elementen im Einklang mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen konzipiert und entwickelt werden. Die Pflicht bezieht sich sowohl auf Produkte, die physisch über Hardware-Schnittstellen verbunden werden können, als auch auf Produkte, die logisch verbunden werden, z. B. über Netzwerksockets, Pipes, Dateien, Anwendungsprogrammierschnittstellen oder andere Arten von Software-Schnittstellen. Da sich Cyberbedrohungen über verschiedene Produkte mit digitalen Elementen verbreiten können, ehe ein bestimmtes Ziel erreicht wird, z. B. durch Verkettung mehrerer ausnutzbarer Schwachstellen, sollten die Hersteller auch die Cybersicherheit jener Produkte mit digitalen Elementen sicherstellen, die nur indirekt mit anderen Geräten oder Netzen verbunden sind.
(10)
Mit der Festlegung von Cybersicherheitsanforderungen für das Inverkehrbringen von Produkten mit digitalen Elementen soll die Cybersicherheit dieser Produkte sowohl für Verbraucher als auch für Unternehmen verbessert werden. Durch diese Anforderungen wird auch sichergestellt, dass die Cybersicherheit in der gesamten Lieferkette berücksichtigt wird, sodass Endprodukte mit digitalen Elementen und ihre Komponenten sicherer gemacht werden. Dies betrifft auch Anforderungen für das Inverkehrbringen von Verbraucherprodukten mit digitalen Elementen, die für schutzbedürftige Verbraucher bestimmt sind, wie z. B. Spielzeug und Babyphone-Systeme. Die Verbraucherprodukte mit digitalen Elementen, die in dieser Verordnung als wichtige Produkte mit digitalen Elementen eingestuft werden, sind mit einem höheren Cybersicherheitsrisiko behaftet, da ihre Funktionen ein erhebliches Risiko nachteiliger Auswirkungen in Bezug auf ihre Tragweite und ihre mögliche Beeinträchtigung der Gesundheit, Sicherheit oder Unversehrtheit der Nutzer solcher Produkte bergen, und sollten einem strengeren Konformitätsbewertungsverfahren unterzogen werden. Das gilt für Produkte wie intelligente Haushaltsgeräte mit Sicherheitsfunktionen, einschließlich intelligenter Türschlösser, Babyphone-Systemen und Alarmanlagen, vernetztes Spielzeug und am Körper tragbare medizinische Geräte (Wearables). Darüber hinaus werden die strengeren Konformitätsbewertungsverfahren, denen sonstige Produkte mit digitalen Elementen, die in dieser Verordnung als wichtige oder kritische Produkte mit digitalen Elementen eingestuft werden, unterzogen werden müssen, dazu beitragen, etwaige negative Auswirkungen auf die Verbraucher zu verhindern, die sich aus der Ausnutzung von Schwachstellen ergeben könnten.
(11)
Mit dieser Verordnung soll ein hohes Niveau an Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen und ihren integrierten Datenfernverarbeitungslösungen sichergestellt werden. Solche Datenfernverarbeitungslösungen sollten als entfernt stattfindende Datenverarbeitung definiert werden, für die eine Software vom Hersteller des Produkts mit digitalen Elementen selbst oder unter dessen Verantwortung konzipiert und entwickelt wird und ohne die das Produkt mit digitalen Elementen eine seiner Funktionen nicht erfüllen könnte. Damit wird sichergestellt, dass solche Produkte in ihrer Gesamtheit von ihren Herstellern angemessen gesichert werden, unabhängig davon, ob die Daten lokal auf dem Gerät des Nutzers oder aus der Ferne durch den Hersteller verarbeitet oder gespeichert werden. Gleichzeitig fällt die Fernverarbeitung oder -speicherung nur insoweit in den Anwendungsbereich dieser Verordnung, als sie notwendig ist, damit ein Produkt mit digitalen Elementen seine Funktionen erfüllen kann. Eine solche Fernverarbeitung oder -speicherung liegt vor, wenn eine mobile Anwendung den Zugang zu einer Anwendungsprogrammierschnittstelle oder zu einer Datenbank erfordert, die über einen vom Hersteller entwickelten Dienst bereitgestellt wird. In diesem Fall fällt der Dienst als Datenfernverarbeitungslösung in den Anwendungsbereich dieser Verordnung. Die Anforderungen an Datenfernverarbeitungslösungen, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen, beinhalten daher keine technischen, betrieblichen oder organisatorischen Maßnahmen zur Beherrschung der Risiken für die Sicherheit der Netz- und Informationssysteme des Herstellers insgesamt.
(12)
Cloud-Lösungen gelten nur dann als Datenfernverarbeitungslösungen im Sinne dieser Verordnung, wenn sie der in dieser Verordnung festgelegten Begriffsbestimmung entsprechen. So fallen beispielsweise vom Hersteller von intelligenten Haushaltsgeräten angebotene Cloud-Funktionen, die es den Nutzern ermöglichen, das Gerät aus der Ferne zu steuern, in den Anwendungsbereich dieser Verordnung. Dagegen fallen Websites, die die Funktionalität eines Produkts mit digitalen Elementen nicht unterstützen, oder Cloud-Dienste, die außerhalb der Verantwortung eines Herstellers eines Produkts mit digitalen Elementen entworfen und entwickelt wurden, nicht in den Anwendungsbereich dieser Verordnung. Die Richtlinie (EU) 2022/2555 gilt für Cloud-Computing-Dienste und Cloud-Dienstmodelle wie SaaS (Software as a Service), PaaS (Platform as a Service) oder IaaS (Infrastructure as a Service). Die Einrichtungen, die Cloud-Computing-Dienste in der Union erbringen und die gemäß Artikel 2 des Anhangs der Empfehlung 2003/361/EG als mittlere Unternehmen gelten oder die Schwellenwerte für mittlere Unternehmen gemäß Absatz 1 jenes Artikels überschreiten, fallen in den Anwendungsbereich der genannten Richtlinie.
(13)
Im Einklang mit dem Ziel dieser Verordnung, Hindernisse für den freien Verkehr von Produkten mit digitalen Elementen auszuräumen, sollten die Mitgliedstaaten in den von dieser Verordnung erfassten Aspekten nicht die Bereitstellung auf dem Markt von Produkten mit digitalen Elementen, die dieser Verordnung entsprechen, behindern. In den durch diese Verordnung harmonisierten Bereichen können die Mitgliedstaaten daher keine zusätzlichen Cybersicherheitsanforderungen für die Bereitstellung von Produkten mit digitalen Elementen auf dem Markt vorschreiben. Jede öffentliche oder private Einrichtung kann jedoch über die in dieser Verordnung festgelegten Anforderungen hinaus zusätzliche Anforderungen für die Beschaffung oder Verwendung von Produkten mit digitalen Elementen für ihre spezifischen Zwecke festlegen und sich daher für die Verwendung von Produkten mit digitalen Elementen entscheiden, die strengere oder spezifischere Cybersicherheitsanforderungen erfüllen als die, die für die Bereitstellung auf dem Markt gemäß dieser Verordnung gelten. Unbeschadet der Richtlinien 2014/24/EU(7) und 2014/25/EU(8) des Europäischen Parlaments und des Rates sollten die Mitgliedstaaten bei der Beschaffung von Produkten mit digitalen Elementen, die den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen, einschließlich jener für den Umgang mit Sicherheitsrisiken, entsprechen müssen, sicherstellen, dass diese Anforderungen im Beschaffungsprozess berücksichtigt werden und auch die Fähigkeit der Hersteller zur wirksamen Anwendung von Cybersicherheitsmaßnahmen und zur Bewältigung von Cyberbedrohungen betrachtet wird. Darüber hinaus sind in der Richtlinie (EU) 2022/2555 Risikomanagementmaßnahmen im Bereich der Cybersicherheit für die wesentlichen und wichtigen Einrichtungen im Sinne von Artikel 3 der genannten Richtlinie festgelegt, die Maßnahmen zur Sicherheit der Lieferkette umfassen könnten, die erfordern, dass diese Einrichtungen Produkte mit digitalen Elementen verwenden, die strengeren als den in dieser Verordnung festgelegten Cybersicherheitsanforderungen genügen. Gemäß der Richtlinie (EU) 2022/2555 und ihrem Grundsatz der Mindestharmonisierung können die Mitgliedstaaten daher zusätzliche Cybersicherheitsanforderungen für die Verwendung von Produkten der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT-Produkte) durch wesentliche oder wichtige Einrichtungen gemäß der genannten Richtlinie festlegen, um für ein höheres Cybersicherheitsniveau zu sorgen, sofern diese Anforderungen mit den im Unionsrecht festgelegten Verpflichtungen der Mitgliedstaaten im Einklang stehen. Zu den von dieser Verordnung nicht erfassten Aspekten können auch nichttechnische Faktoren im Zusammenhang mit Produkten mit digitalen Elementen und deren Herstellern gehören. Die Mitgliedstaaten können daher nationale Maßnahmen festlegen, einschließlich Beschränkungen für Produkte mit digitalen Elementen oder für Anbieter solcher Produkte, die nichttechnischen Faktoren Rechnung tragen. Die nationalen Maßnahmen in Bezug auf solche Faktoren müssen mit dem Unionsrecht vereinbar sein.
(7) Richtlinie 2014/24/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 über die öffentliche Auftragsvergabe und zur Aufhebung der Richtlinie 2004/18/EG (ABl. L 94 vom 28.3.2014, S. 65).
(8) Richtlinie 2014/25/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 über die Vergabe von Aufträgen durch Auftraggeber im Bereich der Wasser-, Energie- und Verkehrsversorgung sowie der Postdienste und zur Aufhebung der Richtlinie 2004/17/EG (ABl. L 94 vom 28.3.2014, S. 243).
(14)
Diese Verordnung sollte im Einklang mit dem Unionsrecht die Verantwortung der Mitgliedstaaten für die Gewährleistung der nationalen Sicherheit unberührt lassen. Die Mitgliedstaaten sollten Produkte mit digitalen Elementen, die für Zwecke der nationalen Sicherheit oder Verteidigung beschafft oder verwendet werden, zusätzlichen Vorgaben unterwerfen können, sofern diese Vorgaben mit den im Unionsrecht festgelegten Verpflichtungen der Mitgliedstaaten im Einklang stehen.
(15)
Diese Verordnung gilt für Wirtschaftsakteure nur in Bezug auf Produkte mit digitalen Elementen, die auf dem Markt bereitgestellt werden, d. h., die im Rahmen einer Geschäftstätigkeit zum Vertrieb oder zur Verwendung auf dem Unionsmarkt geliefert werden. Eine Lieferung im Zusammenhang mit einer Geschäftstätigkeit ist möglicherweise nicht nur dadurch gekennzeichnet, dass für ein Produkt mit digitalen Elementen ein Preis verlangt wird, sondern auch dadurch, dass für technische Unterstützungsleistungen ein Entgelt verlangt wird, das nicht nur der Deckung der tatsächlichen Kosten dient, dass eine Gewinnerzielungsabsicht besteht, beispielsweise durch Bereitstellung einer Softwareplattform, über die der Hersteller andere Dienste gewinnorientiert anbietet, oder dass als Bedingung für die Nutzung die Verarbeitung personenbezogener Daten zu anderen Zwecken als der alleinigen Verbesserung der Sicherheit, Kompatibilität oder Interoperabilität der Software verlangt wird oder dass Spenden angenommen werden, die die mit der Konzeption, Entwicklung und Bereitstellung eines Produkts mit digitalen Elementen verbundenen Kosten übersteigen. Die Annahme von Spenden ohne Gewinnabsicht sollte nicht als Geschäftstätigkeit gelten.
(16)
Produkte mit digitalen Elementen, die im Rahmen der Erbringung einer Dienstleistung bereitgestellt werden, für die eine Gebühr ausschließlich zur Deckung der tatsächlichen Kosten erhoben wird, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Betrieb dieses Dienstes stehen, wie dies bei bestimmten Produkten mit digitalen Elementen der Fall sein kann, die von Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung bereitgestellt werden, sollten nicht allein aus diesen Gründen als Bestandteil einer Geschäftstätigkeit im Sinne dieser Verordnung angesehen werden. Darüber hinaus sollten Produkte mit digitalen Elementen, die von einer öffentlichen Verwaltungseinrichtung ausschließlich für ihren Eigenbedarf entwickelt oder geändert werden, nicht als auf dem Markt bereitgestellt im Sinne dieser Verordnung gelten.
(17)
Software und Daten, die offen geteilt werden und die Nutzer frei abrufen, nutzen, verändern und weiter verteilen können, auch in veränderter Form, können zu Forschung und Innovation auf dem Markt beitragen. Zur Förderung der Entwicklung und des Einsatzes von freier und quelloffener Software, insbesondere durch Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen, einschließlich Start-up-Unternehmen, Einzelpersonen, gemeinnützige Organisationen und akademische Forschungseinrichtungen, sollte bei der Anwendung dieser Verordnung auf Produkte mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Software eingestuft und zum Vertrieb oder zur Nutzung im Rahmen einer Geschäftstätigkeit bereitgestellt werden, die Arten der verschiedenen Entwicklungsmodelle für Software berücksichtigt werden, die im Rahmen von Lizenzen für freie und quelloffene Software vertrieben und entwickelt wird.
(18)
Unter freier und quelloffener Software ist eine Software zu verstehen, deren Quellcode offen geteilt wird und in deren Lizenz alle erforderlichen Rechte vorgesehen sind, um sie frei zugänglich, nutzbar, veränderbar und weiterverteilbar zu machen. Freie und quelloffene Software wird offen entwickelt, gepflegt und verteilt, auch über Online-Plattformen. In Bezug auf Wirtschaftsakteure, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen, sollte nur freie und quelloffene Software, die auf dem Markt bereitgestellt und somit zum Vertrieb oder zur Nutzung im Rahmen einer Geschäftstätigkeit verfügbar gemacht wird, in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen. Die bloßen Umstände, unter denen das Produkt mit digitalen Elementen entwickelt wurde, oder die Art und Weise, wie die Entwicklung finanziert wurde, sollten daher bei der Bestimmung des kommerziellen oder nichtkommerziellen Charakters der entsprechenden Tätigkeit nicht berücksichtigt werden. Insbesondere sollte für die Zwecke dieser Verordnung und in Bezug auf die Wirtschaftsakteure, die in ihren Anwendungsbereich fallen, die Bereitstellung von Produkten mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Software eingestuft und von ihren Herstellern nicht zu Geld gemacht werden, nicht als Geschäftstätigkeit betrachtet werden, damit sichergestellt ist, dass klar zwischen der Entwicklungs- und der Lieferphase unterschieden wird. Darüber hinaus sollte die Lieferung von Produkten mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Softwarekomponenten eingestuft werden und zur Integration durch andere Hersteller in ihre eigenen Produkte mit digitalen Elementen bestimmt sind, nur dann als Bereitstellung auf dem Markt betrachtet werden, wenn die Komponente von ihrem ursprünglichen Hersteller zu Geld gemacht wird. Beispielsweise sollte allein der Umstand, dass ein Produkt quelloffener Software mit digitalen Elementen von den Herstellern finanziell unterstützt wird oder dass Hersteller zur Entwicklung eines solchen Produkts beitragen, für sich genommen nicht ausschlaggebend für die Feststellung sein, dass die Tätigkeit kommerzieller Art ist. Fernerhin sollte das bloße Vorhandensein regelmäßiger Veröffentlichungen von Versionen für sich genommen nicht zu der Schlussfolgerung führen, dass ein Produkt mit digitalen Elementen im Rahmen einer Geschäftstätigkeit geliefert wird. Schließlich sollte für die Zwecke dieser Verordnung die Entwicklung von Produkten mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Software eingestuft werden, durch gemeinnützige Organisationen nicht als kommerzielle Tätigkeit betrachtet werden, sofern die Organisation so angelegt ist, dass sichergestellt ist, dass alle Einnahmen nach Abzug der Kosten zur Verwirklichung gemeinnütziger Ziele verwendet werden. Diese Verordnung gilt nicht für natürliche oder juristische Personen, die mit Quellcode zu Produkten mit digitalen Elementen beitragen, die als freie und quelloffene Software eingestuft sind und nicht ihrer Verantwortung unterliegen.
(19)
Angesichts der Bedeutung für die Cybersicherheit, die vielen Produkten mit digitalen Elementen zukommt, die als freie und quelloffene Software eingestuft sind und im Sinne dieser Verordnung veröffentlicht, aber nicht auf dem Markt bereitgestellt werden, sollten juristische Personen, die die Entwicklung solcher für kommerzielle Tätigkeiten bestimmte Produkte dauerhaft unterstützen und eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der Brauchbarkeit dieser Produkte spielen (Verwalter quelloffener Software), einer vereinfachten und maßgeschneiderten Regulierungsregelung unterworfen werden. Zu den Verwaltern quelloffener Software gehören bestimmte Stiftungen sowie Einrichtungen, die freie und quelloffene Software im wirtschaftlichen Kontext entwickeln und veröffentlichen, einschließlich gemeinnütziger Einrichtungen. Bei der Regulierung sollten ihre Besonderheiten und die Vereinbarkeit mit der Art der auferlegten Verpflichtungen berücksichtigt werden. Es sollten nur Produkte mit digitalen Elementen abgedeckt sein, die als freie und quelloffene Software gelten und letztlich für kommerzielle Tätigkeiten wie die Integration in kommerzielle Dienste oder kostenpflichtige Produkte mit digitalen Elementen bestimmt sind. Für die Zwecke dieser Regulierungsregelung umfasst die beabsichtigte Integration in kostenpflichtige Produkte mit digitalen Elementen Fälle, in denen die Hersteller, die eine Komponente in ihre eigenen Produkte mit digitalen Elementen integrieren, entweder regelmäßig zur Entwicklung dieser Komponente beitragen oder regelmäßige finanzielle Unterstützung leisten, um die Kontinuität eines Softwareprodukts sicherzustellen. Die dauerhafte Unterstützung der Entwicklung eines Produkts mit digitalen Elementen umfasst unter anderem das Hosting und die Verwaltung von Plattformen für die Zusammenarbeit bei der Softwareentwicklung, das Hosting von Quellcode oder Software, das Verwalten oder Administrieren von Produkten mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Software eingestuft sind, sowie die Steuerung der Entwicklung solcher Produkte. Da in der vereinfachten und maßgeschneiderten Regulierungsregelung für Verwalter quelloffener Software nicht dieselben Verpflichtungen wie für Hersteller im Rahmen dieser Verordnung vorgesehen sind, sollte es ihnen nicht gestattet sein, die CE-Kennzeichnung auf Produkten mit digitalen Elementen, deren Entwicklung sie unterstützen, anzubringen.
(20)
Die bloße Bereitstellung von Produkten mit digitalen Elementen in offenen Archiven, darunter über Paketverwaltung oder auf Plattformen für die Zusammenarbeit, stellt an sich noch keine Bereitstellung eines Produkts mit digitalen Elementen auf dem Markt dar. Die Anbieter solcher Dienste sollten nur dann als Händler betrachtet werden, wenn sie diese Software auf dem Markt bereitstellen und sie somit im Rahmen einer Geschäftstätigkeit zum Vertrieb oder zur Verwendung auf dem Unionsmarkt liefern.
(21)
Zur Unterstützung und Erleichterung der Sorgfaltspflicht von Herstellern, die freie und quelloffene Softwarekomponenten, die nicht den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen unterliegen, in ihre Produkte mit digitalen Elementen integrieren, sollte die Kommission die Möglichkeit haben, freiwillige Sicherheitsbescheinigungsprogramme einzurichten, entweder durch einen delegierten Rechtsakt zur Ergänzung dieser Verordnung oder durch das Anfordern eines europäischen Schemas für die Cybersicherheitszertifizierung gemäß Artikel 48 der Verordnung (EU) 2019/881, das den Besonderheiten der Modelle für die Entwicklung freier und quelloffener Software Rechnung trägt. Die Sicherheitsbescheinigungsprogramme sollten so konzipiert sein, dass nicht nur natürliche oder juristische Personen, die ein Produkt mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Software eingestuft sind, entwickeln oder dazu beitragen, eine Sicherheitsbescheinigung initiieren oder finanzieren können, sondern auch Dritte, wie Hersteller, die solche Produkte mit digitalen Elementen in ihre eigenen Produkte mit digitalen Elementen integrieren, sowie Nutzer oder öffentliche Verwaltungen der Union und der Mitgliedstaaten.
(22)
Im Hinblick auf die Ziele dieser Verordnung im Bereich der öffentlichen Cybersicherheit und zur Verbesserung des Lagebewusstseins der Mitgliedstaaten hinsichtlich der Abhängigkeit der Union von Softwarekomponenten und insbesondere von potenziell freien und quelloffenen Softwarekomponenten sollte eine mit dieser Verordnung eingesetzte besondere Gruppe zur administrativen Zusammenarbeit (ADCO) beschließen können, gemeinsam eine Abhängigkeitsbewertung der Union durchzuführen. Die Marktüberwachungsbehörden sollten Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen, die in die von der ADCO aufgestellten Kategorien fallen, auffordern können, die Software-Stücklisten vorzulegen, die sie gemäß dieser Verordnung erstellt haben. Um die Vertraulichkeit der Software-Stücklisten zu schützen, sollten die Marktüberwachungsbehörden der ADCO relevante Informationen über Abhängigkeiten in anonymisierter und aggregierter Form übermitteln.
(23)
Die Wirksamkeit der Durchführung dieser Verordnung wird auch davon abhängen, ob angemessene Kompetenzen im Bereich der Cybersicherheit verfügbar sind. Auf Unionsebene wurde in verschiedenen programmatischen und politischen Dokumenten, darunter in der Mitteilung der Kommission vom 18. April 2023 mit dem Titel „Schließung der Fachkräftelücke im Cybersicherheitsbereich zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit, des Wachstums und der Resilienz in der EU“ und in den Schlussfolgerungen des Rates vom 22. Mai 2023 zur Cyberabwehrpolitik der EU, eingeräumt, dass in der Union ein Qualifikationsdefizit im Bereich der Cybersicherheit besteht und die entsprechende Problematik sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor vorrangig angegangen werden muss.. Um eine wirksame Durchführung dieser Verordnung sicherzustellen, sollten die Mitgliedstaaten dafür Sorge tragen, dass ausreichende Ressourcen für eine adäquate Personalausstattung der Marktüberwachungsbehörden und Konformitätsbewertungsstellen zur Verfügung stehen, damit diese ihre in dieser Verordnung festgelegten Aufgaben erfüllen können. Im Rahmen dieser Maßnahmen sollten die Mobilität der Arbeitskräfte im Bereich der Cybersicherheit und die damit verbundenen Karrierewege verbessert werden. Die Maßnahmen sollten auch dazu beitragen, die Beschäftigten im Bereich der Cybersicherheit resilienter und inklusiver zu machen, auch im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter. Die Mitgliedstaaten sollten daher Vorkehrungen treffen, damit die entsprechenden Aufgaben von angemessen ausgebildeten Fachkräften mit den erforderlichen Cybersicherheitskompetenzen wahrgenommen werden. Ebenso sollten die Hersteller sicherstellen, dass ihr Personal über die erforderlichen Fähigkeiten verfügt, um ihren in dieser Verordnung festgelegten Verpflichtungen nachzukommen. Die Mitgliedstaaten und die Kommission sollten im Einklang mit ihren Vorrechten und Zuständigkeiten und den ihnen durch diese Verordnung übertragenen besonderen Aufgaben Maßnahmen ergreifen, um Hersteller, insbesondere Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen, einschließlich Start-up-Unternehmen, auch in Bereichen wie dem Aufbau von Kompetenzen, zu unterstützen, damit sie ihren Verpflichtungen aus dieser Verordnung nachkommen können. Da die Mitgliedstaaten gemäß der Richtlinie (EU) 2022/2555 verpflichtet sind, im Rahmen ihrer nationalen Cybersicherheitsstrategien Maßnahmen zur Förderung und Entwicklung von Schulungen im Bereich der Cybersicherheit und der Cybersicherheitskompetenzen zu ergreifen, können die Mitgliedstaaten bei der Verabschiedung solcher Strategien auch erwägen, den sich aus dieser Verordnung ergebenden Bedarf an Cybersicherheitskompetenzen zu decken, einschließlich des Bedarfs an Umschulung und Weiterqualifizierung.
(24)
Ein sicheres Internet ist für das Funktionieren kritischer Infrastrukturen und für die Gesellschaft insgesamt unverzichtbar. Die Richtlinie (EU) 2022/2555 zielt darauf ab, für ein hohes Maß an Cybersicherheit der Dienste der in Artikel 3 jener Richtlinie genannten wesentlichen und wichtigen Einrichtungen, zu denen auch die Betreiber digitaler Infrastrukturen zählen, zu sorgen, die Kernfunktionen des offenen Internets unterstützen und den Internetzugang und Internetdienste sicherzustellen. Deshalb ist es wichtig, dass die Produkte mit digitalen Elementen, die erforderlich sind, damit die Betreiber digitaler Infrastrukturen das Funktionieren des Internets sicherstellen können, auf sichere Weise entwickelt werden und dass sie den etablierten Internetsicherheitsnormen entsprechen. Diese Verordnung, die für alle verbindungsfähigen Hardware- und Softwareprodukte gilt, zielt auch darauf ab, den Betreibern digitaler Infrastrukturen die Einhaltung der Anforderungen der Richtlinie (EU) 2022/2555 an die Lieferketten zu erleichtern, indem sichergestellt wird, dass die Produkte mit digitalen Elementen, die sie für die Erbringung ihrer Dienste verwenden, auf sichere Weise entwickelt werden, und dass sie rechtzeitig Sicherheitsaktualisierungen für solche Produkte erhalten.
(25)
Die Verordnung (EU) 2017/745 des Europäischen Parlaments und des Rates(9) enthält Vorschriften für Medizinprodukte und die Verordnung (EU) 2017/746 des Europäischen Parlaments und des Rates(10) enthält Vorschriften für In-vitro-Diagnostika. Diese Verordnungen dienen der Bewältigung von Cybersicherheitsrisiken und folgen besonderen Ansätzen, die auch dieser Verordnung zugrunde liegen. Insbesondere enthalten die Verordnungen (EU) 2017/745 und (EU) 2017/746 grundlegende Anforderungen an Medizinprodukte, die mittels eines elektronischen Systems funktionieren oder die selbst Software sind. Bestimmte nicht eingebettete Software und der gesamte Lebenszyklusansatz werden ebenfalls von diesen Verordnungen erfasst. Nach diesen Anforderungen müssen die Hersteller bei der Entwicklung und Konstruktion ihrer Produkte Risikomanagementgrundsätze anwenden und dazu Anforderungen an IT-Sicherheitsmaßnahmen sowie entsprechende Konformitätsbewertungsverfahren festlegen. Darüber hinaus gibt es seit Dezember 2019 spezifische Leitlinien zur Cybersicherheit von Medizinprodukten, die den Herstellern von Medizinprodukten und In-vitro-Diagnostika Orientierungen für die Einhaltung aller einschlägigen grundlegenden Anforderungen gemäß dieser Verordnungen in Bezug auf die Cybersicherheit an die Hand geben. Produkte mit digitalen Elementen, die unter eine dieser Verordnungen fallen, sollten daher nicht von der vorliegenden Verordnung erfasst werden.
(9) Verordnung (EU) 2017/745 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2017 über Medizinprodukte, zur Änderung der Richtlinie 2001/83/EG, der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 und der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 und zur Aufhebung der Richtlinien 90/385/EWG und 93/42/EWG des Rates (ABl. L 117 vom 5.5.2017, S. 1).
(10) Verordnung (EU) 2017/746 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2017 über In-vitro-Diagnostika und zur Aufhebung der Richtlinie 98/79/EG und des Beschlusses 2010/227/EU der Kommission (ABl. L 117 vom 5.5.2017, S. 176).
(26)
Produkte mit digitalen Elementen, die ausschließlich für Zwecke der nationalen Sicherheit oder für Verteidigungszwecke entwickelt oder verändert werden, oder Produkte, die speziell für die Verarbeitung von Verschlusssachen konzipiert sind, fallen nicht in den Anwendungsbereich dieser Verordnung. Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, mit Blick auf diese Produkte für das gleiche oder ein höheres Schutzniveau als für die Produkte zu sorgen, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen.
(27)
Mit der Verordnung (EU) 2019/2144 des Europäischen Parlaments und des Rates(11) sind Anforderungen an die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen sowie von Systemen und Bauteilen für diese Fahrzeuge festgelegt und bestimmte Cybersicherheitsanforderungen eingeführt worden, auch in Bezug auf den Betrieb eines zertifizierten Cybersicherheitsmanagementsystems, Software-Aktualisierungen, welche die Strategien und Verfahren der Organisationen für den Umgang mit Cybersicherheitsrisiken über dem gesamten Lebenszyklus von Fahrzeugen, Ausrüstungen und Diensten im Einklang mit den geltenden Regelungen der Vereinten Nationen über technische Spezifikationen und Cybersicherheit, insbesondere die UN-Regelung Nr. 155 — Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Fahrzeugen hinsichtlich der Cybersicherheit und des Cybersicherheitsmanagementsystems(12), umfassen und spezifische Konformitätsbewertungsverfahren vorsehen. Im Bereich der Luftfahrt besteht das Hauptziel der Verordnung (EU) 2018/1139 des Europäischen Parlaments und des Rates(13) in der Festlegung und Aufrechterhaltung eines hohen einheitlichen Niveaus der Flugsicherheit in der Union. Die Verordnung schafft einen Rahmen für grundlegende Anforderungen an die Lufttüchtigkeit luftfahrttechnischer Erzeugnisse, Teile und Ausrüstungen, einschließlich Software, die Pflichten zum Schutz vor Bedrohungen der Informationssicherheit umfasst. Mit dem Zertifizierungsverfahren nach der Verordnung (EU) 2018/1139 wird die mit der vorliegenden Verordnung angestrebte Vertrauenswürdigkeit sichergestellt. Produkte mit digitalen Elementen, die unter die Verordnung (EU) 2019/2144 fallen, und Produkte, die nach der Verordnung (EU) 2018/1139 zertifiziert worden sind, sollten daher nicht den in der vorliegenden Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen und Konformitätsbewertungsverfahren unterliegen.
(11) Verordnung (EU) 2019/2144 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern sowie von Systemen, Bauteilen und selbstständigen technischen Einheiten für diese Fahrzeuge im Hinblick auf ihre allgemeine Sicherheit und den Schutz der Fahrzeuginsassen und von ungeschützten Verkehrsteilnehmern, zur Änderung der Verordnung (EU) 2018/858 des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 78/2009, (EG) Nr. 79/2009 und (EG) Nr. 661/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates sowie der Verordnungen (EG) Nr. 631/2009, (EU) Nr. 406/2010, (EU) Nr. 672/2010, (EU) Nr. 1003/2010, (EU) Nr. 1005/2010, (EU) Nr. 1008/2010, (EU) Nr. 1009/2010, (EU) Nr. 19/2011, (EU) Nr. 109/2011, (EU) Nr. 458/2011, (EU) Nr. 65/2012, (EU) Nr. 130/2012, (EU) Nr. 347/2012, (EU) Nr. 351/2012, (EU) Nr. 1230/2012 und (EU) 2015/166 der Kommission (ABl. L 325 vom 16.12.2019, S. 1).
(12) ABl. L 82 vom 9.3.2021, S. 30.
(13) Verordnung (EU) 2018/1139 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Juli 2018 zur Festlegung gemeinsamer Vorschriften für die Zivilluftfahrt und zur Errichtung einer Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit sowie zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 2111/2005, (EG) Nr. 1008/2008, (EU) Nr. 996/2010, (EU) Nr. 376/2014 und der Richtlinien 2014/30/EU und 2014/53/EU des Europäischen Parlaments und des Rates, und zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 552/2004 und (EG) Nr. 216/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates und der Verordnung (EWG) Nr. 3922/91 des Rates (ABl. L 212 vom 22.8.2018, S. 1).
(28)
In dieser Verordnung werden horizontale Cybersicherheitsvorschriften festgelegt, die nicht speziell für bestimmte Branchen oder bestimmte Produkte mit digitalen Elementen gelten sollen. Dennoch könnten branchen- oder produktspezifische Unionsvorschriften mit denen Anforderungen eingeführt werden, die sich auf alle oder einige der Risiken beziehen, die von den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen abgedeckt werden. Die Anwendung dieser Verordnung auf Produkte mit digitalen Elementen, die unter andere Unionsvorschriften mit Anforderungen in Bezug auf alle oder einige der von den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen dieser Verordnung abgedeckten Risiken fallen, kann in solchen Fällen eingeschränkt oder ausgeschlossen werden, sofern die Einschränkung oder der Ausschluss mit dem für diese Produkte geltenden allgemeinen Rechtsrahmen vereinbar ist und mit den branchenspezifischen Vorschriften zumindest dasselbe Schutzniveau erreicht wird, wie es diese Verordnung gewährleistet. Der Kommission sollte die Befugnis übertragen werden, delegierte Rechtsakte zur Ergänzung dieser Verordnung im Hinblick auf die Festlegung solcher Produkte und Vorschriften zu erlassen. In Bezug auf bestehendes Unionsrecht, für das solche Einschränkungen oder Ausschlüsse gelten sollten, enthält diese Verordnung besondere Bestimmungen, um ihr Verhältnis zu diesem Unionsrecht zu präzisieren.
(29)
Damit auf dem Markt bereitgestellte Produkte mit digitalen Elementen wirksam repariert werden können und ihre Lebensdauer verlängert wird, sollte eine Ausnahme für Ersatzteile vorgesehen werden. Diese Ausnahme sollte sowohl für Ersatzteile gelten, die der Reparatur von Altprodukten dienen, die vor dem Geltungsbeginn dieser Verordnung zur Verfügung gestellt wurden, als auch für Ersatzteile, die bereits ein Konformitätsbewertungsverfahren gemäß dieser Verordnung durchlaufen haben.
(30)
Nach der Delegierten Verordnung (EU) 2022/30 der Kommission(14) gelten die grundlegenden Anforderungen gemäß Artikel 3 Absatz 3 Buchstabe d, Buchstabe e und Buchstabe f der Richtlinie 2014/53/EU des Europäischen Parlaments und des Rates(15), die sich auf schädliche Auswirkungen auf das Netz und missbräuchliche Nutzung von Netzressourcen, personenbezogene Daten und Privatsphäre sowie Betrug beziehen, für bestimmte Funkanlagen. Der Durchführungsbeschluss C(2022) 5637 der Kommission vom 5. August 2022 über einen Normungsauftrag an das Europäische Komitee für Normung und das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung enthält Anforderungen für die Entwicklung spezifischer Normen, in denen präzisiert wird, wie diese drei grundlegenden Anforderungen zu behandeln sind. Die in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen umfassen alle Elemente der grundlegenden Anforderungen gemäß Artikel 3 Absatz 3 Buchstaben d, e und f der Richtlinie 2014/53/EU. Darüber hinaus stehen die in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen im Einklang mit den Zielen der Anforderungen an die spezifischen Normen, die in diesem Normungsauftrag vorgesehenen sind. Wenn die Kommission die Delegierte Verordnung (EU) 2022/30 aufhebt oder ändert, sodass sie für bestimmte von der vorliegenden Verordnung erfasste Produkte nicht mehr gilt, so sollten daher dann die Kommission und die europäischen Normungsorganisationen bei der Ausarbeitung und Entwicklung harmonisierter Normen die Normungsarbeiten, die im Rahmen des Durchführungsbeschlusses C(2022) 5637 durchgeführt werden, berücksichtigen, um die Durchführung der vorliegenden Verordnung zu erleichtern. Während des Übergangszeitraums für die Anwendung dieser Verordnung sollte die Kommission den Herstellern, die dieser Verordnung und auch der Delegierten Verordnung (EU) 2022/30 unterliegen, Leitlinien an die Hand geben, um den Nachweis der Einhaltung beider Verordnungen zu erleichtern.
(14) Delegierte Verordnung (EU) 2022/30 der Kommission vom 29. Oktober 2021 zur Ergänzung der Richtlinie 2014/53/EU des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Anwendung der grundlegenden Anforderungen, auf die in Artikel 3 Absatz 3 Buchstaben d, e und f der Richtlinie Bezug genommen wird (ABl. L 7 vom 12.1.2022, S. 6).
(15) Richtlinie 2014/53/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über die Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/5/EG (ABl. L 153 vom 22.5.2014, S. 62).
(31)
Die Richtlinie (EU) 2024/2853 des Europäischen Parlaments und des Rates(16) wirkt ergänzend zu dieser Verordnung. Diese Richtlinie enthält Vorschriften über die Haftung für fehlerhafte Produkte, damit geschädigte Personen Schadenersatz verlangen können, wenn durch ein fehlerhaftes Produkt ein Schaden verursacht wurde. Darin wird der Grundsatz festgelegt, dass der Hersteller eines Produkts unabhängig vom Verschulden für Schäden haftet, die durch die mangelnde Sicherheit seines Produkts verursacht werden („verschuldensunabhängige Haftung“). Besteht ein solcher Mangel an Sicherheit in fehlenden Sicherheitsaktualisierungen nach dem Inverkehrbringen des Produkts und wird dadurch ein Schaden verursacht, könnte dies die Haftung des Herstellers nach sich ziehen. In dieser Verordnung sollten Pflichten der Hersteller in Bezug auf die Bereitstellung solcher Sicherheitsaktualisierungen festgelegt werden.
(16) Richtlinie (EU) 2024/2853 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2024 über die Haftung für fehlerhafte Produkte und zur Aufhebung der Richtlinie 85/374/EWG des Rates (ABl. L, 2024/2853, 18.11.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/dir/2024/2853/oj).
(32)
Die vorliegende Verordnung sollte unbeschadet der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates(17) gelten, die Bestimmungen im Zusammenhang mit der Einführung von Datenschutz-Zertifizierungsverfahren und von Datenschutzsiegeln und -prüfzeichen enthält, die dem Nachweis dienen, dass die für die Datenverarbeitung Verantwortlichen und die Auftragsverarbeiter bei der Verarbeitung von Daten die Bestimmungen der letzteren Verordnung einhalten. Solche Vorgänge könnten in ein Produkt mit digitalen Elementen eingebettet werden. Die Grundsätze des Datenschutzes durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen sowie die Cybersicherheit im Allgemeinen sind Schlüsselelemente der Verordnung (EU) 2016/679. Durch den Schutz von Verbrauchern und Organisationen vor Cybersicherheitsrisiken sollen die in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen auch dazu beitragen, den Schutz personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre natürlicher Personen zu verbessern. Sowohl bei der Normung als auch bei der Zertifizierung von Cybersicherheitsaspekten sollten Synergien im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der Kommission, den europäischen Normungsorganisationen, der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA), dem durch die Verordnung (EU) 2016/679 eingesetzten Europäischen Datenschutzausschuss und den nationalen Datenschutzaufsichtsbehörden berücksichtigt werden. Synergieeffekte zwischen dieser Verordnung und dem Datenschutzrecht der Union sollten auch im Bereich der Marktüberwachung und Rechtsdurchsetzung angestrebt werden. Hierzu sollten die nach dieser Verordnung benannten nationalen Marktüberwachungsbehörden mit den Behörden zusammenarbeiten, die die Anwendung des Datenschutzrechtes der Union beaufsichtigen. Letztere Behörden sollten auch Zugang zu Informationen haben, die für die Erfüllung ihrer Aufgaben von Bedeutung sind.
(17) Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) (ABl. L 119 vom 4.5.2016, S. 1).
(33)
Soweit ihre Produkte in den Anwendungsbereich der vorliegenden Verordnung fallen, sollten die Anbieter von Brieftaschen für die europäische digitale Identität (EUid-Brieftaschen) gemäß Artikel 5a Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates(18) sowohl die in der vorliegenden Verordnung festgelegten horizontalen grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen als auch die besonderen Sicherheitsanforderungen gemäß Artikel 5a der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 erfüllen. Um die Einhaltung der Vorschriften zu erleichtern, sollten Anbieter von EUid-Brieftaschen die Konformität der EUid-Brieftaschen mit den in der vorliegenden Verordnung und in der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 festgelegten Anforderungen dadurch nachweisen können, dass sie ihre Produkte im Rahmen eines europäischen Systems für die Cybersicherheitszertifizierung nach der Verordnung (EU) 2019/881 zertifizieren lassen, für das die Kommission im Wege eines delegierten Rechtsakts eine Konformitätsvermutung für die Anforderungen der vorliegenden Verordnung festgelegt hat, soweit das Zertifikat oder Teile davon diese Anforderungen abdecken.
(18) Verordnung (EU) Nr. 910/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Juli 2014 über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/93/EG (ABl. L 257 vom 28.8.2014, S. 73).
(34)
Wenn die Hersteller in der Entwurfs- und Entwicklungsphase von Dritten bezogene Komponenten in Produkte mit digitalen Elementen integrieren, sollten sie in Bezug auf diese Komponenten, einschließlich freier und quelloffener Softwarekomponenten, die nicht auf dem Markt bereitgestellt wurden, die gebotene Sorgfalt walten lassen, um sicherzustellen, dass die Produkte im Einklang mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen konzipiert, entwickelt und hergestellt werden. Der angemessene Umfang der Sorgfaltspflicht richtet sich nach der Art und dem Ausmaß des Cybersicherheitsrisikos, das mit einer bestimmten Komponente verbunden ist; dabei sollten zu diesem Zweck eine oder mehrere der folgenden Maßnahmen Berücksichtigung finden: gegebenenfalls Überprüfung, ob der Hersteller einer Komponente die Konformität mit dieser Verordnung nachgewiesen hat, einschließlich einer Kontrolle der Frage, ob die Komponente bereits mit der CE-Kennzeichnung versehen ist; Überprüfung, ob für eine Komponente regelmäßig Sicherheitsaktualisierungen vorgenommen werden, etwa durch Kontrolle der bisherigen Sicherheitsaktualisierungen; Überprüfung, ob eine Komponente frei von den Schwachstellen ist, die in der gemäß Artikel 12 Absatz 2 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingerichteten europäischen Schwachstellendatenbank oder anderen öffentlich zugänglichen Schwachstellendatenbanken registriert sind, oder Durchführung zusätzlicher Sicherheitsprüfungen. Die in dieser Verordnung festgelegten Pflichten zum Umgang mit Schwachstellen, die die Hersteller beim Inverkehrbringen eines Produkts mit digitalen Elementen und während des Unterstützungszeitraums erfüllen müssen, gelten für Produkte mit digitalen Elementen in ihrer Gesamtheit, einschließlich aller integrierten Komponenten. Stellt der Hersteller des Produkts mit digitalen Elementen im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht eine Schwachstelle in einer Komponente, auch in einer freien und quelloffenen Komponente, fest, sollte er die Person oder die Einrichtung, die die Komponente hergestellt hat bzw. wartet, informieren, die Schwachstelle beheben und der Person oder der Einrichtung gegebenenfalls den eingesetzten Sicherheits-Patch zur Verfügung stellen.
(35)
Unmittelbar nach dem Übergangszeitraum für die Anwendung dieser Verordnung ist ein Hersteller eines Produkts mit digitalen Elementen, das eine oder mehrere Komponenten enthält, die von Dritten bezogen werden, die ebenfalls dieser Verordnung unterliegen, möglicherweise nicht in der Lage, im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht zu überprüfen, ob die Hersteller dieser Komponenten die Konformität mit dieser Verordnung nachgewiesen haben, indem er beispielsweise kontrolliert, ob die Komponenten bereits die CE-Kennzeichnung tragen. Dies kann der Fall sein, wenn die Komponenten integriert wurden, bevor diese Verordnung auf die Hersteller dieser Komponente anwendbar wird. In einem solchen Fall sollte ein Hersteller, der solche Komponenten integriert, seiner Sorgfaltspflicht auf andere Weise nachkommen.
(36)
Produkte mit digitalen Elementen sollten grundsätzlich mit der CE-Kennzeichnung versehen sein, aus der ihre Konformität mit dieser Verordnung gut sichtbar, lesbar und dauerhaft hervorgeht, sodass sie frei im Binnenmarkt verkehren können. Die Mitgliedstaaten sollten für das Inverkehrbringen von Produkten mit digitalen Elementen, die den in dieser Verordnung festgelegten Anforderungen genügen und mit der CE-Kennzeichnung versehen sind, keine ungerechtfertigten Hindernisse schaffen. Ferner sollten die Mitgliedstaaten nicht die Präsentation oder Verwendung eines Produkts mit digitalen Elementen, das dieser Verordnung nicht entspricht, bei Messen, Ausstellungen, Vorführungen oder ähnlichen Veranstaltungen, einschließlich Prototypen, verhindern, sofern das Produkt eine sichtbare Kennzeichnung aufweist, die deutlich darauf hinweist, dass das Produkt dieser Verordnung nicht entspricht und erst auf dem Markt bereitgestellt werden darf, wenn es dies tut.
(37)
Damit Hersteller Software zu Testzwecken freigeben können, bevor sie ihre Produkte mit digitalen Elementen einer Konformitätsbewertung unterziehen, sollten die Mitgliedstaaten nicht verhindern, dass unfertige Software z. B. als Alpha-, Beta- oder Vorabversion bereitgestellt wird, sofern die unfertige Software nur so lange zur Verfügung gestellt wird, wie es für die Tests und das Sammeln von Rückmeldungen erforderlich ist. Die Hersteller sollten sicherstellen, dass unter diesen Bedingungen bereitgestellte Software erst nach einer Risikobewertung freigegeben wird und die Sicherheitsanforderungen dieser Verordnung in Bezug auf die Eigenschaften von Produkten mit digitalen Elementen so weit wie möglich erfüllt. Die Hersteller sollten auch die Anforderungen an die Behandlung von Schwachstellen so weit wie möglich umsetzen. Die Hersteller sollten die Nutzer nicht zu einer Aktualisierung auf Versionen zwingen, die nur zu Testzwecken freigegeben wurden.
(38)
Damit Produkte mit digitalen Elementen beim Inverkehrbringen keine Cybersicherheitsrisiken für Personen und Organisationen darstellen, sollten für solche Produkte grundlegende Cybersicherheitsanforderungen festgelegt werden. Diese grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen, einschließlich der Anforderungen an das Schwachstellenmanagement, gelten für jedes einzelne Produkt mit digitalen Elementen, wenn es in den Verkehr gebracht wird, unabhängig davon, ob das Produkt mit digitalen Elementen als Einzelstück oder in Serie hergestellt wird. So sollte beispielsweise bei einer Produktart jedes einzelne Produkt mit digitalen Elementen alle verfügbaren Sicherheits-Patches oder Aktualisierungen zur Behebung relevanter Sicherheitsprobleme erhalten haben, wenn es in den Verkehr gebracht wird. Werden solche Produkte mit digitalen Elementen nachträglich physisch oder digital in einer Weise verändert, die vom Hersteller in der ursprünglichen Risikobewertung nicht vorgesehen ist und die dazu führen kann, dass sie die einschlägigen grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllen, sollte die Veränderung als wesentlich betrachtet werden. Beispielsweise könnten Reparaturen den Wartungsarbeiten gleichgestellt werden, sofern sie ein bereits in den Verkehr gebrachtes Produkt mit digitalen Elementen nicht so verändern, dass die Konformität mit den geltenden Anforderungen beeinträchtigt oder die Zweckbestimmung, für die das Produkt geprüft wurde, verändert werden kann.
(39)
Wie bei physischen Reparaturen oder Änderungen sollte ein Produkt mit digitalen Elementen als durch eine Softwareänderung wesentlich geändert gelten, wenn die Softwareaktualisierung die Zweckbestimmung des Produkts ändert und diese Änderungen vom Hersteller in der ursprünglichen Risikobewertung nicht vorhergesehen wurden, oder wenn sich die Art der Gefahr geändert oder sich das Cybersicherheitsrisiko aufgrund der Softwareaktualisierung erhöht hat und die aktualisierte Version des Produkts auf dem Markt bereitgestellt wird. Wenn eine Sicherheitsaktualisierung, mit der das Cybersicherheitsrisiko eines Produkts mit digitalen Elementen verringert werden soll, die Zweckbestimmung eines Produkts mit digitalen Elementen nicht verändert, gilt sie nicht als wesentliche Änderung. Dies schließt in der Regel Fälle ein, in denen eine Sicherheitsaktualisierung nur geringfügige Anpassungen des Quellcodes nach sich zieht. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn mit einer Sicherheitsaktualisierung eine bekannte Schwachstelle behoben wird, auch durch Änderung der Funktionen oder der Leistung eines Produkts mit digitalen Elementen zu dem alleinigen Zweck, das Cybersicherheitsrisiko zu senken. Ebenso sollte eine geringfügige Aktualisierung der Funktionalitäten, etwa eine visuelle Verbesserung oder die Hinzufügung neuer Sprachen oder neuer Piktogramme zur Benutzeroberfläche, im Allgemeinen nicht als wesentliche Änderungen betrachtet werden. Umgekehrt sollte eine Funktionsaktualisierung die die ursprünglich beabsichtigten Funktionen oder die Art oder Leistung eines Produkts mit digitalen Elementen verändert und die oben genannten Kriterien erfüllt, als wesentliche Änderung betrachtet werden, da das Hinzufügen neuer Funktionen in der Regel zu einer größeren Angriffsfläche führt und damit das Cybersicherheitsrisiko erhöht. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn einer Anwendung ein neues Eingabeelement hinzugefügt wird, sodass der Hersteller für eine adäquate Eingabevalidierung sorgen muss. Bei der Beurteilung, ob eine Funktionsaktualisierung als wesentliche Änderung anzusehen ist, spielt es keine Rolle, ob sie als separate Aktualisierung oder in Kombination mit einer Sicherheitsaktualisierung bereitgestellt wird. Die Kommission sollte Leitlinien zur Bestimmung dessen herausgeben, was eine wesentliche Änderung ist.
(40)
In Anbetracht des der Softwareentwicklung innewohnenden Wiederholungscharakters sollten Hersteller, die aufgrund einer späteren wesentlichen Änderung an dem Produkt neue Versionen eines Softwareprodukts in den Verkehr gebracht haben, die Möglichkeit haben, während des Unterstützungszeitraums nur für die Version des Softwareprodukts, die sie zuletzt in den Verkehr gebracht haben, Sicherheitsaktualisierungen anzubieten. Dazu sollten sie nur dann berechtigt sein, wenn die Nutzer der einschlägigen früheren Produktversionen Zugang zu der zuletzt in den Verkehr gebrachten Produktversion haben und ihnen keine zusätzlichen Kosten für die Anpassung der Hardware- oder Softwareumgebung, in der sie das Produkt betreiben, entstehen. Das könnte beispielsweise der Fall sein, wenn eine Aufrüstung des Desktop-Betriebssystems keine neue Hardware erfordert, z. B. eine schnellere Zentraleinheit oder mehr Speicher. Dessen ungeachtet sollte der Hersteller während des Unterstützungszeitraums weiterhin sonstige Anforderungen an die Behandlung von Schwachstellen erfüllen und etwa über eine Strategie zur abgestimmten Offenlegung von Schwachstellen verfügen oder Vorkehrungen getroffen haben, um den Informationsaustausch über potenzielle Schwachstellen für alle nachfolgenden, wesentlich geänderten Versionen des in den Verkehr gebrachten Softwareprodukts zu erleichtern. Die Hersteller sollten die Möglichkeit haben, geringfügige Sicherheits- oder Funktionsaktualisierungen, die keine wesentliche Änderung darstellen, nur für die letzte Version oder Unterversion eines Softwareprodukts, das nicht wesentlich geändert wurde, bereitzustellen. Gleichzeitig sollte der Hersteller in Fällen, in denen ein Hardwareprodukt wie ein Smartphone nicht mit der neuesten Version des Betriebssystems kompatibel ist, mit dem es ursprünglich geliefert wurde, während des Unterstützungszeitraums zumindest für die letzte kompatible Version des Betriebssystems weiterhin Sicherheitsaktualisierungen bereitstellen.
(41)
Im Einklang mit dem allgemein anerkannten Konzept der wesentlichen Änderung von Produkten, für die Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union gelten, ist es angebracht, wenn eine wesentliche Änderung eintritt, die sich auf die Konformität eines Produkts mit digitalen Elementen mit dieser Verordnung auswirken könnte, oder wenn sich die Zweckbestimmung dieses Produkts ändert, die Konformität des Produkts mit digitalen Elementen zu überprüfen und es gegebenenfalls einer neuen Konformitätsbewertung zu unterziehen. Wenn der Hersteller eine Konformitätsbewertung unter Beteiligung eines Dritten durchführt, sollte eine Veränderung, die zu einer wesentlichen Änderung führen könnte, dem Dritten mitgeteilt werden.
(42)
Wird ein Produkt mit digitalen Elementen einer „Überholung“, „Wartung“ und „Reparatur“ im Sinne des Artikels 2 Nummern 18, 19 und 20 der Verordnung (EU) 2024/1781 des Europäischen Parlaments und des Rates(19) unterzogen, führt dies nicht unbedingt zu einer wesentlichen Änderung des Produkts, wenn z. B. die Zweckbestimmung und die Funktionen nicht geändert werden und das Risikoniveau gleich bleibt. Die Aufrüstung eines Produkts mit digitalen Elementen durch den Hersteller könnte jedoch zu Änderungen in der Konzeption und Entwicklung des Produkts führen und sich daher auf seine Zweckbestimmung und die Konformität mit den in dieser Verordnung festgelegten Anforderungen auswirken.
(19) Verordnung (EU) 2024/1781 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2024 zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Ökodesign-Anforderungen für nachhaltige Produkte, zur Änderung der Richtlinie (EU) 2020/1828 und der Verordnung (EU) 2023/1542 und zur Aufhebung der Richtlinie 2009/125/EG (ABl. L, 2024/1781, 28.6.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2024/1781/oj).
(43)
Produkte mit digitalen Elementen sollten als wichtig betrachtet werden, wenn die negativen Auswirkungen der Ausnutzung potenzieller Cybersicherheitslücken in dem Produkt schwerwiegend sein können, unter anderem aufgrund seiner Cybersicherheitsfunktion oder einer Funktion, die ein beträchtliches Risiko nachteiliger Auswirkungen birgt, was ihre Tragweite und ihre Möglichkeit anbelangt, eine große Zahl anderer Produkte mit digitalen Elementen zu stören, zu kontrollieren oder zu schädigen oder die Gesundheit, die Sicherheit oder die Unversehrtheit ihrer Nutzer zu beeinträchtigen, indem sie direkt manipuliert wird, wie etwa eine zentrale Systemfunktion, einschließlich Netzverwaltung, Konfigurationskontrolle, Virtualisierung oder Verarbeitung personenbezogener Daten. Insbesondere können Schwachstellen in Produkten mit digitalen Elementen, die eine Cybersicherheitsfunktion haben, wie z. B. Bootmanager, zu einer Ausbreitung von Sicherheitsproblemen in der gesamten Lieferkette führen. Die Schwere der Auswirkungen eines Sicherheitsvorfalls kann auch zunehmen, wenn das Produkt in erster Linie eine zentrale Systemfunktion ausübt, einschließlich Netzverwaltung, Konfigurationskontrolle, Virtualisierung oder Verarbeitung personenbezogener Daten.
(44)
Bestimmte Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen sollten strengeren Konformitätsbewertungsverfahren unterliegen, wobei die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden sollte. Zu diesem Zweck sollten wichtige Produkte mit digitalen Elementen in zwei Klassen unterteilt werden, die das mit diesen Produktkategorien verbundene Cybersicherheitsrisiko widerspiegeln. Ein Sicherheitsvorfall mit wichtigen Produkten mit digitalen Elementen, die in Klasse II fallen, könnte größere negative Auswirkungen haben als ein Sicherheitsvorfall mit wichtigen Produkten mit digitalen Elementen, die in Klasse I fallen, beispielsweise wegen der Art ihrer Cybersicherheitsfunktion oder der Ausübung einer anderen Funktion, die ein erhebliches Risiko nachteiliger Auswirkungen birgt. Ein Anhaltspunkt für größere negative Auswirkungen könnte es sein, dass Produkte mit digitalen Elementen, die in Klasse II fallen, entweder eine Cybersicherheitsfunktion übernehmen oder eine andere Funktion, die mit einem höheren Risiko schädlicher Auswirkungen als bei Produkten in Klasse I verbunden ist, oder beide genannten Kriterien erfüllen. Wichtige Produkte mit digitalen Elementen, die in Klasse II fallen, sollten daher einem strengeren Konformitätsbewertungsverfahren unterzogen werden.
(45)
Wichtige Produkte mit digitalen Elementen, auf die in dieser Verordnung Bezug genommen wird, sollten als Produkte verstanden werden, die die Kernfunktion einer in dieser Verordnung festgelegten Kategorie wichtiger Produkte mit digitalen Elementen aufweisen. So werden in dieser Verordnung beispielsweise Kategorien wichtiger Produkte mit digitalen Elementen festgelegt, die durch ihre Kernfunktion als Firewalls oder Intrusion-Detection-Systeme oder Intrusion-Prevention-Systeme der Klasse II definiert werden. Folglich unterliegen Firewalls und Intrusion-Detection-Systeme und Intrusion-Prevention-Systeme einer obligatorischen Konformitätsbewertung durch Dritte. Dies gilt nicht für andere Produkte mit digitalen Elementen, die nicht als wichtige Produkte mit digitalen Elementen eingestuft sind und die Firewalls oder Intrusion-Detection-Systeme oder Intrusion-Prevention-Systeme enthalten können. Die Kommission sollte einen Durchführungsrechtsakt erlassen, um die technische Beschreibung der Kategorien wichtiger Produkte mit digitalen Elementen, die unter die Klassen I und II gemäß dieser Verordnung fallen, zu präzisieren.
(46)
Die in dieser Verordnung festgelegten Kategorien kritischer Produkte mit digitalen Elementen sind mit einer Cybersicherheitsfunktion verbunden und werden für eine Funktion verwendet, die ein beträchtliches Risiko nachteiliger Auswirkungen birgt, was ihre Tragweite und ihre Möglichkeit anbelangt, eine große Zahl anderer Produkte mit digitalen Elementen zu stören, zu kontrollieren oder zu schädigen, indem sie direkt manipuliert wird. Darüber hinaus gelten diese Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen als kritische Abhängigkeiten für die in Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 genannten wesentlichen Einrichtungen. Die Kategorien kritischer Produkte mit digitalen Elementen, die aufgrund ihrer Kritikalität in einem Anhang dieser Verordnung aufgeführt sind, nutzen bereits häufig verschiedene Formen der Zertifizierung und fallen auch unter das auf gemeinsamen Kriterien beruhende europäische System für die Cybersicherheitszertifizierung (EUCC), das in der Durchführungsverordnung (EU) 2024/482(20) festgelegt ist. Um einen gemeinsamen angemessenen Schutz der Cybersicherheit kritischer Produkte mit digitalen Elementen in der Union sicherzustellen, könnte es daher angemessen und verhältnismäßig sein, solche Produktkategorien im Wege eines delegierten Rechtsakts der obligatorischen europäischen Cybersicherheitszertifizierung zu unterwerfen, wenn bereits ein einschlägiges europäisches Schema für die Cybersicherheitszertifizierung für diese Produkte besteht und die Kommission eine Bewertung der potenziellen Auswirkungen der geplanten obligatorischen Zertifizierung auf den Markt vorgenommen hat. Bei dieser Bewertung sollten sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite berücksichtigt werden, einschließlich der Frage, ob eine ausreichende Nachfrage nach den betreffenden Produkten mit digitalen Elementen sowohl bei den Mitgliedstaaten als auch bei den Nutzern besteht, sodass eine europäische Cybersicherheitszertifizierung erforderlich ist, sowie die Zwecke, für die die Produkte mit digitalen Elementen verwendet werden sollen, einschließlich der kritischen Abhängigkeiten davon seitens der in Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 genannten wesentlichen Einrichtungen. Bei der Bewertung sollten auch die potenziellen Auswirkungen der obligatorischen Zertifizierung auf die Verfügbarkeit dieser Produkte auf dem Binnenmarkt sowie die Fähigkeiten und die Bereitschaft der Mitgliedstaaten mit Blick auf die Umsetzung der einschlägigen europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung analysiert werden.
(20) Durchführungsverordnung (EU) 2024/482 der Kommission vom 31. Januar 2024 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) 2019/881 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Annahme des auf den Gemeinsamen Kriterien beruhenden europäischen Systems für die Cybersicherheitszertifizierung (EUCC) (ABl. L, 2024/482, 7.2.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg_impl/2024/482/oj).
(47)
In delegierten Rechtsakten, mit denen eine verpflichtende europäische Cybersicherheitszertifizierung vorgeschrieben wird, sollten die Produkte mit digitalen Elementen bestimmt werden, die die Kernfunktionen einer in dieser Verordnung festgelegten Kategorie kritischer Produkte mit digitalen Elementen, die einer obligatorischen Zertifizierung unterworfen werden sollen, sowie die erforderliche Vertrauenswürdigkeitsstufe, die mindestens „mittel“ sein sollte, aufweisen. Die erforderliche Vertrauenswürdigkeitsstufe sollte in einem angemessenen Verhältnis zum Niveau des Cybersicherheitsrisikos stehen, das mit dem Produkt mit digitalen Elementen verbunden ist. Wenn beispielsweise das Produkt mit digitalen Elementen die Kernfunktion einer in dieser Verordnung festgelegten Kategorie kritischer Produkte mit digitalen Elementen aufweist und für die Verwendung in einer empfindlichen oder kritischen Umgebung vorgesehen ist, wie Produkte, die für die Verwendung durch die in Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 genannten wesentlichen Einrichtungen bestimmt sind, ist unter Umständen die höchste Vertrauenswürdigkeitsstufe erforderlich.
(48)
Um für einen gemeinsamen, angemessenen Schutz der Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen in der Union zu sorgen, die die Kernfunktion einer in dieser Verordnung festgelegten Kategorie kritischer Produkte mit digitalen Elementen aufweisen, sollte der Kommission auch die Befugnis übertragen werden, delegierte Rechtsakte zur Änderung dieser Verordnung zu erlassen, indem Kategorien kritischer Produkte mit digitalen Elementen hinzugefügt oder gestrichen werden, für die von den Herstellern verlangt werden könnte, im Rahmen eines europäischen Schemas für die Cybersicherheitszertifizierung gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 ein europäisches Cybersicherheitszertifikat einzuholen, um die Konformität mit der vorliegenden Verordnung nachzuweisen. Eine neue Kategorie kritischer Produkte mit digitalen Elementen kann zu diesen Kategorien hinzugefügt werden, wenn eine kritische Abhängigkeit der in Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 genannten wesentlichen Einrichtungen von diesen Produkten besteht oder wenn sie von Sicherheitsvorfällen betroffen sind oder ausgenutzte Schwachstellen enthalten und dies zu Unterbrechungen kritischer Lieferketten führen könnte. Bei der Bewertung der Frage, ob es notwendig ist, mittels eines delegierten Rechtsakts Kategorien kritischer Produkte mit digitalen Bestandteilen hinzuzufügen oder zu streichen, sollte die Kommission berücksichtigen können, ob die Mitgliedstaaten auf nationaler Ebene Produkte mit digitalen Elementen ermittelt haben, die für die Resilienz wesentlicher Einrichtungen im Sinne von Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 von maßgeblicher Bedeutung sind und die zunehmend mit Cyberangriffen auf die Lieferkette zu kämpfen haben, was schwerwiegende Beeinträchtigungen zur Folge haben könnte. Darüber hinaus sollte die Kommission die Möglichkeit haben, das Ergebnis der koordinierten Risikobewertungen in Bezug auf die Sicherheit kritischer Lieferketten auf Ebene der Union, die gemäß Artikel 22 der Richtlinie (EU) 2022/2555 durchgeführt werden, zu berücksichtigen.
(49)
Die Kommission sollte sicherstellen, dass bei der Ausarbeitung von Maßnahmen zur Durchführung dieser Verordnung ein breites Spektrum einschlägiger Interessengruppen in strukturierter und regelmäßiger Weise konsultiert wird. Dies sollte insbesondere dann der Fall sein, wenn die Kommission prüft, ob die Listen der Kategorien wichtiger oder kritischer Produkte mit digitalen Elementen möglicherweise aktualisiert werden müssen, wobei die einschlägigen Hersteller konsultiert und ihre Ansichten berücksichtigt werden sollten, um die Cybersicherheitsrisiken und das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu analysieren, die mit der Einstufung solcher Produktkategorien als wichtig oder kritisch verbunden sind.
(50)
Mit dieser Verordnung werden Cybersicherheitsrisiken gezielt angegangen. Produkte mit digitalen Elementen können jedoch noch andere Sicherheitsrisiken bergen, die nicht immer mit der Cybersicherheit zusammenhängen, sich aber aus einer Sicherheitsverletzung ergeben können. Diese Risiken sollten weiterhin durch andere einschlägige Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union als diese Verordnung geregelt werden. Wenn keine anderen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union als diese Verordnung anwendbar sind, sollten sie der Verordnung (EU) 2023/988 des Europäischen Parlaments und des Rates(21) unterliegen. Angesichts der gezielten Ausrichtung der vorliegenden Verordnung sollten daher abweichend von Artikel 2 Absatz 1 Unterabsatz 3 Buchstabe b der Verordnung (EU) 2023/988 in Bezug auf Sicherheitsrisiken, die nicht unter die vorliegende Verordnung fallen, das Kapitel III Abschnitt 1, die Kapitel V und VII sowie die Kapitel IX bis XI der Verordnung (EU) 2023/988 auch für Produkte mit digitalen Elementen gelten, wenn diese Produkte keinen besonderen Anforderungen anderer Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union als dieser Verordnung im Sinne von Artikel 3 Nummer 27 der Verordnung (EU) 2023/988 unterliegen.
(21) Verordnung (EU) 2023/988 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Mai 2023 über die allgemeine Produktsicherheit, zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates und der Richtlinie (EU) 2020/1828 des Europäischen Parlaments und des Rates sowie zur Aufhebung der Richtlinie 2001/95/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und der Richtlinie 87/357/EWG des Rates (ABl. L 135 vom 23.5.2023, S. 1).
(51)
Produkte mit digitalen Elementen, die nach Artikel 6 der Verordnung (EU) 2024/1689 des Europäischen Parlaments und des Rates(22) als Hochrisiko-KI-Systeme eingestuft sind und in den Anwendungsbereich der vorliegenden Verordnung fallen, sollten den in der vorliegenden Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen genügen. Genügen diese Hochrisiko-KI-Systeme den in der vorliegenden Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen, so gelten sie als die Cybersicherheitsanforderungen gemäß Artikel 15 der Verordnung (EU) 2024/1689 erfüllend, soweit diese Anforderungen von der nach der vorliegenden Verordnung ausgestellten EU-Konformitätserklärung oder Teilen davon abgedeckt sind. Zu diesem Zweck sollten bei der Bewertung der mit einem Produkt mit digitalen Elementen, das als KI-System mit hohem Risiko gemäß der VO (EU) 2024/1689 eingestuft wird, verbundenen Cybersicherheitsrisiken, die während der Planungs-, Entwurfs-, Entwicklungs-, Produktions-, Liefer- und Wartungsphasen eines solchen Produkts zu berücksichtigen ist, wie in dieser Verordnung vorgeschrieben, die Risiken für die Cyberresilienz eines KI-Systems berücksichtigt werden in Bezug auf Versuche unbefugter Dritter, die Nutzung, das Verhalten oder die Leistung des Systems zu verändern, einschließlich KI-spezifischer Schwachstellen wie Data Poisoning oder adversarial attack, sowie gegebenenfalls Risiken für die Grundrechte, gemäß der Verordnung (EU) 2024/1689. Für die Konformitätsbewertungsverfahren zu den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen an ein Produkt mit digitalen Elementen, das in den Anwendungsbereich der vorliegenden Verordnung fällt und als Hochrisiko-KI-System eingestuft ist, sollte grundsätzlich anstelle der einschlägigen Bestimmungen der vorliegenden Verordnung Artikels 43 der Verordnung (EU) 2024/1689 Anwendung finden. Diese Regel sollte jedoch nicht dazu führen, dass die erforderliche Vertrauenswürdigkeit für die in der vorliegenden Verordnung genannten wichtigen oder kritischen Produkte mit digitalen Elementen verringert wird. Deshalb sollten abweichend von dieser Regel Hochrisiko-KI-Systeme, die in den Anwendungsbereich der Verordnung (EU) 2024/1689 fallen und auch wichtige oder kritische Produkte mit digitalen Elementen, wie in der vorliegenden Verordnung genannt, sind und auf die das Konformitätsbewertungsverfahren auf der Grundlage einer internen Kontrolle gemäß Anhang VI der Verordnung (EU) 2024/1689 angewandt wird, den Konformitätsbewertungsverfahren der vorliegenden Verordnung unterliegen, soweit die in der vorliegenden Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen betroffen sind. In diesem Fall sollten für alle anderen Aspekte, die unter die Verordnung (EU) 2024/1689 fallen, die einschlägigen Bestimmungen über die Konformitätsbewertung auf der Grundlage einer internen Kontrolle gemäß Anhang VI der genannten Verordnung gelten.
(22) Verordnung (EU) 2024/1689 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2024 zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für künstliche Intelligenz (und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 300/2008, (EU) Nr. 167/2013, (EU) Nr. 168/2013, (EU) 2018/858, (EU) 2018/1139 und (EU) 2019/2144 sowie der Richtlinien 2014/90/EU, (EU) 2016/797 und (EU) 2020/1828 (Gesetz über künstliche Intelligenz) (ABl. L, 2024/1689, 12.7.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj).
(52)
Zur Erhöhung der Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, die im Binnenmarkt in den Verkehr gebracht werden, ist es erforderlich, grundlegende Cybersicherheitsanforderungen festzulegen, die für solche Produkte gelten. Diese grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen sollten die koordinierten Risikobewertungen in Bezug auf die Sicherheit kritischer Lieferketten auf Ebene der Union, die in der der Richtlinie (EU) 2022/2555 vorgesehen sind, unberührt lassen, in denen sowohl technische als gegebenenfalls auch nichttechnische Risikofaktoren wie eine unzulässige Einflussnahme eines Drittlands auf Lieferanten berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollten sie die Vorrechte der Mitgliedstaaten unberührt lassen, zusätzliche Anforderungen festzulegen, die nichttechnischen Faktoren Rechnung tragen, um ein hohes Maß an Resilienz sicherzustellen, einschließlich derer, die in der Empfehlung (EU) 2019/534 der Kommission(23), in der EU-weit koordinierten Risikobewertung zur Cybersicherheit der 5G-Netze und in dem EU-Instrumentarium für die 5G-Cybersicherheit definiert worden sind, das die gemäß Artikel 14 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingerichtete NIS-Kooperationsgruppe beschlossen hat.
(23) Empfehlung (EU) 2019/534 der Kommission vom 26. März 2019 mit dem Titel „Cybersicherheit der 5G-Netze“ (ABl. L 88 vom 29.3.2019, S. 42).
(53)
Die Hersteller von Produkten, die in den Anwendungsbereich der Verordnung (EU) 2023/1230 des Europäischen Parlaments und des Rates(24) fallen und bei deren Produkten es sich auch um Produkte mit digitalen Elementen im Sinne der vorliegenden Verordnung handelt, sollten sowohl die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen der vorliegenden Verordnung als auch die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen gemäß der Verordnung (EU) 2023/1230 erfüllen. Die in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen und bestimmte grundlegende Anforderungen der Verordnung (EU) 2023/1230 betreffen unter Umstände ähnliche Cybersicherheitsrisiken. Daher könnte die Einhaltung der in der vorliegenden Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen die Einhaltung der grundlegenden Anforderungen erleichtern, die auch bestimmte Cybersicherheitsrisiken gemäß der Verordnung (EU) 2023/1230 abdecken, insbesondere die Anforderungen in Bezug auf den Schutz gegen Korrumpierung sowie die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Steuerungen gemäß Abschnitte 1.1.9 und 1.2.1 der genannten Verordnung. Solche Synergieeffekte müssen vom Hersteller nachgewiesen werden, beispielsweise durch die Anwendung harmonisierter Normen oder anderer technischer Spezifikationen, die die einschlägigen grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen abdecken, nachdem eine Risikobewertung für die entsprechenden Cybersicherheitsrisiken durchgeführt wurde. Der Hersteller sollte auch die geltenden Konformitätsbewertungsverfahren gemäß dieser Verordnung und der Verordnung (EU) 2023/1230 befolgen. Die Kommission und die europäischen Normungsorganisationen sollten bei den vorbereitenden Arbeiten zur Unterstützung der Umsetzung dieser Verordnung und der Verordnung (EU) 2023/1230 und der damit verbundenen Normungsverfahren die Kohärenz fördern, was die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken und die Art und Weise betrifft, wie diese Risiken durch harmonisierte Normen im Hinblick auf die einschlägigen grundlegenden Anforderungen abgedeckt werden sollen. Insbesondere sollten die Kommission und die europäischen Normungsorganisationen diese Verordnung bei der Ausarbeitung und Entwicklung harmonisierter Normen berücksichtigen, um die Durchführung der Verordnung (EU) 2023/1230 insbesondere in Bezug auf die Cybersicherheitsaspekte im Zusammenhang mit dem Schutz gegen Korrumpierung sowie der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Steuerungen, die in Abschnitte 1.1.9 und 1.2.1 der genannten Verordnung aufgeführt sind, zu erleichtern. Die Kommission sollte Leitlinien bereitstellen, um Hersteller, die dieser Verordnung und auch der Verordnung (EU) 2023/1230 unterliegen, zu unterstützen, um insbesondere den Nachweis der Einhaltung der einschlägigen grundlegenden Anforderungen der vorliegenden Verordnung und der Verordnung (EU) 2023/1230 zu erleichtern.
(24) Verordnung (EU) 2023/1230 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Juni 2023 über Maschinen und zur Aufhebung der Richtlinie 2006/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und der Richtlinie 73/361/EWG des Rates (ABl. L 165 vom 29.6.2023, S. 1).
(54)
Um sicherzustellen, dass Produkte mit digitalen Elementen sowohl zum Zeitpunkt ihres Inverkehrbringens als auch während der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Produkts mit digitalen Elementen sicher sind, müssen grundlegende Cybersicherheitsanforderungen für die Behandlung von Schwachstellen und grundlegende Cybersicherheitsanforderungen in Bezug auf die Eigenschaften von Produkten mit digitalen Elementen festgelegt werden. Die Hersteller sollten sowohl alle grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in Bezug auf die Behandlung von Schwachstellen während des gesamten Unterstützungszeitraums erfüllen, als auch bestimmen, welche anderen grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in Bezug auf die Produkteigenschaften für die betreffende Art von Produkten mit digitalen Elementen von Bedeutung sind. Zu diesem Zweck sollten die Hersteller eine Bewertung der Cybersicherheitsrisiken vornehmen, die mit einem Produkt mit digitalen Elementen verbunden sind, um einschlägige Risiken und grundlegende Cybersicherheitsanforderungen zu ermitteln, sodass sie ihre Produkte mit digitalen Elementen ohne bekannte ausnutzbare Schwachstellen bereitstellen, die sich auf die Sicherheit dieser Produkte auswirken könnten, und um geeignete harmonisierte Normen, gemeinsame Spezifikationen oder europäische oder internationale Normen angemessen anzuwenden.
(55)
Sind bestimmte grundlegende Cybersicherheitsanforderungen auf ein Produkt mit digitalen Elementen nicht anwendbar, sollte der Hersteller dies in der Risikobewertung für die Cybersicherheit eindeutig begründen, die der technischen Dokumentation beigefügt ist. Dies könnte der Fall sein, wenn eine grundlegende Cybersicherheitsanforderung mit der Art eines Produkts mit digitalen Elementen unvereinbar ist. So kann es beispielsweise aufgrund der Zweckbestimmung eines Produkts mit digitalen Elementen erforderlich sein, dass der Hersteller weithin anerkannte Interoperabilitätsnormen befolgt, selbst wenn seine Sicherheitsmerkmale nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Auch andere Rechtsvorschriften der Union verlangen, dass die Hersteller spezifischen Interoperabilitätsanforderungen genügen. Wenn eine grundlegende Cybersicherheitsanforderungen nicht für ein Produkt mit digitalen Elementen anwendbar ist, der Hersteller jedoch Cybersicherheitsrisiken im Zusammenhang mit dieser grundlegenden Cybersicherheitsanforderung ermittelt hat, sollte er Maßnahmen ergreifen, um diesen Risiken mit anderen Mitteln zu begegnen, beispielsweise indem er die Zweckbestimmung des Produkts auf vertrauenswürdige Umgebungen beschränkt oder die Nutzer über diese Risiken informiert.
(56)
Eine der wichtigsten Maßnahmen, die die Nutzer ergreifen müssen, um ihre Produkte mit digitalen Elementen vor Cyberangriffen zu schützen, ist die schnellstmögliche Installation der neuesten verfügbaren Sicherheitsaktualisierungen. Die Hersteller sollten daher ihre Produkte so gestalten und Verfahren einrichten, dass Produkte mit digitalen Elementen automatische Funktionen mit Blick auf die Benachrichtigung, die Verteilung, das Herunterladen und die Installation von Sicherheitsaktualisierungen enthalten, insbesondere im Falle von Verbraucherprodukten. Sie sollten auch die Möglichkeit bieten, als letzte Etappe das Herunterladen und die Installation der Sicherheitsaktualisierungen zu genehmigen. Die Nutzer sollten weiterhin die Möglichkeit haben, automatische Aktualisierungen zu deaktivieren, und zwar mit einem klaren und einfach zu bedienenden Vorgang, der durch eindeutige Erläuterungen dazu ergänzt wird, wie die Nutzer auf Aktualisierungen verzichten können. Die in einem Anhang dieser Verordnung festgelegten Anforderungen an automatische Aktualisierungen gelten nicht für Produkte mit digitalen Elementen, die in erster Linie dazu bestimmt sind, als Komponenten in andere Produkte integriert zu werden. Sie gelten auch nicht für Produkte mit digitalen Elementen, bei denen die Nutzer normalerweise keine automatischen Aktualisierungen erwarten würden, einschließlich Produkten mit digitalen Elementen, die für den Einsatz in professionellen IKT-Netzen und insbesondere in kritischen und industriellen Umgebungen bestimmt sind, in denen eine automatische Aktualisierung zu Störungen des Betriebs führen könnte. Unabhängig davon, ob ein Produkt mit digitalen Elementen für den Empfang automatischer Aktualisierungen konzipiert ist oder nicht, sollte sein Hersteller die Nutzer über Schwachstellen informieren und Sicherheitsaktualisierungen unverzüglich zur Verfügung stellen. Verfügt ein Produkt mit digitalen Elementen über eine Benutzerschnittstelle oder ähnliche technische Mittel, die eine direkte Interaktion mit seinen Nutzern ermöglichen, so sollte der Hersteller diese Funktionen nutzen, um die Nutzer darüber zu informieren, dass ihr Produkt mit digitalen Elementen das Ende des Unterstützungszeitraums erreicht hat. Die Meldungen sollten sich auf das Maß beschränken, das erforderlich ist, um den tatsächlichen Empfang dieser Informationen sicherzustellen, und sie sollten sich nicht negativ auf das Nutzererlebnis des Produkts mit digitalen Elementen auswirken.
(57)
Um die Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen transparenter zu machen und um sicherzustellen, dass die Nutzer nicht gezwungen sind, neue Funktionsaktualisierungen zu installieren, nur um die neuesten Sicherheitsaktualisierungen zu erhalten, sollten die Hersteller dafür Sorge tragen, dass neue Sicherheitsaktualisierungen, soweit technisch machbar, getrennt von Funktionsaktualisierungen bereitgestellt werden.
(58)
In der gemeinsamen Mitteilung der Kommission und des Hohen Vertreters der Union für Außen- und Sicherheitspolitik vom 20. Juni 2023 über eine „Europäische Strategie für wirtschaftliche Sicherheit“ heißt es, dass die Union durch einen gemeinsamen strategischen Rahmen für die wirtschaftliche Sicherheit der Union die Vorteile ihrer wirtschaftlichen Offenheit maximieren und gleichzeitig die Risiken aus wirtschaftlichen Abhängigkeiten von Anbietern mit hohem Risiko minimieren muss. Abhängigkeiten von risikoreichen Anbietern von Produkten mit digitalen Elementen können ein strategisches Risiko darstellen, das auf Unionsebene angegangen werden muss, insbesondere wenn die Produkte mit digitalen Elementen für die Verwendung durch die in Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 genannten wesentlichen Einrichtungen bestimmt sind. Diese Risiken können unter anderem mit der für den Hersteller geltenden Gerichtsbarkeit, den Merkmalen seines Unternehmenseigentums und den von Kontrolle bestimmten Beziehungen zu der Regierung eines Drittlands, in dem er niedergelassen ist, zusammenhängen, insbesondere wenn das Drittland Wirtschaftsspionage betreibt oder unverantwortliches staatliches Verhalten im Cyberspace an den Tag legt und seine Gesetze einen willkürlichen Zugang zu Geschäftsvorgängen oder Unternehmensdaten jeglicher Art, einschließlich wirtschaftlich sensibler Daten, ermöglichen und unter Umständen nachrichtendienstliche Verpflichtungen auferlegen, ohne dass es demokratische Schutzmechanismen, Kontrollmechanismen, ordnungsgemäße Verfahren oder das Recht auf Anrufung eines unabhängigen Gerichts gibt. Bei der Bestimmung der Erheblichkeit eines Cybersicherheitsrisikos im Sinne dieser Verordnung sollten die Kommission und die Marktüberwachungsbehörden im Rahmen ihrer in dieser Verordnung festgelegten Zuständigkeiten auch nichttechnische Risikofaktoren berücksichtigen, insbesondere solche, die als Ergebnis von koordinierten Risikobewertungen in Bezug auf die Sicherheit der Lieferketten auf Ebene der Union, die gemäß Artikel 22 der Richtlinie (EU) 2022/2555 durchgeführt werden, ermittelt wurden.
(59)
Um für die Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen nach ihrem Inverkehrbringen zu sorgen, sollten die Hersteller den Unterstützungszeitraum festlegen, der der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Produkts mit digitalen Elementen Rechnung tragen sollte. Bei der Festlegung eines Unterstützungszeitraums sollte ein Hersteller insbesondere die berechtigten Erwartungen der Nutzer, die Art des Produkts sowie das einschlägige Unionsrecht zur Festlegung der Lebensdauer von Produkten mit digitalen Elementen berücksichtigen. Die Hersteller sollten auch andere relevante Faktoren berücksichtigen können. Die Kriterien sollten so angewandt werden, dass die Verhältnismäßigkeit bei der Festlegung der Unterstützungszeiträume gegeben ist. Auf Anfrage sollte ein Hersteller den Marktüberwachungsbehörden die Informationen zur Verfügung stellen, die bei der Festlegung des Unterstützungszeitraums eines Produkts mit digitalen Elementen berücksichtigt wurden.
(60)
Der Unterstützungszeitraum, für den der Hersteller die wirksame Behandlung von Schwachstellen gewährleistet, sollte mindestens fünf Jahre betragen, es sei denn, die Lebensdauer des Produkts mit digitalen Elementen beträgt weniger als fünf Jahre; in diesem Fall sollte der Hersteller die Behandlung von Schwachstellen für die entsprechende Lebensdauer sicherstellen. Wenn nach vernünftigem Ermessen davon auszugehen ist, dass das Produkt mit digitalen Elementen länger als fünf Jahre verwendet wird, wie dies häufig bei Hardwarekomponenten wie Hauptplatinen oder Mikroprozessoren, bei Netzwerkgeräten wie Routern, Modems oder Switches sowie bei Software wie Betriebssystemen oder Videobearbeitungstools der Fall ist, sollten die Hersteller dementsprechend längere Unterstützungszeiträume sicherstellen. Insbesondere Produkte mit digitalen Elementen, die für die Verwendung in industriellen Umgebungen bestimmt sind, wie etwa industrielle Steuerungssysteme, werden häufig über deutlich längere Zeiträume hinweg verwendet. Ein Hersteller sollte nur dann einen Unterstützungszeitraum von weniger als fünf Jahren festlegen können, wenn dies durch das Wesen des betreffenden Produkts mit digitalen Elementen gerechtfertigt ist und das Produkt voraussichtlich weniger als fünf Jahre in Verwendung sein wird; in diesem Fall sollte der Unterstützungszeitraum der erwarteten Nutzungsdauer entsprechen. Beispielsweise könnte die Lebensdauer einer Kontaktnachverfolgungs-App, die für die Nutzung während einer Pandemie bestimmt ist, auf die Dauer der Pandemie begrenzt werden. Darüber hinaus können einige Software-Anwendungen naturgemäß nur auf der Grundlage eines Abonnements zur Verfügung gestellt werden, insbesondere wenn die Anwendung nach Ablauf des Abonnements für den Nutzer nicht mehr zur Verfügung steht und folglich nicht mehr genutzt wird.
(61)
Wenn bei Produkten mit digitalen Elementen das Ende des jeweiligen Unterstützungszeitraums erreicht ist, sollten die Hersteller in Erwägung ziehen, den Quellcode dieser Produkte mit digitalen Elementen entweder gegenüber anderen Unternehmen, die sich zu einer verlängerten Bereitstellung von Diensten zur Behandlung von Schwachstellen verpflichten, oder für die Öffentlichkeit freizugeben, damit Schwachstellen auch nach Ablauf des Unterstützungszeitraums behandelt werden können. Wenn Hersteller den Quellcode an andere Unternehmen weitergeben, sollten sie in der Lage sein, das Eigentumsrecht an dem Produkt mit digitalen Elementen zu schützen und die Weitergabe des Quellcodes an die Öffentlichkeit zu verhindern, etwa im Wege vertraglicher Vereinbarungen.
(62)
Um sicherzustellen, dass die Hersteller in der gesamten Union vergleichbare Unterstützungszeiträume für vergleichbare Produkte mit digitalen Elementen festlegen, sollte die ADCO Statistiken über die von den Herstellern für Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen festgelegten durchschnittlichen Unterstützungszeiträume veröffentlichen und Leitlinien herausgeben, in denen angemessene Unterstützungszeiträume für diese Kategorien angegeben sind. Darüber hinaus sollte die Kommission im Hinblick auf die Gewährleistung eines über den gesamten Binnenmarkt hinweg harmonisierten Ansatzes delegierte Rechtsakte erlassen können, um Mindestunterstützungszeiträume für bestimmte Produktkategorien festzulegen, wenn die von den Marktüberwachungsbehörden bereitgestellten Daten entweder darauf hindeuten, dass die von den Herstellern festgelegten Unterstützungszeiträume systematisch nicht den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien für die Festlegung der Unterstützungszeiträume entsprechen, oder darauf hindeuten, dass Hersteller aus verschiedenen Mitgliedstaaten ungerechtfertigt unterschiedliche Unterstützungszeiträume festlegen.
(63)
Die Hersteller sollten eine zentrale Anlaufstelle einrichten, die es den Nutzern ermöglicht, mühelos mit ihnen zu kommunizieren, etwa um Schwachstellen des Produkts mit digitalen Elementen zu melden und Informationen zu diesen Schwachstellen zu erhalten. Sie sollten die zentrale Anlaufstelle für die Nutzer leicht zugänglich und klare Angaben zu ihrer Erreichbarkeit machen und diese Informationen auf dem neuesten Stand halten. Wenn Hersteller sich dafür entscheiden, automatisierte Instrumente wie etwa Chatboxen anzubieten, sollten sie auch eine Telefonnummer oder andere digitale Kontaktmöglichkeiten wie eine E-Mail-Adresse oder ein Kontaktformular anbieten. Die zentrale Anlaufstelle sollte nicht ausschließlich auf automatisierten Instrumenten beruhen.
(64)
Die Hersteller sollten ihre Produkte mit digitalen Elementen mit einer sicheren Standardkonfiguration auf dem Markt bereitstellen und den Nutzern kostenlos Sicherheitsaktualisierungen zur Verfügung stellen. Die Hersteller sollten von den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen nur abweichen können, wenn es sich um maßgeschneiderte Produkte handelt, die für einen bestimmten gewerblichen Nutzer auf einen bestimmten Zweck zugeschnitten sind und bei denen sowohl der Hersteller als auch der Nutzer ausdrücklich anderen Vertragsbedingungen zugestimmt haben.
(65)
Aktiv ausgenutzte Schwachstellen in Produkten mit digitalen Elementen sowie schwerwiegende Sicherheitsvorfälle, die sich auf die Sicherheit dieser Produkte auswirken, sollten die Hersteller über die einheitliche Meldeplattform gleichzeitig sowohl dem als Koordinator benannten Computer Security Incident Response Team (CSIRT) als auch der ENISA melden. Die Meldungen sollten über den Endpunkt für die elektronische Meldung eines als Koordinator benannten CSIRT übermittelt werden und gleichzeitig der ENISA zugänglich sein.
(66)
Die Hersteller sollten aktiv ausgenutzte Schwachstellen melden, um dafür zu sorgen, dass die als Koordinatoren benannten CSIRTs und die ENISA einen angemessenen Überblick über diese Schwachstellen haben und die Informationen erhalten, die sie benötigen, um ihre Aufgaben gemäß der Richtlinie (EU) 2022/2555 wahrzunehmen und das Gesamtniveau der Cybersicherheit wesentlicher und wichtiger Einrichtungen gemäß Artikel 3 der genannten Richtlinie zu erhöhen, und um das wirksame Funktionieren der Marktüberwachungsbehörden zu gewährleisten. Da die meisten Produkte mit digitalen Elementen im gesamten Binnenmarkt vermarktet werden, sollte jede ausgenutzte Schwachstelle in einem Produkt mit digitalen Elementen als Bedrohung für das Funktionieren des Binnenmarkts betrachtet werden. Im Einvernehmen mit dem Hersteller sollte die ENISA behobene Schwachstellen in der gemäß Artikel 12 Absatz 2 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingerichteten europäischen Schwachstellendatenbank offenlegen. Die europäische Schwachstellendatenbank wird die Hersteller dabei unterstützen, bekannte ausnutzbare Schwachstellen in ihren Produkten zu ermitteln, um sicherzustellen, dass auf dem Markt sichere Produkte bereitgestellt werden.
(67)
Die Hersteller sollten dem als Koordinator benannten CSIRT und der ENISA auch jeden schwerwiegenden Sicherheitsvorfall melden, der sich auf die Sicherheit eines Produkts mit digitalen Elementen auswirkt. Damit die Nutzer rasch auf schwerwiegende Sicherheitsvorfälle reagieren können, die sich auf die Sicherheit ihrer Produkte mit digitalen Elementen auswirken, sollten die Hersteller auch ihre Nutzer über solche Sicherheitsvorfälle und gegebenenfalls über Korrekturmaßnahmen informieren, die die Nutzer ergreifen können, um die Auswirkungen des Sicherheitsvorfalls zu mindern, und zwar z. B. durch Veröffentlichung einschlägiger Informationen auf ihren Websites oder, falls der Hersteller zu den Nutzern Kontakt aufnehmen kann und die Cybersicherheitsrisiken dies rechtfertigen, durch direkte Kontaktaufnahme zu den Nutzern.
(68)
Bei aktiv ausgenutzten Schwachstellen handelt es sich um Fälle, in denen ein Hersteller feststellt, dass eine Sicherheitsverletzung, die sich auf seine Nutzer oder andere natürliche oder juristische Personen auswirkt, darauf zurückzuführen ist, dass ein böswilliger Akteur einen Fehler in einem der Produkte mit digitalen Elementen nutzt, die vom Hersteller auf dem Markt bereitgestellt werden. Bei solchen Schwachstellen kann es sich beispielsweise um Schwächen in den Identifizierungs- und Authentifizierungsfunktionen eines Produkts handeln. Schwachstellen, die ohne böswillige Absicht bei in gutem Glauben ausgeführten Tests, Untersuchungen, Korrekturen oder Offenlegungen, die auf die Sicherheit und den Schutz des Systemeigners und seiner Nutzer abzielen, festgestellt werden, sollten nicht meldepflichtig sein. Schwerwiegende Sicherheitsvorfälle, die sich auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen auswirken, beziehen sich hingegen auf Situationen, in denen ein Cybersicherheitsvorfall die Entwicklungs-, Herstellungs- oder Wartungsprozesse des Herstellers so beeinträchtigt, dass er zu einem erhöhten Cybersicherheitsrisiko für die Nutzer oder andere Personen führen könnte. Zu diesen schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen gehört beispielsweise der Fall, dass ein Angreifer erfolgreich ein Schadprogramm in den Freigabekanal eingeschleust hat, über den der Hersteller Sicherheitsaktualisierungen für die Nutzer freigibt.
(69)
Damit Meldungen rasch an alle einschlägigen als Koordinatoren benannten CSIRTs weitergeleitet werden können und die Hersteller in jeder Phase des Meldeverfahrens die Möglichkeit einer Einzelnotifizierung haben, sollte die ENISA eine einheitliche Meldeplattform mit nationalen Endpunkten für die elektronische Meldung einrichten. Der laufende Betrieb der einheitlichen Meldeplattform sollte von der ENISA gesteuert und aufrechterhalten werden. Die als Koordinatoren benannten CSIRTs sollten ihre jeweiligen Marktüberwachungsbehörden über gemeldete Schwachstellen oder Sicherheitsvorfälle unterrichten. Die einheitliche Meldeplattform sollte so gestaltet sein, dass die Vertraulichkeit der Meldungen gewahrt bleibt, wobei dies insbesondere für Schwachstellen gilt, für die noch keine Sicherheitsaktualisierung verfügbar ist. Darüber hinaus sollte die ENISA Verfahrensweisen für den sicheren und vertraulichen Umgang mit Informationen festlegen. Auf der Grundlage der von ihr erfassten Informationen sollte die ENISA alle zwei Jahre einen technischen Bericht über sich abzeichnende Trends in Bezug auf Cybersicherheitsrisiken bei Produkten mit digitalen Elementen erstellen und ihn der gemäß Artikel 14 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingesetzten Kooperationsgruppe vorlegen.
(70)
Unter außergewöhnlichen Umständen und insbesondere auf Ersuchen des Herstellers sollte das als Koordinator benannte CSIRT, bei dem die Meldung zunächst eingeht, beschließen können, die Übermittlung über die einheitliche Meldeplattform an die anderen einschlägigen als Koordinatoren benannten CSIRTs aufzuschieben, wenn dies aus Gründen der Cybersicherheit und für einen unbedingt erforderlichen Zeitraum gerechtfertigt werden kann. Das als Koordinator benannte CSIRT sollte die ENISA unverzüglich über die Entscheidung zur Aufschiebung und die Gründe dafür sowie darüber informieren, wann es eine Weiterverbreitung beabsichtigt. Die Kommission sollte im Wege eines delegierten Rechtsakts technische Einzelheiten zu den Bedingungen ausarbeiten, unter denen Gründe der Cybersicherheit geltend gemacht werden könnten, und bei der Ausarbeitung des Entwurfs eines delegierten Rechtsakts mit dem gemäß Artikel 15 der Richtlinie (EU) 2022/2555 errichteten CSIRTs-Netzwerk und der ENISA zusammenarbeiten. Bei Gründen der Cybersicherheit kann es sich etwa um ein laufendes Verfahren zur koordinierten Offenlegung von Schwachstellen oder um Situationen handeln, in denen erwartet wird, dass ein Hersteller in Kürze eine Minderungsmaßnahme ergreift und die mit einer unmittelbaren Weiterleitung über die einheitliche Meldeplattform verbundenen Cybersicherheitsrisiken die mit dieser Weiterleitung einhergehenden Vorteile überwiegen. Auf Ersuchen des als Koordinator benannten CSIRT sollte die ENISA in der Lage sein, das CSIRT bei der Geltendmachung von Gründen der Cybersicherheit im Zusammenhang mit der Aufschiebung der Weiterleitung der Meldung auf der Grundlage der Informationen zu unterstützen, die die ENISA von diesem CSIRT in Bezug auf die Entscheidung erhalten hat, eine Meldung aus diesen cybersicherheitsbezogenen Gründen zurückzuhalten. Darüber hinaus sollte die ENISA unter besonders außergewöhnlichen Umständen nicht alle Einzelheiten einer Meldung über eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle gleichzeitig erhalten. Dies wäre der Fall, wenn der Hersteller in seiner Meldung angibt, dass die gemeldete Schwachstelle von einem böswilligen Akteur aktiv ausgenutzt wurde und dass sie nach den verfügbaren Informationen in keinem anderen Mitgliedstaat als dem des als Koordinator benannten CSIRT, dem der Hersteller die Schwachstelle gemeldet hat, ausgenutzt wurde, wenn eine unverzügliche Weiterverbreitung der Meldung über die Schwachstelle voraussichtlich zu einer Zuleitung von Informationen führen würde, deren Offenlegung den wesentlichen Interessen dieses Mitgliedstaats zuwiderliefe, oder wenn die gemeldete Schwachstelle aufgrund der Weiterverbreitung ein unmittelbares hohes Cybersicherheitsrisiko darstellen würde. In solchen Fällen erhält die ENISA nur gleichzeitigen Zugang zu der Information, dass der Hersteller eine Meldung getätigt hat, zu allgemeinen Informationen über das betreffende Produkt mit digitalen Elementen, zu den Informationen über die allgemeine Art der Ausnutzung und zu Informationen darüber, dass diese Sicherheitsgründe vom Hersteller geltend gemacht wurden und der vollständige Inhalt der Meldung daher zurückgehalten wird. Die vollständige Meldung sollte der ENISA und anderen einschlägigen als Koordinatoren benannten CSIRTs dann zur Verfügung gestellt werden, wenn das als Koordinator benannte CSIRT, das die Meldung ursprünglich erhält, feststellt, dass diese Sicherheitsgründe, die besonders außergewöhnliche Umstände im Sinne dieser Verordnung widerspiegeln, nicht mehr bestehen. Ist die ENISA auf der Grundlage der verfügbaren Informationen der Auffassung, dass ein Systemrisiko für die Sicherheit des Binnenmarkts besteht, sollte sie dem CSIRT, bei dem die Meldung eingegangen ist, empfehlen, die vollständige Meldung an die anderen als Koordinatoren benannten CSIRTs und an die ENISA selbst weiterzuleiten.
(71)
Wenn Hersteller eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle oder einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall melden, die bzw. der sich auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen auswirkt, sollten sie angeben, für wie sensibel sie die gemeldeten Informationen halten. Das als Koordinator benannte CSIRT, das die Meldung ursprünglich erhält, sollte diese Informationen bei der Prüfung, ob die Meldung außergewöhnliche Umstände nahelegt, die eine Aufschiebung der Weiterleitung der Meldung an die anderen einschlägigen als Koordinatoren benannten CSIRTs aus berechtigten Gründen der Cybersicherheit rechtfertigen, berücksichtigen. Zudem sollte es diese Informationen bei der Beurteilung der Frage berücksichtigen, ob die Meldung über eine aktiv ausgenutzte Schwachstelle besonders außergewöhnliche Umstände nahelegt, die es rechtfertigen, dass die vollständige Meldung nicht gleichzeitig der ENISA zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus sollten die als Koordinatoren benannten CSIRTs in der Lage sein, diese Informationen bei der Festlegung geeigneter Maßnahmen zur Minderung der Risiken, die sich aus den entsprechenden Schwachstellen und Sicherheitsvorfällen ergeben, zu berücksichtigen.
(72)
Um die im Rahmen dieser Verordnung vorgeschriebene Meldung von Informationen unter Berücksichtigung anderer ergänzender Meldepflichten, die im Unionsrecht etwa in der Verordnung (EU) 2016/679, der Verordnung (EU) 2022/2554 des Europäischen Parlaments und des Rates(25), der Richtlinie 2002/58/EG des Europäischen Parlaments und des Rates(26) und der Richtlinie (EU) 2022/2555 festgelegt sind, zu vereinfachen und den Verwaltungsaufwand für Einrichtungen zu verringern, wird den Mitgliedstaaten nahegelegt, die Einrichtung zentraler Anlaufstellen für solche Meldepflichten auf nationaler Ebene in Erwägung zu ziehen. Die Nutzung solcher nationalen zentralen Anlaufstellen für die Meldung von Sicherheitsvorfällen gemäß der Verordnung (EU) 2016/679 und der Richtlinie 2002/58/EG sollte die Anwendung der Bestimmungen der Verordnung (EU) 2016/679 und der Richtlinie 2002/58/EG, insbesondere der Bestimmungen über die Unabhängigkeit der darin genannten Behörden, unberührt lassen. Bei der Einrichtung der in dieser Verordnung genannten einheitlichen Meldeplattform sollte die ENISA der Möglichkeit Rechnung tragen, dass die in dieser Verordnung genannten nationalen Endpunkte für die elektronische Meldung in nationale zentrale Anlaufstellen integriert werden können, die auch andere nach dem Unionsrecht erforderliche Meldungen umfassen können.
(25) Verordnung (EU) 2022/2554 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1060/2009, (EU) Nr. 648/2012, (EU) Nr. 600/2014, (EU) Nr. 909/2014 und (EU) 2016/1011 (ABl. L 333 vom 27.12.2022, S. 1).
(26) Richtlinie 2002/58/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Juli 2002 über die Verarbeitung personenbezogener Daten und den Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation (ABl. L 201 vom 31.7.2002, S. 37).
(73)
Um sich Erfahrungen aus der Vergangenheit zunutze zu machen, sollte die ENISA bei der Einrichtung der in dieser Verordnung genannten einheitlichen Meldeplattform andere Organe oder Agenturen der Union konsultieren, die Plattformen oder Datenbanken verwalten, die strengen Sicherheitsanforderungen unterliegen, wie etwa die Agentur der Europäischen Union für das Betriebsmanagement von IT-Großsystemen im Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts (eu-LISA). Außerdem sollte die ENISA mögliche Komplementaritäten mit der gemäß Artikel 12 Absatz 2 der Richtlinie (EU) 2022/2555 eingerichteten europäischen Schwachstellendatenbank prüfen.
(74)
Hersteller und andere natürliche und juristische Personen sollten in der Lage sein, einem als Koordinator benannten CSIRT oder der ENISA auf freiwilliger Basis jedwede in einem Produkt mit digitalen Elementen enthaltene Schwachstelle, Cyberbedrohungen, die sich auf das Risikoprofil eines Produkts mit digitalen Elementen auswirken könnten, jedweden Sicherheitsvorfall, der sich auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen auswirkt, sowie Beinahe-Vorfälle, die zu einem solchen Sicherheitsvorfall hätten führen können, zu melden.
(75)
Die Mitgliedstaaten sollten im Einklang mit den nationalen Rechtsvorschriften so weit wie möglich die Herausforderungen angehen, mit denen Forscher, die sich mit Schwachstellen befassen, konfrontiert sind, wobei hierzu auch deren potenzielle strafrechtliche Haftung gehört. Da natürliche und juristische Personen, die Schwachstellen erforschen, in einigen Mitgliedstaaten der strafrechtlichen und zivilrechtlichen Haftung unterliegen könnten, werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, Leitlinien für die Nichtverfolgung von Forschern im Bereich der Informationssicherheit zu verabschieden und eine Ausnahme von der zivilrechtlichen Haftung für ihre Tätigkeiten zu erlassen.
(76)
Die Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen sollten Konzepte für die koordinierte Offenlegung von Schwachstellen einführen, um das Melden von Schwachstellen durch natürliche oder juristische Personen entweder direkt an den Hersteller oder indirekt und auf Wunsch anonym über die CSIRTs zu erleichtern, die gemäß Artikel 12 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 als Koordinatoren für die Zwecke der koordinierten Offenlegung von Schwachstellen benannt werden. Das Konzept der Hersteller für die koordinierte Offenlegung von Schwachstellen sollte einen strukturierten Prozess vorsehen, in dem Schwachstellen dem Hersteller in einer Weise gemeldet werden, die dem Hersteller die Diagnose und Behebung solcher Schwachstellen ermöglicht, bevor detaillierte Informationen über die Schwachstelle an Dritte oder die Öffentlichkeit weitergegeben werden. Darüber hinaus sollten die Hersteller auch in Erwägung ziehen, ihre Sicherheitskonzepte in maschinenlesbarem Format zu veröffentlichen. Angesichts dessen, dass mit Informationen über ausnutzbare Schwachstellen in weitverbreiteten Produkten mit digitalen Elementen auf dem Schwarzmarkt hohe Preisen zu erzielen sind, sollten die Hersteller solcher Produkte in der Lage sein, im Rahmen ihrer Konzepte für die koordinierte Offenlegung von Schwachstellen Programme durchzuführen, mit denen sie Anreize für das Melden von Schwachstellen schaffen, indem sie dafür sorgen, dass natürliche oder juristische Personen Anerkennung und Belohnung für ihre Bemühungen erhalten. Hierbei handelt es sich um sogenannte „Bug-Bounty-Programme“.
(77)
Zur Erleichterung der Schwachstellenanalyse sollten die Hersteller feststellen und dokumentieren, welche Komponenten in den Produkten mit digitalen Elementen enthalten sind, und dazu gegebenenfalls eine Software-Stückliste aufstellen. Über eine Software-Stückliste können denjenigen, die Software herstellen, kaufen und betreiben, Informationen bereitgestellt werden, die ihnen helfen, die Lieferkette besser zu verstehen, was zahlreiche Vorteile mit sich bringt und insbesondere Herstellern und Nutzern hilft, bekannte neu aufgetretene Schwachstellen und Cybersicherheitsrisiken zu verfolgen. Besonders wichtig ist es, dass die Hersteller sicherstellen, dass ihre Produkte mit digitalen Elementen keine anfälligen Komponenten enthalten, die von Dritten entwickelt wurden. Die Hersteller sollten nicht verpflichtet sein, die Software-Stückliste zu veröffentlichen.
(78)
Im Rahmen der neuen komplexen Geschäftsmodelle im Zusammenhang mit Online-Verkäufen kann ein online tätiges Unternehmen eine Vielzahl von Dienstleistungen anbieten. Je nach Art der in Bezug auf ein bestimmtes Produkt mit digitalen Elementen erbrachten Dienstleistungen kann ein und dasselbe Unternehmen in verschiedene Kategorien von Geschäftsmodellen oder Wirtschaftsakteuren fallen. Erbringt ein Unternehmen ausschließlich Online-Vermittlungsdienste für ein bestimmtes Produkt mit digitalen Elementen und handelt es sich bei diesem Unternehmen lediglich um einen Anbieter eines Online-Marktplatzes im Sinne von Artikel 3 Nummer 14 der Verordnung (EU) 2023/988, so fällt es nicht in eine der Kategorien von Wirtschaftsakteuren im Sinne dieser Verordnung. Handelt es sich bei einem Unternehmen um einen Anbieter eines Online-Marktplatzes, der beim Verkauf bestimmter Produkte mit digitalen Elementen zudem als Wirtschaftsakteur im Sinne dieser Verordnung fungiert, so sollte es den für diese Art von Wirtschaftsakteur in dieser Verordnung festgelegten Verpflichtungen unterliegen. Vertreibt beispielsweise der Anbieter eines Online-Marktplatzes auch ein Produkt mit digitalen Elementen, so wird er in Bezug auf den Verkauf dieses Produkts als Händler betrachtet. Ebenso würde das betreffende Unternehmen, wenn es seine eigenen Markenprodukte mit digitalen Elementen verkauft, als Hersteller gelten und müsste somit die für Hersteller geltenden Anforderungen erfüllen. Darüber hinaus können einige Unternehmen als Fulfilment-Dienstleister im Sinne von Artikel 3 Nummer 11 der Verordnung (EU) 2019/1020 des Europäischen Parlaments und des Rates(27) gelten, wenn sie die entsprechenden Dienstleistungen anbieten. Die betreffenden Fälle müssten im Einzelfall bewertet werden. Angesichts der herausragenden Rolle, die Online-Marktplätze bei der Ermöglichung des elektronischen Geschäftsverkehrs spielen, sollten diese bestrebt sein, mit den Marktüberwachungsbehörden der Mitgliedstaaten zusammenzuarbeiten, um dazu beizutragen, dass über Online-Marktplätze erworbene Produkte mit digitalen Elementen die in dieser Verordnung festgelegten Cybersicherheitsanforderungen erfüllen.
(27) Verordnung (EU) 2019/1020 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juni 2019 über Marktüberwachung und die Konformität von Produkten sowie zur Änderung der Richtlinie 2004/42/EG und der Verordnungen (EG) Nr. 765/2008 und (EU) Nr. 305/2011 (ABl. L 169 vom 25.6.2019, S. 1).
(79)
Um die Bewertung der Konformität mit den in dieser Verordnung festgelegten Anforderungen zu erleichtern, sollte eine Konformitätsvermutung für Produkte mit digitalen Elementen gelten, die harmonisierten Normen entsprechen, mit denen die in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in detaillierte technische Spezifikationen umgesetzt werden und die gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates(28) angenommen wurden. Die genannte Verordnung enthält ein Verfahren für Einwände gegen harmonisierte Normen für den Fall, dass diese Normen den in der vorliegenden Verordnung festgelegten Anforderungen nicht in vollem Umfang entsprechen. Im Rahmen des Normierungsprozesses sollte eine ausgewogene Interessenvertretung und eine wirksame Einbeziehung von Interessenträgern der Zivilgesellschaft, darunter von Verbraucherorganisationen, sichergestellt werden. Internationale Normen, die mit dem Cybersicherheitsschutzniveau, das mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen angestrebt wird, im Einklang stehen, sollten ebenfalls berücksichtigt werden, um die Entwicklung harmonisierter Normen und die Durchführung dieser Verordnung zu unterstützen und Unternehmen, insbesondere Kleinstunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen sowie weltweit tätigen Unternehmen, die Konformität zu erleichtern.
(28) Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 zur europäischen Normung, zur Änderung der Richtlinien 89/686/EWG und 93/15/EWG des Rates sowie der Richtlinien 94/9/EG, 94/25/EG, 95/16/EG, 97/23/EG, 98/34/EG, 2004/22/EG, 2007/23/EG, 2009/23/EG und 2009/105/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung des Beschlusses 87/95/EWG des Rates und des Beschlusses Nr. 1673/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 316 vom 14.11.2012, S. 12).
(80)
Die rechtzeitige Entwicklung harmonisierter Normen während des Übergangszeitraums für die Anwendung dieser Verordnung und ihre Verfügbarkeit vor dem Geltungsbeginn dieser Verordnung werden für ihre wirksame Umsetzung besonders wichtig sein. Insbesondere ist dies bei wichtigen Produkten mit digitalen Elementen der Klasse I der Fall. Die Verfügbarkeit harmonisierter Normen wird es den Herstellern der entsprechenden Produkte ermöglichen, die Konformitätsbewertungen im Wege des internen Kontrollverfahrens durchzuführen, und kann so dazu beitragen, Engpässe und Verzögerungen bei den Tätigkeiten von Konformitätsbewertungsstellen zu umgehen.
(81)
Mit der Verordnung (EU) 2019/881 ist ein freiwilliger europäischer Rahmen für die Cybersicherheitszertifizierung von IKT-Produkten, -Prozessen und -Diensten geschaffen worden. Die europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung schaffen einen gemeinsamen Rahmen für das Vertrauen der Nutzer in die Verwendung von Produkten mit digitalen Elementen, die in den Anwendungsbereich der vorliegenden Verordnung fallen. Die vorliegende Verordnung sollte folglich Synergieeffekte mit der Verordnung (EU) 2019/881 schaffen. Um die Bewertung der Konformität mit den in der vorliegenden Verordnung festgelegten Anforderungen zu erleichtern, wird bei Produkten mit digitalen Elementen, die im Rahmen eines von der Kommission in einem Durchführungsrechtsakt festgelegten europäischen Cybersicherheitsschemas gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 zertifiziert worden sind oder für die im Rahmen eines solchen Schemas eine Konformitätserklärung ausgestellt wurde, davon ausgegangen, dass sie den in der vorliegenden Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen genügen, sofern das europäische Cybersicherheitszertifikat oder die Konformitätserklärung oder Teile davon diese Anforderungen abdecken. Die Notwendigkeit neuer europäischer Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung von Produkten mit digitalen Elementen sollte im Lichte der vorliegenden Verordnung geprüft werden, auch bei der Ausarbeitung des fortlaufenden Arbeitsprogramms der Union gemäß der Verordnung (EU) 2019/881. Wenn ein neues Schema für Produkte mit digitalen Elementen erforderlich ist, um etwa die Einhaltung dieser Verordnung zu erleichtern, kann die Kommission die ENISA gemäß Artikel 48 der Verordnung (EU) 2019/881 ersuchen, mögliche Schemata auszuarbeiten. Solche künftigen europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung von Produkten mit digitalen Elementen sollten den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen und Konformitätsbewertungsverfahren Rechnung tragen und die Einhaltung dieser Verordnung erleichtern. Für europäische Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung in Kraft treten, können weitere Spezifikationen zu detaillierten Aspekten bezüglich der Anwendung einer Konformitätsvermutung erforderlich sein. Der Kommission sollte die Befugnis übertragen werden, im Wege von delegierten Rechtsakten festzulegen, unter welchen Bedingungen die europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung zum Nachweis der Konformität mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen verwendet werden können. Um einen übermäßigen Verwaltungsaufwand zu vermeiden, sollten die Hersteller darüber hinaus nicht verpflichtet sein, für die betreffenden Anforderungen eine Konformitätsbewertung durch Dritte, wie in dieser Verordnung vorgesehen, durchzuführen zu lassen, wenn im Rahmen solcher europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung ein europäisches Cybersicherheitszertifikat mindestens für die Stufe „mittel“ ausgestellt wurde.
(82)
Beim Inkrafttreten der Durchführungsverordnung (EU) 2024/482, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallende Produkte wie Hardware-Sicherheitsmodule und Mikroprozessoren betrifft, sollte die Kommission im Wege eines delegierten Rechtsakts festlegen können, auf welche Weise das EUCC eine Vermutung der Konformität mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen oder Teilen davon begründen kann. Darüber hinaus kann in einem solchen delegierten Rechtsakt festgelegt werden, wie mit einem im Rahmen des EUCC ausgestellten Zertifikat die in dieser Verordnung vorgesehene Pflicht der Hersteller, eine Bewertung durch Dritte durchführen zu lassen, für die betreffenden Anforderungen aufgehoben werden kann.
(83)
Der bestehende europäische Normungsrahmen, dem die Grundsätze der neuen Konzeption gemäß der Entschließung des Rates vom 7. Mai 1985 über eine neue Konzeption auf dem Gebiet der technischen Harmonisierung und der Normung und die Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 zugrunde liegen, bildet den Standardrahmen für die Ausarbeitung von Normen, die eine Konformitätsvermutung mit den in dieser Verordnung festgelegten einschlägigen grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen vorsehen. Europäische Normen sollten marktorientiert sein, dem öffentlichen Interesse sowie den politischen Zielen Rechnung tragen, die im Auftrag der Kommission an eine oder mehrere europäische Normungsorganisationen, innerhalb einer bestimmten Frist harmonisierte Normen auszuarbeiten, präzise dargelegt sind, und auf Konsens beruhen. In Ermangelung einschlägiger Verweise auf harmonisierte Normen sollte die Kommission jedoch die Möglichkeit haben, in Ausnahmefällen als Ausweichlösung und unter gebührender Achtung der Rolle und der Aufgaben der europäischen Normungsorganisationen Durchführungsrechtsakte zu erlassen, in denen gemeinsame Spezifikationen für die in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen festgelegt werden, um es dem Hersteller zu erleichtern, seiner Pflicht zur Einhaltung dieser grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen nachzukommen, wenn das Normungsverfahren blockiert ist oder wenn es bei der Ausarbeitung angemessener harmonisierter Normen zu Verzögerungen kommt. Ist eine solche Verzögerung auf die technische Komplexität der betreffenden Norm zurückzuführen, so sollte die Kommission dies berücksichtigen, bevor sie die Festlegung gemeinsamer Spezifikationen in Erwägung zieht.
(84)
Um bei der Festlegung gemeinsamer Spezifikationen, die die in dieser Verordnung genannten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen abdecken, möglichst effizient vorzugehen, sollte die Kommission einschlägige Interessenträger in den Prozess einbeziehen.
(85)
Unter einer angemessenen Frist ist in Bezug auf die Veröffentlichung der Fundstelle harmonisierter Normen im Amtsblatt der Europäischen Union gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 ein Zeitraum zu verstehen, in dem die Fundstelle der Norm, ihre Berichtigung oder ihre Änderung voraussichtlich im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wird und der ein Jahr nach Ablauf der Frist für die Erstellung des Entwurfs einer europäischen Norm gemäß der Verordnung (EU) Nr. 1025/2012 nicht überschreiten sollte.
(86)
Um die Bewertung der Konformität mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen zu erleichtern, sollte eine Konformitätsvermutung für Produkte mit digitalen Elementen gelten, die den gemeinsamen Spezifikationen entsprechen, die die Kommission gemäß dieser Verordnung angenommen hat, um ausführliche technische Spezifikationen für diese Anforderungen zu formulieren.
(87)
Die Anwendung harmonisierter Normen, gemeinsamer Spezifikationen oder europäischer Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung, die gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 angenommen wurden und bei denen eine Konformitätsvermutung in Bezug auf die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen an Produkte mit digitalen Elementen besteht, wird die Konformitätsbewertung durch die Hersteller erleichtern. Entscheidet sich der Hersteller gegen die Verwendung dieser Mittel für bestimmte Anforderungen, so muss er in seinen technischen Unterlagen angeben, wie die Konformität auf andere Weise erreicht wird. Darüber hinaus würde die Anwendung harmonisierter Normen, gemeinsamer Spezifikationen oder europäischer Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung, die gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 angenommen wurden, durch die Begründung einer Konformitätsvermutung für die Hersteller die Überprüfung der Konformität von Produkten mit digitalen Elementen durch die Marktüberwachungsbehörden erleichtern. Daher werden die Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen angehalten, diese harmonisierten Normen, gemeinsamen Spezifikationen oder europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung anzuwenden.
(88)
Die Hersteller sollten eine EU-Konformitätserklärung ausstellen, aus der die nach dieser Verordnung erforderlichen Informationen über die Konformität der Produkte mit digitalen Elementen mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen und gegebenenfalls den sonstigen einschlägigen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union, denen das Produkt mit digitalen Elementen unterliegt, hervorgehen. Die Hersteller können ferner auch aufgrund anderer Rechtsakte der Union verpflichtet sein, eine EU-Konformitätserklärung auszustellen. Um einen wirksamen Zugang zu Informationen für die Zwecke der Marktüberwachung zu gewährleisten, sollte eine einzige EU-Konformitätserklärung in Bezug auf die Einhaltung aller einschlägigen Rechtsakte der Union ausgestellt werden. Um den Verwaltungsaufwand für die Wirtschaftsakteure zu verringern, sollte es zulässig sein, dass diese einzige EU-Konformitätserklärung aus einer Akte besteht, die sich aus den einschlägigen einzelnen Konformitätserklärungen zusammensetzt.
(89)
Die CE-Kennzeichnung bringt die Konformität eines Produkts zum Ausdruck und ist das sichtbare Ergebnis eines ganzen Prozesses, der die Konformitätsbewertung im weiteren Sinne umfasst. Die allgemeinen Grundsätze für die CE-Kennzeichnung sind in der Verordnung (EG) Nr. 765/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates(29) festgelegt. Die Vorschriften für die Anbringung der CE-Kennzeichnung auf Produkten mit digitalen Elementen sollten in der vorliegenden Verordnung festgelegt werden. Die CE-Kennzeichnung sollte die einzige Kennzeichnung sein, die die Übereinstimmung der Produkte mit digitalen Elementen mit den in dieser Verordnung festgelegten Anforderungen garantiert.
(29) Verordnung (EG) Nr. 765/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Juli 2008 über die Vorschriften für die Akkreditierung und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 339/93 (ABl. L 218 vom 13.8.2008, S. 30).
(90)
Damit die Wirtschaftsakteure die Konformität mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen nachweisen können und die Marktüberwachungsbehörden sicherstellen können, dass Produkte mit digitalen Elementen, die auf dem Markt bereitgestellt werden, diesen Anforderungen genügen, sind Konformitätsbewertungsverfahren vorzusehen. Im Beschluss Nr. 768/2008/EG des Europäischen Parlaments und des Rates(30) sind Module für Konformitätsbewertungsverfahren festgelegt, die der Höhe des Risikos und dem geforderten Sicherheitsniveau angemessen sind. Um die sektorübergreifende Kohärenz zu gewährleisten und Ad-hoc-Varianten zu vermeiden, sollten die Konformitätsbewertungsverfahren zur Überprüfung der Konformität von Produkten mit digitalen Elementen mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen auf diesen Modulen beruhen. In den Konformitätsbewertungsverfahren sollten sowohl produkt- als auch verfahrensbezogene Anforderungen untersucht und überprüft werden, die den gesamten Lebenszyklus von Produkten mit digitalen Elementen abdecken, einschließlich Planung, Konzeption, Entwicklung oder Herstellung, Tests und Wartung des Produkts mit digitalen Elementen.
(30) Beschluss Nr. 768/2008/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Juli 2008 über einen gemeinsamen Rechtsrahmen für die Vermarktung von Produkten und zur Aufhebung des Beschlusses 93/465/EWG des Rates (ABl. L 218 vom 13.8.2008, S. 82).
(91)
Die Konformitätsbewertung von Produkten mit digitalen Elementen, die in dieser Verordnung nicht als wichtige oder kritische Produkte mit digitalen Elementen aufgeführt sind, kann vom Hersteller in eigener Verantwortung nach dem internen Kontrollverfahren auf der Grundlage von Modul A des Beschlusses Nr. 768/2008/EG gemäß dieser Verordnung durchgeführt werden. Dies gilt auch für Fälle, in denen ein Hersteller beschließt, eine geltende harmonisierte Norm, eine gemeinsame Spezifikation oder ein europäisches Schema für die Cybersicherheitszertifizierung ganz oder teilweise nicht anzuwenden. Dem Hersteller bleibt freigestellt, ein strengeres Konformitätsbewertungsverfahren unter Einbeziehung eines Dritten zu wählen. Im Rahmen der nach dem internen Kontrollverfahren durchgeführten Konformitätsbewertung stellt der Hersteller sicher und erklärt er auf eigene Verantwortung, dass das Produkt mit digitalen Elementen und die Prozesse des Herstellers die in dieser Verordnung festgelegten geltenden grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen erfüllen. Fällt ein wichtiges Produkt mit digitalen Elementen in die Klasse I, so ist eine zusätzliche Vertrauenswürdigkeitsprüfung erforderlich, um die Konformität mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen nachzuweisen. Der Hersteller sollte harmonisierte Normen, gemeinsame Spezifikationen oder europäische Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung, die gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 angenommen wurden und von der Kommission in einem Durchführungsrechtsakt ermittelt wurden, verwenden, wenn er die Konformitätsbewertung in eigener Verantwortung durchführen möchte (Modul A). Verwendet der Hersteller solche harmonisierten Normen, gemeinsamen Spezifikationen oder europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung nicht, so sollte eine Konformitätsbewertung unter Beteiligung eines Dritten durchgeführt werden (basierend auf den Modulen B und C oder H). Unter Berücksichtigung des Verwaltungsaufwands für die Hersteller und der Tatsache, dass die Cybersicherheit in der Konzeptions- und Entwicklungsphase materieller und immaterieller Produkte mit digitalen Elementen eine wichtige Rolle spielt, wurden Konformitätsbewertungsverfahren auf der Grundlage der Module B und C oder des Moduls H des Beschlusses Nr. 768/2008/EG als am besten geeignet ausgewählt, um die Konformität wichtiger Produkte mit digitalen Elementen auf verhältnismäßige und wirksame Weise zu bewerten. Der Hersteller, der die Konformitätsbewertung durch Dritte durchführen lässt, kann das Verfahren auswählen, das seinem Konzeptions- und Herstellungsprozess am besten entspricht. Angesichts des noch größeren Cybersicherheitsrisikos, das mit der Verwendung wichtiger Produkte mit digitalen Elementen verbunden ist, die in die Klasse II fallen, sollte an deren Konformitätsbewertung stets ein Dritter beteiligt werden, auch wenn das Produkt vollständig oder teilweise harmonisierten Normen, gemeinsamen Spezifikationen oder europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung entspricht. Hersteller wichtiger Produkte mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Software gelten, sollten das interne Kontrollverfahren auf der Grundlage von Modul A anwenden können, sofern sie die technische Dokumentation der Öffentlichkeit zugänglich machen.
(92)
Während die Herstellung materieller Produkte mit digitalen Elementen in der Regel einen erheblichen Aufwand während der gesamten Konzeptions-, Entwicklungs- und Herstellungsphase erfordert, konzentriert sich die Herstellung von Produkten mit digitalen Elementen in Form von Software fast ausschließlich auf die Konzeption und Entwicklung, wogegen die Herstellungsphase eine untergeordnete Rolle spielt. Dennoch müssen Softwareprodukte oft noch kompiliert und zu Versionen zusammengefügt, gepackt, zum Herunterladen bereitgestellt oder auf physische Datenträger kopiert werden, bevor sie in den Verkehr gebracht werden. Bei der Anwendung der einschlägigen Konformitätsbewertungsmodule zur Überprüfung der Konformität des Produkts mit den in dieser Verordnung festgelegten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in der Konzeptions-, Entwicklungs- und Herstellungsphase sollten diese Tätigkeiten als dem Herstellungsprozess gleichkommende Tätigkeiten betrachtet werden.
(93)
In Bezug auf Kleinstunternehmen und kleine Unternehmen ist es zur Sicherstellung von Verhältnismäßigkeit angezeigt, die Verwaltungskosten zu senken, ohne das Maß an Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen, oder das Vorliegen gleicher Wettbewerbsbedingungen zwischen den Herstellern zu beeinträchtigen. Daher sollte die Kommission ein vereinfachtes Formular für die technische Dokumentation erstellen, das auf die Bedürfnisse von Kleinst- und Kleinunternehmen zugeschnitten ist. Das von der Kommission angenommene vereinfachte Formular für die technische Dokumentation sollte alle anwendbaren Elemente im Zusammenhang mit der technischen Dokumentation gemäß dieser Verordnung abdecken und angeben, wie ein Kleinstunternehmen oder kleines Unternehmen die angeforderten Elemente in knapper Form bereitstellen kann, beispielsweise die Beschreibung der Gestaltung, Entwicklung und Herstellung des Produkts mit digitalen Elementen. Auf diese Weise würde das Formular dazu beitragen, die Verwaltungslast für die Einhaltung der Vorschriften zu verringern, indem den betroffenen Unternehmen Rechtssicherheit hinsichtlich des Umfangs und der Einzelheiten der bereitzustellenden Informationen geboten wird. Kleinstunternehmen und kleine Unternehmen sollten die Option haben, die anwendbaren Elemente im Zusammenhang mit der technischen Dokumentation in umfassender Form vorzulegen und das ihnen zur Verfügung stehende vereinfachte technische Formular nicht zu verwenden.
(94)
Um Innovationen zu fördern und zu schützen, ist es wichtig, dass die Interessen von Herstellern, bei denen es sich um Kleinstunternehmen oder um kleine oder mittlere Unternehmen handelt, insbesondere von Kleinstunternehmen und Kleinunternehmen, einschließlich Start-up-Unternehmen, besondere Berücksichtigung finden. Zu diesem Zweck könnten die Mitgliedstaaten Initiativen entwickeln, die sich an Hersteller richten, bei denen es sich um Kleinstunternehmen oder kleine Unternehmen handelt, unter anderem in den Bereichen Schulung, Sensibilisierung, Kommunikation von Informationen, Tests, Konformitätsbewertung durch Dritte sowie Einrichtung von Reallaboren. Übersetzungskosten im Zusammenhang mit der verpflichtenden Dokumentation, beispielsweise der technischen Dokumentation, und den gemäß dieser Verordnung erforderlichen Informationen und Anweisungen für die Nutzer sowie mit der Kommunikation mit den Behörden können erhebliche Ausgaben für die Hersteller, insbesondere für Kleinhersteller, mit sich bringen. Daher sollten die Mitgliedstaaten auch prüfen können, ob eine der Sprachen, die sie für die einschlägige Dokumentation der Hersteller und für die Kommunikation mit den Herstellern bestimmen und akzeptieren, eine Sprache ist, die von der größtmöglichen Zahl von Nutzern weitgehend verstanden wird.
(95)
Um für eine reibungslose Anwendung dieser Verordnung zu sorgen, sollten die Mitgliedstaaten vor dem Beginn der Anwendung dieser Verordnung möglichst sicherstellen, dass es eine ausreichende Zahl notifizierter Stellen gibt, die Konformitätsbewertungen durch Dritte durchführen können. Die Kommission sollte die Mitgliedstaaten und andere einschlägige Parteien bei diesem Unterfangen möglichst unterstützen, um Engpässe und Hindernisse beim Marktzugang von Herstellern zu verhindern. Gezielte Schulungsmaßnahmen unter der Leitung der Mitgliedstaaten, gegebenenfalls auch mit Unterstützung der Kommission, können zur Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte und auch zur Unterstützung der Tätigkeiten notifizierter Stellen im Sinne dieser Verordnung beitragen. Darüber hinaus sollten angesichts der Kosten, die eine Konformitätsbewertung durch Dritte mit sich bringen kann, Finanzierungsinitiativen auf Unionsebene und auf nationaler Ebene in Betracht gezogen werden, die darauf abzielen, diese Kosten für Kleinstunternehmen und kleine Unternehmen zu verringern.
(96)
Um die Verhältnismäßigkeit sicherzustellen, sollten die Konformitätsbewertungsstellen bei der Festlegung der Gebühren für die Verfahren der Konformitätsbewertung den besonderen Interessen und Bedürfnissen von Kleinstunternehmen sowie von kleinen und mittleren Unternehmen, einschließlich Start-up-Unternehmen, Rechnung tragen. Insbesondere sollten die Konformitätsbewertungsstellen die in dieser Verordnung vorgesehenen einschlägigen Prüfverfahren und Tests nur dann anwenden, wenn dies angemessen ist und ein risikobasierter Ansatz verfolgt wird.
(97)
Die Ziele von Reallaboren sollten darin bestehen, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen zu fördern, indem vor dem Inverkehrbringen von Produkten mit digitalen Elementen kontrollierte Testumgebungen geschaffen werden. Reallabore sollten dazu beitragen, die Rechtssicherheit für alle Akteure, die in den Anwendungsbereich dieser Verordnung fallen, zu verbessern und den Zugang von Produkten mit digitalen Elementen zum Unionsmarkt zu erleichtern und zu beschleunigen, insbesondere wenn sie von Kleinstunternehmen und kleinen Unternehmen, einschließlich Start-up-Unternehmen, bereitgestellt werden.
(98)
Damit Produkte mit digitalen Elementen einer Konformitätsbewertung durch Dritte unterzogen werden können, sollten die nationalen notifizierenden Behörden der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten die Konformitätsbewertungsstellen notifizieren, sofern diese eine Reihe von Anforderungen erfüllen, insbesondere in Bezug auf Unabhängigkeit, Kompetenz und Nichtvorliegen von Interessenkonflikten.
(99)
Um für ein einheitliches Qualitätsniveau bei der Durchführung der Konformitätsbewertungen von Produkten mit digitalen Elementen zu sorgen, müssen auch die Anforderungen an die notifizierenden Behörden und andere Stellen, die bei der Begutachtung, Notifizierung und Überwachung von notifizierten Stellen tätig sind, festgelegt werden. Das in dieser Verordnung vorgesehene System sollte durch das Akkreditierungssystem gemäß der Verordnung (EG) Nr. 765/2008 ergänzt werden. Da die Akkreditierung ein wichtiges Mittel zur Überprüfung der Kompetenz von Konformitätsbewertungsstellen ist, sollte sie auch zu Notifizierungszwecken eingesetzt werden.
(100)
Konformitätsbewertungsstellen, die nach Unionsrecht akkreditiert und notifiziert wurden, in denen ähnliche Anforderungen wie in dieser Verordnung festgelegt sind, wie z. B. eine Konformitätsbewertungsstelle, die für ein gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 angenommenes europäisches Schema für die Cybersicherheitszertifizierung oder gemäß der Delegierten Verordnung (EU) 2022/30 notifiziert wurde, sollten im Rahmen dieser Verordnung neu bewertet und notifiziert werden. Allerdings können die einschlägigen Behörden Synergien in Bezug auf sich überschneidende Anforderungen definieren, um unnötigen finanziellen und administrativen Aufwand zu vermeiden und ein reibungsloses und zeitnahes Notifizierungsverfahren sicherzustellen.
(101)
Eine transparente Akkreditierung nach Maßgabe der Verordnung (EG) Nr. 765/2008, die das notwendige Maß an Vertrauen in Konformitätsbescheinigungen gewährleistet, sollte von den nationalen Behörden unionsweit als bevorzugtes Mittel zum Nachweis der fachlichen Kompetenz von Konformitätsbewertungsstellen angesehen werden. Allerdings können nationale Behörden die Auffassung vertreten, dass sie über die geeigneten Mittel verfügen, um diese Bewertung selbst vorzunehmen. Um in solchen Fällen die Glaubwürdigkeit der durch andere nationale Behörden vorgenommenen Beurteilungen zu gewährleisten, sollten sie der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten alle erforderlichen Unterlagen übermitteln, aus denen hervorgeht, dass die beurteilten Konformitätsbewertungsstellen die einschlägigen rechtlichen Anforderungen erfüllen.
(102)
Häufig vergeben Konformitätsbewertungsstellen Teile ihrer Arbeit im Zusammenhang mit der Konformitätsbewertung an Unterauftragnehmer oder übertragen sie an Zweigstellen. Zur Wahrung des für das Inverkehrbringen von Produkten mit digitalen Elementen in der Union erforderlichen Schutzniveaus müssen die Unterauftragnehmer und Zweigstellen bei der Ausführung der Konformitätsbewertungsaufgaben unbedingt denselben Anforderungen genügen wie die notifizierten Stellen.
(103)
Die Notifizierung einer Konformitätsbewertungsstelle sollte der Kommission und den anderen Mitgliedstaaten von der notifizierenden Behörde über das NANDO-Informationssystem (New Approach Notified and Designated Organisations, Informationssystem für die nach dem neuen Konzept notifizierten und benannten Organisationen) übermittelt werden. Das NANDO-Informationssystem ist das von der Kommission entwickelte und verwaltete elektronische Notifizierungsinstrument, mit dem eine Liste aller notifizierten Stellen geführt wird.
(104)
Da die notifizierten Stellen ihre Dienstleistungen in der gesamten Union anbieten können, sollten die anderen Mitgliedstaaten und die Kommission die Möglichkeit erhalten, Einwände gegen eine notifizierte Stelle zu erheben. Daher ist es wichtig, dass eine Frist vorgesehen wird, innerhalb deren etwaige Zweifel oder Bedenken hinsichtlich der Kompetenz von Konformitätsbewertungsstellen geklärt werden können, bevor diese ihre Arbeit als notifizierte Stellen aufnehmen.
(105)
Im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit ist es entscheidend, dass die notifizierten Stellen die Konformitätsbewertungsverfahren anwenden, ohne unnötigen Aufwand für die Wirtschaftsakteure zu schaffen. Aus demselben Grund, und damit die Gleichbehandlung der Wirtschaftsakteure sichergestellt ist, ist für eine einheitliche technische Anwendung der Konformitätsbewertungsverfahren zu sorgen. Dies lässt sich am besten durch eine zweckmäßige Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen den notifizierten Stellen erreichen.
(106)
Die Marktüberwachung ist ein wesentliches Instrument zur Gewährleistung der korrekten und einheitlichen Anwendung des Unionsrechts. Daher sollte ein Rechtsrahmen geschaffen werden, innerhalb dessen die Marktüberwachung in angemessener Weise erfolgen kann. Die Vorschriften der Verordnung (EU) 2019/1020 für die Überwachung des Unionsmarktes und die Kontrolle von Produkten, die auf den Unionsmarkt gelangen, gelten auch für Produkte mit digitalen Elementen, die in den Anwendungsbereich der vorliegenden Verordnung fallen.
(107)
Nach der Verordnung (EU) 2019/1020 führt eine Marktüberwachungsbehörde die Marktüberwachung im Hoheitsgebiet des Mitgliedstaats, der sie benennt, durch. Diese Verordnung sollte die Mitgliedstaaten nicht daran hindern, zu entscheiden, welche Behörden für die Wahrnehmung der Marktüberwachungsaufgaben zuständig sind. Jeder Mitgliedstaat sollte in seinem Hoheitsgebiet eine oder mehrere Marktüberwachungsbehörden benennen. Die Mitgliedstaaten sollten beschließen können, eine bestehende oder eine neue Behörde als Marktüberwachungsbehörde zu benennen, einschließlich der gemäß Artikel 8 der Richtlinie (EU) 2022/2555 benannten oder eingesetzten zuständigen Behörden, der gemäß Artikel 58 der Verordnung (EU) 2019/881 benannten nationalen Behörden für die Cybersicherheitszertifizierung oder der im Sinne der Richtlinie 2014/53/EU benannten Marktüberwachungsbehörden. Die Wirtschaftsakteure sollten umfassend mit den Marktüberwachungsbehörden und anderen zuständigen Behörden zusammenarbeiten. Jeder Mitgliedstaat sollte die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten über seine Marktüberwachungsbehörden und deren jeweilige Zuständigkeitsbereiche unterrichten und dafür sorgen, dass diese über die erforderlichen Ressourcen und Fähigkeiten für die Durchführung der Marktüberwachungsaufgaben im Zusammenhang mit der vorliegenden Verordnung verfügen. Gemäß Artikel 10 Absätze 2 und 3 der Verordnung (EU) 2019/1020 sollte jeder Mitgliedstaat eine zentrale Verbindungsstelle benennen, die unter anderem dafür zuständig sein sollte, den abgestimmten Standpunkt der Marktüberwachungsbehörden zu vertreten und die Zusammenarbeit zwischen den Marktüberwachungsbehörden in verschiedenen Mitgliedstaaten zu unterstützen.
(108)
Im Hinblick auf die einheitliche Anwendung dieser Verordnung sollte gemäß Artikel 30 Absatz 2 der Verordnung (EU) 2019/1020 eine ADCO für die Cyberresilienz von Produkten mit digitalen Elementen eingesetzt werden. Die ADCO sollte sich aus Vertretern der benannten Marktüberwachungsbehörden und gegebenenfalls Vertretern der zentralen Verbindungsstellen zusammensetzen. Die Kommission sollte die Zusammenarbeit zwischen den Marktüberwachungsbehörden über das gemäß Artikel 29 der Verordnung (EU) 2019/1020 eingerichtete Unionsnetzwerk für Produktkonformität unterstützen und fördern, das sich aus Vertretern der einzelnen Mitgliedstaaten, einschließlich eines Vertreters jeder zentralen Verbindungsstelle nach Artikel 10 der genannten Verordnung und eines optionalen nationalen Sachverständigen, sowie den Vorsitzenden der ADCO und Vertretern der Kommission zusammensetzt. Die Kommission sollte an den Sitzungen des Netzwerks der Union für Produktkonformität, seiner Untergruppen und der ADCO teilnehmen. Sie sollte die ADCO durch ein Exekutivsekretariat unterstützen, das technische und logistische Unterstützung leistet. Die ADCO kann auch unabhängige Sachverständige zur Teilnahme einladen und sich mit anderen ADCOs, beispielsweise derjenigen, die im Rahmen der Richtlinie 2014/53/EU eingerichtet wurde, in Verbindung setzen.
(109)
Die Marktüberwachungsbehörden sollten über die im Rahmen dieser Verordnung eingerichtete ADCO eng zusammenarbeiten und in der Lage sein, Leitliniendokumente zu entwickeln, um die Marktüberwachungstätigkeiten auf nationaler Ebene zu erleichtern, beispielsweise durch die Entwicklung bewährter Verfahren und Indikatoren zur wirksamen Überprüfung der Konformität von Produkten mit digitalen Elementen mit dieser Verordnung.
(110)
Damit zeitnahe, verhältnismäßige und wirksame Maßnahmen in Bezug auf Produkte mit digitalen Elementen, die ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko bergen, getroffen werden können, sollte ein Schutzklauselverfahren der Union bereitgestellt werden, in dessen Rahmen interessierte Kreise über geplante Maßnahmen in Bezug auf solche Produkte informiert werden. Auf diese Weise könnten die Marktüberwachungsbehörden in Zusammenarbeit mit den betreffenden Wirtschaftsakteuren nötigenfalls zu einem früheren Zeitpunkt einschreiten. Wenn sich die Mitgliedstaaten und die Kommission einig sind, dass eine von einem Mitgliedstaat ergriffene Maßnahme gerechtfertigt ist, sollte die Kommission nur dann weiter tätig werden müssen, wenn sich die Nichtkonformität auf Unzulänglichkeiten einer harmonisierten Norm zurückführen lässt.
(111)
In bestimmten Fällen kann ein Produkt mit digitalen Elementen, das dieser Verordnung entspricht, dennoch ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko oder ein Risiko für die Gesundheit oder Sicherheit von Personen, für die Erfüllung der Pflichten aus dem Unionsrecht oder dem nationalen Recht zum Schutz der Grundrechte, für die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität oder Vertraulichkeit von Diensten, die über ein elektronisches Informationssystem von wesentlichen Einrichtungen im Sinne von Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 angeboten werden, oder für andere Aspekte des Schutzes öffentlicher Interessen darstellen. Daher müssen Vorschriften festgelegt werden, die die Minderung solcher Risiken gewährleisten. Infolgedessen sollten die Marktüberwachungsbehörden Maßnahmen treffen, mit denen sie den Wirtschaftsakteur dazu verpflichten, in Abhängigkeit vom Risiko dafür zu sorgen, dass das Produkt dieses Risiko nicht mehr birgt, oder aber es zurückzurufen oder vom Markt zu nehmen. Sobald eine Marktüberwachungsbehörde den freien Verkehr eines Produkts mit digitalen Elementen auf diese Weise einschränkt bzw. untersagt, sollte der Mitgliedstaat die Kommission und die anderen Mitgliedstaaten unverzüglich unter Angabe von Gründen und Argumenten für die Entscheidung in Kenntnis setzen. Ergreift eine Marktüberwachungsbehörde solche Maßnahmen gegen Produkte mit digitalen Elementen, von denen ein Risiko ausgeht, so sollte die Kommission unverzüglich Konsultationen mit den Mitgliedstaaten und dem bzw. den betroffenen Wirtschaftsakteur(en) aufnehmen und die nationale Maßnahme bewerten. Anhand der Ergebnisse dieser Bewertung sollte die Kommission entscheiden, ob die nationale Maßnahme gerechtfertigt ist oder nicht. Die Kommission sollte ihren Beschluss an alle Mitgliedstaaten richten und ihn diesen und dem bzw. den betroffenen Wirtschaftsakteur(en) unverzüglich mitteilen. Wird die Maßnahme als gerechtfertigt erachtet, sollte die Kommission auch Vorschläge zur Überarbeitung des einschlägigen Unionsrechts in Erwägung ziehen können.
(112)
Bei Produkten mit digitalen Elementen, die ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko bergen und bei denen Grund zu der Annahme besteht, dass sie dieser Verordnung nicht entsprechen, oder bei Produkten, die zwar dieser Verordnung entsprechen, aber andere große Risiken bergen, wie Risiken für die Gesundheit oder Sicherheit von Personen, für die Erfüllung der Pflichten aus dem Unionsrecht oder dem nationalen Recht zum Schutz der Grundrechte oder für die Verfügbarkeit, Authentizität, Integrität oder Vertraulichkeit von Diensten, die über ein elektronisches Informationssystem von wesentlichen Einrichtungen im Sinne von Artikel 3 Absatz 1 der Richtlinie (EU) 2022/2555 angeboten werden, sollte die Kommission die ENISA ersuchen können, eine Bewertung vorzunehmen. Auf der Grundlage dieser Bewertung sollte die Kommission im Wege von Durchführungsrechtsakten Korrekturmaßnahmen oder einschränkende Maßnahmen auf Unionsebene erlassen können, einschließlich der Anordnung der Rücknahme der betroffenen Produkte mit digitalen Elementen vom Markt oder ihres Rückrufs innerhalb einer der Art des Risikos angemessenen Frist. Ein solches Eingreifen der Kommission sollte nur unter außergewöhnlichen Umständen möglich sein, die ein sofortiges Eingreifen zur Bewahrung des reibungslosen Funktionierens des Binnenmarkts rechtfertigen, und nur dann, wenn die Marktüberwachungsbehörden keine wirksamen Maßnahmen ergriffen haben, um Abhilfe zu schaffen. Solche außergewöhnlichen Umstände können Notfälle sein, in denen beispielsweise ein nichtkonformes Produkt mit digitalen Elementen vom Hersteller in mehreren Mitgliedstaaten in großem Umfang auf dem Markt bereitgestellt und auch in Schlüsselsektoren von Einrichtungen verwendet wird, die in den Anwendungsbereich der Richtlinie (EU) 2022/2555 fallen, und es bekannte Schwachstellen aufweist, die von böswilligen Akteuren ausgenutzt werden und für die der Hersteller keine verfügbaren Patches bereitstellt. Die Kommission sollte in solchen Notfällen nur während der Dauer der außergewöhnlichen Umstände und nur solange eingreifen können, wie die Nichtkonformität mit dieser Verordnung oder die großen Risiken fortbestehen.
(113)
Gibt es Hinweise auf eine Nichtkonformität mit dieser Verordnung in mehreren Mitgliedstaaten, so sollten die Marktüberwachungsbehörden in der Lage sein, gemeinsame Tätigkeiten mit anderen Behörden durchzuführen, um die Konformität zu überprüfen und Cybersicherheitsrisiken von Produkten mit digitalen Elementen zu ermitteln.
(114)
Gleichzeitige koordinierte Kontrollen („Sweeps“) sind besondere Durchsetzungsmaßnahmen, die von Marktüberwachungsbehörden durchgeführt werden und die Produktsicherheit weiter verbessern können. Sweeps sollten insbesondere dann durchgeführt werden, wenn Marktentwicklungen, Beschwerden von Verbrauchern oder andere Anzeichen dafür sprechen, dass bestimmte Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen häufig Cybersicherheitsrisiken aufweisen. Darüber hinaus sollten die Marktüberwachungsbehörden bei der Festlegung der Produktkategorien, die Sweeps zu unterziehen sind, auch die Umstände im Zusammenhang mit nichttechnischen Risikofaktoren berücksichtigen. Zu diesem Zweck sollten die Marktüberwachungsbehörden in der Lage sein, die Ergebnisse der gemäß Artikel 22 der Richtlinie (EU) 2022/2555 koordinierten Risikobewertungen in Bezug auf die Sicherheit kritischer Lieferketten auf Ebene der Union, darunter die Umstände in Bezug auf nichttechnische Risikofaktoren, zu berücksichtigen. Die ENISA sollte den Marktüberwachungsbehörden Vorschläge für Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen vorlegen, für die Sweeps organisiert werden könnten, und zwar unter anderem auf der Grundlage der bei ihr eingegangenen Meldungen über Schwachstellen und Sicherheitsvorfälle.
(115)
Angesichts ihrer Sachkenntnis und ihres Auftrags sollte die ENISA in der Lage sein, den Prozess der Durchführung dieser Verordnung zu unterstützen. Die ENISA sollte insbesondere in der Lage sein, gemeinsame Tätigkeiten vorzuschlagen, die von Marktüberwachungsbehörden auf der Grundlage von Hinweisen oder Informationen über eine mögliche Nichtkonformität von Produkten mit digitalen Elementen mit dieser Verordnung in mehreren Mitgliedstaaten durchgeführt werden sollen, oder Produktkategorien zu ermitteln, zu denen Sweeps organisiert werden sollten. Unter außergewöhnlichen Umständen sollte die ENISA auf Ersuchen der Kommission Bewertungen in Bezug auf bestimmte Produkte mit digitalen Elementen, die ein erhebliches Cybersicherheitsrisiko bergen, durchführen können, wenn ein sofortiges Eingreifen erforderlich ist, um das reibungslose Funktionieren des Binnenmarkts zu bewahren.
(116)
Mit dieser Verordnung werden der ENISA bestimmte Aufgaben übertragen, die angemessene Ressourcen sowohl in Bezug auf Sachkenntnis als auch auf Humanressourcen erfordern, damit die ENISA in die Lage versetzt wird, diese Aufgaben wirksam wahrzunehmen. Bei der Ausarbeitung des Entwurfs des Gesamthaushaltsplans der Union wird die Kommission gemäß dem in Artikel 29 der Verordnung (EU) 2019/881 festgelegten Verfahren die erforderlichen Haushaltsmittel für den Stellenplan der ENISA vorschlagen. Während dieses Prozesses wird die Kommission die Gesamtressourcen der ENISA berücksichtigen, um sie in die Lage zu versetzen, ihre Aufgaben wahrzunehmen, auch diejenigen, die ihr gemäß dieser Verordnung übertragen wurden.
(117)
Damit der Rechtsrahmen erforderlichenfalls angepasst werden kann, sollte der Kommission die Befugnis übertragen werden, gemäß Artikel 290 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) Rechtsakte hinsichtlich der Aktualisierung der Liste wichtiger Produkte mit digitalen Elementen und deren Aufnahme in den Anhang der vorliegenden Verordnung zu erlassen. Der Kommission sollte die Befugnis übertragen werden, gemäß dem genannten Artikel Rechtsakte zu erlassen, um Produkte mit digitalen Elementen festzulegen, die unter andere Unionsvorschriften fallen, mit denen dasselbe Schutzniveau wie mit dieser Verordnung erreicht wird, und um festzustellen, ob eine Einschränkung oder ein Ausschluss vom Anwendungsbereich dieser Verordnung notwendig wäre, und gegebenenfalls den Umfang dieser Einschränkung festzulegen. Der Kommission sollte auch die Befugnis übertragen werden, gemäß dem genannten Artikel Rechtsakte zu erlassen, um möglichweise die Zertifizierung von in einem Anhang der vorliegenden Verordnung dargelegten kritischen Produkten mit digitalen Elementen im Rahmen eines europäischen Schemas für die Cybersicherheitszertifizierung vorzuschreiben, um die Liste kritischer Produkte mit digitalen Elementen auf der Grundlage der in dieser Verordnung festgelegten Kritikalitätskriterien zu aktualisieren und um die gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 erlassenen europäischen Systeme für die Cybersicherheitszertifizierung festzulegen, die zum Nachweis der Konformität mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen oder Teilen davon gemäß einem Anhang der vorliegenden Verordnung verwendet werden können. Der Kommission sollte auch die Befugnis übertragen werden, Rechtsakte zu erlassen, um für bestimmte Produktkategorien den Mindestzeitraum für die Unterstützung zu bestimmen, wenn die Marktüberwachungsdaten auf unzureichende Unterstützungszeiträume hindeuten, und um die Geschäftsbedingungen für die Anwendung der Gründe in Bezug auf das Cybersicherheitsrisiko festzulegen, wenn Meldungen über aktiv ausgenutzte Schwachstellen nur verzögert weitergegeben werden. Darüber hinaus sollte der Kommission die Befugnis übertragen werden, Rechtsakte zu erlassen, um freiwillige Programme zur Bescheinigung der Sicherheit zwecks Bewertung der Konformität von Produkten mit digitalen Elementen, die als freie und quelloffene Software gelten, mit allen oder bestimmten grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen oder anderweitigen in dieser Verordnung aufgeführten Pflichten festzulegen sowie um die Mindestangaben für die EU-Konformitätserklärung vorzuschreiben und die in die technische Dokumentation aufzunehmenden Elemente zu ergänzen. Es ist von besonderer Bedeutung, dass die Kommission im Zuge ihrer Vorbereitungsarbeit angemessene Konsultationen, auch auf der Ebene von Sachverständigen, durchführt, die mit den Grundsätzen in Einklang stehen, die in der Interinstitutionellen Vereinbarung vom 13. April 2016 über bessere Rechtsetzung(31) festgelegt wurden. Um insbesondere für eine gleichberechtigte Beteiligung an der Vorbereitung delegierter Rechtsakte zu sorgen, erhalten das Europäische Parlament und der Rat alle Dokumente zur gleichen Zeit wie die Sachverständigen der Mitgliedstaaten, und ihre Sachverständigen haben systematisch Zugang zu den Sitzungen der Sachverständigengruppen der Kommission, die mit der Vorbereitung der delegierten Rechtsakte befasst sind. Die Befugnis zum Erlass delegierter Rechtsakte gemäß dieser Verordnung wird der Kommission für einen Zeitraum von fünf Jahren ab dem 10. Dezember 2024 übertragen. Die Kommission sollte spätestens neun Monate vor Ablauf des Zeitraums von fünf Jahren einen Bericht über die Befugnisübertragung erstellen. Die Befugnisübertragung sollte sich stillschweigend um Zeiträume gleicher Länge verlängern, es sei denn, das Europäische Parlament oder der Rat widersprechen einer solchen Verlängerung spätestens drei Monate vor Ablauf des jeweiligen Zeitraums.
(31) ABl. L 123 vom 12.5.2016, S. 1.
(118)
Zur Gewährleistung einheitlicher Bedingungen für die Durchführung dieser Verordnung sollten der Kommission Durchführungsbefugnisse in Bezug auf Folgendes übertragen werden: Festlegung der technischen Beschreibung der in einem Anhang dieser Verordnung aufgeführten Kategorien wichtiger Produkte mit digitalen Elementen, Festlegung des Formats und der Elemente der Software-Stückliste, Präzisierung des Formats und des Verfahrens der Meldungen über aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle, die sich auf die Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, wie sie von den Herstellern übermittelt wurde, auswirken, Festlegung gemeinsamer Spezifikationen für technische Anforderungen, mit deren Hilfe den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in einem Anhang dieser Verordnung genügt wird, Festlegung technischer Spezifikationen für Etiketten, Piktogramme oder andere Kennzeichnungen in Bezug auf die Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen und deren Unterstützungszeitraum sowie Mechanismen zur Förderung ihrer Verwendung und zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, Festlegung des vereinfachten Formulars für die Dokumentation, das auf die Bedürfnisse von Kleinstunternehmen und kleinen Unternehmen zugeschnitten ist, sowie Entscheidung über Korrekturmaßnahmen oder einschränkende Maßnahmen auf Unionsebene unter außergewöhnlichen Umständen, die ein sofortiges Eingreifen rechtfertigen, um das reibungslose Funktionieren des Binnenmarkts zu bewahren. Diese Befugnisse sollten im Einklang mit der Verordnung (EU) Nr. 182/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates(32) ausgeübt werden.
(32) Verordnung (EU) Nr. 182/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Februar 2011 zur Festlegung der allgemeinen Regeln und Grundsätze, nach denen die Mitgliedstaaten die Wahrnehmung der Durchführungsbefugnisse durch die Kommission kontrollieren (ABl. L 55 vom 28.2.2011, S. 13, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2011/182/oj).
(119)
Zur Gewährleistung einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit der Marktüberwachungsbehörden auf Ebene der Union und der Mitgliedstaaten sollten alle an der Anwendung dieser Verordnung beteiligten Parteien die Vertraulichkeit der im Rahmen der Durchführung ihrer Tätigkeiten erlangten Informationen und Daten wahren.
(120)
Um die wirksame Durchsetzung der in dieser Verordnung festgelegten Pflichten zu gewährleisten, sollte jede Marktüberwachungsbehörde befugt sein, Geldbußen aufzuerlegen oder ihre Auferlegung zu beantragen. Daher sollten auch Obergrenzen für Geldbußen festgelegt werden, die im einzelstaatlichen Recht für Verstöße gegen die in dieser Verordnung festgelegten Pflichten vorzusehen sind. Bei der Entscheidung über die Höhe der Geldbuße sollten in jedem Einzelfall alle relevanten Umstände der konkreten Situation und zumindest die in dieser Verordnung ausdrücklich festgelegten Umstände berücksichtigt werden, einschließlich der Frage, ob es sich bei dem Hersteller um ein Kleinstunternehmen oder um ein kleines oder mittleres Unternehmen, einschließlich eines Start-up-Unternehmens, handelt und ob bereits dieselbe Marktüberwachungsbehörde oder andere Marktüberwachungsbehörden demselben Wirtschaftsakteur für einen ähnlichen Verstoß Geldbußen auferlegt haben. Solche Umstände könnten entweder erschwerend wirken, falls der Verstoß desselben Wirtschaftsakteurs im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats als desjenigen, in dem bereits eine Geldbuße verhängt wurde, weiter andauert, oder aber mildernd, indem sichergestellt wird, dass in anderen Mitgliedstaaten verhängte Sanktionen und deren Höhe sowie andere einschlägige konkrete Umstände berücksichtigt werden, wenn eine andere Marktüberwachungsbehörde für denselben Wirtschaftsakteur oder dieselbe Art von Verstoß eine weitere Geldbuße in Betracht zieht. Jedenfalls sollte der Gesamtbetrag der Geldbußen, die die Marktüberwachungsbehörden mehrerer Mitgliedstaaten wegen derselben Art von Verstößen gegen denselben Wirtschaftsakteur verhängen könnten, dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen. Da Geldbußen weder gegen Kleinstunternehmen oder kleine Unternehmen wegen einer Nichteinhaltung der 24-Stunden-Frist für die Frühmeldung bei aktiv ausgenutzten Schwachstellen oder schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen, die sich auf die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen auswirken, noch gegen Verwalter quelloffener Software bei Verstößen gegen diese Verordnung verhängt werden und vorbehaltlich des Grundsatzes, dass Sanktionen wirksam, verhältnismäßig und abschreckend sein sollten, sollten die Mitgliedstaaten gegen diese Einrichtungen keine anderweitigen finanziellen Sanktionen verhängen.
(121)
Werden Geldbußen einer Person auferlegt, bei der es sich nicht um ein Unternehmen handelt, so sollte die zuständige Behörde bei der Bemessung der Geldbuße dem allgemeinen Einkommensniveau in dem betreffenden Mitgliedstaat und der wirtschaftlichen Lage der Personen Rechnung tragen. Die Mitgliedstaaten sollten bestimmen können, ob und inwieweit gegen Behörden Geldbußen verhängt werden können.
(122)
Die Mitgliedstaaten sollten unter Berücksichtigung der nationalen Gegebenheiten prüfen, ob die Einnahmen aus den in dieser Verordnung vorgesehenen Sanktionen oder entsprechende gleichwertige Einnahmen verwendet werden können, um Cybersicherheitsstrategien zu unterstützen und das Maß an Cybersicherheit in der Union zu verbessern, indem unter anderem die Anzahl der qualifizierten Cybersicherheitsfachkräfte erhöht, der Kapazitätsaufbau für Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen gestärkt und die Öffentlichkeit für Cyberbedrohungen sensibilisiert wird.
(123)
In ihren Beziehungen mit Drittländern strebt die Union die Förderung des internationalen Handels mit regulierten Produkten an. Zur Erleichterung des Handels kann eine ganze Palette von Maßnahmen angewandt werden, darunter verschiedene Rechtsinstrumente wie bilaterale (zwischenstaatliche) Abkommen über die gegenseitige Anerkennung (MRA) der Konformitätsbewertung und der Kennzeichnung regulierter Produkte. Abkommen über die gegenseitige Anerkennung werden zwischen der Union und Drittländern geschlossen, die sich auf einem vergleichbaren Niveau der technischen Entwicklung befinden und deren Herangehensweise an die Konformitätsbewertung als kompatibel betrachtet wird. Diese Abkommen haben die gegenseitige Anerkennung von Bescheinigungen, Konformitätszeichen und Prüfberichten zur Grundlage, die von den Konformitätsbewertungsstellen der Vertragsparteien entsprechend den Rechtsvorschriften der jeweils anderen Partei vorgelegt werden. Solche Abkommen über die gegenseitige Anerkennung bestehen derzeit mit mehreren Drittländern. Diese Abkommen werden für eine Reihe bestimmter Sektoren geschlossen, die sich von einem Drittland zum anderen unterscheiden können. Zur weiteren Erleichterung des Handels und im Bewusstsein dessen, dass die Lieferketten für Produkte mit digitalen Elementen global sind, kann die Union für Produkte, die unter diese Verordnung fallen, gemäß Artikel 218 AEUV Abkommen über die gegenseitige Anerkennung der Konformitätsbewertung schließen. Ebenfalls wichtig ist die Zusammenarbeit mit Partnerländern, um die weltweite Abwehrfähigkeit gegen Cyberangriffe zu stärken, da dies langfristig zu einem gestärkten Cybersicherheitsrahmen sowohl innerhalb als auch außerhalb der Union beitragen wird.
(124)
Verbraucher sollten ihre Rechte im Zusammenhang mit den gemäß dieser Verordnung für Wirtschaftsakteure geltenden Pflichten im Wege von Verbandsklagen gemäß der Richtlinie (EU) 2020/1828 des Europäischen Parlaments und des Rates(33) durchsetzen können. Zu diesem Zweck sollte in dieser Verordnung vorgesehen werden, dass die Richtlinie (EU) 2020/1828 auf Verbandsklagen wegen Verstößen gegen diese Verordnung Anwendung findet, die den Kollektivinteressen der Verbraucher schaden oder schaden können. Folglich sollte Anhang I der genannten Richtlinie entsprechend geändert werden. Es obliegt den Mitgliedstaaten, dafür zu sorgen, dass sich diese Änderungen in den Umsetzungsmaßnahmen, die sie gemäß der genannten Richtlinie erlassen, niederschlagen, wenngleich der Erlass diesbezüglicher nationaler Umsetzungsmaßnahmen keine Voraussetzung dafür ist, dass die Richtlinie auf diese Verbandsklagen Anwendung findet. Die genannte Richtlinie sollte ab dem 11. Dezember 2027 auf Verbandsklagen anwendbar sein, die wegen von Wirtschaftsakteuren begangenen Verstößen gegen Bestimmungen dieser Verordnung, die den Kollektivinteressen der Verbraucher schaden oder schaden können, eingereicht wurden.
(33) Richtlinie (EU) 2020/1828 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2020 über Verbandsklagen zum Schutz der Kollektivinteressen der Verbraucher und zur Aufhebung der Richtlinie 2009/22/EG (ABl. L 409 vom 4.12.2020, S. 1).
(125)
Die Kommission sollte diese Verordnung regelmäßig in Abstimmung mit einschlägigen Interessenträgern bewerten und überprüfen, insbesondere um festzustellen, ob sie veränderten gesellschaftlichen, politischen oder technischen Bedingungen oder veränderten Marktbedingungen anzupassen ist. Mit dieser Verordnung wird die Einhaltung der Verpflichtungen zur Sicherheit der Lieferkette durch Einrichtungen erleichtert, die in den Anwendungsbereich der Verordnung (EU) 2022/2554 und der Richtlinie (EU) 2022/2555 fallen und Produkte mit digitalen Elementen verwenden. Die Kommission sollte im Rahmen dieser regelmäßigen Überprüfung die kombinierten Auswirkungen des Cybersicherheitsrahmens der Union bewerten.
(126)
Den Wirtschaftsakteuren sollte ausreichend Zeit für die Anpassung an die in dieser Verordnung festgelegten Anforderungen eingeräumt werden. Diese Verordnung sollte ab dem 11. Dezember 2027 gelten, mit Ausnahme der Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle mit Auswirkungen auf die Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, die ab dem 11. September 2026 gelten sollten, sowie der Bestimmungen über die Notifizierung von Konformitätsbewertungsstellen, die ab dem 11. Juni 2026 gelten sollten.
(127)
Es ist wichtig, Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen, einschließlich Start-up-Unternehmen, bei der Durchführung dieser Verordnung zu unterstützen und die Risiken für die Durchführung, die sich aus mangelndem Wissen und fehlender Sachkenntnis auf dem Markt ergeben, zu minimieren und den Herstellern die Einhaltung ihrer in dieser Verordnung festgelegten Pflichten zu erleichtern. Im Rahmen des Programms „Digitales Europa“ und anderer einschlägiger Unionsprogramme wird finanzielle und technische Unterstützung geboten, durch die es diesen Unternehmen ermöglicht wird, zum Wachstum der Wirtschaft der Union und zur Stärkung des gemeinsamen Cybersicherheitsniveaus in der Union beizutragen. Das Europäische Kompetenzzentrum für Cybersicherheitsforschung und die nationalen Koordinierungszentren sowie die von der Kommission und den Mitgliedstaaten auf Unionsebene oder nationaler Ebene eingerichteten europäischen digitalen Innovationszentren könnten ebenfalls Unternehmen und Einrichtungen des öffentlichen Sektors unterstützen und zur Durchführung dieser Verordnung beitragen. Im Rahmen ihrer jeweiligen Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche könnten sie Kleinstunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen technische und wissenschaftliche Unterstützung leisten, z. B. bei Testtätigkeiten und Konformitätsbewertungen durch Dritte. Sie könnten auch den Einsatz von Instrumenten zur Erleichterung der Durchführung dieser Verordnung fördern.
(128)
Außerdem sollten die Mitgliedstaaten prüfen, ob sie ergänzende Maßnahmen ergreifen, die darauf abzielen, für Kleinstunternehmen sowie kleine und mittlere Unternehmen Orientierungshilfen und Unterstützung bereitzustellen, unter anderem durch die Einrichtung von Reallaboren und gezielter Kanäle für die Kommunikation. Um das Maß an Cybersicherheit in der Union zu stärken, können die Mitgliedstaaten auch in Erwägung ziehen, die Entwicklung von Kapazitäten und Kompetenzen im Zusammenhang mit der Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen zu unterstützen, die Abwehrfähigkeit von Wirtschaftsakteuren gegen Cyberangriffe, insbesondere wenn es um Kleinstunternehmen sowie um kleine und mittlere Unternehmen geht, zu verbessern und die Öffentlichkeit für die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen zu sensibilisieren.
(129)
Da das Ziel dieser Verordnung von den Mitgliedstaaten nicht ausreichend verwirklicht werden kann, sondern vielmehr wegen der Wirkungen der Maßnahme auf Unionsebene besser zu verwirklichen ist, kann die Union im Einklang mit dem in Artikel 5 des Vertrags über die Europäische Union verankerten Subsidiaritätsprinzip tätig werden. Entsprechend dem in demselben Artikel genannten Grundsatz der Verhältnismäßigkeit geht diese Verordnung nicht über das zur Verwirklichung dieses Ziels erforderliche Maß hinaus.
(130)
Der Europäische Datenschutzbeauftragte wurde gemäß Artikel 42 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2018/1725 des Europäischen Parlaments und des Rates(34) angehört und hat am 9. November 2022(35) eine Stellungnahme abgegeben.
(34) Verordnung (EU) 2018/1725 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2018 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Organe, Einrichtungen und sonstigen Stellen der Union, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 45/2001 und des Beschlusses Nr. 1247/2002/EG (ABl. L 295 vom 21.11.2018, S. 39).
(35) ABl. C 452 vom 29.11.2022, S. 23.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Anhang I
Anhang I

GRUNDLEGENDE CYBERSECURITYANFORDERUNGEN

CRA (EU 2024/2847)
Teil I Cybersicherheitsanforderungen in Bezug auf die Eigenschaften von Produkten mit digitalen Elementen
(1)
Produkte mit digitalen Elementen werden so konzipiert, entwickelt und hergestellt, dass sie angesichts der Risiken ein angemessenes Cybersicherheitsniveau gewährleisten.
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 7.2Zur Konzeption, Entwicklung und Herstellung von Produkten mit digitalen Elementen in einer Weise, dass sie angesichts der Risiken ein angemessenes Cybersicherheitsniveau gewährleistenG

On designing, developing and producing products with digital elements in such a way that they ensure an appropriate level of cybersecurity based on the risks

164

The essential cybersecurity requirement referred to in point (1) of Part I of Annex I to the CRA provides that products with digital elements are designed, developed and produced in such a way that they ensure an appropriate level of cybersecurity based on the risks.

165

This essential requirement is aimed at addressing all cybersecurity risks that have been identified as part of the cybersecurity risk assessment. Particularly, this includes cybersecurity risks that are not otherwise adequately addressed as part of the implementation of the essential requirements of Part I of Annex I other than point (1). This essential requirement is different from the legal obligation to carry out a cybersecurity risk assessment, which is to be carried out pursuant to Article 13(2).

166

Where all relevant cybersecurity risks related to a product with digital elements are treated by implementing adequate measures to address the applicable essential requirements other than point (1), the essential requirement referred to in point (1) of Part I of Annex I is deemed to be fulfilled. Conversely, where the cybersecurity risk assessment identifies additional risks not fully addressed by such measures, manufacturers are required to implement appropriate measures on the product with digital elements to address those risks, so that they comply with the essential requirement referred to in point (1) of Part I of Annex I. In practice, in most cases, compliance with the other essential requirements is expected to result in compliance with this requirement.

Vgl. Abschnitt 7.2 · Rn. 164–166 · C(2026) 5252

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Art. 13 Abs. 1: .

(2)
Auf der Grundlage der Bewertung der Cybersicherheitsrisiken gemäß müssen Produkte mit digitalen Elementen, soweit zutreffend,
a)
ohne bekannte ausnutzbare Schwachstellen auf dem Markt bereitgestellt werden,
CRA-Sollmaßnahmen
C03.004Produkt ohne bekannte ausnutzbare Schwachstellen ausliefernHerstellerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 9.2.2Bekannte ausnutzbare SchwachstellenG

Known exploitable vulnerabilities

230

One of the essential requirements of Part I of Annex I to the CRA provides that, on the basis of the cybersecurity risk assessment referred to in Article 13(2), and where applicable, products with digital elements must be made available on the market without known exploitable vulnerabilities.

231

Article 3(41) defines ‘exploitable vulnerability’ as ‘a vulnerability that has the potential to be effectively used by an adversary under practical operational conditions’. Not all vulnerabilities are exploitable under practical operational conditions, and some vulnerabilities can only be exploited in theoretical conditions (e.g. in a lab or in a simulation) and/or not under conditions which would occur in the operational environment of a product with digital elements.

232

The CRA requires manufacturers to have appropriate policies and procedures to handle and remediate potential vulnerabilities reported from internal or external sources (Article 13(8)). However, it does not explicitly specify when an exploitable vulnerability should be considered to be known by the manufacturer, thereby triggering the obligation to comply with this essential requirement at the moment of placement on the market.

233

A vulnerability should be regarded as known when it is listed in relevant publicly accessible vulnerability databases, such as the European vulnerability database established by Article 12(2) of Directive (EU) 2022/2555 or other prominent vulnerability databases.

234

Additionally, a vulnerability may also be known when the manufacturer has been made aware of it via non-public information, for example via coordinated disclosure by a security researcher or through the manufacturer’s own internal testing and analysis, including, for example, when making use of AI-powered services. Likewise, a vulnerability may be known when it has been publicly and prominently reported in reliable media outlets, including specialised cybersecurity publications or general mass media.

235

Nevertheless, the mere fact that a vulnerability is reported or found does not, in itself, mean that it is exploitable in practice or applicable to the specific product with digital elements concerned. The manufacturer will need to investigate it and confirm the veracity of such information and applicability to its own product with digital elements. Accordingly, a limited period of time may elapse between the first report of the vulnerability and its confirmation. As indicated in Section 9.1 Reporting obligations , the emphasis should be on prompt action to investigate and react.

236

Furthermore, the obligation for manufacturers to comply with the essential requirements set out in Part I of Annex I applies at the moment of placement on the market, in accordance with Article 13(1). In practice, it may be the case that new potentially exploitable vulnerabilities are discovered during the final stages of the development lifecycle of the product with digital elements, including shortly before it enters the distribution chain (and is therefore placed on the market).

237

As the obligation to place products with digital elements on the market without known exploitable vulnerabilities is a risk-based obligation, it falls upon the manufacturer to determine whether, on the basis of the cybersecurity risk assessment, the product with digital elements can be securely placed on the market, in compliance with the CRA. Alternatively, the manufacturer may determine that a new vulnerability that may have become known needs to be fixed before the product with digital elements can be placed on the market. In making that determination, manufacturers should take into account the severity, exploitability and potential impact of the vulnerability, as well as the risks arising for the product with digital elements itself once in use. They may also take into account the risks of postponing the product’s release until the vulnerability is fixed, for example because the new release also addresses other exploitable vulnerabilities, or is necessary for the continued operation of critical systems. In any case, once a product with digital elements is placed on the market, the manufacturer remains subject to the obligation to handle vulnerabilities effectively and in accordance with the vulnerability handling requirements set out in Part II of Annex I.

Vgl. Abschnitt 9.2.2 · Rn. 230–237 · C(2026) 5252
Kommissions-FAQ
FAQ 4.2.2Wie kann ein Hersteller sicherstellen, dass ein Produkt frei von jeglichen Schwachstellen ist?Q

How can a manufacturer ensure that a product is free from all vulnerabilities?

On the basis of the cybersecurity risk assessment referred to in Article 13(2) and where applicable, products with digital elements shall […] be made available on the market without known exploitable vulnerabilities (Annex I, Essential requirement (2)(a))

'vulnerability' means a weakness, susceptibility or flaw of a product with digital elements that can be exploited by a cyber threat (Article 3(40)

'exploitable vulnerability' means a vulnerability that has the potential to be effectively used by an adversary under practical operational conditions (Article 3(41)

The CRA does not require manufacturers to ensure that a product is free from all vulnerabilities.

The CRA requires manufacturers, at the moment of placement on the market, to ensure that, on the basis of their cybersecurity risk assessment and where applicable, the product does not contain known exploitable vulnerabilities.

In fact, not all vulnerabilities are exploitable under practical operational conditions. Some vulnerabilities can only be exploited in theoretical conditions (e.g. in a lab or in a simulation) and/or not under conditions which would occur in the operational environment of a given product with digital elements. Whether a vulnerability is exploitable needs to be addressed on a case-by-case basis, depending on the specific operational and technical conditions, including for example the extent to which the vulnerable code is invoked or loaded when the product is in use; the level and type of access required to carry out the exploit; whether compensating controls are already in place to mitigate exploitation.

For example, a smartphone may have a vulnerability that would enable an attacker to bypass security (e.g. skipping password checks); but in order to achieve this, the attacker needs physical access to the device and invasive physical tampering (e.g. using of a laser to cause a glitch) to make use of the exploit. On the basis of its risk assessment, the manufacturer may conclude that this would not be considered an exploitable vulnerability because it could not reasonably be exploited in practical operational conditions.

Vgl. FAQ 4.2.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 4.2.3Wie sollten Hersteller mit bekannten ausnutzbaren Schwachstellen umgehen, die entdeckt werden, nachdem ein Produkt in Verkehr gebracht wurde, aber bevor es seinen Endnutzer erreicht hat?Q

How should manufacturers deal with known exploitable vulnerabilities discovered after a product has been placed on the market but before reaching its final user?

Products with digital elements may be placed on the market and enter the distribution chain some time before they reach their final user. This is often the case, for example, when a product is sent to the distribution branch of a manufacturer; or it is offered for sale online or through other means of distance selling and is transferred to fulfilment service providers for delivery, reaching its final user days or months after placement on the market. For example, a laptop may stay on the shelf of an electronics shop for some time before being reaching its user.

In the period between placement on the market and transaction to the intended final user, known exploitable vulnerabilities affecting that product may be discovered. However, the obligation to deliver, on the basis of the risk assessment, products without known exploitable vulnerabilities applies at the moment of placement on the market (Article 13(1)). As the product has already been placed on the market, manufacturers are therefore not expected to fix newly discovered vulnerabilities while their products have not yet reached their user.

Nonetheless, as the CRA also establishes vulnerability handling requirements that apply during a product's support period, manufacturers shall, in relation to the risks posed to products with digital elements, address and remediate vulnerabilities without delay, in accordance with Annex I, Part II, point (2). For example, given the risks posed by the newly discovered exploitable vulnerabilities, the laptop manufacturer establishes that a security update is necessary to address those vulnerabilities. The manufacturer may be required to provide a security update for the laptop, as soon as it is put into operation by its user.

Vgl. FAQ 4.2.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
b)
mit einer sicheren Standardkonfiguration auf dem Markt bereitgestellt werden, sofern zwischen dem Hersteller und dem gewerblichen Nutzer in Bezug auf ein maßgeschneidertes Produkt mit digitalen Elementen nichts anderes vereinbart wurde, und die Möglichkeit bieten, das Produkt in seinen ursprünglichen Zustand zurückzusetzen,
CRA-Sollmaßnahmen
C03.005Produkt sicher voreinstellen und Zurücksetzen ermöglichenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 4.2.4Wie funktioniert die Anforderung der sicheren Standardkonfiguration?Q

How does the secure-by-default requirement work?

On the basis of the cybersecurity risk assessment referred to in Article 13(2) and where applicable, products with digital elements shall: […] be made available on the market with a secure by default configuration, unless otherwise agreed between manufacturer and business user in relation to a tailor-made product with digital elements, including the possibility to reset the product to its original state (Annex I, Part I, point 2(b)).

Manufacturers are required to place products with digital elements on the market with a secure by default configuration, in light of that product's intended purpose and reasonably foreseeable use, and on the basis of the manufacturer's cybersecurity risk assessment.

Where manufacturers place on the market a component for integration into another product with digital elements, they do not retain control on how the integrating manufacturer adjusts the component's configuration. The obligation to ensure a secure-by-default configuration, therefore, only applies to the component when it is placed on the market separately, and not to how it is later configured or deployed by integrating manufacturers.

For example, the manufacturer of a cryptographic library may be required, on the basis of its risk assessment, to place that library on the market with insecure or deprecated algorithms disabled by default, or certificate validation enabled by default. The integrating manufacturer may decide to change some of those settings when developing its own product with digital elements. The manufacturer of the cryptographic library is only responsible for the configuration that the library is delivered with, and not for subsequent modifications that its integrator makes.

Similarly, the manufacturer of a microcontroller with a built-in network stack may be required, on the basis of its risk assessment, to place the microcontroller on the market with the network interfaces disabled by default. The integrating manufacturer may then decide to enable them to meet its own product's intended purpose. The manufacturer of the microcontroller is only responsible for the configuration that the microcontroller is delivered with, and not for subsequent modifications that its integrator makes.

For further information on exceptions to the secure-by-default configuration, see entry 4.2.5 When is a product "tailor-made"? What documentation is required in these cases?

Finally, it is possible that this essential requirement is not applicable to some products with digital elements. Entry 4.1.3 Does a manufacturer need to implement all the essential requirements? provides further guidance on this.

Vgl. FAQ 4.2.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 4.2.5Wann ist ein Produkt „maßgeschneidert“? Welche Dokumentation ist in diesen Fällen erforderlich?Q

When is a product "tailor-made"? What documentation is required in these cases?

Manufacturers should make their products with digital elements available on the market with a secure by default configuration and provide security updates to users free of charge. Manufacturers should only be able to deviate from the essential cybersecurity requirements in relation to tailor-made products that are fitted to a particular purpose for a particular business user and where both the manufacturer and the user have explicitly agreed to a different set of contractual terms ().

The CRA establishes that manufacturers may deviate from two essential requirements (namely, secure by default configuration in point (2.b) of Annex I, Part I and providing security updates to users free of charge in point (8) of Annex I, Part II) in relation to tailor-made products that are fitted to a particular purpose for a particular business user and where both the manufacturer and the user have explicitly agreed to a different set of contractual terms, as stated in the aforementioned points of Annex I, Part I.

This could be the case, for example, for custom-developed hardware or software designed to meet the needs of a specific business user, or products that are developed for integration into a specific customer's highly controlled environments (e.g. closed networks or air-gapped environments) and are subject to specific contractual terms.

A product is not tailor-made, on the other hand, when it undergoes minor customisations before being sold to a customer, without specific sets of contractual terms or arrangements. This is the case, for example, for a customer relationship management (CRM) platform sold to multiple businesses, even if the manufacturer enables some minor customisations; or platforms that use plugins or APIs to be customised, but are fundamentally the same product for every customer.

In accordance with Article 31, the manufacturer is expected to include in its technical documentation all relevant data or details to show that its product complies with the relevant essential cybersecurity requirements, including appropriate evidence to demonstrate that the product is tailor-made.

Vgl. FAQ 4.2.5 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
c)
sicherstellen, dass Schwachstellen durch Sicherheitsaktualisierungen behoben werden können, gegebenenfalls auch durch automatische Sicherheitsaktualisierungen, die als Standardeinstellung innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens installiert werden sowie über einen klaren und benutzerfreundlichen Opt-out-Mechanismus verfügen, bei dem die Nutzer über verfügbare Aktualisierungen informiert werden und sie vorübergehend verschieben können;
CRA-Sollmaßnahmen
C03.006Schwachstellen per Sicherheitsupdate behebbar machenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 4.3.3Ist der Hersteller für die Installation von Sicherheitsupdates durch die Nutzer des Produkts verantwortlich?Q

Is the manufacturer responsible for the installation of security updates by the product's users?

One of the most important measures for users to take in order to protect their products with digital elements from cyberattacks is to install the latest available security updates as soon as possible. Manufacturers should therefore design their products and put in place processes to ensure that products with digital elements include functions that enable the notification, distribution, download and installation of security updates automatically, in particular in the case of consumer products. They should also provide the possibility to approve the download and installation of the security updates as a final step. Users should retain the ability to deactivate automatic updates, with a clear and easy-to-use mechanism, supported by clear instructions on how users can opt out. The requirements relating to automatic updates as set out in an annex to this Regulation are not applicable to products with digital elements primarily intended to be integrated as components into other products. They also do not apply to products with digital elements for which users would not reasonably expect automatic updates, including products with digital elements intended to be used in professional ICT networks, and especially in critical and industrial environments where an automatic update could cause interference with operations. Irrespective of whether a product with digital elements is designed to receive automatic updates or not, its manufacturer should inform users about vulnerabilities and make security updates available without delay ()

Products with digital elements shall be made available on the market only where: (a) they meet the essential cybersecurity requirements set out in Part I of Annex I, provided that they are properly installed, maintained, used for their intended purpose or under conditions which can reasonably be foreseen, and, where applicable, the necessary security updates have been installed; and (b) the processes put in place by the manufacturer comply with the essential cybersecurity requirements set out in Part II of Annex I (Article 6)

On the basis of the cybersecurity risk assessment referred to in Article 13(2) and where applicable, products with digital elements shall: (c) ensure that vulnerabilities can be addressed through security updates, including, where applicable, through automatic security updates that are installed within an appropriate timeframe enabled as a default setting, with a clear and easy-to-use opt-out mechanism, through the notification of available updates to users, and the option to temporarily postpone them (Annex I, Part I, point (2)(c)).

Manufacturers of products with digital elements shall: (7) provide for mechanisms to securely distribute updates for products with digital elements to ensure that vulnerabilities are fixed or mitigated in a timely manner and, where applicable for security updates, in an automatic manner (Annex I, Part II, point (7)).

Manufacturers of products with digital elements shall: (8) ensure that, where security updates are available to address identified security issues, they are disseminated without delay and, unless otherwise agreed between a manufacturer and a business user in relation to a tailor-made product with digital elements, free of charge, accompanied by advisory messages providing users with the relevant information, including on potential action to be taken. (Annex I, Part II, point (8)).

The CRA establishes a series of mechanisms that require manufacturers to ensure that security updates are disseminated without delay, that such updates are installed automatically where possible, and that users of products with digital elements are kept duly informed. The CRA also recognises that automatic updates are not always applicable, and users should also have the possibility to postpone the installation of such updates.

The manufacturer is not responsible under the CRA if the user does not install security updates, e.g. where updates are not installed either because automatic updates are not applicable or because the user opts out.

Vgl. FAQ 4.3.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
d)
durch geeignete Kontrollmechanismen Schutz vor unbefugtem Zugriff bieten, darunter u. a. zumindest Authentifizierungs-, Identitäts- oder Zugangsverwaltungssysteme, und einen möglicherweise unbefugten Zugriff melden,
CRA-Sollmaßnahmen
C03.007Produkt vor unbefugtem Zugriff schützenHerstellerS
e)
die Vertraulichkeit gespeicherter, übermittelter oder anderweitig verarbeiteter personenbezogener oder sonstiger Daten schützen, z. B. durch Verschlüsselung relevanter Daten, die gespeichert sind oder gerade verwendet oder übermittelt werden, durch modernste Mechanismen und durch den Einsatz anderer technischer Mittel,
CRA-Sollmaßnahmen
C03.008Daten im Produkt vor unbefugter Einsicht schützenHerstellerS
f)
die Integrität gespeicherter, übermittelter oder anderweitig verarbeiteter Daten, ob personenbezogener oder sonstiger Daten, Befehle, Programme und Konfigurationen vor einer vom Nutzer nicht genehmigten Manipulation oder Veränderung schützen und deren Beschädigung melden,
CRA-Sollmaßnahmen
C03.009Daten, Befehle, Software und Einstellungen vor Manipulation schützenHerstellerS
g)
die Verarbeitung personenbezogener oder sonstiger Daten auf solche, die angemessen und von Bedeutung sind, und auf das für die Zweckbestimmung des Produkts mit digitalen Elementen erforderliche Maß beschränken („Datenminimierung“),
CRA-Sollmaßnahmen
C03.010Nur die nötigen Daten verarbeiten (Datenminimierung)HerstellerS
h)
die Verfügbarkeit wesentlicher und grundlegender Funktionen, auch nach einem Sicherheitsvorfall, einschließlich über Abwehr- und Eindämmungsmaßnahmen gegen Überlastungsangriffe auf Server (Denial-of-Service-Angriffe), sicherstellen,
CRA-Sollmaßnahmen
C03.011Kernfunktionen auch nach einem Angriff verfügbar haltenHerstellerS
i)
die negativen Auswirkungen von den Produkten selbst oder von vernetzten Geräten auf die Verfügbarkeit der von anderen Geräten oder Netzen bereitgestellten Dienste minimieren,
CRA-Sollmaßnahmen
C03.012Störung anderer Geräte und Netze durch das Produkt begrenzenHerstellerS
j)
so konzipiert, entwickelt und hergestellt werden, dass sie — auch bei externen Schnittstellen — möglichst geringe Angriffsflächen bieten,
CRA-Sollmaßnahmen
C03.013Angriffsfläche des Produkts klein haltenHerstellerS
k)
so konzipiert, entwickelt und hergestellt werden, dass die Auswirkungen eines Sicherheitsvorfalls durch geeignete Mechanismen und Techniken zur Minderung der möglichen Ausnutzung verringert werden,
CRA-Sollmaßnahmen
C03.014Ausnutzung von Schwachstellen technisch erschwerenHerstellerS
l)
sicherheitsbezogene Informationen durch Aufzeichnung und/oder Überwachung einschlägiger interner Vorgänge wie Zugang zu Daten, Diensten oder Funktionen und Änderungen daran bereitstellen und den Nutzern einen Opt-out-Mechanismus zur Verfügung stellen,
CRA-Sollmaßnahmen
C03.015Sicherheitsrelevante Vorgänge im Produkt protokollierenHerstellerS
m)
den Nutzern die Möglichkeit bieten, alle Daten und Einstellungen dauerhaft sicher und einfach zu löschen, und, wenn diese Daten auf andere Produkte oder Systeme übertragen werden können, sicherstellen, dass dies auf sichere Weise geschieht.
CRA-Sollmaßnahmen
C03.016Sicheres Löschen und sichere Übertragung der Daten ermöglichenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 4.2.1Welche technischen Maßnahmen muss ein Hersteller umsetzen?Q

Which technical measures does a manufacturer need to implement?

The CRA establishes a set of essential cybersecurity requirements relating to the properties of products with digital elements. Such requirements are objective-oriented and technology-neutral and apply horizontally to all products with digital elements.

The specific technical implementation of the essential requirements is dependent on the cybersecurity risk assessment that each manufacturer is required to undertake and take into account during the planning, design, development, production, delivery and maintenance phases of the product with digital elements, in accordance with Article 13(12). For further information on the risk assessment, see the section 4.1 Risk-based approach and risk-assessment.

The manufacturer is required to detail in its technical documentation the means used to ensure that the product complies with the essential cybersecurity requirements, including instances where certain essential cybersecurity requirements are not applicable to the product with digital elements, in accordance with Article 13(4).

In order to facilitate the assessment of conformity with the essential requirements, the Commission adopted a standardisation request (https://ec.europa.eu/transparency/documents-register/detail?ref=C%282025%29618&lang=en) addressed to CEN, CENELEC and ETSI (the European Standardisation Organisations), requesting the development of harmonised standards in the technical areas covered by the CRA.

The CRA Standardisation Request requests, inter alia, the development of horizontal harmonised standards covering the product-related essential requirements laid down in Annex I, Part I of the CRA, with a view to support "(i) the development of further, granular vertical harmonised standards for specific products or product types, and (ii) [to] support manufacturers in defining and implementing the security requirements applicable to their respective products, including particularly for products not covered by existing or planned vertical standards" (Annex II, section 2.1 of CRA SR). For more information, see 6.10 When will harmonised standards to support CRA compliance be ready?

It should be noted that the use of harmonised standards is voluntary. Manufacturers may demonstrate conformity with the essential requirements via other technical means and are required to document them in their technical documentation.

Vgl. FAQ 4.2.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Teil II Anforderungen an die Behandlung von Schwachstellen
Die Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen müssen
(1)
Schwachstellen und Komponenten der Produkte mit digitalen Elementen ermitteln und dokumentieren, u. a. durch Erstellung einer Software-Stückliste in einem gängigen maschinenlesbaren Format, aus der zumindest die obersten Abhängigkeiten der Produkte hervorgehen;
CRA-Sollmaßnahmen
C05.011Software-Stückliste (SBOM) erstellen und pflegenHerstellerS
(2)
im Hinblick auf die Risiken im Zusammenhang mit den Produkten mit digitalen Elementen unverzüglich Schwachstellen behandeln und beheben, unter anderem durch Bereitstellung von Sicherheitsaktualisierungen; soweit technisch machbar, müssen neue Sicherheitsaktualisierungen getrennt von den Funktionsaktualisierungen bereitgestellt werden;
CRA-Sollmaßnahmen
C05.012Schwachstellen unverzüglich behebenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 4.3.1Sind Hersteller verpflichtet, alle Schwachstellen, die während des Supportzeitraums entdeckt werden, zu patchen?Q

Are manufacturers required to patch all vulnerabilities that are discovered during the support period?

Manufacturers of products with digital elements shall […] in relation to the risks posed to products with digital elements, address and remediate vulnerabilities without delay, including by providing security updates (Annex I, Part II, point 2).

The CRA does not require manufacturers to provide a patch for all vulnerabilities that are discovered during a product's support period. When discovering a vulnerability, manufacturers are expected to determine its relevance for their product, and assess the resulting risk, in the framework of the manufacturer's risk assessment. On the basis of the risk that the vulnerability poses, manufacturers need to ensure that remedies are put in place without delay. The CRA does not therefore prescribe that manufacturers must provide a patch for all vulnerabilities that are discovered during a product's support period.

Depending on the risk, remedies may take different forms, including but not limited to immediate patches, advisories on workarounds to be later complemented by a software updates, updates to user manuals, configuration guidance to disable the affected features.

For example, a manufacturer of a smart home hub finds a vulnerability in its product which allows remote attackers to execute arbitrary code on the hub; the manufacturer's risk assessment shows that there is a high risk of compromise, as the attacker could control other connected devices. The manufacturer may be expected, for example, to provide an immediate patch and appropriate guidance to its users.

On the other hand, a manufacturer of a Wi-Fi router finds a buffer overflow vulnerability in one of the software libraries contained in the router's firmware; the manufacturer's risk assessment, however, shows that the vulnerability cannot be exploited, as the library functions are never called in the firmware. The manufacturer may be expected, for example, to document the vulnerability, but may decide not to fix it with a dedicated update. The manufacturer may also be expected, for example, to remove the unused library in its next regular firmware release.

Finally, a manufacturer of an office laser printer discovers that the printer's motherboard has a debugging interface that remains enabled. While the vulnerability could theoretically be exploited to bypass authentication and inject malicious code, exploiting the vulnerability requires physical access to the printer, breaking its tamper-evident seal, disassembling internal components and soldering to the motherboard. The manufacturer's risk assessment shows that the vulnerability presents a very low risk and has no exploitability in its operational environment. The manufacturer may be expected, for example, to document the vulnerability, update its technical documentation and provide appropriate recommendations to its users.

Vgl. FAQ 4.3.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
FAQ 4.3.5Wie sollten Hersteller Sicherheits- und Funktionsupdates trennen, insbesondere wenn ein Update beiden Zwecken dient?Q

How should manufacturers ensure a separation between security and functionality updates, particularly where updates serve both purposes?

Manufacturers of products with digital elements shall: (2) in relation to the risks posed to products with digital elements, address and remediate vulnerabilities without delay, including by providing security updates; where technically feasible, new security updates shall be provided separately from functionality updates (Annex I, Part II, point (2)).

To improve the transparency of vulnerability handling processes and to ensure that users are not required to install new functionality updates for the sole purpose of receiving the latest security updates, manufacturers should ensure, where technically feasible, that new security updates are provided separately from functionality updates ().

The CRA establishes that manufacturers should, where technically feasible, provide new security updates separately from functionality updates, in order to ensure that updates can be delivered in a prompt manner and that users are not required to install functionality updates to be able to receive the latest security updates.

Manufacturers that release a security update to address a vulnerability are not to bundle that update with other functionality updates. For example, a smart home device has a vulnerability in the SSL certificate validation process that enables an attacker to perform a man-in-the-middle attack. To fix the vulnerability, it is sufficient for the manufacturer to update the SSL certificate validation routine. The manufacturer should deliver that update separately, without bundling the security fix with other functionality-related updates.

Nonetheless, where a functionality update is necessary to deliver a security update, the essential requirements do not prevent the manufacturer to deliver an update that combines both security and functionality modifications. For example, a PDF reader has a vulnerability that is contained in an outdated file format parser and which triggers buffer overflows. The fix requires replacing the file format parser with a new, safer parser that supports a slightly different behaviour (e.g. stricter format checking), and which may lead to some functionality changes, because some files that worked before may now be rejected. As it would not be technically feasible, the manufacturer is not required to ensure a separation between these types of software modifications.

Similarly, in certain situations, the functionality update can itself correspond to the security update. For example, a product with digital elements accesses the same feature via different interfaces (e.g. web interface, mobile app interface, command-line interface, API endpoint). If one of those interfaces contains a vulnerability, the manufacturer may determine that it is necessary to disable that vulnerable interface – thereby delivering a functionality update that is also a security update.

Vgl. FAQ 4.3.5 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
(3)
die Sicherheit des Produkts mit digitalen Elementen regelmäßig und wirksam testen und überprüfen;
CRA-Sollmaßnahmen
C05.013Sicherheit des Produkts regelmäßig testenHerstellerS
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 9.2.3Wirksame und regelmäßige Tests und ÜberprüfungenG

Effective and regular tests and reviews

238

Point (3) of Part II of Annex I requires manufacturers to apply effective and regular tests and reviews of the product with digital elements throughout its support period. Applying regular tests does not require the mechanical repetition, at fixed intervals, of an unchanged test campaign. It means regularly reviewing whether new input, such as newly identified threats or newly discovered vulnerabilities, requires the existing tests to be updated, and executing tests accordingly.

239

The frequency, depth and content of the review should be proportionate to the cybersecurity risk profile of the product with digital elements, its evolution over time, and the state of the threat landscape. Where the review identifies relevant new input affecting the test set, new or modified tests should be devised and executed on the product, to ensure that no vulnerabilities remain unaddressed. This may include re- executing existing tests where a modification to the product with digital elements makes such types of testing appropriate, such as regression testing.

240

Where the review identifies no such input, additional tests need not be devised. Other vulnerability handling obligations, including that of addressing and remediating vulnerabilities in relation to the risks posed, continue to apply in parallel.

Vgl. Abschnitt 9.2.3 · Rn. 238–240 · C(2026) 5252
(4)
sobald eine Sicherheitsaktualisierung bereitgestellt worden ist, Informationen über beseitigte Schwachstellen teilen und veröffentlichen, einschließlich einer Beschreibung der Schwachstellen mit Angaben, anhand deren die Nutzer das betroffene Produkt mit digitalen Elementen, die Auswirkungen der Schwachstellen und ihre Schwere erkennen können, sowie eindeutige und verständliche Informationen, die den Nutzern helfen, die Schwachstellen zu beheben; in hinreichend begründeten Fällen, in denen die Hersteller der Auffassung sind, dass die Risiken der Veröffentlichung die Vorteile in Bezug auf die Sicherheit überwiegen, können sie die Veröffentlichung von Informationen über eine behobene Schwachstelle so lange aufschieben, bis den Nutzern die Möglichkeit gegeben wurde, den entsprechenden Patch anzuwenden;
CRA-Sollmaßnahmen
C05.014Behobene Schwachstellen veröffentlichenHerstellerS
(5)
eine Strategie für die koordinierte Offenlegung von Schwachstellen aufstellen und umsetzen;
CRA-Sollmaßnahmen
C05.005Regeln zur Meldung und Offenlegung von Schwachstellen festlegenHerstellerS
(6)
Maßnahmen ergreifen, um den Austausch von Informationen über mögliche Schwachstellen in ihrem Produkt mit digitalen Elementen und darin enthaltenen Komponenten Dritter zu erleichtern, und dazu u. a. eine Kontaktadresse für die Meldung der in dem Produkt mit digitalen Elementen entdeckten Schwachstellen angeben;
CRA-Sollmaßnahmen
C05.015Kontaktadresse für Schwachstellenmeldungen angebenHerstellerS
(7)
Mechanismen für die sichere Verbreitung von Aktualisierungen für Produkte mit digitalen Elementen bereitstellen, damit Schwachstellen rechtzeitig und im Falle von Sicherheitsaktualisierungen gegebenenfalls automatisch behoben oder eingedämmt werden;
CRA-Sollmaßnahmen
C06.001Sicheren Weg zur Verteilung von Updates einrichtenHerstellerS
(8)
dafür sorgen, dass Sicherheitsaktualisierungen, die zur Bewältigung festgestellter Sicherheitsprobleme zur Verfügung stehen, unverzüglich und — sofern zwischen dem Hersteller und dem gewerblichen Nutzer in Bezug auf ein maßgeschneidertes Produkt mit digitalen Elementen nichts anderes vereinbart wurde — kostenlos verbreitet werden, zusammen mit Hinweisen und einschlägigen Informationen, auch über zu treffende mögliche Maßnahmen.
CRA-Sollmaßnahmen
C06.010Sicherheitsupdates unverzüglich und kostenlos verteilenHerstellerS
Kommissions-FAQ
FAQ 4.1.3Muss ein Hersteller alle grundlegenden Anforderungen umsetzen?Q

Does a manufacturer need to implement all the essential requirements?

Manufacturers need to comply with all essential cybersecurity requirements related to vulnerability handling (set out in Part II of Annex I) throughout the product's support period. However, with regards to essential cybersecurity requirements related to the product properties (set out in Part I of Annex I), manufacturers need to determine on the basis of the cybersecurity risk assessment which of those requirements are relevant for the type of product with digital elements concerned. In accordance with Article 13(4), where certain essential cybersecurity requirements are not applicable to a product with digital elements, the manufacturer should include a clear justification in the cybersecurity risk assessment included in the technical documentation. This could be the case where an essential cybersecurity requirement is incompatible with the nature of a product with digital elements (see ), or where no risks exist that require a mitigation in relation to that essential requirement.

For example, a product might not need to incorporate any specific mitigation measures related to the protection of personal data if the product's intended purpose and reasonably foreseeable use do not include the processing of any kind of personal data. In such cases, the product might still have the technical capability to process some kinds of personal data, but such use would not be included in the intended purpose and reasonably foreseeable use declared by the manufacturer. Where the product's technical capability to process personal data may lead to significant cybersecurity risks in the case of reasonably foreseeable misuse, the information and instructions to the user may need to include this information, in accordance with point 5 of Annex II of the CRA.

For example, as stated in , the intended purpose of a product with digital elements may require the manufacturer to follow widely recognised interoperability standards even if its security features are no longer considered to be state of the art. Similarly, other Union law requires manufacturers to apply specific interoperability requirements. Where this is the case, having the effect that an essential cybersecurity requirement is not applicable to a product with digital elements, but the manufacturer has identified cybersecurity risks in relation to that essential cybersecurity requirement, it should take measures to address those risks by other means, for instance by limiting the intended purpose of the product to trusted environments and/or by informing the users about those risks.

Vgl. FAQ 4.1.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Anhang II
Anhang II

INFORMATIONEN UND ANLEITUNGEN FÜR DEN NUTZER

CRA (EU 2024/2847)
CRA-Sollmaßnahmen
C10.001Anwenderdokumentation: Mindestinhalte aufnehmenHerstellerS
Dem Produkt mit digitalen Elementen muss mindestens Folgendes beigefügt sein:
1.
Name, eingetragener Handelsname oder eingetragene Handelsmarke des Herstellers, die Postanschrift, E-Mail-Adresse oder andere digitale Kontaktmöglichkeit und, falls vorhanden, Website, unter denen der Hersteller erreichbar ist;
2.
die zentrale Kontaktstelle, bei der Informationen über Schwachstellen des Produkts mit digitalen Elementen gemeldet werden können und entgegengenommen werden und das Konzept für die koordinierte Offenlegung von Schwachstellen zu finden ist;
3.
Name und Typ sowie alle zusätzlichen Informationen, die eine eindeutige Identifizierung des Produkts mit digitalen Elementen ermöglichen;
4.
die Zweckbestimmung des Produkts mit digitalen Elementen, einschließlich des vom Hersteller bereitgestellten Sicherheitsumfelds, sowie die Hauptfunktionen des Produkts und Informationen über die Sicherheitseigenschaften;
5.
alle bekannten oder vorhersehbaren Umstände im Zusammenhang mit der Zweckbestimmung des Produkts mit digitalen Elementen oder dessen vernünftigerweise vorhersehbaren Fehlanwendung, die zu erheblichen Cybersicherheitsrisiken führen können;
6.
gegebenenfalls die Internetadresse, unter der die EU-Konformitätserklärung abrufbar ist;
7.
die Art der vom Hersteller angebotenen technischen Sicherheitsunterstützung und das Enddatum des Unterstützungszeitraums, in dem die Nutzer die Behebung von Schwachstellen und den Erhalt von Sicherheitsaktualisierungen erwarten können;
8.
ausführliche Anleitungen oder eine Internetadresse, unter der auf solche ausführlichen Anleitungen und Informationen verwiesen wird, dazu,
a)
welche Maßnahmen bei der ersten Inbetriebnahme und während der gesamten Lebensdauer des Produkts mit digitalen Elementen getroffen werden müssen, um dessen sichere Verwendung sicherzustellen,
b)
wie sich Änderungen am Produkt mit digitalen Elementen auf die Datensicherheit auswirken können,
c)
wie sicherheitsrelevante Aktualisierungen installiert werden können,
d)
wie eine sichere Außerbetriebnahme des Produkts mit digitalen Elementen erfolgt und wie Nutzerdaten sicher entfernt werden können;
e)
wie die Standardeinstellung, die die automatische Installation von Sicherheitsaktualisierungen gemäß ermöglicht, deaktiviert werden kann;
f)
wie der Integrator die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in und die Anforderungen an die technische Dokumentation in erfüllen kann, wenn das Produkt mit digitalen Elementen für die Integration in andere Produkte mit digitalen Elementen bestimmt ist;
9.
für den Fall, dass der Hersteller dem Nutzer die Software-Stückliste zur Verfügung stellt, wo auf die Software-Stückliste zugegriffen werden kann.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Anhang III
Anhang III

WICHTIGE PRODUKTE MIT DIGITALEN ELEMENTEN

CRA (EU 2024/2847)

Die Sollmaßnahme zu diesem Anhang steht bei Art. 7 Abs. 1: .

Klasse I
1.
Identitätsmanagementsysteme sowie Software und Hardware für die Verwaltung privilegierter Zugänge bzw. Zugriffe, einschließlich Lesegeräte für die Authentifizierung und Zugangskontrolle, auch biometrische Lesegeräte
2.
eigenständige und eingebettete Browser
3.
Passwort-Manager
4.
Software für die Suche, Entfernung und Quarantäne von Schadsoftware
5.
Produkte mit digitalen Elementen mit der Funktion eines virtuellen privaten Netzes (VPN)
6.
Netzmanagementsysteme
7.
Systeme für die Verwaltung von Sicherheitsinformationen und -ereignissen (SIEM)
8.
Bootmanager
9.
Public-Key-Infrastrukturen und Software für die Ausstellung digitaler Zertifikate
10.
physische und virtuelle Netzschnittstellen
11.
Betriebssysteme
12.
Router, Modems für die Internetanbindung und Switches
13.
Mikroprozessoren mit sicherheitsrelevanten Funktionen
14.
Mikrocontroller mit sicherheitsrelevanten Funktionen
15.
anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASIC) und FPGA (Field Programmable Gate Array) mit sicherheitsrelevanten Funktionen
16.
virtuelle Assistenten für die intelligente häusliche Umgebung mit allgemeinem Zweck
17.
Produkte für die intelligente häusliche Umgebung mit Sicherheitsfunktionen, einschließlich intelligenter Türschlösser, Sicherheitskameras, Babyüberwachungssysteme und Alarmanlagen
18.
mit dem Internet verbundenes Spielzeug, das unter die Richtlinie 2009/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (1) fällt und über Funktionen zur sozialen Interaktion (z. B. sprechen oder filmen) oder zur Ortung verfügt
19.
am Körper tragbare Produkte, die zum Zwecke der Gesundheitsüberwachung (z. B. Tracking) bestimmt sind und nicht unter die Verordnungen (EU) 2017/745 oder (EU) 2017/746 fallen, oder am Körper tragbare Produkte, die für die Verwendung durch und für Kinder bestimmt sind
Klasse II
1.
Hypervisoren und Container-Runtime-Systeme, die eine virtualisierte Ausführung von Betriebssystemen und ähnlichen Umgebungen unterstützen
2.
Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme und Intrusion-Prevention-Systeme
3.
manipulationssichere Mikroprozessoren
4.
manipulationssichere Mikrocontroller
(1) Richtlinie 2009/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2009 über die Sicherheit von Spielzeug (ABl. L 170 vom 30.6.2009, S. 1).
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 6Wichtige und kritische Produkte mit digitalen ElementenG

Important and critical products with digital elements

136

Article 7(1) of the CRA establishes that products with digital elements that have the core functionality of a product category set out in Annex III to the Regulation are considered to be ‘important products with digital elements’. Annex III further divides important products with digital elements into class I and class II. Similarly, Article 8(1) establishes that products with digital elements that have the core functionality of a product category set out in Annex IV to the CRA are considered to be ‘critical products with digital elements’ 21 .

137

The classification of a product with digital elements as important or critical or, conversely, as belonging to the ‘default’ category 22 , is of relevance when determining the conformity assessment procedure the manufacturer needs to follow, in accordance with Article 32, before it can place that product with digital elements on the market. Notably, products with digital elements in the default category can always rely on the internal control procedure based on module A (‘self-assessment’)

138

The concept of core functionality is therefore essential for the manufacturer to determine the applicable conformity assessment regime. However, this concept is not explicitly defined in the CRA. Products with digital elements can perform a range of functions, some of which may be ancillary to that product’s core functionality, and should not impact the product’s classification as default/important class I/important class II/critical. It is therefore useful to provide more guidance to help manufacturers correctly perform the relevant conformity assessment procedures, and to assist market surveillance authorities in ensuring the harmonised enforcement of the CRA across the EU.

Fn. 21 Commission Implementing Regulation (EU) 2025/2392 sets out the technical description of the categories of important and critical products.

Fn. 22 The term ‘default’ category is not a term defined in the CRA. The use of the term in this document refers to products with digital elements that do not have the core functionality of a product category set out in Annexes III or IV to the CRA, and that consequently are subject to the conformity assessment regime set out in Article 32(1). 23 The manufacturer can nonetheless always choose to apply a more stringent conformity assessment procedure, as set out in Article 32(1).

Fn. 23 Important products with digital elements of class I or II and critical products with digital elements are subject to more stringent conformity assessment procedures. This does not include important products with digital elements of class I or II qualifying as free and open-source software that are placed on the market, for which, in accordance with Article 32(5), manufacturers are allowed to follow the procedures of the default category.

Vgl. Abschnitt 6 · Rn. 136–138 · C(2026) 5252
Steht auch bei, ,
Guidance 6.1KernfunktionG

Core functionality

139

The core functionality of a product with digital elements refers to that product’s main features and technical capabilities, without which it would not be able to meet its intended purpose. It can be assessed in light of that product’s specific context and conditions of use, taking into account, among others, the information the manufacturer supplies in the instructions for use, promotional or sales materials and statements, as well as in the technical documentation.

Example 57: A software product with digital elements provides an abstraction layer over the underlying hardware and manages the execution of software components. Its main features include hardware and peripheral initialisation, process and memory management, input–output control, scheduling, resource allocation, and the exposure of system services and application programming interfaces (APIs) through which applications interact with the device’s hardware and software resources. The technical documentation indicates that the product with digital elements orchestrates computing resources, enforces system configurations, and provides standardised interfaces for software modules and connected peripherals. The manufacturer highlights these capabilities as enabling the platform to serve as the central software environment on which applications can reliably run. The product with digital elements has the core functionality of an operating system, as described in Annex I, point 11, to Implementing Regulation (EU) 2025/2392.

140

The functionality of a product with digital elements is rarely restricted exclusively to its core functionality, as products with digital elements often – if not always – perform additional functions that do not contribute to the product’s core functionality. This may also include incorporating components that have themselves the functionality of another important or critical product with digital elements. However, the fact that a product with digital elements performs functions other than or additional to those detailed in the technical descriptions of important or critical products with digital elements does not in itself prevent the product from having one such core functionality.

Figure 2: Illustration of how core functionality, and not ancillary functionalities, determine the applicable conformity assessment procedure

141

A product with digital elements may have the ability to perform the functions of an important or critical product category, but nonetheless have a core functionality different from that of such a product category. In those cases, that product with digital elements would not qualify as an important or critical product with digital elements. As stated explicitly in Article 7(1) of the CRA for important products with digital elements (and applying the same logic for critical products with digital elements), the mere integration of an important or critical product with digital elements does not in itself render the product with digital elements an important or critical product with digital elements.

Example 58: A smartphone integrates an operating system that provides the functionalities described in Annex I, point 11, to Implementing Regulation (EU) 2025/2392. While the operating system enables the management of hardware resources and execution of software applications, the smartphone as a whole has a different core functionality (e.g. that of enabling users to communicate and access information and services). The mere integration of an operating system does not mean that the smartphone has the core functionality of an operating system.

142

Some products with digital elements may be similar to an important or critical product category, or belong to the same general product family, yet their core functionality may substantially exceed or fall substantially short of the core functionality of that category. This is not the case where a product with digital elements includes additional functionalities that merely complement or enhance the core functionality, which itself corresponds to that of an important or critical product category; in such cases, the product with digital elements retains the core functionality of that category and is classified accordingly. This assessment should be based on that product’s main features and technical capabilities, considered objectively in light of its intended purpose, and not on the way in which the product with digital elements is described or marketed, where that description does not reflect the product's actual technical characteristics.

Example 59: A security orchestration, automation and response (SOAR) software often has the ability to perform the functions of products with digital elements in the category of ‘security information and event management (SIEM) systems’, i.e. collect data from multiple sources, analyse and correlate that data and present it as actionable information for security-related purposes. However, the software’s core functionality substantially exceeds that of a SIEM, including services such as incident response as core elements of its technical capabilities. Therefore, SOAR software is generally not considered to have the core functionality of SIEM systems.

Figure 3: Illustration of the core functionality of a product with digital elements substantially exceeding the definition of an important or critical product category

Example 60: Certain log collection and visualisation tools have the ability to ingest log data and present basic dashboards showing system events. While these tools can support security monitoring activities, their core functionality falls short of that of

SIEM systems, as they do not perform data correlation, nor do they provide actionable security insights. Therefore, such tools are generally not to be considered to have the core functionality of SIEM systems.

Figure 4: Illustration of the core functionality of a product with digital elements substantially falling short of the definition of an important or critical product category

143

A manufacturer may not misrepresent the core functionality of its product with digital elements in such a way as to escape the conformity assessment regime applicable to important or critical products with digital elements, e.g. by overly emphasising or downplaying the role of certain functionalities, so that the product substantially exceeds or falls short of a given core functionality. This would be the case, for example, where there are clear inconsistencies between promotional materials, instructions for use, and technical documentation.

144

A product with digital elements may not have more than one core functionality for the purposes of determining the applicable conformity assessment regime. In accordance with Annex VII of the CRA, as part of a product’s technical documentation, manufacturers are required to describe the intended purpose of their product with digital elements and the conformity assessment procedure they have followed. The product’s core functionality should therefore be clearly identified. This enables the correct identification of the applicable conformity assessment regime and allows market surveillance authorities to supervise and check that the Regulation is being applied correctly.

Figure 5: Illustration of how the core functionality a specific product with digital elements determines the product class and therefore the applicable conformity assessment procedure

145

Some products with digital elements are placed on the market as single products with digital elements but are composed of distinct modules with separate functionalities. Where a manufacturer also makes those modules available on the market separately, such as in the case where they are offered for separate purchase, licensing or subscription, those modules constitute standalone products with digital elements in their own right. As such, they are to be classified on the basis of their respective core functionalities (and therefore subject to the appropriate conformity assessment regime on the basis of each module’s core functionality). This is without prejudice to modules supplied solely as components of an integrated product with digital elements and not made available separately; in such cases, the core functionality is determined at the level of the integrated product with digital elements.

Example 61: a manufacturer places on the market a unified security suite combining multiple modules, including a SIEM, an intrusion detection system, and an analytics module. The manufacturer also offers those modules for separate subscriptions. In this scenario, each module is a distinct product with digital elements and is classified on the basis of its own core functionality. The SIEM module is subject to the conformity assessment regime for important products with digital elements of class I, as its core functionality is that of ‘Security information and event management (SIEM) systems’. The intrusion detection system is subject to the conformity assessment regime for important products with digital elements of class II, as its core functionality is that of ‘Firewalls, intrusion detection and prevention systems’. The analytics module is subject to the conformity assessment regime for ‘default’ products with digital elements, as its core functionality is not that of an important or critical product category.

146

Non-compliance with the obligations set out in Article 32 of the CRA may trigger administrative fines in accordance with Article 64(3).

Vgl. Abschnitt 6.1 · Rn. 139–146 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Kommissions-FAQ
FAQ 3.1Wonach bestimmt sich, ob ein Produkt mit digitalen Elementen ein wichtiges oder kritisches Produkt ist?Q

What determines if a product with digital elements is an important or critical product?

In accordance with Articles 7(1) and 8(1), a manufacturer should look at the core functionality of its product with digital elements to determine whether that product is an important or critical product with digital elements and is therefore subject to the corresponding conformity assessment procedures.

The technical descriptions of the categories of important and critical products with digital elements are laid down in Commission Implementing Regulation (EU) 2025/2392 of 28 November 2025 on the technical description of the categories of important and critical products with digital elements.

Vgl. FAQ 3.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei, ,
FAQ 3.2Wird ein Produkt mit digitalen Elementen dadurch zu einem wichtigen oder kritischen Produkt, dass ein wichtiges oder kritisches Produkt mit digitalen Elementen darin integriert wird?Q

Does integrating an important or critical product with digital elements into another product with digital elements render that product important or critical?

As specified in Article 7(1), integrating an important or critical product with digital elements into another product with digital elements does not automatically render that product subject to the conformity assessment procedures applicable to important and critical products. For example, integrating an embedded browser as a component of a news app for use in smartphones does not in itself render the news app subject to the conformity assessment procedure applicable to products with digital elements that have the core functionality of "standalone and embedded browsers". Similarly, integrating a secure element into a laptop does not in itself render the laptop subject to the conformity assessment procedure applicable to products with digital elements that have the core functionality of "smartcards and similar devices, including secure elements".

As stated in 3.1 What determines if a product with digital elements is an important or critical product?, the core functionality of the product with digital elements into which other components are integrated determines whether that product is an important or critical product with digital elements.

Vgl. FAQ 3.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
FAQ 3.4Bedeutet das Vorhandensein mehrerer Funktionen, dass ein Produkt nicht die Kernfunktion eines wichtigen oder kritischen Produkts aufweist?Q

Does the presence of multiple functions mean that a product does not have the core functionality of an important or critical product?

As explained in of Commission Implementing Regulation (EU) 2025/2392 of 28 November 2025 on the technical description of the categories of important and critical products with digital elements, the fact that a product with digital elements performs functions other than or additional to its core functionality does not in itself mean that the product with digital elements does not have the core functionality of an important or critical product. For example, products that have the core functionality of "operating systems" (an important product with digital elements of Class I) often include software that performs ancillary functions not included in the technical description of that product category, such as calculators or simple graphics editors. Products with digital elements often also incorporate components that have the functionality of another important or critical product with digital elements, such as an operating system integrating browser functionality, or a router integrating firewall functionality. This, however, does not in itself mean that such products with digital elements do not have the core functionality of "operating systems" or "routers, modems intended for the connection to the internet, and switches" (also important products with digital elements of Class I), respectively.

On the other hand, a product that has the ability to perform the function(s) of an important or critical product category but whose core functionality itself is different from that of such product category is not to be considered to have that core functionality. For example, a security orchestration, automation and response (SOAR) software often has the ability to perform the functions of "security information and event management (SIEM) systems". However, as the SOAR's core functionality is different from that of a SIEM, SOAR software is generally not to be considered to have the core functionality of "security information and event management (SIEM) systems". Similarly, a smartphone typically integrates components that perform the functions of several important or critical products, such as an operating system or an integrated password manager. However, as a smartphone's core functionality is not that of an operating system or of a password manager, it is generally not to be considered to have the core functionality of an operating system or of a password manager.

Vgl. FAQ 3.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Anhang IV
Anhang IV

KRITISCHE PRODUKTE MIT DIGITALEN ELEMENTEN

CRA (EU 2024/2847)

Die Sollmaßnahme zu diesem Anhang steht bei Art. 8 Abs. 1: .

1.
Hardwaregeräte mit Sicherheitsboxen
2.
Smart-Meter-Gateways in intelligenten Messsystemen im Sinne des Artikels 2 Nummer 23 der Richtlinie (EU) 2019/944 des Europäischen Parlaments und des Rates (1) sowie andere Geräte für fortgeschrittene Sicherheitszwecke, einschließlich der sicheren Kryptoverarbeitung
3.
Chipkarten oder ähnliche Geräte, einschließlich Sicherheitselemente
(1) Richtlinie (EU) 2019/944 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juni 2019 mit gemeinsamen Vorschriften für den Elektrizitätsbinnenmarkt und zur Änderung der Richtlinie 2012/27/EU (ABl. L 158 vom 14.6.2019, S. 125).
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 6Wichtige und kritische Produkte mit digitalen ElementenG

Important and critical products with digital elements

136

Article 7(1) of the CRA establishes that products with digital elements that have the core functionality of a product category set out in Annex III to the Regulation are considered to be ‘important products with digital elements’. Annex III further divides important products with digital elements into class I and class II. Similarly, Article 8(1) establishes that products with digital elements that have the core functionality of a product category set out in Annex IV to the CRA are considered to be ‘critical products with digital elements’ 21 .

137

The classification of a product with digital elements as important or critical or, conversely, as belonging to the ‘default’ category 22 , is of relevance when determining the conformity assessment procedure the manufacturer needs to follow, in accordance with Article 32, before it can place that product with digital elements on the market. Notably, products with digital elements in the default category can always rely on the internal control procedure based on module A (‘self-assessment’)

138

The concept of core functionality is therefore essential for the manufacturer to determine the applicable conformity assessment regime. However, this concept is not explicitly defined in the CRA. Products with digital elements can perform a range of functions, some of which may be ancillary to that product’s core functionality, and should not impact the product’s classification as default/important class I/important class II/critical. It is therefore useful to provide more guidance to help manufacturers correctly perform the relevant conformity assessment procedures, and to assist market surveillance authorities in ensuring the harmonised enforcement of the CRA across the EU.

Fn. 21 Commission Implementing Regulation (EU) 2025/2392 sets out the technical description of the categories of important and critical products.

Fn. 22 The term ‘default’ category is not a term defined in the CRA. The use of the term in this document refers to products with digital elements that do not have the core functionality of a product category set out in Annexes III or IV to the CRA, and that consequently are subject to the conformity assessment regime set out in Article 32(1). 23 The manufacturer can nonetheless always choose to apply a more stringent conformity assessment procedure, as set out in Article 32(1).

Fn. 23 Important products with digital elements of class I or II and critical products with digital elements are subject to more stringent conformity assessment procedures. This does not include important products with digital elements of class I or II qualifying as free and open-source software that are placed on the market, for which, in accordance with Article 32(5), manufacturers are allowed to follow the procedures of the default category.

Vgl. Abschnitt 6 · Rn. 136–138 · C(2026) 5252
Steht auch bei, ,
Kommissions-FAQ
FAQ 3.1Wonach bestimmt sich, ob ein Produkt mit digitalen Elementen ein wichtiges oder kritisches Produkt ist?Q

What determines if a product with digital elements is an important or critical product?

In accordance with Articles 7(1) and 8(1), a manufacturer should look at the core functionality of its product with digital elements to determine whether that product is an important or critical product with digital elements and is therefore subject to the corresponding conformity assessment procedures.

The technical descriptions of the categories of important and critical products with digital elements are laid down in Commission Implementing Regulation (EU) 2025/2392 of 28 November 2025 on the technical description of the categories of important and critical products with digital elements.

Vgl. FAQ 3.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei, ,
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Anhang V
Anhang V

EU-KONFORMITÄTSERKLÄRUNG

CRA (EU 2024/2847)
CRA-Sollmaßnahmen
C09.006EU-Konformitätserklärung: Mindestinhalte aufnehmenHerstellerS
Die EU-Konformitätserklärung gemäß enthält alle folgenden Angaben:
1.
den Namen und den Typ sowie alle zusätzlichen Informationen, die eine eindeutige Identifizierung des Produkts mit digitalen Elementen ermöglichen
2.
den Namen und die Anschrift des Herstellers oder seines Bevollmächtigten
3.
eine Erklärung darüber, dass der Anbieter die alleinige Verantwortung für die Ausstellung der EU-Konformitätserklärung trägt
4.
den Gegenstand der Erklärung (Bezeichnung des Produkts mit digitalen Elementen zwecks Rückverfolgbarkeit, gegebenenfalls mit Foto)
5.
eine Erklärung, dass der oben beschriebene Gegenstand der Erklärung den einschlägigen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Union entspricht
6.
Verweise auf die verwendeten einschlägigen harmonisierten Normen oder sonstigen gemeinsamen Spezifikationen oder die Cybersicherheitszertifizierung, für die die Konformität erklärt wird
7.
gegebenenfalls den Namen und die Kennnummer der notifizierten Stelle, eine Beschreibung des durchgeführten Konformitätsbewertungsverfahrens und die Kennnummer der ausgestellten Bescheinigung
8.
weitere Angaben: Unterzeichnet für und im Namen von: (Ort und Datum der Ausstellung) (Name, Funktion) (Unterschrift):
Kommissions-FAQ
FAQ 2.7.4Muss der Hersteller für jeden Rechtsakt der Union eine gesonderte EU-Konformitätserklärung ausstellen?Q

Should the manufacturer draw up separate EU declarations of conformity per Union legal act?

Concerning the drawing up of the EU declaration of conformity by the manufacturer, Article 39(2) of the EHDS Regulation provides for a single EU declaration of conformity to be drawn up in respect of all Union legal acts applicable to the EHR system. That EU declaration of conformity shall contain all the information required for the identification of the Union legal acts to which it relates. The CRA provides the same for products with digital elements in Article 28(3).

Vgl. FAQ 2.7.4 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei,
FAQ 6.8Was ist die Konformitätserklärung?Q

What is the declaration of conformity?

The declaration of conformity is a document in which the manufacturer declares that the product is compliant with the CRA, and assumes responsibility for that.

The declaration of conformity must accompany the product placed on the market. Two formats are allowed:

  • The full declaration of conformity, following the template laid down in Annex V.
  • A simplified declaration of conformity, which is a sentence whose template is laid down in Annex VI and that includes the internet address where the full declaration of conformity can be accessed.

The declaration of conformity is a document linked to the individual product and not only to the type or model. In this regard, it is not needed that it includes the unique identifier of the product. Nevertheless, a new version of the product might need a new declaration of conformity, especially when it implements a substantial modification.

The declaration of conformity cannot be signed if the manufacturer has not performed one of the relevant conformity assessment procedures, with a positive result.

In accordance with Article 28(3) and as stated in section 4.4 of the Blue Guide, where several pieces of Union harmonisation legislation apply to a product, the manufacturer or the authorised representative has to provide a single declaration of conformity in respect of all such Union acts. In order to reduce the administrative burden on economic operators and facilitate its adaptation to the modification of one of the applicable Union acts, the single declaration may be a dossier made up of relevant individual Declarations of conformity.

Vgl. FAQ 6.8 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei,
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Anhang VI
Anhang VI

VEREINFACHTE EU-KONFORMITÄTSERKLÄRUNG

CRA (EU 2024/2847)
CRA-Sollmaßnahmen
C09.007Vereinfachte EU-Konformitätserklärung nach Muster verfassenHerstellerS
Die vereinfachte EU-Konformitätserklärung nach hat folgenden Wortlaut:
Hiermit erklärt … [Name des Herstellers], dass der Typ des Produkts mit digitalen Elementen … [Bezeichnung des Typs des Produkts mit digitalen Elementen] der Verordnung (EU) 2024/2847 (1) entspricht.
Der vollständige Text der EU-Konformitätserklärung kann unter der folgenden Internetadresse abgerufen werden: …
(1) ABl. L, 2024/2847, 20.11.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2024/2847/oj.
Kommissions-FAQ
FAQ 6.8Was ist die Konformitätserklärung?Q

What is the declaration of conformity?

The declaration of conformity is a document in which the manufacturer declares that the product is compliant with the CRA, and assumes responsibility for that.

The declaration of conformity must accompany the product placed on the market. Two formats are allowed:

  • The full declaration of conformity, following the template laid down in Annex V.
  • A simplified declaration of conformity, which is a sentence whose template is laid down in Annex VI and that includes the internet address where the full declaration of conformity can be accessed.

The declaration of conformity is a document linked to the individual product and not only to the type or model. In this regard, it is not needed that it includes the unique identifier of the product. Nevertheless, a new version of the product might need a new declaration of conformity, especially when it implements a substantial modification.

The declaration of conformity cannot be signed if the manufacturer has not performed one of the relevant conformity assessment procedures, with a positive result.

In accordance with Article 28(3) and as stated in section 4.4 of the Blue Guide, where several pieces of Union harmonisation legislation apply to a product, the manufacturer or the authorised representative has to provide a single declaration of conformity in respect of all such Union acts. In order to reduce the administrative burden on economic operators and facilitate its adaptation to the modification of one of the applicable Union acts, the single declaration may be a dossier made up of relevant individual Declarations of conformity.

Vgl. FAQ 6.8 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei,
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Anhang VII
Anhang VII

INHALT DER TECHNISCHEN DOKUMENTATION

CRA (EU 2024/2847)
CRA-Sollmaßnahmen
C08.002Technische Dokumentation: Mindestinhalte aufnehmenHerstellerS
Die in genannte technische Dokumentation muss mindestens die folgenden Informationen enthalten, soweit sie für das betreffende Produkt mit digitalen Elementen von Bedeutung sind:
1.
eine allgemeine Beschreibung des Produkts mit digitalen Elementen, einschließlich
a)
seiner Zweckbestimmung,
b)
Softwareversionen, die sich auf die Erfüllung der grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen auswirken,
c)
wenn es sich bei dem Produkt mit digitalen Elementen um ein Hardwareprodukt handelt: Fotografien oder Abbildungen, aus denen äußere Merkmale, Kennzeichnungen und innerer Aufbau hervorgehen;
d)
Informationen und Anleitungen für die Nutzer gemäß ;
2.
eine Beschreibung der Konzeption, Entwicklung und Herstellung des Produkts mit digitalen Elementen und der Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen, einschließlich
a)
erforderlicher Informationen über die Konzeption und Entwicklung des Produkts mit digitalen Elementen, gegebenenfalls mit Zeichnungen und Schemata und/oder einer Beschreibung der Systemarchitektur, aus der hervorgeht, wie Softwarekomponenten aufeinander aufbauen, miteinander zusammenwirken und sich in die Gesamtverarbeitung integrieren;
b)
erforderlicher Informationen und Spezifikationen bezüglich der vom Hersteller festgelegten Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen, einschließlich der Software-Stückliste, des Konzepts für die koordinierte Offenlegung von Schwachstellen, des Nachweises der Bereitstellung einer Kontaktadresse für die Meldung der Schwachstellen und einer Beschreibung der gewählten technischen Lösungen für die sichere Verbreitung von Aktualisierungen;
c)
erforderlicher Informationen und Spezifikationen bezüglich der Herstellungs- und Überwachungsprozesse des Produkts mit digitalen Elementen und der Validierung dieser Prozesse;
3.
eine Bewertung der Cybersicherheitsrisiken, die bei der Konzeption, Entwicklung, Herstellung, Lieferung und Wartung des Produkts mit digitalen Elementen nach berücksichtigt werden, einschließlich der Frage, inwieweit die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen gemäß Anwendung finden;
Kommissions-FAQ
FAQ 4.1.8Was muss ein Hersteller in Bezug auf die Bewertung der Cybersicherheitsrisiken in die technische Dokumentation aufnehmen, die für die Marktüberwachungsbehörden bereitzuhalten ist?Q

What does a manufacturer need to include regarding the cybersecurity risk assessment in the technical documentation to be kept at the disposal of market surveillance authorities?

Article 13(12) and Article 31 require the manufacturer to draw up technical documentation containing information to demonstrate the conformity of the product to the applicable requirements, regardless of the conformity assessment procedure. This documentation may be part of the quality system documentation where the manufacturer chooses a conformity assessment procedure based on a quality system, in line with article 32. This is the case for conformity based on full quality assurance based on module H (part IV of CRA Annex VIII). The technical documentation must be available when the product is placed on the market, whatever its geographical origin or location. In accordance with Article 13(4), when placing a product with digital elements on the market, the manufacturer shall include the cybersecurity risk assessment in the technical documentation required pursuant to Article 31 and Annex VII. After placement on the market the manufacturer shall systematically document, in a manner that is proportionate to the nature and the cybersecurity risks, relevant cybersecurity aspects concerning the products with digital elements, including vulnerabilities of which they become aware and any relevant information provided by third parties, and shall, where applicable, update the cybersecurity risk assessment of the products. In particular, as part of the vulnerability handling requirement in Annex I, part 2(3), the manufacturer must update the risk assessment after the application of regular tests and reviews, wherever relevant information pertaining to the cybersecurity of the product emerges from such tests and reviews.

According to section 4.3 of the Blue Guide, in the case where a product has been subject to re-designs and re-assessments of the conformity, the technical documentation must reflect all versions of the product; describing the changes made, how the various versions of the product can be identified and information on the various conformity assessment.

In accordance with Article 53, where necessary to assess the conformity of products with digital elements and the processes put in place by their manufacturers with the essential cybersecurity requirements set out in Annex I, the market surveillance authorities shall, upon a reasoned request, be granted access to the data, in a language easily understood by them, required to assess the design, development, production and vulnerability handling of such products, including related internal documentation of the relevant economic operator.

Vgl. FAQ 4.1.8 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
4.
einschlägige Informationen, die bei der Festlegung des Unterstützungszeitraums gemäß des Produkts mit digitalen Elementen berücksichtigt wurden;
5.
eine Aufstellung der vollständig oder teilweise angewandten harmonisierten Normen, deren Fundstellen im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden, der in dieser Verordnung genannten gemeinsamen Spezifikationen oder der in dieser Verordnung genannten europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung, angenommen gemäß der Verordnung (EU) 2019/881, und, falls keine solchen harmonisierten Normen, gemeinsamen Spezifikationen und europäischen Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung angewandt werden, Beschreibungen der Lösungen, mit denen die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in Teile I und II erfüllt werden, mit einer Aufstellung sonstiger angewandter einschlägiger technischer Spezifikationen. Bei einer teilweisen Anwendung harmonisierter Normen, gemeinsamer Spezifikationen oder europäischer Schemata für die Cybersicherheitszertifizierung ist in der technischen Dokumentation anzugeben, welche Teile angewandt wurden;
6.
Berichte über die Tests und Prüfungen, die durchgeführt wurden, um die Konformität des Produkts mit digitalen Elementen und der Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen mit den geltenden grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in Teile I und II zu überprüfen;
7.
ein Exemplar der EU-Konformitätserklärung;
8.
gegebenenfalls auf begründetes Verlangen der Marktüberwachungsbehörde die Software-Stückliste, sofern dies erforderlich ist, damit diese Behörde die Einhaltung der grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in überprüfen kann.
Kommissions-FAQ
FAQ 6.6Was ist die technische Dokumentation?Q

What is the technical documentation?

The technical documentation must contain the elements laid down in Annex VII of the CRA.

The manufacturer must take into consideration that the technical documentation is not only an internal deliverable but it might be requested by the market surveillance authorities. Therefore, it has to be comprehensive and clear. The manufacturer must be able to demonstrate that the product has been designed, developed and manufactured to comply with the essential requirements of the CRA. The latter includes specifications of vulnerability handling processes.

The technical documentation can be written in any language. Nevertheless, if it is required by a market surveillance authority, it needs to be provided in a language easily understood by this authority.

There is no obligation to make the technical documentation available to a manufacturer's customers or to the public, with the exception of manufacturers of free and open-source software that fall under the categories set out in Annex III (important products of class I or II) that wish to self-attest their conformity, in accordance with Article 32(5).

Vgl. FAQ 6.6 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA (EU 2024/2847)›Anhang VIII
Anhang VIII

KONFORMITÄTSBEWERTUNGSVERFAHREN

CRA (EU 2024/2847)
Teil I Konformitätsbewertungsverfahren auf der Grundlage einer internen Kontrolle (auf der Grundlage von Modul A)
1.
Bei der internen Kontrolle handelt es sich um das Konformitätsbewertungsverfahren, mit dem der Hersteller die in den Nummern 2, 3 und 4 des vorliegenden Teils festgelegten Pflichten erfüllt sowie gewährleistet und auf eigene Verantwortung erklärt, dass die Produkte mit digitalen Elementen allen grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in genügen und dass der Hersteller die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erfüllt.
Kommissions-FAQ
FAQ 6.1Was ist Modul A? Wie funktioniert es? Welche Konformitätsbewertungstätigkeiten werden bei der Selbstbewertung erwartet?Q

What is module A? How does it work? What conformity assessment activities are expected for self-assessment?

Module A, set out in part I of Annex VIII, is a conformity assessment procedure in which the manufacturer verifies that the product with digital elements complies with the essential requirements of the CRA and declares compliance on its sole responsibility.

No notified bodies participate in this procedure.

The following categories of products are allowed to use module A:

  • All products with digital elements that do not have the core functionality of a category of important or critical products ('default category').
  • Important products with digital elements of class I, if a harmonised standard has been applied in accordance with Article 32(2);
  • Important products with digital elements of class I or II, if they are free and open-source software provided that the technical documentation is made available to the public, in accordance with Article 32(5).

The manufacturer has to perform the following activities:

  • Implement the necessary cybersecurity mitigation measures in the product following the risk assessment described in section 4.1 Risk-based approach and risk-assessment.
  • Verify (via testing or other mechanism) that the product complies to the relevant essential requirements of the CRA. When applicable, see also section 6.5 Which evaluation methodology should a manufacturer apply?
  • Draw up the technical documentation. See also section 6.6 What is the technical documentation?
  • Once the manufacturer is in a position to demonstrate that the product with digital elements is compliant with the CRA essential requirements, affix the CE marking (see section 6.7 What is the CE marking?), draw up and sign a declaration of conformity (see section 6.8 What is the declaration of conformity?).
  • Ensure that the production of the different units of the product with digital elements does not alter the compliance with the CRA essential requirements.
Vgl. FAQ 6.1 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Anhang VIII Teil I Nr. 3: .

2.
Der Hersteller erstellt die technische Dokumentation gemäß .

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Art. 13 Abs. 12: .

3.
Konzeption, Entwicklung, Herstellung und Behandlung von Schwachstellen bei Produkten mit digitalen Elementen Der Hersteller trifft alle erforderlichen Maßnahmen, damit die Verfahren der Konzeption, Entwicklung, Herstellung und Schwachstellenbehandlung und deren Überwachung die Konformität der hergestellten oder entwickelten Produkte mit digitalen Elementen und der vom Hersteller festgelegten Verfahren mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in Teile I und II gewährleisten.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.015Konformität selbst bewerten (Modul A, interne Kontrolle)HerstellerS
4.
Konformitätskennzeichnung und Konformitätserklärung
4.1.
Der Hersteller bringt die CE-Kennzeichnung an jedem einzelnen Produkt mit digitalen Elementen an, das den in dieser Verordnung festgelegten geltenden Anforderungen genügt.
4.2.
Der Hersteller stellt für jedes Produkt mit digitalen Elementen eine schriftliche EU-Konformitätserklärung gemäß aus und hält sie zusammen mit der technischen Dokumentation für einen Zeitraum von zehn Jahren ab dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen oder während des Unterstützungszeitraums, je nachdem, welcher Zeitraum länger ist, für die nationalen Behörden bereit. Aus der EU-Konformitätserklärung muss hervorgehen, für welches Produkt mit digitalen Elementen sie ausgestellt wurde. Ein Exemplar der EU-Konformitätserklärung wird den einschlägigen Behörden auf Verlangen zur Verfügung gestellt.

Die Sollmaßnahmen zu diesem Punkt stehen bei Anhang V: und bei Art. 13 Abs. 13: und bei Art. 28 Abs. 1: und bei Art. 30 Abs. 1: .

5.
Bevollmächtigte Die in Nummer 4 genannten Verpflichtungen des Herstellers können von seinem Bevollmächtigten in seinem Auftrag und unter seiner Verantwortung erfüllt werden, falls die einschlägigen Verpflichtungen im Auftrag festgelegt sind.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.016Aufgaben der Konformitätsbewertung dem Bevollmächtigten übertragenHerstellerS
Teil II EU-Baumusterprüfung (auf der Grundlage von Modul B)
1.
Bei der EU-Baumusterprüfung handelt es sich um den Teil eines Konformitätsbewertungsverfahrens, bei dem eine notifizierte Stelle die technische Konzeption und Entwicklung eines Produkts mit digitalen Elementen und die vom Hersteller festgelegten Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen untersucht und prüft und sodann bescheinigt, dass ein Produkt mit digitalen Elementen den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in genügt und dass der Hersteller die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erfüllt.
Kommissions-FAQ
FAQ 6.2Was ist Modul B+C? Wie funktioniert es?Q

What is module B+C? How does it work?

Module B+C, set out in Parts II and III of Annex VIII, is a conformity assessment procedure in which the manufacturer verifies that the product with digital elements complies with the essential requirements of the CRA, a notified body examines the design and development of the product, and the manufacturer declares compliance.

The manufacturer can undertake a conformity assessment procedure based on module B+C for all categories of products covered by the CRA. Module B+C or H are mandatory in the following cases [Fn. 11]:

  • Important products with digital elements of class I if a harmonised standard has not been applied, in accordance with Article 32(2).
  • Important products of class II.
  • Critical products (unless the use of a European cybersecurity certification scheme is made mandatory in the future in accordance with Article 8(1).

Only one notified body participates in this procedure and examines the whole product and all relevant essential requirements in the terms described below.

The manufacturer and the notified body have to perform the following activities:

  • The manufacturer implements the necessary cybersecurity mitigation measures in the product following the risk assessment described in section 4.1 Risk-based approach and risk-assessment.
  • The manufacturer tests the product in order to verify that it complies with the relevant essential requirements of the CRA. See for further information section 6.5 Which evaluation methodology should a manufacturer apply?
  • The manufacturer draws up the technical documentation. See for further information section 6.6 What is the technical documentation?
  • The notified body assesses the design of the product, based on its technical documentation, and one specimen or sample. The notified body does not only carry out a documentation-based assessment, but it additionally performs the necessary tests, either itself or via an external laboratory. The manufacturer might need to be involved in those tests. Once the notified body concludes that the product is compliant with the CRA, it issues an EU-type certificate, which is valid for a certain period of time, as defined by the notified body.
  • Once the manufacturer obtains the EU-type certificate, it affixes the CE marking (see section 6.7 What is the CE marking?), draw up and sign a declaration of conformity (see section 6.8 What is the declaration of conformity?).
  • The manufacturer ensures that the production of the different units of the product does not alter the compliance with the CRA essential requirements, as laid down in point 2 of module C. The production phase is not assessed by the notified body. In other words, the manufacturer cannot justify that a product whose design is compliant with the CRA is not, in the practice, compliant because of a defect in the production process.

Substantial modifications of the product require a new assessment by the same or a different notified body, that might lead to a potential revision of the issued EU-type certificate. Other modifications that do not affect the compliance with the CRA requirements are not subject to reassessment by the notified body. Additionally, in accordance with point 8 of module B, the notified body must carry out periodic audits to ensure that the vulnerability handing processes are properly implemented.

Information about EU-type certificates and their revisions has to be shared with other notified bodies and with the notifying authorities, according to point 9 of module B.

Fn. 11: In accordance with Article 32(5), manufacturers retain the possibility to use module A even in the case of an important product with digital elements of class I or II if their product qualifies as free and open-source software and the technical documentation is made available to the public.

Vgl. FAQ 6.2 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
2.
Die EU-Baumusterprüfung erfolgt als Bewertung der Eignung der technischen Konzeption und Entwicklung des Produkts mit digitalen Elementen anhand der Prüfung der in Nummer 3 genannten technischen Dokumentation und zusätzlichen Nachweise sowie der Prüfung von Mustern eines oder mehrerer wichtiger Teile des Produkts (Kombination aus Bau- und Konzeptionsmuster).

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Anhang VIII Teil II Nr. 3: .

3.
Der Antrag auf EU-Baumusterprüfung wird vom Hersteller bei einer einzigen benannten Stelle seiner Wahl eingereicht. Der Antrag enthält
3.1.
den Namen und die Anschrift des Herstellers sowie, wenn der Antrag vom Bevollmächtigten eingereicht wird, den Namen und die Anschrift des Bevollmächtigten;
3.2.
eine schriftliche Erklärung, dass derselbe Antrag bei keiner anderen notifizierten Stelle eingereicht worden ist;
3.3.
die technische Dokumentation, anhand deren die Konformität des Produkts mit digitalen Elementen mit den geltenden grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in und die Verfahren des Herstellers zur Behandlung von Schwachstellen gemäß bewertet werden können; sie muss auch eine angemessene Risikoanalyse und -bewertung enthalten. In der technischen Dokumentation sind die geltenden Anforderungen aufzuführen und die Konzeption, die Herstellung und die Arbeitsweise des Produkts mit digitalen Elementen zu erfassen, soweit sie für die Bewertung von Bedeutung sind. Die technische Dokumentation enthält gegebenenfalls zumindest die in aufgeführten Elemente;
3.4.
zusätzliche Nachweise für die Eignung der Lösungen für die technische Konzeption und Entwicklung und der Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen. In diesen zusätzlichen Nachweisen müssen alle Unterlagen vermerkt sein, nach denen vorgegangen wurde, insbesondere wenn die einschlägigen harmonisierten Normen oder technischen Spezifikationen nicht in vollem Umfang angewandt worden sind. Die Nachweise umfassen erforderlichenfalls die Ergebnisse von Prüfungen, die von einem geeigneten Labor des Herstellers oder von einem anderen Prüflabor in seinem Auftrag und unter seiner Verantwortung durchgeführt wurden.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.017EU-Baumusterprüfung (Modul B) bei einer notifizierten Stelle beantragenHerstellerS
C09.023Rechte gegenüber der notifizierten Stelle nutzenHerstellerS
C09.033Vor der Beauftragung prüfen, ob die Stelle notifiziert istHerstellerS
4.
Die notifizierte Stelle
4.1.
prüft die technische Dokumentation und die zusätzlichen Nachweise, um die Übereinstimmung der technischen Konzeption und Entwicklung des Produkts mit digitalen Elementen mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in und der vom Hersteller festgelegten Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in zu bewerten;
4.2.
überprüft, ob die Muster in Übereinstimmung mit der technischen Dokumentation entwickelt oder hergestellt wurde/n, welche Elemente nach den geltenden Vorschriften der einschlägigen harmonisierten Normen oder technischen Spezifikationen konzipiert und entwickelt wurden und welche Elemente ohne Anwendung der einschlägigen Vorschriften dieser Normen konzipiert und entwickelt wurden;
4.3.
führt geeignete Untersuchungen und Prüfungen durch bzw. veranlasst diese, um festzustellen, ob die Lösungen aus den einschlägigen harmonisierten Normen oder technischen Spezifikationen im Hinblick auf die Anforderungen in korrekt angewandt worden sind, sofern sich der Hersteller für ihre Anwendung entschieden hat;
4.4.
führt geeignete Untersuchungen und Prüfungen durch bzw. veranlasst diese, um festzustellen, ob die vom Hersteller gewählten Lösungen die entsprechenden grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen erfüllen, falls der Hersteller die Lösungen aus den einschlägigen harmonisierten Normen oder den technischen Spezifikationen für die Anforderungen in nicht angewandt hat;
4.5.
vereinbart mit dem Hersteller, wo die Untersuchungen und Prüfungen durchgeführt werden.
5.
Die notifizierte Stelle erstellt einen Bericht über die Beurteilung der nach Nummer 4 ausgeführten Tätigkeiten und deren Ergebnisse. Unbeschadet ihrer Pflichten gegenüber den notifizierenden Behörden veröffentlicht die notifizierte Stelle den Inhalt dieses Berichts oder Teile davon nur mit Zustimmung des Herstellers.

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Anhang VIII Teil II Nr. 3: .

6.
Entsprechen das Baumuster und die Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in , so stellt die notifizierte Stelle dem Hersteller eine EU-Baumusterprüfbescheinigung aus. Die Bescheinigung enthält den Namen und die Anschrift des Herstellers, die Ergebnisse der Prüfung, etwaige Bedingungen für ihre Gültigkeit und die erforderlichen Daten für die Identifizierung des zugelassenen Baumusters und des Verfahrens zur Behandlung von Schwachstellen. Der Bescheinigung können ein oder mehrere Anhänge beigefügt werden. Die Bescheinigung und ihre Anhänge enthalten alle einschlägigen Informationen, anhand deren sich die Konformität der hergestellten oder entwickelten Produkte mit digitalen Elementen mit dem geprüften Baumuster und die Konformität der Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen beurteilen und gegebenenfalls eine Kontrolle nach ihrer Inbetriebnahme durchführen lassen. Entsprechen das Baumuster und die Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen nicht den anwendbaren grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in , so verweigert die notifizierte Stelle die Ausstellung einer EU-Baumusterprüfbescheinigung und unterrichtet den Antragsteller darüber, wobei sie ihre Weigerung ausführlich begründet.
7.
Die notifizierte Stelle hält sich über alle Änderungen des allgemein anerkannten Stands der Technik auf dem Laufenden; deuten diese darauf hin, dass das zugelassene Baumuster und die Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen nicht mehr den geltenden grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in entsprechen, so entscheidet sie, ob derartige Änderungen weitere Untersuchungen nötig machen. Ist dies der Fall, so setzt die notifizierte Stelle den Hersteller davon in Kenntnis. Der Hersteller unterrichtet die notifizierte Stelle, der die technische Dokumentation zur EU-Baumusterprüfbescheinigung vorliegt, über alle Änderungen an dem zugelassenen Baumuster und dem Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen, die die Übereinstimmung mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in oder mit den Bedingungen für die Gültigkeit der Bescheinigung beeinträchtigen könnten. Derartige Änderungen erfordern eine Zusatzgenehmigung in Form einer Ergänzung der ursprünglichen EU-Baumusterprüfbescheinigung.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.018Änderungen am geprüften Baumuster der notifizierten Stelle meldenHerstellerS
8.
Die notifizierte Stelle führt regelmäßig Audits durch, um sicherzustellen, dass die in aufgeführten Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen angemessen umgesetzt werden.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.035Mängel beheben, die die notifizierte Stelle feststelltHerstellerS
9.
Jede notifizierte Stelle unterrichtet ihre notifizierenden Behörden über die EU-Baumusterprüfbescheinigungen und etwaige Ergänzungen dazu, die sie ausgestellt oder zurückgenommen hat, und übermittelt ihren notifizierenden Behörden in regelmäßigen Abständen oder auf Verlangen eine Aufstellung aller Bescheinigungen und Ergänzungen dazu, die sie verweigert, ausgesetzt oder auf andere Art eingeschränkt hat. Jede notifizierte Stelle unterrichtet die übrigen notifizierten Stellen über die EU-Baumusterprüfbescheinigungen und etwaige Ergänzungen dazu, die sie verweigert, zurückgenommen, ausgesetzt oder auf andere Weise eingeschränkt hat, und auf Verlangen über die Bescheinigungen und Ergänzungen dazu, die sie ausgestellt hat. Auf Verlangen erhalten die Kommission, die Mitgliedstaaten und die anderen notifizierten Stellen ein Exemplar der EU-Baumusterprüfbescheinigungen und jeglicher Ergänzungen. Die Kommission und die Mitgliedstaaten erhalten auf Verlangen ein Exemplar der technischen Dokumentation und der Ergebnisse der durch die notifizierte Stelle vorgenommenen Prüfungen. Die notifizierte Stelle bewahrt ein Exemplar der EU-Baumusterprüfbescheinigung samt Anhängen und Ergänzungen sowie des technischen Dossiers einschließlich der vom Hersteller eingereichten Unterlagen so lange auf, bis die Gültigkeitsdauer der Bescheinigung endet.
10.
Der Hersteller hält ein Exemplar der EU-Baumusterprüfbescheinigung samt Anhängen und Ergänzungen zusammen mit der technischen Dokumentation zehn Jahre lang nach dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen oder während des Unterstützungszeitraums je nachdem, welcher Zeitraum länger ist, für die nationalen Behörden bereit.

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Art. 13 Abs. 13: .

11.
Der Bevollmächtigte des Herstellers kann den in Nummer 3 genannten Antrag einreichen und die in den Nummern 7 und 10 genannten Pflichten erfüllen, falls die einschlägigen Verpflichtungen in dem Auftrag festgelegt sind.

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Anhang VIII Teil I Nr. 5: .

Teil III Konformität mit dem Baumuster auf der Grundlage einer internen Fertigungskontrolle (auf der Grundlage von Modul C)
1.
Bei der Konformität mit dem Baumuster auf der Grundlage einer internen Fertigungskontrolle handelt es sich um den Teil eines Konformitätsbewertungsverfahrens, bei dem der Hersteller die in den Nummern 2 und 3 dieses Teils festgelegten Pflichten erfüllt sowie sicherstellt und erklärt, dass die betreffenden Produkte mit digitalen Elementen dem in der EU-Baumusterprüfbescheinigung beschriebenen Baumuster entsprechen und den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in genügen und er die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erfüllt.

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Anhang VIII Teil III Nr. 2: .

2.
Herstellung Der Hersteller trifft alle erforderlichen Maßnahmen, damit die Konformität der hergestellten Produkte mit digitalen Elementen mit dem in der EU-Baumusterprüfbescheinigung beschriebenen zugelassenen Baumuster und den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in durch die Herstellung und ihre Überwachung gewährleistet ist, und stellt sicher, dass er die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erfüllt.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.036Fertigung am geprüften Baumuster ausrichten (Modul C)HerstellerS
3.
Konformitätskennzeichnung und Konformitätserklärung
3.1.
Der Hersteller bringt an jedem einzelnen Produkt mit digitalen Elementen, das mit dem in der EU-Baumusterprüfbescheinigung beschriebenen Baumuster übereinstimmt und die in dieser Verordnung festgelegten geltenden Anforderungen erfüllt, die CE-Kennzeichnung an.
3.2.
Der Hersteller stellt für ein Produktmodell eine schriftliche Konformitätserklärung aus und hält sie zehn Jahre lang nach dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen oder während des Unterstützungszeitraums, je nachdem, welcher Zeitraum länger ist, für die nationalen Behörden bereit. Aus der Konformitätserklärung muss hervorgehen, für welches Produktmodell sie ausgestellt wurde. Ein Exemplar der Konformitätserklärung wird den einschlägigen Behörden auf Verlangen zur Verfügung gestellt.

Die Sollmaßnahmen zu diesem Punkt stehen bei Anhang V: und bei Art. 13 Abs. 13: und bei Art. 28 Abs. 1: und bei Art. 30 Abs. 1: .

4.
Bevollmächtigter Die in Nummer 3 genannten Verpflichtungen des Herstellers können von seinem Bevollmächtigten in seinem Auftrag und unter seiner Verantwortung erfüllt werden, falls die einschlägigen Verpflichtungen im Auftrag festgelegt sind.

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Anhang VIII Teil I Nr. 5: .

Teil IV Konformität auf der Grundlage einer umfassenden Qualitätssicherung (auf der Grundlage von Modul H)
1.
Bei der Konformität auf der Grundlage einer umfassenden Qualitätssicherung handelt es sich um das Konformitätsbewertungsverfahren, mit dem der Hersteller die in den Nummern 2 und 5 festgelegten Pflichten erfüllt sowie gewährleistet und auf eigene Verantwortung erklärt, dass die betreffenden Produkte mit digitalen Elementen oder Produktkategorien den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in und die vom Hersteller festgelegten Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen den grundlegenden Anforderungen in genügen.
Kommissions-FAQ
FAQ 6.3Was ist Modul H? Wie funktioniert es?Q

What is module H? How does it work?

Module H, set out in Part IV of Annex VIII, is a conformity assessment procedure in which the manufacturer implements a full quality control system that ensures that the products subject to this system comply with the essential requirements of the CRA in both the design and the production phases. A notified body assesses the overall performance of the quality control system, including periodical tests and checks. The manufacturer declares compliance with the CRA requirements before placing the products on the market.

Only one notified body participates in this procedure and examines the whole quality control system in the terms described below.

This module might be particularly considered by manufacturers that place numerous product types on the market or products subject to frequent updates, since it streamlines the relevant conformity assessment procedures for each new or substantially modified product.

The manufacturer and the notified body have to perform the following activities:

  • The manufacturer implements a full quality control system that covers a certain catalogue of products and all the relevant manufacturing phases, from design to production. The system can be based on international standards (for example, ISO 9000 series covering the specificities of the CRA). The fact that the manufacturer is accredited against the standard ISO 9000 does not automatically entitle it to perform conformity assessment activities under module H, since the involvement of a CRA notified body is needed.
  • The notified body assesses the quality control system as a whole, including, among others, the technical design of the covered products, the standards or specifications to be applied (in particular, how the compliance with the essential requirements of the CRA is ensured), the tests to be performed, and the monitoring of the overall system. The notified body covers the whole manufacturing process.
  • The manufacturer, based on the quality control system, implements the necessary cybersecurity mitigation measures in the product following the risk assessment described in section 4.1 What does the CRA require of the manufacturer's cybersecurity risk assessment?.
  • The manufacturer, based on the quality control system, tests the product in order to verify that it complies to the relevant essential requirements of the CRA. See for further information section 6.5 Which evaluation methodology should a manufacturer apply?
  • The manufacturer, based on the quality control system, draws up the technical documentation. See for further information section 6.6 What is the technical documentation?
  • The manufacturer affixes the CE marking (see section 6.7 What is the CE marking?) together with the NANDO number of the notified body, draws up and signs a declaration of conformity (see section 6.8 What is the declaration of conformity?).
  • The manufacturer, based on the quality control system, ensures that the production of the different units of the product does not alter the compliance with the CRA essential requirements.

The manufacturer can extend the scope of the described quality system to new or substantially modified products. The quality system must be updated in order to properly document the new scope, and potential new standards might need to be applied or tests might need to be performed. Nevertheless, this extension is subject to a new assessment by the same notified body that performed the original assessment. In any case, and as indicated above, module H provides a more versatile and flexible framework compared to module B+C. Hence, the inclusion of new products constitutes a more streamlined process, since the notified body will only have to assess the potential new standards or tests applicable to the new products.

Vgl. FAQ 6.3 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Anhang VIII Teil IV Nr. 3: .

2.
Konzeption, Entwicklung, Herstellung und Behandlung von Schwachstellen bei Produkten mit digitalen Elementen Der Hersteller betreibt ein zugelassenes Qualitätssicherungssystem nach Nummer 3 für die Konzeption, Entwicklung und Endabnahme und Prüfung der betreffenden Produkte mit digitalen Elementen und für die Behandlung von Schwachstellen, erhält dessen Wirksamkeit während des Unterstützungszeitraums und unterliegt der Überwachung nach Nummer 4.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.019Qualitätssicherungssystem (Modul H) betreiben und wirksam haltenHerstellerS
3.
Qualitätssicherungssystem
3.1.
Der Hersteller beantragt bei einer notifizierten Stelle seiner Wahl die Bewertung seines Qualitätssicherungssystems für die betreffenden Produkte mit digitalen Elementen. Der Antrag enthält a) den Namen und die Anschrift des Herstellers sowie, wenn der Antrag vom Bevollmächtigten eingereicht wird, den Namen und die Anschrift des Bevollmächtigten; b) die technische Dokumentation jeweils für ein Modell jeder herzustellenden oder zu entwickelnden Kategorie von Produkten mit digitalen Elementen; die technische Dokumentation enthält gegebenenfalls zumindest die in aufgeführten Elemente; c) die Dokumentation zum Qualitätssicherungssystem; d) eine schriftliche Erklärung, dass derselbe Antrag bei keiner anderen notifizierten Stelle eingereicht worden ist.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.020Bewertung des Qualitätssicherungssystems (Modul H) beantragenHerstellerS
3.2.
Das Qualitätssicherungssystem gewährleistet die Konformität des Produkts mit digitalen Elementen mit den grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in und die Konformität der vom Hersteller festgelegten Verfahren zur Behandlung von Schwachstellen mit den grundlegenden Anforderungen in . Alle vom Hersteller berücksichtigten Grundlagen, Anforderungen und Vorschriften sind systematisch und ordnungsgemäß in Form schriftlicher Grundsätze, Verfahren und Anweisungen zusammenzustellen. Diese Unterlagen über das Qualitätssicherungssystem gewährleisten, dass die Qualitätssicherungsprogramme, -pläne, -handbücher und qualitätsbezogene Aufzeichnungen einheitlich ausgelegt werden. Sie enthalten insbesondere eine angemessene Beschreibung folgender Punkte: a) Qualitätsziele sowie organisatorischer Aufbau, Zuständigkeiten und Befugnisse des Managements in Bezug auf Konzeption, Entwicklung, Produktqualität und Behandlung von Schwachstellen; b) technische Spezifikationen für die Konzeption und Entwicklung, einschließlich der angewandten Normen, sowie bei nicht vollständiger Anwendung der einschlägigen harmonisierten Normen bzw. technischen Spezifikationen die Mittel, mit denen gewährleistet werden soll, dass die für die Produkte mit digitalen Elementen geltenden grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erfüllt werden; c) verfahrenstechnische Spezifikationen, einschließlich der angewandten Normen, sowie bei nicht vollständiger Anwendung der einschlägigen harmonisierten Normen oder technischen Spezifikationen die Mittel, mit denen gewährleistet werden soll, dass die für den Hersteller geltenden grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in erfüllt werden; d) Techniken zur Steuerung der Konzeption und Entwicklung sowie Techniken zur Überprüfung der Konzeptions- und Entwicklungsergebnisse, Verfahren und systematische Maßnahmen, die bei der Konzeption und Entwicklung der zur betreffenden Produktkategorie gehörenden Produkte mit digitalen Elementen angewandt werden; e) entsprechende angewandte Techniken, Verfahren und systematische Maßnahmen für die Herstellung, Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung; f) Prüfungen und Erprobungen, die vor, während und nach der Herstellung durchgeführt werden, sowie deren Häufigkeit; g) qualitätsbezogene Aufzeichnungen wie Kontrollberichte, Prüf- und Kalibrierungsdaten und Berichte über die Qualifikation der in diesem Bereich beschäftigten Mitarbeiter; h) Mittel, mit denen die Verwirklichung der angestrebten Konzeptions- und Produktqualität und die wirksame Arbeitsweise des Qualitätssicherungssystems überwacht werden können.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.004Qualitätssicherungssystem für Modul H einrichtenHerstellerS
C09.005Unterlagen des Qualitätssicherungssystems (Modul H) führenHerstellerS
3.3.
Die notifizierte Stelle bewertet das Qualitätssicherungssystem, um festzustellen, ob es den Anforderungen nach Nummer 3.2 genügt. Bei den Bestandteilen des Qualitätssicherungssystems, die den entsprechenden Spezifikationen der nationalen Norm zur Umsetzung der einschlägigen harmonisierten Norm oder einschlägigen technischen Spezifikationen entsprechen, geht sie von einer Konformität mit diesen Anforderungen aus. Zusätzlich zur Erfahrung mit Qualitätsmanagementsystemen verfügt mindestens ein Mitglied des Auditteams über Erfahrungen mit der Bewertung in dem einschlägigen Bereich und der betreffenden Technologie des Produkts und verfügt über Kenntnisse der in dieser Verordnung festgelegten geltenden Anforderungen. Das Audit umfasst auch einen Kontrollbesuch in den Räumlichkeiten des Herstellers, falls es solche gibt. Das Auditteam überprüft die in Nummer 3.1 Buchstabe b genannte technische Dokumentation, um sich zu vergewissern, dass der Hersteller in der Lage ist, die in dieser Verordnung festgelegten anwendbaren Anforderungen zu erkennen und die erforderlichen Prüfungen durchzuführen, damit die Übereinstimmung des Produkts mit digitalen Elementen mit diesen Anforderungen gewährleistet ist. Die Entscheidung wird dem Hersteller oder seinem Bevollmächtigten mitgeteilt. Die Mitteilung enthält die Ergebnisse des Audits und die Begründung der Bewertungsentscheidung.
3.4.
Der Hersteller verpflichtet sich, die mit dem zugelassenen Qualitätssicherungssystem verbundenen Pflichten zu erfüllen und dafür zu sorgen, dass das System stets sachgemäß und effizient angewandt wird.
3.5.
Der Hersteller unterrichtet die notifizierte Stelle, die das Qualitätssicherungssystem zugelassen hat, über alle geplanten Änderungen des Qualitätssicherungssystems. Die notifizierte Stelle prüft die geplanten Änderungen und entscheidet, ob das geänderte Qualitätssicherungssystem noch den in Nummer 3.2 genannten Anforderungen entspricht oder ob eine erneute Bewertung erforderlich ist. Sie gibt dem Hersteller ihre Entscheidung bekannt. Die Mitteilung enthält die Ergebnisse der Prüfung und die Begründung der Bewertungsentscheidung.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.021Geplante Änderungen am Qualitätssicherungssystem (Modul H) meldenHerstellerS
4.
Überwachung unter der Verantwortung der notifizierten Stelle
4.1.
Die Überwachung soll gewährleisten, dass der Hersteller die mit dem zugelassenen Qualitätssicherungssystem verbundenen Pflichten vorschriftsmäßig erfüllt.
4.2.
Der Hersteller gewährt der notifizierten Stelle zu Bewertungszwecken Zugang zu den Konzeptions-, Herstellungs-, Abnahme-, Prüf- und Lagereinrichtungen und stellt ihr alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung, insbesondere a) die Unterlagen über das Qualitätssicherungssystem, b) die im Qualitätssicherungssystem für den Konzeptionsteil vorgesehenen Qualitätsberichte wie Ergebnisse von Analysen, Berechnungen und Prüfungen, c) die im Qualitätssicherungssystem für den Fertigungsteil vorgesehenen Qualitätsberichte wie Kontrollberichte, Prüf- und Kalibrierungsdaten und Berichte über die Qualifikation der in diesem Bereich beschäftigten Mitarbeiter.
CRA-Sollmaßnahmen
C09.022Audits der notifizierten Stelle (Modul H) ermöglichenHerstellerS
4.3.
Die notifizierte Stelle führt regelmäßig Audits durch, um sicherzustellen, dass der Hersteller das Qualitätssicherungssystem aufrechterhält und anwendet, und übergibt ihm einen entsprechenden Prüfbericht.
5.
Konformitätskennzeichnung und Konformitätserklärung
5.1.
Der Hersteller bringt an jedem einzelnen Produkt mit digitalen Elementen, das den Anforderungen in genügt, die CE-Kennzeichnung und unter der Verantwortung der in Absatz 3.1 genannten notifizierten Stelle deren Kennnummer an.
5.2.
Der Hersteller stellt für jedes Produktmodell eine schriftliche Konformitätserklärung aus und hält sie zehn Jahre lang nach dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen oder während des Unterstützungszeitraums, je nachdem, welcher Zeitraum länger ist, für die nationalen Behörden bereit. Aus der Konformitätserklärung muss hervorgehen, für welches Produktmodell sie ausgestellt wurde. Ein Exemplar der Konformitätserklärung wird den einschlägigen Behörden auf Verlangen zur Verfügung gestellt.

Die Sollmaßnahmen zu diesem Punkt stehen bei Anhang V: und bei Art. 13 Abs. 13: und bei Art. 28 Abs. 1: und bei Art. 30 Abs. 1: .

6.
Der Hersteller hält für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren nach dem Inverkehrbringen des Produkts mit digitalen Elementen oder während des Unterstützungszeitraums, je nachdem, welcher Zeitraum länger ist, folgende Unterlagen für die nationalen Behörden bereit:
a)
die technische Dokumentation nach Nummer 3.1,
b)
die Unterlagen über das Qualitätssicherungssystem nach Nummer 3.1,
c)
die Änderung nach Nummer 3.5 in ihrer genehmigten Form,
d)
die Entscheidungen und Berichte der notifizierten Stelle nach den Nummern 3.5 und 4.3.

Die Sollmaßnahmen zu diesem Punkt stehen bei Anhang VIII Teil IV Nr. 3: und bei Art. 13 Abs. 13: .

7.
Jede notifizierte Stelle unterrichtet ihre notifizierenden Behörden über Zulassungen von Qualitätssicherungssystemen, die sie ausgestellt oder zurückgenommen hat, und übermittelt ihnen in regelmäßigen Abständen oder auf Verlangen eine Aufstellung aller Zulassungen von Qualitätssicherungssystemen, die sie verweigert, ausgesetzt oder auf andere Art eingeschränkt hat. Jede notifizierte Stelle unterrichtet die anderen notifizierten Stellen über Zulassungen von Qualitätssicherungssystemen, die sie verweigert, ausgesetzt oder zurückgenommen hat, und auf Verlangen über Zulassungen von Qualitätssicherungssystemen, die sie erteilt hat.
8.
Bevollmächtigter Die in den Nummern 3.1, 3.5, 5 und 6 genannten Verpflichtungen des Herstellers können von seinem Bevollmächtigten in seinem Auftrag und unter seiner Verantwortung erfüllt werden, sofern die einschlägigen Verpflichtungen im Auftrag festgelegt sind.

Die Sollmaßnahme zu diesem Punkt steht bei Anhang VIII Teil I Nr. 5: .

Zu diesem Rechtsakt wurde eine Erklärung abgegeben, die im ABl. C, 2024/6786, 20.11.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/C/2024/6786/oj, zu finden ist.
Kommissions-Guidance C(2026) 5252
Guidance 6.2Konformitätsbewertung für wichtige und kritische Produkte mit digitalen ElementenG

Conformity assessment for important and critical products with digital elements

147

Once the manufacturer has determined the core functionality of its product with digital elements, it needs to perform one of the applicable conformity assessment procedures. The manufacturer needs to ensure that the product with digital elements as a whole meets the essential requirements, considering, as appropriate, the security of the components or functionalities integrated into it.

148

A more stringent conformity assessment procedure, with the involvement of a thirdparty (based on module B+C, module H or cybersecurity certification schemes) is mandatory for important products with digital elements of class II (with the exception of those qualifying as free and open-source software, in accordance with Article 32(5)) and for critical products with digital elements 24 . By contrast, important products with digital elements of class I (with the exception of those qualifying as free and open-source software, in accordance with Article 32(5)) are required to undergo a third-party conformity assessment procedure only if the manufacturer has not applied or has applied only in part relevant harmonised standards the references of which have been published in the Official Journal of the European Union (henceforth, ‘harmonised standards’), common specifications or European cybersecurity certification schemes at assurance level at least ‘substantial’ 25 .

149

Therefore, for an important product with digital elements of class I to be eligible for the internal control procedure, (i) all the applicable requirements of a relevant harmonised standard need to be applied; and (ii) the standard’s scope needs to cover at least all the cybersecurity risks associated to that product’s core functionality.

150

The scope of the product with digital elements may be broader than the scope foreseen by the relevant harmonised standard, and such additional functions may present different or additional cybersecurity risks. The manufacturer is always required to carry out a risk assessment pursuant to Article 13(2) and should consequently check whether implementing a harmonised standard covers all risks associated with the product with digital elements. Where implementing the standard does not cover all risks, the manufacturer should ensure via other means that its product with digital elements is in compliance with the essential requirements.

151

Therefore, if the manufacturer of an important product with digital elements of class I has applied a relevant harmonised standard that covers the risks associated to that product’s core functionality, it can decide to make use of the internal control procedure to demonstrate its product’s conformity. As part of its conformity assessment activities, the manufacturer will still be required to demonstrate that all risks applicable to its product with digital elements are addressed. Hence, where there is a gap between the coverage of the harmonised standard and the scope of the product with digital elements as a whole, the manufacturer still needs to document which additional measures it has put in place to treat those risks.

Example 62: An antivirus software has the core functionality of software that searches for, removes, or quarantines malicious software, as described in Annex I, point 4, to Implementing Regulation (EU) 2025/2392. That product with digital elements also includes additional features, namely a disk-cleaning function and an anti-tracking function protecting the user when navigating on the web. The manufacturer carries out a risk assessment covering the product with digital elements in its entirety, including the antivirus’s core functionality, the disk-cleaning and the anti-tracking functions. It applies a harmonised standard covering the risks associated with the antivirus’s core functionality, and additional measures to deal with risks stemming from additional functions. The manufacturer is allowed to make use of the internal control procedure for its conformity assessment, covering the product with digital elements as a whole, including the disk-cleaning and the anti-tracking functions.

Figure 6: Illustration of how the use of a cited harmonised standard covering only core functionality determines the applicable conformity assessment procedure

152

This is also the case where the product with digital elements integrates an additional function that is itself that of another important or critical product with digital elements. In fact, it is the core functionality of the product with digital elements as a whole, and not the functionality of the integrated components taken in isolation, that determines whether the product with digital elements belongs to the important or critical product category (and therefore the applicable conformity assessment regime). For example, if a product with digital elements has the core functionality of an important product with digital elements of class I, that product as a whole is subject to the conformity assessment regime applicable to important products with digital elements of class I, even though it integrates a component that is itself a critical product with digital elements. In these cases, where the manufacturer applies a harmonised standard covering the risks associated to that product’s core functionality, it is allowed to make use of the internal control procedure.

Example 63: A hardware product with digital elements has the core functionality of a router, as described in Annex I, point 12, to Implementing Regulation (EU) 2025/2392. That product with digital elements also includes additional functionalities, including firewalling capabilities, as it integrates a firewall component. The manufacturer carries out a risk assessment covering the product with digital elements in its entirety, including the router's core functionality and the firewall functionality. It applies a harmonised standard covering the risks associated with the router’s core functionality, and additional measures to deal with risks stemming from additional functions. For instance, the manufacturer may apply the harmonised standard for firewalls to cover the risks associated with the firewall functionality. The manufacturer is allowed to make use of the internal control procedure for its conformity assessment, covering the product with digital elements as a whole, including the firewall functionality.

Fn. 24 This is also the case when making use of a European cybersecurity certification scheme with an assurance level at least ‘substantial’, as the involvement of a third-party certification body is required. 25 For brevity’s sake, the remainder of this section only refers to harmonised standards the references of which have been published in the Official Journal of the European Union. However, the same guidance also applies to common specifications adopted in accordance with Article 27(2) and to European cybersecurity certification schemes where specified by the Commission via delegated acts in accordance with Article 27(9).

Vgl. Abschnitt 6.2 · Rn. 147–152 · C(2026) 5252
Steht auch bei
Kommissions-FAQ
FAQ 6.5Welche Bewertungsmethodik sollte ein Hersteller anwenden?Q

Which evaluation methodology should a manufacturer apply?

The CRA does not mandate the use of any specific evaluation methodology, potentially including testing. However, typically the application of an appropriate harmonised standard or technical specification is common practice by manufacturers.

The manufacturer can perform the relevant tests or testing procedures in their own laboratories, if available, or in external ones. The CRA does not lay down any specific requirements on laboratories performing the tests related to the conformity assessment procedures. The manufacturer assumes the sole responsibility for the conformity assessment.

The market surveillance authorities might perform tests or evaluation procedures during the relevant inspections. In this regard, they might consider applying the same methodology as the one used by the manufacturer, especially if that methodology is part of harmonised standard in support of the CRA. This being said, the market surveillance authority may apply a different methodology, on a justified basis. It must be highlighted that cybersecurity testing is not deterministic as in other NLF-regulated fields and the results might not be unique.

Vgl. FAQ 6.5 · Kommissions-FAQ, Version 1.4 (04.09.2026)
Steht auch bei
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
DVO Produktkategorien (2025/2392)›Art. 1
Artikel 1

Begriffsbestimmungen

DVO Produktkategorien (2025/2392)
Für die Zwecke dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck
1.
„Gemeinsame Kriterien“ die Gemeinsamen Kriterien für die Evaluierung der IT-Sicherheit im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) 2024/482 oder gemäß den in Artikel 3 Absatz 2 Buchstaben a und b jener Durchführungsverordnung genannten Normen;
2.
„Gemeinsame Evaluierungsmethodik“ die Gemeinsame Methodik für die Evaluierung der IT-Sicherheit im Sinne von Artikel 2 Absatz 2 der Durchführungsverordnung (EU) 2024/482 oder gemäß den in Artikel 3 Absatz 2 Buchstaben c und d jener Durchführungsverordnung genannten Normen.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
DVO Produktkategorien (2025/2392)›Art. 2
Artikel 2
DVO Produktkategorien (2025/2392)
(1)
Die technische Beschreibung der nach der zu den Klassen I und II gehörigen Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen ist in der vorliegenden Verordnung festgelegt.
(2)
Die technische Beschreibung der Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen gemäß der ist in der vorliegenden Verordnung festgelegt.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
DVO Produktkategorien (2025/2392)›Art. 3
Artikel 3
DVO Produktkategorien (2025/2392)
Diese Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft.
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
DVO Produktkategorien (2025/2392)›Erwägungsgründe
(1) bis (9)

Erwägungsgründe

DVO Produktkategorien (2025/2392) · nicht verbindlich, Auslegungshilfe zu den Artikeln
(1)
Die enthält Vorschriften für die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen. Insbesondere enthält der genannten Verordnung Kategorien von wichtigen Produkten mit digitalen Elementen, die beim Inverkehrbringen strengeren Konformitätsbewertungsverfahren unterliegen als andere Produkte mit digitalen Elementen. der enthält die Kategorien von kritischen Produkten mit digitalen Elementen, für die von den Herstellern verlangt werden könnte, im Rahmen eines europäischen Systems für die Cybersicherheitszertifizierung gemäß der Verordnung (EU) 2019/881 des Europäischen Parlaments und des Rates(2) ein europäisches Cybersicherheitszertifikat einzuholen oder die beim Inverkehrbringen einer obligatorischen Konformitätsbewertung durch Dritte unterliegen würden.
(2) Verordnung (EU) 2019/881 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. April 2019 über die ENISA (Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit) und über die Zertifizierung der Cybersicherheit von Informations- und Kommunikationstechnik und zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 526/2013 (Rechtsakt zur Cybersicherheit) (ABl. L 151 vom 7.6.2019, S. 15, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2019/881/oj).
(2)
Nach und der bestimmt die Kernfunktion eines Produkts mit digitalen Elementen, ob das Produkt mit digitalen Elementen der technischen Beschreibung einer Kategorie von wichtigen oder kritischen Produkten mit digitalen Elementen entspricht und folglich welchem Konformitätsbewertungsverfahren es unterliegt.
(3)
Im Zuge der Entwicklung von Produkten mit digitalen Elementen und um die gewünschten Funktionen zu erzielen, integrieren die Hersteller in ihre eigenen Produkte mit digitalen Elementen üblicherweise andere Komponenten, bei denen es sich ebenfalls um Produkte mit digitalen Elementen handelt und die der technischen Beschreibung einer Kategorie von wichtigen oder kritischen Produkten entsprechen können. Gemäß der unterliegt ein Produkt mit digitalen Elementen den Konformitätsbewertungsverfahren, die für wichtige oder kritische Produkte mit digitalen Elementen gelten, wenn es sich bei diesem Produkt insgesamt um ein wichtiges oder kritisches Produkt gemäß den Anhängen und der genannten Verordnung handelt. So führt beispielsweise die Integration eines eingebetteten Browsers als Komponente einer Nachrichten-App zur Verwendung mit Smartphones für sich genommen nicht dazu, dass die Nachrichten-App dem Konformitätsbewertungsverfahren unterliegt, das für Produkte mit digitalen Elementen gilt, die die Kernfunktion von „eigenständigen und eingebetteten Browsern“ aufweisen. Dennoch muss der Hersteller gemäß der sicherstellen, dass das Produkt mit digitalen Elementen insgesamt die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen erfüllt. Daher muss der Hersteller die Sicherheit des gesamten Produkts bewerten und dabei gegebenenfalls die Sicherheit der in das Produkt integrierten Komponenten oder Funktionen berücksichtigen. Damit der Hersteller einer Nachrichten-App beispielsweise die Konformität seines Produkts mit digitalen Elementen mit der nachweisen kann, muss er nachweisen, dass die Nachrichten-App insgesamt die geltenden Anforderungen erfüllt, wobei gegebenenfalls die Sicherheit des in die App integrierten eingebetteten Browsers zu berücksichtigen ist.
(4)
Die Tatsache, dass ein Produkt mit digitalen Elementen im Vergleich zu den technischen Beschreibungen jener Verordnung andere oder zusätzliche Funktionen erfüllt, bedeutet für sich genommen nicht, dass das Produkt mit digitalen Elementen nicht die Kernfunktionen einer in den Anhängen und der aufgeführten Produktkategorie aufweist. Beispielsweise umfassen Produkte mit digitalen Elementen, die die Kernfunktion von „Betriebssystemen“ aufweisen, häufig Software für Nebenfunktionen, die nicht in der technischen Beschreibung dieser Produktkategorie enthalten sind, wie z. B. Rechner oder einfache Grafikprogramme. Produkte mit digitalen Elementen enthalten häufig auch Komponenten, die die Funktion eines anderen wichtigen oder kritischen Produkts mit digitalen Elementen aufweisen, wie z. B. ein Betriebssystem mit integrierter Browserfunktion oder einen Router mit integrierter Firewall-Funktion. Dies bedeutet jedoch für sich genommen nicht, dass solche Produkte mit digitalen Elementen nicht die Kernfunktion von „Betriebssystemen“ bzw. „Routern, Modems für die Internetanbindung und Switches“ aufweisen.
(5)
Ein Produkt mit digitalen Elementen, das die Funktionen einer in den Anhängen und der aufgeführten Produktkategorie ausüben kann, dessen Kernfunktionen sich jedoch von der einer solchen Produktkategorie unterscheiden, gilt hingegen nicht als ein Produkt, das der technischen Beschreibung dieser Produktkategorie entspricht. So kann beispielsweise eine SOAR-Software (Security Orchestration, Automation and Response) häufig die Funktionen von Produkten mit digitalen Elementen in der Kategorie „Systeme für die Verwaltung von Sicherheitsinformationen und -ereignissen (SIEM)“ erfüllen, d. h. Daten sammeln, analysieren und als umsetzbare Informationen für Sicherheitszwecke darstellen. Da ihre Kernfunktion jedoch eine andere als die eines SIEM ist, entspricht SOAR-Software in der Regel nicht der technischen Beschreibung von „Systemen für die Verwaltung von Sicherheitsinformationen und -ereignissen (SIEM)“. Ein ähnliches Beispiel sind Smartphones, da diese üblicherweise Komponenten enthalten, die die Funktionen mehrerer in den Anhängen und der aufgeführter Produktkategorien ausüben, wie z. B. ein Betriebssystem oder einen integrierten Passwort-Manager. Da die Kernfunktion eines Smartphones jedoch eine andere als die eines Betriebssystems oder eines Passwort-Managers ist, entspricht es in der Regel nicht der technischen Beschreibung dieser Produktkategorien.
(6)
Gemäß der müssen die Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen in der in einer Weise umsetzen, die den Risiken des Produkts mit digitalen Elementen auf der Grundlage der Zweckbestimmung und der vernünftigerweise vorhersehbaren Verwendung sowie der Nutzungsbedingungen des Produkts mit digitalen Elementen unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Produkts angemessen ist. Gemäß der genannten Verordnung und unabhängig davon, ob das Produkt mit digitalen Elementen als wichtiges oder kritisches Produkt mit digitalen Elementen angesehen wird, müssen die Hersteller eine umfassende Bewertung des Cybersicherheitsrisikos durchführen und Angaben dazu machen, wie die grundlegenden Cybersicherheitsanforderungen auf der Grundlage der Risikobewertung umgesetzt werden, sowie zur Erprobung und Vertrauenswürdigkeit. Entspricht die Kernfunktion des Produkts mit digitalen Elementen der technischen Beschreibung eines wichtigen oder kritischen Produkts mit digitalen Elementen, so müssen die Hersteller die Konformität im Rahmen der spezifischen Konformitätsbewertungsverfahren gemäß der nachweisen.
(7)
Jene Verordnung enthält Beispiele für Produkte mit digitalen Elementen, deren Kernfunktion der technischen Beschreibung bestimmter wichtiger oder kritischer Produkte mit digitalen Elementen entspricht. Diese Beispiele dienen lediglich der Veranschaulichung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
(8)
Um den Herstellern Rechtssicherheit zu bieten, sollten die Kategorien von Produkten mit digitalen Elementen, bei denen es sich um manipulationssichere Mikroprozessoren, manipulationssichere Mikrocontroller sowie Chipkarten und ähnliche Geräte, einschließlich Sicherheitselemente, handelt, nach dem Grad der Widerstandsfähigkeit gegen die potenzielle Ausnutzung von Mängeln oder Schwachstellen, auf den sie ausgelegt sind, unterschieden werden. Mit den weitverbreiteten und standardisierten AVA_VAN-Stufen kann ein solcher Grad der Widerstandsfähigkeit angegeben werden. Die AVA_VAN-Stufen sind in den öffentlich zugänglichen Normen für Gemeinsame Kriterien und die Gemeinsame Evaluierungsmethodik festgelegt, die den bestehenden, auf dem Markt weitverbreiteten Zertifizierungsrahmen, wie der Durchführungsverordnung (EU) 2024/482 der Kommission(3), unterliegen. Mit der Durchführungsverordnung (EU) 2024/482 wurde ein europäisches System für die Cybersicherheitszertifizierung eingeführt, das zur Zertifizierung eines Produkts unter Angabe bestimmter Vertrauenswürdigkeitsstufen verwendet werden kann. Gestützt auf weltweite Praktiken sieht die Durchführungsverordnung (EU) 2024/482 die Möglichkeit vor, bis Ende 2027 Zertifikate auf der Grundlage früherer Versionen der Normen auszustellen. Im Zusammenhang mit der sollte es daher zulässig sein, die AVA_VAN-Stufen durch Bezugnahme auf die neueste Version oder auf frühere Versionen dieser Normen auszudrücken.
(3) Durchführungsverordnung (EU) 2024/482 der Kommission vom 31. Januar 2024 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) 2019/881 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Annahme des auf den Gemeinsamen Kriterien beruhenden europäischen Systems für die Cybersicherheitszertifizierung (EUCC) (ABl. L, 2024/482, 7.2.2024, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg_impl/2024/482/oj).
(9)
Die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen stehen im Einklang mit der Stellungnahme des nach der eingesetzten Ausschusses —
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
DVO Produktkategorien (2025/2392)›Anhang I
Anhang I

WICHTIGE PRODUKTE MIT DIGITALEN ELEMENTEN

DVO Produktkategorien (2025/2392)
Klasse I
ProduktkategorieTechnische Beschreibung
1. Identitätsmanagementsysteme sowie Software und Hardware für die Verwaltung privilegierter Zugänge, einschließlich Lesegeräte für die Authentifizierung und Zugangskontrolle, auch biometrische Lesegeräte

Identitätsmanagementsysteme sind Produkte mit digitalen Elementen, die Mechanismen für die Authentifizierung oder Autorisierung bieten wie auch Mechanismen für das Lebenszyklusmanagement von Identitätsnachweisen natürlicher Personen, juristischer Personen, von Geräten oder Systemen, wie etwa Identitätsregistrierung, -bereitstellung, -pflege und Streichung von Registrierungsdaten, bieten können. Zu diesen Systemen gehören Zugangsverwaltungssysteme, die den Zugang für natürliche Personen, juristische Personen, Geräte oder Systeme zu digitalen Ressourcen oder physischen Standorten kontrollieren.

Software für die Verwaltung privilegierter Zugänge ist ein Zugangsverwaltungssystem, das die Zugangsrechte zu IT- oder OT-Systemen und sensiblen Informationen innerhalb einer Organisation kontrolliert und überwacht, einschließlich Systemen zur Durchsetzung differenzierter Zugangskontrollkonzepte für privilegierte Nutzer.

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem Lesegeräte für die Authentifizierung und Zugangskontrolle, biometrische Lesegeräte, Single-Sign-On-Software, föderierte Identitätsmanagementsoftware, Einmalpasswort-Software, Hardware-Authentifizierungsgeräte wie Generatoren für Transaktionsnummern (TAN-Generatoren), Authentifizierungssoftware und Multi-Faktor-Authentifizierungssoftware.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.013Identitätsmanagement und privilegierte Zugänge als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
2. eigenständige und eingebettete Browser

Softwareprodukte mit digitalen Elementen, die es Endnutzern ermöglichen, auf Webinhalte und -dienste zuzugreifen, diese bereitzustellen und zu nutzen, die auf Servern gehostet werden, welche mit Netzwerken wie beispielsweise dem Internet verbunden sind. Sie umfassen üblicherweise eine Browser-Engine für die Interpretation und das Anzeigen von Inhalten in Auszeichnungssprachen (z. B. HTML), die Unterstützung von Netzwerkprotokollen (z. B. HTTP, HTTPS), die Fähigkeit zur Ausführung von Skripten und zur Verwaltung von Nutzereingaben sowie die Speicherung vorübergehender oder dauerhafter Daten von Websites (Cookies).

Diese Kategorie umfasst unter anderem eigenständige Anwendungen, die die Funktionen von Browsern erfüllen, eingebettete Browser, die für die Integration in ein anderes System oder eine andere Anwendung bestimmt sind, sowie Browser mit integrierten KI-Agenten.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.014Browser als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
3. Passwort-Manager

Produkte mit digitalen Elementen, die Passwörter lokal auf einem Gerät oder auf einem entfernten Server speichern, einschließlich Tätigkeiten wie der Generierung von Passwörtern sowie der gemeinsamen Nutzung von Passwörtern und der Integration in lokale Anwendungen oder Anwendungen Dritter für die Nutzung von Passwörtern.

Diese Kategorie umfasst unter anderem lokale Passwort-Manager, Passwort-Manager, die als Browser-Erweiterungen bereitgestellt werden, Passwort-Manager für Unternehmen sowie hardwarebasierte Passwort-Manager.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.015Passwort-Manager als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
4. Software für die Suche, Entfernung und Quarantäne von Schadsoftware

Softwareprodukte mit digitalen Elementen, üblicherweise als Antiviren- oder Anti-Malware-Software bezeichnet, die Schadsoftware oder -codes auf Geräten erkennen oder suchen oder diese Software oder diese Codes entfernen oder unter Quarantäne stellen, um die Integrität, Vertraulichkeit oder Verfügbarkeit solcher Geräte zu wahren.

Im Zusammenhang mit dieser Produktkategorie bezeichnet Schadsoftware eine Software, die bösartige Merkmale oder Fähigkeiten aufweist, die dem Nutzer und/oder dem Computersystem direkt oder indirekt Schaden zufügen können wie etwa Viren, Würmer, Ransomware, Spähsoftware und Trojaner.

Zu dieser Kategorie gehört unter anderem Software, die Schadsoftware in Echtzeit oder manuell aufspürt oder sucht, sowie Rootkit-Aufspür-Software und Notfall-CD-Software mit der Kernfunktion, Schadsoftware zu suchen, zu entfernen oder in Quarantäne zu stellen.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.016Software gegen Schadsoftware als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
5. Produkte mit digitalen Elementen mit der Funktion eines virtuellen privaten Netzes (VPN)

Produkte mit digitalen Elementen, die einen logischen verschlüsselten Tunnel einrichten, der aus den Systemressourcen eines physischen oder virtuellen Netzes hergestellt wird.

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem VPN-Clients, VPN-Server und VPN-Gateways.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.017VPN-Produkte als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
6. Netzmanagementsysteme

Produkte mit digitalen Elementen, die verbundene Netzkomponenten wie Server, Router, Switches, Arbeitsplatzrechner, Drucker oder mobile Geräte verwalten, indem sie sie überwachen und ihren Netzbetrieb und ihre Konfiguration kontrollieren.

Diese Kategorie umfasst unter anderem Ende-zu-Ende-Managementsysteme und spezielle Konfigurationsmanagementsysteme wie etwa Controller für softwaredefinierte Netzwerke.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.018Netzmanagementsysteme als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
7. Systeme für die Verwaltung von Sicherheitsinformationen und -ereignissen (SIEM)

Produkte mit digitalen Elementen, die Daten aus verschiedenen Quellen erheben, diese Daten analysieren und in Korrelation setzen und sie zu sicherheitsrelevanten Zwecken, etwa zur Erkennung von Bedrohungen und Vorfällen, zur forensischen Analyse oder hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften, als verwertbare Informationen bereitstellen.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.019SIEM-Systeme als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
8. Bootmanager

Softwareprodukte mit digitalen Elementen, die den Vorgang des Systemstarts nach dem Einschalten/Neustart des Systems steuern, indem sie die Hardware initialisieren, die Betriebssystemumgebung oder Systemressourcen laden bzw. die Steuerung an diese abgeben und Bootoptionen auswählen.

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem UEFI-Firmware oder einstufige und mehrstufige Bootloader.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.020Bootmanager als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
9. Public-Key-Infrastrukturen und Software für die Ausstellung digitaler Zertifikate

Produkte mit digitalen Elementen, die als Teil einer Public-Key-Infrastruktur (PKI) verwendet werden und die die Validierung, Erstellung, Ausstellung, Verbreitung, den Stand der Veröffentlichung, die Erneuerung oder den Widerruf digitaler Zertifikate oder die Erzeugung, Speicherung, Hinterlegung, den Austausch, die Vernichtung oder Rotation von kryptografischen Schlüsseln, die mit solchen digitalen Zertifikaten verbunden sind, verwalten.

Diese Kategorie umfasst unter anderem Schlüsselmanagementsysteme, Managementsysteme für digitale Zertifikate, Online Certificate Status Protocol Responder und ganzheitliche PKI-Lösungen.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.021Public-Key-Infrastruktur und Zertifikatssoftware als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
10. physische und virtuelle Netzschnittstellen

Physische Netzschnittstellen sind Produkte mit digitalen Elementen, die ein Gerät über eine von den Schnittstellentreibern – die üblicherweise Teil der Sicherungsschicht sind – bereitgestellte Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) direkt mit einem Netz verbinden, und verfügen über Hardware-Adapter zu den Übertragungsmedien mit entsprechender Firmware – die üblicherweise Teil der Bitübertragungsschicht und der Sicherungsschicht sind.

Virtuelle Netzschnittstellen sind Produkte mit digitalen Elementen, die ein Gerät direkt oder indirekt über eine API mit einem Netz verbinden, wobei diese API die von Treibern physischer Netzschnittstellen bereitgestellte Schnittstelle emuliert, die üblicherweise Teil der Sicherungsschicht sind.

Diese Kategorie umfasst unter anderem drahtgebundene und drahtlose Netzschnittstellenkarten, Controller und Adapter wie WLAN, Ethernet, IrDA, USB, Bluetooth, NearLink, Zigbee oder Feldbus sowie rein virtuelle eigenständige Produkte wie virtuelle Netzschnittstellenkarten, Container-Netzschnittstellen und VPN-Schnittstellen.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.022Netzschnittstellen als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
11. Betriebssysteme

Softwareprodukte mit digitalen Elementen, die eine abstrakte Schnittstelle der zugrunde liegenden Hardware bereitstellen und die Ausführung von Software steuern und Dienste wie Rechenressourcenmanagement und -konfiguration, Planung, Ein-Ausgabe-Steuerung, Datenverwaltung und Bereitstellung einer Schnittstelle für die Interaktion von Anwendungen mit Systemressourcen und Peripheriegeräten erbringen können.

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem Echtzeit-Betriebssysteme, allgemeine und spezielle Betriebssysteme.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.023Betriebssysteme als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
12. Router, Modems für die Internetanbindung und Switches

Router sind Produkte mit digitalen Elementen, die den Datenfluss zwischen verschiedenen Netzen durch die Auswahl von Pfaden oder Routen unter Verwendung von Routingprotokoll-Mechanismen und -Algorithmen ermöglichen und steuern und üblicherweise Teil der Vermittlungsschicht sind.

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem drahtgebundene und drahtlose Router, virtuelle Router und Router mit oder ohne Modems.

Modems für die Internetanbindung sind Hardwareprodukte mit digitalen Elementen, die digitale Modulations- und Demodulationsverfahren verwenden, um analoge Signale von digitalen Signalen und in digitale Signale für die IP-gestützte Kommunikation umzuwandeln. Zu dieser Kategorie gehören unter anderem Glasfasermodems, DSL-Modems, Kabelmodems (DOCSIS), Satellitenmodems und zellulare Modems.

Switches sind Produkte mit digitalen Elementen, die die Konnektivität zwischen vernetzten Geräten durch Paketweiterleitungsmechanismen ermöglichen, über eine Managementebene verfügen und die üblicherweise Teil der Sicherungsschicht oder der Vermittlungsschicht sind. Diese Kategorie umfasst unter anderem Managed Switches, Smart Switches, Multilayer Switches, Virtual Security Switches, programmierbare Switches für softwaredefinierte Netzwerke und Bridges wie etwa drahtlose Zugangspunkte.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.024Router, Modems und Switches als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
13. Mikroprozessoren mit sicherheitsrelevanten Funktionen

Produkte mit digitalen Elementen, bei denen es sich um integrierte Schaltungen handelt, die als Hauptprozessor fungieren und externer Speicher und Peripheriegeräten bedürfen, einschließlich Mikrocode und anderer Low-Level-Firmware. Darüber hinaus stellen sie sicherheitsrelevante Funktionen wie Verschlüsselung, Authentifizierung, sichere Schlüsselspeicherung, Zufallszahlengenerierung, vertrauenswürdige Ausführungsumgebung oder andere hardwarebasierte Sicherheitsmechanismen bereit, die darauf abzielen, andere Produkte, Netze oder Dienste neben dem Mikroprozessor selbst zu sichern, wie etwa eine sichere Boot Chain, Virtualisierung oder sichere Kommunikationsschnittstellen.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.025Mikroprozessoren mit Sicherheitsfunktionen als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
14. Mikrocontroller mit sicherheitsrelevanten Funktionen

Produkte mit digitalen Elementen, bei denen es sich um integrierte Schaltungen handelt, die als Hauptprozessor fungieren und einen Speicher integrieren, wodurch der Mikrocontroller programmierbar wird, sowie um andere Peripheriegeräte, einschließlich Mikrocode und anderer Low-Level-Firmware. Darüber hinaus stellen sie sicherheitsrelevante Funktionen wie Verschlüsselung, Authentifizierung, sichere Schlüsselspeicherung, Zufallszahlengenerierung, vertrauenswürdige Ausführungsumgebung oder andere hardwarebasierte Sicherheitsmechanismen bereit, die darauf abzielen, andere Produkte, Netze oder Dienste neben dem Mikrocontroller selbst zu sichern, wie etwa sichere Bootketten, Virtualisierung oder sichere Kommunikationsschnittstellen.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.026Mikrocontroller mit Sicherheitsfunktionen als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
15. anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASIC) und FPGA (Field Programmable Gate Array) mit sicherheitsrelevanten Funktionen

Anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASIC) mit sicherheitsrelevanten Funktionen sind Produkte mit digitalen Elementen, bei denen es sich um integrierte Schaltungen handelt, die vollständig oder teilweise maßgeschneidert sind und dazu konzipiert wurden, eine bestimmte Funktion auszuführen oder eine bestimmte Anwendung zu implementieren, einschließlich Mikrocode und anderer Low-Level-Firmware. Darüber hinaus stellen sie sicherheitsrelevante Funktionen wie Verschlüsselung, Authentifizierung, sichere Schlüsselspeicherung, Zufallszahlengenerierung, vertrauenswürdige Ausführungsumgebung oder andere hardwarebasierte Sicherheitsmechanismen bereit, die darauf abzielen, andere Produkte, Netze oder Dienste neben den ASIC selbst zu sichern, wie etwa sichere Bootketten, Virtualisierung oder sichere Kommunikationsschnittstellen.

FPGAs (Field Programmable Gate Arrays) mit sicherheitsrelevanten Funktionen sind Produkte mit digitalen Elementen, bei denen es sich um integrierte Schaltungen handelt, die durch eine Matrix konfigurierbarer Logikblöcke gekennzeichnet sind und nach der Herstellung zur Ausführung einer bestimmten Funktion oder zur Implementierung einer bestimmten Anwendung reprogrammierbar sind, einschließlich Mikrocode und anderer Low-Level-Firmware. Darüber hinaus stellen sie sicherheitsrelevante Funktionen wie Verschlüsselung, Authentifizierung, sichere Schlüsselspeicherung, Zufallszahlengenerierung, vertrauenswürdige Ausführungsumgebung oder andere hardwarebasierte Sicherheitsmechanismen bereit, die darauf abzielen, andere Produkte, Netze oder Dienste neben den FPGAs selbst zu sichern, wie etwa sichere Bootketten, Virtualisierung oder sichere Kommunikationsschnittstellen.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.027ASIC und FPGA mit Sicherheitsfunktionen als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
16. virtuelle Assistenten für die intelligente häusliche Umgebung mit allgemeinem Zweck

Produkte mit digitalen Elementen, die – direkt oder über andere Geräte – via öffentliches Internet kommunizieren, die Anforderungen, Aufgaben oder Fragen auf der Grundlage natürlicher Sprache bearbeiten, etwa durch Audio- oder schriftliche Eingaben, und die auf der Grundlage dieser Anforderungen, Aufgaben oder Fragen Zugang zu anderen Diensten gewähren oder die Funktionen vernetzter Geräte in Wohnumgebungen steuern.

Diese Kategorie umfasst unter anderem intelligente Lautsprecher mit einem integrierten virtuellen Assistenten und eigenständige virtuelle Assistenten, die dieser Beschreibung entsprechen.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.028Virtuelle Assistenten fürs Smart Home als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
17. Produkte für die intelligente häusliche Umgebung mit Sicherheitsfunktionen, einschließlich intelligenter Türschlösser, Sicherheitskameras, Babyüberwachungssysteme und Alarmanlagen

Produkte mit digitalen Elementen, die die physische Sicherheit von Verbrauchern in einer Wohnumgebung schützen und die von anderen Systemen ferngesteuert oder aus der Ferne verwaltet werden können, sowie Hardware und Software, die die zentrale Steuerung solcher Produkte ermöglichen.

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem intelligente Türschlösser, Babyüberwachungssysteme, Alarmanlagen und Heimüberwachungskameras.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.029Smart-Home-Produkte mit Sicherheitsfunktion als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
18. mit dem Internet verbundenes Spielzeug, das unter die Richtlinie 2009/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (1) fällt und über Funktionen zur sozialen Interaktion (z. B. sprechen oder filmen) oder zur Ortung verfügt

Mit dem Internet verbundenes Spielzeug, das über Funktionen zur sozialen Interaktion verfügt, sind Produkte mit digitalen Elementen, die unter die Richtlinie 2009/48/EG fallen, via öffentliches Internet – direkt oder über andere Geräte – kommunizieren und über eingebettete Technologien verfügen, die eine eingehende und ausgehende Kommunikation ermöglichen, wie etwa Tastatur, Mikrofon, Lautsprecher oder Kamera.

Mit dem Internet verbundenes Spielzeug, das über Funktionen zur Ortung verfügt, sind Produkte mit digitalen Elementen, die unter die Richtlinie 2009/48/EG fallen, via öffentliches Internet – direkt oder über andere Geräte – kommunizieren und über Technologien verfügen, die die Ortung oder Rückschlüsse auf geografische Standorte von Spielzeugen oder deren Benutzer ermöglichen. Wenn das Spielzeug lediglich die Nähe des Benutzers oder anderer Spielzeuge mittels Sensortechnik erkennt, gilt es nicht als mit Ortungsfunktionen ausgestattet.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.030Vernetztes Spielzeug mit Interaktions- oder Ortungsfunktion als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
19. am Körper tragbare Produkte, die zum Zwecke der Gesundheitsüberwachung (z. B. Tracking) bestimmt sind und nicht unter die Verordnung (EU) 2017/745 (2) oder (EU) 2017/746 des Europäischen Parlaments und des Rates (3) fallen, oder am Körper tragbare Produkte, die für die Verwendung durch und für Kinder bestimmt sind

Am Körper tragbare Produkte, die zum Zwecke der Gesundheitsüberwachung bestimmt sind, sind Produkte mit digitalen Elementen, die direkt oder über Kleidung oder Accessoires am Körper getragen werden und regelmäßig oder kontinuierlich Informationen, einschließlich Körpermessdaten, die für die Gesundheit des Nutzers relevant sind, erfassen und weiterverarbeiten können, und die nicht unter die Verordnung (EU) 2017/745 oder die Verordnung (EU) 2017/746 fallen.

Diese Kategorie umfasst unter anderem Fitness-Tracker, Smartwatches, intelligenten Schmuck, intelligente Kleidung und intelligente Sportbekleidung, die dieser Beschreibung entsprechen.

Am Körper tragbare Produkte, die von Kindern verwendet werden oder für diese bestimmt sind, sind Produkte mit digitalen Elementen, die direkt oder über Kleidung oder Accessoires von Personen unter 14 Jahren getragen oder am Körper angebracht werden können. Zu dieser Kategorie gehören unter anderem am Körper getragene Produkte für die Sicherheit von Kindern.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.031Wearables zur Gesundheitsüberwachung und für Kinder als wichtiges Produkt der Klasse I einstufenHerstellerS
Klasse II
ProduktkategorieTechnische Beschreibung
1. Hypervisoren und Container-Runtime-Systeme, die eine virtualisierte Ausführung von Betriebssystemen und ähnlichen Umgebungen unterstützen

Hypervisoren sind Softwareprodukte mit digitalen Elementen, die Rechenressourcen abstrahieren und/oder zuweisen und die Ausführung, Verwaltung und Orchestrierung virtueller Maschinen ermöglichen, die logisch voneinander und/oder von der physischen Hardware getrennt sind. Hypervisoren können direkt auf Hardware (Bare Metal), auf einem Betriebssystem oder innerhalb einer anderen virtuellen Maschine (geschachtelte Virtualisierung) betrieben werden.

Im Zusammenhang mit dieser Produktkategorie ist eine virtuelle Maschine eine softwaredefinierte logische Trennung einer Rechenumgebung, die virtuelle Hardware-Ressourcen (z. B. CPU, Arbeitsspeicher, Speicher, Netzschnittstellen) umfasst und üblicherweise über ein eigenes Betriebssystem verfügt.

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem Typ-1-Hypervisoren (Bare Metal), Typ-2-Hypervisoren (in einem Betriebssystem gehostet) und Hybrid-Hypervisoren.

Container-Runtime-Systeme sind Softwareprodukte mit digitalen Elementen, die die Ausführung und den Lebenszyklus von Containern, die über ein einziges Host-Betriebssystem laufen, als isolierte Prozesse steuern, Ressourcen zuweisen und die Verwaltung und Orchestrierung einzelner Container ermöglichen. Im Zusammenhang mit dieser Produktkategorie ist ein Container eine softwaregestützte Ausführungsumgebung, in der eine oder mehrere Softwarekomponenten und deren Abhängigkeiten in einem einzigen Paket zusammengefasst sind, sodass sie unabhängig und einheitlich ausgeführt werden können.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.032Hypervisoren und Container-Runtimes als wichtiges Produkt der Klasse II einstufenHerstellerS
2. Firewalls, Intrusion-Detection-Systeme und Intrusion-Prevention-Systeme

Firewalls sind Produkte mit digitalen Elementen, die ein verbundenes Netz oder System vor unbefugtem Zugriff schützen, indem sie den ein- und ausgehenden Datenverkehr dieses Netzes überwachen und einschränken.

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem Netzwerk-Firewalls und Anwendungs-Firewalls (wie etwa Webanwendungs-Firewalls) oder Filter und Anti-Spam-Gateways.

Intrusion-Detection-Systeme sind Produkte mit digitalen Elementen, die den Datenverkehr nach dessen Eintritt in die Netzwerkumgebung auf verdächtige Aktivität überwachen und erkennen oder feststellen, ob ein Angriff auf ein verbundenes Netz oder System versucht wurde, stattfindet oder stattgefunden hat. Zu dieser Kategorie gehören unter anderem netzgestützte Intrusion-Detection-Systeme und hostbasierte Intrusion-Detection-Systeme.

Intrusion-Prevention-Systeme sind Produkte mit digitalen Elementen, die aus einem Intrusion-Detection-System bestehen, das aktiv auf einen Angriff auf ein verbundenes Netz oder System reagiert. Zu dieser Kategorie gehören unter anderem netzgestützte Intrusion-Prevention-Systeme und hostbasierte Intrusion-Prevention-Systeme.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.033Firewalls, Intrusion Detection und Intrusion Prevention als wichtiges Produkt der Klasse II einstufenHerstellerS
3. manipulationssichere Mikroprozessoren

Produkte mit digitalen Elementen, bei denen es sich um Mikroprozessoren mit sicherheitsrelevanten Funktionen, wie etwa Manipulationserkennung, -widerstandsfähigkeit oder -reaktion, gemäß Klasse I Nummer 13 des vorliegenden Anhangs handelt und die zusätzlich so konzipiert sind, dass sie den Schutz gemäß AVA_VAN-Stufe 2 oder 3 bieten, wie in den Gemeinsamen Kriterien und der Gemeinsamen Evaluierungsmethodik festgelegt.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.034Manipulationssichere Mikroprozessoren als wichtiges Produkt der Klasse II einstufenHerstellerS
4. manipulationssichere Mikrocontroller

Produkte mit digitalen Elementen, bei denen es sich um Mikrocontroller mit sicherheitsrelevanten Funktionen, wie etwa Manipulationserkennung, -widerstandsfähigkeit oder -reaktion, gemäß Klasse I Nummer 14 des vorliegenden Anhangs handelt und die zusätzlich so konzipiert sind, dass sie Schutz gemäß AVA_VAN-Stufe 2 oder 3 bieten, wie in den Gemeinsamen Kriterien und der Gemeinsamen Evaluierungsmethodik festgelegt.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.035Manipulationssichere Mikrocontroller als wichtiges Produkt der Klasse II einstufenHerstellerS
(1) Richtlinie 2009/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2009 über die Sicherheit von Spielzeug (ABl. L 170 vom 30.6.2009, S. 1, ELI: http://data.europa.eu/eli/dir/2009/48/oj).
(2) Verordnung (EU) 2017/745 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2017 über Medizinprodukte, zur Änderung der Richtlinie 2001/83/EG, der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 und der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 und zur Aufhebung der Richtlinien 90/385/EWG und 93/42/EWG des Rates (ABl. L 117 vom 5.5.2017, S. 1, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2017/745/oj).
(3) Verordnung (EU) 2017/746 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2017 über In-vitro-Diagnostika und zur Aufhebung der Richtlinie 98/79/EG und des Beschlusses 2010/227/EU der Kommission (ABl. L 117 vom 5.5.2017, S. 176, ELI: http://data.europa.eu/eli/reg/2017/746/oj).
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
DVO Produktkategorien (2025/2392)›Anhang II
Anhang II

KRITISCHE PRODUKTE MIT DIGITALEN ELEMENTEN

DVO Produktkategorien (2025/2392)
ProduktkategorieTechnische Beschreibung
1. Hardwaregeräte mit Sicherheitsboxen

Hardwareprodukte mit digitalen Elementen, die sensible Daten sicher speichern, verarbeiten oder verwalten oder kryptografische Vorgänge ausführen, aus mehreren diskreten Bauelementen bestehen, über eine physische Hardwarehülle verfügen und Manipulationserkennung, -widerstandsfähigkeit oder -reaktion als Abwehrmittel gegen physische Angriffe bieten.

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem physische Zahlungsterminals, Hardware-Sicherheitsmodule, die kryptografische Elemente erzeugen und verwalten, sowie Fahrtenschreiber, die der vorstehenden Beschreibung entsprechen.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.036Hardwaregeräte mit Sicherheitsboxen als kritisches Produkt einstufenHerstellerS
2. Smart-Meter-Gateways in intelligenten Messsystemen im Sinne des Artikels 2 Nummer 23 der Richtlinie (EU) 2019/944 des Europäischen Parlaments und des Rates (1) sowie andere Geräte für fortgeschrittene Sicherheitszwecke, einschließlich der sicheren Kryptoverarbeitung

Smart-Meter-Gateways sind Produkte mit digitalen Elementen, die die Kommunikation zwischen Komponenten in intelligenten Messsystemen (im Sinne des Artikels 2 Nummer 23 der Richtlinie (EU) 2019/944) oder an diese angeschlossenen Komponenten und befugten Dritten wie Versorgungsunternehmen steuern. Smart-Meter-Gateways erfassen, verarbeiten und speichern Messdaten oder personenbezogene Daten, schützen Daten- und Informationsflüsse durch Unterstützung spezifischer kryptografischer Anforderungen wie Verschlüsselung und Entschlüsselung von Daten, umfassen Firewall-Funktionen und stellen Hilfsmittel zur Steuerung anderer Geräte bereit.

Diese Kategorie umfasst unter anderem Smart-Meter-Gateways im Zusammenhang mit intelligenten Messsystemen zur Messung von Elektrizität im Sinne des Artikels 2 Nummer 23 der Richtlinie (EU) 2019/944. Sie kann auch intelligente Smart-Meter-Gateways umfassen, die im Rahmen anderer intelligenter Messsysteme zur Messung des Verbrauchs anderer Energiequellen wie Gas oder Wärme verwendet werden, sofern das Gateway dieser Beschreibung entspricht.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.037Smart-Meter-Gateways als kritisches Produkt einstufenHerstellerS
3. Chipkarten oder ähnliche Geräte, einschließlich Sicherheitselemente

Sicherheitselemente sind Mikrocontroller oder Mikroprozessoren mit sicherheitsrelevanten Funktionen wie etwa Manipulationserkennung, -widerstandsfähigkeit oder -reaktion. Sie speichern, verarbeiten oder verwalten üblicherweise kryptografische Vorgänge oder sensible Daten wie Identitätsnachweise oder Zahlungsdaten. Sicherheitselemente sind so konzipiert, dass sie Schutz mindestens auf AVA_VAN-Stufe 4 bieten, wie in den Gemeinsamen Kriterien oder der Gemeinsamen Evaluierungsmethodik festgelegt. Sie können diskrete Bauelemente aus Silizium sein oder in Ein-Chip-Systeme (System-on-a-Chip, SoC) integriert werden. Sicherheitselemente können eine Anwendungsumgebung oder ein Betriebssystem sowie eine oder mehrere Anwendungen umfassen.

Zu dieser Kategorie gehören unter anderem Trusted Platform Modules (TPMs) und die embedded Universal Integrated Circuit Card (eUICC).

Chipkarten oder ähnliche Geräte sind Sicherheitselemente, die in ein Trägermaterial wie etwa Kunststoff oder Holz in Form einer Karte integriert sind, oder Sicherheitselemente, die in Trägermaterialien in anderer Form integriert sind. Zu dieser Kategorie gehören unter anderem Ausweis- und Reisedokumente, qualifizierte Signaturkarten, austauschbare UICCs, physische Zahlungskarten, physische Zugangskarten, Karten für digitale Fahrtenschreiber oder Armbänder mit integrierten Sicherheitselementen für Zahlungen.

CRA-Sollmaßnahmen
C01.038Chipkarten und Sicherheitselemente als kritisches Produkt einstufenHerstellerS
(1) Richtlinie (EU) 2019/944 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juni 2019 mit gemeinsamen Vorschriften für den Elektrizitätsbinnenmarkt und zur Änderung der Richtlinie 2012/27/EU (ABl. L 158 vom 14.6.2019, S. 125, ELI: http://data.europa.eu/eli/dir/2019/944/oj).
Rechtsstand: Juli 2026 · Keine Rechtsberatung; keine amtliche Quelle der Rechtstexte — maßgeblich ist der Volltext bei EUR-Lex. Kommissions-Guidance und -FAQ sind nach Angabe der Kommission rechtlich nicht bindend (Guidance C(2026) 5252 © Europäische Union, 2026; FAQ © European Union, 2025, CC BY 4.0).
CRA-Navigator›Fachbeiträge und Material

Fachbeiträge und amtliche Hinweise

marlen-hofmann.de

Auf meiner Website stelle ich meine Fachbeiträge aus LinkedIn zur Verfügung und pflege dort die amtlichen Hinweise der zuständigen Stellen zu diesem Rechtsakt. Beide Links öffnen in einem neuen Tab.

Benutzerhandbuch

Gilt für das Interaktive Handbuch und die Web-Vorschau — beide tragen denselben Zuschnitt: Lesen + Suche, sonst nichts.

1 · Was Sie vor sich haben

Eine einzige HTML-Datei, die Sie per Doppelklick im Browser öffnen. Kein Server, keine Installation, keine Internetverbindung, keine Anmeldung — und keine Speicherung: Diese Ausgabe ist ein interaktives Handbuch. Sie lesen, klappen auf und suchen; die Datei erfasst nichts und legt nichts auf Ihrem Gerät ab.

Darin drei Inhalte:

  • Der Rechtstext — die Artikel und Anhänge der abgebildeten Rechtsakte, gegen den amtlichen Volltext geprüft. Amtliche Berichtigungen sind eingearbeitet und im jeweiligen Artikel sichtbar vermerkt. Welche Rechtstexte enthalten sind, listet das Cockpit — je Text mit Link auf die amtliche Quelle.
  • Der Sollmaßnahmenkatalog — die Sollmaßnahmen als aufklappbare Karten, jede direkt unter der Pflicht, aus der sie abgeleitet ist, mit einer thematischen ISO-27002-Einordnung.
  • Auslegungshilfen der Behörden — sofern für den abgebildeten Rechtsakt vorhanden: Q&As der Aufsicht bzw. Leitlinien der Kommission, jeweils am betreffenden Artikel, mit amtlicher Fundstelle und Link zum Original. Ob und welche Auslegungshilfen enthalten sind, zeigt die Kontextspalte des Artikels.

Was diese Ausgabe nicht ist: kein Audit, keine Rechtsberatung, kein GRC-Tool. Maßgeblich bleibt in jedem Fall die amtliche Fassung.

2 · Aufbau

Links die Navigation: oben der Bereich „Verstehen" (Cockpit, Sollmaßnahmen-Überblick, Fachbeiträge), darunter die Rechtsakte als Klappgruppen mit ihren Artikeln. Die kleine Zahl an einem Artikel nennt die Zahl seiner Sollmaßnahmen; graue Einträge ohne Zahl sind Artikel, an denen keine Sollmaßnahme hängt (der Mauszeiger-Hinweis sagt es dazu). Die kupferfarbenen Balken trennen die Bereiche.

Rechts die Lesefläche mit jeweils einem Artikel; daneben die Kontextspalte: „Worum geht es", die Relevanz-Einordnung, „Konkretisierung & Verweise" — und, sofern der Rechtsakt welche hat, die Auslegungshilfen der Behörden.

3 · Lesen

Artikel in der Navigation anklicken — die Lesefläche wechselt. Unter den Absätzen liegen die Sollmaßnahmen-Karten: Aufklappen zeigt Kennung, Titel und den Anforderungstext, darunter die thematische ISO-27002-Einordnung (Zeile „ISO-2700X"). Je Rechtsakt können weitere Zeilen dazukommen — etwa Adressat, Geltung oder Querverweise auf weitere Fundstellen. Die Rechtsgrundlage einer Karte ist die Pflicht, unter der sie hängt; vollständig aufgelistet steht sie in der Spalte „Rechtsgrundlage" des Sollmaßnahmen-Überblicks. Auch Auslegungshilfen und Verweis-Kästen sind Klappflächen. Querverweise im Text springen direkt zur Zielstelle; die Navigation links rückt dabei zum geöffneten Eintrag.

4 · Suchen

Das Suchfeld sitzt oben in der Kopfzeile; die Taste / springt von überall hinein. Gesucht wird ab zwei Zeichen, Groß-/Kleinschreibung und Umlaute spielen keine Rolle („verschlusselung" findet „Verschlüsselung").

Die Trefferliste ist nach Fundort gruppiert: zuerst der Wortlaut, getrennt nach Rechtsakt, dann Sollmaßnahmen, ISO-Controls, Schulungsfolien, Aufsichts-FAQ, Erläuterungen aus der Kontextspalte und die übrigen Seiten. Jede Zeile nennt die Fundstelle (etwa Artikel und Absatz) mit einem Textschnipsel. Je Gruppe stehen zunächst fünf Treffer; weitere Treffer zeigen klappt die Gruppe ganz auf. Enter öffnet den ersten Treffer, die Pfeiltasten wählen, Escape schließt. Der Sprung öffnet zugeklappte Karten und Kästen, markiert die Fundstelle kurz mit einem Rahmen und rollt die Navigation zum geöffneten Eintrag. Führt der Rechtsakt amtliche Q&A-Nummern der Aufsicht, sind auch diese suchbar.

5 · Drucken

Strg+P (Windows) bzw. Cmd+P (Mac) druckt den geöffneten Artikel in voller Breite; Navigation und Kopfzeile bleiben im Ausdruck weg.

6 · Beilage: die Excel-Arbeitsmappe

Liegt Ihrer Auslieferung die Excel-Arbeitsmappe bei, enthält sie denselben Sollmaßnahmenkatalog mit Arbeitsspalten für Ihre Umsetzungsdokumentation und einem Auswertungsblatt. Der Schlüssel zwischen beiden ist die Kennung links oben auf jeder Karte: Die ID je Excel-Zeile ist dieselbe wie im Handbuch — was Sie im Excel dokumentieren, finden Sie im Handbuch über die Suche in Sekunden wieder.

7 · Technisches

Die Datei enthält genau ein Skript: die Volltextsuche. Ist JavaScript abgeschaltet, bleibt alles vollständig lesbar — nur das Suchfeld existiert dann nicht. Die Datei speichert nichts, verbindet sich mit nichts und funktioniert auch ohne Internet; die Links auf amtliche Quellen führen ins Netz, öffnen aber nur auf Ihren Klick. Geprüft mit den aktuellen Desktop-Versionen von Edge, Chrome, Firefox und Safari; auch in älteren Browsern bleibt der gesamte Inhalt lesbar. Bei einer neuen Fassung ersetzt die neue Datei einfach die alte — es gibt keinen Arbeitsstand, der mitgenommen werden müsste.

Rückfragen, Fehlermeldungen und neue Fassungen: marlen-hofmann.de — dort stehen der Kontaktweg und die Übersicht der aktuellen Ausgaben.

Über den CRA-Navigator

Dieses interaktive Handbuch ist Version 1.0: Jede Sollmaßnahme steht als aufklappbare Karte direkt an der Pflicht im Rechtstext, aus der sie abgeleitet ist — im amtlich geprüften Volltext, ergänzt um eine Volltextsuche.

Handbuch und Sollmaßnahmenkatalog tragen dieselbe Versionsnummer; welcher Rechtsstand abgebildet ist, nennt das Cockpit. Für Käufer des Sollmaßnahmenkatalogs 1.0 liegt eine Überleitung der Kennungen bei.